Beiträge von Armin Glaser

    Hallo Lars,

    das besondere an Kupfer ist, dass es in sehr verschiedenen Formen im Aquarium vorhanden sein kann.
    Deshalb kann sich die gleiche Konzentration in einem Becken für viele Organismen akut tödlich auswirken, in einem
    anderen Becken aber nur ganz allmählich Wirkung zeigen. Das hängt z.B. mit dem Vorhandensein von organischen
    Stoffen im Wasser zusammen.

    Ein erstes Anzeichen ist ein blass werden der Korallen, da sie Kupfer in den Zooxanthellen anlagern und diese dann ausscheiden.

    Du kannst die Entfernung sowohl mit dem Eisenhydroxid als auch mit UltraLife versuchen. Und viel Wasser wechseln.

    Hallo Christian,

    Stephan misst in seinem Aquarium 460 mg/l Calcium. In seinem frisch angesetzten Meerwasser misst er 410 mg/l.
    Folglich muss irgendwie noch Calcium dazu kommen.

    Und wo ist TM Pro Reef mit 490 mg/l Calcium angegeben?

    Hallo Stephan,

    das Salz ist sicher nicht die Ursache deines Problems. Es kann seinen Ca und Mg-Gehalt nicht nachträglich erhöhen.
    Meine Vermutung wäre, dass dein KH-Plus kein KH-Plus ist. Setze nochmal frisches Meerwasser an, messe KH, Ca
    und Mg, gib dann etwas von dem "KH-Plus" in das Wasser und messe die 3 Werte anschließend nochmal.

    Hallo Andreas,

    gut dass du die Messung überprüft hast. Jetzt musst du die genannten tipps bezüglich Besatz, Fütterung und Wasserwechsel umsetzen.
    Und deinem Händler kannst du sagen, er soll das Nitratmessen noch ein paarmal üben.

    Hallo Tommi,

    sei bitte vorsichtig bei der Verwendung der Salzsäure!

    Die meisten Kunststoffe werden davon nicht angegriffen, dafür deine Haut und deine Augen umso mehr. Daher
    Schutzbrille und Handschuhe tragen!

    Du kannst im Becken eine gute Strömung installieren, den pH messen, einige Milliliter Salzsäure zugeben,
    ein paar Stunden warten und den pH erneut messen. Diesen Vorgang wiederholst du so lange, bis der pH unter 8,5 ist.

    Hallo Günter,

    die von mir verwendeten Macherey-Nagel Silicattests der Nanocolor-Reihe haben sich bisher als noch lange nach
    dem angegebenen Verfallsdatum verwendbar erwiesen. Wenn du ganz sicher gehen willst, dann messe ab und zu
    einen Standard. Im schlimmsten Fall musst du irgendwann einen Korrekturfaktor ermitteln, mit dem du das
    Messergebnis multiplizieren musst. Aber zum Wegschmeißen ist solch ein Test zu schade.

    Hallo Ralph,

    ich fördere bei meinem 1500 l Becken stündlich 1000 Liter hoch und das seit vielen Jahren. Dann müssten
    die 1500 l der Eheim bei dir völlig ausreichen. Du willst sie ja nicht als Strömungspumpe einsetzen.

    Hallo Axel,

    wenn du sie mehre Jahre lang mit mehreren tausend Litern destilliertem Wasser spülst, klappt das bestimmt :grinning_squinting_face:
    Im Ernst: Aktivkohle kann regeneriert werden, aber nur industriell bei sehr hohen Temperaturen. Der Regenerationsvorgang
    entspricht in etwa dem Herstellungsvorgang. Uns Kleinverbrauchern bleibt nix anderes übrig als sie wegzuschmeißen.

    @Mo: Für die Aussage auf deiner Packung gibt es keine chemische Erklärung, nur eine kaufmännische.
    Seriös finde ich sowas nicht.

    Hallo Stefan,

    du hältst doch deine Fische hoffentlich nicht in Natronlauge? :grinning_squinting_face:
    In süß- und Meerwasser löst es sich jedenfalls nicht. Und am Ende kommt immer Silicat raus. Und das wird gemessen.

    Ich weiß nicht, welchen Machery-Nagel du verwendest. Ich verwende den Nanocolor 1-48. Diesen stört Calcium
    ab 100 mg/l, daher muss ich die Probe 1:5 verdünnen. Dann misst er genau.

    Hallo Ralph,

    was du hier erfahren hast ist der Unterschied zwischen einer ausgewogenen Wasserzusammensetzung und der
    übermäßigen Zugabe von Zusatzstoffen (Natron und Calciumchlorid). Da die geringe Salinität die Ursache deiner
    geringen Ca/KH-Werte war, führte die zusätzliche Zugabe nur zu Ausfällungen, d.h. irgendwo in deinem Aquarium
    hat sich Kalk abgelagert. Solange er nicht in den Pumpen sitzt, macht das allerdings nix.

    Hallo Robert,

    SiO2 und Silicat ist das Gleiche, also hast du mit dem TM-Test genau die Hälfte des richtigen Wertes gemessen,
    was als Aussage für die aquaristische Praxis ausreichend ist.

    @Stefan: Der M&N misst, wie alle anderen Silicium/Silicat/Kieselsäuretests, nur Kieselsäure und Silicate.
    Reines Silicium ist vollkommen unlöslich und kommt weder im Süß- noch im Meerwasser in messbaren Mengen vor.
    Silicium liegt in wässrigen Lösungen immer als Kieselsäure bzw. Silicate vor, der pH beeinflusst nur deren relatives Mengenverhältnis.

    Die Frage, warum Silicate so sehr Probleme in Meerwasseraquarien bereiten, finde ich auch hochinteressant.
    Ich selbst habe noch keine Probleme mit Silicatgehalten bis 0,5 mg/l gehabt, trotzdem gibt es immer wieder Berichte
    über extrem silicatempfindliche Aquarien.

    Hallo Karsten,

    ich hatte mal so ein ähnliches Problem bei einem iks auf Grund einer Rückkopplung über einen Temperaturfühler.
    Trenne mal versuchsweise deine anderen Sensoren vom Gerät, vielleicht ist nicht die Leitwert-Elektrode sondern
    einer der anderen Sensoren die Ursache.

    Hallo Frank,

    ich muss das wohl etwas genauer erklären: Bei einem Naturprodukt weiß ich die Herkunft, habe aber keine
    Informationen darüber, was genau enthalten ist. Meerwasser kann eine sehr konstante Zusammensetzung auch
    bezüglich seiner Spurenelemente haben, dazu muss es aber weit draußen auf offener See in einer gewissen
    Mindesttiefe entnommen werden. Das wird dann aber als Referenzlösung für mehr als 100 Euro pro Liter verkauft,
    zur Salzgewinnung verwendet man besser zugängliches Wasser direkt vor der Küste, in dem zivilisatorische Einflüsse
    durchaus nachweisbar sein können.

    Technische Salze enthalten nur einen garantierten Mindestanteil ihrer Hauptsubstanz, der bei manchen Produkten
    bei nur 70% liegen kann.

    Pharmazeutische Qualitäten sind auf viele Verunreinigungen geprüft, hier beginnt der Bereich, wo man einigermaßen
    genau sagen kann, was drin ist. 100%tig weiß man das aber auch bei pro analysi Qualitäten nicht und selbst bei den
    wesentlich teureren Supra- und Ultrapurqualitäten ist immer noch eine minimale Restmenge an Verunreinigungen
    drin.

    Kurz gesagt: Schwankungen kannst du überall haben, sie nehmen nur ab in der Reihenfolge natürlich/technisch - DAB - p.a. - suprapur - ultrapur

    Hallo Robert,

    Vorsicht bei der Auswertung von Silicat-Messergebnissen! Es gibt 3 verschiedene Möglichkeiten Silicat zu messen,
    als Silicium, als Silicat oder als Kieselsäure. Die FaunaMarin Multireferenz enthält meines Wissens nicht 3 sondern
    2,1 mg/l Silicat, das sind 1 mg/l Silicium oder 3,4 mg/l Kieselsäure.

    Wenn der TM Silicium angegeben hat ist er perfekt, wenn es Silicat war ist er immer noch für die Praxis brauchbar.
    Ein Test, der gar nix anzeigt sollte dem Hersteller zurückgegeben werden.

    Hallo Mo,

    die Aussage, dass die Aktivkohle gebundene Gifte nach einer Woche wieder abgeben würde ist definitiv falsch.
    Kohle kann Gifte theoretisch abgeben, wenn sie zuerst in einem stark belasteten Aquarium eingesetzt wird und
    danach in ein Aquarium mit wesentlich saubererem Wasser gelangen würde. Aber du wirst ja wohl keine gebrauchte
    Aktivkohle verwenden.

    Hallo Frank,

    die Verunreinigungsmöglichkeiten sind beim unterirdischen Abbau von Steinsalz deutlich geringer als bei der
    Trocknung von Meerwasser unter freiem Himmel. Du wirst bei einem solchen Naturprodukt auch nicht die Einstufung
    in eine der Reinheitsklassen erwarten können, die für synthetisierte oder gereinigte Einzelkomponenten einer
    Meersalzmischung gelten. Das muss nicht heißen, dass ein Produkt auf natürlicher Basis schlechter als ein
    synthetisches ist. Es bedeutet nur, dass die Chargenschwankungen größer sein können.

    Wobei dieser Vergleich auch wieder hinkt, weil die meisten Hersteller die Reinheitsgrade ihrer verwendeten Komponenten gar nicht angeben.

    Hallo Axel und die anderen erregten Diskutaten,

    ich fände es angenehm, wenn ihr wieder sachlich miteinander diskutieren würdet. Ihr habt doch alle schon in vielen
    Beiträgen gezeigt, dass ihr das hervorragend könnt.

    Zum eigentlichen Thema: Die Leitwertmessung ist ein technisch recht aufwendiger Vorgang, bei dem auch meiner
    Erfahrung nach die günstigeren Geräte manchmal an ihre Grenzen stoßen. Es hat seinen Grund, dass ein wirklich
    gutes Leitfähigkeitsmessgerät etwa 1000 Euro kostet.

    Bei der Suche nach Silicat kann aber auch ein teures Gerät versagen, da Silicat die Leitfähigkeit kaum beeinflusst.

    Hallo Martin,

    fast alle Refraktometer zeigen nicht die Dichte (eine international genormte Größe) sondern irgendeine relative Dichte
    (das sind veraltete Größen, die unterschiedlich groß sein können) an. In der Praxis ergibt das Unterschiede von bis
    zu 4 Gramm Salz pro Liter.

    Aus diesem Grund beim Refrak immer NUR die Salinitätsskala verwenden. Und auch diese sollte mindestens 1 mal
    mit einem guten Aräometer verglichen werden, da viele Refraks 1-2 Gramm zu viel anzeigen.

    @Markus: Natürlich ist die Salinität im Aquarium selbst das Entscheidende. Um aber allmähliche Veränderungen
    durch Calciumzugabe, KH-Zugabe usw. optimal ausgleichen zu können ist es sinnvoll, die Salinität des Wechselwassers
    entsprechend dieser Verändeungen einzustellen. Ist der Salzgehalt im Becken etwas gestiegen, wird das Wechselwasser
    dünner angesetzt, im anderen Fall konzentrierter. Das kann man per Augenmaß machen, messen ist sicherer.

    Hallo Christian,

    wenn du berücksichtigst, dass deine selbst hergestellte Lösung meist viel konzentrierter ist als die gekaufte
    und du entsprechend vorsichtig bist, gibt es keine Probleme.

    Zur Ausfällung: Das Calciumcarbonat ist nicht völlig verloren, es löst sich aber erst wieder, wenn der Calcium- und
    Carbonatgehalt des Wassers sehr niedrig wird oder es im Bodengrund in die Nähe bakterieller Abbauprozesse
    von organischem Material kommt. Man kann sagen es ist vorläufig verloren, der Calciumgehalt steigt so nur wenig.

    Hallo Thomas,

    dass du bei deiner Red Sea Probe einen erhöhten Phosphatgehalt gemessen hast hat wahrscheinlich die Ursache,
    dass Red Sea Salz aus natürlichem Meersalz hergestellt wird und in der Natur kommt nun mal Phosphat vor. Daher
    wirst du auch von Charge zu Charge unterschiedliche Werte erhalten, die Natur ist nicht genormt.

    Zur allgemeinen Phosphatdiskussion:
    Für den Betrieb besonders nährstoffarmer Aquarien sollte eine Meersalzmischung möglichst wenig Phosphat
    enthalten. Das ist eine legitime Forderung, die meines Wissens nach von allen Herstellern eingehalten wird.
    Wirklich "phosphatfrei" ist natürlich kein Salz, selbst wenn wir bereit wären mehrere hundert Euro pro Kilo auszugeben,
    wäre mit sehr genauen Methoden immer noch Phosphat nachzuweisen. Bei solch einer unrealistischen
    Betrachtungsweise gibt es weder alkoholfreies Bier, bleifreies Benzin oder giftfreie Nahrungsmittel.
    Man kann es auch positiv formulieren: jede Meersalzmischung enthält Gold, Silber und Platin! :grinning_squinting_face:

    Hallo zusammen,

    bitte gebt wenn möglich keine Chemikalien direkt ins Aquarium! Wenn kein Filterbecken vorhanden ist, dann dürfen
    immer nur allerkleinste Mengen zugegeben werden. Diese direkt in die Strömung geben, so dass sie sich sofort verteilen.

    Wenn mal beim Zugeben etwas schief geht, muss das noch keine Katastrophe sein. Wenn aber regelmäßig Chemikalien
    direkt ins Becken und damit auf die Tiere gegeben werden, ist das für diese eine starke Belastung.

    Hallo Norbert,

    das Problem der stark durchströmten Filtermatten ist folgendes:

    Da hier nur eine aerobe Zone vorhanden ist, kann Stickstoff nur zu Ammonium, Nitrit und Nitrat verarbeitet werden.
    Spätestens das Nitrat wird dann ins freie Wasser abgegeben, wo es sich erst einmal anreichert und erst wenn es
    irgendwo eine anaerobe Zone erreicht abgebaut werden kann.

    Im Bodengrund und in porösen Steinen sind die Verhältnisse ganz anders: Hier wird außen Nitrat produziert und direkt
    nach innen weitergegeben, wo es zu Stickstoffgas weiterverarbeitet wird. So gelangt kein freies Nitrat ins Wasser.