Beiträge von Armin Glaser

    Hallo Ralf,

    Nitrit ist ein Zwischenprodukt bei der Denitrifikation. Wenn die Denitrifikation unvollständig abläuft kann Nitrit übrig bleiben.

    Wenn dein Filter richtig angeschlossen und mit dem richtigen Material gefüllt ist, dann reduziere den Durchlauf noch stärker.
    Wenn du aber am Auslauf einen Geruch von faulen Eiern wahrnimmst, dann SOFORT wieder den Durchlauf etwas erhöhen.

    Hallo Thomas,

    natürlich kann ich dir sagen, um wie viel die Stammlösung aus dem Buch den Strontiumgehalt anhebt.
    Das lässt sich leicht aus der Angabe, dass 1 ml Lösung 42 mg Sr enthält, ableiten:

    Bei deinem 1000 Liter Becken hebt ein ml Stammlösung den Strontiumgehalt um 0,042 mg/l an.
    Aber sinnvoll bleibt nach wie vor nur die calciumverbrauchsabhängige Zugabe.

    Wolfgang: Du wirst lachen, genau den Titel hatte ich mir mal für ein Buch überlegt :grinning_squinting_face:

    Hallo Wolfgang,

    auch dies ist ein Meerwasseraquaristik-Märchen. Kalkrotalgen bilden ihr Skelett aus Magnesiumcalcit, eine Substanz,
    die aus wenig Magnesium, viel Calcium und Carbonat besteht. Strontium kann in Magnesiumcalcit nicht eingebaut
    werden, eine Kalkrotalge kann daher mit Strontium ungefähr so viel anfangen wie ein Fisch mit einem Fahrrad.

    Hallo Thomas,

    wenn du eine Referenz für Strontium suchst, schau mal bei Claude: https://wwws.aquaterrashop.de/meerwasser-neu…roducts_id/3593

    Aber du hast schon richtig erkannt, die Strontium-Tests sind nicht sehr einfach und auch nicht sehr genau.

    Wenn dir die Rechnerei mit dem Calciumverbrauch zu umständlich ist, dann mache einfach öfters einen Wasserwechsel
    und verlasse dich einfach darauf, dass in deiner Meersalzmischung genug Strontium drin ist. Eine negative Wirkung
    von Strontiummangel ist bisher nicht nachgewiesen.

    Hallo Thomas,

    dass sich Strontium schnell verflüchtigen würde ist eines der vielen Meerwasseraquarisitk-Märchen. Es verhält sich
    proportional zum Calcium, in der Zeit in der dein Calciumgehalt um 10 mg/l abnimmt "verschwinden" gerade mal 0,2 mg/l Strontium.

    Wie du den Calciumverbrauch ermittelst hat Sascha perfekt beschrieben. Auf die Angaben eines Strontiumtests
    würde ich mich nur verlassen, wenn ich ihn mit einer Referenz überprüft hätte.

    Hallo Andreas,

    das Problem ist nicht die Leistung der HQIs, sondern die Impulsspitzen der Vorschaltdrosseln beim Ausschalten.
    Schalte einen 385V Varistor parallel zum Relaiskontakt und das Problem ist erledigt. Wobei ich das Verwenden
    von einer Schaltuhr pro Lampe schon sinnvoll finde.

    Hallo Paul,

    deine Ca, Mg und KH-Werte sind optimal, da musst du überhaupt nichts machen. Nur deine Salinität ist etwas niedrig,
    nimm bei den nächsten Wasserwechseln immer etwas zusätzliches Salz dazu.

    Bei deinem Refrak darfst du nur die Salinitätstabelle beachten, die andere Tabelle zeigt nur irgendeine relative Dichte an,
    die sich von der absoluten Dichte deutlich unterscheidet.

    Hallo Martin,

    du hattest geschrieben, dass du Ca und Mg extra zugibst. Kann es sein, dass eines deiner Salze mit Natron
    verwechselt wurde? Messe doch mal eine frisch angesetzte Wasserprobe, NACH der Zugabe von Ca und Mg.

    Hallo Horst,

    das Phosphatbindevermögen des Kalkwassers wird meist überschätzt, daher ist die Gefahr der "Depots" gering.

    Kalkwasser sollte auf keinen Fall direkt ins Aquarium, sondern ins Technikbecken gegeben werden und dort an einer
    Stelle, wo starker Gasaustausch stattfindet. Dann steigt der pH nicht zu stark an, da er durch das Einbringen von CO2
    ins Wasser ausgeglichen wird. Daher ist der Tipp mit dem Einlauf des Abschäumers sehr gut.

    Nachteil dieser Methode kann aber sein, dass das bei der Zugabe kurzzeitig entstehende Magnesiumhydroxid
    abgeschäumt wird und dadurch auf Dauer der Magnesiumgehalt des Aquarienwassers sinkt.

    Hallo Matthias,

    den "Normalverbrauch" gibt's im Korallenriffbecken nicht. Der Calcium- und Carbonatverbrauch hängt u.a. von der
    Anzahl, der Größe und dem Zustand der Korallen ab, aber auch von der Beleuchtungsstärke und von der Jahreszeit.
    Und natürlich ist die Zugabemenge um so geringer, je mehr Calcium und Carbonat in der Meersalzmischung
    enthalten ist und je öfter Wasser gewechselt wird.

    Hallo Stefan,

    der Abschäumer holt vor allem organischen Kohlenstoff und Phosphat aus dem Wasser, Nitrat kann sich auch ohne
    Abschäumer abbauen. Ich würde ihn allein schon wegen des Gasaustauschs weiter betreiben.
    Als Kompromiss kannst du einfach den Flotattopf abnehmen oder das Flotat ins Wasser zurücklaufen lassen.

    Hallo Markus,

    deinen Optimismus, dass immer das Gleiche in den 2-Komponentenknetklebern drin ist, kann ich nicht teilen.
    Denn auf manchen steht der Gefahrenhinweis "schädlich für Wasserorganismen", auf anderen nicht.

    Ein bedeutender Unterschied für die Anwendung im Aquarium!

    Hallo Thorben,

    ab wann du Phosphatadsorber einsetzen musst, hängt von der Philosophie ab, nach der du den Aquarium betreibst.
    Willst du ein extrem nährstoffarmes Becken, sind 0,1 mg/l PO4 schon an der Obergrenze. Willst du das Aquarium
    nicht nährstoffarm betreiben, benötigst du noch lange keinen Adsorber. Korallen wachsen unter beiden Bedingungen.

    Zum Adsorbereinsatz: Wenn du den Adsorber nur ins Technikbecken legst, ist die Wirkung gering. Am effektivsten
    arbeitet er in einem Wirbelbettfilter.

    Hallo Axel,

    sowohl dein Ca-Wert (468 mg/l) als auch dein Mg-Wert sind sehr hoch. Überlege dir, was du zugibst, überprüfe
    deine Salinität und messe Ca und Mg mal entweder mit einem Standard oder mit frisch angesetztem Meerwasser
    der Salinität 35. Ansonsten bleibt noch die Möglichkeit frische Riffkeramik oder ähnliches Material.

    Hallo Gerd,

    10% Magnesium wären nur sinnvoll, wenn du außer Kalkalgen keine anderen kalkbildenden Organismen im Aquarium
    hättest. Versuche es mal mit 1-3%, das müsste völlig ausreichen. Und auch das würde ich erst bei einem Mg-Gehalt
    von unter 1200 mg/l empfehlen.

    Hallo Svenja,

    bevor du in Versuchung kommst, irgendwelche obskuren "Wundermittel" einzusetzen, deren Risiken niemand
    abschätzen kann, lass uns das Ganze erst mal analysieren.

    Das Wichtigste zuerst: Dein Magnesiumwert ist nicht allzu niedrig, bei deiner Salinität von 33,2 liegt er nur 5% unter dem Optimum.
    Was gibst du außer dem Bio-Magnesium noch zu? Wie gibst du Calcium und Carbonate zu?

    Hallo Uwe,

    ich gehe mal davon aus, dass du die Referenzmessung mit dem neuen Test gemacht hast.
    Ca 430 mg/l liegt noch im Toleranzbereich, Mg 1600 mg/l ist allerdings völlig daneben.

    Wie oft hast du die Messungen durchgeführt? Wie groß waren die Abweichungen zwischen den einzelnen Messungen?

    Hallo Axel,

    wie die Anderen bereits geschrieben haben, ist die Redoxmessung im Meerwasseraquarium eine heikle Geschichte.
    Es gibt zu viele Faktoren, die deinen Wert verändern können. Sinnvoll ist sie eigentlich nur, wenn du ein sehr stabiles
    Aquarium betreibst, in dem keinerlei Zugabeexperimente oder sonstige Eingriffe vorgenommen werden.

    Hallo Marc,

    super, dass du den Fehler mit der spezifischen Dichte selbst bemerkt hast! Ich würde zur Sicherheit auch eine
    Vergleichsmessung mit einem großen Aräometer machen. Die Schwimmergeräte zeigen meist einen abweichenden
    Wert an. Wenn man den Fehler durch eine Vergleichsmessung ermittelt hat und ihn bei jeder Messung berücksichtigt,
    sind die Geräte im Alltag für die Salinitätsmessung brauchbar.

    Hallo Ralph,

    wenn du viel Wasserwechsel betreibst und nicht allzu viel Calciumchlorid und Natriumhydrogencarbonat zugeben
    musst, kann die Dosierung ohne NaCl-freies Salz lange Zeit gut gehen. Wie gesagt, sie kann.

    Deine Fische können vielleicht auch mit einem schlechteren Futter leben, deine Korallen auch mit einer billigeren
    Meersalzmischung wachsen.

    Das Risiko, dass es den Tieren schlechter geht, steigt aber durch jede dieser Maßnahmen.

    Hallo Uwe,

    bei so niedrigen Nährstoffwerten würde ich versuchen diese über verstärkte Fütterung anzuheben.
    Das birgt weniger Risiken als eine Phosphat- oder Nitratzugabe und die Fische freuen sich.

    Auf jeden Fall musst du bei so niedrigen Werten sehr häufig messen, um bei Verringerungen sofort reagieren zu können.

    Hallo Marco,

    dein Wert ist schon sehr niedrig, aber einen lawinenartigen Absturz musst du nicht befürchten. Gib Natron zu, um
    die KH zu erhöhen und gib morgens etwas Kalkwasser zu, um den pH-Tiefpunkt zu überwinden.
    Wenn dann dein Kalkreaktor wieder richtig läuft, ist das Problem bald überstanden.

    Hallo Marco,

    natürlich ist ein so starkes Absinken der Alkalinität nicht günstig für dein Aquarium. Wie stark es sich auf deinen
    pH-Wert ausgewirkt hat kannst du ganz einfach durch eine pH-Messung ermitteln. Die sagt dir mehr als alle Theorie.

    Hallo Christian,

    zur Entfernung von Silicat ist ein stark basisches Anionenaustauscherharz gut geeignet. Es hat gegenüber dem
    Mischbettharz allerdings den Nachteil, dass dein Wasser alkalisch wird. Gegebenenfalls musst du es hinterher
    etwas ansäuern, z.B. mit CO2.

    Die theoretische Litermenge kannst du über den Unterschied der Alkaliität vor und nach dem Anionentauscher
    errechnen. Praktisch kommen aber deutlich niedrigere Werte heraus, so dass du nur mit einer regelmäßigen
    Silicatmessung im Reinwasser sicher sein kannst.

    Für das Regenerieren solltest du (egal bei welchem Harz) die Angaben des Herstellers beachten.

    Hallo Stefan;

    die Information gebe ich dir gerne: Durch die Druckerhöhung steigt die Gefahr, dass die Membran verblockt wird,
    vor allem bei hartem Wasser. Das Verblocken geschieht durch Calciumcarbonat. Ein natriumbeladener Kationenaustauscher
    ersetzt die Calcium- durch Natriumionen, wodurch sich kein Calciumcarbonat mehr bilden kann.

    Dieses Prinzip wird übrigens auch bei Brauchwasserenthärtungsanlagen angewandt.

    Hallo zusammen,

    es scheint gerade in Mode zu kommen, den Sinn der Umkehrosmose in Frage zu stellen. Dabei ist der Ausgangspunkt,
    dass UO-Anlagen in einigen Fällen falsch betrieben werden, manchmal vielleicht sogar schlecht konstruiert sind.

    4 Liter Abwasser zu produzieren um einen Liter Reinwasser zu erhalten ist nicht nur teuer und unökologisch, sondern
    auch unnötig. Eine heutige UO-Anlage sollte auch unter ungünstigen Umständen mit 2 Litern Abwasser auskommen.
    Wenn sich das Reinwasser-/Abwasserverhältnis nicht niedriger einstellen lässt, sollte man erstens ein paar Cent in
    ein Ventil auf der Abwasserseite investieren und sich zweitens beim Hersteller beschweren.

    Der Abwasserverlust lässt sich sogar auf einen halben Liter pro Liter Reinwasser verringern, wenn eine
    Druckerhöhungspumpe verwendet wird. Dabei sollte aber VOR der Pumpe unbedingt ein Kationenaustauscher
    installiert werden, der Calcium gegen Natrium tauscht. Dieser kann dann einfach mit Kochsalz regeneriert werden.

    Wer unbedingt nur mit Austauscherharzen arbeiten will sollte eines nicht vergessen: Unbedingt einen Kohlefilter
    verwenden, wie ihn auch die UO-Anlagen besitzen. Denn eventuell vorhandenes Chlor wird von den Harzen nicht zurückgehalten.