Beiträge von Armin Glaser

    Hallo Olli,

    irgendwas läuft bei deiner Messung schief. Wenn du deine Stammlösung misst, dann sollte ein Wert von mehreren
    zigtausend rauskommen, da sie Magnesium in viel höherer Konzentration als Meerwasser enthält. Daher ist auch
    deiner anderen Messung nicht zu trauen.

    Mach mal folgenden Versuch: Setze Meerwasser mit der Salinität 35 (= Dichte 1,023 bei 25°C) an und miss davon
    den Mg-Gehalt. Es sollte hier ein Ergebnis von 1100-1300 mg/l herauskommen. Wenn nicht, dann misst du falsch
    oder dein Test funktioniert nicht.

    Hallo Janina,

    wenn sich deine Anemone zersetzt kann sie den pH nur senken, nicht erhöhen.
    Ich bezweifle deine Messergebnisse für PO4 und NO3. Verwendest du einen Phosphatadsorber?
    Was für Wasser verwendest du? Hast du eine Umkehrosmose?

    Hallo Peter,

    einen funktionierenden Ozonisator müsstest du sicher am Geruch erkennen und etwas anderes als Ozon sollte er nicht produzieren.
    Daher überrascht mich deine Beobachtung. hast du beim Abklemmen des Ozonisators nicht noch etwas anderes verstellt?
    Kommt durch das Entfernen des möglicherweise verstopften Ozonisators jetzt mehr Luft in den Abschäumer?

    Hallo Olli,

    es sieht so aus als ob die Denitrifikation bei dir nicht richtig in Gang kommt. Das kann ein Strömungsproblem sein.
    Allerdings kannst du, wie Lars schon schrieb, bei deiner Beckengröße das Problem auch mit Wasserwechseln in den
    Griff kriegen.

    Hallo Janina,

    Algen sind ein guter Grund für einen pH-Anstieg. Triple-Buffer oder ähnliches würde ich solange die KH über 6 bleibt
    nicht zugeben, der pH steigt damit nur weiter an. Bekämpfe deine Algenplage, dann löst sich dein pH-Problem von selbst.

    Hallo Dirk,

    was ist das für eine Tabelle, die dir vorliegt? Bei 1,2 mg/l Gesamtammonium sind bei pH 8,0 schon 0,06 mg/l Ammoniak
    vorhanden, das sechsfache des kritischen Wertes. Der Wert von 0,01 mg/l Ammoniak wird hier schon bei pH 7,5 weit überschritten!

    Allerdings zweifle ich Thorstens Messergebnis stark an.

    @Thorsten: Lass diesen Wert mal von einem Händler oder erfahrenen Aquarianer nachprüfen.

    Hallo Edith,

    auch bei der Baumwollwatte kannst du wegen Cyanos beruhigt sein. Damit können sie genauso wenig anfangen wie mit Wodka.
    Der Tipp, zusätzlich zum Wodka keine weitere Bakteriennahrung zuzuführen erscheint mir sinnvoll, da so das Risiko
    einer Bakterienblüte verringert wird.

    @Karl: Anaerobe Bakterien nehmen den Fischen keinen Sauerstoff weg, das müssen schon aerobe sein. Die von dir
    beobachtete Wodkawirkung kann auch durchaus eine direkte Alkoholwirkung auf Grund von direkter Dosierung
    auf die Tiere sein.

    @Hans-Werner: Ich denke wir müssen zwischen den in der Natur vorkommenden Formen von Dinoflagellaten und
    dem, was in der Meerwasseraquaristik als "Dinoflagellaten" bezeichnet wird, unterscheiden. Deshalb schrieb ich
    auch "die im Meerwasseraquarium manchmal als Plage auftretenden Dinoflagellaten bzw. Silicoflagellaten".
    Es scheint sich nach den mir bekannten Berichten bei Aquarium-"Dinoflagellaten" immer um photoautotrophe
    Organismen zu handeln, da sie auf Beleuchtungsänderungen reagieren. Außerdem gehört Alkohol nicht zu den von
    Auxotrophen benötigten Substanzen.

    Hallo Edith,

    mit Wodka fütterst du weder Cyanos noch Dinos. Sowohl Cyanobakterien als auch die im Meerwasseraquarium
    manchmal als Plage auftretenden Dinoflagellaten bzw. Silicoflagellaten sind autotrophe Organismen, die ihren
    Kohlenstoffbedarf nur aus Kohlendioxid decken. Wodka ist daher für sie uninteressant.

    Alle heterotrophen Bakterien können den Wodka theoretisch nutzen. Praktisch tun das vor allem die Denitrifizierer,
    die dabei noch nicht einmal Sauerstoff verbrauchen, da sie ihn aus Nitrat beziehen. Erst wenn die Dosis zu groß wird,
    kommt es zu einer übermäßig starken Vermehrung von Bakterien ("Bakterienblüte") und damit zu einer gefährlichen
    Sauerstoffzehrung.

    Hallo Ralph,

    natürlich ist das Verhältnis konstant und damit die Funktion linear.
    Das Verhältnis stimmt aber nur am Ausgang des Kalkis, im Aquarium selbst wird die KH von verschiedenen Faktoren
    verändert, die sich teilweise nicht auf den Calciumgehalt auswirken.

    Hallo Simon,

    organische Zersetzungsprozesse könnten eine Erklärung für deinen Alkalinitätsverbrauch sein.

    Wie lange dauert dieser Zustand schon?
    Wie lange gibst du schon kein Calcium mehr zu?
    Wie hoch ist deine Natriumhydrogencarbonatlösung konzentriert?
    Aus was für einem Material ist dein Riffpfeiler?

    Hallo Lars,

    erhöhen tut die Denitrifikation den Phosphatwert sicher nicht, sie senkt ihn aber nur in sehr geringem Maß.
    Der Tipp, dann wieder Stickstoff zuzuführen, um zu erhoffen, dass die andere Stickstoffquelle zu Biomasseproduktion
    führt, die dann möglicherweise entfernt werden kann, ist sehr optimistisch.

    Wenn man feststellt, dass die Zuführung organischer Nährstoffe (wie z.B. Wodka) im eigenen Aquarium nicht zur
    Reduzierung der Phosphatkonzentration führt, dann gibt es nur eine wirklich sichere Methode: Adsorber.

    Hallo Markus,

    wenn der Wodka von sauerstoffverbrauchenden Bakterien verbraucht wird, diese dadurch Biomasse aufbauen und
    diese zu guter Letzt im Abschäumer landet, wird auch Phosphat verbraucht. Wenn der Wodka von denitrifizierenden
    Bakterien zur Denitrifikation verbraucht wird, dann ist der Phosphatverbrauch minimal.

    In jedem Aquarium finden beide Prozesse bei der Wodkazugabe statt. Welcher der beiden dominiert ist von Aquarium
    zu Aquarium verschieden. Erkennen kann man es nur hinterher am Nitrat- bzw. Phosphatwert.

    Hallo zusammen,

    hier noch ein paar Fakten zu dem Thema:

    Bei 25°C entspricht eine Dichte von 1,022 33,3 Gramm Salz pro Liter, bei 1,023 sind es 34,5 g/l und bei 1,024 sind es 35,9 g/l.
    Das sind deutliche Unterschiede. Die Zugabemenge ist IMMER größer als die Salzmenge im Wasser,
    denn ALLE Meersalzmischungen enthalten auch Wasser.

    Die Angaben von Martins AquaCalc sind wesentlich realistischer als die Herstellerangaben, Schwankungen sind
    auf Grund der Hygroskopie der Salze möglich. Wenn Salz durch offene Lagerung feucht wird braucht man aber mehr, nicht weniger davon.

    Die sehr optimistischen Herstellerangaben haben den schon von Klaus erwähnten Grund: Kein Hersteller traut sich
    im Augenblick die wirklichen Angaben draufzuschreiben, weil sie befürchten, dass unkritische Käufer dann denken,
    dass die Konkurrenzprodukte deutlich ergiebiger wären. Wobei einzelne wirklich so dreist sind und sinngemäß auf die Packung schreiben:
    "Wenn Sie 30 Gramm unseres Produkts verwenden sind hinterher 32 Gramm im Wasser" :loudly_crying_face:

    Hallo alexsera,

    filtere über eine möglichst große Menge Zeolith, gib Ozon in den Abschäumer oder dosiere langsam in kleinen
    Teilmengen 7,5 ml 30%iges Wasserstoffperoxid in dein Aquarium (wenn vorhanden ins Technikbecken).
    Entferne alles tote Gewebe aus dem Aquarium und mach weiterhin viel Wasserwechsel.

    Und achte darauf, dass dein pH nicht zu hoch wird, daher auf keinen Fall Kalkwasser verwenden!

    Hallo Mario,

    zur Wodkamethode noch eine Ergänzung:
    Der Wodka kann von sauerstoffverbrauchenden Bakterien verwendet werden, aber auch von anaeroben Bakterien
    wie z.B. den Denitrifizierern verbraucht werden. Diese verstoffwechseln den Wodka dann mit Sauerstoff, den sie aus
    Nitrat beziehen, die Konzentration des gelösten Sauerstoffs im Wasser nimmt dadurch nicht ab. Dieser Vorgang findet
    im Wodkafilter statt, kann aber ebenso gut im Gestein und Bodengrund ablaufen. Der Nitratverbrauch ist in diesem
    Fall deutlich höher als durch reine Biomassebildung, Phosphat wird dabei aber (fast) keines verbraucht.

    Hallo zusammen,

    und ich dachte, das Thema wäre endlich geklärt :loudly_crying_face:

    Es ist so: Steinkorallen bauen ein Skelett aus Aragonit, eine Calciumcarbonatmodifikation, in die kein Magnesium
    eingebaut werden kann. Bei der Herstellung des Aragonits produziert die Koralle als Übergangsprodukt Calcit,
    das geringe Mengen Magnesium enthält. Gemeinsam mit dem im Chlorophyll der Zooxanthellen enthaltenen Magnesium
    sind das aber nur maximal ein Promille des Korallengewichts. Der Mg-Verbrauch ist daher vernachlässigbar.

    In Weichkorallen und Gorgonien können dagegen bis zu 4% ihres TROCKENgewichts aus Magnesium bestehen.
    Auch Kalkalgen bestehen aus maximal 4% Magnesium.

    Fische können ebenfalls magnesiumhaltigen Calcit bilden, den sie allerdings gleich wieder ausscheiden und der
    damit wieder recycelt wird.

    Bei großzügiger Magnesiumzugabe landet der überwiegende Teil des Magnesiums einfach als Überzug auf
    den Steinen und dem Bodengrund.

    Hallo Thomas,

    du bist sehr systematisch an die Sache heran gegangen! Die Messung von pH, Ca und KH ist genau der Weg,
    den ich auch vorgeschlagen hätte.

    Es sieht wirklich nach einer Calciumchlorid-Natriumhydrogencarbonatmischung aus. In deiner konzentrierten Lösung
    hast du jetzt aller Wahrscheinlichkeit nach Calciumcarbonat als Bodensatz, die überstehende Lösung kannst du aber
    weiter verwenden. Den Rest deines Pulvers kannst du aber nur direkt, also ungelöst verwenden: In kleinen Dosen
    in eine starke Strömung geben. Die richtige Dosierung musst du durch häufige Kontrollmessungen von Ca und KH ermitteln.

    Hallo Lucio,

    nein, der Phosphatadsorber kann nicht die Ursache deines Problems sein. Er kann nur bei ungewöhnlich hohem pH
    Magnesium binden, Magnesium produzieren kann er nicht.

    Miss mal dein frisch angesetztes Wasser. Wie viel Mg ist da drin?
    Verwendest du seit kurzem eine neue Packung deiner Ballingsalze? Nicht dass da etwas verwechselt wurde.

    Hallo Ralf und Micha,

    bei nur 0,1 mg/l Nitrit entspricht der gemessene Nitratwert der Realität. Im Normalfall muss man Nitrit nicht extra
    messen, da die durch Nitrit bedingte Abweichung geringer ist als die Ungenauigkeit des Nitrattests.
    Ich hatte nur in diesem speziellen Fall den Verdacht, im Filter könnte sich Nitrit gebildet haben.

    So wie es jetzt aussieht, tut der Filter aber überhaupt nichts. Ich würde die Betriebsanleitung nochmal genau studieren,
    und wenn sich daraus nichts Neues ergibt, das Schwefelsubstrat ersetzen.

    Hallo Lucio,

    um die Vermutung von Claude weiterzuverfolgen: Ist in den 5 Tagen viel Wasser verdunstet, das du nicht nachgefüllt hast.
    Dein Mg-Anstieg würde ca. 5% Verdunstung entsprechen.

    Die Möglichkeit mit Seeigeln ist folgende: Wenn viel Kalkalgen im Becken vorhanden waren und diese von Seeigeln
    gefressen wurden, dann wird das in den Algen enthaltene Magnesium wieder ins Wasser zurückgeführt, der Mg-Gehalt steigt.

    Hallo Thomas,

    seltsamer Effekt. Hast du einen sehr geringen Wasserdurchsatz im Kalki? Dann könnte noch gelöstes Calciumcarbonat
    vorhanden gewesen sein. Wenn du zu keinem vernünftigen Ergebnis kommst, dann stell den Kalki mal ganz ab,
    ohne Wasserzufuhr.