Hallo Julius,
sorry, dass ich es im Ratgeber Meerwasserchemie nicht erwähnt habe: für Chlordioxid gilt das Gleiche wie für Chlor.
Es wird durch Aktivkohle in harmloses Chlorid umgewandelt.
Hallo Julius,
sorry, dass ich es im Ratgeber Meerwasserchemie nicht erwähnt habe: für Chlordioxid gilt das Gleiche wie für Chlor.
Es wird durch Aktivkohle in harmloses Chlorid umgewandelt.
Hallo Patrick,
bei deinen Werten fällt mir nur auf, dass du dich beim Sulfat wohl vertippt hast. Das soll wohl 2490 mg/l heißen.
Die Beschreibung könnte zu UV-Verbrennung passen, aber das würde nur bei einer HQI ohne Schutzglas passen.
Hast du dir deine Röhren mal angeschaut? Nicht dass da die Fluoreszenzschicht beschädigt ist. Das habe ich noch
nie erlebt, aber es würde passen.
Ansonsten kann ich mir nur eine Vergiftung vorstellen, die du mit dieser Art von Analyse leider nicht feststellen kannst.
War irgendein Lösungsmittel, Farbe oder ähnliches im Raum? Kannst du etwas an den Händen gehabt haben,
als du ins Aquarium gegriffen hast?
Hallo Marion,
die Herstellerangaben können immer nur ein ungefährer Anhaltspunkt sein, den der Hersteller kann nicht wissen,
was in deinem Becken passiert.
Passe deine Dosierung dem realen Verbrauch in deinem Aquarium an, indem du immer wieder mit Messungen
überprüfst, ob die mehr/weniger Ca und KH zugeben musst. Bei der dritten Flüssigkeit würde ich den Mittelwert der
beiden anderen verwenden.
Hallo Peter,
da hat die Firma wohl einiges durcheinandergebracht. Sie meinen mit mmol/l in wirklichkeit meq/l und die musst du
mit 2,8 malnehmen, um die °dKH auszurechen. Deine 2,89 "mmol/l" sind damit 8,1 °dKH.
Hallo Thomas,
Calciumnitrat-Tetrahydrat ist eine definierte chemische Substanz bei der du einigermaßen genau weißt, was du zugibst.
Kalksalpeter enthält auch Calciumnitrat, kann aber auch alle möglichen Verunreinigungen enthalten. Der gehört auf
den Acker, nicht ins Aquarium.
Hallo Ingrid,
es gilt das zuvor schon Gesagte. Interessant ist dort auch, dass die bekanntesten Süßwasserbakterien aufgezählt sind. ![]()
Hallo Wolfgang,
diese LEDs sind nicht besonders kräftig, sie verbrauchen nur 80 Milliwatt pro Stück. Ich gehe nicht davon aus,
dass sie sichtbare Kringel erzeugen können. Schau dich mal nach Leuchten mit 1 oder 3 Watt Highpower LEDs um,
die sind besser geeignet.
Hallo Peter,
es ist schon klar, wo der Rundungsfehler herkommt, und dass es praktisch keinen Unterschied macht, ob ich
mit 2,78 oder 2,8 rechen. Es ging mir nur um den Genauigkeitsanspruch, den ich an mein Buch habe ![]()
Bei den meq/mmol muss ich dir allerdings widersprechen: die Karbonathärte ist (im Trinkwasser) wie die Gesamthärte
über das (2-wertige) Ca definiert. Daher ist 1 mmol/l = 2 meq/l = 5,608 ° dKH
Hallo Fischer (wie heißt du eigentlich mit Vornamen?),
für Bakterien macht es einen großen Unterschied, ob sie im Süß- oder Meerwasser leben. Einfache Organismen
haben noch weniger Möglichkeiten, sich an unterschiedliche Salzkonzentrationen anzupassen, als höhere Lebensformen.
Daher kann ein Meerwasserbakterienprodukt nicht im Süßwasser funktionieren. Oder anders formuliert:
Wenn es im Süß- und Meerwasser funktioniert, dann beruht seine Wirkung nicht darauf, dass Bakterien darin sind,
sondern darauf, dass Nährstoffe darin enthalten sind, die von den bereits im Aquarium vorhandenen Bakterien verwertet werden.
Hallo Ruedi,
nein, es ist ganz einfach: "Karbonathärte" gibt es nicht und Alkalinität kann, wie in Deutschland üblich, in °dKH angegeben werden,
oder, wie in den USA üblich, in meq/l angegeben werden.
1 meq/l = 2,804 °dKH
PS: Im Ratgeber Meerwasserchemie steht 2,78 statt 2,80. Wenn man einmal abschreibt und nicht selbst nachrechnet ![]()
Hallo Nic,
keine Sorge, das Teflonband schadet nix. Da müsste es schon SEHR heiß werden.
Hallo zusammen,
schade, dass in solchen Diskussionen immer wieder die Argumentation "ist doch nicht so schlimm, es gibt doch
schließlich schlimmeres" kommt. Mit dieser Argumentation könnte man fast jede Untat rechtfertigen, denn
es gibt bestimmt meistens noch eine schlimmere.
Der "kleine Unterschied" beispielsweise zwischen dem sexuell aktiven Revierinhaber und dem Menschen wird dabei
schnell übersehen: Der Revierinhaber würde niemals den Bestand seiner Art gefährden. Der Mensch schon.
Hallo Robert,
bei KH 13,5 und fast 10 mg/l SiO2 gibt es eine eindeutige Antwort: JA!
Hallo zusammen,
Carsten hat vollkommen recht: Alle so genannten "Karbonathärtetests" messen das Gleiche, nämlich die Alkalinität!
Das liegt ganz einfach da dran, dass es "Karbonathärte" im Meerwasser überhaupt nicht gibt. Genauso wenig wie
"temporäre Härte". Das sind alles Begriffe aus der Trinkwasseranalytik, wo völlig andere Verhältnisse vorliegen.
Und selbst beim Trinkwasser wurde inzwischen der Begriff "Karbonathärte" durch Alkalinität ersetzt.
"Karbonathärte" ist damit einer von vielen Begriffen, die in der Meerwasseraquaristik falsch verwendet werden.
Ich verwende selbst aus Bequemlichkeit die Abkürzung "KH", meine damit aber immer Alkalinität.
Dass ein Hersteller von Wassertests diesen Zusammenhang nicht kennt ist schade.
Hallo Alex,
die natürliche Eisenkonzentration gibst du zu, wenn du 0,000000127 Gramm Eisen(II)chlorid pro Liter Wasser zugibst,
das sind 0,127 Milligram auf 1000 Liter Wasser.
Hallo Bert,
das ist richtig, wenn Nachfüllpackungen angeboten werden, muss eindeutig erkennbar sein, zu welcher Generation
diese gehören. Aber gibt es diese überhaupt zum TM Nitrattest?
Hallo Ralf,
das Hans-Werner scheinbar im wohlverdienten Urlaub weilt, will ich dir die Frage beantworten:
Alle Nitrattests im Meerwasser arbeiten so, dass sie Nitrat zu Nitrit reduzieren und dieses dann nachweisen.
Wenn du befürchtest, zu viel Nitrit im Becken zu haben, dann musst du zuerst Nitrit messen und diesen Wert dann
vom Nitratwert abziehen. Du wirst in der Praxis aber feststellen, dass der Nitritwert im Vergleich zum Nitrat vernachlässigbar ist.
Hallo Carsten,
du hast wohl mit dem Gleichen gesprochen wie ich. Von dem "schwankenden Faktor" wollte er mir auch erzählen. ![]()
Wasserchemiker ist er jedenfalls keiner.
Hallo Sebastian,
bei deinem Aquarium oder bei deinen Messungen liegt einiges im argen. Versuche erst einmal rauszukriegen,
wo das Problem liegt.
Salzgehalt 38,5 g/l (=Dichte 1,025 bei 28°C), Calcium 320 mg/l, 4 °dKH sind alles äußerst seltsame Werte.
Setze zunächst mit einer Markensalzmischung Wasser für den Wasserwechsel an, das die Salinität 35 hat
(= Dichte 1,0233 bei 25°C oder 1,0224 bei 28°C). Dann messe davon Calcium und KH. Wenn diese Werte
im Normalbereich (Ca > 380 mg/l, KH > 6 °dKH) liegen, dann mache so viel Wasserwechsel wie möglich.
Und messe dein Wasser öfter, damit sich die Werte nicht mehr unbemerkt so stark verändern können.
Hallo Bert,
so ganz habe ich dein Problem immer noch nicht verstanden.
Nitrattests sind nunmal die schwierigste Herausforderung unter den üblichen Meerwassertests, da lässt sich mit dem
Auge nur ungefähr abschätzen.
Ich vermute, dass die unteren Farbreihen zu dem neuen Test gehören. Da sind die Farben kräftiger und lassen sich dadurch
besser ablesen.
Und dass die alte Farbkarte nicht zum neuen Test passt ist doch völlig normal. Die Motorhaube eines alten VW-Käfer passt
doch auch nicht auf einen neuen VW-Golf ![]()
Hallo Stephan,
wahrscheinlich nicht. Aber da fragst du besser den Hersteller = Tropic Marin.
Hallo Carsten, hallo Peter,
vielen Dank, dass ihr euch die Mühe gemacht habt und diese Wassertest so ausführlich getestet und beurteilt habt.
Da eure Ergebnisse übereinstimmen, ist das eine rundum hilfreiche Sache ![]()
Ich habe mir die Tests in Sindelfingen angeschaut, sie machen einen durchdachten Eindruck. Nur der KH-Test ist
mir persönlich zu umständlich. Außerdem hat der ausgesprochen freundliche Mann, der mir die Tests gezeigt hat,
das Thema Alkalnität und dKH-Grad nicht richtig verstanden. Daher gibt es auch keine Umrechnungstabelle bei Coral-Shop.
Aber vielleicht hat ihm ja inzwischen jemand den Ratgeber Meerwasserchemie zu Weihnachten geschenkt ![]()
Hallo Alex,
günstig kannst du dir Eisenlösung aus Eisen(II)chlorid aus der Apotheke herstellen.
Mit Pflanzendünger würde ich auf keinen Fall Experimente machen, denn da sind Dinge wie Phosphat und Nitrat drin,
die du wahrscheinlich nicht zusätzlich im Wasser haben willst.
Und Vorsicht: Eisen ist ein Spurenelement, das in natürlichem Meerwasser in Konzentrationen von Bruchteilen eines
Mikrogramms pro Liter vorkommt. Eine zu hohe Zugabe kann heftige Folgen z.B. für den Algenwuchs haben.
Hallo Svenja,
wie hoch ist deine Salinität/Dichte?
Miss zum Vergleich frisch zubereitetes Meerwasser, bei Salinität 35 sollte das bei deinem Salz etwa 1300 mg/l Mg enthalten.
Wenn nicht, dann läuft bei der Messung etwas falsch.
Hallo Boris,
den Zustand einer Umkehrosmoseanlage würde ich nicht mit dem Phosphattest beurteilen, schon gar nicht bei so
geringen Phosphatmengen, da die Messunsicherheit dann sehr groß ist. Du hast doch sicherlich einen Magnesium- oder
Calciumtest. Mache lieber damit eine Vergleichsmessung Leitungswasser zu Osmosewasser.
6 Monate wären eine äußerst schlechte Lebenserwartung für eine Membran.
Mensch Peter,
hatten wir das Thema nicht irgendwann schon mal? Du erziehst deine Percnon falsch! Nicht so viele Süßigkeiten naschen lassen ![]()
Hallo Kai,
statt eines solch gewagten chemischen Experiments mit Magnesium, dessen Folgen nicht absehbar sind, empfehle
ich dir die biologische Lösung: Ich habe in meinem 1500 Liter Becken meine zeitweise üppigen Bryopsisbestände
durch ein Pärchen Percnon gibbesi auf fast Null reduziert. Es sind davon abgesehen auch hochinteressante Beckenbewohner.
Hallo Asil,
jetzt musst du nur Geduld haben. Immer wieder die Kieselalgen absaugen und das dabei entnommene Wasser
durch frisches ersetzen. Da deine Silicatentfernung jetzt wieder funktioniert, ist es nur eine Frage der Zeit, bis die
Kieselalgen aufgeben müssen.
Zu Red Sea: zu den anderen Tests kann ich dir leider nichts sagen. Ich hatte nur mal eine Untersuchung von Silicattests
gemacht, dabei lieferte Red Sea die genauesten Ergebnisse.
Hallo Robert,
zu hoher Druck kann nicht dein Problem sein. Die Membranen verhalten sich umgekehrt, bei hohem Druck arbeiten sie besser.
Hallo lieber Hans-Werner,
ich glaube wir können Weihnachten harmonisch miteinander verbringen ![]()
Ich habe endlich ein lang ersehntes Buch geliefert bekommen und darin den Artikel "Trace elements, functions, sinks
and replenishment in reef aquaria" aus dem Jahr 2008 gelesen. Dort werden unter anderem Dinge wie schwermetallbedingter Stress
und das "kontrollierte Bleaching durch zeitweiligen Spurenmetall-Stress" behandelt, da stehen Aussagen wie
"Biomonitoring allein ist eine schmale Basis für gute Haltung (von Korallen)", es wird empfohlen, Spurenelemente regelmäßig mit
ICP-MS zu messen, es wird erwähnt, dass organische Substanzen die Toxizität von Schwermetallen nicht nur verringern,
sondern auch verstärken kann. Außerdem werden sinnvolle Tipps für die 1.Hilfe bei Schwermetall-, insbesondere Kupfer-Überdosierungen gegeben.
Das sind alles Dinge, die auch ich 100% richtig und wichtig finde. Gegen Versuche mit Spurenelementen auf der
Basis eines solch vorsichtigen Ansatzes habe ich überhaupt nichts einzuwenden.
Ach, was ich vergessen habe zu erwähnen: Der (Haupt-)Autor des Artikels ist Hans-Werner Balling. Worüber haben wir eigentlich streiten müssen?
Ich wünsche dir ein schönes Weihnachtsfest!
Hallo Hans-Werner,
warum diese Aufgeregtheit? Wieso diese Angriffe? Wie kommst du zu der Aussage: "Du behauptest, ich lüge oder spinne" ???
So etwas habe ich nie gesagt und werde es nie sagen. Das entspricht nicht meinem Umgang mit Menschen.
Vielleicht solltest du manchmal einfach gründlicher lesen, um keine vorschnellen und wie im obigen Zitat falschen Urteile zu fällen.
Ein weiteres Beispiel: Die Quellen zu Salzuntersuchungen, die du am 23.09.2009 um 17.20 Uhr im Thread "Dosierung einzelner Elemente"
genannt hattest. waren http://www.advancedaquarist.com/issues/sept2004/feature.htm und http://www.advancedaquarist.com/2005/11/aafeature1.
Hättest du sie genauer gelesen, hättest du sie nicht als Beweis gegen eine hohe Konzentration von Spurenelementen in Meersalzmischungen angeführt.
Ich gehe nicht davon aus, dass ich alles verstehe was in einem Meerwasseraquarium vor sich geht. Es gibt aber ein
paar Basics, an denen sich nicht rütteln lässt wie z.B. der hohe ungewollte/unbewusste Schwermetalleintrag.
Was er für Folgen hat, lässt sich noch nicht abschließend beurteilen.
Wenn aber solche Grundlagen einfach abgestritten werden, dann macht mich das eben skeptisch.
Hallo Martin,
12 Stunden Differenz bei der Zugabe sind ungünstig, da du dann zum Teil zu ungünstigen Zeiten zugibst (hoher pH).
Besser du dosierst mit nur einer halben Stunde Abstand morgens vor dem Einschalten des Lichts. Dann ist der pH
am niedrigsten und die Gefahr von Ausfällungen am geringsten.
Hallo Hans-Werner,
schade, dass die Diskussion durch die Verwendung von Ausdrücken wie "destruktiv" und "Behauptungen nicht belegt" ins Unsachliche abgleitet.
1. Was ist an der Idee einer möglichst unkomplizierten und wenig arbeitsaufwendigen Meerwasseraquaristik,
die in der Praxis funktioniert, "destruktiv"?
2. Warum sind "Behauptungen nicht belegt", wenn zugehörige Messergebnisse z.B. im Ratgeber Meerwasserchemie
stehen und diese Messungen im Einklang mit anderen Untersuchungen stehen, die du zum Teil in einem früheren Thread
selbst zitiert hast? Und vor allem stehen sie im Einklang mit der Realität! Denn "ideale Stoffe" von denen du ausgehst,
gibt es in der Praxis nicht. Leitungswasser, Osmosewasser, Futter, Ballingsalze und Meersalzmischungen sind keine
"idealen Stoffe". Sie enthalten immer Verunreinigungen (=Spurenelemente). Ein Stoff wird auf der Basis von unreinen
Naturstoffen hergestellt und mehr oder weniger gründlich gereinigt. Deshalb kann 1 kg NaCl 0,50 oder 150 € kosten.
Und selbst das NaCl für 150 € enthält mehr Spurenelemente als Meerwasser.
3. Lege deine kritischen Kriterien doch mal versuchsweise an deine eigene Argumentation an:
Wo sind die Dokumentationen deiner Untersuchungen? In welcher Größenordnung und über welchen Zeitraum fanden sie statt?
Wo sind die Nachweise, dass die von dir zitierten biologischen Vorgänge im Aquarium relevant sind?
Wie sind sie quantifiziert? Wie unterscheidest du Reaktionen auf Grund von toxischen Wirkungen von anderen Reaktionen?
Du siehst, es ist wirklich leicht, destruktiv zu argumentieren. Ich möchte so etwas aber nicht, genauso wenig
wie ich immer wieder darüber diskutieren möchte, ob die Erde eine Kugel oder eine Scheibe ist.
Interessanter als den Ansatz eines nie nachgewiesenen (aber oft widerlegten) Schwermetallmangels finde ich
z.B. das Thema Halogene, denn hier herrscht noch völlige Unklarheit. Vielleicht lässt sich das ja in Zukunft ändern.
Hallo Martin,
dein Rätsel ist recht einfach lösbar:
1. Alkalinität verbraucht sich auch durch andere Prozesse als nur die Kalkbildung
2. Wenn du mehr Ca und Mg zugibst, als im Becken biologisch verbraucht wird, dann lagert es sich als Carbonat
auf Bodengrund und Steinen ab.
Du kannst versuchen deine CaCl2- und NaHCO3-Zugaben zu reduzieren und durch tägliche Messungen die Menge
herausfinden, die dein Becken wirklich braucht.
Hallo Uwe,
da spricht nix dagegen. Silicatadsorber zeigen nicht so unangenehme Sättigungseffekte wie Ionenaustauscher.
Hallo Matthias,
die HQI auszuschalten ist eine gute Idee. Die kurze Trockenheit ist nicht das Problem, aber starkes Licht und Wärme
kann empfindliche Korallen schädigen. Nicht alle Arten wachsen oben am Riff und können sich an trockene Hitze anpassen.
Hallo Asil,
spüle den Schwamm ohne das Silicarbon mit Leitungswasser aus, sonst sättigt sich das Silicarbon mit Silicat
aus dem Leitungswasser. Wenn du das Silicarbon spülen willst, nimm destilliertes Wasser.
Und besorge dir endlich einen Red Sea Silicattest, um den Silicatwert im Aquarienwasser zu überprüfen.
Hallo Hans-Werner,
warum kannst du mir bei der Annahme "Gibt man nun mit einer Spurenelementmischung Cu und Zn zu dann wird ein
möglicherweise vorhandener Mn-Mangel noch verstärkt!" nicht folgen? Die Gründe sind doch offensichtlich:
1. Weiß der normale Anwender nicht, was in seiner Spuri-Mischung drin ist. Damit weiß er nicht, ob Mangan oder
Kupfer enthalten ist. Und schon gar nicht, in welchem Verhältnis.
2. Weiß ich, weil ich immer wieder neugierig bin und nachschaue, dass es Spurenelementmischungen gibt,
die Kupfer aber kein Mangan enthalten.
Im Folgenden gehst von einem "idealen Meersalz" aus, das es in der Realität aber nicht gibt. Das Thema hatten wir
schon oft genug, ich will die Gründe dafür nicht schon wieder wiederholen. Da reale Meersalzmischungen mehr als genug
Spurenelemente enthalten, ist eher der Ansatz zu verfolgen was z.B. durch die Abschäumung besonders entfernt wird.
Meine Untersuchungen kannst du im MA 2/2009 nachschlagen, es fand sich vor allem Mangan und Eisen im Flotat.
Eine gezielte Mangan- und Eisenzufuhr könnte daher in manchen Aquarien sinnvoll sein, natürlich unter
Inkaufnahme des Risikos, dass es zu einer Algenplage kommt. Für die Zugabe weiterer Schwermetalle finde ich
dagegen keine Gründe, auch nicht in der von dir zitierten Quelle zu Amphistegina. Dort steht:
"Some HM concentrations in foraminiferal tests may serve as proxy for dissolved metal concentrations in seawater"
Auf Aquarianerdeutsch übersetzt heißt das: Gibt man mehr Spuris ins Wasser, findet man hinterher mehr im Skelett.
Oder andersrum: Gibt man sie nicht rein, ist halt nachher weniger im Skelett drin. Ohne weitere Auswirkungen.
Hallo Thorsten,
eine CO2-Über- oder Untersättigung kann man am pH-Wert erkennen, wenn man die KH weiß.
Hallo Hans-Werner,
interessante Literaturstellen, einige kannte ich noch gar nicht. Die Aussagen der Untersuchungen kommen jedoch
meiner Argumentation sehr entgegen:
Kupfer, Zink und Cadmium sind Mangan-Antagonisten, sie erhöhen den Manganbedarf der Zooxanthellen.
Mangan ist zusammen mit Eisen das Element, das nach meinen Untersuchungen bei der Abschäumung am
stärksten entfernt wird. Wenn also irgendein Spurenelementmangel vorstellbar ist, dann am ehesten bei Mangan.
Gibt man nun mit einer Spurenelementmischung Cu und Zn zu (ich hoffe die Hersteller lassen wenigstens das Cd weg!)
dann wird ein möglicherweise vorhandener Mn-Mangel noch verstärkt!
Für den Beobachter sieht das dann so aus: Auf Grund des Mn-Mangels sterben Zooxanthellen ab, die Koralle leidet zwar,
erscheint dabei aber auf Grund der fehlenden Zooxanthellen bunter.
Und damit sieht der Beobachter es als empirisch bewiesen an, dass Spurenelemente gut für Korallen sind ![]()
