Beiträge von Armin Glaser

    Hallo Bernd,

    den Effekt würde ich durch die Kontrastwirkung zwischen Aquarienlicht und Sonnenlicht erklären. Sonnenlicht hat
    etwa 5500 K, daneben wirkt die Aquarienbeleuchtung deutlich blauer. Nachts fehlt dann eben die gelbliche Vergleichsfarbe.

    Hallo Bernd,

    natürlich ist die Färbung unterschiedlich je nach Licht. Und genau das ist ja gerade die Geschmacksache.

    Und auch das Wachstum ist unterschiedlich. Ich sehe aber keinen Vorteil darin, doppelt sooft Korallen zurückschneiden
    zu müssen. Für mich ist Riffaquaristik nicht gleichzusetzen mit Korallentuning.

    Übrigens hatte ich das stärkste Wachstum in einem Ablegerbecken, über dem eine Daylight-HQI hing. Die Farben
    entsprachen aber überhaupt nicht meinem Geschmack.

    Hallo Chris,

    wie viel Iod wolltest du denn zugeben? Es muss wohl mindestens ein Tropfen gewesen sein, deine Überdosierung
    kann folglich nur höchstens 5-fach sein. Dann stellt sich die Frage, in welcher Form du das Iod zugegeben hast.
    Als PVP-Iod (Betaisodonna u.ä.) wäre die Wirkung am harmlosesten.

    Wie schon Hans-Werner sagte, ist ein Wasserwechsel eine gute Vorsichtsmaßnahme. Je größer desto sicherer.
    Und was schlimmstenfalls passieren könnte? Alle Tiere im Aquarium sterben.

    Dass Iod nach ein paar Stunden abgebaut wird ist übrigens ein Aquarianermärchen.

    Hallo Torsten,

    Lichtfarbe ist im Grunde einfach nur Geschmacksache. Manche mögens etwas blauer, manche nicht.
    Ob du 10.000 14.000 oder 20.000 K verwendest, kannst du danach entscheiden, was dir am besten gefällt.
    Mögliche minimale inimale Wachstumsunterschiede je nach Leuchtmittel sind für unser Hobby eigentlich ohne
    Bedeutung, außer wenn du deinen Lebensunterhalt mit Korallenablegern verdienen willst.

    Hallo Martin,

    für den Gebrauch im Meerwasseraquarium ist das Osmosewasser lange haltbar. Kühl, dunkel und sauber
    aufbewahren ist dabei von Vorteil.

    Für den menschlichen und tierischen Gebrauch ist Osmosewasser dagegen sehr kritisch: es können sich äußerst
    gesundheitsschädliche Bakterien darin vermehren! Daher entweder frisch verwenden oder abkochen!
    Im medizinischen Bereich wird UO- bzw. destilliertes Wasser immer durch UV-Desinfektionsanlagen geleitet.
    So machen wir es im Naturkundemuseum mit dem Sprühwasser für die Terrarien auch.

    Hallo Malte,

    die Hydroxidionen haben eine wesentlich höhere Leitfähigkeit als die Silicationen bzw. die Kieselsäure.
    UO-Membranen dürfen auch noch in hohen pH-Bereichen betrieben werden. Ein Schaden kann aber durch das
    verstärkte Ausfallen von Calciumcarbonat (Verblocken) bei hohen pH entstehen. Wenn das Harz nach der
    Regeneration lange genug gespült wurde, sollte dieser Effekt eigentlich nicht auftreten.

    Hallo Patrick,

    wenn deine Wasserwerte alle so stimmen, wie du sie geschreieben hast, dann ist dein Becken einfach tot.
    Vollkommen keimfrei, ohne jegliches bakterielles Leben. Eine hohe organische Belastung (CSB) und keinerlei
    Abbauprodukte (NH4, NO2, NO3) lassen nur diesen Schluss zu. Dazu müsste ein starkes Antibiotikum ins Becken
    gelangt sein.
    Aber dieser Schluss gilt natürlich nur, wenn die Werte wirklich korrekt sind.

    Wie ist denn dein Phosphatwert?

    Andreas: Ein Zusammenhang zwischen Baustelle und Beckenproblemen ist nicht unwahrscheinlich.
    Ich würde in diesem Fall mit viel Aktivkohle und Ozon arbeiten.

    Hallo Patrick,

    dass ein Labor die Messung gemacht hat, besagt erst mal gar nichts. Ist es ein Labor, das sich mit Meerwasser auskennt?
    Die meisten Labore haben noch nie Meerwasser gemessen.

    Ich denke die CSB-Messung hilft dir nicht weiter. Wie hoch ist der Ammoniakgehalt? Was für eine Substanz kann ins
    Aquarium geraten sein? Sind irgendwelche Lösungsmittel, Lacke oder ähnliches im Raum verwendet worden?

    Hallo Malte,

    ein Ionenaustauscher funktioniert so, dass er ein Ion gegen ein anderes austauscht. Je nachdem, womit dein
    Austauscher beladen war (welches Ion er zum austauschen besaß) kann der Leitwert durchaus steigen.
    Denn Silicat hat einen sehr geringen Leitwert, die meisten anderen Ionen haben einen viel höheren.

    Kationen sind deinem Anionenaustauscher übrigens schnurzpiepegal. Er ignoriert sie einfach.

    Hallo Michael,

    für eine Antwort sind viel mehr Informationen nötig:
    - Tierbesatz
    - Fütterung: Was, wie viel, wie oft?
    - wurden noch andere Methoden zur Phosphatentfernug außer Adsorbern eingesetzt?
    - sind irgendwelche Tiere in letzter Zeit gestorben?

    Hallo Patrick,

    normalerweise ist ein hoher CSB ein Hinweis auf zu starken Fischbesatz oder zu starke Fütterung.
    In einem Aquarium, in dem Tiere gestorben sind und wahrscheinlich nicht alle Kadaverbestandteile restlos entfernt
    werden konnten steigt der CSB natürlich ins Uferlose.

    Hallo Arne,

    die Rückhalterate von Schwermetallen liegt bei modernen UO-Anlagen über 99%. Wenn du dir trotzdem Sorgen machst
    (auch wegen deinerr eigenen Gesundheit) dann lass das Wasser doch mal von einem Labor untersuchen.

    Hallo Hans-Werner,

    "... es sei denn man nimmt das Carbonat oder das Hydroxid" Ist schon klar, ich schrieb nur SEHR seltsam, weil ich
    das Wort "dämlich" vermeiden wollte :grinning_squinting_face:

    torsch: 34,8 und 1,023 bedeuten das Gleiche, wenn die Temperatur 25°C beträgt.

    Hallo Torsch,

    eine dichte von 1,023 mit Aräometer und Refrak zu messen ist äußerst ungewöhnlich, da die Refraktometer
    normalerweise eine andere Dichteart anzeigen. Was hast du genau gemessen? Bei welcher Temperatur?

    Eine Ausfällung bei der Zugabe eines Kaliumsalzes ist SEHR seltsam. Frage deswegen mal beim Hersteller nach.

    Hallo iP,

    die Meerwasseraquaristik lernt langsam, aber sie lernt :grinning_squinting_face:
    Schon im Im "Meerwasseraquarianer" Nr.2 2006 habe ich das Thema Nitrit ausführlich behandelt und dabei erwähnt,
    dass bei einer Untersuchung die tödliche Nitritkonzentration für Amphiprion ocellaris bei 344 mg/l lag. Dreihundertvierundvierzig Milligramm pro Liter!

    Hallo Christoph,

    die 2 wahrscheinlichsten Ursachen wurden schon genannt: Entweder wurde beim Ausräumen des alten Sands
    Schwefewasserstoff frei, der sich in vergammelten Stellen im Bodengrund befand, oder dein neuer Sand ist durch
    irgend etwas toxisches verunreinigt.

    Den Schwefelwasserstoff im alten Sand hättst du eigentlich riechen müssen beim Ausräumen (wie faule Eier).
    Den Giftstoff im neuen Sand zu finden ist schwierig, es muss kein Schwermetall sein, es kann auch irgend ein
    giftiger Farbstoff sein. Am einfachsten wäre ein Bioversuch mit einem kleinen Testbecken mit diesem Sand und einer Garnele.

    Ich würde den Sand jedenfalls zur Sicherheit entfernen. Und intensiv über Kohle filtern.

    Hallo Sebastian,

    da sich Hanna auf die Standard Method 4500-P E beruft, muss die Messung im Meerwasser prinzipiell möglich sein,
    da diese auch für Meerwasser gültig ist. Die vorsichtige Aussage von Hanna Deutschland ist nur durch die Messungenauigkeit
    von +/- 0,04 ppm zu erklären. Wer unter 0,1 mg/l messen will, muss erst mal rauskriegen, ob die Messabweichung
    reproduzierbar ist. Daher sind auch die im Zeovit-Forum beschriebene Messwerte von 0,2 mg/l in Reinstwasser keine Überraschung.

    Hallo Julia,

    der AquaCalc und du sind sich doch einig! Er gibt dir 152g MgCl2*6H20 und 19g MgSO4*7H2O an, du hast 400 ml
    Lösung errechnet. Deine Lösung hast du aus 380g MgCl-Hexahydrat + 48g Magnesiumsulfat-Heptahydrat in 1 L angesetzt.
    Folglich sind in 400 ml 152g MgCl2*6H20 und 19g MgSO4*7H2O enthalten.

    Der Unterschied ist nur, dass du mit dem AquaCalc die enthaltenen Salzmengen und nicht eine Flüssigkeitsmenge errechnet hast.
    Das kann der AquaCalc aber ebenfalls.

    PS: Das Natriumhydrogencarbonat und die natriumchloridfreie Salzmischung würde ich in 2 getrennten Behältern ansetzen.
    Sonst kommt es zu CaCO3-Ausfällungen.

    Hallo Evie,

    so eine Multireferenz ist nicht so einfach selbst zu machen. Wenn du es richtig machen willst, musst du dazu künstliches
    Meerwasser mit einer definierten Zusammensetzung herstellen. Da ist es wohl billiger z.B. die von Fauna Marin zu nehmen.

    Wasserwechsel können die Einfahrphase verzögern. Wenn du z.B. Nitrit entfernst, dann können sich die
    weiterverarbeitenden Bakterien nicht etablieren, weil ihnen die Nahrungsgrundlage fehlt.

    Hallo zusammen,

    die Methode, die Hanna Instruments in dem Prospekt angibt, ist eine Standardmethode für Süß- UND Meerwasser!

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Gerät schlecht ist. Phosphat ist wesentlich einfacher zu messen als Nitrat.
    Wie genau es im Bereich unterhalb von 0,1 mg/l PO4 ist, muss sich in der Praxis zeigen. Aber besser als die
    üblichen Farbschätztests sollte es auf alle Fälle sein.

    Hallo Richie,

    natürlich kannst du das Lf 92 verwenden. Stelle es auf 25°C ein, dann sind 53,0 mS/cm Salinität 35,0.
    0,5 mS/cm Leitfähigkeitsunterschied entsprechen in diesem Bereich etwa einem Salinitätsunteschied von 0,4,
    z.B. entspricht die Leitfähigkeit 52,5 der Salinität 34,6.

    Hallo Torsten,

    lass deinem Forscherdrang ruhig freien Lauf, außer den von Uwe genannten Folgen mit Salzkrusten und Verdunstung
    gehst du kein Risiko ein. Ich finde, dass in diesem Bereich viel zu wenig probiert wird. Solange es noch normal ist,
    dass der pH im Tagesverlauf um etwa 0,5 schwankt, bleibt hier noch Optimierungspotential. Das Ziel sollte sein,
    dass der pH fast vollkommen stabil bleibt.

    Hallo Stefan,

    eine KH von 5 nach der UO weist auf ein Problem hin. Entweder die Anlage ist falsch angeschlossen bzw. eingestellt
    oder mit der Membrane stimmt etwas nicht.

    Seltsam ist aber, dass dein Silicatwert oK scheint. Wie oft hast du die KH gemessen? Wie hoch ist die KH im Leitungswasser?