Beiträge von Armin Glaser

    Hallo Robert,

    wenn deine SPS eingegangen sind brauchst du keinen Kalkreaktor mehr. Schalte ihn ab und stabilisiere die KH
    notfalls mit Natron. Der Kalki ist zwar nicht die Ursache deines Problems, macht dein System in dieser Situation aber
    noch instabiler.

    Hallo Ben,

    auch wenn du eigentlich nichts von Löwenzahn und Co hören wolltest, nutze ich die Gelegenheit doch, um mal
    wieder mit einem der vielen Meerwasseraquarianermärchen aufzuräumen:

    Im Naturkundemuseum Karlsruhe werden die Fische seit 20 Jahren mit Löwenzahn und Spinat gefüttert und so gut
    wie nie mit Algen. Und es geht ihnen prächtig! Der einzige Fisch, der je die Lochkrankheit hate, wurde mit dieser
    im Museum abgegeben und dort weitergepflegt. Die Narben blieben, er erholte sich ansonsten sehr gut.

    Ich denke 20 Jahre ausführliche Erfahrung mit dem Thema sind Grund genug, das alte Märchen endlich zu beerdigen :sense:

    Hallo Benjamin,

    glaub den Quatsch mit dem Glas in der UV-Anlage nicht. Das Einzige was passieren kann ist, dass sich Beläge auf
    dem Glas bilden (z:B Kalk). Dann muss man es alle paar Monate putzen. Das kommt aber selten vor.

    Ich habe mich nochmal mit unseren Seepferdchen-Spezialisten im Vivarium zusammengesetzt. In den Schaubecken
    wird 10% Wasser pro Woche gewechselt, in dem Zuchtbecken etwa 100%. Das kommt daher, dass 2 mal am Tag
    Futterreste abgesaugt werden, da geht einiges an Wasser mit. Das könntest du aber theoretisch filtern oder z.B.
    in einem Algenbecken reinigen. In der Zucht wird UV eingesetzt, nicht wegen Bakterien, sondern weil sich sonst
    Polypen bilden, die die Jungen töten können.

    Hallo Gerald,

    wenn du von der Faustregel 1 Watt pro Liter bei T5/HQI ausgehst, kannst du bei LEDs 0,5 Watt pro Liter nehmen.
    Das wären bei deinem Becken fast 30 von diesen 7 Watt Strahlern, was nicht nur teuer, sondern auch mechanisch
    kaum unterzubringen wäre.

    Sinnvoller ist in deinem Fall z.B. mit 120 Watt LED Leuchten oder anderen leistungsstärkeren LED-Systemem zu arbeiten.

    Hallo Benjamin,

    das einfachste Recycling für ein kleines Aquarium ist, es in einen Kreislauf mit einem großen Aquarium zu schalten.
    Wenn er dir primär um die Keimbelastung geht, dann ist allerdings ein UV-Entkeimer die einfachste Lösung.

    Hallo Jim,

    bei Schwefel ist ganz entscheidend, in welcher Form er vorliegt. Als Sulfat kommen üblicherweise etwa 900 mg Schwefel
    pro Liter Meerwasser vor. Als Schwefelwasserstoff sind schon wenige Milligramm pro Liter für die Aquarienbewohner tödlich.

    Bei der üblichen Messmethode (ICP-MS) ist allerdings gar keine Aussage darüber möglich, in welcher Form der Schwefel in der Probe vorliegt.

    Hallo Dirk,

    die fünfte Stufe ist keine weitere Membran, sondern ein 2. Aktivkohlefilter. Er soll den Gestank/Geschmack rausfiltern,
    der durch bakterielle Zersetzungsprozesse beim längeren Lagern des Osmosewassers im Tank entstehen kann.
    Besser ist es, das Wasser direkt nach der Membran zu verwenden. Dann braucht man weder Tank noch Geruchsfilter.

    Hallo Gerald,

    du kannst etwa von der halben Wattzahl ausgehen, die du bei T5/HQI bräuchtest. Zur Beleuchtung eines großen
    Beckens bräuchtest du daher eine ganze Menge dieser kleinen Strahler.

    Hallo iP,

    das ist Mist und kann dich im schlimmsten Fall einige Tiere kosten. Wenn sie aber bis jetzt keine Zeichen von
    Unwohlsein zeigen, dann hast du (und deine Tiere) wohl Glück gehabt. Wie Bernd schon gesagt hat, lass den pH
    sich selbst wieder regulieren. Für Gegenmaßnahmen wie Säurezufuhr ist es jetzt eh zu spät.

    Kontrolliere in den nächsten Tagen häufig Calcium und KH und dosiere bei Bedarf nach. Aber nicht mit Kalkwasser!
    Das kannst du erst wieder einsetzen, wenn sich der pH wieder normalisiert hat.

    Hallo Thomas,

    deine Fragen klingen weder blöd noch sind sie es :winking_face:

    Eine UO mit Druckerhöhungspumpe wird genauso wie eine normale UO angeschlossen, nur dass der hohe Druck
    dazu führt, dass du viel weniger Abwasser produzierst. Auch diese Anlage hat einen Wassereingang (vor der
    Druckpumpe), einen Ausgang für das Osmosewasser und einen Ausgang für das Abwasser. Das Osmosewasser
    musst du nicht zwischenspeichern, du kannst es direkt ins Aquarium leiten.

    Was das für ein "Wasserhahn" an der Abwasserleitung sein soll, ist mir nicht klar. Vielleicht nur eine Befestigung,
    um den Abwasserschlauch an einem Ablaufbecken zu fixieren? Oder meinst du das Regulierventil für das Abwasser-/
    Osmosewasserverhältnis?

    Hallo Ben,

    vielleicht spülst du deine UO nicht oft genug, oder sie hat gar kein Spülventil. Mehr kannst du eigentlich nicht falsch machen.

    Die Reinigungsversuche mit Zitronensäure u.ä. habe ich inzwischen aufgegeben, da sie nicht sehr effektiv waren.
    Das einzig wirklich hilfreiche bei extrem hartem Leitungswasser ist, einen Enthärter vorzuschalten. Den musst du
    ab und zu mit Kochsalz regenerieren und schon verkalkt deine Membrane nicht mehr.

    Hallo Christian,

    das Aräometer (oder Alternativen wie Refraktometer, Leitwertmessgerät usw.) wirst du dir beim Ansetzen des Meerwassers
    nie sparen können. Auch wenn du eine Anleitung hast. Denn viele Salzhersteller "verrechnen" sich ein wenig in ihren Angaben.

    Hallo Mike,

    es ist richtig, wie du s siehst. Solange du nur Natriumhydrogencarbonat zugibst, ist es nicht sinnvoll,
    den entstehenden Natriumüberschuss durch NaCl-freie Salzmischung auszugleichen.

    Die Begriffe "Gleichgewicht" und "Ionenverschiebung" stiften in diesem Zusammenhang oft Verwirrung.
    Es geht einfach nur darum, die natürliche Zusammensetzung des Meerwassers (in Bezug auf die Makroelemente)
    trotz Zugabe weiterer Stoffe beizubehalten.

    Hallo Anke,

    hast du dein pH-Messgerät kalibriert? Wenn nicht dann kalibriere zuerst pH 7 und pH 9.

    Als Alternative kannst du dir aus der Apotheke Borax besorgen. Gib einen Teelöffel davon in 1 Liter Osmosewasser.
    Diese Lösung hat dann pH 9,2.

    Hallo Torsch,

    ob du ohne Zugabe von organischem Kohlenstoff (als Wodka, Acetat, Zucker usw.) auskommst, hängt von der
    Nährstoffkonzentration in deinem Aquarium und davon ab, wie effektiv dein Zeolithfilter arbeiten soll.

    micha: Der Vorteil der Systemlösungen ist, dass du dir die Experimente mit Dosiermengen und Art der
    Kohlenstoffquelle ersparst, denn die haben Andere vorher für dich gemacht. Die lassen sich das aber natürlich etwas kosten.

    Hallo Thomas,

    du musst die unterschiedlichen Konzentrationen der Lösungen beachten!

    Ich habe es mal für das Calciumchlorid-Dihydrat durchgerechnet:
    Du brauchst 5g Ca, das sind 18,4 g CaCl2*2 H2O.
    Beim AquaCalculator hat die Lösung eine Konzentration von 800 g/l, daher musst du täglich 3,28 ml verwenden (gerundet 3 ml).
    Beim FaunaMarin-Rechner ist die verwendete Konzentration nur 400 g/l, folglich musst du die doppelte Menge = 6,5 ml verwenden.

    Bei den anderen Komponenten verhält es sich genauso.

    Hallo Torsch,

    eine Anwendung ohne Zwangsdurchströmung halte ich für nicht besonders sinnvoll. Die Wirkung ist dann nur minimal.
    Du kannst aber Zeolith auch ohne Zugabe weiterer "Mittelchen" betreiben, wenn es genügend durchströmt wird.

    Hallo Torsch,

    um Nitrat wirklich effektiv zu senken, müsstest du das Zeolith dauernd zugeben. Hier hat wieder der Zeolithfilter
    eine nachhaltigere Wirkung als gelegentlich dosiertes Pulverr.

    Phosphat bindest damit aber gar nicht. Das geht auch wieder nur indirekt im Zeolithfilter durch die Einlagerung in Bakterien.

    Hallo Bastian,

    600 Liter Osmosewasser, das ca 0,5 mg/l SiO2 enthält sind eigentlich zu wenig, um 1 Liter Austauscherharz zu erschöpfen.

    Beobachte deine jetzige Füllung genau indem du mindestens 1 mal pro Woche Silicat vor und nach dem Austauscher misst.
    Schreibe dir die Wassermengen, die durchlaufen, auf.

    Wenn es wieder so schnell erschöpft ist, beschwere dich bei deinem Händler bzw. beim Hersteller.

    Hallo Torsch,

    Zeolithpulver bietet nur für Akutanwendungen, z.B. bei Ammoniakvergiftung Vorteile. Es kann sehr schnell sehr viel
    Ammonium aufnehmen, landet danach aber irgendwann im Abschäumer. Zeolithgranulat kann dagegen lange Zeit
    als biologischer Filter wirken und dabei von Bakterien teilweise regeneriert werden.

    Für die Daueranwendung müsste Zeolithpulver sehr oft nachdosiert werden und ist daher eine teure Alternative.

    Hallo superdarki,

    an meiner 120 W LED habe ich nachgemessen: 120 Watt. Da werden wohl die LED knapp unter der angegebenen
    Leistung betrieben, aber die Verlustleistung der Stromversorgung ist sehr gering.

    Hallo Peter,

    mit deiner Definition von NG, EG und BG stehst du zwar u.a. im Widerspruch zu Fritz/Schenk und Roempp, aber das
    müssen wir hier nicht weiter ausdiskutieren.

    Bei den Phosphatstandards empfehle ich aber unbedingt, diese zu stabilisieren. Wenn sich deine Standards im
    Labor nicht verändert haben, ist das Glück, aber nicht zu verallgemeinern.

    Dass du dich um die Fortentwicklung der PO4-Tests kümmern willst, finde ich sehr gut. Wobei ich hoffe, dass du
    vor allem mit der Photometerentwicklung schnell voran kommst, denn dort liegt nach meiner Einschätzung das Zukunftspotential.

    Hallo Peter,

    warum PO4-Standards empfindlich sind, solltest du eigentlich wissen :winking_face:

    Lösungen mit sehr niedrigen PO4-Konzentrationen ( < 1 mg/l PO4) sind SEHR anfällig für bakterielle Zersetzung.
    Daher MÜSSEN sie mit einem Bakterizid stabilisiert werden.

    Im Labor verwendet man daher normalerweise Standards mit 1000 mg/l PO4, da das zu viel ist für Bakterien.
    Diese hochkonzentrierte Lösung wird dann auf die jeweils notwendige Konzentration verdünnt und sofort verwendet.

    Deinen Erläuterungen zur Nachweisgrenze kann ich nicht ganz folgen.
    Die Angabe einer statischen Nachweisgrenze halte ich für fragwürdig. Besser ist, diese dynamisch aus der
    jeweiligen Messreihe bzw. der Blankbestimmung zu ermitteln. Ein allgemeiner (statischer) Wert kann daher nur
    ein ungefährer Anhaltspunkt sein.
    Außerdem gibst du als dritten Wert neben NG und BG eine EG an. Damit meinst du doch sicherlich "Erfassungsgrenze"?
    Diese ist aber identisch mit der BG.

    Deinen Zweifeln an der Richtigkeit der Messergebnisse des Hanna-Photometers im untersten Messbereich kann ich
    nur zustimmen. Sie ergeben sich auch aus dem Datenblatt: Abweichung +/- 0,04 mg/l + 4% Anzeigewert.
    Daher sind 0,05 mg/l nicht mehr sicher zu erfassen.

    Trotzdem halte ich das Hanna-Gerät für einen Fortschritt gegenüber dem sonst üblichen "Farbenraten".

    Hallo Bastian,

    seltsam, dass dein Harz nach 4 Wochen eschöpft ist.
    Wie viele Liter Wasser liefen bis dahin durch? Was hat dein Leitungswasser für eine Härte/Leitwert?
    Wie ist die Resthärte/Leitwert nach der Umkehrosmose?
    Wie groß ist dein Ionenaustauscher (in Litern)?
    Welches Harz verwendest du? Was gibt der Hersteller für eine Austauschkapazität an?

    Hallo Bastian,

    um dir einen Tipp geben zu können, muss ich erst mal deine Frage verstehen :smiling_face:

    Was bedeutet "Si +3 im AQ nicht nachzuweisen" ?

    Hast du Silicat im Wasser, das durch die Osmoseanlage und einen Ionenaustauscher lief, gemessen?
    Wie viel? Waren es 3 mg/l SiO2 ?
    Wie viel hast du im Aquarium gemessen? 0?
    Womit hast du gemessen?