Beiträge von Armin Glaser

    Hallo Marcel,

    das hört sich wirklich so an, als ob du einen sehr kompetenten Ansprechpartner gefunden hast. Der Tipp hört sich erfolgversprechend an.

    Zur Leitwertmesung: 1 mS/cm sind 1000 µS/cm. UO- oder Austauscherwasser liegt im Bereich von 0 - 50 µS/cm,
    Leitungswasser bei 100 - 1000 µS/cm und Meerwasser bei etwa 45-60 mS/cm.

    Daher misst du dein Wasser nach dem Austauscher in µS/cm, denn schon 1 mS/cm wäre viel zu viel.
    Das Aquarienwasser wird dagegen in mS/cm gemessen.

    Das HI 87314 ist für alle genannten Messungen geeignet, da es mehrere Messbereiche von 0,0 µS/cm bis 199,9 mS/cm hat.

    Hallo Marcel,

    mit dem Natriumcabonat erhöhst du nicht nur den pH, du gibts auch Alkaliität (KH) zu. Daher musst du unbedingt die
    KH in deinem Aquarium im Auge behalten und höchstwahrscheinlich die Natronzugabe reduzieren.

    Das Hanna DIST 5 ist gut für die Prüfung des Austauscherwassers geeignet. Leider kannst du weder das DIST 5
    noch das 6 auch für die Überprüfung des Salzgehaltes im Aquarium verwenden. Dazu müsste der Messbereich
    bis mindestens 55 mS/cm gehen.

    Hallo Hans-Werner,

    wenn euer Test wirklich ein Verhältnis von 100:1 oder noch mehr hat, dann hat er noch erhebliches Optimierungspotential :smiling_face:
    Außerdem wäre es dann sinnvoll, in der Bedienungsanleitung anzugeben, dass vor jeder Nitratmessung unbedingt
    eine Nitritmessung durchgeführt werden muss. Und einen Wert anzugeben, der (nitritabhängig) vom Nitratwert
    abgezogen wird.

    Nitratmessung ist wirklich eine knifflige Sache.

    Hallo Ingrid,

    ich halte an nichts fest, sondern respektiere nur, dass Stephan Kalkwasser verwenden möchte, was an sich nichts verwerfliches ist.

    Stephan: z.B. ein kleines Fass mit einem Tropfhahn.

    @Rouven: die Zugabe von Natron und Calciumchlorid ergibt als "Abfallprodukt" Kochsalz. Damit auf die Dauer nicht
    zu viel Kochsalz im Aquarienwasser ist, verwendet man die dritte Lösung. In dieser ist Meersalz, dem Kochsalz fehlt.

    Hallo Henning,

    deinen Abschäumertyp hattest du bereits erwähnt. Mich interessiert, wie gut er arbeitet und wie viel Flotat er produziert.
    Bei deiner Fütterung scheint ja einiges "danebenzugehen". Versuche mal gezielt so zu füttern, das die Fische
    in 1-2 Minuten alles restlos fressen.
    Und bei der Beleuchtung interessiert mich natürlich auch die Art und Wattzahl.

    Hallo Henning,

    oK, dann wissen wir jetzt sicher, von was wir ausgehen können, und dass wir in einer anderen Richtung suchen müssen:

    - wie schnell fressen deine Fische ihr Futter? Bleibt etwas übrig?
    - wie viel holt dein Abschäumer raus? Schon mal an einen Stärkeren gedacht?
    - wie stark beleuchtest du dein Becken?

    Hallo Tino,

    das ist eine gute Idee! Frage ihn bitte auch, ob er sich sicher ist, dass der Anionenaustauscher hydroxidbeladen ist.
    Nur dann gibt er die notwendigen OH- Ionen ab. Wenn er stattdessen z.B. chloridbeladen wäre, würde das eure Probleme erklären.

    Hallo Stephan,

    ich würde dir einen Zwischenpuffer empfehlen, in den die Nachfüllautomatik das Kalkwasser einfüllt, der es aber nur
    tropfenweise ins Becken weiterleitet.

    @Ingrid: Über das NaCl-freie Salz kann man sich eigentlich nicht streiten. Wir alle wollen, dass unsere Tiere in
    möglichst naturähnlichem Wasser leben. Und daher ist es sinnvoll keine unnatürlich hohen Mengen Kochsalz ins Aquarium zu geben.

    Hallo Stephan,

    in deinem neuen Aquarium sind sicherlich auch ein paar neue Steine, auf denen sich Magnesium gut ablagern kann.
    Was verwendest du für eine Material? Vielleicht Dolomit?

    Wegen dem PO4 musst du dir beim Kalkwasser keine Sorgen machen, die Phosphatfällung wird meist überschätzt.
    Wichtig ist allerdings, dass nicht zu viel Kalkwasser auf einmal ins Becken kommt, da die plötzliche pH-Anhebung
    die Tiere stresst. Die Zugabe sollte unbedingt im Technikbecken erfolgen, ins Hauptbecken allerhöchstens Tröpfchenweise!

    Hallo Marcel,

    dein Problem ist nicht der Kationen- sondern der Anionentauscher. Das hatte ich bereits in meinem letzten Beitrag
    vermutet, durch deine pH-Messung nach dem Kationentauscher hast du es mir bestätigt. Wenn der pH nicht durch den
    Anionentauscher steigt, dann ist dies kein stark basischer Austauscher!

    Dein pH von 4,5 kann übrigens nicht durch Kohlensäure entstehen, die schafft höchstens pH 5,4. Durch Austreiben
    von CO2 kannst du den pH zwar etwas erhöhen, in deinem Fall reicht das aber nicht.

    Hallo Torsten,

    dass eine Salzmischung derartige Nitratmengen enthält ist äußerst unwahrscheinlich. Außerdem hast du diese
    Möglichkeit mit deiner Messung auch ausgeschlossen. Auch die allerletzte Möglichkeit, dass das Salz mit organischem Material
    verunreinigt ist, würde ich ausschließen, da der Anstieg so schnell ging.

    Die Nitritmöglichkeit hast du ebenfalls durch deine Messung ausgeschlossen. Dann bleibt eigentlich nur noch,
    dass sich irgendetwas (Futter, Tier...) in deinem Becken zersetzt hat.

    Thomas: Jeder Nitrattest misst eigentlich Nitrit. Das ist aber nur in der Einfahrphase ein theoretisches Problem,
    aber da ist eine Nitratmessung sowieso nicht sinnvoll. In einem eingefahrenen Aquarium ist das Verhältnis
    Nitrat:Nitrit so groß, dass der Messfehler völlig vernachlässigbar ist.

    Hallo Thomas,

    du kannst den Siliciumgehalt des Wassers als Silicium, Silicat oder Kieselsäure angeben. Das bedeutet alles
    im Grunde das Gleiche, es sind aber unterschiedliche Maßeinheiten: 1 mg Si = 2,14 mg SiO2 = 3,43 mg Si(OH)4.

    Die verwendete Maßeinheit ergibt sich immer aus der am Schluss genannten Angabe, in deinem Fall "Kieselsäure SiO2"
    bedeutet das, dass der Wert als SiO2 = Silicat angegeben wurde.

    Hallo Michi,

    bevor du etwas unternimmst,, messe lieber nochmal deine Alkalinität (KH) mit einem anderen Test bzw. lasse sie von jemandem messen.

    Wenn sich dann immer noch die Notwendigkeit einer KH-Zugabe zeigt, dann kannst du gefahrlos Natron zugeben.
    Natürlich langsam und in einer genau berechneten Dosierung. Davon gibt es keine "Ionenverschiebung".
    Wenn dem Wasser etwas fehlt, muss man es nachdosieren.

    Hallo Lars,

    die Leitwertmessung ist eine praktische, aber auch technisch aufwendige Sache. Daher kosten exakt messende
    Leitwertmessgeräte 1000 Euro und mehr. Ein einfacheres Gerät wie das von Sera kann für die Aquaristik gute Dienste leisten,
    sollte aber vorsichtshalber ab und zu mit einem guten (nicht mit einem günstigen!) Aräometer verglichen werden.
    Nur dann kannst du dir bei deinen Messungergebnissen sicher sein.

    Aus den einfachen Geräten und den daraus resultierenden Messfehlern nährt sich auch immer wieder das
    Aquarianergerücht, es gäbe keinen festen Zusammenhang zwischen Dichte, Salinität und Leitwert. Wenn man
    Meerwasser verwendet, dann ist dieser Zusammenhang unveränderlich. Wenn nicht, dann handelt es sich nicht um
    Meerwasser, sondern um eine sich deutlich von Meerwasser unterscheidende Salzbrühe.

    Hallo Marcel,

    das Wasser aus einem funktionierenden Vollentsalzer sollte neutral sein, also pH 7 haben. Dass der pH niedriger
    ist, ist kein Zeichen von Effizienz sondern von falschem Aufbau oder Erschöpfung des Anionentauschers.
    (Zum elektronischen pH-Messen des demineralisierten Wassers musst du übrigens ein paar Körnchen Kochsalz
    zugeben, sonst funktioniert die Messung nicht)

    Ein pH von 7,4 bedeutet Stress für alle Aquarienbewohner.

    Hallo zusammen,

    die Warnung bezieht sich auf High Power LEDs. LEDs mit 1 Watt oder mehr Leistung sollten auf keinen Fall als
    Mondlicht eingesetzt werden!

    Das Problem des blauen Lichts ist, dass es uns Menschen sehr dunkel vorkommt, für Korallen ist es dagegen sehr hell.

    Hallo Micha,

    hast du dir bei den Wurdemanis auch vorführen lassen, dass sie Glasrosen fressen? Egal unter welcher Bezeichnung
    die Garnelen verkauft werden, wichtig ist, dass dir der Händler zeigen kann, dass sie sich gierig auf Glasrosen stürzen.
    Dann kann eigentlich nix mehr schiefgehen, außer du hast Fische, die die Garnelen fressen.

    Hallo Marcel,

    ich kann dich beruhigen: Philips, einer der wenigen Hersteller, der so detaillierte Angaben liefert, gibt an, dass sich
    Sperrschichttemperaturen von unter 120 °C nicht auf die Lebensdauer auswirken. Erst darüber lässt sie dramatisch nach.

    Auch die Effizienz der LED liegen bei den von Hans-Werner angegebenen Daten im Bereich von 85-90%. Ein sehr guter Wert.

    Solange deine Zimmertemperatur nicht über 65°C steigt, musst du dir keine Sorgen machen.

    Hallo Rainer,

    danke für die Literaturtipps. Dass Polychaeten einen immensen Nährstoffaustausch im Boden bewirken können,
    ist mir klar. Ich denke jedoch, dass wir im Aquarium in den seltensten Fällen ein in dieser Hinsicht naturnahes System
    vorfinden. Die Dichte des Tierbesatzes ist hier ungleich höher und die Gefahr, dass sich eine Spezies im Becken
    nicht etablieren kann, ist daher groß. Ein Beispiel: Mein Bodengrund brodelte vor vielen Jahren bei jeder Fütterung,
    da ich einen immensen Polychaetenbesatz hatte. Dann setzte ich eine einzige Palinurus in das 1500 Liter Becken
    und nach einigen Monaten fand ich keinen einzigen Borstenwurm mehr. Selbst nachdem die Languste Opfer einer
    Teppichanemone wurde, hat sich der Polychaetenbestand nie mehr richtig erholt.

    Ich denke, dass wir im Aquarium hauptsächlich mit planerisch-technischen Mitteln den Nährstoffaustausch im Boden
    garantieren müssen, wobei ein grober Bodengrund sowohl leichter durchströmbar ist als auch mehr direkte Strömung
    aushält, ohne davonzuschwimmen. Größere grabende Organismen haben sich bei mir, wie schon erwähnt, sehr
    bewährt. Wobei wir im Vivarium einen ganz anderen Weg gehen: Nicht allzu tiefer Bodengrund, dafür wöchentliche
    Reinigung mit Auswaschen eines Teils des Korallenbruchs.

    Mir sind Versuche, die natürlichen Verhältnisse nachzubilden ausgesprochen sympathisch, Becken ohne Bodengrund
    finde ich schrecklich. Für mich gehören aber auch die grabenden Tiere zu den natürlichen Verhältnissen dazu.
    Einen Versuch mit feinem Mittelmeersand und den zugehörigen Kleinlebewesen habe ich aus Neugierde übrigens
    auch seit einigen Jahren laufen. Als pflegeleichte Alternative zu starker Strömung und grobem Bodengrund
    kann ich es aber nicht empfehlen.

    Hallo Oliver,

    das scheint eines der üblichen China-Refraks zu sein. Entgegen der Angaben des Verkäufers zeigt es keine Dichte,
    sondern specific gravity an, mit der du nichts anfangen kannst. Möglicherweise ist es auch auf Kochsalz statt auf Meerwasser kalibriert.

    Du kannst so ein Refrak für den Alltag verwenden, wenn du es ab und zu mit einem guten Aräometer überprüfst.
    Als einziges Salinitätsmessgerät solltest du es auf keinen Fall einsetzen.

    Hallo Rainer,

    mir ging es gar nicht darum, dass Eisen unbedingt die Ursache für die Schwarzfärbung sein muss, ich hatte es nur
    als eine Möglichkeit genannt. Ich bin nur über dein "Befremden" gestolpert :winking_face:

    Mit der Redoxgrenze, die in dem von dir erwähnten Artikel genannt wird, verhält es sich übrigens umgekehrt:
    Unterhalb von 150 mV werden die Eisenverbindungen löslicher, da dann divalenten (Hydr-)oxide gebildet werden.

    Mit grabenden Organismen mache ich selbst übrigens schon lange gute Erfahrungen. Früher besorgten es nur
    Seesterne und Seewalzen, seit ich vor einigen Jahren eine Aalgrundel eingesetzt habe, wird eh alles immer wieder komplett umgegraben.

    Ich könnte mir auch vorstellen, dass die feine Körnung das Problem verursacht.

    Hallo Ronny,

    ich hatte "Abwasser/Permeatverhältnis" geschrieben, nicht "Permeat-/Abwasserverhältnis". Daher bedeutet die 2/1
    in meinem Beitrag 2 Liter Abwasser auf 1 Liter Osmosewasser. Mehr bekommst du ohne Druckerhöhung nicht hin.

    Warum dein Permeat auch bei voll geöffnetem Ventil weiter unverändert läuft, kann ich mir nicht erklären. Der fehlende
    Druck sollte es eigentlich unmöglich machen. Prüfe auf jeden Fall mal den Leitwert deines Permeats. So kannst du
    am besten kontrollieren, ob die UO in Ordnung ist.

    Hallo Rainer,

    da im Meerwasser das Löslichkeitsprodukt von z.B. Magnetit meist weit überschritten ist, brauchst du für Fällungen
    nicht das von dir genannte Redoxpotential. Kann es sein, dass du da Oxide mit Sulfiden verwechselst?

    Die von dir vermuteten phototrophen Organismen müssten sich leicht ablösen lassen. So könnte vielleicht durch einfaches
    Ausspülen einer Sandprobe die Ursache gefunden werden.

    Hallo Ronny,

    sei froh, dass du eine UO hast, bei der du mit dem Spülventil das Abwasser/Permeatverhältnis einstellen kannst,
    denn UO ohne einstellbares Ventil haben meist ein schlechteres Abwasserverhältnis.

    Mit deiner UO kannst du das Verhältnis wahrscheinlich auf 2/1 einstellen. Dazu nimmst du beim ersten Mal ein kleines Gefäß,
    ca 20 ml, und misst die Zeit, bis es mit Abwasser bzw. Permeat gefüllt ist. Wenn die Permeatzeit ca. das Doppelte beträgt,
    ist alles oK. Wie viel in dieser Einstellung aus dem Abwasserschlauch rausfließt merkst du dir einfach, z.B. daran,
    wie lang der Wasserstrahl ist. So musst du in Zukunft nicht mehr jedes mal ausmessen.

    Hallo Hans-Werner,

    nur Geduld, die Antwort kommt schon :smiling_face: Ich war vor kurzem im Urlaub, das muss ich zur Zeit noch büßen und
    kann deshalb gerade nicht jeden Tag (oder Nacht) ins Forum schauen.

    Nachdem ich meine spätabendliche Rechnung von neulich nochmal durchgesehen habe, muss ich meine 6,75 Protonen leider korrigieren.
    Mir war in der Eile der "Klassiker" passiert und ich hatte bei der Dissimilation die CO2-Protonen nicht durch die Carbonationen ausgeglichen.

    Es ist richtig, dass der Stickstoffzyklus, wenn er vollständig abläuft, ein Nullsummenspiel und damit alkalinitätsneutral ist.
    Von den 2 Protonen, die bei der Nitrifikation vom Ammonium abgegeben werden, wurde eines bei der Desaminierung
    aufgenommen, ein weiteres wird bei der Denitrifikation aufgenommen. So reduziert sich der Einfluss des
    Stickstoffkreislaufs auf die Alkalinität auf die Anreicherung von Zwischenstufen wie z.B. Nitratanreicherung
    und auf Eingriffe wie z.B. Wasserwechsel.

    Es bleibt die Tatsache, dass in der Praxis Ungleichgewichte im Calcium-/Alkalinitätsverbrauch häufig sind.
    Hier scheinen doch anorganische Effekte wie Magnesitbildung und die Bildung von Magnesium-
    und Strontiumcarbonaten durch Organismen die wesentliche Rolle zu spielen. Magnesium spielt hier sicherlich
    eine Schlüsselrolle, den es wird grundsätzlich nie mit den Anionen zugegeben, mit denen es verbraucht wird.
    Weder Magnesiumchlorid noch Magnesiumsulfat können im Meerwasser ausfallen. Andererseits wird nicht das
    komplette verbrauchte Magnesium in Carbonate überführt, wie Versuche mit der Zufuhr von Mg + CO3 im ausgeglichenen Verhältnis zeigen.

    Die Erklärung für eine im Verhältnis zum Calcium abnehmende Alkalinität ist daher einigermaßen klar,
    was bei einem relativ fallenden Calciumlevel, wie ihn z.B. Thomas beschreibt, genau passiert,
    ist mir noch nicht ganz klar. Messungenauigkeiten, Salzzusammensetzungen und Bedienfehler können sicher
    eine Rolle spielen. Ob das alles ist, müsste eine ausführliche Untersuchungsreihe bestätigen.

    Da aber das praktische an der (flexibilisierten) Ballingmethode ist, dass man all diese Ungleichgewichte mühelos
    ausgleichen kann, habe ich mir diese bisher erspart.

    Hallo Jonas,

    die Blasenbildung müsste eigentlich schnell aufhören, wenn es sich um Luft im Rowaphos handelt. Sonst kämen
    nur noch Stickstoff- oder CO2-Bildung durch Denitrifikation bzw. organische Zersetzung in Frage.
    Beides erscheint mir aber als äußerst unwahrscheinlich. Bist du sicher, dass nirgends Luft gezogen wird?

    Das Abriebproblem sehe ich nicht so kritisch. Es tritt eher bei zu schnell durchströmten Wirbelbettfiltern auf.
    Bei deinem Filter wird eher Kanalbildung ein Problem. Daher öfters schütteln.

    Hallo Hans-Werner,

    abgesehen davon, dass bei der Nitrifikation nicht 1 sondern 2 Protonen frei werden, macht diese isolierte Betrachtung wenig Sinn.

    Wie schon erwähnt ist die Nitrifikation nur einer von mehreren Prozessen, die die Alkalinität beeinflussen.
    Betrachtet man z.B. den kompletten Stickstoffweg von der Zersetzung organischer Stoffe über die Nitrifikation
    bis hin zur Denitrifikation, so werden pro Stickstoffatom etwa 6,75 Protonen frei.
    Und das, ohne dass der Nitratgehalt auch nur um ein Mikrogramm ansteigt.

    Hallo Gunnar,

    dass Calcium und Alkalinität (KH) nicht im gleichen Maß verbraucht werden ist eher die Regel als die Ausnahme.
    Wie Ingrid schon erwähnt hat, fließen noch einige andere Faktoren in die Zu- und Abnahme der Alkalinität ein.
    Außer der erwähnten Nitrifikation spielt hier auch die Denitrifikation, die Stickstofffixierung und die Stickstoffassimilation eine Rolle.

    Das praktische an der Ballingmethode ist ja gerade, dass man die Möglichkeit hat, das Ca/KH-Verhältnis dem
    individuellen Bedürfnis seines Aquariums anzupassen. Du kannst entweder die zuzugebende Flüssigkeitsmenge
    deiner Natronlösung oder deren Konzentration erhöhen.

    Hallo Britta,

    du siehst völlig richtig, wie kompliziert die Nährstoffzusammenhänge im Aquarium sind
    und hast schon einige Gründe erwähnt, was ein Becken stabil und mehr oder weniger algenfrei macht:

    - Die Futterkonkurrenz durch Korallen muss sich erst entwickeln. Im schwach besetzten Aquarium haben die Algen
    quasi das Nahrungsmonopol. Doch die Konkurrenz besteht nicht nur bei der Nahrung, sondern auch beim Platz.
    Solange es noch viele freie Flächen gibt, gibt es auch viele Möglichkeiten für Algen, sich anzusiedeln.
    Daher bleiben die Glasscheiben auch im eingefahrenen Becken ein Problem.

    - Die Fressfeinde halten die Algen in Grenzen. Allerdings sind sie dem Algenansturm in der konkurrenzlosen Zeit
    noch nicht gewachsen.

    Es geht also darum, viel Geduld zu haben und den algenkonkurrenten Zeit zu geben, das Aquarium zu erobern.
    Je weniger Nährstoffe du in dieser Zeit zugibst, desto weniger können von Algen genutzt werden. Zusätzlich Nitrat und
    Phosphat zuzuführen wäre in der Anfangsphase eine fatale Idee.

    Hallo Heinz,

    wie Thomas schon schrieb kommt der Geruch vom Schwefelwasserstoff und der ist sehr giftig. Ursache kann
    Ablagerung von zu viel organischem Material (Futter, tote Organismen) im Boden, zu wenig Strömung in diesem
    Bereich und zu wenig Wühl- und Putzarbeit durch grabende Tiere sein.

    Wenn das Problem nicht biologisch durch den richtigen Tierbesatz (grabende Fische und Seesterne, Seegurken usw.)
    gelöst wird kann es auch durch regelmäßige (oberflächliche) Bodengrundreinigung verhindert werden.

    Hallo Manfred,

    ich empfehle dir 0,15 ml PVP-Iod pro WOCHE in dein Becken zu geben.
    Lugolsche Lösung hat bei versehentlicher Überdosierung stärker negative Wirkungen als PVP-Iod.

    Wenn du viel Zeit und genaue Dosiermöglichkeiten hast, dann kannst du natürlich auch täglich 0,02 ml PVP-Iod zugeben.
    Die Uhrzeit ist dem Iod übrigens wurscht.

    Hallo Rouven,

    eine interessante Überlegung, die aber nicht funktionieren kann.

    Gibst du den Adsorber in den Abschäumer würde er zunächst die Pumpe zerstören. Direkt, ohne den Umweg Pumpe,
    würde er entweder schnell ausgetragen werden (schneller als er wirken kann) oder den Schaum zusammenbrechen lassen.
    Auch in einem Beutel würde dieser Fremdkörper die Funktion des Abschäumers erheblich einschränken.

    Also: Entweder abschäumen oder Adsorber einsetzen. Beides gleichzeitig geht nicht im gleichen Gerät.

    Hallo Nils und Chris,

    ihr könnt euch beim diesem Thema auf eure Nase verlassen. Wenn ihr regelmäßig Proben der dunklen Stellen
    entnehmt und diese nicht nach faulen Eiern stinken, dann habt ihr kein Problem. Auch harmlose Eisenoxide können
    solch eine Färbung erzeugen.