Beiträge von Armin Glaser

    Hallo Thomas,

    genau deswegen betreibt man die LEDs auch nicht mit 1000 mA (=ca. 3,5 Watt), sondern mit 350 mA (= 1 Watt).
    Es gibt übrigens bessere Modelle als die XP-E, die XP-G hat z.B. bis 139 lm/Watt.

    Bei der T5 musst du die Nutzbarkeit des Lichtes berücksichtigen (Abschattung, nicht-ideale Reflektoren) und die
    Tatsache, dass sie ebenfalls gut gekühlt sein muss, um an die theoretische Maximalleistung zu kommen.

    Hallo jansen,

    ich würde das frisch angesetzte Wasser messen und diese Messung mit einer Referenz überprüfen.
    Wenn du dann sicher bist, dass es an deiner Meersalzmischung liegt, dann wechsle zu einer Mischung
    mit naturnaher Zusammensetzung.

    Hallo Andre,

    bei deiner Beschreibung würde ich vermuten, dass da statt Nitrit Schwefelwasserstoff im Spiel war.

    Ansonsten wird meist von einer "Nitritvergiftung" gesprochen, wenn in Wirklichkeit eine Ammoniakvergiftung vorlag.
    Das liegt daran, dass fälschlicherweise oftmals Nitrit gemessen wird, aber nicht Ammoniak. So kommt dann es zur
    falschen Aussage "Nitritvergiftung" mangels der Messung des wahren Übeltäters Ammoniak.

    Hallo zusammen,

    aus dem zitierten Datenblatt der Cree XP-E kann man entnehmen, dass die kaltweiße LED je nach Selektionsstufe
    bei 1 Watt Leistung 100-122 Lumen und bei 3,5 Watt 225-275 Lumen abstrahlt.

    Die Ergebnisse des im RAF veröffentlichen Tests kann ich nicht nachvollziehen. Ganz abgesehen von den LED-Ergebnissen
    sagt er aus, dass die T5-Leuchte die etwa 2,5 fache Lichtleistung der HQI hat. Dass eine 250 Watt HQI durch
    100 Watt T5 ersetzt werden kann widerspricht jeglicher Erfahrung.

    Hallo Hans-Werner,

    100 ml sind oK. Wir können es unsportlich machen und du schickst mir die Ergebnisse mit. Aber am besten im
    verschlossenen Umschlag :grinning_squinting_face:

    Patrick: die Frage, ob's an der Phosphat- oder an der Strontiumzugabe lag, kann ich dir beantworten:
    Strontium ist deinen Korallen relativ egal, Phosphat ist in deinem System ("Eimer mit Loch") ein gern gesehener Zusatzhappen.

    Hallo Roland,

    erst mal die wichtigste Frage: wie geht es deinen Tieren? Wasserwerte allein sind nicht aussagekräftig.

    Dein Durchfluss von 8 l/h ist für einen Phosphatadsorber ungewöhnlich niedrig. So arbeiten eigentlich nur anaerobe Filter,
    ein Phosphatadsorber wird normalerweise mit deutlich mehr Durchfluss betrieben.

    Unternimm nicht zu viel auf einmal und mach alles langsam. Denke daran, dass deine Tiere an diesen
    Phosphatwert gewöhnt sind. Oder hast du größere Probleme mit deinen Korallen?

    Hallo Rainer,

    der Schritt von "Nitrat und Posphat sind keine limitierenden Elemente für Korallen und auch keine essentiellen "Nährstoffe"."
    bis zu "Wenn alle restlichen Faktoren stimmen kann P wachstumlimitierent sein"
    ist anerkennenswert und bietet die Grundlage für eine konstruktive Diskussion.

    Ich habe in meinen bisherigen Gesamtphosphormessungen keine überwältigenden Phosphormengen über
    den gelösten anorganischen Phosphor hinaus gefunden. Die Größenordnungen lagen im Bereich von 50% des DIP.
    Hinzuzufügen ist dabei, dass sowohl meine privaten als auch die Aquarien des Vivariums an denen ich solche Messungen
    durchgeführt habe, alle eher nährstoffreich sind. Interessant wären daher für mich Wasserproben aus Aquarien,
    in denen kein oder kaum DIP nachweisbar ist. Überrraschungen erwarte ich aber keine, da es unwahrscheinlich ist,
    dass im Aquarium nicht ein ähnlicher Zusammenhang zwischen DOP und DIP z.B. durch Remineralisierung besteht.

    Und weil ich diese "geheimen" Phosphorverbindungen nie gefunden habe gehe ich von dem Modell der transienten
    Phosphate aus. Man kann sich das wie einen Eimer mit Loch vorstellen: Auch wenn ich 10 Liter Wasser rein schütte,
    sehe ich an der Messmarkierungen des Eimers einen Augenblick später nichts mehr.

    Hallo Rainer,

    ich bezog mich auf folgende Aussage von dir: "Nitrat und Posphat sind keine limitierenden Elemente für Korallen und auch keine essentiellen "Nährstoffe"."
    Diese Aussage ist falsch und darauf bezog sich mein Hinweis, nochmals die Zooxanthellen-Korallen-Symbiose zu betrachten.

    In deiner Aussage "Nitrat- und Phosphatwerte an der Nachweisgrenze sind naturidentisch. " wird leider übersehen,
    dass das Meer ein paar Liter mehr Wasser enthält als ein Aquarium.

    Im Satz "Ohne Phosphat bekommen Algen und Bakterien Schwierigkeiten. Algen spielen eine wichtige Rolle
    bei der Fixierung von anorganischen Stickstoffverbindungen (zB Nitrat) und Bakterien spielen die Hauptrolle
    beim Abbau der organischen Wasserbelastung. Ein Aquarium kann daher phospatlimitiert sein, aber solange
    noch Algen wachsen und das Plankton im Boden floriert sehe ich da keine Gefahr. " werden mindestens 3 Dinge übersehen:
    1. dass bestimmte Algen (Zooxanthellen) damit Korallen ernähren und
    2. dass sessile Algen und Bakterien gefällte Phosphate remobilisieren können, die für Zooxanthellen und damit für
    Korallen unerreichbar sind und
    3. dass die Phosphoraufnahme von tierischen Organismen mit Zooxathellen- und Korallenernährung recht wenig zu tun hat.

    Die Bedeutung bzw. das Vorkommen von Phosphaten wird von dir unterschätzt. Das "Glas Phosphorsäure"
    ist gar nicht so weit hergeholt, wie du denkst. ATP, DNA, Phospholipide usw. sind bzw. enthalten alle Phosphorsäureester.

    Hallo Philipp,

    das ist ja das Fiese dran, du kannst sie nicht messen, weil sie gleich wieder weg sind. Dazu bräuchtest du eine
    kontinuierliche bzw. zeitlich hochaufgelöste Erfassung. So bleibt nur die Hochrechnung über Stoffbilanzen.
    Oder man untersucht die Phosphatsenken. Da war Torstens Tipp mit der Porenwasseruntersuchung schon mal ein Anfang.

    Aber an dieser Stelle nochmals die Warnung: das ist ein endlicher Prozess, irgendwann sind die Poren und Oberflächen
    gesättigt, dann kann der Phosphatgehalt im Wasser ganz schnell ansteigen!

    Hallo Peter,

    ich meinte den von Rainer zitierten Feldman-Artikel http://www.advancedaquarist.com/2008/8/aafeature3
    Hier werden keinerlei phosphorhaltigen Substanzen erwähnt, zumindest die P-Versorgung über OC ist daher ausgeschlossen.

    Des Rätsels Lösung wird vielmehr in transienten Phosphaten liegen: PO4 wird durch Nahrung zugegeben und
    sofort von Organismen und Oberflächen aufgenommen. So findet zwar keine kontinuierliche, aber eine immer
    wiederkehrende P-Versorgung statt, ohne dass wir überschüssiges, d.h. nicht verwertetes PO4 im Wasser messen können.

    Das gleiche Phänomen haben wir übrigens in jedem Aquarium beim Ammonium. Durch die schnelle bakterielle
    Oxidation und die gute Verwertbarkeit durch Algen können wir immer nur geringste Mengen Ammonium im Wasser messen.
    Trotzdem zeigt uns spätestens der Nitratwert, dass eine ordentliche Menge Ammonium übergangsweise
    vorhanden war.

    Hallo Kathrin,

    deine Frage ist berechtigt. Da Korallen unter weiß/blau Kombinationen gut wachsen und schön aussehen,
    sind diese Zusatzfarben zumindest nicht physiologisch notwendig.

    Es bleibt damit eine Frage des persönlichen Geschmacks, ob man sich so eine bunte Kombination anschafft.
    Am besten mal beide nebeneinander hängen und dann entscheiden, was dir besser gefällt.

    Hallo Rainer,

    ich gebe dir recht, dass das entscheidende Kriterium bei der Beurteilung eines Aquariums der Zustand der Tiere
    und nicht irgendein Messwert sein sollte.

    Deine Interpretation sowohl der Bedeutung von anorganischen Stickstoff- und Phosphorverbindungen für Korallen
    als auch des von dir zitierten Feldman-Artikels halte ich aber für gewagt. Schau dir besser die Zooxanthellen-Korallen-Symbiose
    und den Artikel im Hinblick auf P/N noch mal genauer an.

    Hallo Patrick,

    war dein PO4-Wert schon so niedrig als dein pH noch höher lag? Hast du jemals Magnesium zugegeben?
    Welchen Bodengrund verwendest du?

    Ich sehe 2 mögliche Erklärungen für dein Phänomen: Entweder eine Anlagerung an Oberflächen, in deinem Fall
    eher am Bodengrund als am (Lebend-)Gestein. Oder eine Bildung von einer Ca-Mg-PO4-Verbindung.

    Der erste Fall ist ein endlicher Prozess, der bald aufhören sollte. Hier spielt auch der niedrige pH eine Rolle.
    Du solltest häufig PO4 messen, um rechtzeitig zu bemerken, wenn dein PO4 plötzlich nicht mehr "verschwindet".

    Im zweiten Fall wäre eine Senkung des Mg-Wertes hilfreich.

    Hallo Patrick,

    das hört sich interessant an. Irgendwo muss dein PO4 doch bleiben, wenn du so gut fütterst.
    Gibst du keine weiteren Mittel zu? Dosierst du z.B. Calcium und Carbonat? Wie hoch ist dein pH-Wert?

    Dein Abschäumer ist natürlich sehr stark. Du kannst versuchsweise mal den Schaumtopf weglassen und beobachten,
    ob sich dann etwas ändert.

    PS: ich kann frühestens am Sonntag wieder antworten

    Hallo zusammen,

    wer große Angst vor Silicat im Wasser hat, sollte sein Harz wirklich schon bei einem geringen Leitwertanstieg regenerieren/tauschen.
    Das Problem ist nämlich, dass sich Silicat nur sehr wenig auf den Leitwert auswirkt, schon ein geringer Anstieg
    kann einen nicht unerheblichen Silicatgehalt bedeuten. Daher ist gelegentliches Silicatmessen im demineraliiserten Wasser eine gute Idee.

    Hallo Ingrid,

    da war alles übliche dabei: von Sarcophyton und Sinularia über Briareum und Plexaura hin zu Acropora, Seriatopora,
    Pocillopora, Stylophora, Montipora, Echinopora, Pavona, Euphyllia, Galaxea, Caulastrea, Heliopora, Pachyseris,
    Hydnophora, Heliofungia, Favites. Eben alles, was meine Zwergkaiser überleben lassen.

    Hallo Dieter,

    das Ergebnis überrascht mich nicht. Ich habe meine Korallen viele Jahre bei bis zu 2,5 mg/l PO4 gehalten
    und sie sind immer gut gewachsen. Wobei ich den Effekt, dass sie dann besonders zerbrechlich sein sollen,
    nicht nachvollziehen konnte.

    Der einzige Grund, warum ich jetzt mit deutlich weniger PO4 arbeite, ist der, dass beim jährlichen Massenablaichen
    eine so hohe Wasserbelastung auftrat, dass mir dabei immer wieder Fische erstickten. Das hat sich durch die
    PO4-Reduzierung zum Glück verändert.

    Hallo Marco,

    der Enthärter ist ein Ionenaustauscher. Allerdings ist er nicht mit Protonen (=Säure) beladen, sondern mit Natriumionen.
    Daher wird er nicht mit Säure, sondern mit Kochsalz regeneriert.

    Bei einem vernünftig aufgebauten System läuft das so: Deckel auf, Salz rein, Deckel zu, 45 Minuten Wasser
    duchlaufen lassen (es tröpfelt nur langsam durch ein Reduzierstück), fertig.

    Dass der Enthärter erschöpft ist merkst du am besten, wenn du ab und zu mal die Härte misst. Aber nach einer Weile
    weißt du, wie lange er im Alltagsbetrieb hält.

    PS: Der Link zu Fa. Laux ist genau so ein Gerät.

    Hallo Patrick,

    Ausfällungen und niedriger pH widersprechen sich. Je niedriger der pH ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit,
    das Carbonate und anderes ausfallen. Du müsstest daher die Beläge mal unters Mikroskop legen, um zu sehen,
    ob es Kristalle oder Organismen sind.

    In der kalten Jahreszeit sinkt oft der pH, einfach weil weniger gelüftet wird. Könnte das deine Ursache sein?
    Oder es gammelt wirklich etwas in deinem Aquarium.

    Welchen pH misst du denn, wenn du frisches Meerwasse angesetzt hast? Verwendest du einen Ionenaustauscher?

    Hallo Werner,

    Dirk hat recht, 3 molare KCl-Lösung ist sowohl bei pH als auch bei Redoxelektroden üblich. Es gibt allerdings
    auch (selten) abweichende Füllungen. Wenn du sicher gehen willst, besorge dir die Herstellerangaben. Oder
    kauf gleich die Originalfüllung vom Hersteller.

    Hallo Marco,

    sowohl die Anlage im Vivarium Karlsruhe (Hersteller muss ich nachschauen) als auch meine eigene zuhause produzieren nur ca. 0,5 Liter Abwasser pro Liter Reinstwasser.

    Meine eigene habe ich folgendermaßen zusammengebastelt:
    In ein uraltes Standardgehäuse eine Filmtec TW30-1812-75 eingebaut, davor eine PurePro HF-8367 Boosterpumpe
    und da davor einen 8 Liter Enthärter, der vorher eine professionelle Kaffemaschine versorgte. Wenig Aufwand, viel Wirkung.
    Unser Leitungswasser hat übrigens GH 18°dH.