Beiträge von Armin Glaser

    Hallo Max Jan,

    beschreibe mir mal gnau, wie du das Refraktometer kalibriert hast und welche Dichte bei welcher Temperatur
    du mit dem Aräometer gemessen hast. Hast du das Aräometer richtig abgelesen (Höhe Wasserspiegel)?

    Eine Salinität von 33,5 ist übrigens kein Grund dafür, dass es deinen Korallen schlecht geht. Der Wert ist genauso
    gut wie 35. Er sollte nur möglichst konstant bleiben.


    Bedenklicher finde ich, wie Oli, deinen NO3-Wert.

    Hallo Kilian,

    es ist nicht auszuschließen, dass diese Metallpartikel in deinem Aquarium Probleme bereiten.
    Das Absuchen des Bodengrunds mit einem Magneten ist eine gute Idee, die du ruhig noch ein paar mal
    wiederholen kannst. Ansonsten kannst du nur häufige Wasserwechsel durchführen.

    Hallo Michael,

    der größte Vorteil der elektronischen Messgeräte ist die bequeme Handhabbarkeit, die in der Praxis dazu führt, dass
    man die Messungen viel öfter durchführt.

    Allerdings verleiten die angezeigten Zahlen zu Leichtgläubigkeit. Der Messwert ist nur dann ernst zu nehmen,
    wenn er regelmäßig überprüft (kalibriert) wird.

    Die Preisunterschiede machen sich in der Genauigkeit, aber auch in der Lebensdauer bemerkbar. Bei den Billiggeräten
    kannst du die Messsonde nicht wechseln und musst irfgendwann das ganze Gerät wegschmeißen.

    Hallo Naif,

    der Artikel besagt, dass sich Korallen in der Photosyntheseeffizienz an ihre Umgebung anpassen. Hier wurden aber nur
    die unterschiedliche Effizienz der Blaulichtnutzung nachgewiesen. Wie weit sie dazu in der Lage sind sich auf die
    "Geschmacksexperimente" einzustellen bleibt offen.

    Hallo Martin,

    danke für den ausführlichen Bericht. Das sieht handwerklich wirklich sauber aus. :thup

    Mir ist nur nicht klar, wo du die Temperatur gemessen hast.

    Zum Temperaturmanagement habe ich 2 Tipps für dein nächstes (größeres) Werk:

    - die Starplatinen bilden einen zusätzlichen Wärmewiderstand und sollten besser nicht verwendet werden
    - Wärmeleitkleber verlockt zwar mit einfacher Anwendung, hat aber einen deutlich höheren Wärmewiderstand als Wärmeleitpaste. Bei deinen handwerklichen Fähigkeiten kriegst du sicherlich auch eine Konstruktion mit mechanisch fixierten LEDs hin.

    Hallo Kathrin,

    das bedeutet, dass Korallen bzw. Zooxanthellen hauptsächlich blaues Licht, etwas weniger stark rotes und den Rest nur
    wenig verwerten können. Dass einige Hersteller gerade mit verschiedenen Farben experimentieren, hat eher mit
    dem vermuteten Geschmack der Käufer zu tun.

    Aquarienbeleuchtung ist immer eine Mischung aus den Bedürfnissen der Tiere und dem Geschmack der Aquarianer.
    Deshalb wurde schon damals weder bei HQI noch bei T5 rotes Licht verwendet. Nicht weil es die Koralle nicht
    verwerten kann, sondern weil es einfach nicht schön aussieht.

    Hallo Tristan,

    die Essigsäure war wahrscheinlich keine gute Idee. Möglicherweise haben sich Acetate eingelagert, die ein
    hervorragendes Bakterienfutter darstellen und zu Bakterienblüten führen können.

    Wie Torsten schon schrieb, ist die Behandlung von Riffkeramik mit Säure nicht sinnvoll. Wie hoch war die
    Konzentration der Säure?

    Hallo Axel,

    wenn die Membrane verblockt ist wird das Abwasserverhältnis natürlich schlechter. Aber mach die keine Sorgen
    wegen dem ungespülten Kohlefilter, mit ein paar Minuten spülen kriegst du das alles von der Membran wieder weg.

    Der einzige echte Feind der Membrane ist der Kalk. Aber das dauert Monate bis Jahre, bis der die kaputt bekommt.

    Hallo Carsten,

    bei LED kannst du etwa 0,5 Watt pro Liter rechnen, um auch SPS zu halten. Das sind bei deinem Becken dann ca. 160 Watt.

    PS: einen Hersteller, der primär T5- und HQI-Leuchten anbietet würde ich nicht unbedingt als ausschließlichen
    Ratgeber für LED-Beleuchtung heranziehen. :winking_face:

    Hallo Axel,

    je höher der Druck der Boosterpumpe ist, desto effizienter arbeitet die Membran. Die Obergrenze ergibt sich aus den
    Membraneigenschaften, aus dem Maximaldruck, den die Pumpe liefern kann und aus dem Maximaldruck, den die
    Gesamtanlage verträgt. Diese Angaben sollten eigentlich mitgeliefert worden sein.

    Hallo Thomas und Christian,

    ich muss mich kurz in eure Diskussion einmischen:

    wenn es um die Vermeidung von Nährstoffentnahme durch den Abnschäumer geht, dann gibt es eine saubere Lösung,
    Abschäumertopf abschrauben! Der Schäumer kann dann ganz normal weiterlaufen, ohne dass irgendwelche
    toxischen Abbauprodukte im Topf produziert werden und vielleicht unvorsichtigerweise zurückgeschüttet werden.
    Ob der Abschäumer CO2 ein- oder austrägt hängt von der CO2-Konzentration im Wasser ab, der Schäumer kann beides.
    Die Stabilisierung des pH ist nicht die wichtigste Aufgabe, er dient vor allem nachts der Sauerstoffversorgung der Tiere
    und sollte deshalb nicht ausgeschaltet werden.

    Hallo Dieter,

    Ingrid hat es ja bereits erklärt. Bis zu einem Maximum, das meist um die 30°C liegt, steigt die Aufnahme der Nährstoffe an.
    Dann fällt es wieder ab, weil die Koralle nicht mehr wächst, sondern ums Überleben kämpft. An den Grafiken kann
    man das für NH4 und NO3 gut nachvollziehen. Was die Koralle im Überlebenskampf jedoch mit dem PO4 anfängt,
    kann ich nicht erklären.

    Mensch Torsten, hör mir doch einmal richtig zu :grinning_squinting_face:

    Ich habe nie zu dir gesagt, es sei physikalisch nicht möglich, dass eine LED Lichtverlust hat. Ich habe dir nur erklärt,
    dass es keinen relativen Blauverlust wie bei den anderen Leuchtmitteln geben kann. Wenn eine LED in 10 Jahren
    nur noch 70% ihrer Leuchtkraft hat, dann ist der Blauanteil immer noch mindestens 70% des ursprünglichen Werts.

    Hallo Dirk,

    ich würde eine Umstellung bei einer weiß/blau-Regelung von Kelvin auf % nicht als Rückschritt bezeichnen.
    Die Leistungsprozent sind eine realistische Angabe, während die Angabe eines weiß/blau-Verhältnisses
    in Kelvin keine physikalische Grundlage hat. Die Angabe von Kelvin ist bei weißen LEDs sinnvoll, blaue haben
    keinen wirklichen Kelvinwert (er liegt ungefähr knapp über unendlich :grinning_squinting_face: ).

    Hallo Robert,

    ein so tiefes Sandbett zu entfernen ist ein schwerwiegender Eingriff in die Beckenbiologie. Je nach Versorgung/Durchströmung
    des Bodens findet darin sehr viel Nitrifikation und Denitrifikation statt, die dann plötzlich wegbricht. Im schlimmsten Fall
    entsteht ein Ammoniakpeak. Also unbedingt Ammonium messen!

    Die zweite große Gefahr ist, dass sich unten im Sand Schwefelwasserstoff gebildet hat. Wenn der plötzlich aufgewirbelt
    wird, kann das den Super-GAU bedeuten. Entnehme daher zuallererst mit einer langen Pipette oder einem
    Glas-/Plastikröhrchen ein paar Proben von ganz unten und rieche dran. Stinkt es nach faulen Eiern, dann musst du
    ganz langsam und vorsichtig vorgehen!

    Hallo Paul,

    ich empfehle dir dringend, die LEDs nicht mit Salzwasser zu kühlen! Erstens wird das Aluminium auf die Dauer
    angegriffen und könnte sich auch toxisch auf das Becken auswirken (vor allem auch wegen der Legierungsbestandteile)
    und zweitens holst du dir so im Sommer wieder die Temperaturprobleme zurück, die wir LED-Besitzer doch eigentlich
    hinter uns haben.

    Dass im Winter je nach Zimmertemperatur mehr oder weniger zugeheizt werden muss, ist schade. Das ließe sich
    aber eventuell über einen zuschaltbaren Wärmetauscher (aus Kunststoff!) regeln, über den das Kühlwasser seine
    Wärme an das Aquarienwasser abgeben kann.

    Hallo Christian,

    so wie du deine Membran beschreibst, hast du 2 Möglichkeiten:

    1. Intensiv mit Zitronensäure spülen, anschließend lange mit offenem Spülventil laufen lassen. Ergebnis: ungewiss.

    2. einige wenige Euro in eine gute neue Membran investieren (unbedingt auf Silicatrückhaltung >= 98% achten).
    Ergebnis: eine neuwertige UO-Anlage.

    Die Filtereinsätze würde ich in beiden Fällen tauschen.

    Hallo Dirk,

    wenn dein System optimal läuft, dann hast du recht, dann SOLLTEN einfach alle Kationen durch H+ und alle Anionen
    durch OH- ersetzt werden und das Ergebnis wäre neutral. Soweit die Theorie...

    Die Verschiebung in den alkalischen pH-Bereich erfolgt bei deinem Aufbau mit der allmählichen Erschöpfung
    des Kationenaustauschers. Wenn du den Effekt schon am Anfang hast, dann könnte dein Anionenaustauscher noch
    nicht ausreichend gespült sein.

    Hallo zusammen,

    auch im neuen Jahr scheint das Thema immer noch schwierig zu sein :winking_face:

    Dabei ist es doch eigentlich einfach: Meersalz besteht aus ca. 70% Kochsalz und ca. 30% REST.
    (REST = hauptsächlich Magnesiumchlorid, Natriumsulfat,Calciumchlorid und Kaliumchlorid).

    Wenn man überschüssiges Kochsalz im Wasser hat (z.B. duch die Natron/Calciumchlorid-Zugabe),
    dann muss man nur im Verhältnis 30/70 REST zugeben, dann ist im Wasser wieder ganz normales Meersalz gelöst.

    Die oben aufgeführte MgCl2, CaCl2, NaHCO3-Mischung ist für diesen Zweck jedoch völlig ungeeignet,
    da ihr wichtige Komponenten (Sulfat, Kalium) fehlen und die Mengenverhältnisse falsch sind.

    Hallo Hans-Werner,

    dein und Stefans Weihnachtgsgeschenk ist angekommen und ich habe es inzwischen durchgemessen mit folgenden Ergebnissen:

    DIP:
    A: 0,008 B: 0,013 C:0,010 Hergo:0,306

    org. Phosphor:
    A: 0,042 B: 0,053 C:0,033 Hergo: 0,069

    Die Vermutung, dass die organischen Phosphate bei sehr geringer PO4-Konzentration eine relativ größere
    Rolle spielen, war richtig. Allerdings sind die Unterschiede auch hier in einer Größenordnung, die im "Rauschen"
    üblicher aquaristischer Messungenauigkeiten untergeht.

    Hallo Dietmar,

    dein N-Problem löst du ganz einfach über die Herausnahme der Biopellets. Auch die Zugabe anderer organischer
    Nährstoffe wie Wodka usw. würde ich vermeiden, da alle diese Stoffe für die verstärkte Denitrifikation verwendet werden können.

    Nicht zuviele Maßnahmen gleichzeitig ergreifen, die gegeneinander wirken (Biopellets + Nitratschleuder...),
    sondern auf eine Maßnahme, in deinem Fall die Phosphatentfernung mittels Adsorber, konzentrieren. Diese kannst
    du durch die Optimierung des Adsorbereinsatzes (Fließbettfilter, optimalen Durchlauf ermitteln) noch etwas "tunen".

    Hallo Helmut,

    das "Cool - Strom sparen" war auch meine Motivation mit LED anzufangen. Ich habe inzwischen 1050 Watt HQI
    (250 + 2 x 400) plus 130 Watt T8 blau durch 520 Watt LED (120 + 2 x 200) ersetzt. Das Becken ist mindestens
    so hell wie vorher, die Korallen wachsen mindestens genauso gut und das Blaulicht der Übergangsphase ist ein Traum.