Beiträge von Armin Glaser

    Hallo Martin,

    ein interessantes Projekt!

    Ein paar Dinge sind mir noch nicht klar:
    - was versprichst du dir von der Kombination 460/465 nm? Ich denke nicht, dass diese geringe Differenz einen sichtbaren Unterschied macht.
    - sind dir 6000 K nicht zu "gelb"?
    - an welchem Arbeitspunkt betreibst du die LEDs? Je weiter du von der Maximalleistung wegbleibst, desto effizienter
    arbeiten die LEDs.

    Hallo Linda,

    lässt du dein Wasser am Ende der Ozonbehandlung durch Kohle fließen? Sonst können toxische Stoffe ins Wasser
    gelangen, die neben allen anderen Organismen auch deinen denitrifizierenden Bakterien schaden können.

    Hallo Michael,

    eine blaue LED wirkt für den Menschen relativ dunkel, für Korallen und Pflanzen dagegen hell.
    Der PAR-Wert einer blauen LED ist auch ein klein wenig höher als der einer gleichwertigen weißen LED, die ein breiteres
    und damit für den Menschen helleres Spektrum abstrahlt.

    Eine Kelvin-Angabe für blaues Licht ist übrigens Unsinn, die Farbtemperatur dient nur zum Vergleich verschiedener
    weißer Lichtquellen.

    Hallo zusammen,

    Jens hat völlig recht (er ist auch schließlich Geochemiker und nicht Biologe =) :frowning_face:
    Ob zur Nitraterhöhung Kalium-, Natrium- oder Calciumnitrat verwendet wird, ist grundsätzlich egal.
    Zu beachten gilt aber, dass für die Zugabe von 1 g Nitrat 1,63 g KNO3 oder 1,37 g NaNO3 oder 1,32 g Ca(NO3)2
    benötigt werden.

    Bei der Zugabe von größeren Nitratmengen (> 10 mg/l) ist Kaliumnitrat die schlechteste Wahl, da sich der Kaliumgehalt zu sehr erhöht.

    Hallo Andreas,

    wenn dein PO4-Adsorber so schnell erschöpft ist, kann das daran liegen, dass viele organische Stoffe (z.B. Gelbstoffe)
    im Wasser sind oder viel Silikat. Beide Stoffe werden ebenfalls vom Adsorber angelagert und machen ihn unwirksam.

    Gelbstoffe u.ä. kannst du mit einem vor den Adsorber geschalteten Kohlefilter entfernen, Silikat bei der Wasseraufbereitung
    mit Umkehrosmose oder Ionenaustauscher.

    Hallo Sven,

    es kommt darauf an, was du mit dem Leitwertmessgerät messen willst.
    Geht es dir nur um die Kontrolle von Osmose- oder Ionenaustauscherwasser,
    dann ist ein Gerät, wie es Steffen empfiehlt, oK.

    Willst du allerdings auch die Salinität deines Meerwassers testen,
    dann musst du ein Gerät mit einem Messbereich bis 100 mS/cm,
    das sind 100.000 µS/cm , nehmen.

    Hallo Thomas,

    dein Ratgeber hast völlig recht. Die abschäumbaren Stoffe sammeln sich vor allem an der Oberfläche und daher
    im Abschäumer an den Luftblasen, da diese auch eine Art Oberfläche sind. Außerdem bildet sich ohne Oberflächenabzug
    eine Kahmhaut aus Bakterien und Algen, die weniger Licht , Sauerstoff und CO2 durchlässt.

    Hallo Daniel,

    es könnte sein, dass durch die hohe KH Calciumcarbonat ausfällt und dadurch Calcium und KH verbraucht wird.

    Versuchsweise als Nachfüllwasser kannst du dein Leitungswasser probieren, aber erst nachdem du Silikat gemessen hast!

    Hallo Daniel,

    dein Wasser hat eine Alkalinität (KH) von 12 °dH. Dazu addiert sich dann die Alkalinität deiner Meersalzmischung,
    so dass du bei 20 °dH und mehr liegen wirst. Das ist viel zu viel!

    Die Enthärtungsanlage ändert daran nichts. Sie tauscht nur Calcium gegen Natrium aus.
    Und Silicium ist nicht angegeben.

    Hallo Tobias,

    der Glasurit Bootslack ist zwar keiner der früher üblichen extrem giftigen Bootslacke, aber im Sicherheitsdatenblatt steht
    trotzdem: "R51/53- Giftig für Wasserorganismen, kann in Gewässern längerfristig schädliche Wirkungen haben".

    Sei deshalb vorsichtig im Umgang damit, lass ihn lang austrocknen und lass nix ins Becken gelangen.

    Hallo Marcel,

    wenn du bei einer Espressotasse Kohle auf 400 ml Wasser einen Phosphatwert von um die 0,16 mg/l hast,
    dann ist das doch ein prima Wert! Da du nicht 25 kg Kohle in ein 1000 Liter Aquariumk kippst, ist der Phosphateintrag
    durch diese Kohle kaum mehr als der eines Fischpupses.

    Hallo Specki,

    ja, ich betreibe Fischbecken prinzipiell mit UV.

    Das Umsetzen in ein Becken ohne UV ist natürlich ein Risiko. Wenn es irgendwie anders geht, würde ich es vermeiden.
    Ob die mit UV "verwöhnten" Fische eine höhere Infektionsrate haben als die ohne UV "abgehärteten" ließe sich
    nur experimentell ermitteln. Ein Experiment, das ich niemals durchführen würde.

    Hallo Peter,

    vergleichbare Lichtspektren der LED bedeutet, dass das Spektrum immer aus einem Blaupeak und einem "Bauch"
    im niederfrequenteren Bereich besteht. Aus dieser Gemeinsamkeit ergibt sich, dass man beim Vergleich von Lumen
    und µmol/(sec*m^2) keine Überraschungen erlebt. Eine LED mit höherer Kelvinzahl hat zwar etwas mehr PAR-Strahlung
    relativ zum Lumenwert, aber auch das lässt sich abschätzen und unterliegt festen Gesetzen.

    Dass die Strahlungsleistung und damit auch Bestrahlungsstärke NICHT linear steigt, kannst du JEDEM Datenblatt
    jeder beliebigen LED entnehmen.

    Ein "Photonendruck" ist mir in der Lichttechnik oder anderswo bisher noch nicht begegnet.

    Entscheidend ist nicht so sehr, ob eine LED aus einem oder mehreren Chips zusammengesetzt ist, sondern an welchem
    Arbeitspunkt sie betrieben wird. Ein 100 Watt Emitter, der mit 20 Watt betrieben wird, ist ebenfalls sehr effizient.

    Ich leuchte einen (schmalen) Teil meines Beckens mit 80er Tiefe sogar mit 120 Watt aus.

    Ob jemand die Kringel zu "nervös" sind, kann nur jeder für sich entscheiden. Nach meinem Empfinden sind die
    LED-Felder ähnlich wie vorher die HQI. Aber das ist nur mein subjektiver Eindruck.

    @Bernd: Wenn du es ganz genau nimmst, dann hast du kleine Unterschiede (Größenordnung ca. 1%) im Verhältnis
    zwischen Blaupeak und grüngelb-Bauch.
    Aber auch wenn man es supergenau nimmt: Peters Frage bezog sich darauf, wie das LED-Spektrum bei 1/3 der
    angegebenen Leistung aussieht. Bei der Cree XP-G ist das Spektrum bei 40%, bei der XM-L sogar bei nur 20% der Maximalleistung definiert!

    Hallo zusammen,

    das Thema UV wird hier teilweise eigenartig diskutiert. Natürlich kann man ein Meerwasseraquarium jahrelang ohne UV betreiben,
    ohne dass den Fischen etwas passiert. Genauso wie man jahrelang Motorrad ohne Helm fahren kann, ohne verletzt zu werden.

    Die Frage ist, was ist verantwortungsvoller? Und wie verantwortungsvoll wollen wir mit unseren Tieren umgehen?

    Die "Abhärtetheorie" finde ich schon fast ärgerlich. Die nächste "Abhärtung" wäre dann schlechte Nahrung,
    wenig Platz, schlechte Wasserwerte... überleben würde auch dabei ein paar Fische, eben die Härtesten.

    Diese Art von Pseudodarwinismus sollten wir aber auf keinen Fall im Aquarium betreiben.

    Hallo Sven,

    einer Referenz kannst du bei den meisten Werten eigentlich endlos vertrauen. Ausnahmen sind NO3 und PO4,
    die können sich nach längerer Zeit verändern.

    Aber unbedingt darauf achten, dass die Flasche immer gut verschlossen ist!

    Hallo Axel,

    besorge dir Natron (Natriumhydrogencarbonat) im Aquaristik- oder Lebensmittelhandel und gib es ins Technikbecken.
    Die nötige Menge kann dir der AquaCalc ausrechnen.

    Oli: Aus den Ca und Mg-Werten kann man keinerlei Rückschlüsse auf die KH ziehen.

    Hallo Peter,

    deine Fragen beantworte ich dir gerne, bis auf die erste natürlich, denn ich weiß die Beweggründe deiner Kunden nicht
    und kenne vor allem die Lampen nicht, die sie vorher hatten.

    Zur 2. Frage: Da LEDs prinzipbedingt vergleichbare Lichtspektren haben, lassen sich aus der Lumenangabe
    auch Angaben zur PAR-Leistung ableiten. Die PAR-Leistung/W ist daher aus den genannten Gründen (v.a. Arbeitspunkt)
    bei niedrig angesteuerten LEDs ebenfalls höher als bei vollausgesteuerten LEDs.

    zur 3.: Es gäbe keine physikalische Erklärung dafür, dass das Licht aus Emittern besser das Wasser durchdringt
    als das von Einzel-LEDs. Theoretisch hätte das LED-Feld sogar in dieser Hinsicht Vorteile, die ich in der Praxis
    aber für vernachlässigbbar halte.

    zu 4.: a) die Veränderung des Arbeitspunktes führt bei einer LED nicht zu einer Spektrumsänderung.
    b) Cree bietet nach meiner Meinung bisher keine für die Meerwasseraquaristik optimalen LEDs an (12.000 K und mehr).
    Da würde ich ähnlich effiziente Alternativanbieter vorziehen.

    zu 5.: Der Kringeleffekt der LED-Felder ist selbst für mich HQI-Verwöhnten phantastisch!

    Hallo Alex,

    Giesemann gibt als LED-Typ (weiß) die XM-L an. Diese kann mit bis zu 10 Watt betrieben werden.
    Die 125% beziehen sich auf die relative Lichtleistung im Vergleich zum Betrieb bei 700 mA. Das ist nur eine etwas
    verwirrende Angabe im Cree-Datenblatt.

    Jedenfalls spricht es sehr für die Qualität, Effizienz und Lebensdauer der Lampe, wenn 10 Watt-LEDs mit 2,9 W betrieben werden.

    Hallo Kevin,

    eine schöne Arbeit!
    Wie sind denn die Lüfter, die sehen schön groß aus und sind sicher leise sein, oder?

    Du kansst mir LED durchaus mehr als nur 20-30% Energie sparen. Allerdings musst du dann wesentlich mehr
    konstruktiven und finanziellen Aufwand betreiben.

    Die Emitter haben gegenüber einzelnen LEDs vor allem 2 Nachteile: die Wärmeabfuhr direkt an den einzelnen LED-
    Matrixelementen ist ungünstiger und der Arbeitspunkt, an dem sie normalerweise betrieben werden, ist ebenfalls ungünstiger.
    Mit 3 Watt LEDs, die nur mit 1 Watt betrieben werden, kannst du daher wesentlich mehr Energie sparen.
    Aber eben nur mit wesentlich mehr Aufwand.

    Hallo Kathrin,

    den in der Meerwasseraquaristik üblichen Klinoptilolith findest du bei verschiedenen Anbietern, da er nicht speziell
    für die Aquaristik hergestellt bzw. abgebaut wird. Du solltest dabei auf die Körnung achten, die für deinen
    Einsatzzweck passen muss.

    Markenware hat den Vorteil, dass ein Anbieter dafür geradesteht, dass keine schädlichen Inhaltsstoffe enthalten sind.
    Aber wie du weißt gibt es viele verschiedene Marken zu verschiedenen Preisen...

    Hallo Thomas,

    da der Aquacalculator nicht erraten kann wie dein Salz gelagert wurde und ob es Feuchtigkeit aufgenommen hat,
    sind diese Werte nur Anhaltspunkte. Ein Blick auf das Aräometer, Refraktometer oder sonstiges Messgerät schadet nie.

    Hallo Alexander,

    das Thema interessiert mich: Ich habe schon einige Versuche (mit anderen Pumpen) mit modifiziertem Sinus gemacht
    und die Ergebnisse waren immer negativ. Entweder ungesundes Brummen oder die Pumpen liefen gar nicht erst an.
    Dann habe ich mich ein wenig mit der zugehörigen Theorie beschäftigt, die mir bestätigte, dass die hochfrequenten
    Anteile des modifizierten Sinus (=Trapez) für Motoren auf Dauer tödlich sind.

    Was machrt ihr bei der Abyzz anders? Wird die Spannung dort aufbereitet/modifiziert?

    Hallo hajo,

    wusstest du wirklich nicht, dass ich gelernter Hellseher bin :grinning_squinting_face:

    Aber mal im Ernst: Die No3 und PO4-Werte ergeben keine Erklärung für ein Korallenproblem. Vielleicht sind die
    Eingriffe wie Ammoniumzugabe eher das Problem, da es dadurch zu starken Nährstoffschwankungen kam.

    Ich würde am Phosphatwert nicht weiter rumbasteln, nach meiner Erfahrung (privat und im Vivarium) lassen sich
    Werte um 0,1 - 0,2 mg/l gut stabil halten und die Korallen gedeihen dabei sehr gut.

    Mit Nitratwerten um die 5 mg/l lassen sich etwas bessere Farben herauskitzeln, aber das geht eher in den Bereich
    "Tuning" und ist keine Erklärung für dein Problem.

    Hallo Berny,

    in deiner Rechnung steckt ein Fehler. 5 ppb sind 0,005 mg/l, nicht 0,05!

    Für dein Beispiel (Anzeigewert 10 ppb) bedeutet das:
    Maximalwert 10 + 0,5 + 5 = 15,5 ppb P = 0,0473 mg/l PO4
    Minimalwert 10 - 0,5 - 5 = 4,5 ppb P = 0,0137 mg/l PO4

    Von einem Farbtest kann du sicher kein genaueres Ergebnis erwarten.