Beiträge von Armin Glaser

    Hallo Maria,

    der Sinn deiner Rezeptur erschließt sich mir nicht.

    Der Sinn der Balling-Methode liegt darin, dass Natriumchlorid zu Meersalz ergänzt wird. Dazu muss ALLES zugegeben
    werden, was außer Natriumchlorid in natürlichem Meersalz enthalten ist. Dazu gehört unter anderem auch Calcium,
    (Hydrogen)Carbonat und weiteres Chlorid. Das Calciumchlorid, das durch die NaHCO3/CaCl2-Mischung zugegeben
    wird, kannst du nicht in diese Rechnung einbringen, denn das wurde ja vorher durch die Korallen verbraucht und
    fehlt daher ZUSÄTZLICH!

    Die Wirkung deiner Mischung wäre folgende: die Änderung der Meerwasserzusammensetzung, die durch die NaHCO3/CaCl2-Zugabe erfolgt,
    wird durch deine Mischung noch VERSTÄRKT. Zum Beispiel wird Sulfat unnatürlich hoch angereichert.

    Wenn dir die Ballingmethode zu aufwendig ist und du eine Vereinfachung haben willst, dann mache lieber
    die Balling Light Methode und ausreichend Wasserwechsel.

    Hallo Norman,

    Ozon bildet in Meerwasser mit dem darin vorhandenen Bromid giftiges Bromat. Um das zu verhindern wird das
    ozonhaltige Wasser über Aktivkohle geleitet.

    Thomas: du brauchst nur eine geringe Menge Kohle, die du z.B. in einem Filtersäckchen unterbringen kannst.
    Das sollte auch ohne Technikbecken am Abschäumerauslauf anbringbar sein. Wichtig ist nur, dass das komplette
    auslaufende Wasser mit der Kohle in Kontakt kommt.

    Hallo Frank,

    deine Rechnung ist richtig. Aber ich würde das Thema zuerst einmal anders betrachten:

    1. Warum willst du mehr Mg im Wasser haben? Gibt es irgendwein Problem wegen den 1140 mg/l?
    2. Wie hoch ist dein Salzgehalt? Hast du ihn bei deinem Mg-Wert berücksichtigt? Weniger Salinität = weniger Mg.
    3. Wie hoch ist der Mg-Gehalt in deiner Salzmischung? Wenn dein Salz 1140 mg/l hat, dann ist es eine
    Sisyphusaufgabe, den Mg-Gehalt jedes Mal nachträglich zu erhöhen.

    Hallo Werner,

    lass das lieber mit der Zitronensäure, da könnten deine Bakterien drauf stehen!
    Calciumhydroxid Ca(OH)2, die Grundsubstanz für Kalkwasser, ist auf jeden Fall wirksam, ein Teelöffel davon
    in den Flotattopf und die Nase kann sich freuen. Ohne Risiko für das Aquarium.

    Hallo Martin,

    "ich habe die 10 Watt-Module an ihrem Messpunkt für die Junktion-Temperatur gemessen"

    Jetzt machst du mich aber neugierig: Ich bin bisher davon ausgegangen, dass wir die Junction-Temperatur
    nicht direkt messen können und nur über die Heatsink-Temperatur und den R(Junc-Heatsink) errechnen können.
    Wobei das auch nur funktioniert, wenn wir einen Temperatursensor direkt am Heatsink anbringen können,
    da sonst zumindest R(Heatsink-Kühlkörper) dazu kommt und die Berechnung schwieriger macht.

    Bei den Temperaturmessungen am Kühlkörper bin ich immer etwas skeptisch, da sich so gutes Wärmemanagement
    nicht von schlechter Wärmeleitung unterscheiden lässt. In beiden Fällen bleibt der Kühlkörper recht kühl.

    Hallo André,

    das Thema können wir doch auch ohne Aufregung diskutieren =)

    Ein Kupferblock über dem Aquarium birgt auch ohne direkten Wasserkontakt große Risiken, da sich im Umfeld
    des Beckens ein Salzwasser-Aerosol befindet, das das Kupfer angreift. Es bilden sich Kupfersalze auf der Oberfläche,
    die sich lösen und ins Becken fallen können.

    Hallo Martin,

    der von FischerElektronik angebotene Kleber hat 0,8W/mK, die Graphitpaste hat über 10 W/mK.
    Was aber eher das größere Problem ist: Kleber verführt leicht zu höherer Schichtdicke bzw. lässt sich nicht
    so dünn verarbeiten wie Paste, die durch das Verschrauben zwangsläufig sehr dünn gepresst wird.

    Das ist ein hochinteressantes Thema, da ich den Eindruck habe, dass bei passiv gekühlten LEDs da manchmal
    etwas optimistisch konstruiert wird.

    Wie hast du die Vergleichsmessungen zwischen Kleber und Paste gemacht?

    Hallo Thorsten,

    sie könnten wahrscheinlich den Geruch des Flotats reduzieren. Da gibt es aber effizientere und billigere Methoden,
    wie z.B. Calciumhydroxid. Außerdem wäre mir das Risiko zu groß, dass mit den Tabs schädliche Stoffe ins Aquarium gelangen.

    Hallo Micha,

    Gelbstoffe können durch Bakterien entfernt werden. Allerdings brauchen sie dazu noch andere Nährstoffe, die
    Gelbstoffe alleine sind unverdaulich. Nach meinem Wissensstand sind dazu auch N und P-Quellen nötig, eine
    Kohlenstoffquelle alleine (wie Traubenzucker, Wodka usw.) dürfte nicht ausreichen.

    Hallo Norman,

    eine UV-Anlage ist eine sinnvolle Investition für die Fischgesundheit, für die Entfernung von Gelbstoffen sind
    unsere aquarienüblichen UV-Strahler allerdings zu schwach. Gelbstoffe können nur durch Aktivkohle, Ozon und
    (teilweise) durch Phosphatadsorber entfernt werden. In nährstoffreicheren Aquarien werden sie auch durch Bakterien entfernt.

    Hallo Jürgen,

    das kritischste Verdauungsprodukt der Fische ist das Ammonium, das zum Teil in giftiges Ammoniak umgewandelt wird.
    Ammonium entsteht vor allem bei der Proteinverdauung. Da Salat sehr wenig Protein enthält, ist die Wasserbelastung
    geringer als bei anderer Nahrung. Das einzige Risiko könnten Pflanzenschutzmittelrückstände sein, deshalb
    würde ich nur Biosalat verwenden.

    Hallo Jürgen,

    wenn du 10 Gramm Salat in dein 1000 Liter Becken gibst, dann erhöht sich dein Nitratgehalt höchstens
    um 0,00005 mg/l. Das werden deine Fische sicherlich überleben :winking_face:

    Hallo Ando,

    einen schlechten Wirkungsgrad durch schlechtes Wärmemanagement noch weiter zu verschlechtern, ist keine gute Idee.
    Ich halte wenig von zu einfach konstruierten und zu wenig durchdachten LED-Leuchten. Da ist die Enttäuschung vorprogrammiert.

    Hallo Andreas,

    110 lm bei 2,5 W sind 44 lm/W. Das ist ein extrem schlechter Wert, den jede HQI oder T5-Funzel locker überbietet.

    Die Wärmeleitpaste ist dagegen eine vernünftige Entscheidung. Du musst dann die LED zwar mechanisch
    befestigen, dafür hast du einen deutlich geringeren Wärmewiderstand und damit eine geringere LED-Temperatur,
    was höhere Effizienz und längere Lebensdauer bedeutet. Wärmeleitkleber ist nur eine "quick and dirty" Methode.

    Hallo RicStar,

    die neuen Matrix-LEDs, die aus verschiedenfarbigen LEDs zusammengesetzt sind, sind eine sinnvolle Weiterentwicklung.
    Allerdings würde ich dir raten nur solche LED-Lampen zu verwenden, bei denen sich der Blaubereich auch einzeln schalten
    bzw. regeln lässt. Sonst entgeht dir der herrliche Fluoreszenzeffekt und die Tiere haben keine Übergangsbeleuchtung.

    Hallo kobe,

    von der Lichtleistung her müsste dieser LED-Strahler die 24 W Originalbeleuchtung ersetzen können.
    Schau dir das Licht aber an, bevor du den Strahler kaufst, den Licht ist Geschmackssache.

    Hallo Robert,

    kannst du ausschließen, dass die Salze verwechselt sind?

    Du kannst auch die Lösung F erst mal weglassen, bis du du sowohl A als auch C brauchst.
    Also erst nur A, dann A, C und F.

    Hallo Björn,

    die Anlage macht einen vernünftig konstruierten Eindruck. Allerdings finde ich nirgends ein richtiges Datenblatt (mit
    ionenspezifischen Rückhalteraten) für die Membran, deshalb kann ich die Anlage nicht richtig beurteilen.

    Auf jeden Fall solltest du einen Enthärter vorschlaten, damit die Membrane lange hält. Und bei 10 mg/l Silicat ist
    ein nachgeschalteter Ionenaustauscher wirklich eine Überlegung wert.

    Hallo Björn,

    wenn eine UO mit 50 GPD-Membran nur 90 Liter am Tag bringt, dann hast du entweder einen extrem niedrigen
    Wasserdruck oder die Anlage hat ein Konstruktions- oder Zusammenbauproblem.

    Der Leitwert von 160 µS/cm geht auf eine defekte Membran zurück, nicht auf den Ionenaustauscher. Hol dir eine neue
    Membran, am besten eine 75 GPD Filmtec, nicht die 100 GPD, die hat schlechtere Werte.

    Achte beim Kauf einer Membran unbedingt auf die Rückhalterate für Silicat, bei einer guten brauchst du keinen
    Ionenaustauscher mehr.

    "Klar hat Wärmeleitpaste eine höhere Wärmeleitfähigkeit als der Kleber und ist auch billiger aber wie oft braucht man sowas ?"

    Hallo Ando,

    höhere Wärmeleitfähigkeit bedeutet niedrigere LED-Temperatur, was wiederum zu höherer Effizienz und Lichtleistung führt. Das braucht man dauernd :winking_face:

    Hallo Ronny,

    ein Aräometer mit relativer Dichte sollte in Deutschland eigentlich nicht erhätltlich sein. Diese Angabe stiftet,
    wie du gerade selbst erlebst, nur Verwirrung (es gibt übrigens mehrere verschiedene relative Dichten).

    So weit mir bekannt ist, produziert Tropic Marin die Aräometer mit relativer Dichteangabe nur für das Ausland, z.B. USA.
    Am besten du tauschst dieses Aräometer um.

    Hallo RicStar,

    die Lampen sind auf den ersten Eindruck oK. Aber richtig beurteilen kann man sie erst, wenn man sie in natura sieht.

    Spar dir das Geld für die Spielereien mit rot und "UV". Rotes Licht sieht im Meerwasser blöd aus, die sogenannten
    "UV-Leds" geben nur ein sehr schwaches Blaulicht ab.

    Hallo Alex,

    achte bei einer Spritze immer nur darauf, welcher Teil des Kolbens bei "0" ist, wenn die Spritze ganz leer ist.
    Wenn du die Spritze füllst und dieser Teil dann bei "1,0" steht, dann hast du 1,0 ml eingesogen, egal ob in
    irgendeiner Spitze Luft war oder nicht.