Beiträge von Armin Glaser

    Hallo Tom,

    tolles Projekt, das du da auf die Beine gestellt hast!

    Ich habe nach vielen Tests nur noch kleine Anmerkungen:
    - Dass die "UV"-LEDs zwischen den anderen untergehen, wirst du schon selbst bemerkt haben
    - Probiere mal rot mit 625 nm statt der von dir verwendeten 660 nm. Für mich war das ein Unterschied wie Tag und Nacht!
    Damit meine ich natürlich nicht die Helligkeit, sondern den Farbeindruck.
    - Und probier vielleicht noch ein bisschen grün im Bereich 500 - 530 nm. Das hat auch interessante Effekte.

    Hallo Thomas,

    man kann hoffen, dass alle in der Aquaristik verwendeten Zeolithe kaliumgesättigt sind. Aber erstens ist es
    ein Naturprodukt und zweitens könnte immer jemand auf die Idee kommen, ein anderes "Schnäppchen" anzubieten.

    Ein kaliumgesättigter Zeolith kann gar kein weiteres Kalium aufnehmen, er gibt es sogar, im Austausch gegen Ammonium, ab.

    Hallo Thomas,

    schau dir die Seiten 91+92 im Buch bitte nochmal genauer an. Da steht, dass Zeolithe in der Lage sind, erhebliche
    Kaliummengen zu binden. In den untersuchten Proben taten sie das im Aquarienwasser nicht, weil sie kaliumgesättigt waren.
    Aber wie ich oben schon erwähnt habe: Zeolith ist ein Naturprodukt, es kann zu Schwankungen kommen.

    Hinsichtlich der Befürchtungen bei Kevins Kaliummangel kann ich mich nur Hans-Werner, Claude und Torsten anschließen.

    Hallo ? (wie heißt du eigentlich),

    1,6 mg/l Silicat im frisch angesetzten Meerwasser bei silicatfreiem Ausgangswasser habe ich noch nie gemessen.
    Ich gehe nicht davon aus, dass das TM Salz solche Mengen Silicat enthält.

    Wiederhole deine Messung am besten noch mal, am besten mehrmals. Messe dabei dein Osmosewasser pur,
    nach Zugabe der Hälfte des Salzes und nach der kompletten Salzzugabe. Ich vermute einen Messfehler.

    Hallo Christiane,

    wenn ich dich richtig verstanden habe, hast du deinen Ca/Mg-Test schon ein paar mal mit einer Referenz überprüft
    und dabei jedes mal richtige Ergebnisse erhalten. Deine Messergebnisse sind folglich richtig.

    Gibst du Magnesium in irgendeiner Form zu?

    Verdünne deine Probe mit der gleichen Menge destilliertem 'Wasser und prüfe dann noch mal Ca und Mg.
    Welche Werte (mal 2 genommen) erhältst du dann?

    Hallo Kevin,

    der Kaliumwert gibt eher Anlass zur Sorge wenn er zu hoch ist, nicht wenn er zu niedrig ist.

    Zeolith kann sehr viel Kalium aufnehmen. Daher sind die in der Aquaristik verwendeten Zeolithe normalerweise
    mit Kalium vorgesättigt. Da Zeolith (meist) ein Naturprodukt ist, kann es dabei zu Schwankungen kommen.

    Wenn du aus detektivischem Interessse neugierig auf die Ursache deines etwas verringertem Kaliumgehalts bist,
    dann lass auch mal eine Probe deiner Meersalzmischung analysieren. Vielleicht ist sie die Ursache.

    Übrigens: wie hoch ist deine Salinität? Bei 31,5 sind 360 mg/l K der Normalwert.

    Hallo zusammen,

    hier noch ein paar Infos, um die beiden Diagramme besser interpretieren zu können:

    Es handelt sich um eine 400 W HQI und um eine 200 W LED. Die Strahlungsleistung im Bereich von 400 - 700 nm
    ist etwa gleich groß (das ist das, was man mit einem geeigneten PAR-Meter messen kann).
    Das bedeutet, dass die Flächen unter den Kurven etwa gleich groß sind.

    Vor diesem Hintergrund sieht man:
    - die LED leuchtet besonders stark im photosynthetisch wichtigen Bereich um 450 nm
    - die LED hat im Bereich von 490 nm relativ wenig Leistung
    - die LED hat wesentlich weniger Rotanteil als die HQI
    - die HQI strahlt im Gegensatz zur LED auch im IR (=Wärme)-Bereich

    Hallo Micha,

    du unterschätzt das Ozon in 2 wesentlichen Punkten.

    Den ersten hat Ric schon genannt, die Produktion ist 1.000 mal so hoch wie in deiner Berechnung.

    Der zweite ist die Anwesenheit von Bromid im Meerwasser. Ozon reagiert zwar sehr schnell im Meerwasser, dafür
    entsteht aus Ozon und Bromid recht langlebiges Bromat. Und das ist krebserregend, bei Fischen und Menschen.

    Deshalb sollte Ozon immer über Kohle geleitet werden, da diese Ozon katalytisch zersetzt.

    Hallo Gernot,

    je gleichmäßiger die Wodkazugabe ist, desto kontinuierlicher arbeiten die denitrifizierenden Bakterien und desto
    geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass überschüssiger Wodka aus dem Filter austritt.
    Probiere es mit der stündlichen Dosierung wenn es nicht anders geht. Öfter wäre besser.

    Du hast den Grund, warum dein erster Versuch gescheitert ist, genau erkannt: Korallenbruch ist viel zu fein für
    solch einen Filter, er verstopft zu schnell.

    micha: Mensch sieht dein Filter sauber aus. Meiner sieht immer aus wie reingeko...

    @Hans-Werner: Natürlich ist Böschungsmatte (ganz locker verlegt) super geeignet. Ich habe meine bloß nicht mehr
    gefunden :frowning_face: und musste was anderes nehmen.

    Hallo Hans-Werner,

    ich verwende nur ein paar Lagen von den Netzen, nur damit die Baks was zum festhalten haben. Verdichten kann
    sich das bisschen Plastik nicht. Das sind grobe Vogelschutznetze für Saatkästen, Obstnetze täten es genauso.

    Matthias: Siporax wird eigentlich wegen der großen Oberfläche verwendet. Das ist hier aber nicht sinnvoll, da sie
    viel zu schnell verstopft. Auch die Zylinder selbst wären mir zu eng.
    Du gehst wahrscheinlich von den diskontinuierlichen Wodkafiltern aus, da hat sich im Vergleich wenig Bakterienmasse
    gebildet. Im kontinuierlichen Filter sieht das anders aus. Nämlich richtig eklig :grinning_squinting_face:

    Hallo Marcel,

    ich würde mich der Überlegung von Reinhard anschließen: warum der umständliche Weg, erst NO3 und PO4
    zu reduzieren, dann Mangelerscheinungen festzustellen, und schließlich wieder Nitrat zugeben?

    Ich denke mal, dass du Angst vor zu viel PO4 hast. Wenn du dein NO3PO4-X ganz langsam reduzierst, werden
    sich deine Korallen an den etwas höheren Level gewöhnen. Und keine Mangelerscheinungen mehr zeigen.

    Hallo Gernot,

    schön, dass du noch einen Versuch wagst. Ich bin sehr interessiert an weiteren Erfahrungen.

    Die Dosierung über eine Dosierpumpe ist natürlich die Luxuslösung. Wenn sie alle paar Minuten zudosiert
    (auf keinen Fall länger als 30 min Pause), dann ist das mit einer kontinuierlichen Dosierung vergleichbar.
    Ich selbst habe den Tropfapparat inzwischen mit einem metallenen Luftverteiler "getunt", der lässt sich besser
    dosieren als das Plastikrädchen.

    Ich weiß nicht, ob dein Eheimfilter genug Druck macht, wenn sich mal richtig fette Bakterienklumpen gebildet haben.
    Die Filter machen zwar eine Menge Literleistung, bauen aber meist wenig Druck auf. Das merkst du schon, wenn
    du den Schlauch für die Rückkopplung verlegst. Ist der Bogen zu groß und dadurch der Auslauf sehr hoch angebracht,
    dann nimmt der Durchfluss deutlich ab.

    Ich habe daher eine Eheim 1260 an die Ansaugleitung angeschlossen. Wenn der Filter nicht mehr ordentlich läuft,
    schalte ich sie kurz an und blase das System frei. Dabei werden meist ein, zwei Bakterienschleimbrocken
    rausgespült, dann läuft es wieder.

    Was Micha empfiehlt, die Verjüngung wegzulassen und stattdessen einen weiteren Hahn einzusetzen, kann ich
    nur bestätigen. Das mache ich inzwischen genauso.

    Als Füllung aber auf keinen Fall irgendetwas feines wie Siporax o.ä. nehmen. Das verstopft nur. Bei mir haben sich
    grobe Plastiknetze bewährt, die ich sehr locker in die Filterkörbe lege.

    Ich bin gespannt auf deine weiteren Erfahrungen.

    Hallo Gernot,

    sorry, dass ich deinen Thread zum Wodkafilter übersehen habe, aber wir können die Diskussion hoffentlich noch nachholen.

    Da ich kein Freund unkontrollierter Eingriffe ins Aquarium bin, wollte ich die direkte Wodkazugabe vermeiden. Ich
    glaube wirklich nicht, dass dabei Fische sterben, aber die Tatsache, dass ich dann keine Kontrolle darüber habe,
    welche Bakterien von der Kohlenstoffquelle profitieren, motivierte mich, mir den altbekannten Wodkafilter genauer
    anzuschauen. Daraus entstand dann die Idee, diesen zu optimieren.

    Wenn er richtig betrieben wird, dann wird der allergrößte Teil des Wodkas im Filter verbraucht. Auch ohne Ethanolmessung
    ist das an den fehlenden Bakterienfilmen außerhalb des Filters sichtbar. Kritisch ist nur, dass ein minimaler Durchfluss
    nicht unterschritten werden darf, sonst kommt es, wie bei jedem geschlossenen Filter, zu Schwefelwasserstoffbildung.

    Die Verstopfung durch Bakterienwuchs wirkt sich nur deshalb so leicht aus, weil die Pumpen in den Topffiltern oft
    sehr schwachbrüstig sind. Eine Konstruktion mit einer kräftigeren Pumpe verhindert dieses Problem.

    Gernot, wenn du nochmal einen Versuch wagen willst, steh ich dir gerne mit Rat und Tat zur Seite.

    Hallo Ric,

    das mit Salinität und Dichte ist ganz einfach: Salinität ist der Salzgehalt, und der ist temperaturunabhängig.
    Dichte ist eine Eigenschaft des Meerwassers, die sowohl salinitäts- als auch temperaturabhängig ist.
    Deshalb ist es unsinnig, eine Dichte ohne Temperatur anzugeben.

    Daher kam auch dein Denkfehler. Wenn jemand die Theorie mit Dichte 1,025 aufgestellt hat, dann meinte er
    bestimmt 1,025 bei 25°C, was einer Salinität von 37,2 entspricht. Aber ich bin wie Jörg der Ansicht, dass so geringe
    Salinitätserhöhungen unsere Bakterien nicht beeindrucken können.

    Hallo Paul,

    die Temperatur der LED kannst du nicht messen, da sie die Wärme nach hinten abstrahlt und du durch den
    Kühlkörper und den Heatspreader hindurch messen müsstest. Du kannst die Temperatur nur über die Daten
    des Kühlkörpers und der LED errechnen. Kritisch dabei ist aber der Wärmeübergang zwischen Heatspreader
    und Kühlkörper. Wenn du sauber geabeitet hast mit Wärmeleitpaste und guter Befestigung, dann lässt sich
    dieser Wärmeübergang gut abschätzen. Bei Wärmeleitkleber wirds schwierig, da können hohe Wärmewiderstände entstehen.

    Hallo Kai,

    die Befestigung mit Wärmeleitkleber birgt das Risiko, dass das Kühlblech zwar recht kalt bleibt, die LED dafür um
    so heißer wird. Kaltes Kühlblech kann auch schlechte Wärmeübertragung bedeuten.

    Eine Lösung mit Wärmeleitpaste, hohem Anpressdruck und zusätzlicher aktiver Kühlung hätte eine wesentlich
    höhere Lebenserwartung und Lichtausbeute.

    Hallo Franzi,

    dein Mg-Gehalt ist völlig oK und sicher nicht der Grund für Probleme. Wenn du 3 mal hintereinander Calcium 340 mg/l
    gemessen hast, dann ehöhe mit Calciumchlorid. Die Menge errechnest du am besten mit dem Aqua-Calculator von Martin Kuhn.

    Wichtig ist auch noch die KH und der pH-Wert. Wo liegen die?

    PO4 1 mg/l kann ein Problem sein, muss aber nicht. Wenn er schon länger auf diesem Wert war, dann haben sich
    deine Korallen daran gewöhnt. Hier ist der zugehörige NO3-Wert interessant.

    Und der tote Einsiedler: bist du sicher, dass er sich nicht einfach gehäutet hat? Hast du ihn mal rausgenommen und
    dir genau angeschaut, ob es nicht eine leere Hülle ist?

    Hallo Sven,

    das besondere an diesen Emittern ist die Mischung verschiedener Farben auf einem Chip. Eine interessante
    Entwicklung aus den letzten 1-2 Jahren, ob die Farbzusammenstellung in diesem Fall optimal ist, lässt sich bezweifeln.

    Die beschriebene Beeinflussung des Spektrums durch die Phosphoranteile ist das von mir bereits erwähnte
    Verhältnis von Blaupeak und Spektralbauch, mehr nicht.

    Und an einer Stelle ist dem Werbetexter die Phantasie durchgegangen:
    "...so that blue lighting can actually be obtained from white LEDs which have the highest lumens per watt."
    Hier will jemand die Physik auf den Kopf stellen :grinning_squinting_face:
    Oder hat einfach nur blau und weiß verwechselt.