Beiträge von Armin Glaser

    Hallo zusammen,

    ein Tipp, den ich immer wieder gerne wiederhole:

    Bevor man glasrosenfressende Garnelen kauft, lässt man sich vom Händler einfach vorführen was passiert,
    wenn eine Glasrose in ihr Becken geworfen wird. Ist die Glasrose nach kürzester Zeit aufgefressen: kaufen!

    Hallo Gerd,

    ich teste den Söll Aqua-Check gerade. Die Ergebnisse kommen im Meerwasseraquarianer 2/2013.
    Auf jeden Fall lässt sich sagen, dass er deutlich besser als die Hanna-Geräte ist (die ich persönlich schon
    für einen großen Fortschritt halte). Allerdings kommt das Gerät bei PO4 0,02 und NO3 6 mg/l an seine Grenzen,
    was für manche extrem Nährsttoffarmutfans vielleicht nicht ausreichend ist.

    Hallo Corinna,

    Walter (ein O. scyllarus) lebt auf meinem Schreibtisch in einem 30 Liter Becken. Er könnte natürlich auch in einem
    größeren Aquarium leben, aber das fände er sicher langweiliger, weil er mir dann nicht den ganzen Tag beim Arbeiten
    zusehen könnte. Er ist sehr neugierig, baut das Becken gerne um, aber immer so, dass er mich vom Höhlenausgang
    aus beobachten kann. Und wenn er Hunger hat, klopft er dezent an die Scheibe. Wer hier wen dressiert hat,
    ist ziemlich eindeutig.

    Hallo Andy,

    wenn du nur das Umkehrosmosewasser testen willst, müsste nach meiner Erfahrung auch der Salifert etwas
    anzeigen, wenn Silicat vorhanden ist. Wenn du allerdings Silicat in Meerwasser nachweisen willst, kann ich nach
    wie vor nur den Red Sea empfehlen.

    Zu deiner anderen Frage: Silicium liegt in Meerwasser hauptsächlich als Si(OH)4 und H3SiO4- vor.

    Hallo Kilian,

    danke für deine hilfreiche Information. Es ist und bleibt für mich ein großes Mysterium warum in der
    Meerwasseraquaristik selbst von Händlern immer wieder Vermutungen gepflegt werden, die sich durch eine
    einfache Messung bestätigen oder widerlegen lassen :loudly_crying_face:

    Hallo Rainer,

    was du da schreibst ist chemisch völlig unhaltbar. CO2 ist eine Säure mit einem pK2 von 4,3 (nach diesem Wert ist
    ist die Alkalinität definiert!) und hat KEINE Auswirkung auf die Alkalinität. NO3 und PO4 sind Anionen. Das hat mit
    Säure nix zu tun. Und auch nix mit Alkalinitätsveränderungen.

    Die Theorie mit den partikulären Carbonaten ist dagegen nachvollziehbar, ich warte noch auf Peters Ergebnisse nach
    der Filterung der Probe, die das voraussichtlich bestätigen wird.

    Alex: Ich würde von deinen selbst gemessenen KH-Werten ausgehen, da die von Peter miterfassten Substanzen
    voraussichtlich keine von den Korallen nutzbaren Alkalinitätsbildner sind.

    Hallo Kilian,

    einen Leitwert von 0 gibt es nicht, zumindest nicht in Wasser. Das ist eine großzügige Rundung deines Messgerätes.
    Silicat hat außerdem die unangenehme Eigenschaft, den Leitwert nur sehr gering zu erhöhen.

    Für die Silicatmessung kann ich dir den Red Sea Test empfehlen.

    Hallo Klaus,

    außer den von Bernd vorgeschlagenen Substanzen kannst du noch Natriumcarbonat zur pH-Anhebung verwenden.
    Calciumhydroxid wirkt am strärksten, Natriumhydrogencarbonat am schwächsten.

    Aber wichtiger als die Zugabe von Chemikalien ist die Erforschung der Ursache deines pH-Abfalls. Wie lange
    hat die Veränderung gedauert? Was hat sich in deinem Aquarium verändert? Zu viel Futter? Zu hoher Fischbesatz?
    Oder ist das Zimmer schlecht belüftet?

    Hallo Daniel,

    deine Überlegung ist richtig. Mondlicht ist nicht blau und blaues Licht birgt ein großes Risiko als Mondlicht
    zu stark für die Korallen zu sein.

    Bei der GHL Mitras ist das gelbe Licht am schwächsten, dann kommt das violette und das grüne.
    Die Strahlungsleistungen anderen Farben sind 5 - 10 mal höher als die der drei genannten.
    Alle drei sind daher geeignet, das gelbe Licht ist nicht nur am schwächsten sondern auch am natürlichsten.

    Dass uns echtes Mondlicht manchmal etwas bläulich erscheint liegt nicht an seinem wirklichen Farbspektrum,
    sondern an einer Besonderheit des menschlichen Sehvermögens. Wir sehen nachts Farben anders, das ist der sogenannte Purkinje-Effekt.

    Hallo Andy,

    ein Kationenaustauscher entfernt Calciumionen und ersetzt sie durch Natriumionen. Dadurch wird verhindert,
    dass die Membran durch kalk verblockt.

    Hinter der UO-Membran macht im besten Fall ein Anionenaustauscher Sinn, wenn extrem viel Silicat im Leitungswasser
    vorhanden ist oder eine ungeeignete Membran verwendet wird.

    Hallo Christian,

    ein plötzlicher Anstieg des Phosphatwerts im Urlaub hat nichts mit Depots zu tun, sondern mit der Tatsache,
    dass ein anderer Mensch während deiner Abwesenheit irgendetwas anders gemacht hat als du.
    Urlaubsvertreter sind für uns sehr wichtige Personen, trotzdem haben sie normalerweise nicht die gleiche
    Erfahrung wie wir selbst.

    Dass dein angestiegener Phosphatwert so schnell zurück ging, bestätigt meinen Verdacht. Cyanos nutzen
    Veränderungen im Aquarium meist am schnellsten. Deshalb würde ich jetzt von schwerwiegenden Eingriffen abraten,
    höchstens die Cyanos absaugen und ansonsten Ruhe und Geduld bewahren. Wenn du dein Becken so weiter
    pflegst, wie du es vor dem Urlaub gemacht hast, dann stabilisiert es sich bald wieder.

    Hallo Farshad,

    wenn du die beiden Lösungen 1:1 mischst, dann hast du eine Lösung mit 200 mg/l Ca und 600 mg/l Mg.

    Versuche es mal folgendermaßen: gib 1 ml Mg-Lösung in 100 ml Ca-Lösung. Dann könnte dein Ca-Test schon
    funktionieren (probier es aus). Der Mg-Test funktioniert auch ohne Ca.

    Und kauf nächstes Mal besser eine Multireferenz.

    Hallo Karin,

    bei dem Söll AquaCheck kannst du schon davon ausgehen, dass der angezeigte Phosphatwert oK ist
    (Testbericht erscheint im Meerwasseraquarianer 2/2013).

    Wenn du irgendeine Möglichkeit hast, in den Rücklauf deines Abschäumers/Filters ein Säckchen Adsorber zu plazieren,
    dann bekommst du das Problem damit in den Griff.

    Hallo Farshad,

    je nach Aufbau des Calcium- bzw. Magnesiumtests ist das richtig. Die meisten Calciumtests verwenden einen Farbstoff,
    der nur in Anwesenheit von Magnesium richtig funktioniert. Daher ist eine Referenz die Ca und Mg enthält vorzuziehen.

    Hallo Farshad,

    ob einzeln oder multi macht beim Altern keinen Unterschied. Ich schätze, dass die Alterung in etwa linear ist.
    Das hängt aber ganz stark von äußeren Bedingungen wie Temperatur und Verunreinigung ab.

    Schöne Feiertage

    Hallo Alex,

    ich glaube, dir ist irgendwas mit deinen Reagenzien durcheinandergeraten, z.B. aus Versehen den Rest aus Spritze C
    in Flasche A gegeben.

    Setze etwas frisches Meerwasser an, 35 Gramm pro Liter und messe dieses. Es muss ein Wert um 400 mg/l Calcium herauskommen.
    Wenn du auch hier irgendwelche unrealistisch niedrigen Werte erhältst, dann musst du leider deinen Test entsorgen.

    Hallo Bernd,

    warst du mal in jüngster Zeit im Vivarium? Wir machen da gerade viele Versuche, z.B. haben wir im hinteren Teil
    2 Korallenbecken direkt nebeneinander mit unterschiedlich zusammengesetztem LED-Licht beleuchtet.
    Das ist interessant, um die Beurteilung der Betrachter einzuholen, da sich auch hier die Geschmäcker sehr unterscheiden.

    Schau dir's mal bei Gelegenheit an.

    Hallo Klaus,

    50% Energieersparnis, die ich im eigenen Becken und das Vivarium Karlsruhe mit LED erzielen, sind schon ein "Energiesparwunder".
    Jedenfalls ein größeres als die sogenannten Energiesparlampen, die uns die letzten Jahre genervt haben und deren
    Zeit wohl inzwischen schon wieder abgelaufen ist.

    A propos 100 cm: im Vivarium wird gerade ein 250.000 Liter Becken geplant. Beleuchtung natürlich LED.
    Und das ist ein bisschen höher als 100 cm...

    Zum Glück baust du Abschäumer und keine Lampen :grinning_squinting_face:

    Hallo Andy,

    am bequemsten ist ein Leitwertmessgerät, aber leider sind die Zuverlässigen teuer.

    Ein großes Aräometer (z.B. TM) ist zuverlässig, aber etwas umständlich.

    Refraktometer und Schwimmermessgeräte sind ebenfalls bequem in der Handhabung,
    du solltest sie aber ab und zu mit einem Aräometer vergleichen, um eventuelle Abweichungen zu erkennen.