Beiträge von Armin Glaser

    Hallo Atrekar,

    seltsam, dass deine Wasserwerte so sehr schwanken. Vor irgendwelchen Eingriffen solltest du prüfen, ob deine
    Messungen fehlerhaft sind. Dazu einfach eine Referenz testen. Und jede Messung mehrfach durchführen!

    Wenn sich herausstellt, dass nicht die Messung das Problem ist, dann überlege mal ganz genau, was du wann
    geändert hast in deinem Aquarium. Oder hast du noch gar keine festen Abläufe (Futtermenge, Besatz, Wasserwechsel...)
    und bist noch viel am Experimentieren?

    Schreib doch mal etwas mehr über dein Aquarium: Standzeit, Besatz, Futter(menge), welche Mittel verwendest du?

    Zitat:
    "Lumen ist eine Maßeinheit für das Empfinden der Helligkeit des menschlichen Auges.
    Der Mensch sieht oder empfindet warmes Licht ( sieh Grafik ) am hellsten.
    Jetzt zu den Emittern, je höher der K-Wert, je größer ist der Blauanteil des abgestrahlten Lichtes.
    Schlussfolgerung: Je größer der K-Wert, je kleiner die Lichtleistung in Lumen pro Watt."

    Hallo Peter,

    diese Aussage ist falsch, wie du am Datenblatt der Cree XML2 oder jedem anderen vergleichbaren Datenblatt sehen kannst.

    Der Grund ist folgender: die Umwandlung von blauem in langwelligeres Licht in der Phosphorschicht ist ein
    verlustbehafteter Prozess. Dabei geht mehr Leistung verloren als durch die Verschiebung in besser sichtbare
    Spektralbereiche "gewonnen" wird.

    Hallo Frank,

    der große Sprung (14.1.) ist nur durch einen elektronischen Fehler erklärbar. Oder hast du zu dem Zeitpunkt Süßwasser/
    Verdunstungswasser in der Nähe der Elektrode zugegeben?

    Die übrigen Schwankungen lassen sich nur teilweise mit einer fehlerhaften Temperaturkompensation erklären.

    Mir kommt aber deine ganze Aufzeichnung etwas seltsam vor. Laut unten stehenden Daten müssten 4 Teilstriche
    einem Tag entsprechen. Deine pH- und Temperaturschwankungen laufen aber in einem Rhythmus von 6 Teilstrichen = 1,5 Tagen???

    Hallo Björn,

    die üblichen nasschemischen Untersuchungen mache ich im eigenen Labor. Für gerätetechnisch anspruchsvollere
    Messungen v.a. ICP-MS arbeite ich mit dem Institut für Mineralogie und Geochemie am KIT zusammen.

    Danke Hans-Werner und Björn,

    da habe ich ja wieder jede Menge zu lesen. Endlich mal wieder ein interessantes Thema, das sich hoffentlich relativ leicht
    durch Messungen eingrenzen lässt.

    Ein Kalkreaktor spielte bei meiner Untersuchung sicher keine Rolle, da nicht vorhanden.

    Hans-Werner, was ich nicht verstanden habe: wo siehst du einen Wechsel aerob-anaerob bei der NP-BACTO-BALANCE Zugabe?

    Hallo Philipp,

    ich gehe von der Fällung durch lokale pH-Erhöhung durch Kalkwasser aus. Aber Hans-Werners Idee mit
    der Polyphosphatspeicherung ist auch nicht von der Hand zu weisen.

    Hans-Werner, kennst du irgendwelche Zahlen, wie hoch der P-Gehalt von Bakterien auf Grund der Speicherung sein kann?

    Hallo Hans-Werner,

    Eisenphosphat kann ich ausschließen, dazu fehlte das Eisen im Schlamm. Apatit wäre eher möglich, vielleicht auch Phosphat-
    anlagerungen an Magnesiumhydroxid durch Kalkwasser. Das muss ich irgendwann noch untersuchen.

    Der Vortrag basierte auf meine Untersuchungen, die ich schon im Meerwasseraquarianer veröffentlicht hatte. Irgendwie waren
    die bisher noch nicht in Ulm angekommen :winking_face:

    @Björn:C-N-P war im Schlamm 13,4 : 1,6 : 1 (molar). Partikel, kann ich nicht ausschließen.

    Hallo Hans-Werner,

    ich konnte gestern nicht antworten, da ich in Ulm einen Vortrag zum Thema "Abschäumer" halten musste :grinning_squinting_face:

    Natürlich wird mehr C als N und P abgeschäumt, alles andere wäre chemisch überhaupt nich erklärbar.
    ALLE Tenside sind längerkettige organische Verbindungen, und da dominiert nunmal C deutlich.

    Was ich viel überraschender fand (und auch heute noch finde), sind die immens hohen P-Konzentrationen
    in den festen schlammartigen Rückständen im Reaktionsrohr des Abschäumers. Selbst wenn ich reines ATP
    ansetze komme ich nicht auf solche C : P-Verhältnisse. Eine überzeugende Erklärung für dieses Phänomen habe ich noch nicht.

    Hallo Daniel,

    na gut, nach dieser Erklärung habe ich es doch nochmal durchgerechnet:

    "
    1. 367g CaCl2 2H2O in 1l müßte ich 10ml dosieren um 10mg/l je 100l zu erhöhen
    2. dann 30,2g NAHO3 auf 1l, wären 10ml KH +0,1 je 100l
    3. und MgCL2 836g auf 1l müßte ich 10ml dosieren um 10mg/l je 100l
    "

    1. stimmt
    2. stimmt
    3. stimmt, wenn du nicht MgCl2 sondern MgCl2 x 6H2O gemeint hast

    Hallo zusammen,

    die Herstellerangaben zur Salzmenge pro Liter kann man immer vergessen, wichtig ist die Messung der Salinität.
    1,0230 bei 25°C entspricht einer Salinität von 34,55, also knapp unter dem Normwert. Dafür sind 1650 mg/l Mg
    viel zu viel.

    Allerdings sehe ich bei euren Messungen ein Problem: die Calciumwerte stehen im richtigen Verhältnis zueinander,
    die Magnesiumwerte müssen entweder 1275/1540 oder 1375/1650 sein. Deine Werte 1275/1650 passen nicht
    zu den zugehörigen Salinitäten (28,59/34,55). Irgendwo steckt da ein Fehler.

    Edit: gerade sehe ich, Malte ist es 3 Minuten früher aufgefallen =)

    Hallo Marcel,

    mit ausgereifter (gegenüber dem Hanna) meine ich z.B., dass der Söll im Gegensatz zum Hanna mit angepassten
    Wellenlängen misst.

    Das Milwaukee-Gerät habe ich noch nicht in der Hand gehabt, werde aber gerade immer neugieriger darauf.

    Grundsätzlich habe ich den Eindruck, dass immer noch sehr wenig Wissen darüber vorhanden ist, was wir mit
    den kolorimetrischen Tests eigentlich messen. Ich habe das im Meerwasseraquarianer 4/2004 mal ausführlich
    beschrieben, aber das ist wohl zu lange her.

    Wassertests wie z.B. der Merck sind SEMIquantitativ, das heißt sie sind eigentlich dafür gemacht, eine Aussage
    über den BEREICH des Probengehalts zu treffen, nicht den WERT zu liefern. Der Wert wird hinterher im Labor
    mit viel Aufwand ermittelt. Wie sollte ich denn auch mit Abstufungen wie 0,046-0,092-0,140-0,180 eine EXAKTE
    Aussage treffen können? Ich kann immer nur sagen "liegt im Intervall", bestenfalls "liegt nahe bei".

    Aber wie schon gesagt, für aquaristische Zwecke reicht das völlig.

    Hallo Corinna,

    sagen wir es mal so: blassweiße Steinkorallen würden in diesem Becken wahrscheinlich etwas nachdunkeln :winking_face:

    Aber die vielen Caulerpa stabilisieren das Becken sehr gut, 8 Watt LED sind bei der Größe des Aquariums dafür genug Power.
    Algen sind für mich sowieso das Zaubermittel der Nanoaquaristik. Wasserwechsel reicht daher so 1-2 mal im Monat.

    Alex: Walter 1 war so 12-15 cm. Walter 2 schätze ich auf 8 cm, leider ist er gerade vor dem Lineal erschrocken
    und verweigert jetzt genauere Größenangaben.

    Hallo Ingrid,

    ich hatte schon länger keine prolifera mehr, kann mich aber noch an eine Art "Saft" erinnern, der dann austrat.
    Richtig dramatisch war das allerdings auch nie.

    Dadurch, dass Makroalgen sehr große Zellen bestehen, können sie auch ohne Leitgefäße viel Zellflüssigkeit ausstoßen.

    Hallo Corinna,

    Walter lebt in einem popeligen 40 cm Becken, aber weder er noch Walter 1 (Walter heißt eigentlich Walter 2),
    haben das 4 mm Glas je beschädigt. Walter (2) habe ich etwa ein Jahr. Walter 1 hatte sich vorletztes Jahr
    nach 3 Jahren Pflege das Leben genommen, indem er seine Umwälzpumpe während meines Urlaubs zertrümmert hat.
    Walter 2 hat deswegen nur einen Ausströmerstein im Becken. Ansonsten besteht die Einrichtung aus Korallengruß,
    Steinen und Caulerpas. Beleuchtet wird natürlich mit LEDs, Walter mag es modern.

    PS: Walter hat den Text mitgelesen und durch Klopfen sein oK gegeben

    Hallo Marcel,

    außer bei Silicat waren meine Messergebnisse auf jeden Fall besser als beim Farbenraten.

    Andi: Wenn du genauere Ergebnisse als ± 0,04 mg/L bei 1mg/L haben willst, dann musst du mindestens
    1.000.000 € investieren und dir ein oder zwei Angestellte zulegen, die den ganzen Tagb nichts anderes machen,
    als Phosphat im Meerwasser zu messen. :grinning_squinting_face:
    Mit Farbtests wirst du jedenfalls höchstens auf +/- 0,5 mg/l bei 1 mg/l kommen. Was für die Praxis auch völlig ausreicht.