Beiträge von Armin Glaser

    Hallo Sven,

    in dem Text geht es um die Fällung von Carbonaten, die um so leichter passiert, je höher Ca- und Carbonatgehalt
    und je höher der pH ist. Da sich Ca/KH leichter regulieren lassen als der pH und wesentlich geringere Auswirkungen
    auf Organismen haben als der pH, empfehle ich dir dein Aquarium auf natürliche Ca- und Alkalinitätswerte (420 mg/l
    und 7°dH) einzustellen und den pH möglichst stabil auf dem Wert zu halten, der sich in deinem Becken von selbst einstellt.

    Hallo Pit,

    wie Corinna schon schrieb ist eine große anzahl Borstenwürmer ein Zeichen dafür, dass viel Futter unverwertet
    auf den Boden fällt. Eine sichere Lösung ist eine Panulirus versicolor. Die wird aber sehr groß.
    Oder eben vorsichtiger füttern (öfter kleinere Portionen, die sofort komplett gefressen werden).

    Hallo ?,

    wie viel Silicat hast du denn im Leitungswasser, wie viel nach der Osmoseanlage und wie viel im Aquarium?
    Diese Fragen würde ich zuerst klären, bevor ich eine Maßnahme ergreife.

    Hast du die Kieselalgen unter einem Mikroskop bestimmt?

    Hallo Sven,

    solange du keinen CO2-Überschuss im Aquarium hast, liegt dein pH auch bei KH 6,5 noch über 8.
    Normalerweise ist das schon wenige Stunden nach dem Einschalten des Lichts der Fall. Nachts kann der pH
    deutlich absinken, wenn dein antizyklisches Algenrefugium richtig ausgelegt ist (Größe, Algenmasse, Lichtmenge,
    Wasseraustausch mit dem Hauptbecken) kannst du das aber kompensieren.

    Hallo Sven,

    die Alkalinität (KH) ist ein Wert, bei dem wir uns an der Natur orientieren können: 6,5° dH

    Dein pH schwankt nur um etwa 0,1 im Tagesverlauf? Das ist un gewöhnlich niedrig. Hast du einen sehr geringen
    Besatz im Aquarium? Wenig Korallen und Algen und wenige Fische?

    Mit der Zugabe von Carbonaten beeinflusst du vor allem den pH sehr stark, bei Hydrogencarbonaten ist dieser Effekt
    deutlich geringer. Das hat weniger mit der Alkalinitätserhöhung, sondern mehr mit dem Basencharakter der
    Carbonate zu tun.

    Hallo André,

    Salinität ist Salinität, da gibt es keine unterschiedlichen Definitionen oder Basen.
    Das von dir genannte Gerät zeigt Salinität an, folglich muss es bei einer Dichte von 1,023 bei 25°C 35 anzeigen.

    Bei welcher Temperatur hast du die Dichte gemessen? Dichteangaben sind temperaturabhängig.
    Mit was für einem Gerät hast du die Dichte gemessen?

    Hallo Linda,

    die "Stammlösung" musst du genauer defineiren, damit ich eine klare Aussage dazu machen kann.

    Im Labor verwendet man Stammlösungen mit 1000 mg/l PO4 oder NO3, das ist so hoch, dass sich darin keine
    schnellwachsenden Bakterien vermehren. Niedrigere Konzentrationen muss man mit einem Bakterizid stabilisieren
    oder möglichst bald verbrauchen.

    Hallo Skaarj,

    Salinity = Salinität = Salzgehalt.

    Ich würde die Angaben dieses Gerätes aber am Anfang und alle paar Monate mal mit einem guten Aräometer
    überprüfen. Preiswerte elektronische Geräte können manchmal deutliche Abweichungen haben.

    Hallo Mirco,

    dass ein Abschäumer die Schwebstoffe aus dem Aquarium entfernt und sie danach nicht mehr in einem Filterschwamm
    vergammeln können, sehe ich nicht unbedingt als Problem an :winking_face:

    Kathrin: Ich bin mir auch sicher, dass die guten RE-Abschäumer das, was die Filtersocken rausholen, selbst
    rausholen können. Wenn man sie nur lässt :winking_face:

    Hallo Skaarj,

    du bringst Leitwert und Salzgehalt durcheinander. Der Salzgehalt wird in Gramm pro Liter angegeben oder in Gramm
    pro Kilogramm, was ppt entspricht. Du kannst mit deinem Gerät (wie heißt es denn, Hersteller/Typ?) folglich direkt
    den Salzgehalt ablesen. Er sollte bei 32 - 35 ppt liegen.

    Wenn du umrechnen möchtest: 35 ppt entsprechen der Dichte 1,0233 und dem Leitwert 53,06 mS/cm, jeweils bei 25°C.

    Hallo Wolfgang,

    der Schaden besteht darin, dass abschäumbare organische Verbindungen im Schwamm von Bakterien zersetzt
    werden und dann nicht mehr abgeschäumt werden können.

    Wenn Watte oder ähnliches häufig gewechselt oder ausgewaschen werden, reduziert sich dieser Effekt. Sinnvoller
    ist es jedoch immer, Schwebstofffilter NACH der Abschäumung einzusetzen.

    Es ist übrigens erstaunlich, dass sich diese Erkenntnis in der "so viel professionelleren" Großaquarientechnik
    auch erst allmählich durchsetzt.

    Hallo Beate,

    1-2 mal die Woche ist für den Seeigel super. Ich würde die Obergrenze da ansetzen, wo er aufhört die Algen im
    Aquarium zu fressen. Verwöhn ihn also nicht zu sehr =)

    Du wirst übrigens überrascht sein, wie viele Fische sich ebenfalls für Grünfütterung interessieren.

    Hallo Sven,

    die Schwämme unter den Pumpen und dem Abschäumer stören nicht. Sie werden nicht sehr stark durchströmt.
    Ein Filterschwamm richtet nur dann Schaden an, wenn er vor dem Abschäumer platziert ist und stark durchströmt wird.

    Hallo Beate,

    mein Tripneustes gratilla entwickelt schon seit Jahren ein unglaubliches Geschick darin, den Fischen ihren Salat
    wegzufressen. Geschadet hat es ihm nicht. Wieso auch? Die Tiere sind manchmal gescheiter in der Auswahl
    ihres Futters, als es sich so mancher Aquarianer vorstellen kann. Jedenfalls glauben sie nicht an das Märchen
    von der "unnatürlichen Nahrung".

    Hallo Sven,

    "köcheln" ist optimal, du brauchst keine stärkere Pumpe. Den Bodengrund würde ich drinlassen, denn du willst
    jetzt sicherlich nicht auf extrem nährstoffarmes Wasser umstellen. Das würden dir deine nährstoffverwöhnten Korallen nicht verzeihen.

    Hallo Wolfgang,

    die Reinheitsbezeichnungen sind für unsere Zwecke meist nicht genau genug oder die Reinheitsstufen (p.a., suprapur usw.)
    sind zu teuer. Ich empfehle daher, die Salze im seriösen Fachhandel zu kaufen, wo ein Anbieter mit seinem Namen
    dafür einsteht, dass das Salz für aquaristische Zwecke geeignet ist.

    Hallo Sven,

    ich habe es bereits in dem anderen Thread versucht zu erklären: Ammonium "verschwindet" sehr schnell im Aquarium,
    d.h. es wird sofort verbraucht oder weiterverarbeitet. Daher ist eine Angabe "x g Ammonium erhöhen den Ammoniumgehalt
    im Wasser um x/Liter " gar nicht möglich ist.

    Hallo Sven,

    3 mg/l PO4 im Aquarium sind durchaus möglich, das habe ich selbst schon erlebt. Ein Adsorber im Säckchen bringt
    dir dabei nicht viel, hier wirst du nur mit einem Fließbettfilter hinkommen. Wobei es eine Sysiphusaufgabe wäre,
    aus deinem Becken ein extrem nährstoffarmes zu machen. Das ist aber gar nicht nötig, du wirst dein Becken mit
    den nährstoffverwöhnten Korallen auch mit 0,2 - 0,5 mg/l PO4 gut betreiben können.

    Überlegen musst du dir natürlich, wie deine aus dem Lot geratenen Werte (PO4, NO3, KH, Ca) entstanden sind,
    was du langfristig falsch gemacht hast und wie du es in Zukunft anders machen kannst.

    Hallo Sven,

    ich würde mein Aquarium nicht an der Grenze zu möglicher Toxizität betreiben.

    Du wirst außerdem feststellen, dass Ammonium sehr schnell "verschwindet" und du daher sehr große Mengen
    zugeben musst, um den Messwert zu erhöhen. Das bedeutet umgekehrt, dass deine Bakterien und/oder Korallen
    nur mal einen "schlechten Tag" erwischen müssen (geringe Menge Giftstoffeintrag durch Rauch, Desinfektionsmittel...)
    und die große Menge wird plötzlich langsamer verarbeitet, der Ammonium/Ammoniakgehalt steigt an und übersteigt die letale Dosis.

    Man muss sich im Aquarium keine unnötigen Risiken oder Probleme produzieren.

    Hallo Thomas,

    interessant ist in so einem Fall auch, die NO3 und PO4-Werte des Herkunftsbeckens mit den eigenen zu vergleichen.
    Es kann sich auch um eine Reaktion auf stark unterschiedliche Nährstoffverhältnisse handeln.

    Hallo Sven,

    den Wert muss Martin unbedingt korrigieren. Wo die 2. Quelle ihren Wert her bezieht, ist leidder nicht angegeben.
    Und wenn in der 3. Quelle (deren Link übrigens fehlt) 0,03 mg/l für beginnende Letalität angegeben ist, dann ist
    das nur eine Bestätigung dafür, dass Ammoniak unter 0,01 mg/l liegen muss! Du willst sicherlich keinen Zustand
    im Aquarium, in dem möglicherweise einige Fische tot sind, andere mit Sicherheit geschädigt.

    Ammoniak ist übrigens für ALLE Organismen giftig. Schau am besten mal in den Ratgeber Meerwasserchemie ab Seite 97.

    Hallo Thomas,

    ich bezweifle weniger das Fachwissen von Herstellern, sondern mehr die Motivation von einigen Äußerungen.
    Ein Großteil der ersten LED-Kritik hatte einfach den Hintergrund, dass nicht nur eine neue Technik auf den Markt kam,
    sondern dass ein ganzer Markt zusammenzubrechen drohte. Angesichts der Tatsache, dass manche Anbieter ihre
    Ware für Angebote unterhalb ihres Einkaufspreises bei ebay sehen mussten nicht ganz unbegründet. Ganz abgesehen
    von den Themen "nie mehr Leuchtmittelnachkauf" und "LED kann sich doch jeder selber bauen".

    Inzwischen hat sich das wohl etwas gelegt. Mit LED lässt sich auch Geld verdienen, wenn man die Entwicklung
    nicht völlig verschläft.

    Zurück zum Ausgangsthema: Ich habe schon vor Jahren von 1050 W HQI + 130 W T8 blau auf 520 W LED umgestellt.
    Die Stromersparnis hat mir mein Stromversorger in Form einer deftigen Rückzahlung bestätigt, die Menge an
    überschüssigen Korallen, die ich wegen starkem Wuchs aus dem Becken entfernen muss hat sich nicht verringert.

    Im Vivarium Karlsruhe stellen wir ebenfalls immer mehr Meerwasserbecken auf LED um. Mit dem selben Ergebnis.

    Hallo Sven,

    vorsicht, du verwechselst Gesamtammonium und Ammoniak. Der Ammoniakgehalt sollte unter 0,01 mg/l liegen!
    Gesamtammonium sollte unter 0,1 mg/l liegen.

    Wenn du Ammonium dosierst, dann tu das in möglichst geringen Mengen. Deshalb besser häufiger weniger dosieren.
    Ammonium wird sehr schnell verwertet, kleinere Zugaben bleiben daher unbedenklich.

    Hallo Thomas,

    vielen Dank für deine Info. Jetzt hat sich meine Neugierde wieder beruhigt. Die Fachleute sind ein einzelner T5-Hersteller... :winking_face:

    Zu deiner Frage mit der Aufhängehöhe: Grundsätzlich ist Licht gleich Licht, d.h. durch die Höhe verändert sich
    abstrahlwinkelabhängig die ausgeleuchtete Fläche und die Intensität. Die LED hat in der Praxis den Vorteil, dass
    sie weniger Streulicht produziert, was aber gegenüber einem ordentlich konstruierten (HQI/T5-)Reflektor keinen
    Riesenunterschied ausmachen sollte.

    Hallo Christiane,

    die Erklärung für das von dir beobachtete Phänomen ist, dass viele Refraktometerhersteller zu blöd sind,
    Kochsalz von Meersalz zu unterscheiden. Daraus ergibt sich eine Messdifferenz von ca. 3.

    Wenn du das Refraktometer mit einer Referenz von Fauna Marin auf 35 ppm oder von Gilbers auf 34,2 ppm kalibrierst,
    dann zeigt es im Bereich von etwa 30-40 richtige Meerwasserwerte an. Nur destilliertes Wasser kannst du dann nicht
    mehr damit messen.

    Hallo Bernd,

    ich war diesen "bunten Lämpchen " gegenüber anfangs eher skeptisch und denke immer noch, man muss sie nicht
    unbedingt einsetzen. Aber ein paar interessante Farbeffekte ergeben sich schon.

    Beleuchtung ist und bleibt Geschmacksache.

    PS: Der vordere Teil des Vivariums, in dem dieses Becken steht, bleibt zum Glück vom Umbau verschont.

    Hallo Bernd,

    wenn du die Lampe über der rot-lila Hystrix im Sechseckbecken meinst, das ist eine GHL Mitras.
    Sie strahlt kaltweiß, warmweiß, violett(425nm), royalblau (455nm), blau (475nm), grün(528nm), gelb(588nm), rot(626nm) und tiefrot (656nm) .

    Ich habe alle Farbanteile auf 100% eingestellt.

    Hallo Wolfy,

    da gibt es 3 Möglichkeiten:

    1. deine Elektrode ist nicht linear, d.h. sie zeigt im hohen pH-Bereich zu niedrige Werte an
    2. dein Kalkwasser ist nicht gesättigt. Hast du einen Bodensatz aus Calciumhydroxid und die Lösung gründlich geschüttelt?
    3. Ist es überhaupt Kalkwasser? Hast du Calciumhydroxid mit Soda oder Calciumcarbonat verwechselt?

    Hallo zusammen,

    Joe hat es in einem Satz auf den Punkt gebracht: "unterschiedliche beleuchtungen erzeugen unterschiedlich farben."

    Bei Korallen können wir dabei 2 Effekte unterscheiden, 1. kurzfristige und 2. langfristige Farbveränderungen.

    Naif schrieb: "Die Farbveränderung tritt sofort nach Einbringen ins Becken auf ". Also handelt es sich um eine
    kurzfristige, direkte Farbveränderung. Die Farbe, die wir sehen, besteht 1. aus dem von der Koralle reflektierten Licht
    und 2. (zu einem wesentlich geringeren Teil) aus durch die Koralle erzeugtem Fluoreszenzlicht. Beide Anteile können
    nur entstehen, wenn die dazu notwendige Lichtfrequenz durch die Lichtquelle angeboten wird. Hier scheint bei der
    verwendeten LED die für das rote Aussehen notwendige Wellenlänge zu fehlen.

    Naif, du kannst eine andere LED verwenden, die weitere Spektralanteile anbietet, z.B. gelb, grün und verschiedene Rottöne.
    Die Aussagen "blau" oder "rot" allein bringen dabei nicht viel, es kommt auf die genaue Wellenlänge an. Ein Rot
    kann eine Koralle zum leuchten bringen, ein anderes Rot (mit einer anderen Wellenlänge) kann die gleiche Koralle
    stumpf aussehen lassen. Mit der GHL Mitras habe ich interessante Erfahrungen in dieser Hinsicht gemacht.
    So genanntes "UV" wird dir für den Rotbereich mit Sicherheit nichts bringen.

    Kurz noch zum 2. Effekt, den langfristigen Farbveränderungen. Ich hatte im Meerwasseraquarianer 3/2010
    ein Experiment vorgestellt, in dem ich nachweisen konnte, dass Korallen ihre Farbpigmente verändern, wenn sie
    unter verschiedenen Lichtbedingungen gehalten werden. Das ist aber ein Prozess, der Wochen benötigt.