Beiträge von Armin Glaser

    Hallo Stefan,

    das Öffnen der Korallen geschieht bei einigen Arten (oder auch Individuen)
    vor allem bei Dunkelheit, kann folglich kein Kriterium für angemessene
    Lichtstärke sein. Probier doch eine einfache Konstruktion mit einer
    gelben oder orangenen oder grünen LED und einer Schaltuhr.
    Da kannst du besser einschätzen, wie hell das Licht ist.

    Hallo Stefan,

    ich empfehle dir gar keine blauen High-Power-LEDs als Mondlicht zu verwenden.
    Blaues Licht wirkt dunkel für Menschen aber sehr hell für Korallen.

    Wenn du es trotzdem versuchen willst, dann höchstens mit 1%!
    Beobachte aber deine Korallen genau, sobald du irgendwelche Probleme
    erkennst, schalte als erstes das Mondlicht aus.

    Hallo Andreas,

    die TM SunaEco sind ein gutes Gegenbeispiel. LEDs mit 80% ihrer Maximalleistung zu betreiben,
    ist effizienter (= höhere Lichtausbeute pro Watt) und besser für die Lebenserwartung.
    Aber ich brauche dann für eine 24 Watt Lampe 10 LEDs statt nur 8. Und das ist teurer.

    Optimal wäre übrigens, z.B. 3 Watt LEDs mit 1 Watt zu betreiben. Aber das ist natürlich noch teurer in der Herstellung.

    Hallo Kai,

    mir ist nicht ganz klar, wie du deinen Ansatz ohne Untersuchungen der Skelette
    der im Aquarium lebenden Korallen berechnen willst. Zahlen von unter natürlichen
    Bedingungen gebildeten Korallenskeletten nützen dir dafür nicht viel, da die
    von die aufgeführten Faktoren "Fischfutter,Verunreinigungen von Salzen..."
    dabei nicht berücksichtigt sind. Und ich kann dir sagen, die sind keineswegs unerheblich...

    Ich bin an einer sachlichen Diskussion des Themas interessiert, und versuche es daher weiter:

    Hallo Claude,

    du hast natürlich insofern recht, dass die Ballingmethode nur unter der Voraussetzung funktioniert,
    dass die Meersalzmischung einer natürlichen Zusammensetzung entspricht und die Mischung
    des NaCl-freien Salzes ebenfalls der natürlichen Mischung - NaCl. Dann ist auch die Spurenelement-
    anreicherung immer die Selbe, egal ob mit oder ohne Balling.

    Wenn wir dagegen das Problem haben, dass Salzmischungen diese Voraussetzung nicht erfüllen,
    und NaCl-freie Salze mit irgendwelchen Zusätzen "optimiert" werden, dann ist es egal
    ob wir Balling, Balling-light oder sonstwas machen. In diesem Fall gibt es nur eine Lösung:
    Diese Salzmischungen nicht verwenden.

    Hallo Martin,

    die Antwort ist ganz einfach: Die Maxspect sind aus 10 Cree XTE mit je max. 5 Watt Leistung und aus 3 Cree XPE mit max. 3,5 Watt Leistung aufgebaut.
    Bei der 60 und 120 Watt Variante werden die eingesetzten LEDs bis zum absoluten Maximum angesteuert, was weder gut für die Lebensdauer noch
    für die Effizienz ist. Bei der Variante mit den 3 Pads haben die Konstrukteure vielleicht etwas mehr nachgedacht, und den Arbeitspunkt etwas unterhalb des Maximums angesiedelt.

    Hallo Hans-Werner,

    da steckt ein kleiner Rechenfehler drin. Wenn du eine Konzentration um 2,2% erhöhst,
    und dann 10% der Menge mit der Ursprungskonzentration ersetzt ergibt das (102,2 x 9 + 100) : 10 = 101,98
    Die Reihe ist folglich 1,98 - 3,76 - 5,37 - 6,81 - 8,11 - 9,28 - 10,33 - 11,28 - 12,13 - 12,90 usw.

    Etwas weniger als du ausgerechnet hast, aber immer noch viel mehr als ich meinen Fischen zumuten möchte.

    Hallo Sven,

    1. in deinem Beispiel wird wenig Calcium verbraucht. Je mehr Calcium im Aquarium verbraucht wird, desto stärker verändert sich die Ionenbalance.
    2. Dazu gibt es leider keine systematischen Untersuchungen (außer vielleicht die, dass ich 1974 versuchte, Aiptasien in reiner Kochsalzlösung
    zu halten. Sie gingen ein).
    Klar ist nur soviel: Fischen und anderen Aquarienbewohnern eine andere Wasserzusammensetzung zu bieten, als sie in der Natur gewohnt sind,
    stellt eine Stressbelastung dar. Sie fühlen sich weniger wohl, haben ein weniger gutes Immunsystem, werden eher krank. Wann das passiert,
    hängt auch von Faktoren wie Art und Ernährungszustand ab.
    3. Damit sprichst du ein ganz heißes Thema an. Solange es sich nicht durchgesetzt hat, dass Salzmischungshersteller die Zusammensetzung
    zumindest der Hauptionen ihrer Mischung angeben, sind wir als Aquarianer nicht davor sicher, Salze mit unnatürlicher Zusammensetzung verwenden zu müssen.
    Wir können uns daher nur auf Erfahrungswerte ("funktioniert schon seit vielen Jahren problemlos") verlassen und hoffen, dass bewährte Salzmischungen
    nicht heimlich verändert werden. Ärgerlich!

    Hallo Hans-Werner,

    ich hoffe, dass nach deinem Beitrag nicht das halbe Forum auf dem Küchenherd Schwefelsäure kocht :winking_face:

    Mich hat er jedenfalls inspiriert und ich habe auch mal einen N/P-Vollaufschluss in meinem Hauptbecken gemacht.
    (Ich war auch ganz vorsichtig :grinning_squinting_face: ).

    Beim organischen P komme ich auf ähnliche Ergebnisse wie du (0,036 mg/l als PO4),
    nur beim organischen N finde ich nur 5,89 mg/l (als NO3) bei 8,07 mg/l NO3. Selbst in meiner Bakterienbrühe,
    die aus dem Wodkafilter kommt, finde ich nur 12,40 mg/l bei 0,17 mg/l NO3.

    Wie erklärst du dir deine gefundenen 30 mg/l? Was hast du in dein Aquarium gegeben?

    Hallo bendel,

    die XTE royal blue hat tatsächlich 53%. Ein sehr guter Wert!

    Martin: sorry, dass wir hier etwas Off-Topic waren. Es ist halt ein spannendes Thema.

    Zu der top-messtechnik LED: Sie macht auf den ersten Blick einen ganz vernünftigen Eindruck,
    auch vom Preis her gesehen. Leider kann ich auf der Seite nicht alles sehen, was mich interessieren würde.
    Ich vermute, dass sie passiv gekühlt ist (auf Grund des Gewichts und der zu erahnenden Kühlrippen),
    fände aber eine aktive Bedarfskühlung noch besser.
    Warum 453 und 460 nm LEDs verbaut werden verstehe ich nicht, den Unterschied erkennt man kaum.
    Der Aufbau mit Einzel-LEDs und Optiken wirkt durchdacht, eine Angabe des Abstrahlwinkels wäre aber hilfreich.
    Die LEDs werden mit 3 Watt betrieben, das ist höchstwahrscheinlich deren absolutes Maximum
    und daher als Arbeitspunkt suboptimal. Sie lassen sich aber herunterregeln.

    Kauf aber niemals eine Lampe, die du dir nicht vorher angesehen hast. Denn entscheidend ist,
    dass dir das Licht über deinem Aquarium gefällt.

    Hallo bendel,

    wenn ich mir das Datenblatt der Cree XR-E in royalblue ansehe,
    finde ich max. 350 mW bei 350 mA/3,3V. Das sind 30%.
    Wo hast du deine Zahlen her?

    Die Photonenzahl wird als PPFD (Photonenflussdichte) gemessen,
    PAR bezeichnet nur einen Frequenzbereich.

    Und die Umsetzung des blauen Lichts in langwelligeres Licht ist
    leider verlustbehaftet, darum haben kältere LEDs höhere Lumenwerte.

    Hallo Enni,

    das Wichtigste ist, dass sich dein Aquarium gut entwickelt, und dass du keine Probleme hast.
    Deshalb solltest du nichts am Aquarium ändern, sondern herausbekommen, warum du so
    seltsame Wasserwerte ermittelt hast. Ich vermute Messfehler.

    - bei welcher Temperatur hast du die Dichte gemessen? 1,029 bei 25°C wäre viel zu hoch!
    - dass dein PO4-Wert höher als dein NO3-Wert ist, ist sehr unwahrscheinlich
    - auch pH und Ca erscheinen mir zweifelhaft.

    Setze eine frische Meerwasserprobe an (Salinität 35 = Dichte 1,023 bei 25°C)
    und messe die Werte dort. Und zwar jeden 3 mal hintereinander. Was kommt dabei heraus?

    Und lege dir eine Meerwasserreferenz zu (z.B. Gilbers oder Fauna Marin). Damit kannst
    du ausprobieren, ob deine Messungen funktionieren oder ob du oder deine Tests einen Fehler produzieren.

    Hallo bendel,

    intern betrachtet ist diese Aussage schon richtig. Leider gehen aber bisher noch 2/3 des Lichtes
    in der LED selbst verloren. Von der lm/W Angabe kannst du übrigens keine direkte Aussage
    über den Wirkungsgrad ableiten.

    Hallo Ronny,

    ich würde die Salinität verringern (höchstens 35 = Dichte 1,0233 bei 25°C),
    kein Calcium mehr zugeben (420 mg/l sind genug) und eine Zeit lang ein bisschen mehr füttern,
    als deine Fische fressen können.

    Den Abschäumer würde ich nicht ausschalten, sondern entweder den Schaumtopf abnehmen
    oder den Topf erst leeren und dann den Hahn öffnen und das Flotat zurücklaufen lassen.

    Hallo Mark,

    gelöstes anorganisches Phosphat (das was Aquarientests messen) kann von Korallen,
    Algen und Bakterien verwendet werden. An die Phosphatdepots kommen Korallen
    nur indirekt, nämlich dann, wenn sich die Depots allmählich lösen. Bakterien und Algen
    können sich dagegen direkt auf Phosphatablagerungen ansiedeln und diese nutzen,
    ein strategischer Vorteil gegenüber Korallen.

    Tatsächlich pendelt sich im Aquarium ein Gleichgewichts-Phosphatwert ein, wenn
    die Bedingungen stabil sind. Allerdings kannst du dich nicht darauf verlassen,
    dass Phosphatdepots den Phosphatwert schnell genug puffern, wenn es eine plötzliche
    Änderung z.B. durch den Einsatz von großen Mengen Adsorber gibt. Dann kann auch
    bei vorhandenem, aber nicht schnell genug erreichbarem Phosphat ein Mangel
    bei den Korallen entstehen.

    Hallo Mark,

    1° pro Tag ist ein Richtwert bei dem man sich sicher sein kann,
    das kein Beckeninsasse gestresst wird. Diese Dosierung musst
    du nicht über 24 Stunden verteilen, sondern du kannst sie auf einmal
    ins Technikbecken oder langsam in die Strömung zugeben.

    Hallo Oliver,

    ich würde so vorgehen:

    - die Messung überprüfen. Hast du auch bei 3 aufeinanderfolgenden Messungen dieses Ergebnis?
    Interessant ist auch, ob du bei der Messung des Beckenwassers den Wert 5 mg/l erhältst.
    - wenn sich die Werte mehrmals so bestätigt haben kannst du einen Fehlerfaktor 3 verwenden.
    Anzeigewert 10 mg/l bedeutet realer Wert 30 mg/l,
    Anzeigewert 5 mg/l bedeutet realer Wert 15 mg/l.
    Damit kann man leben.

    Hallo Stefanie,

    das ist richtig. In der Einfahrphase kann man mit einem Nitrittest feststellen,
    ob die Nitrifikation schon in Gang gekommen ist. Danach kann man ihn
    einem befreundeten Süßwasseraquarianer schenken :winking_face:

    @Reinhard: Der Sauerstoff ist nicht der Feind der Stickstoffverbindungen,
    es sind die Bakterien. Wie so oft ist die Biologie mächtiger als die Chemie :frowning_face:

    Hallo Ralf,

    die LEDs haben eine integrierte Optik, die meist ca. 120 Grad hat.
    Du hast geschrieben, dass deine Lampe mit 60 Grad angegeben ist,
    dann hat sie zusätzliche Optiken. Du siehst das ganz leicht, ob über
    den LEDs noch Kunststofflinsen angebracht sind.
    Und entscheidend ist am Ende eh, ob dir die Ausleuchtung gefällt
    und ob alle Tiere hell genug stehen.

    Wenn keine Schutzart angegeben ist, kannst du nach folgender Faustregel vorgehen:
    - aktive Lüftung = nicht spritzwassergeschützt = mehr Abstand nötig
    - passive Lüftung und keine offensichtlich unabgedeckten elektrischen Komponenten
    an der Lampe sichtbar = wahrscheinlich spritzwassergeschützt = weniger Abstand möglich
    Das ist kein 100% Kriterium, passt aber meistens.

    Hallo Ralf,

    der Abstand zur Wasseroberfläche hängt von mehreren Faktoren ab:
    - wenn die LED nicht spritzwassergeschützt ist (Schutzart IPX4 oder besser) muss gewährleistet sein, dass keine Wasserspritzer dran kommen.
    - je kleiner der Abstrahlwinkel, desto höher muss die LED hängen, um eine ausreichende Fläche auszuleuchten.
    60° ist sehr eng, wobei nach meiner Erfahrung der reale Abstrahlwinkel meist kleiner als der angegebene Winkel ist
    - und natürlich darauf achten, dass Korallen im obersten Bereich nicht durch zu kurzen Abstand durch zu hohe Beleuchtungsstärke geschädigt werden.

    Hallo zusammen,

    das Thema LED scheint noch viele Geheimnisse zu bergen :winking_face:
    Oder anders gesagt: vieles hat sich noch nicht herumgesprochen
    bzw. wurde noch nicht gelesen. Ich mach's kurz mit 2 Punkten:

    1. HQI und T5 strahlen einen (nicht unerheblichen) Teil ihrer elektrischen Leistung
    als Wärme ins Aquarium. Das kann im Winter in einem schlecht beheizten
    Zimmer den Vorteil haben, dass das Wasser nicht zu kalt wird (über den Sommer will
    ich an dieser Stelle nicht reden...). Muss man an den kältesten Tagen wegen der
    LED-Beleuchtung Heizstäbe einsetzen, dann ist die übers Jahr benötigte Energie
    natürlich nur ein Bruchteil dessen, was von den herkömmlichen Leuchten für die
    Wärmeerzeugung verbraucht wird. Im ungünstigen Fall noch unter 25%, in einem
    beheizten Wohnraum deutlich weniger.
    Dafür spart man sich den Stromverbrauch der Kühlgeräte.

    2. Im Naturkundemuseum Karlsruhe planen wir gerade ein 240.000 Liter Becken
    mit Steinkorallen. Die ursrprünglich angesetzten 23.000 Watt HQI-Beleuchtung
    werden durch unter 10.000 Watt LED ersetzt. Keine Energieersparnis?

    Hallo Andy,

    du hast einen interessanten Ansatz entwickelt, der allerdings einen wichtigen Punkt nicht berücksichtigt: Phosphatadsorber besteht nicht aus maximal oxidiertem Eisen,
    sondern ist ein Eisenoxyhydrat. Die reaktive Oberfläche besteht aus Sauerstoffatomen, an denen je nach pH unterschiedlich viele Protonen angelagert sind. Je mehr
    Protonen vorhanden sind, desto mehr Phosphat kann adsorbiert werden. Ozon kann wiederum leicht mit den Protonen reagieren und damit den Adsorber unwirksam machen.

    Wie sich deine Konstruktion quantitativ auswirkt, d.h. wie sehr die Adsorberwirkung eingeschränkt wird, kannst du am besten mit Phosphatmessungen am Ausgang ermitteln.
    Vergleiche einfach die Werte mit und ohne Ozoneinsatz.

    Bei Einsatz eines Fließbettfilters hast du das Bakterienproblem übrigens nicht.

    Hallo Bernd,

    das ist eine sehr teure und umständliche Methode, um den Abschäumer ein bisschen zu entlasten
    und die Kalkwasser- oder Natriumcarbonatzugabe ein wenig zu reduzieren.
    Den Nitratgehalt kannst du auf diese Weise leider nur wenig verringern.

    Hallo Montgomery,

    eine mögliche Ursache für ein Fischsterben nach dem Wasserwechsel könnte die Zugabe von Chlor durch
    den Wasserversorger sein. Dies wird aus hygienischen Gründen bei Leitungsschäden und anderen Problemen,
    z:B. Verunreinigungen durch Hochwasser gemacht.

    Wenn du Leitungswasser verwendest, solltest du es unbedingt durch ein Aktivkohlefilter laufen lassen, bevor du es verwendest!

    Du kannst auch versuchen, Aktivkohle in deinem Aquarium einzusetzen. Aber wahrscheinlich ist es dafür zu spät.

    Hallo Dietmar,

    du hast recht, bei einem Aräometer musst du immer auch die Temperatur messen, um eine Aussage machen zu können.
    Die meisten Refraktometer sind dagegen über einen ausreichenden Bereich temperaturkompensiert, zumindest für
    tropische Aquarien.