Beiträge von Armin Glaser

    Hallo Christian,

    als Zusatzbeleuchtung für den Kringeleffekt sind diese LED nicht besonders geeignet.
    Sie sind recht schwach, außerdem erzeugen LED-Cluster keinen starken Kringeleffekt.
    Sie sind eher für diejenigen geeignet, die zu starke LED-Kringel nerven.

    Für die Kringel sind die 3 Watt LEDs, die Alex erwähnt hat, besser geeignet.

    Aber sinnvoll für die Meerwasseraquaristik können diese 10 W LEDs tatsächlich sein:
    Ich betreibe mit einem einzigen dieser Strahler ein 80er Mittelmeeraquarium.
    Allerdings ohne Korallen.

    Hallo Peter,

    Natrium: 10378 zu 13351
    Kalium: 430,64 zu 518,3
    Calcium: 431,23 zu 479
    Magnesium: 1210,59 zu 1494
    Strontium: 6,34 zu 4,97

    Da ich deinen Werten vertraue bestätigen die Werte, die Patrick erhalten hat,
    mein Misstrauen in ICP-OES Messungen im Meerwasser. Wobei die Hauptelemente
    eigentlich ordentlich messbar sind, wenn man sich Mühe gibt.

    Danke, dass du die Gegenmessungen durchgeführt hast.

    Hallo Corinna,

    so richtig böse Fische, die die Z.leptacantha einschüchtern können,
    hab ich eigentlich nicht im Becken. Der Größte ist ein Rotmeerdoc.

    Aber einen Tipp zur Schwarmbildung bei Demoisellen hab ich noch:
    im Vivarium haben wir sie zu einer ausgewachsenen Netzmuräne gesetzt.
    Das klappt phantastisch, sie tun sich gegenseitig überhaupt nichts (ich meine die Demoisellen untereinander :winking_face: )

    Hallo Sven,

    um aus solch einer Analyse die Salinität zu berechnen bräuchtest du
    die Konzentrationen der Haupt-Kationen UND der Haupt-Anionen.
    Die Anionen fehlen leider komplett, was prinzipbedingt ist.

    So bleibt hier nur die Möglichkeit, davon auszugehen, dass die Lösung
    in ihren Ionenverhältnissen natürlichem Meerwasser entspricht. Dann kann
    man über die Na-Konzentration eine Salinität errechnen.

    Das mit der Kaliumchlorid-Lösung ist folgendermaßen: Die Salinität nach der PSU-Skala
    ist über den Leitwert definiert. Als Referenz für den Leitwert nimmt man eine definierte Kaliumchlorid-Lösung.

    Hallo Andi,

    das wäre mal ein spektakuläres Beispiel für eine Natriumchloridanreicherung, wenn kein NaCl-freies Salz,
    sondern nur Calciumchlorid und Natriumhydrogencarbonat eingesetzt wird! Die Na-Anreicherung wäre
    übrigens in deinem Beispiel sogar 5,5 mg/d. Es würde dann etwa ein Jahr ohne Wasserwechsel dauern,
    bis ein solcher Wert erreicht werden könnte.

    Allerdings würde ich ohne Kenntnis der Chloridkonzentration und der Salinität der Probe eine solche Aussage nicht wagen.

    Hallo Patrick,

    eine interessante Analyse. Ich hoffe, das Labor hat Erfahrung mit Meerwasser.


    Na: 13351 mg/l = sehr hoch. Dann müsste dein Salzgehalt ca. 42 g/l sein. Der sollte bei so einer Analyse unbedingt angegeben werden
    Mg: 1494 mg/l = ebenfalls etwa 14 % zu hoch
    Ca: 479 mg/l = ebenfalls etwa 14 % zu hoch
    K: 518,3 mg/l = 27% zu hoch. Gefährlich!
    Sr: 4973 mg/l = die Einheit ist µg/l. Das ist etwas niedrig. 8100 bzw. bei deinem Salzgehalt etwa 9500 wäre normal
    B: 2438 µg/l = zu wenig. 4500 wäre normal
    Li: 212,7 µg/l = etwa normal
    Be: <0.0302 µg/l = 150 mal mehr als im Meer. Dieser und alle folgenden Punkte in den Zahlen sollen wohl Kommas sein!
    Ba: 80.249 µg/l = 5 mal mehr als im Meer
    Ti: <0.7044 µg/l
    V: 1.227 µg/l = etwa normal
    Cr: <1.128 µg/l = keine klare Aussage möglich, da Nachweisgrenze zu hoch
    Mn:<0.1365 µg/l = keine klare Aussage möglich, da Nachweisgrenze zu hoch
    Fe:<0.2966 µg/l = keine klare Aussage möglich, da Nachweisgrenze zu hoch
    Co: 1.734 µg/l = 1000 mal mehr als im Meer
    Ni: 2.709 µg/l = 5 mal mehr als im Meer
    Cu: 1.624 µg/l = 6 mal mehr als im Meer
    Zn: 136.8 µg/l = 350 mal mehr als im Meer
    Al: 4.890 µg/l = 100 mal mehr als im Meer
    Si: >240.0 µg/l = normal
    As: <0.2404 µg/l = weniger als im Meer
    Sb: <6.493 µg/l = keine klare Aussage möglich, da Nachweisgrenze zu hoch
    Sn: <0.8252 µg/l = keine klare Aussage möglich, da Nachweisgrenze zu hoch
    Cd: <0.0981 µg/l = normal
    Se: <7.434 µg/l = keine klare Aussage möglich, da Nachweisgrenze zu hoch
    Mo: 13.742 µg/l = 1300 mal mehr als im Meer
    Hg: <0.6123 µg/l
    P: 15.346 µg/l = 0,046 mg/l PO4. Ist oK.
    Pb: 1.774 µg/l = 900 mal mehr als im Meer
    I: 8.939 µg/l = sehr wenig, unbedingt nachdosieren!

    Was du aus den Angaben schließen kannst, ist folgendes:
    - Unbedingt die Salinität (Salzgehalt, Dichte) prüfen und korrigieren
    - Iod nachdosieren
    - auf keinen Fall irgendwelche kaliumhaltigen Mittel zugeben
    - und Nitrat messen, das fehlt nämlich bei deinen Angaben

    Außerdem würde mich persönlich interessieren, welche Methode und welches Gerät das Labor verwendet hat.

    Hallo Reinhard,

    Gegendruck reduziert die Leistung der UO, deshalb meinte ich auch,
    dass Daniela ausprobieren muss, ob es überhaupt geht.

    Daniela: Optimal wäre folgender Aufbau:
    Im Keller eine Boosterpumpe, dann die Membran und das Permeat
    in einem Behälter sammeln. In diesem eine weitere Pumpe installieren,
    die das Wasser nach oben befördert.

    Aber vielleicht funktioniert auch ein einfacherer Aufbau.

    Hallo Daniela,

    den Mischbettfilter brauchst du nur, wenn du Angst vor Silicat hast :winking_face:

    Es ist sinnvoll, den Silicatwert in deinem Leitungswasser zu messen,
    davon 95% abzuziehen und dann zu überlegen, ob das Restsilicat
    wirklich ein Problem ist. Viele Schwämme z.B. freuen sich über
    ein bisschen Silicat im Wasser.

    Bei deinem Systemaufbau mit den 2 Stockwerken mussst du ausprobieren,
    ob der Druck nach der Anlage reicht, um genug Wasser nach oben zu fördern.
    Wenn du die UO ins obere Stockwerk stellst, geht etwas Druck für die UO verloren.
    Wenn du eine Boosterpumpe verwendest ist das egal, dann kannst du die Anlage
    so aufbauen, wie es am praktischsten für dich ist.

    Hallo Frank,

    Salzmischungen sind ein heikles Thema!

    Da die meisten Salzhersteller nicht einmal die Makroelementzusammensetzung ihrer Mischungen angeben,
    von "Spurenelement"-Angaben ganz zu schweigen, bleibt dir nur eins übrig:

    Nimm ein Produkt, mit dem es langjährige gute Erfahrungen gibt. Und lass die Finger von unbekannten Schnäppchen.

    Hallo Chappy,

    wenn dich das Thema Aktivkohle genauer interessiert, lies einfach mal die Seiten 145-152 im Ratgeber Meerwasserchemie
    (es gibt nämlich auch Bücher, deren Aussagen wissenschaftlich belegt sind :winking_face: )

    Dosieranleitungen sind immer nur Anhaltspunkte, da die individuellen Beckenbedingungen stark differieren.
    Grundsätzlich würde ich immer so wenig Kohle wie möglich verwenden, das heißt in deinem Fall mit einer
    kleinen Menge beginnen und ein paar Tage abwarten. Wenn der Gelbstich noch zu stark ist, die kleine Menge
    durch eine etwas größere Menge austauschen usw.

    Die Anwendung von frischer Aktivkohle verändert die Wasserzusammensetzung (organische Stoffe und daran gebundene
    Nährstoffe und Spurenelemente), daher kann sich die Verwendung von zu großen Mengen sehr negativ auf das Aquarium auswirken.

    Die Abgabe von an Aktivkohle gebundenen Giftstoffen brauchst du dagegen nicht zu befürchten.

    Hallo Daniela,

    deine Enthärtungsanlage wird mit einfachem Kochsalz regeneriert.
    Das entfernt Calciumionen und ersetzt sie durch Natriumionen,
    die keinen Kalk bilden. So gibt es keine Kalkflecken und keine
    verkalkten Osmosemebranen.

    Phosphat wird durch Osmose wie alle anderen Ionen zu 95-99% entfernt.

    Hallo Marc,

    Algen mögen viel Licht, viel Nitrat und viel Phosphat.
    Allerdings können sie einen oft überraschen und auch ohne
    große Mengen von Nährstoffen gut wachsen.

    Das Beste ist, wenn du mit deinen Einsiedlern im Team arbeitest:
    Du reißt die langen Algen raus, die Einsiedler sorgen dafür,
    dass die kurzen Reste nicht mehr nachwachsen. Die längeren
    Algen mögen sie nämlich nicht so gern.

    Hallo Sascha,

    es wundert mich, dass deine Einsiedler die Röhrenwürmer in Ruhe lassen.
    Sie scheinen sehr gut ernährt zu werden. Einem kleinen Krugfisch,
    einem Seegras-Feilenfisch oder auch manchen Lippfischen würden
    deine Röhrenwürmer sicher schmecken. Aber eigentlich ist es doch schön, dass sie da sind.

    Zu deinem Messproblem: Verdünne deine Probe mit dem Faktor 2,
    d.h. statt 5 ml Probe 2,5 ml Aquarienwasser und 2,5 ml destilliertes Wasser.
    Nach der Messung das Ergebnis mal 2 nehmen.

    Ich würde aber auf jeden Fall mal mit einem Meerwasserstandard (Referenz)
    überprüfen, ob irgendetwas bei der Messung schief läuft.

    Hallo Jan,

    die geringe GH in Danielas Wasser kommt durch einen Ca-Na-Ionenaustauscher zustande!
    Die vielen Natriumionen muss der Kationenaustauscher trotzden entfernen.

    Für eine Umkehrosmose, vor allem mit Boosterpumpe, ist das hingegen die optimale
    Voraussetzung, da die Osmosemembran durch den Enthärter nicht verblockt.

    Hallo Sascha,

    normalerweise haben diese Röhrenwürmer eine Menge Fressfeinde,
    so dass sie sich im Aquarium kaum halten können. Bei mir besiedeln
    sie nur das Technikbecken, wo es weder Fische noch Garnelen oder
    Einsiedlerkrebse gibt.

    Was hast du außer den Grundeln noch im Aquarium?

    Hallo Hans-Werner,

    Zitat: "Der Standpunkt, ich beschäftige mich damit nicht aber ich habe recht, ist schon etwas schwach."
    Wie soll ich das interpretieren? Spekulieren = Beschäftigen, Messen = nicht beschäftigen? Seltsame Logik.

    Zum Thema Chelatoren: Du hast doch in früheren Beiträgen einige Male Siderophore erwähnt.
    Ist dir dabei nicht aufgefallen, dass es sich hier um ein Beispiel für Bioverfügbarkeit durch Chelatisierung handelt?

    Hallo Kai,

    bei hoher KH und hohem Calciumgehalt besteht natürlich die Gefahr der Calciumcarbonatausfällung.
    Dann fällt die KH, das ist wahrscheinlich das, was du beobachtest hast. Bei einer solchen Ausfällung
    plumpst nicht einfach ein Kalkbrocken auf den Boden, das sind feine Kristalle, die sich im ganzen
    Becken verteilen können.

    Zu deiner Kaliummessung: wie hast du diesen Wert ermittelt? Er erscheint mir nicht realistisch.
    Ich empfehle dir dringend, vor der Zugabe von Kalium eine Wasserprobe an Peter Gilbers zu schicken,
    der ermittelt dir dann einen zuverlässigen Kaliumwert.

    Hallo Alex,

    wenn bei dir so unterschiedliche Lebewesen wie Korallen, Fische und Krebse sterben,
    dann hast du wahrscheinlich entweder eine große Menge Ammoniak im Wasser
    (das kannst du mit einem Ammoniaktest überprüfen), oder es ist ein Giftstoff
    in dein Aquarium gelangt. Sind/waren irgendwelche Lösungsmitteldämpfe, Farben
    oder ähnliches im Zimmer? Oder ist vor kurzem ein giftiges Tier (z.B. Seegurke) gestorben?

    Hallo Hans-Werner,

    Zitat: "...die bioverfügbare organische Substanzen in wenig bioverfügbare organische Substanzen, insbesondere auch Bio-Chelatoren, umbaut"

    Chelatisierte Metalle würde ich nicht pauschal als nicht bioverfügbar bezeichnen, eher als "gepuffert". Durch Chelatisierung wird die Wirkung
    einer Konzentrationsspitze abgemildert, es wird aber auch immer wieder nachgeliefert. Ein Gleichgewicht eben.

    Ich betrachte es in diesem Zusammenhang auch mit großem Interesse, dass in letzter Zeit die Zugabe von Biochelatoren wie z.B. Alginaten
    sehr in Mode gekommen ist. Gerade auch bei Vertretern der Schwermetallzugabe. Honi soit qui mal y pense.

    Ich versuche mal ein gutes Foto von meiner Heliopora hinzukriegen, die ähnlich dasteht wie die auf deinem Foto. Aber ich gebe schon
    im Voraus zu, dass du einfach bessere Fotos machst als ich.

    "Ohne die von der Mikrobiologie gebildeten organischen Substanzen würdest Du gar nicht die Mengen an Spurenmetallen finden, die Du mit Deinen Untersuchungsmethoden findest."

    Hallo Hans-Werner,

    da ist wohl einiges in Vergessenheit geraten: Die großen Mengen an Schwermetallen habe ich auch in frisch angesetztem Meerwasser gefunden, das nur aus Salzmischung
    und Reinstwasser (UO + Vollentsalzer) bestand.

    Hallo Hans-Werner,

    wenn deine Schwermetallzugaben so niedrig sind, wie du es hier beschreibst,
    reichen sie tatsächlich nicht aus, um relevante Phosphatmengen zu fällen.

    Du wirst mich aber voraussichtlich nie davon überzeugen können Skelettuntersuchungen
    durchzuführen. Denn hinter diesen und ähnlichen Untersuchungen steckt die Vorstellung
    von Schwermetallmangel im Meerwasseraquarium, die ich durch viele Wasseruntersuchungen
    schon lange widerlegt habe.

    Da finde ich eher noch empirische Untersuchungen mit Schwermetall-Überdosierungen
    interessant, die wohl den einen oder anderen interessanten Effekt bringen können.

    Allerdings bin ich weiterhin skeptisch wegen möglicher Langzeitwirkungen.
    Alle Riffaquarien, die ich kenne und die schon mehr als 10-20 Jahre stabil laufen,
    werden ohne Schwermetallzugaben betrieben.