Beiträge von Armin Glaser

    Hallo Rene,

    wenn du die Dichte ebenfalls bei 25,6 Grad gemessen hast, dann entspricht sie einer Salinität von 34,8.
    Dann hast du 3 verschiedene Salinitätswerte: 33,8, 34,8 und 36.

    Wenn du ein großes Aräometer verwendet hast, z.B. das von Tropic Marin,
    dann würde ich diesem Wert am ehesten trauen.

    Aber messe doch einfach mal eine Meerwasserreferenz, z.B. die von Fauna Marin.
    Damit kannst du zumindest das Refrak und das Leitwertmessgerät überprüfen.

    Hallo Stephan,

    über die CO2-Zugabe kannst du den pH nur senken, nicht erhöhen.
    In Riffaquarien ist der pH aber öfter zu niedrig als zu hoch.
    Außerdem ist es sinnvoller, den pH-Wert, der sich im Aquarium einstellt,
    zu akzeptieren wenn er innerhalb sinnvoller Grenzen liegt. Und nicht eine
    zusätzliche Steuerung einzusetzen, die defekt werden kann.

    Dein pH-Wert liegt übrigens im optimalen Bereich.

    Schau dir im Ratgeber Meerwasserchemie nochmal die Seiten 63-67 an,
    da sind die Vor- und Nachteile der verschiedenen Kalkzugabemethoden beschrieben.

    Hallo Mandarinfisch,

    die Zugabe von organischem Kohlenstoff fördert das Wachstum und den Stoffwechsel heterotropher Bakterien,
    zu denen auch die Denitrifikanten wie z.B. Pseudomonas gehören.
    Insofern wirken Präparate wie NOPOX, das Acetat und Methanol enthält, und Wodka (Ethanol) ähnlich.

    Gibt man die Kohlenstoffquelle einfach ins Wasser, dann wachsen aerobe und anaerobe Bakterien im Aquarium,
    werden zum Teil von Korallen und anderen Organismen aufgenommen und können, wenn man Glück hat, auch im Abschäumer enden.
    In diesem Fall wird sowohl Stickstoff als auch Phosphor aus dem Aquarium entfernt.
    Ein Teil, oft der überwiegende Teil des Kohlenstoffs wird von den denitrifizierenden Bakterien dafür verwendet,
    um Nitrat in Stickstoffgas umzuwandeln. Auf diese Art wird nur Stickstoff aus dem Aquarium entfernt.

    Wie viel Kohlenstoff am Ende zur N + P Entfernung und wie viel nur zur N-Entfernung verwendet wird,
    ist in jedem Aquarium unterschiedlich. Es ist folglich Glücksache.
    Sicher ist nur, dass mehr Stickstoff als Phosphor entfernt wird.

    Wenn man die Stickstoff- und Phsophorentfernung weniger dem Zufall überlassen will,
    gibt es eine sichere Alternative: Stickstoffentfernung im Wodkafilter und Phosphorentfernung mit Adsorber.

    Hallo Thomas,

    zu deiner PO4-Frage:

    Die Phosphatfällung durch Kalkwasser wird oft überschätzt.
    Es handelt sich nicht um eine Calciumphosphatbildung, wie oft behauptet wird,
    sondern um eine Anlagerung an Magnesiumhydroxid.
    Dieses Mg(OH)2 löst sich schnell wieder auf und damit auch das Phosphat.

    Die einzige Möglichkeit, auf diese Weise Phosphat zu entfernen ist,
    das Kalkwasser in der Nähe das Abschäumereinzugs einzuleiten.

    Hallo Thomas,

    ein Anstieg über mehrere Monate von 10 auf 25 mg/l NO3 ist nicht kritisch.
    Schon gar nicht für Weichkorallen.

    Ich würde den Wert weiter beobachten. Wenn er weiter ansteigt,
    dann ist ein kleiner Nitratfilter wahrscheinlich die beste Lösung.

    Hallo Daniel,

    mir ist nach dem anderen Thread nicht ganz klar, wie der Zustand deines Wassers wirklich ist.
    Viel Ammonium und wenig Nitrat passt irgendwie nicht zusammen, außer du hättest alle deine
    nitrifizierenden Bakterien mit Antibiotika getötet. Da du auch seltsame Effekte bei deiner Ammoniummessung
    beschrieben hast, zweifle ich deinen Messwert an.

    Hat sich die verstärkte Futterzugabe schon auf deine Nährstoffwerte ausgewirkt?

    Zu deiner Ursprungsfrage: Aminosäuren kannst du ruhig zugeben, da du eh zu wenig
    verwertbare Stickstoffverbindungen im Wasser hast. Eine Zugabe in Form von Futter
    wäre aber viel sinnvoller, da dann auch die benötigten Phosphorverbindungen enthalten sind.

    Hallo Donovan,

    deine Überlegung ist prinzipiell richtig. Bei deiner Berechnung hast du aber
    das Kristallwasser im Salz nicht berücksichtigt. Richtig wäre, den Salzgehalt
    über die erreichte Salinität statt über die Zugabemenge zu ermitteln.

    Mir erscheint aber die traditionelle Methode einfacher:
    Täglich die vom Aquacalculator berechnete Menge NaCl-freies Salz
    mit dem CaCl2 und dem NaHCO3 zugeben und den Salinitätsausgleich
    beim regelmäßigen Wasserwechsel berücksichtigen.

    Hallo Daniel,

    beim Abbau von Aminosäuren entsteht immer Ammonium,
    das ist auch der Grund, warum Fische NH4 durch die Kiemen abgeben.

    Aminosäuren und die daraus aufgebauten Proteine werden zum Teil
    zum Körpermasseaufbau verwendet (Anabolismus) und zum Teil
    zur Energiegewinnung verwendet (Katabolismus). Aus dem katabolisch
    verwendete Anteil entsteht u.a. Ammonium.

    Hallo Jan,

    im Vivarium und in meinem privaten Aquarium laufen alle Aquarien mit UV.
    Seit ich mal erlebt habe, dass in einem Schaubecken mit uraltem Fischbesatz
    Pünktchen auftraten, nachdem jemand aus Versehen den Stecker der UV gezogen hatte,
    bin ich von der UV-Anwendung 100% überzeugt.

    Hallo Jan,

    ein Silicattest, am besten von Red Sea, ist eine gute Investition.

    Und danke für den Link. Ich weiß nicht, ob dort alle Threads so sind,
    mehr als den einen wollte ich mir nicht zumuten. Aber es scheint
    ein großes Potential an aquaristischer und sozialer Inkompetenz
    versammelt zu sein.

    Hallo Farshad,

    außer den schon erwähnten, nicht relevanten Abweichungen
    gibt es in puncto Temperatur höchstens noch eines zu beachten:
    Ca/Mg-Tests funktionieren nicht richtig, wenn die Probe zu kalt ist (unter 20°C).

    Hallo zusammen,

    gut, dass Martin das richtig gestellt hat!
    Haushalts-Enthärtungsanlagen sind reine Kationenaustauscher, die Mg und Ca gegen Na austauschen.
    Gesundheitlich nicht unbedingt sinnvoll und geschmacklich auch nicht jedermanns Sache,
    schont es immerhin Kaffeemaschinen und Umkehrosmoseanlagen.

    Da sich kaum noch Kalk auf der Membran bilden kann, arbeitet die UO so länger und effizienter,
    vor allem beim Betrieb mit einer Druckerhöhungspumpe.

    Mein Tipp zum Regeneriersalz: Im Supermarkt kostet das einfachste Tafelsalz auch nur ca. 30 Cent/kg.
    Das spart Platz :winking_face:

    Hallo GF,

    da hast du aber ein etwas zu einfaches physikalisches Weltbild.

    Wenn ein Gas in einer Menge, die die Sättigungsgrenze überschreitet,
    in einer Flüssigkeit produziert wird, dann muss es diese erst einmal verlassen können,
    bevor sich ein Gleichgewicht einstellen kann.Das ist ein Vorgang, der Zeit braucht.
    Oftmals viel Zeit. Und bis dahin ist die Flüssigkeit übersättigt.

    Sauerstoff wird durch Algen im Aquarienwasser produziert, daher
    haben wir das hier beschriebene Phänomen. Du findest Übersättigung aber übrigens
    auch z.B. im Brandungsbereich, durch heftige Durchmischung von Wasser und Luft.

    PS: Vor dem Kommentieren sollte bei Bedarf das Informieren stehen.

    Hallo GF,

    im Meerwasseraquarium kannst du tagsüber, wenn es gut mit Korallen
    oder auch Algen besetzt ist, Werte über 100%, also über 6,6 mg/l O2 messen.
    Nachts dagegen deutlich weniger. Ich messe z.B. um 19.30 Uhr 115%,
    um 10.30 unter 90%. Mein Aquarium ist eher fischlastig, aber auch gut mit
    Korallen besetzt. In einem Aquarium mit weniger Fischen wären die Werte höher,
    mit weniger Korallen wären sie tagsüber niedriger.

    Den Cyanos ist die O2-Sättigung ziemlich egal. Sie sind entweder völlig unabhängig
    davon (Heterocysten besitzende Cyanos) oder, was im Aquarium häufiger ist,
    sie suchen sich sauerstoffarme Zonen z.B. im Bodengrund. Oder machen diese sich selbst durch Biofilme.
    Dort macht es keinen Unterschied, ob die Sättigung im Außenwasser 90 oder 110% beträgt.

    Die Sauerstoffmessung im Meerwasseraquarium ist vor allem bei Ereignissen wie Bakterienblüten
    oder starkem Korallenablaichen sinnvoll. Dann können die Werte gefährlich tief sinken.

    Wieso sollte der O2-Gehalt im Süßwasser für Algen eine Rolle spielen? Meist wird nur O2 und CO2 verwechselt.
    Wenig Sauerstoff bedeutet meistens viel CO2 und umgekehrt. So entstehen dann auch in der Süßwasseraquaristik Mythen und Märchen...

    Hallo Ingrid,

    nein, NO3 ist nicht die Energiequelle, sondern der Elektronenakzeptor.
    Jeder Organismus benötigt Kohlenstoff, jeder heterotrophe Organismus
    in Form von organischen C, z.B. Ethanol. Aus der Oxidation dieses
    organischen Stoffes bezieht er dann seine Energie.

    Und so schnell geht das PO4 nicht in Lösung, sonst würde man ja
    auch beim Adsorbereinsatz nicht so einen schnellen und deutlichen Effekt sehen.

    Hallo Ingrid,

    ja klar: Denitrifikanten sind heterotroph. Wird ihnen zusätzlicher
    organischer Kohlenstoff angeboten und ist genug NO3 im Wasser,
    dann legen sie richtig los.

    Das lässt sich auch ganz einfach an den NO3 und PO4 Werten
    nachvollziehen, wenn man Wodka zugibt. NO3 nimmt nach meiner
    Erfahrung immer deutlich stärker ab, als es dem N/P-Verhältnis
    von ca. 10/1 entspricht, das sich bei reinem Biomasseaufbau ergeben würde.

    Hallo Micha,

    da sprichst du ein trauriges Thema an. Ich verwende die Dinger auch gerne und
    mir ist ebenfalls aufgefallen, dass sie immer schwieriger zu bekommen sind.
    Eigentlich nur noch in China ohne CE-Zeichen und ohne Euro-Steckdosen.

    Aber eigentlich warte ich schon lange darauf, dass es endlich mal eine zehnfach Schaltuhr gibt,
    die einzeln programmierbar ist.

    Hallo Torben,

    wenn deine Werte so stimmen, dann ist das ein klassischer Fall
    für einen Nitratfilter. Dort kannst du z.B. mit Wodka oder einer anderen
    Kohlenstoffquelle Nitrat entfernen.

    Die Wodkamethode kann dir ebenfalls helfen, denn sie stimuliert
    hauptsächlich die Denitrifikation. Der phosphatreduzierende Effekt
    durch Bakterienwachstum, -zerfall und -abschäumung spielt
    eine untergeordnete Rolle. Da man bei dieser Methode aber nie
    sicher sein kann, welche Bakterien außer den Denitrifikanten
    gefördert werden, ziehe ich den Nitratfilter vor.

    Hallo GF,

    ich mag Märchen auch, bloß nicht in der Aquaristik.

    In Meerwasser lösen sich bei 25°C nur 6,6 mg/l O2.
    Der von dir genannte Wert von 8,0 mg/l gilt nur in Süßwasser.

    Die Strömung bedingt nur einen Teil des Gasaustauschs,
    der größere Teil findet im Abschäumer statt (größere Geschwindigkeit
    der Oberfläche, größere Gas/Wasser-Grenzfläche). Dabei spielt der
    Topf keine Rolle, er sorgt nur dafür, dass Nährstoffe entnommen werden.

    Der Abschäumer gibt Gase ab oder nimmt sie auf, das kommt auf die
    Konzentrationen im Wasser und in der Umgebungsluft an. So wird er z.B.
    Sauerstoff in einem stark mit Korallen besetzten Aquarium tagsüber aus
    dem Wasser entfernen (O2-Übersättigung im Wasser) und nachts einleiten
    (O2-Untersättigung).

    Sauerstoff wurde schon oft gemessen. Ich z.B. mache das häufig,
    da es inzwischen sehr komforttable Messmethoden dafür gibt, z.B. das hier:
    http://labstuff.eu/product_info.p…-Cond--ORP.html

    Hallo Daniel,

    ich würde das Absterben nicht unbedingt auf eine einzige Ursache reduzieren.
    Für mich sieht es so aus, dass die Schwächung durch fehlende Nährstoffe
    der Ausgangspunkt waren, die Anwendung von großen Klebermengen haben den
    geschwächten Korallen dann den Rest gegeben. Gesunden Korallen hätte
    der Kleber nichts ausgemacht.

    Also ganz schnell ein kleine Menge Nährstoffe ins Aquarium!
    Ausführlich Füttern ist die sicherste Methode.

    Und natürlich alle Stickstoff- und Phospahtentferner weglassen.

    Hallo Klaus,

    ich schätze Henning Wieses Arbeit sehr.
    Aber das Ergebnis, dass eine T5 2,5 mal so effizient wie eine HQI sei,
    kann ich nicht nachvollziehen.

    Dann müssten 400 W T5 eine 1000 W HQI ersetzen.
    Das habe ich in der Praxis noch nie erlebt.