Na immerhin ein guter Anfang. Vielleicht hat ja noch jemand eine Idee. Ich fürchte halt, dass er bei mir irgend einen Nachbarn (trotz Abstände) nicht mag.
Gruß
Bernd
Na immerhin ein guter Anfang. Vielleicht hat ja noch jemand eine Idee. Ich fürchte halt, dass er bei mir irgend einen Nachbarn (trotz Abstände) nicht mag.
Gruß
Bernd
Hallo Wolfgang,
danke für die Informationen. Den Tipp mit den Steinen werde einmal ausprobieren. Allerdings habe ich viele Algenfresser ( Paracanthurus hepatus, Zebrasoma flavescens, Siganus vulpinus und Pomacanthus narvarchus sowie viele kleine Einsiedler) im Becken (umgekehrte Verhältnisse wie bei Dir - 400 l Riffbecken und knapp 1000 l Algenbecken), da wird für den Diadem nicht viel übrig bleiben. So lange ich mehr Weichkorallen und LPS im Becken hatte war er friedlich, hat auch nie etwas umgeworfen, aber wie gesagt, eine Acropora hat er rasiert.
Viele Grüße
Bernd
Hallo Sebastian,
super! Hast Du etwas besonderes gemacht oder sind die Polypen von ganz allein gekommen? Meine "schlafen" immer noch.
Gruß
Bernd
Hallo Wolfgang,
welches Futter schlägst Du als Dauerlösung vor? Irgendwann ist der natürliche Aufwuchs abgenagt. In der Literatur wird allgemein "pflanzliche Nahrung" angegeben. Mein Diademseeigel war beim Kauf 8cm groß, jetzt knapp 20. Er hat übrigens nie Fadenalgen angerührt, auch keine Caulerpa.
Gruß
Bernd
Hallo Klaus
wusste ich nicht. Kenne leider die Beiträge des Forums noch nicht auswendig. Aber hast Du ein Problem damit? Manches finde ich auch nicht immer neu, gut oder richtig, aber manches richtige geht durch unrichtiges etwas unter. Oder gibt es Meinungsführer?
Viele Grüße
Bernd
Nichts, aber das habe ich ja auch nie behauptet.
Für die, die es interessiert:
Bild 1 und 6 zeigen das selbst gebaute Becken, dem Wohnzimmerstil angepasst
mit geschlossener Abdeckung trotz HQI (also ohne Streulicht und Raumfeuchtigkeit)
Bild 2 zeigt des "Technik-/Algenbecken" in der Werkstatt (hässlich, improvisiert, aber bestes handhabbar)
Bild 3: Aufüllautomatik für Kalkwaser aus Kuststofffässern aus dem Baumarkt (natürlich gibt es ganz tolle im Handel, die viel schöner aussehen, gleich gut funktionieren, aber nicht gleich viel kosten)
Bild 4: Abschäumer aus grauem Plastikrohr (Dachrinnenzubehör - im Glashandel sind aber auch Rohre aus Acrylglas in div. Größen erhältlich) Die Topwirkung kommt nicht vom Rohr, sondern von der Fadenradpumpe.
Bild 5: Ausschnitt aus dem Riffbecken mit gemischter "Besatzung". Alle Korallen aus Ablegern gezogen.
Allen ein glückliches neues Jahr
Bernd
meine Bilder:
Hallo zusammen,
noch besser gehrt es mit einer Eisensäge, die schneidet feiner. Im Becken festgeklebte gehe ich bei Bedarf einfach mit einem Sägeblatt an.
Viele Grüße
Bernd
Hallo Wolfgang,
was ist ein "fehlgeleiteter Apppetit"? Mein Seeigel fraß jahrelang Salat und Kräuter, aber plötzlich schmeckten ihn auch Acropora, trotz der vorhandenen "geigneten" Nahrung! Leider konnte ich ihn nicht nach den Gründen fragen.
Vieles lässt sich eben nicht immer verallgemeinern.
Gruß
Bernd
Hallo, allen ein gutes neues Jahr,
die Luftfeuchtigkeit bei den offenen Becken bleibt wohl ein Dauerthema, auch wenn manche dies negieren. Aber physikalische Gegebenheiten bleiben:
- Die Verdunstungsrate hängt in erster Linie von der Wassertemperatur ab, nicht vom Raum.
- Warme Raumluft bindet die Feuchtigkeit, welche aber an kalten Stellen (Fenster o.a. Kältebrücken) wieder kondensiert. Feuchte Wände sind also solche, die kälter als die Raumluft sind.
- Der Hauptfehler liegt bei der Lüftungstechnik! Wie von Eulenspiegel schon richtig angemerkt, ganz kurz!!!, aber öfters lüften. Die warme, Feuchtigkeit bindende Luft wird explosionsartig nach außen getragen, der Raum aber nicht abgekühlt. Dauerspalte transportieren nur Wärmeenergie nach außen. 30 Min. Lüftung tragen vielleicht 1-2 Minuten Feuchtigkeit hinaus und in der Restzeit nur Kälte (und bei feuchter Witterung wieder Feuchtigkeit) hinein.
Eine Abdeckung mit Plexiglas (Acrylglas) oder Glas verhindert die Verdunstung wirkungsvoll. Plexi biegt sich nach einiger Zeit (aber kein Problem, einfach umdrehen). Aber Vorsicht bei nahen HQI-Birnen!
Normalglas kann platzen, wenn es durch HQI zu heiß wird und Wasser dann von unten dagegen spritzt. Im Glashandel kann man aber Sicherheitsglas kaufen. Dies wird nach dem Zuschnitt gebrannt, kann dann aber nicht mehr geschnitten werden. Es ist viel hitzebeständiger und auch nicht allzu teuer.
Viele Grüße
Bernd
Hallo Sebstian,
dass die T. nicht gleich ihre Polypen zeigt, ist nicht ungewöhlich. Meine wächst seit ca. 2 Jahren langsam aber beständig, hat trotz unterschiedlicher Platzierungen aber nur ganz, ganz selten ihre Polypen gezeigt (obwohl alle anderen Korallen sehr gut da stehen). Angeblich soll man mit Fütterungen nachts eventuell die Polypen heraus locken können (?), ich habe es aber noch nicht probiert.
Ein gutes neues Jahr
Bernd
Hallo Don Zappus,
ich stelle demnächst gern ein paar Bilder ein, aber brauche hierzu die Hilfe meines Juniors. Allerdings kann man von der Wirkungsweise wohl nicht allzu viel erkennen, da vieles eingebaut oder verbaut ist. Vielleicht zeichne ich auch ein paar Skizzen. Bei Interesse kannst Du aber auch gern einmal anrufen.
Gruß
Bernd
Hallo nochmals,
Pocillopora wünschen sehr starke Beleuchtung und hohe Wasserbewegung (aber kein harter Strahl). Auf den Bodengrund würde ich sie keinesfalls stellen. Vorsicht nur bei HQI, wenn sie beim Händler nicht darunter stand. Dann langsame Annäherung!
Die Korallenkrabbe braucht eigentlich keine besondere Fütterung. Sie frißt Reste von Trockenfutter, Muschelfleich, auch Algen. Wenn gezielte Fütterung, dann am Anfang nach dem Ausschalten der Beleuchtung (mit Futtertabletten z.B.) Meine hatte ihre Wirtskoralle bald verlassen, war lange nicht mehr sichtbar, tauchte aber plötzlich putzmunter wieder auf.
Gruß
Bernd K.
Hallo Mikeluebeck,
es handelt sich mit größter Wahrscheinlichkeit um eine Pocillopora (an den arttypischen Warzen erkennbar). Vermutlich ist es die P. verrucosa (häufig Wirtskoralle für Korallenkrabben), nicht auszuschließen ist aber auch die P. damicornis (wegen ihrer sehr variablen Form). Beide können von Natur aus braun sein, P.d. auch grün oder rosa, P.v. grün oder purpur. Aber die Farben sind wie Schall und Rauch. Unter neuen Bedingungen ändern sie sich oft, meist zunächst Richtung braun. Oft färben sie sich dann nach langer Eingewöhnung wieder langsam um. Aber bei mir haben z.B. Acroporableger vom gleichen Stock unterschiedliche Ausfärbungen je nach Standort im Becken.
P.v. und P.d. sind recht robust, wachsen bei mir aber viel langsamer als Seriatopora oder Acropora.
Gruß
Bernd K.
Hallo Mipo,
es könnte sich nach Deiner Beschreibung tatsächlich um den Schwarze Ohrenschwamm (Collospongia auri) handeln. Ich habe ihn bewußt und gern im Becken (bildet dekorative Krusten und soll Phosphat aufnehmen), er hält auch meistens (nicht immer) einen Sicherheitsabstand, wächst im hellen Bereich und Halbschatten (nicht an dunklen Stellen), kann aber auch zur Plage werden (feste Teile lassen sich meist nur mit einer untergeschobenen Pinsette lösen). Also überlegen: Vorteile nutzen und Aufwand einplanen oder sofort entfernen (was außer mir die meisten machen).
Gruß
Bernd
Hallo Jailwarrior,
meine Turbinaria wächst seit 3 Jahren, langsam aber stetig und hat auch noch nie Polypen gezeigt. Alle anderen Korallen stehen sehr gut da, also keine erkennbaren Störungen. Demnach: Ursache unklar, aber wohl kein Grund zur Sorge. Reine Vermutung: Manche Korallen beeinflussen sich, aber wer wem ?
Gruß
Bernd K.
Hallo Djenga,
eigentlich müsste sich der Mg-Gehalt sofort messbar erhöhen. Ist Deine Testreagenz noch ok? Ich persönlich führe überhaupt keine Mg-Lösungen zu, sondern verwende gute Salzmischungen (da ist genug drin). Sollte der Wert doch einmal sinken, filtere ich über Magnesiumgranulat (mit geringen Mengen). Der langsame Anstieg ist immer besser anstatt abrupter "Idealwerte"(Mg 3,25 zu Ca).
Gruß
Bernd K.
Hallo Trefferversenkt,
vielleicht bin ich missverstanden worden. Ich plädiere nicht für Riesenbecken, aber mein sicher sehr großes "Technikbecken" macht die Sache gerade nicht teuer! Zwar entstehen Heizkosten, aber das Becken wird im Winter gut isoliert (man will ja nichts anschauen). Die Menge des regelmäßigen Wasserwechsels (seit Jahren bei mir völlig ausreichend: nur 50 l alle zwei Wochen) bezieht sich nur auf den tatsächlich belasteten Bereich (Riffbecken), der große Rest ist ja nur Filtervolumen. Hierfür brauche ich weniger Aufbereitungstechnik, vor allem spare ich mir viele teure Kompaktgeräte und Steuerungen, die man z.B. für ein kleines Technikbecken im Unterschrank benötigt. Vor allem kann ich viele Anlagen der Marke Eigenbau einsetzen. Die müssen dann nicht schön und kompakt sein, sondern nur funktionieren. Und auf die Algenfilterung schwöre ich. So mancher Todeskanditat, im Handel billig erwoben, hat sich bei mir ohne Medikamente wieder aufgerappelt.
Gruß
Bernd
Hallo Freunde,
viele Wege führen nach Rom und viele verschiedene Konzepte in der Aquaristik sind fraglos erfolgreich. Mir liegt es völlig fern, irgend jemand etwas aufzuschwatzen. Ich bin neu in dem Forum, habe aber die Meeresaquaristik in fast 40 Jahren ihrer Entwicklung (mit Fehlern, neuen Wegen und auch Erfolgen) mitgemacht. Das eine oder andere habe ich naturgemäß beobachtet, so z.B. die optische Entwicklung der Aquarien, die Frage des Raumklimas oder die Angebote auf dem mittlerweilen gigantischen Technikmarkt. Wer hier kein Problem hat sei glücklich und fühle sich nicht angesprochen und vor allem bitte nicht kritisiert! Aber die Luftfeuchtigkeit im Wohnraum war z.B. als Problemfall gerade ein Thema im Forum. In der Süßwasseraquaristik waren Gestaltungsfragen unter dem Begriff "Holländische Aquarien" lange Zeit zentrale Themen, in der Meeresaquaristik wohl eher nicht. Aufgefallen ist mir in den letzten Jahrer vor allem ein immer mächtigerer run zu teurer Technik. Da ist ein gigantischer Markt entstanden. Schön wer mitmachen will und es auch kann, aber es geht manchmal auch einfacher. Für die, die es interessiert, möchte ich meine Lösungen darstellen, vielleicht kann man eine Anregung brauchen. Wem`s nicht zusagt, wegklicken und vergessen. Für Anregungen und Diskussionen bin ich natürlich sehr dankbar, denn auch bei mir ist die lange Entwicklung nicht abgeschlossen.
Für die, die es interessiert: Zum Thema Selbstbau einer automatischen Auffülleinrichtung und eines Abschäumers habe ich im Forum im Beitrag "Planung eines Würfels" von Brustwarze etwas geschrieben.
Sorry, aber ich bin ein Comuterdepp und kann mit dem Hinweis nichts anfangen. Vielleicht geht es für einen Rentner auch auf deutsch?
Danke
Bernd
Hallo Brustwarze,
die Lösung mit dem separten Raum ist sehr gut. Siehe hierzu vielleicht auch meinen heutigen Beitrag. Die Höhe von 80 cm bedeutet allerdings, dass Du - falls kein Riese - mit den Händen nicht bis auf den Boden greifen kannst.
Beleuchten würde ich auch gemischt mit T5 und HQI, denke aber an die Länge der Leitungen zu den EVG. Billige 12 V Halogenspotts eignen sich gut, um z.B. eine besondere Koralle hervor zu heben. Als Pumpen reichen bei nicht bestehendem Höhenunterschied m.E. die Oceanrunner. Die haben Power, sind preisgünstig, brummen aber etwas. Zwei Stück im Wechsel geschaltet (billige Zeitschaltuhr reicht) mit unterschiedlichem Austrittsbereich schaffen eine gute Umwälzung. Absoluter Powerstrom wird von vielen Korallen sogar übel genommen.
Meinen Abschäumer habe ich mit grauem Plastikrohr aus dem Baumarkt (für Abflußrohre - Durchmesser 10 cm) selbst gebaut. Als Pumpe verwende ich eine Fadenradpumpe (s. Mruzek-Onlineshop). Die schäumt wie verrückt. Der Reaktionsraum sollte daher variabel anpassbar sein (Zwischenmuffe für die Rohre aus dem Baumarkt). Der Abschäumer funktioniert super gut!
Eine Auffüllautomatik habe ich mittels einen grünen Plastikregenfasses (Baumarkt, Vorratsbehälter), einer kleinen Universalpummpe und eines Niveaureglers gebaut. Die Pumpe drückt Frischwasser aus dem Vorratsbehälter in einen geschlossenen Plastikbehälter (Weinfass aus dem Baumarkt). In dieses gebe ich alle paar Tage Calciumhydoxid. Das zugeführte Frischwasser drückt dann das bereits vorhandene Kalkwasser in einen höher angebrachten Überlauf und wird mittels Schlauch in das Becken (bei mir separates Technikbecken) geleitet. Kalkschlamm wird bei einer kurzen Laufzeit nicht hochgepumpt! Ohne Kalkwasser geht es natürlich noch einfacher. Als Kalkrüher benutze ich eine billige Kleinpumpe (zweimal täglich Kurzlauf, Zeitschaltuhr gesteuert.
Anstelle des Niveaureglers kann u.U. auch eine einfache elektronische Schaltuhr mit Minutenschaltphase ausreichen. Die Laufzeit ergibt sich bald als Erfahrungswert (klappt bei mir ganz gut).
Viele Grüße
Bernd K.
Die heute weit verbreiteten offenen Aquarien haben sicher manche Vorteile wie gute Handhabbarkeit oder Wärmeableitung im Sommer, aber - wie auch aktuelle Beiträge in diesem Forum zeigen - Probleme wie hohe Luftfeuchtigkeit und Streulicht. Manche meiner Freunde haben als eine Art Mittelweg das Problem recht gut gelöst, indem sie ihre Becken schrankartig verkleidet haben. Aber dies geht auch nicht überall und kann je nach Raumzuschnitt auch klotzig wirken. Eine gute Optik bieten häufig geschlossene Abdeckungen, vor allem wenn sie recht flach konzipiert sind. Mit den neuen T5 Röhren läßt sich dies gut erreichen. Bei herkömmlichen T8 Röhren kann man mit einer horizontalen Montage der Fassungen Höhe einsparen.
Ich habe mir für mein achteckiges Becken eine etwas komplizierte Lösung gebastelt. Ziel war eine flach wirkende Abdeckung, in der neben Röhrenbeleuchtung auch eine HQI-Birne (25o W, 14 000 Kelvin) untergebracht werden kann, trotzdem eine Überhitzung vermieden wird und alles auch einigermaßen leicht zugänglich und abnehmbar ist.
Gelöst habe ich dies mit einer vierteiligen Konstruktion. Die rechten und linken Teile der Abdeckung sowie der vordere Mittelteil sind 10 cm flach und beherbergen Leuchtstoffröhren (T5 und T8 weiß und blau). Alle Teile sind separat abnehmbar, wirken aber wegen ihrer Dichtigkeit als eine Einheit. Im Mittelbereich habe ich die Abdeckungen quer geteilt. Der schmale und flache Vorderteil läßt sich zur Fütterung ganz leicht abnehmen, der hintere Mittelteil ist höher und trapezförmig. Hierin befindet sich die HQI-Birne, Leuchtstoffröhren und zwei kleine 12 V Halogenspots. Die gesamte Abdeckung ist aus furniertem und isoliertem Sperrholz gefertigt, nur der Lampenkasten für die HQI-Birne wurde von einem Schlosser aus Edelstahl gefertigt und ist innen verspiegelt. Außen ist er auch mit Holz verkleidet, dazwischen befindet sich eine Wärmeisolierung. Nach hinten befinden sich nach unten gerichtete Lüftungsschlitze; bei Überhitzungsgefahr im Hochsommer kann man die Verkleidung abnehmen und den Lampenkasten oben aufklappen (war hier im besonders warmen Karlsruhe nur vor drei Jahren einmal notwendig). Mein Wasser kühle ich bei großer Hitze übrigens nur mit einem gekauften Aquarienventilator im unteren Becken. Dies reicht, der Maximalwert lag bisher bei 28,5°C.
Der Edelstahllampenkasten ruht auf zwei Alu-U-Schienen auf der Glasmurmeln liegen. So läßt sich die Lampe zum
Hantieren leicht wie auf einem Kugellager verschieben, ohne dass etwas rosten kann.
Alle elektrischen Teile wie Drosselspulen, EVG, Startgerät für die HQI-Birne habe ich aus Gründen der Gewichtseinsparung, Wärmevermeidung und elektrischen Sicherheit im Unterschrank des Aquariums eingebaut.
Einziger Nachteil sind die nötigen Zuleitungskabel (für T5 Röhren sollen sie nicht länger als 1 m sein, bei mir haben 1,5 m aber auch geklappt), die aber unsichtbar hinter dem Becken verlaufen.
Mein unteres Algen-/Technik-/"Volumenbecken" beleuchte ich nur mit billigen Feuchtraumlichtleisten aus dem Baumarkt.
Über die hier befindlichen Eigenbaugeräte berichte ich in der Fortsetzung.
Hallo Ingrid und Joachim,
natürlich habt Ihr recht, dass es auch kleiner geht. Wenn alles klappt, dann ist auch alles ok. Allerdings bewirken nach vieler Aquarianer Erfahrung große Volumen schon mehr Stabilität der Wasserwerte, breitere Besatzmöglichkeiten und geringere Infektionsgefahren durch Verdünnungseffekte. Für ein gemischtes Riffbecken mit Fischen, Korallen und anderen Niederen Tieren haben große Becken durchaus Vorteile. So bringen meine vielen Caulerpa, die im Hauptbecken sofort von Pfanzenfressern rasiert würden, auch viele angestrebte Wirkungen (sehr guter Phosphatabbau, geringe Nitratwerte etc.). Ich möchte ja auch gerade nicht für Monsterbecken plädieren, aber aufzeigen wie ich es für mich gelöst habe. Die Anregung kam von ein paar Freunden, die mein Becken kennen. Jeder soll natürlich seinen eigenen Weg gehen!
Bilder werde ich demnächst auch einstellen, brauche als Computerdepp hierzu aber die Hilfe meines Sohnes (und dem gehen die ständigen Fragen schon auf den Geist)
Hallo,
über Geschmack lässt sich nicht streiten. Natürlich soll jeder nach seiner eigenen Philosophie leben. Ich möchte auch kein Oberlehrer sein, sondern beschreibe nur was mir bei manchen Freunden aufgefallen ist und versuche ein paar Anregungen zu geben. Wem es nicht gefällt: Einfach weg klicken!
Trotzdem viele Grüße
Bernd
Ein möglichst großes Wasservolumen wird vor allem wegen der Stabilität des Beckenmilieus angestrebt. Dies muss nicht unbedingt allein im Schaubecken geschaffen werden. Kleine Technikbecken werden häufig mit viel Aufwand unterhalb installiert, bringen aber hinsichtlich des Gesamtvolumens nicht viel. Wer die baulichen Möglichkeiten hat, kann ein mit dem Hauptbecken verbundenes großes Nebenbecken in einem separaten Raum aufstellen. Stromleitungen verlegt man heute Unterputz, warum nicht auch einmal eine Zu-und Ablaufverbindung? Ich habe mein ca. 400 l Wohnzimmerbecken durch den Fußboden (trotz Protest der Ehefrau) mit einem preisgünstig selbst gemauertem 1000 l Becken in einem darunter liegenden Werkstattraum verbunden. Darin wuchern Caulerpa, die viele Vorteile für die Wasserqualität bringen und alle wichtigen Geräte wie Abschäumer, Filter und Kalkreaktor laufen hier. Man hört sie im Wohnzimmer nicht, hat keine Platzprobleme und muss nicht auf die Optik achten. Ein weiterer Vorteil: Viele Dinge wie z.B. Abschäumer, Kalkreaktor, Frischwasserreservoir mit automatischer Kalkwasserzufuhr etc. habe ich mit einfachen Mitteln selbst gebastelt; alle optisch nicht gerade schön, aber höchst wirksam. Wasserwechsel auf dem Zimmerparkett und damit Ärger mit der Ehefrau entfällt. Alles spielt sich unten ab. Man kann dort auch recht brachial beim Wasserwechsel vorgehen, denn die Zufuhr zum Riffbecken und damit die Wasserangleichung erfolgen langsam. Der Wassertransport von unten erfolgt mit einer Oceanrunner 6500 - wegen des großen Höhenunterschiedes natürlich mit schwächerer, aber ausreichender Leistung - durch einen 3/4" Schlauch mit Rückflussstopp. Im oberen Becken erfolgt der Rücklauf über einen regulierten (verhindert das Gurgelgeräusch) Überlauf durch den Beckenboden ebenfalls mit einem 3/4" Schlauch. Ein Sicherheitsrücklauf ist außerdem vorhanden (40 mm Kunststoffrohr), aber eigentlich unnötig, da ich mit einem elektrischen Niveauregulierer die Zulaufpumpe stoppen kann. Der Zulaufsaustritt befindet sich im Riffbecken in Bodennähe. Damit ist ein ständiger gleichmäßiger Wasseraustausch garantiert.
Im oberen Becken laufen nur zwei geräuschlose Powerheadpumpen zur Strömungserzeugung, mit denen gleichzeitig ein selbst konstruierter Schnellfilter (blauer Filterschwamm von oben einfach herausnehmbar) betrieben wird; im Wechsel mit einer Strömungspumpe (Marea) in Gegenrichtung. Die Steuerung der längeren Intervallzeiten erfolgt mit zwei einfachen Zeitschaltuhren. Natürlich hat man damit nicht die in Mode gekommenen "Schaukelbewegungen", dafür aber viel Geld und Aufwand gespart, schont die Pumpen und den Korallen dürfte dies auch sch...egal sein. Im Meer schaukelt es auch nicht überall hin und her. Ein mehrstündiger Wechsel der Strömungsrichtung reicht auch.
Mein Lösungskonzept wird natürlich nicht jedem gerecht, vor allem wenn die räumlichen Voraussetzungen fehlen. Ein paar grundsätzliche Anregung kann ich aber hoffentlich einigen Aquarienfreunden geben.
Noch ein Hinweise zur optischen Beckengestaltung: Passt die Becken -ggfls. durch eigenes Basteln- dem Möbelstil an. Übermäßige Längen der Becken kann man durch größere Breiten ausgleichen (bis hin zur Würfelform). Aquarien verlieren ihre wuchtige Wirkung, wenn man die Ecken abschrägt (achteckige Becken). Größe ist nicht unbedingt Klasse, weniger kann mehr sein.
(Wird fortgesetzt)
Hallo Sebastian,
Du hast recht, es sind meist die Ehefrauen, die uns Vorgaben machen und dann muss man schweren Herzens auch noch zugeben, dass sie mit ihren Ansichten richtig liegen. Aber damit hat meine "Chefin" auch meine Kreativität angeregt. Bei unserem Einrichtungsstil (altenglisch) war dies nicht einfach, scheint mir im Laufe der Zeit aber gelungen.
Gruß
Bernd
Hallo liebe Aquarianer,
die Einrichtung vieler Meeresaquarien ist in den letzten Jahren immer schöner geworden. Bunte Korallen und Fische bieten ein prächtiges Bild und schön gestaltete Aquarien können ein herrlicher Blickfang im Wohnzimmer sein. Aber ist dies tatsächlich immer der Fall? Leider allzu häufig nicht. Zwar sind die Becken meist hervorragend eingerichtet, die Gesamtwirkung auf die Raumgestaltung aber oftmals fürchterlich.
Häufigstes Problem sind überdimensionierte Beckengrößen, die sich den Gegebenheiten des Wohnraums nicht anpassen. Die Wohnzimmer strahlen dann eher die Gemütlichkeit einer Zoohandlung aus. Oft wird der Charme der Räume auch noch durch geisterhaft blaues Streulicht gesteigert, brummende Pumpen und plätschernde Abläufe spielen eine ganz besondere Musik und blinkende Kontrollgeräte ( manches überflüssiges Gerät ist wohl eher der Ersatz für eine elektrische Spielzeugeisenbahn) erinnern deutlich an einen technischen Prüfstand. Mit sichtbaren technischen Beckenanhängseln kann man auch die Wohnkultur eines Laboratoriums gestalten. Die heute vorherrschenden offenen Becken zieren sich gern mit Salzkrusten und erzeugen oftmals auch noch ein wunderbares Raumklima mit angelaufenen Fenstern, feuchten Wänden oder gar Schimmelbildung in den Ecken.
Natürlich ist es nicht immer leicht, die Haltungsbedingungen unserer Pfleglinge mit einer guten Optik in Einklang zu bringen, zumal auch der Handel bei Aquarien und Gerät eher weniger auf Ästhetik und stilvolle Gestaltung achtet. Häufig ist man daher auf eigene Kreativität und Bastelgeschick angewiesen. Mit meinem Beitrag möchte ich ein bißchen ein Problembewußtsein wecken und anhand der Darstellung meiner Lösungen in einigen späteren Beiträgen vielleicht auch ein paar Anregungen geben.
Eine grundsätzliche Anregung: Nicht jedes neues Gerät ist erforderlich, wenn man bisher erfolgreich war! Man prüfe, ob der Zugewinn im Verhältnis zu den Kosten und Nutzen steht und ob eine negative Nebenwirkung (z.B. Geräuschentwicklung) eintreten kann.
In meinem nächsten Beitrag werde ich darstellen, wie man das Problem der Beckendimension mit einem ausgelagerten, mit dem "Schaubecken" verbundenen Zusatzbecken unter verschiedenen räumlichen Gegebenheiten lösen kann. Bis dahin viele Grüße Bernd K.
Hallo,
wenn auch etwas spät, meine Erfahrung mit Diademseeigel:
Ich hatte ein kleines Exemplar vor ca. 4 Jahren in mein Riffbecken gesetzt. Es ist seit dem schön gewachsen und war lange Zeit "brav". Nur die damals vorhandenen Fadenalgen hat er nie angerührt (hatte wohl die vielen "guten" Ratschläge der scheibenden Zunft nicht gelesen). Er nahm viele Futterreste und Mikroalgen auf, möglicherweise aber auch etwas Kalkrotalgen. Vor allem hat er aber "Grünfutterreste", die u.a. für die Doktorfische gefüttert werden (Blattsalat, Feldsalat, Löwenzahn, Banane etc.), mit Vorliebe gefressen. Da oft nicht genug für ihn übrig blieb, habe ich ihn dann nach Ausschalten der Beleuchtung nachgefüttert. Er hat schnell die bestimmte Futterstelle gelernt und dort regelmäßig gewartet.
Vor zwei Monaten traten plötzlich weiße Fraßspuren an einer Acropora auf. Es hat eine Weile gedauert bis ich ihn als Übeltäter identifiziert hatte. Nun sitzt er im Werkstatt- und Bastelraum in meinem großen (1000 l) Algenfilter-/Technikbecken (mit dem 400 l Riffbecken im Wohnzimmer über eine Zu- und Ableitung verbunden) in der Verbannung, geht nicht an die üppigen Caulerpabestände und wartet an einer neuen Futterstelle auf seinen Salat.
Die Acropora haben es mit schönen Neutrieben gedankt. Also Vorsicht mit den Burschen! Immer gut beobachten!
Gruß
Bernd K.
Hallo,
bei dem Schwamm handelt es sich vermutlich um einen Ohrenschwamm (Collospongia auri).Dieser ist gut haltbar, wächst schnell, sieht oft dekorativ aus, kann aber auch wuchern und zur Plage werden (ggfls. Teile einfach abreißen).
Positiver Effekt: Entzieht dem Wasser Phosphor!
Bernd K.
Hallo,
wenn ich richtig gelesen habe, hast Du vollentsalztes Wasser verwendet (immer?). Könnte es sein, dass Dein Harz verbraucht ist? Wenn man ein Becken neu einrichtet und die Wasserwerke zum Schutz ihrer Leitungen kräftig Silicate verwendet haben, kann das Harz schnell - je nach verwendeter Menge - am Ende der Aufnahmekapazität sein. Hier in Karlsruhe haben wir oft das Problem mit den braunen Kieselalgenbelägen. Bei jedem Wasserwechsel mit nicht vollentsalztem Wasser verstärkte sich der Belag. Teste doch einmal Dein Ausgangswasser und Dein Beckenwasser (Test von Salifert oder RedSea). Die Wasserwerke haben mir auch nie den Zusatz bestätigt, aber die Tests waren eindeutig.
An andere Algen (welche?) glaube ich nicht. Bakterienbeläge sehen anders aus und sitzen m.W. nicht nur auf dem Bodengrund. Nochmals: Kieselalgen lassen sich leicht aufwirbeln und setzen sich schnell wieder ab. Probiere dies einmal.
Bernd K.
Hallo,
funtioniert bei mir auch nicht.
B.Koberstaedt
Hallo,
es sind ganz offensichtlich Kieselalgen (harmlos aber unschön). Diese lassen sich ganz leicht aufwirbeln, setzen sich dann aber wieder schnell ab und vermehren sich rasch so lange Silicat bzw. Kieselsäure im Becken angereichert ist. Die im Handel erhältlichen chemischen Silicatadsorber haben bei mir nur begrenzt gewirkt und sind auf Dauer teuer. Vollentsalztes Wasser beseitigt das Problem garantiert nach einigen Teilwasserwechseln.
Bernd K.
Hallo,
bei den braunen Belägen handelt es sich mit größter Wahrscheinlichkeit um Kieselalgen. Diese traten bei mir (in Karlsruhe) auch regelmäßig auf, weil das Leitungswasser Silicate enthält. Nach der Verwendung von Osmosewasser und nachgeschalteter Mischbettfilterung zum Ansetzen von neuem Seewasser und zum Auffüllen verdunsteten Wassers ist das Problem verschwunden. Dies dauert aber einige Zeit (3 - 4 Wochen). Die Beleuchtung spielt dabei so gut wie keine Rolle.
Bernd Koberstaedt
