Hallo Freunde,
ich habe zwischen den verschiedenen Salzsorten (auch TM) keine gravierenden Auswirkungen auf den pH-Wert im Becken festgestellt. Allerdings achte ich auf eine möglichst gleich bleibende Karbonathärte von 8 - 9. Diese steuere ich mit dem Kalkreaktor (pH 6,5 im Reaktor über die Blasenzahl geregelt, KH im Becken über die Tropfenzahl des Auslaufwassers gesteuert). Das Auslaufwasser leite ich über etwas Korallensand, um einen CO2-Eintrag zu minimieren. Viele chemische pH-Puffer enthalten Natriumbicarbonat und Natriumcarbonat im Verhältnis 6 : 1. Ich bin hiervon aber kein Freund, da das Ionengleichgewicht bei dauernder Anwendung zu sehr gestört wird.
Die Tendenz zu fallenden pH-Werten vor allem bei älter eingerichteten Becken beruht m.E. hauptsächlich in der Anreicherung von Abbauprodukten aus unterschiedlichsten Quellen (Futter, abgestorbene Gewebeteile, Algenreste, Abbauprodukte der Bakterien, u.U. Aminos und Spurimischungen?). Armin hat dies ja alles schon deutlich gemacht. Tägliche Schwankungen zwischen morgens und abends sind aufgrund der bei Dunkelheit ausbleibenden CO2-Aufnahme der Algen normal. Langsame Schwankungen in Zehntelbereich im Lauf des Tages schaden absolut nicht (wie in vielen Beiträgen auch berichtet).
Mit regelmäßiger Kalkwasserzugabe (für den Ausgleich der Verdunstung) lässt sich der pH-Wert sehrwohl stabil halten. Aber das Kalkwasser muss frisch sein (pH 12,4!), sonst ist es wirkungslos und einmalige Zugaben können natürlich auch keine Dauerwirkung haben. Dazu natürlich regelmäßiger Wasserwechsel (und kalibrieren der Messelektroden, die schnell falsche Werte anzeigen können!)
Bei pH-Werten bis 7,6 und nicht über 8,6 sehe ich absolut keine Probleme, wenn die Schwankungen im Laufe des Tages nur ein paar Zehntel betragen und nicht zu schnell schwanken.