Beiträge von Bernd Koberstaedt

    Hallo Hans-Werner,

    ich glaube, dass sich die Fische vor allem am getrockneten Zustand der Norialgen stören. Die Caulerpa ( verm. C.taxifolia) habe ich aus dem Algenfilter lose ins Becken gegeben. An C. prolifera gehen alle seltsamerweise viel weniger.
    Aber versuch´s selbst einmal mit frisch importierten Fischen.
    Bezüglich Bitterstoffen: Selbst größere, ältere ! Löwenzahnblätter werden gern gefressen (gilt übrigens auch für meinen Diademseeigel, der dafür jeden Aufwuchstein links liegen lässt). Am liebsten (Vergleichstest gleichzeitige Zugabe) wird übrigens Pimpinelle vom Kräuterbeet und frischer Beinwell (nur junge Blätter) genommen.

    Gruß

    Bernd


    Hallo Hans-Werner,

    dies habe ich einige Seiten zuvor ja schon vorgeschlagen und Ergebnisse (weshalb ich auch so auf den Erfahrungswerten herumreite) kann ich gleich mitliefern:

    Paracanthurus hepatus - sofort nach Kauf Feldsalat, gleichzeitig gegebene Norialgen n i c h t angenommen,
    nach Wochen gelegentlich Norialgen - Trockenfutter, Frostfutter und Grünzeug
    werden aber gegenüber Norialgen immer bevorzugt, an Caulerpa wird gern gezupft

    Zebrasoma flavescens - sofort nach Kauf Blattsalat und Spinat, keine Norialgen, später auch Caulerpa

    Siganus vulpinus - sofort alles (Caulerpa, kurze Fadenalgen, Grünzeug) - erst später verhalten Norialgen

    Pomacanthus navarchus - zunächst nur Frost-und Lebendfutter, nach einem Jahr plötzlich Obst und Grünzeug,
    nie Caulerpa und Norialgen.

    Dies sind individuelle Beobachtungen (bei P. hepatus und S. vulpinus mehrfach, bei Z. flavescens zweifach).Allerdings gibt es fraglos starke individuelle Unterschiede, besonders bei P. navarchus.

    Noch eine Beobachtung: Grüne Pflanzen werden roten vorgezogen (direkter Vergleich mit unterschiedlich gefärbtem Pflücksalat)

    Und eine weitere Anmerkung: In dieser Diskussion werden immer Algen und Landpflanzen ohne Differenzierung verglichen, aber Algen sind nicht gleich Algen und Landpflanzen natürlich auch nicht. Gummibäume frißt bei mir niemand.

    Gruß

    Bernd

    Zitat

    Original von bubble
    Hallo zusammen,

    ich finde, die Diskussion engleitet mittlerweile zu sehr ins persönliche, als dass man sich davor noch verschließen könnte. Kein guter Forenstil, nach meiner Meinung.

    Hallo Ben,

    da muss ich Dir fraglos zustimmen und mich auch ausdrücklich dazu bekennen, selbst an dieser Entwicklung mitgewirkt zu haben. Dies geschieht allzu leicht in der Hitze der Diskussion, sollte aber eigentlich wirklich nicht notwendig sein.

    Im Sinne einer Versachlichung möchte ich doch noch einmal versuchen, ein Resümee aus m e i n e r Sicht zu ziehen:

    Die Ausgangsfrage war ja, wenn ich es noch richtig in Erinnerung habe, in etwa dahin gerichtet, ob und welche zusätzlichen Möglichkeiten bzw. Bezugsquellen für eine Algenfütterung bestehen?
    Hierzu kam recht wenig, was wohl auch dafür spricht, dass da die Möglichkeiten eher begrenzt sind.
    Stattdessen wurde angeführt, dass die Algenfütterung ja eigentlich gar nicht notwendig sei, da mit "Grünzeug" ein ausreichender Ausgleich erfolge. Hieran hat sich dann die Diskussion erhitzt.

    Die eine Seite vertritt im Kern die Auffassung, man müsse dazulernen, es gebe mit Norialgen etc. genügend Angebote, vor allem könne man ja auch selbst geeignete Algen züchten. Für die richtige Ernährung der Fische sei dies notwendig oder sogar unverzichtbar. Als Beleg werden div. wissenschaftliche Quellen angeführt, die die Gegenseite nicht vorweisen könne.

    Ich teile dagegen die Auffassung, dass zwar div. Algen fraglos ein hervorragendes (Zusatz-)futter darstellen, was auch die Pioniere der Meeresaquaristik schon immer dargelegt haben, eine derartige Fütterung aber verzichtbar sei. Dass Angebot an verfügbaren Algen entspreche wie eigentlich die gesamte Aquarienernährung auch nicht dem natürlichen Futterangebot, die Zucht sei wegen möglicher Iodbelastung etc. nicht unumstritten, darüber hinaus Aufwand und Erfolg nicht unbedingt in Relation. Die ernährungsphysiologische Notwendigkeit sei nicht belegt, die angeführten Quellen bezögen sich auf andere Ausgangsfragen wie z.B. die Zucht von Speisefischen (im Süßwasser). Die Kernaussage aber lautet, langjährigste breite Erfahrungen hätten gezeigt, dass es - teilweise auch aufgrund der zusätzlichen Verwendung div. Landpflanzen - mit der Fütterung kein Problem mehr gibt.

    Hier liegt für mich der springende Punkt! Allzu oft wurden in der Vergangenheit "Problemlösungen" für Probleme präsentiert, die es gar nicht gab. Meist verschwanden sie dann auch wieder rasch im Vergessen. Hier scheint es mir genauso zu sein, eigentlich hatte keiner Probleme mit der Grünfütterung, sondern eher mit der Algenbeschaffung. Nun werden Lösungen mit Nachdruck begründet und ich finde das Problem nicht.

    Gab es ein Problem wegen der fehlenden Algenfütterung? Ich sehe keines.

    Mag die Lochkrankheit hier als Argument gelten? Nach meinem Kenntnisstand scheint sie heute ein absolutes Randproblem zu sein. In den Foren ist sie auch kaum ein Thema. Für Betroffene könnten Futteralgen vielleicht die Lösung darstellen, aber für die anderen bleibt die Frage nach Aufwand und Nutzen.

    Ist die Algenfütterung für das allgemeine Wohlbefinden der Fische zuträglicher? Nun, wir können sie nicht fragen, aber viele eigene und fremde Beobachtungen zeigen, dass Grünzeug den Ersatzalgen häufig vorgezogen wird. Dies mag ein schwächeres Argument sein, denn ich esse auch lieber fette Schweinshaxe statt gesundes Gemüse, aber lassen wir den Fischen doch ihre Freude.

    Welche Vorteile bietet letztlich die Algenfütterung? Werden Fische dadurch größer? Vielleicht, aber wird dies in einem normalen Aquarium überhaupt angestrebt? Werden sie gesünder oder bunter? Ich sehe keine Belege. Werden andere Fortschritte wie etwa die Zucht damit wahrscheinlich? Wohl eher nicht, denn die Probleme liegen eher bei der Ernährung der Aufzucht.

    Bleibt die berechtigte Frage nach den wissenschaftlichen Untersuchungen für die von mir geteilte Ansicht. Ich kenne leider keine, aber spricht dies wirklich dagegen? Wo es kein Problem gibt, da wird auch selten etwas wissenschaftlich erforscht. Empirische Beobachtungen können aber durchaus dem Rang eines wissenschaftlichen Beleges entsprechen.

    Dies ist meine unmaßgebliche Sicht der Dinge. Nach all den langen Jahren der Beschäftigung mit der Meeresaquaristik bleibt mir hofffentlich die Ruhe, mit Geduld die weitere Entwicklung abzuwarten. Dann wird man sehen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Hans-Werner,

    auf eine Zusammenfasung Deiner Position verzichte ich, da ich niemand langweilen möchte; aber um Dir Deinen Seelenfrieden zu verschaffen (da es wohl doch nur ums Recht behalten geht):

    DU HAST RECHT; DU HAST RECHT; DU HAST RECHT!

    Um auch das immer angestrebte letzte Wort zu behalten, darfst Du mich auch gern noch einen ignoranten Altvorderen nennen. :wink

    Viele Grüße

    Bernd

    PS. Da Du andere offensichtlich für inkompetent hälst, wenn sie Deinen Gedankengängen nicht folgen: Ich glaube schon verstanden zu haben, dass Du der Auffassung bist, dass Landpflanzen im Gegensatz zu Meeresalgen nicht die für Fische ernährungsphysiologisch notwendigen Stoffe enthalten würden und der verantwortungsbewußte Aquarianer deshalb auf das bestehende Angebot oder die Eigenzucht zurückgreifen sollte.
    Ich aber folge Dir trotzdem nicht, weil mich Deine selektiven und nicht unbedingt einschlägigen Quellen nicht hinreichend überzeugen, ich weder Deine diesbezzügliche fachliche Kompetenz ausreichend beurteilen kann noch selbst über ausreichend fischernährungswissenschaftlichen Hintergrund verfüge, um dies abschließend zu beurteilen, dies aber bei anderen Vielschreibern auch befürchte, außerdem das Angebot an Sushialgen aus Zuchtanlagen - wo auch immer - wohl auch nicht dem natürlichen Futter entspricht, Norialgen von meinen Doktorfischen und Fuchsgesicht nur ungern genommen werden, das Hauptfutter ohnehin in erster Linie tierischen Ursprungs ist und damit wohl auch Iod u.a. Stoffe ausreichend zugeführt werden und kompetente Andere sowie ich selbst aber über mehr als langjährige empirische Erfahrung und Dauererfolge mit "Grünzeug" verfügen.

    Meingott Hans-Werner,

    langsam wird die Diskussion doch lächerlich. Du hast Deine Positionen breit und nachdrücklich begründet (wenn auch wohl nicht jedem immer sofort verständlich), Armin Glaser hat für mich gut nachvollziehbar und ausgewogen argumentiert. Warum kann man dies nicht einfach so stehen lassen? Es hat doch kein Mensch etwas dagegen, wenn möglich Algen zu verfüttern, aber es gibt eben auch den anderen Weg. Mit ständig neuer selektiver Zerlegung der nicht Deiner Meinung entsprechenden Argumente und Übergehen der Dir wohl weniger in den Kram passenden Fakten hat die Diskussion eine abgehobene Richtung genommen, die wenig mit der realen Aquarienpraxis zu tun hat, aber stark an die Rechthaberei fundamentalistischer Mullahs erinnert. Gegen derartige Argumentationsweisen bist Du doch früher immer recht vehemt zu Felde gezogen, nun vertritts Du sie selbst mit größtem Nachdruck. Es ist im Leben nun einmal so, dass Menschen die Dinge unterschiedlich sehen können. Argumente haben beide Ansätze hinreichend ausgetauscht, so dass sich jeder seine Meinung bilden kann. Aber hier geht es wirklich nicht um die Mast von Speisefischen und auch das psychologische Empfinden der Aquarienfische wird wohl weiter ungewiss bleiben.
    Falls ich Dir aus falscher Einschätzung Deines Hintergrundes zu Unrecht eher kommerzielle Beweggründe unterstellt habe, bedauere ich dies sehr. Von einer beispielhaften faire Toleranz ist diese Diskussion aber leider nicht getragen.

    Trotzdem viele liebe Grüße

    Bernd

    Hallo Martin,

    ich bringe mir immer kleine, feucht gehaltene Mengen Meeressand oder Kies aus allen Urlaubsregionen mit, um die Bakterienpopulationen im Becken zu ergänzen und auch sonstige Kleinstlebewesen einzubringen. Hierfür verwende ich leere Plastikflaschen, nur halb gefüllt und mit ganz wenig Wasser, Transport im Koffer. Den Zoll hat dies noch nirgends interessiert, auch wenn bei Gepäckkontrollen nachgefragt wurde. In der EU ist dies, wie schon geschrieben wurde, ohnehin kein Thema.

    Gruß

    Bernd

    Sorry Hans-Werner,

    aber ich habe doch immer mehr den Eindruck, dass Du zu jener Fraktion gehörst, die Probleme definieren, die zuvor niemand hatte. Bleibt mir die Frage ob aus echtem wissenschaftlichen Interesse, aus "Tierliebe" oder geht`s ums Geschäft? Beiträge oder Fragen, die Deinen Ansätzen widersprechen, werden weitgehend ignoriert, ansonsten argumentierst Du mit "könnte", "wahrscheinlich" und selektiven Quellen. Vermutungen werden dann zum angeblichen wissenschaftlichen Beweis, Beobachtungen anderer und empirische Werte werden abqualifiziert.
    Dass schon seit Wilkens, de Graaf, Debelius und Co. pflanzliche Zusatznahrung verabreicht wurde, hatte nichts - wie von Dir behauptet - mit der Lochkrankheit zu tun, sondern war schlicht als Ergänzung zum tierischen Futter bestimmt. Ich habe diese Bücher alle noch, sie waren Quellen meines Beginns mit der Meeresaquaristik, als noch nicht der Markt Meinungen machte.
    Dass sich karnivor ernährende Fische mit Pflanzenproteinen schwer tun dürften, überrascht wohl wenig. Frische, natürliche Algen oder Tange sind - dies bestreitet kein Mensch - sicher ein hervorragendes Zusatzfutter, aber erwiesen nicht unbedingt notwendig. Dass aber geröstete oder getrocknete "Sushialgen" aus asiatischen Zuchtanstalten notwendig sind, um Aufwuchsfressern, die in ganz anderen Regionen uns vielleicht eher unbekannte Mikroalgen aufnehmen, spekulativ notwendige Nährstoffe zuzuführen - wobei Du die üblichen, überwiegend tierischen Hauptfutterquellen übergehst- oder um "Lochkrankheiten" zu verhindern (die kaum noch eine Rolle spielen), mag annehmen wer möchte. Über gegenteilige Erfahrungen haben hier ja mehr wie genug Forenmitglieder geschrieben.
    Eine letzte Anmerkung: Gib einem frisch importierten, noch nicht von einem "schlecht informierten" Aquarianer falsch erzogenen Doktorfisch getrocknete Norialgen oder ein Blatt frisches "Grünzeug" ins Becken und schau was er zuerst frißt. Bei mir gehen sie da noch lieber gleich ans Trockenfutter Deiner Firma als an Algenmumien, vermutlich weil sie halt auch schlecht informiert sind.

    Gruß

    Bernd

    Zitat

    Original von Hans-Werner


    werde ich mir später anschauen. Der Fisch mit seiner Darmflora gilt als relativ offenes System, nach dem, was ich gelesen habe. Die Bakterien werden weitgehend aus der Umwelt aufgenommen und verlassen den Fisch hinten wieder.

    Hallo Hans-Werner,

    warum sollten dann die Fische keine Bakterien in ihrer Darmflora aufnehmen können, die ihnen die Verwertung von "Landpflanzen" ermöglichen? Die langjährigen Erfahrungen der Gesunderhaltung mit "Grünzeug" sprechen doch für diese Anpassung.

    Gruß

    Bernd

    Ps.: Bezüglich Lochkrankheit, habe ich da etwas verpasst? War bei mir seit 1977 (erster Palettendoktor im Becken) nie ein Thema. Dies scheint mir doch ein rechter "Nebenkriegsschauplatz" im Zusammenhang mit "Grünzeugfütterung" zu sein.

    Hallo Hans-Werner,

    die Doppelmoral sehe ich darin, dass Du Dich hier so vehement gegen pflanzliche Zusatzkost verkämpfst, die nicht aus Algen besteht, obwohl sich diese ja nicht nur auf Löwenzahn bezieht, sondern auf die ganze Palette unterschiedlicher Pflanzenkost, die jahrelang erfolgreich verfüttert wurde, im Futter der von Dir vertretenen Firma aber auch jede Menge pflanzliche Inhaltsstoffe vertreten sind, die eben auch von Landpflanzen stammen. Darin sehe ich zwar kein echtes Problem, sehr wohl aber in den immer wieder vertretenen Aquaristikmärchen.

    Gruß

    Bernd

    Zitat

    Original von Hans-Werner

    Meinst Du das Granulatfutter O-MEGAVITAL? Also, der Algenanteil stammt aus dem Meer.

    Es geht doch gar nicht darum, ob alles n u r aus dem Meer stammt. Die Frage, um die es geht, ist, können Landpflanzen Algen ersetzen? Klare Antwort: Nein!

    Gruß

    Hans-Werner

    Hallo Hans-Werner,

    Du hast geschrieben:" Salat hat keines der Algen-Kohlenhydrate, auf die die symbiotische Darmflora der Algenfresser spezialisiert ist ...".
    Dies dürfte dann ja wohl auch auf die Nichtalgenanteile Eurer Futtersorten zutreffen, die Ihr für Meeresfische anbietet. Ich denke da an Getreide etc.. Irgendwo sehe da eine Doppelmoral.

    Gruß

    Bernd

    @ ChristophKlose: In der Sache kann man mit guten Argumenten diskutieren, dies ist auch der Sinn eines solchen Forums, über Stil und Wortwahl sicher nicht. Da haben Dir ja einige Teilnehmer - ich erinnere z.B. an Wolfgang S. - schon einiges, leider wohl vergebens, geschrieben.

    Hallo Stefan,

    es ist richtig, dass das Ozeanographische Museum im Monaco verdächtigt wird, Verursacher des Caulerpaeintrags im Mittelmeer zu sein. Sicher ein schwerer Fehler. Es ist aber auch richtig, dass wesentliche Erkenntnisse der Meeresbiologie und damit auch der Aquaristik von derartigen Institutionen stammen, vor allem wissenschaftlich belegte Aussagen - im Gegensatz zu manchem Forenlatein oder Werbeparolen. Dass Armin Glaser, dessen Kenntnisse u.a. auch auf seiner Tätigkeit im Naturkundemuseum (mit Vivarium) in Karlsruhe beruhen, mit seinen Publikationen und wertvollen Beiträgen auch hier im Forum besonderen Sachverstand bewiesen hat, steht für mich außer Frage. Ob man sich an Meeresaquaristikmärchen selbst ernannter Forenmeister (bezieht sich nicht auf Dich!!!) oder Erfahrungen ausgewiesener Fachleute halten möchte, wird jeder für sich selbst entscheiden.

    Gruß

    Bernd


    Wie immer ein sehr "sachlicher" Diskussionsbeitrag. Warst Du schon einmal im Naturkundesmuseum in Karlsruhe und hast Du dort die Riffbecken gesehen? Sicher nicht, denn sonst würdest Du nicht so unqualifiziert über etwas schreiben, das Du nicht kennst. Du hast hier ja schon oft genug geschrieben, dass Du von den Pionieren der Meeresaquaristik nicht viel hälst. Das Naturkundemuseum in Karlsruhe oder des Oceanographische Museum in Monaco gehören sicher dazu. Die Forenmitglieder können sich ja selbst entscheiden, ob sie den Erfahrungen der Wegbereiter oder der Meinung eines Christoph Klose lieber folgen wollen.

    Zitat

    Original von iP
    Also man kann halt noch zusätzlich balling machen, oder man halt nen kalkreaktor.


    Dank & VG

    Ein Kalkreaktor ist sehr gut, allerdings reicht bei gutem Korallenwachstum oft die Ca-Anreicherung damit nicht aus. Deshalb läuft bei mir Beides. Zusätzlich läßt sich mit Kalkwasser der pH-Wert besser regeln. Beim Betrieb des Kalkreaktors kann es durch die CO2-Zufuhr zum Sinken des pH-Wertes kommen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    die Anemone fühlt sich von den Anemonefischen eher gestört, als sie durch deren Anwesenheit fest sitzen bleibt. Wenn sie einen ihr zusagenden Platz gefunden hat, werden auch die Anemonenfische zu ihr finden. Die Riffbarsche vertreiben sie nicht auf Dauer. Aber dies braucht alles seine Zeit. Direkte Eingriffe (Umplatzierungen) helfen da eher wenig, sicher aber versuchsweise Veränderungen, wie sie Peter geschrieben hat.

    Gruß

    Bernd

    Zitat

    Original von bubble
    Na Leute, ihr seid mal wieder so richtig drauf! :thup Wie wär's mit ein wenig Forendisziplin und andeutungsweisem Respekt (jawoll, ich meine gegenüber mir, lieber Bernd!)? Verhaltet ihr euch so auch im "real life"? Diese üblich gewordene Ignoranz des Threaderöffners und natürlich ganz selbstverständlich auch dessen Frage, nervt mich mittlerweile wirklich gewaltig! Wenn ihr euch kloppen wollt, macht einen Thread dafür auf oder nutzt die PN-Funktion! :mauer:
    Bernd, wie war doch gleich Dein konstruktiver Beitrag zur Frage? Für entsprechende Beiträge darfst Du dir meiner aufrichtigen Dankbarkeit sicher sein!

    Ben, in dessen Aquarium jetzt ein Kopfsalat dümpelt

    Hallo Ben,

    sorry, aber muss man denn unterschiedliche Meinungen und Diskussionen dazu als Streit werten? Das Stichwort Löwenzahn etc. kam ja wohl von Dir und die Themenstellung hat sich dann durch die Folgebeiträge erweitert.

    Trotzdem schöne Grüße

    Bernd

    Hallo Hans-Werner,

    kommen alle Algen aus Japan? M.W. liefern auch China, Vietnam und auch afrikanische Länder. Sind die auch so pingelig??? Kläranlagen, Industrieabwässer,Chemikalien, Ölrückstände und Co.???
    Vor einiger Zeit kam im Fernsehen ein Bericht über das Sammeln von Rotalgen in Afrika, da sah es übel aus.

    Seit wieviel Jahren werden Algen hier überhaupt angeboten? Wurden nicht auch schon vorher Pflanzenfresser gut gehalten? Vielleicht gibt es absolute Nahrungsspezialisten; mit Naso lituratus habe ich keine eigenen Erfahrungen, sehr wohl aber mit vielen Doktor-, Kaiser- und Kaninchenfischen. Sicher sind diverse Algen ein wertvolles Futter, aber auch ein gutes Geschäft für manche Händler. Dass das getrocknete Zeug, das inzwischen auch angeboten wird, besser als frisches "Grün" sei, glaube ich im Hinblick auf Vitamine ganz bestimmt nicht. Viele Inhaltsstoffe wie Iod etc. werden außerdem mit der tierischen Nahrung geliefert, die ja meistens ebenfalls gefüttert wird.

    Soll jeder füttern was er für richtig hält, aber vieles wird inzwischen in unserem Hobby dramatisiert (vielleicht auch, weil man damit einen ganzen Wirtschaftszweig füttert?). Da werden immer wieder neue Bedürfnisse geweckt, die zuvor niemand hatte. Angebliche Erkenntnisse sind oft reine Behauptungen ohne echten wissenschaftlichen Hintergrund oder reine Produkte der Werbestrategie.

    Gruß

    Bernd

    Ps.: Kürzlich war ich im Ozeanografischen Museum in Monaco, sicher unbestritten eine gute Adresse der Meereskunde und was schwamm da als Futter? Kopfsalat! Ja, der "nutzlose, gehaltlose, sinnlose" Kopfsalat.

    Zitat

    Original von bubble


    PS: Eine Nachbarin züchtet auf ihrem Balkon Tomaten. Da ich aber weiß, was ich hier in der Stadt nach einer Woche von den Möbeln draußen putze, mag ich die nicht essen. Da kann die nette Nachbarin noch so strahlen lächeln, wenn sie mir mal wieder welche anbietet...

    Hallo Ben,

    aus welcher Abwasserbrühe die Algen stammen - dort wachsen sie bekanntlich besonders gut und in Asien ist man da auch nicht zimperlich - weiß man auch nicht. Alternativ bliebe da tatsächlich die eigene Algenzucht. Meine Doktorfische etc. fressen auch Caulerpa und die wächst ja wie wild. Als alleiniges Pflanzenfutter wäre mir dies aber zu einseitig.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    das Thema hatten wir doch schon einmal. Genauso die Aussage, dass "Grünzeug" nicht verwertet würde, obwohl keiner hier die genaue Analyse liefern kann, was wo an Inhaltsstoffen drin ist. Nur weil etwas aus dem Meer kommt, muss es noch lange nicht dem entsprechen, was die Fische an ihrem jeweiligen Lebensort vorfinden. Schließlich gibt es auch im Meer unterschiedliche Lebensräume mit unterschiedlichem Algenwuchs. Im Meer gibt es auch keine Artemia etc.. Trotzdem füttern wir damit erfolgreich. Pflanzliche Zusatzkost wird von Aquarianern schon seit Jahrzehnten verfüttert und viele Fischarten damit gesund erhalten. Da gibt es nun wirklich hinreichende Erfahrungen und keine Grundlage für irgendwelche Paniktheorien. Man kann alles übertreiben, vor allem auch mit unbewiesenen Behauptungen. Aber wie gesagt, das hatte man ja alles schon.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Willi,

    ich verwende seit Jahren eine einfache Eheimpumpe für den Zulauf und eine Powerhead als "Rührwerk" im Kalkwasservorratsbehälter ohne jegliche Schäden an den Pumpen. Phosphatdepots an Steinen etc. können schon entstehen - auch ohne Kalkwasser - , ein starker Caulerpawuchs im Technikbecken nimmt bei mir aber alles gelöste Phosphat schnell auf. Den Zulauf habe ich - wie Thomas - auch nahe des Abschäumers. Mit dem Kalkwasser kannst Du auch gut den pH-Wert steuern bzw. stabilisieren. Sollten doch einmal Fadenalgen auftreten, kannst Du den pH-Wert auf 8,6 erhöhen. Dann verschwinden sie nach einiger Zeit.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Holger,

    die Brenner 14000 K sind für Korallen schon optimal. Ich verwende aber eine Zusatzbeleuchtung aus weißen und blauen Leuchtstoffröhren. Wenn Du bisher mit 10000 K HQI und blauen Leuchtstoffröhren zufrieden warst, solltest Du beim Einsatz von 14 000 K - Brennern einen Teil der blauen Leuchtstoffröhren gegen weiße auswechseln. Die optische Wirkung ist dann annähernd gleich.
    Günstige und nach meiner Erfahrung auch recht gute Brenner gibt es von AquaLight. Teuere sind - zumindest nach meinen langjährigen Erfahrungen - auch nicht groß verschieden (zumal es nur wenige Hersteller, aber viele Marken gibt).

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    wie schon geschrieben, hatte ich mich (auch in Brasilien) vor der Ausfuhr erkundigt (Einsiedlerkrebse - nicht kommerzielle Ausfuhr - kein Problem), aber Brasilien war ja nur ein Beispiel für bisherige "Mitbringsel" und die Frage ging um die Möglichkeiten des Transportes.

    Gruß

    Bernd

    Zitat

    Original von Willi
    Wenn ich irgenwas weiß, dann, dass ich niemals versuchen würde, in Brasilien Tiere zu fangen und mitzunehmen.
    Es sei denn, ich suche für längere Zeit eine sehr einfach gehaltene Unterkunft mit schlechter Verpflegung und wenig Besuch.

    Leider weißt Du da nicht alles. Einsiedlerkrebse unterliegen n i c h t dem Washingtoner Artenschutzabkommen. Ihr Fang und die Ausfuhr ist in Brasilien und m.W. auch in nahezu allen anderen Ländern (auf jeden Fall auch im EU-Raum) nicht reglementiert, die Einfuhr ist in Deutschland zulässig. Habe mich bei den zuständigen Behörden erkundigt.

    Ps. Probleme gibt es allerdings in Ägypten. Dort darf ohne Genehmigung gar nichts aus dem Meer mitgenommen werden!

    Hallo Philipp,

    ich transportiere Einsiedler immer in leeren Plastikflaschen (mit Schraubverschluss). In diese stopfe ich ein kleines Stück mit Seewasser nass gemachtes Stück Stoff als Halt(Taschentuch oder Waschlappen), fülle ganz wenig Wasser hinzu (1 - 2 cm Wasserstand) und gebe pro 1 l Flasche max. 10 (bei ganz kleinen auch 15) Einsiedler in die Flasche. So habe ich die Einsiedler auch schon oft von Fernreisen aus Brasilien etc. unbeschadet heimgebracht. Die Flaschen kannst Du unbesorgt im Koffer transportieren. Gut verschraubt passiert da garantiert nichts.

    Gruß

    Bernd

    PS: So spät wie möglich fangen und vor dem Transport in einer großen Schüssel mit mehr Wasser aufbewahren. Mittelmeereinsiedler halten sich auch im normalen Riffbecken, allerdings nach meiner Erfahrung nicht ganz so lange wie tropische.

    Hallo Zusammen,

    der Hersteller des Mittels kann ja nach § 60 Arzneimittelgesetz eine Genehmigung zum Vertrieb bekommen, wenn keine gefährdenden Inhaltstoffe enthalten sind. Hierzu muss er diese aber angeben. Wäre sein Mittel "harmlos", dann hätte er ja leicht die erforderliche Genehmigung einholen können und ein angemessenes Mittel wäre gut verkäuflich. Da er dies jedoch unterlässt, muss es doch zu denken geben.

    @ Claude : Ich glaube nicht, dass derjenige, der sich an die Regeln hält, auf längere Sicht benachteiligt ist. Wer das Zeug verkauft, wird davon bestimmt nicht reich, geht aber ein hohes Risiko ein. Die Geldbußen sind beträchtlich, hinzu kommt in der Regel noch die Gewinnabschöpfung und außerdem besteht die Gefahr, dass Abmahner aufmerksam werden und tüchtig kassieren. Inzwischen gibt es ja richtige Abmahnvereine oder spezialisierte Anwaltskanzleien.

    @ Wolfgang: Deinen Ausführungen kann man mit voller Überzeugung zustimmen.

    @ Tommes: Ist es der Sinn eines Hobbys, mit zweifelhaften Mitteln auf Dauer sein ganzes Becken zu gefährden und dann auch noch mit dem nächsten Wasserwechsel die Umwelt unnötig zu belasten, bloß weil man nicht die Geduld aufbringen möchte, auf natürlichem Weg die Cyanos einzudämmen? Da kann ich KS nur Recht geben!

    Gruß

    Bernd

    Zitat

    Original von Joe
    hi bernd,

    das einzige, was wir daraus lesen, ist das verbot, ein mittel zu vertreiben, auf dem nicht draufsteht, was drin ist.

    ...und das strafe droht....

    sonst weiter nix, was zur aufklärung in bezug auf eine evtl. gefährdung unserer pfleglinge hindeutet...

    also vorerst nur heisse luft. :face_with_rolling_eyes:

    Ohne Kenntnis der Inhaltsstoffe kann man eben eine Gefährdung nicht beurteilen und deshalb ist der Vertrieb verboten! Auch der holländische Hersteller muss sich an das deutsche Recht halten und mögliche Gefährdungen - auch der Umwelt - gehen gotseidank vor kommerziellen Interessen. Vertriebsverbote für "heiße Luft" zu halten ist schon eine recht bedenkliche, hoffentlich nicht typische Haltung.

    Hallo Zusammen,

    vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (zuständige Stelle für Tierarzneimittelzulassung) wurde folgendes mitgeteilt: " Der Vertrieb ohne Angabe von Inhaltsstoffen ist unabhängig davon, ob es als Arzneimittel oder Biozid einzustufen ist, rechtlich n i c h t zulässig."

    Die Zentalstelle der Länder für Gesundheitsschutz bei Arzneimitteln und Medizinprodukten wird die notwendigen weiteren Maßnahmen treffen.

    @ Ramon Gebauer: Damit ist wohl alles - auch hinsichtlich der angeführten "Unschuldsvermutung" - geklärt. Wer Mycosidol in Deutschland vertreibt, macht sich strafbar! Unwissenheit schützt auch da vor Strafe nicht.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Herr Gebauer,

    um es noch einmal zu wiederholen, es ist nicht nötig sich negativ angesprochen zu fühlen. Die immer noch berechtigte Kritik hat sich nicht unbedingt auf Sie bezogen, denn Sie haben ja im Gegensatz zu anderen Händlern reagiert; durch Ihre Argumentation sich allerdings auch selbst unnötig in die "Schusslinie" gebracht. Als bisher immer sehr zufriedener Kunde Ihres Onlineshops habe ich gar kein Interesse Sie persönlich anzugreifen.
    Allerdings bleibt das Anticyanomittel immer noch umstritten. Nach meinem Informationsstand wird derzeit gepüft, ob es zulassungspflichtig ist.

    Gruß

    Bernd Koberstaedt

    Hallo Zusammen,

    seit wann helfen Pilzmittel gegen Bakterien? Entweder hat der Hersteller einen großen medizinischen Wurf gelandet oder er mogelt. Komisch nur, dass in der Humanmedizin noch niemand diesen "Segen" mitbekommen hat. Kein Pauschalurteil gegen unsere Nachbarn, aber bei Tiermedizin und Pflanzenschutz traue ich ihnen nicht!

    Allerdings muss man bei Ramon Gebauer schon ein bisschen Abbitte leisten. Sollten Hersteller tatsächlich falsche Angaben machen - was hier nicht bewiesen ist, aber meine Zweifel sind immer noch erheblich - dann steckt er schon in der Zwickmühle. Immerhin hat er sich, wenn auch sehr emotional und nicht unbedingt überzeugend, der für ihn unangenehmen Diskussion gestellt, wärend andere, sonst beim Anpreisen ihrer Produkte meist recht aktiv, hier auf Tauchstation gegangen sind. Auch hat er das Zeug aus dem Handel genommen, andere bieten es immer noch an. Hoffentlich findet sich bald eine kompetente Untersuchungsstelle die Gewissheit bringt.

    Gruß

    Bernd

    Ps.: Antimykotika sind in der Regel allerdings ebenfalls Arzneimittel!

    Hallo Herr Gebauer,

    ich weiß gar nicht warum Sie sich immer den Schuh anziehen. Es heißt zwar, dass betroffene Hunde bellen. Ich habe immer allgemein vom Handel gesprochen und wenn Sie das Zeug aus dem Verkehr nehmen, solange der Antibiotikaverdacht besteht, brauchen Sie sich persönlich ja keine Sorgen zu machen. Ihre Argumentation ist allerdings mehr als fragwürdig. Wenn jeder meint, dass man die Gesetze nicht einzuhalten braucht, hätten wir bald Chaos im Land. Eine Vorverurteilung hat niemand vorgenommen, aber auf deutliche Verdachtsmomente hingewiesen. Für Verurteilungen sind bei uns die Gerichte zuständig. Bei Verdachtsfällen werden Ermittlungen eingeleitet, dies sind keine Vorverurteilungen! Diese zu initieren ist für einige Berufsgruppen sogar verpflichtend.

    Gruß

    Bernd Koberstaedt

    Hallo Paula,

    was hast Du für Gründe in die ernste und sachliche Diskussion solche gehässigen und unsachlichen Argumentationen einzubringen? Sind Produktbeschreibungen weniger glaubhaft, wenn sie auf holländisch geschrieben werden? Gibt es einen neuen harmlosen Stoff, der derartige antibakterielle Wirkungen entwickelt? (Die Medizin wäre dankbar bei der Bekämpfung multiresistenter Erreger.) Werden Laboruntersuchungen, die eindeutig Hemmstoffe nachweisen, dadurch schlechter, dass sie bereits 2004 erfolgten? Seien wir doch froh, dass engagierte Leute in unser aller Interesse Gefahrenquellen aufdecken. Dies muss man doch nicht mies machen. Schließlich können die zuständigen staatlichen Institutionen von sich aus nicht allem und jedem nachrennen. Und die betroffenen Händler, denen ich keinesfalls Böswilligkeit unterstellen möchte, sollten froh sein, dass noch keiner der Unmengen unterbeschäftigter Anwälte die sprudelnde Abmahnquelle entdeckt hat. Er müsste ja nur den Suchbegriff Mycosidol im IN eingeben und hätte schlagartig alle Anbieter. Dies würde dann echt teuer. Und wenn erst die zuständigen Behörden vom Verdacht des Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz Kenntnis erlangen, dann wird´s nochmals teuer!


    Gruß

    Bernd

    Zitat

    Original von ramon gebauer
    Achso aufgrund eines Webshops...und ich dachte schon es gibt zuverlässige Quellen.

    Betreiben Sie nicht auch einen Webshop? Ich gehe doch hoffentlich zu Recht davon aus, dass Sie Ihre Branche nicht als unzuverlässig einstufen. Aufällig ist allerdings, dass in den Niederlanden, dem Herkunftsland des Mittels, von Antibiotika gesprochen wird. Dort ist es wohl auch nicht verboten.

    Nochmals: Setzt doch dem Theater ein Ende und lasst das Zeug von einem unabhängigen Labor analysieren. Dass es zu Irritationen kommt ist doch nicht Schuld der Foren. Der Handel sollte doch selbst das größte Interesse an einer Klärung haben.