Beiträge von Bernd Koberstaedt

    Zitat

    Original von mbb


    für die meisten ist das aber nur ne geile deco, und das kotzt mich an :winking_face_with_tongue:

    Was mich stört, ist a. die Ausdrucksweise wie Du Dich hier aufspielst und
    b. die ewig gleiche Leier über mögliche Fehler anderer beim Kauf anstatt ordentliche Hilfe.

    Die immer gleiche Diskussion zur Beckengröße hat mit Glotzaugenbildung ganz sicher nichts zu tun. Dass anmaßende Auftreten mit dem man anderen seine Meinung aufzwingen will, gleichgültig ob in der Sache berechtigt oder nicht, hast Du hier im Forum nun schon oft gezeigt. Dies kann einen auch ank... .

    Schönen Feiertag

    Bernd

    Hallo,

    ob etwas im Handel vertrieben wird, ist sicher kein zuverlässiges Kriterium für Eignung und Unbedenklichkeit.

    Das Problem bei den Fertigmischungen ist, dass man mit diesen Mitteln die Werte kaum steuern kann. Die Verbrauchsverhältnisse in den einzelnen Becken sind hierfür viel zu unterschiedlich. Meist werden weitaus mehr Carbonate als Magnesium verbraucht.

    Getrennt dosierbare reine Dolomitsubstrate sind als Zusatz im Kalkreaktor meiner Meinung nach für eine Magnesiumzufuhr eher geeignet. Dabei muss man aber unbedingt beachten, dass anfangs nur ganz kleine Mengen vorsichtig eingebracht werden dürfen, da nach einiger Zeit die Magnesiumwerte recht stark ansteigen können.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Daniel,

    vielleicht solltest Du nochmals richtig lesen, was ich von Dir genau zitiert und darauf geantwortet habe. Ich habe Deinen Originaltext verwendet und nichts verzerrt. Über Deine Theorie zu den ausgelutschten Brennern habe ich mich gar nicht geäußert. Aber wenn Du meine Aussage nicht nachvollziehen kannst oder willst, dann lassen wir dies lieber.

    Gruß

    Bernd

    Ja was hinkt denn da??? Damit ist doch der klare Nachweis erbracht, dass die unterschiedlichen Ausfärbungen nicht an den Wasserparametern - wie von Dir geschrieben - festgemacht werden können, sondern doch überwiegend vom unterschiedlichen Licht bestimmt werden.
    Nur dieser Aussage von Dir habe ich widersprochen. Wenn unterschiedliche Beleuchtungsquellen oder Wassertiefen die Ausfärbung beeinflussen, dann liegt es doch wohl nicht am Wasser, sondern am Lichtbedarf der Korallen. Ist doch logisch und wird in der Fachwelt auch von niemand bestritten.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Andi,

    an was die Fische tatsächlich eingegangen sind, kann aus der Ferne wohl niemand mit Sicherheit diagnostizieren.
    Natürlich hast Du recht, dass man nicht blind alles mögliche Zeug ins Becken kippen soll, aber die Richtung in diesem Thread lief ja zum Nitrat hin und da hat Joe mit gutem Grund darauf hingewiesen, dass es daran wohl kaum liegen wird. Ich teile Joe´s Auffassung, dass hier oftmals mit großer Inbrunst formelhaft nach Wasserparametern gefragt wird, diese dann in der ewig gleichen Diskussion um die Testmarken infrage gestellt werden, das Kernproblem damit aber gar nichts zu tun haben muss.

    Gruß

    Bernd

    Zitat

    Original von ocean3012

    Vor allem die farbliche Ausprägung würde ich nach den bisherigen Erfahrungen aber auch sehr stark an den Wasserparametern und sonstigen Rahmenbedingungen (Algen) festmachen, und nicht überwiegend am Licht.

    Hallo,

    ich habe mit den günstigen Brennern von Aqualight auch beste Erfahrungen gemacht. Der obigen Aussage würde ich aber deutlich widersprechen. Ableger vom gleichen Mutterstock haben in meinem Becken je nach Standort und den dadurch verschiedenen Lichtverhältnissen deutliche Unterschiede in der Ausfärbung und die Wasserparameter sind dabei natürlich identisch.

    Gruß

    Bernd

    Zitat

    Original von MarkusK
    Hallo Nejmeh,

    na ja und der Besatz ist aber auch nicht wirklich ideal für so ein kleines Becken bzw. die Fische...
    Zumindest der Z. flavescens und der dritte einzelne Anemonenfisch gehören dringend raus!

    Grüße

    Markus

    Das war hier aber nicht die Frage!

    Gruß

    Bernd

    Hallo Reiner,

    bei Deinen vielen Maßnahmen und unklaren Ergebnissen kann man sicher nicht mehr die Ursachen der Probleme ermitteln. Ich möchte nicht schon wieder spekulativ die Riffkeramik als Verursacher verdächtigen, aber wenn Du früher bessere Erfahrungen mit lebenden Steinen gemacht hast, dann fang halt tatsächlich nochmals völlig neu an und verwende diese. Dann würde ich wegen möglicher Phosphatdepots und der Cyanoplage aber alles neu einbringen, auch den Sand.

    Gruß

    Bernd

    Zitat

    Original von extremecorals
    Wenn ich frisch importierte Tiere damit besser ans fressen kriege als mit anderen Futtermitteln dann ist das für mich ok und bestätigt auch meine Darstellung vom Futter.

    Hallo Claude,

    dies könnte natürlich der Erklärungsansatz sein. Frisch importierte Fische erkennen da am schnellsten eine mögliche Futterquelle, während Alteingesessene ihre Gewohnheiten bevorzugen.

    Insofern ist wohl auch mein Einwand unbegründet.

    Viele Grüße

    Bernd

    Zitat

    Original von iP


    An den schadstoffabbau mittels WW glaube ich nicht so wirklich.
    Vor allem bei sowas wie PO4 kannste meiner erfahrung nach wasser wechseln wie ein weltmeister, der wert verringert sich nur sehr sehr wenig.

    Hallo,

    dies liegt ganz einfach daran, dass Du Phosphatdepots im Becken hast. Nach dem Wasserwechsel lösen sie sich zum Teil und schon ist das Phosphat wieder da.
    Mit dem Wasserwechsel entfernst Du aber auch noch andere Schadstoffe, z.B. Nesselgifte etc..

    Richtig ist, dass es auf die jeweiligen Beckenverhältnisse ankommt. Ich wechsle alle zwei Wochen weniger als 10 %, habe aber ein sehr großes Algenrefugium und dadurch sehr niedrige Nährstoffwerte bei starkem Korallenwachstum.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Stefan,

    für meinen Geschmack hast Du ein bisschen viel verschiedenen Mittel in Dein Becken gegeben.

    Die Pünktchen bei den Fischen dürften Cryptocarion sein. Typisch ist dabei auch die hektische Atmung, da sich die Parasiten gern in den Kiemen festsetzen. Dagegen habe ich schon mit gutem Erfolg Protomarin Coral eingesetzt, aber bei Deinen derzeitigen Beckenverhältnissen würde ich nicht noch weiter chemische Mittel einbringen. Eine kleine Chance für die Fische bietet sicher die UV-Anlage, aber bei einer schon recht akuten Infektion ist die Wirkung oftmals nicht ausreichend.
    Sollten alle Fische eingehen, dann müsstest Du das Becken einige Wochen ohne Fischbesatz lassen, dann sterben die Erreger ohne Zwischenwirt komplett aus.

    Überhaupt würde ich das Becken jetzt einmal längerfristig in Ruhe lassen. Das Einbringen der lebenden Steine war eine gute Maßnahme. Nun braucht aber auch alles Zeit, um sich biologisch zu stabilisieren.

    Optisch sehen die Beläge doch sehr nach Goldalgen aus. Neben einer Reduzierung vorhandener Nährstoffe, insbesondere PO4, (falls keine oder nur wenige Fische noch im Becken verbleiben wohl kein großes Problem), würde ich als einzige Maßnahme mit Kalkwasser den pH-Wert auf 8,4 - 8,6 anheben und mindestens zwei Wochen so halten. Gleichzeitig den Gasaustausch begrenzen, damit der CO2-Gehalt im Wasser stark reduziert bleibt. Dies hilft gegen die meisten Algen, ohne negative Auswirkungen auf die Beckenbiologie. Ansonsten alle Mittelchen weglassen (!!!) und auch vorerst keinen Wasserwechsel mehr vornehmen.

    Schließlich bleibt dann nur noch Geduld, damit sich das Becken langsam von allein wieder stabilisiert.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Lodahl,

    mich wundert es eben, dass das Mittel lt. Hersteller einerseits unschädlich für Nitrifikationsbakterien, andererseits aber wirksam gegen Cyanobakterien sein soll. Dass es korallenverträglich ist, wäre für mich leichter nachvollziehbar. Aber wenn es bei Dir erfolgreich gewirkt hat und tatsächlich keine Beeinträchtigungen als Spätfolge auftreten, dann wäre es ja ein positiver Einsatz gewesen. Nach meiner Erinnerung wurde über Antired schon früher mehrmals berichtet, aber wohl nicht mit immer gleichen Ergebnissen.
    Vieleicht greift da jemand mit entsprechenden Erfahrungen das Thema nochmals auf.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Lodahl,

    steht im Beipackzettel von Antired welcher Wirkstoff zugrunde liegt? Eigentlich muss dies bei jedem antibakteriellen Mittel angegeben werden.
    Soweit ich weiß, ist zwar kein Antibiotika enthalten, aber auch andere antibakterielle Wirkstoffe - z.B. das hochgiftige Silber - können natürlich erhebliche Schäden bei der gesamten Bakterienpopulation im Becken verursachen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    heute kam in Nano ein Bericht über eine neue Untersuchung zur Versauerung der Meere. Demnach wirke der sinkende pH-Wert nicht auf das Gehör, sondern auf den Geruchssinn der Anemonenfische. Dadurch hätten Jungfische Schwierigkeiten eine geeignete Anemone zu finden, da sie sich hierzu vor allem am Geruch orientieren würden. Außerdem sei eine deutliche Verlangsamung des Wachstums von Seeigel-und Seesternlarven beobachtet worden und man befürchte schwerwiegende Beeinträchtigung für die Tiefseekorallenriffe in den Kaltwasserzonen entlang der europäischen Küsten.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Frank,

    versuch doch noch einen Pegel Plus von Zajac aufzutreiben. Das Gerät wird in den Foren noch ab und zu gebraucht angebote. Bei mir funktionieren zwei Pegelgeräte schon seit vielen Jahren absolut zuverlässig und preiswert waren sie obendrein. Leider wird Pegel Plus nicht mehr gebaut; lt. Zajac weil in der EU keine neuen Geräte mehr vertrieben werden dürfen, die mit 220 Volt arbeiten.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,
    Bezüglich der Körperform hat Jens recht.
    Luzonichthys waitei hat aber meines Wissens keinen so gelben Rücken und am Ansatz der Rückenflossen jeweils einen schwarzen Punkt. Wie wäre es mit L. microlepsis?

    Gruß

    Bernd

    Weil hier viel zerredet oder fehlinterpretiert wurde - auch wenn es nicht jedem zusagt - nochmals meine grundsätzliche Empfehlung zur Neueinrichtung:

    - Becken nicht mit unnötigem Dekorationsmaterial vollstopfen, der Raum fehlt dann bei gutem Korallenwuchs. Einmal eingewöhnt wuchern sie das Becken schnell zu. Dies sieht dann viel natürlicher und interessanter aus als totes Dekorationsgestein.

    - Keine unnatürlichen Konstruktionen und filligranen Gebilde herstellen. Diese gibt es aufgrund der großen Kraft des Wassers im Riff nicht und sie wirken schnell kitschig.

    - Für die nötigen Grundaufbauten beim knappen Raum würde ich lieber lebende Steine anstatt toter Dekomaterialien (gleich welcher Art) verwenden. Sie erfüllen sofort eine biologische Funktion, bringen das nötige Mikroleben ins Becken, bieten oftmals interessante Überraschungen und sehen nicht unnatürlich aus.

    So empfehle ich es aufgrund 40 jähriger Erfahrungen mit der Meeresaquaristik. Dies ist nur mein Rat und kein Dogma.

    Viele Grüße

    Bernd

    Zitat

    Original von Lightgear


    Nimm 10 Tonnen totes Gestein, schütte sie neben ein Riff und komm nach 5 Jahren wieder, den Unterschied siehst Du nicht.
    Die Flora und Fauna ist komplett transferiert.
    Jedes Tier das in das Becken eingebracht wird mit 3 - 4 Lebenden Steinen, wird transferiert und mit jedem Korallenableger


    Sehe ich auch so und haben jetzt schon 5 Leute so geschrieben Du wetterst weiter :face_with_tongue:

    Warum muss man denn hier immer gegenteilige Diskussionsansichten abwerten und als "wettern" etc. bezeichnen? Sollen immer nur Beiträge erfolgen die einer bestimmten Meinung entsprechen? Hat hier jemand ein Meinungsmonopol?

    Dass totes Gestein schnell im Riff besiedelt wird, stellt niemand in Frage. Aber im Aquarium erfolgt dies eben nicht so einfach und schon gar nicht mit jedem Tier! Korallenwelt schreibt hierzu: "Natürlich belebt sich künstliches poröses Dekorationsmaterial...in einem Aquarium nicht in dem selben Maß, wie im Meer, das weiß doch jedes Kind und steht außer Frage."

    Gruß

    Bernd

    Hallo Thomas,

    auf den Thread habe ich nur beispielhaft hingewiesen, weil er zufällig aktuell zum Problem mit Riffkeramik erschienen ist. Wer in der Vergangenheit den Foren aufmerksam mitgelesen hat, konnte viele kritische Beiträge ersehen.
    Damit ich nicht falsch verstanden werde, natürlich gibt es auch gut funktionierende Becken mit Riffkeramik - wobei es sich dann aber meist um Kombinationen mit lebenden Steinen handelt - und manche sind auch so geschickt gestaltet, dass sie nicht kitschig wirken. Aber es gibt eben auch sehr viele gegenteilige Beispiele und die Gefahr, dass man sich da bei der Einrichtung ins Zweifelhafte versteigt, ist bei natürlichen Materialien weit geringer.

    Das Hauptmissverständnis liegt wohl aber vor allem darin, dass hier die meisten Schreiber glauben, es gehe nur um ein paar verschiedene Bakterien, die sich dann auch nach einiger Zeit in der Riffkeramik ansiedeln. Das Mikroleben in den lebenden Steinen ist aber weit, weit vielfältiger und vieles lässt sich nicht so ohne weiteres übertragen. Dies gilt vor allem für festsitzende Organismen wie Schwämme, Seescheiden, Röhrenwürmer usw.. Das ist ja auch das Spannende an lebenden Steinen, wenn man erlebt, was da so alles zum Vorschein kommen kann.

    Mir geht es einfach darum auch einmal aus meiner Sicht die Kehrseite anzuführen, aber wie schon der alte Fritz sagte, soll jeder nach seiner eigenen Fasson glücklich werden.

    Gruß

    Bernd

    Zitat

    Original von mbb

    völlig richtig, nur verstehe ich keines, was gegen keramik etc spricht. du argumentierst ohne argumente!!!

    Dann solltest Du einfach nochmals genau nachlesen oder aber z.B. auch den im Moment vor diesem Thread stehenden (Titel "Probleme mit Riffkeramik".

    Hallo zusammen,

    das Thema lautet ja: "Riffkeramik anstatt Lg" und während hier viele Leute für die Riffkeramik argumentieren plädiere ich eben für lebende Steine, deren Einsatz die Meeresaquaristik entscheidend vorangebracht hat.
    Damit habe ich mich nicht zu einem "Rundumschlag hinreißen lassen", sondern sachliche Gegenargumente angeführt.
    Fachliche Meinungsäußerungen sind doch wohl der Sinn eines Aquarienforums.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Thomas,

    Dein Einwand aus Umweltgesichtspunkten ist sicher nicht falsch, aber dann müsste man konsequenterweise ganz auf das Aquarium verzichten, nicht zum Tauchen fliegen und vieles andere unterlassen.
    Ich glaube aber nicht, dass wir Aquarianer nur Schäden anrichten. Viele wissenschaftliche, arterhaltende Erkenntnisse gäbe es ohne uns nicht. Die Aquaristik schafft auch Arbeitsplätze in der dritten Welt, weckt das Interesse an der Natur und nicht zuletzt an der Erhaltung der Lebensräume.
    Lebende Steine sind übrigens häufig Abfall der Schleppnetzfischerei. Besonders die kleineren Fischerboote entledigen sich der aufgenommenen Steinbrocken in Hafenbereichen, wo sie gesammelt werden können. Natürlich gibt es auch Sünden, aber dann doch eher beim Hotelbau und ähnlichen Projekten.
    Da inzwischen in einigen Ländern die Ausfuhr auch kontrolliert wird, denke ich, dass zumindest dort schwere Eingriffe begrenzt sind.
    Alternativen sind möglicherweise auch die Versuche mit künstlichem Lebendgestein. Ihre Besiedlung im Meer dürfte zumindest deutlich besser sein als die der Keramik im Aquarium.

    Gruß

    Bernd

    Die Riffkeramikhersteller behaupten ja immer, dass - wenn auch mit etwas Geduld - die Keramik wie lebende Steine besiedelt wird und dann die gleiche biologische Wirkung entfaltet. Aber was bedeutet da Geduld, Wochen, Monate, Jahre? Eine identische Besiedlung erfolgt meiner Meinung nach nie. Auch ist es gerade auch ein Sinn des Einsatzes der lebenden Steine, den Start einer guten Beckenbiologie zu unterstützen und dies kann die Riffkeramik eben nicht (ganz abgesehen von der Problematik der möglichen Abgabe unerwünschter Stoffe in der Anfangszeit).

    Dass Becken bis zur Oberkante mit lebenden Steinen voll zu knallen, habe ich nicht empfohlen, sondern stattdessen diese als Basis für die lebenden Tiere zu verwenden. Diese gestalten dann das Becken wesentlich. Auch muss man nicht gutbetucht sein, um lebende Steine zu verwenden. Ich glaube nicht, dass die Riffkeramik verschenkt wird. Auch wird ansonsten viel Geld für unnützes Zeug ausgegeben, sei es für fragliche Technik oder irgendwelche Mittelchen - z.B. um eine ordentliche Beckenbiologie in Gang zu bringen.

    Natürlich kann man auch mit lebenden Steinen gut konstruieren, z.B. durch Unterwasserverklebung mit Korallenkleber. Dies sieht dann deutlich natürlicher aus als Keramikzacken. Filligrane Gebilde sind damit zwar eher nicht zu basteln, aber die gibt es im lebenden Riff auch nicht.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    wer meint, dass er mit zwei oder drei kleinen lebenden Steinen die biologische Wirkung eines komplett mit lebenden Steinen ausgestatteten Beckens erreichen kann, der träumt oder fällt auf die Werbeaussagen der Riffkeramikproduzenten herein. Die Kleinstlebewesenwelt in den lebenden Steinen vermehrt sich doch nicht so explosionsartig, dass sie nur darauf wartet das tote und anfangs auch noch chemisch unstabile Material der Riffkeramik zu besiedeln. Wenn überhaupt, dann geschieht es nur nach langer Zeit und niemals so vielfältig wie in lebenden Steinen.
    Einrichtungsfragen sind natürlich Geschmacksache. Aber die skurilen Gebilde der Riffkeramik haben kaum eine Ähnlichkeit mit dem Bild eines natürlichen Riffes. Sie erinnern allenfalls entfernt an die toten Skelette von Korallenleichen.
    Der Anfänger möchte natürlich schnell sein Becken dekorieren. Es werden dann Türmchen und Bögen konstruiert, die es in dieser Form im gesunden Riff kaum gibt (allenfalls im Trümmerfeld angestorbener Korallen). Wer nicht selbst taucht oder schnorchelt, kann sich ja an den vielfältig verfügbaren Unterwasseraufnahmen und Filmen orientieren.
    Ein wirklich schönes Meerwasseraquarium erhält seine dekorative Wirkung durch die lebenden Sachen wie Horn-und Weichkorallen, für Fortgeschrittenere LPS und SPS, außerdem Krusten-und Scheibenanemonen, Muscheln und vieles mehr. Lebende Steine bilden hierfür eine auch optisch hervorragende Basis. Da bedarf es keiner künstlichen Dekomaterialien.
    Aber wie schon gesagt, alles ist Geschmackssache und es gibt auch Becken mit Plastikkorallen, blubbernden Tauchern und Keramikburgen. Wer´s halt mag.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    ich filtere schon immer mit einem Schnellfilter und blauem Schwamm, zusätzlich zur Abschäumung. Was mechanisch entfernt wird, unterliegt erst gar nicht den Abbauprozessen und führt damit nicht zur unnützen Wasserbelastung mit Nitrat und Phosphat.
    Ob die "Schwebeteilchen", in erster Linie Futterreste und Fischkot, als Korallennahrung dienen, da habe ich doch meine Zweifel.
    Die Schwämme wasche ich einmal pro Woche aus, im Urlaub können es auch gut drei Wochen werden. Da finden dann sicher auch Abbauprozesse in den Schwämmen statt, aber Probleme gibt es deswegen nicht. Alle meine Korallen leben gut damit.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Thomas,

    nun z.B. zwischen Deine Annahme im Beitrag heute 16.21 - der ich ursprünglich ja auch gefolgt bin und Deinem spätern von 17.15 Uhr. Inzwischen ist mir dies vermutlich schon klar, aber da auch ein Chemiker, dessen Qualifikation ich nicht beurteilen kann, in diesem Zusammenhang möglicherweise Denkfehler verbreitet hat, hatte ich mir vom Begründer der Methode ein paar aufklärende Erläuterungen erhofft. Aber bei diesem Thema gibt es seltsamerweise immer wieder merkwürdige Reaktionen aus verschiedenen Seiten.
    Als Autodidakt, der hier sein Halbwissen verbessern möchte, kann man sich über die Diskussionsformen in früheren Diskussionen nur wundern.
    Aber danke Thomas, ich glaube anhand Deiner Beiträge auch ohne stöchiometrische Kenntnisse nun prinzipiell die Problematik verstanden zu haben.

    Viele Grüße

    Bernd

    Zitat

    Original von Hans-Werner


    wo siehst Du widersprüchliche Gedankengänge?

    Nicht bei Dir, sondern in den vorausgegangenen Beiträgen. Da Du auf diese verwiesen hast, musste ich mir - und vielleicht auch ein paar andere, die aufgrund der immer wiederkehrenden Diskussion auch ein paar Verständnisprobleme hatten - die Antwort aus Fragmenten verschiedener, teilweise widersprüchlicher Äußerungen zusammensuchen. Mit eine paar erklärenden Sätzen für Ungebildete wäre vielleicht auch Klahrheit herstellbar gewesen.
    Da ich leider nur Abitur habe, leider auch schon ein paar Tage aus der Schule bin und Stöchiometrie auch nicht Teil eines meiner Studienfächer war, werde ich mich natürlich nun selbst um ein Grundschulniveau bemühen.

    Danke für den hilfreichen Ratschlag

    Bernd

    Hallo zusammen,

    so ganz einfach ist es mir nicht, hier den unterschiedlichen und teilweise widersprüchlichen Gedankengängen zu folgen. Mir ging es auch nicht um ein bestimmtes Produkt wie Tropic Marin, sondern um eine Erklärung zum aufgezeigten Verständnisproblem. Offensichtlich ist es dem Chemiker schwer die Gedankengänge des Laien nachzuvollziehen und dem Laien mit seinem Halbwissen die Fakten auf die Reihe zu bringen. Aber es tröstet, dass auch Ansichten promovierte Chemiker, Ausgangspunkt der "Verwirrungen" , umstritten bleiben.

    Deine Meinung, lieber Thomas, dass in dem etwas seltsamen Ausgangsthread im anderen Forum eher der Titel des Verfassers im Vordergrund zu stehen scheint, teile ich. Ich fand da allerdings auch ihm gegenüber manches nicht ganz fair. Aber dies gehört hier nicht hin.

    Viele Grüße

    Bernd