Beiträge von Bernd Koberstaedt

    Hallo zusammen,

    ich habe die von Hans-Werner in seinem Link gepostete Dipl.Arbeit nun nochmals in Ruhe durchgelesen. Neben der schon angeführten Feststellung zur problematischen Taxonomie der Vielzahl der unterschiedlichen Cyanostämme/-formen erscheinen mir die Ergebnisse zum untersuchten Wachstum beim Stamm Flo 1 (Oscillatoria limnetica) recht aufschlussreich:

    1. Stickstoffverhältnisse in ihren verschiedenen Formen spielen für das Wachstum so gut wie keine Rolle! Zusätzliche Stickstoffgaben führten im Vergleich zu fehlenden Stickstoffquellen nur zu äußerst geringen Steigerungen der Biomasse; hohe Konzentrationen teilweise sogar zu einer Abnahme; NaNO2 wirkte ab einer Konzentration von 5 mM sogar toxisch auf die Zellen.

    (Die in der Aquaristik immer wieder auftauchende Theorie von einem Missverhältnis P : N als Ursache für die Cyanoproblematik dürfte damit nicht bestätigt sein. Grund für die Bedeutungslosigkeit der Stickstoffverhältnisse ist die Möglichkeit der starken Verwertung von Reservestoffen wie Cyanophycin).

    2.Bezüglich der Salinität besteht eine hohe Toleranz, das höchste Wachstum erfolgt aber bei Salinität 15 - 18.

    3. Höhere pH-Werte fördern das Wachstum.

    4. Tendenziell erfolgt ein stärkers Wachstum bei niedrigerer[U] Lichtintensität. Sie können mit starken Schwankungen lichtsammelnder Pigmente um des 4 - 5 fache auf unterschiedliche Lichtstärken reagieren. Die Lichtqualität (Spektralbereiche) hat dagegen kaum signifikante Auswirkungen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Philipp,

    da relativ viele andere Aquarianer mit dem wohl auf Traubenzucker basierenden AntiCyano-Mittel (Diskussionsergebnis im RAF) keine sichtbaren Erfolge hatten, kann man davon ausgehen, dass Kohlenstoffgaben keinesfalls generell gegen alle Cyanoplagen helfen. Anderseits ist es ein alter Erfahrungswert, dass verschiedene Milieuveränderungen - und die erfolgen durch Traubenzuckergaben natürlich auch - oftmals Effekte zeigen.
    Nun stellt sich aber vor allem die Frage wie es weitergeht! Bleiben die Cyanos auf Dauer weg oder kommen sie nach Absetzen der Traubenzuckergaben wieder? Beim fraglichen Mittel war dies meistens der Fall. Die weitere Frage ist, wie reagieren die Beckeninsassen längerfristig darauf. Hier gab es die meisten Probleme, so dass am Ende erhebliche Schäden festgestellt wurden (und dann die Cyanos doch wieder kamen, weil die eigentliche Ursache nicht abgestellt war). Damit war die Zugabe letztlich in den meisten (nicht allen berichteten) Fällen eine völlig untaugliche Maßnahme.
    Insofern wären also auch weitere Berichte zu einem späteren Zeitpunkt interessant. Leider werden diese bei späteren Misserfolgen leider oftmals unterlassen

    Noch eine Frage: Was bezeichnest Du als Braunalgen? Kieselalgen dürften ja eher weniger auf Kohlenstoffdüngung reagieren.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,
    bekanntlich führen viele Wege nach Rom. Ich betreibe das Hobby nun seit über 40 Jahren, habe noch nie Bakterien, Zeolith, Wodka oder irgendwelche Wundermittel verwendet, ebenfalls keine Adsorper oder Pellets und betreibe kein Balling, keine Strömungsorgien und keine LED-Beleuchtung.
    Dafür habe ich von Anfang an lebende Steine verwendet und halte ich meine Wasserwerte mit einem sehr großen Algenrefugium, Kalkwasserzugaben, Kalkreaktor, Abschäumer und regelmäßigen, kleineren Wasserwechseln stabil, bei gutem Fischbesatz und hervorragendem Zustand der Korallen (Weich-, Hornkorallen, LPS und viele SPS). Nicht jeder kommerziellen Modeerscheinung muss man folgen.
    Es geht auch bestens ohne Firlefanz, wenn man sein Hobby (vielleicht altmodisch?) mit Sorgfalt und gründlich erarbeitetem Fachwissen betreibt.

    Gruß

    Bernd

    Zitat

    Original von Armin Glaser
    Hallo Chris,

    bist du sicher, dass die 0,001% Ethanolkonzentration, die wir den Fischen mit Wodka zumuten, irgendwelche
    Schäden erzeugt? Das ist deutlich weniger, als wir uns selbst mit alkoholfreiem Bier oder Fruchtsäften zumuten.

    Hallo Armin,

    hier bewegen wir uns wohl im Bereich der Spekulation, allerdings können wir menschliche Alkoholverträglichkeiten auch nicht einfach auf andere Organismen übertragen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    auch wenn die Diskussion im RAF vielleicht nicht immer höflich verlief, ein deutliches Ergebnis war aber dass das Mittel wie eben auch andere Wundermittel meistens nichts geholfen und oftmals eher Schaden angerichtet hat!
    Ich frage mich, wie oft noch ungeduldige Aquarianer an angeblichen Allheilmitteln glauben, anstatt sich über die Problematik der Cyanobkämpfung richtig zu informieren. Hierzu wurde ja schon unendlich viel geschrieben.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Hans-Werner,

    danke für den Link über die Diplomarbeit von Schrübbers. Ich kannte sie bisher noch nicht. Sie bestätigt aber meine Grundaussage über die große Diversität der Cynobakterien und damit verbunden die Unwahrscheinlichkeit für die aquaristische Praxis, ein akzeptables (von Antibiotikas abgesehen) "Allheilmittel" gegen Cyanobakterien zu finden.
    Bei den mehrfach revidierten toxonomischen Einteilungen der Oscillatoriaceae kam man ja lt. dieser Dipl.Arbeit ursprünglich auf bis zu 1500 Spezies. Zwar wurde diese Einteilung später gestrafft, da verschiedene Kriterien der Zuordnung von Variabilitäten und wechselnden Umweltbedingungen bestimmt waren, aber dies ist ja für die aquaristische Praxis genau das Problem. Ob die unterschiedlichen Reaktionen auftretender Cyanoplagen von der Zugehörigkeit zu bestimmten Spezies, variablen Formen oder ihren breiten Anpassungsmöglichkeiten an unterschiedliche Umweltbedingungen wie Stickstoffverfügbarkeit, Lichtstärke, Lichtqualität oder physikalische Bedingungen abhängen, bleibt letztlich egal, ist für den Anwender so gut wie nicht zuordenbar und verhindert eben einen einheitlichen Bekämpfungsansatz.

    Viele Grüße

    Bernd

    Hallo Hans-Werner,

    wenn Du Dir etwas Zeit nehmen kannst, dann recherchiere zu dem Thema mit dem Stichwort Cynobakterien einmal nach Veröffentlichungen zu Untersuchungen der Universität Bremen (habe die Autoren momentan leider nicht parat). Da gibt es einige gute Beiträge zur Vielzahl der relevanten Stämme und Formen und deren stark abweichenden Eigenschaften.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    man kann immer nur wiederholen, dass es kein aquarientaugliches Allheilmittel gegen Cyanobakterien schlechthin gibt, denn hierbei handelt es sich um eine Unzahl unterschiedlicher Stämme mit genauso verschiedenen Eigenschaften und Ansprüchen!

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    ob der Sachverhalt für eine "philosophische" Überhöhung geeignet ist, möchte ich doch bezweifeln. Es handelt sich, wie schon geschrieben wurde, einfach um Kaufverträge, die ungenügend erfüllt wurden. Mit einer angemessenen Information der Käufer wäre alles zu erledigen gewesen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Corinna,

    ich sehe eigentlich keinen Grund für irgend welche Ermahnungen. Negative Erfahrungen mit einem Händler gehören selbstverständlich in ein Forum, zumal da ja auch - wie Klaus richtig angemerkt hat - gelobt und geworben werden kann.
    Lies noch einmal in Ruhe nach. Bernhard hat nur deutlich als Beispiel seine gegenteilige Erfahrung - nicht unangemessen - dem abwiegelnden Beitrag von ATS nachgestellt.
    Offensichtlich haben ja auch mehrere Leute ähnliche Erfahrungen gemacht. Niemand kann zugemutet werden, einem Händler wochenlang einen zinslosen Kredit zur Verfügung zu stellen.
    Es gibt wirklich zuverlässige Online-Händler, bei denen schnellstens geliefert wird. Neben den genannten seien der Vollständigkeit halber als Beispiel auch Coral Garden oder Zooprofi genannt.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Claude,

    ja, leider sind die Werte bei den div. Salzmischungen wohl recht abweichend und oft gar nicht angegeben. Ich strebe für mein Becken einen Wert von ca. 400 mg/l an. Leider sind die erhältlichen Tests für Ungeübte nicht so ganz einfach.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Gerhard,

    ich vermute weiterhin stark, dass es vom Salz kommt. Wie schon geschrieben hatte ich schon mehrfach Abweichungen vom Richtwert (bei Mg und Ca), daher ist dies sicher auch bei Kalium denkbar. Wie oft Abweichungen vorkommen, kann man nur vermuten, denn man misst ja die Salzmischungen nicht ständig nach.
    Hast Du inzwischen Messergebnisse?

    Gruß

    Bernd

    Hallo Hans-Werner,

    danke für Deine sehr interessante Bewertung. Ich selbst bin ja ebenfalls recht skeptisch bezüglich höherer Kaliumkonzentrationen und fand dies bisher auch durch Armin´s Ausführungen in seinem Buch bestätigt.

    Da in den meisten Aquarien heute nicht mehr nur noch Fische gehalten werden, dürfte es also auch weiterhin erstrebenswert sein, den natürlichen Kaliumgehalt - zumindest nicht allzu sehr - zu überschreiten. Selbst wenn Fische nicht unmittelbar betroffen sein sollten (Langzeituntersuchungen hierzu habe ich noch nirgends gefunden, von der auch von Armin verwendeten Quelle, bei der ja auch Fische einbezogen waren, ist mir leider nur das Abstract zugänglich) so würde ich mittelbare Auswirkungen durch Milieuverschlechterungen infolge der negativen Auswirkungen auf andere Organismen auch nicht ausschließen.
    Insofern bin ich gespannt, wie sich die immer verbreiterten Kaliumdosierungen bei der Mehrheit der Nutzer auf Dauer auswirken werden.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Armin,

    von NOEC-Werten habe ich eigentlich auch nichts geschrieben, aber bedeutet Deine jetzige Aussage - unabhängig von Gerhard´s konkretem Problem - dass Kaliumwerte über dem natürlichen Gehalt nur für Garnelen problematisch sind?

    Vor dem Hintergrund der verbreiteten Kaliumdosierung vor allem für die Ausfärbung von Korallen wäre hier eine grundsätzliche aktuelle Bewertung von Dir sehr hilfreich, zumal Du in Deinem Buch im gesamten Kapitel über Kalium hinsichtlich einer zusätzlichen Dosierung ja insgesamt eher zurückhaltend bis ablehnend argumentierst.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    die hohen Kaliumwerte kommen meiner Meinung nach vor allem von den Salzmischungen. Im letzten Jahr hatte ich einen Kaliumgehalt von 435 mg/l (Labormessung), obwohl ich lange Zeit keinerlei Spurenelemente oder sonstige Zusätze verwendet hatte. Offensichtlich gibt es aber immer wieder Abweichungen bei den Salzmischungen vom angestrebten Zielwert (nicht nur im Bezug auf Kalium), seien es Mischprobleme oder Entmischungen. Wenn man dann einmal ein derartiges Salz erwischt, können sich schnell - oft unbemerkt - entsprechende Verschiebungen bei den Wasserwerten ergeben. Bei regelmäßig gemessenen Inhaltsstoffen wie Calcium oder Magnesium merkt man dies bald, bei anderen aber weniger.
    Einen Ausgleich bringt da am ehesten noch die abwechselnde Verwendung verschiedener Marken, wobei ich auch gelegentlich zu Standardsorten greife, um zu hohe Werte wieder in den Griff zu bekommen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Onkel 2006,

    die Meeresaquaristik ist ein umfangreiches, komplexes Feld. Zu glauben, dass man da mit ein paar Hinweisen aus einem Forum oder Erfahrungswerten von vorgestern einsteigen kann, ist absolut unrealistisch. Damit zäumst Du das Pferd von hinten auf. Halte Dich an den mehrfachen Rat von Phillipp und lies Dich erst einmal richtig ein! Das Hobby ist ohnehin nicht billig, da ist Fachliteratur noch die preisgünstigste Investition. Du wirst da ohnehin noch viel Lehrgeld bezahlen müssen.

    @ alle: Auch wenn es gut gemeint ist, ein paar unzusammenhängende Einzelratschläge an völlig unbedarfte Einsteiger nützen niemand. Da wird viel zu schnell zum voreiligen Einstieg verführt, mit den bekannten Konsequenzen für Tier, Mensch und Geldbörse.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    der zu hoher Calciumgehalt von 515 mg/l dürfte allenfalls zur schnelleren Verkalkung der Geräte führen, ist aber sicher nicht die Ursache für die aufgetretenen Probleme. Auch der Mg-Gehalt von 1514 mg/l ist noch unproblematisch. Durch einen Mischfehler bei einem Salz hatte ich lange Zeit weit höhere Werte - ohne Schäden.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    dass Test´s unverzichtbar notwendig sind, ist doch selbstverständlich. In der Medizin ist dies für alle Medikamente Voraussetzung für die Zulassung und ohne hätten wir auch keinerlei Kenntnisse über mögliche Auswirkungen. Dies gilt natürlich auch für die Aquaristik.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Ingrid,

    ja, zwei Fische (was nichts an der Aussage ändert) und eben nicht nur Mysis! Außerdem habe ich nichts von Zahlen geschrieben, sondern von seiner allgemeinen Feststellung, dass alle Erhöhungen zu Schäden geführt haben. Ich wüßte auch nicht, was da Armin missverständlich formuliert haben soll. Es wurde im Bezug auf giftige, kaliumhaltige Abwässer die Auswirkung auf Meeresbewohner untersucht, Mysis haben dabei lediglich besonders empfindlich reagiert. Hätte er sich nur auf Wirbellose bezogen, gäbe es keinen Grund die Fische zu benennen.

    Gruß

    Bernd

    Ps.: Wer Lust hat kann ja selbst einmal in Armin´s Quelle nachlesen: Pillard et al. (1996) Acute toxicity of saline produced waters to marine organisms.
    http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/et…enticated=false

    Zitat

    Original von IngridR,

    bei den untersuchten Tieren handelte es sich um Mysis, die als besonders empfindlich beschrieben werden. Zu den Fischen gibt Armin keine Grenzwerte

    Hallo Ingrid,

    nein, die Untersuchung bezog sich nicht nur auf Mysis, sondern auch auf Fische (Edelsteinkärpfling, Zahnkärpfling und Gezeitenährenfisch). Deshalb schreibt er auch von "untersuchten Tieren" und nicht nur von Mysis.

    Gruß

    Bernd

    Zitat

    Original von Gerhard Richter
    Hallo

    Habe inzwischen von Torsten Sause erfahren, dass Kalium auch in der Menge nicht für Fische giftig ist.

    Hallo,

    da gibt es aber auch andere Meinungen! Armin Glaser berichtet in seinem Buch von Untersuchungen aus der Umweltforschung, wonach " alle Erhöhungen des Kaliumgehaltes über den natürlichen Wert zur Schädigung der untersuchten Tiere führten!"

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    macht Euch nichts vor. Die Bekämpfung mit Fressfeinden klappt - wenn überhaupt - nur bei geringem Anfangsbefall, und die angeblich geeigneten Fische oder Krabben zeigen große individuelle Unterschiede. Einmal an die übliche Aquariennahrung gewöhnt, gehen sie kaum noch an Plattwürmer.

    Verschiedene Nacktschnecken fressen sie recht gründlich, sind aber meist schwer zu bekommen, geben das mit den Plattwürmern teilweise aufgenommene Gift wieder ab und verhungern später im Becken, da sie keine Ersatznahrung aufnehmen.

    Einigermaßen erfolgreich ist die Tellermethode (siehe hierzu auch den Link von Corinna).
    Ich selbst habe - obwohl grundsätzlich äußerst zurückhaltend mit chemischen Mitteln - wie viele andere schon problemlos Concurat L eingesetzt. Da gehen eben auch die Meinungen/Erfahrungen auseinander.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    Fadenalgen los zu werden, ist nun wirklich kein großes Problem. Ein Neustart wäre absoluter Unfug.

    Wie schon häufig geschrieben wurde, hilft die Kalkwassermethode - lange genug und konsequent durchgeführt - sehr zuverlässig. Durch die Erhöhung des pH-Wertes auf pH 8,6 wird CO2 gebunden und ist für die Fadenalgen nicht mehr ausreichend verfügbar. Dadurch gehen sie nach und nach zurück, unabhängig von den sonstigen Nährstoffverhältnissen im Becken. Parallel dazu sollte die Strömung reduziert werden, um den Neueintrag von CO2 aus der Raumluft zu erschweren.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Gerd,

    bei welcher Salinität hast Du den Kaliumwert gemessen?

    Armin Glaser hat ja in seinem Buch schon darauf hingewiesen, dass der Kaliumgehalt bei maximal 420 mg/l liegen sollte und in einer Vielzahl getester Becken die Konzentrationen weit darüber lagen.
    Ich nehme auch an, dass es vor allem an den Salzmischungen liegt, wobei die einzelnen Produkte wohl duch Mischprobleme/Entmischung häufig Abweichungen vom Zielwert haben.
    Mittel, die die Färbung der Korallen intensivieren sollen, enthalten allerdings meist auch Kalium.

    Am Ergebnis Deiner Messungen bin ich auch sehr interessiert.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    selbst gefangene Tiere mit nach Hause zu nehmen, hat ja schon seinen Reiz. Da muss es nicht unbedingt ums Geld gehen. Transportverluste sind schon ärgerlich und vermeidbar, aber meint hier jemand die gibt es im kommerziellen Handel nicht???

    Ich habe mir schon häufig Einsiedler aus tropischen Regionen ohne jegliche Verluste mitgebracht. Zum Transport benutze ich einfache Getränkeflaschen aus Plastik. Wichtig ist - wie schon geschrieben - nur wenig Wasser (max. eine Tasse voll) und wenige Tiere (je nach Größe max. 5 - 10 je Flasche) pro 1 l - Flasche einzufüllen. Einsiedler benötigen auch unbedingt etwas zum Festhalten (ich nehme Stofftaschentücher), sonst halten sie sich an einander fest und ziehen sich aus dem Häuschen.

    Schnecken und Einsiedler aus dem Mittelmeer halten sich leider bei den höheren Temperaturen in unseren Korallenbecken nicht so lange wie Tropische.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Philipp,

    ich würde entweder zunächst nur einen Wasserwechsel mit etwas geringerer Salinität machen und dann über Tage verteilt jeweils einen Eimer Wasser entfernen und reines Osmosewasser langsam nachfüllen oder die Wasserwechsel auf zweimal verteilen. Eine weiter etwas zu hohe Salinität in der Zwischenzeit ist kein Problem.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Normann,

    ich glaube nicht, dass es am Standort, Strömung, Wasser oder Beleuchtung lag. Ich denke eher, dass die Ableger einfach zu klein sind. Nach meiner Erfahrung wachsen so kleine Stücke nur schwer weiter. Besser klappt es mit Ästen mit 5 - 7 Polypen. So werden sie auch von den mir bekannten guten Züchtern vertrieben.
    Einmal eingewöhnt wachsen sie nahezu an allen Plätzen, erfreulicherweise auch in relativ abgeschatteten Bereichen. Zur Fütterung gebe ich alle paar Tage (wenn ich gerade daran denke) nach dem Abschalten der Beleuchtung zwei Würfel gefrorene Cyclops oder etwas Staubfutter für Korallen ins Becken. Mein Becken ist extrem nährstoffarm (inzwischen zuviele groß gewordene SPS darin), aber sowohl die neongrüne als auch die graublaue Form wachsen dank der Fütterung sehr gut (als Ableger an vielen verschiedenen Stellen).

    Gruß

    Bernd

    Zitat

    Original von Wolfgang_Suchy


    Lebendtiere aus Kroatien, dürfen nicht nach Slovenien importiert werden, und genau da liegt der Haken.
    Außer man fliegt.

    [B] Was ist mit den Langusten und Seeigeln, die lebend in den Restaurants in Slowenien angeboten werden und aus kroatischen Gewässern stammen?[B]

    Und das Sammeln von Tieren in Kroatien ist auch so eine Sache, weil da bedürfte es auch Genehmigungen......

    Hallo Wolfgang,

    da war ich zuvor wohl auf der falschen Taste.

    Zur Sache: Woher nimmst Du die Information, eigene Annahme oder vorliegende Vorschrift? Meine Informationen bezüglich Kroatien sind anders, aber wie schon geschrieben, das wurde alles schon einmal abgeklärt.
    Einig scheinen wir uns inzwischen, dass die Aussage zur Veterinäruntersuchung hinfällig ist. Einig sind wir uns auch, dass es immer denkbar ist, dass ein Zollbeamter nicht auf dem Laufenden ist. Hier hatte ja sogar einmal einer entsprechend unzutreffende Theorien aufgestellt. Wegen geringen Mengen als Privatmann kümmert sich ohnehin niemand, aber hier geht es ja um die grundsätzliche Rechtslage.
    Ich selbst habe mir nebenbei bemerkt schon Einsiedler aus vielen Ländern mitgebracht und vorher immer sorgfältig recherchiert (meist bei den Botschaften der Länder in Deutschland).

    Viele Grüße

    Bernd