Beiträge von Bernd Koberstaedt

    Hallo Zusammen,

    auch wenn der Themenersteller keine Grundsatzdiskussion über Vorteile des Mondlichtes möchte, mit den kompetentesten Beiträge hier sehe ich mich doch bestätigt, dass es eine unnötige, u.U. sogar schädliche Spielerei ist.
    Da werden, wie so oft in unserem Hobby, neue technische Möglichkeiten genutzt, um mit unnötigem Schnickschnack verkaufsfördernde Bedürfnisse zu erwecken und viele Leute springen auf diesen Zug. Da kann man auf Basis jahrzehntelanger Erfahrungen nur raten, sich selbst erst einmal richtig mit den biologischen Bedürfnissen zu befassen. Man kann da viel Geld sparen!
    (Wer trotzdem etwas zum Spielen sucht, kann es ja einmal mit einer elektrischen Eisenbahn versuchen).

    In diesem Sinn einen guten Rutsch und
    viele Grüße

    Bernd

    Hallo,

    man nimmt Calciumhydroxid und stellt damit Kalkwasser her. Dies hat einen pH-Wert von über 12. Langsam zugefügt kann man damit den pH-Wert anheben.
    Durch Zugabe von Natriumhydrogencarbonat kannst Du außerdem die Alkalinität (Pufferungsvermögen) anheben.
    Damit vermeidet man zu starke Schwankungen des pH-Wertes.
    Mit einem nachts beleuchteten Algenrefugium lassen sich auch größere pH-Schwankungen vermeiden.

    Calciumchlorid verwendet man, um den Calciumgehalt anzuheben.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    das bisschen Sand, welches sich eventuell??? darunterschieben könnte, führt garantiert nicht zu nennenswerten Punktbelastungen für die Bodenscheibe. Viele Leute verwenden hierfür Plexiglasplatten. Grundsätzlich besteht aber überhaupt keine Notwendigkeit für eine Unterlage. Die Bodenscheiben sind dick genug.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Andy,

    ich habe einen sehr großen Vorrat, der nur nach dem Verbrauch alle paar Wochen aufgefüllt wird, alles ohne gesonderte Wasserbewegung. Da passiert nichts; ich mache dies schon viele Jahre so. Gegen Eintrag von Fremdstoffen schütz nur ein einfacher Deckel.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Christian,

    ich finde auch, dass Deine Korallen sehr schön dastehen und hervorragende Farben zeigen. Auch wenn man am Anfang auf starken Wuchs hofft, sei froh, dass dieser eher langsam und kompakt erfolgt. Wenn die Korallen nämlich zu stark wuchern, bekommt man auch schnell Gestaltungsprobleme. Oben erreichen sie dann die Oberfläche und unten wird viel schattiert.
    Wenn ein Becken mit etablierten Korallen seinen Idealzustand erreicht hat, wäre eine deutliche Wuchsbremse angebracht, aber die gibt es nicht wirklich. Ich fahre mein Becken jetzt aber auf alle Fälle mit niedrigeren Nährstoffverhältnissen und Alkalinität im unteren Bereich. Ich hoffe, dass dies den auch vorhandenen LPS nicht zusetzt.

    Gruß

    Bernd

    Zitat

    Original von Armin Glaser


    50% Energieersparnis, die ich im eigenen Becken und das Vivarium Karlsruhe mit LED erzielen, sind schon ein "Energiesparwunder".
    Jedenfalls ein größeres als die sogenannten Energiesparlampen, die uns die letzten Jahre genervt haben und deren
    Zeit wohl inzwischen schon wieder abgelaufen ist.

    A propos 100 cm: im Vivarium wird gerade ein 250.000 Liter Becken geplant. Beleuchtung natürlich LED.
    Und das ist ein bisschen höher als 100 cm...

    Hallo Armin,

    grundsätzlich schätze ich ja Deine Beiträge besonders, aber die Farben der Korallen in den Becken des Vivariums sind, zumindest als ich sie zuletzt gesehen habe, allenfalls durchschnittlich.

    Viele Grüße

    Bernd

    Hallo Cemil,

    meine (selbstgebaute) Abdeckung hat hinten nur Lüftungsschlitze. Lediglich an extrem heißen Sommertage gibt sie zu viel Wärme an das Wasser ab. Da kann ich dann die Abdeckung oben aufklappen. Dies reicht in Verbindung mit einer Ventilatorkühlung über dem Technikbecken auch bei den hier manchmal herrschenden Extremtemperaturen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Hans-Werner,

    Deine Theorie hat schon etwas für sich, sie klingt plausibel. Allerdings sind wir da noch im Bereich der Vermutungen. Biologische Wirkungen im Zusammenspiel organischer Substanzen sind leider ein äußerst komplexes und unübersichtliches Feld. Da werden wohl noch lange Beobachtungen nötig sein.
    Interessant bleibt sicher die Entwicklung beim längerfristigen Einsatz der Bacto-Balance. Im Prinzip scheint mir der Ansatz relativ einfach, aber durchaus nachvollziehbar. Vor allem ist auch die Anwendung wenig arbeitsintensiv.

    Gruß

    Bernd

    Noch eine Anmerkung: Der Anmerkung:"Die Speicherform ist nicht anorganischer sondern organischer Natur", würde ich doch widersprechen. Richtig wäre sowohl als auch. Phosphor bindet sich im Bodengrund oder auf Gestein auch auf Oxiden oder Carbonaten, in mineralischer Form als Calcium- oder Magnesiumphosphat.

    Mineralische Anlagerungen müssen nicht unbedingt Ansammlungen von "Dreck und Gammel" sein. Vielleicht liegt hier in der unterschiedlichen Interpretation der Depots der Grund der verschiedenen Auffassungen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Rainer,

    danke für die ausführlicheren Informationen. Am Kern meiner Überlegungen ändert dies aber wohl nichts. Wenn ich in einem stabilen, eingefahrenen Becken ständig sehr niedrige PO4-Werte habe, so dass die Korallen Mangelanzeichen aufweisen, dann sind die Depots im Boden (egal ob Phosphat oder Phosphor - auch Armin Glaser schreibt von Phosphatablagerungen) zunächst ohne Relevanz. Die Ausgleichsprozesse sind dann im konkreten Becken eben so wie sie sind, ihre reale Wirkung zeigt sich an den Messwerten im Becken. Stimmst Du mir da zu?

    Gruß

    Bernd

    Hallo Torsten,

    Deine Argumentation zum Kundenverhalten kann ich nachvollziehen. Deine Vorbehalte gegen chemische Phosphatzugaben -also etwa mit NaH2PO4 - durch Ungeübte teile ich. Da kann man mit organischen Quellen weit gefahrloser und wohl auch wirksamer arbeiten.

    Nur Deine Gedanken zu den Gefahren der Phosphatdepots kann ich in diesem Zusammenhang (vermutetes Limitierungsproblem!) immer noch nicht ganz nachvollziehen. Nach meinem Kenntnisstand gibt es doch zwischen dem im Wasser gelösten und dem abgelagerten Phosphat ein gewisses Gleichgewicht. Demnach ist bei niedrigen Messwerten im Wasser auch nur ein Ausgleich des jeweiligen Verbrauches in entsprechender Größenordnung zu erwarten.
    Hinzu kommt, dass bei den üblichen Aquarienbedingungen am ehesten Phosphatfreisetzungen aus Eisenphosphat denkbar wären, nämlich dann wenn unter aneroben Bedingungen dreiwertiges Eisen in zweiwertiges umgewandelt wird. Aber spielt Eisenphosphat im Bodengrund überhaupt eine Rolle? Andere mineralisierte Phosphate sind nach meinem Kenntnisstand bei der im Meerwasser normalerweise vorhandenen hohen Alkalinität weitgehend permanent. Calciumphosphat löst sich auch erst bei einem pH-Wert unter 5,5.
    Bleibt die Lösung durch bakterielle Abbauprozesse, aber da wird das Phosphat wiederum in Biomasse umgesetzt.

    Vielleicht kannst Du mir da noch näher erläutern, bei welchem Prozess Du hier das große Gefahrenpotential siehst?

    Vielleicht kann auch Armin zu dem Verständnisproblem etwas Näheres sagen, falls ich da einen Denkfehler haben sollte.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    da teile ich ebenfalls Jörg´s Ansicht. Der Wuchs und vor allem die Farben der Korallen sind schon hervorragend, aber über die Beckengestaltung kann man schon diskutieren. Grundsätzlich ist die Frage Bonsai, Korallensammlung oder Nachbildung eines natürlichen Riffausschnittes? Letzters findet man in dieser Form sicher nirgends.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Hans-Werner,

    mit diesem Wert kommen Korallen selbstverständlich gut zu recht, aber im Meer ist eine, wenn auch geringe, Grundkonzentration aufgrund der großen Wassermasse immer gewährleistet. Im begrenzten Aquarien verbrauchen aber auch Bakterien und andere Organismen den essentiellen Nährstoff, und bei der hier problematsichen Nachweissituation ist man eben auch schnell im Gefahrenbereich.
    Auf welche Werte kommt man nach Deinen Erfahrungen bei der Anwendung von NP-Bacto-Balance bei längerer Anwendung mit einer Volldosierung oder kann man da keine allgemeinen Anhaltswerte geben?

    Gruß

    Bernd

    Hallo Alex,

    hast Du denn viel Riffkeramik im Becken? In Tonmineralien können bis zu deren Sättigung schon erhebliche Mengen Magnesium durch Kationenaustausch gebunden werden. In einem Kilogramm Kalkrotalgen sind dagegen lediglich ca. 40 g Magnesium vorhanden und wer hat die schon im Kilobereich?
    Wenn Du den ausgeglichenen Wert von ca. 1300 mg/l bei Ca 420 mg/l und Salintät 35 erreicht und für einige Zeit auch stabilisiert hast, dürfte der weitere Verbrauch dann nicht mehr allzu groß sein.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Torsten,

    was ich nicht sehr hilfreich finde, sind Deine ständigen Empfehlungen mit dem Kaffeetassentest, egal ob hier im Fred zu Phosphat oder in anderen zu Cyanos.
    Was willst Du mit der Ermittlung "wo und wieviel Gesamtphosphat" vorhanden ist, erreichen? Dieses lässt sich mit den herkömmlichen Aquarientests ja ohnehin nicht vollständig ermitteln (gelöstest organisches Phosphat oder Polyphosphat werden z.B. nicht erfasst).
    Auch das mineralisch gebundene Phosphat ist im Hinblick auf Limitierungsprobleme bei der Korallenernährung zunächst weitgehend uninteressant.

    Wie schon mehrfach geschrieben, wird man in nahezu jedem älteren Bodengrund Phosphatdepots finden, aber nicht nur dort, sondern auch auf den Oberflächen von Steinen etc.. Daraus aber eindeutige Rückschlüsse auf die biologische Wirkung im einzelnen Becken ziehen zu wollen, halte ich für unrealistisch. Mit Deinem Kaffeetassentest machst Du die Leute daher eher verrückt, als dass es irgend etwas bringt.

    Fakt ist auch, dass mit dem immer verbreitertem Streben nach äußert nährstoffarmen Verhältnissen bei gleichzeitig schwierigen Messungen sehr niedriger Werte viele Aquarianer eine schmale Gratwanderung betreiben. Ich sehe da die Gefahr, dass Du da ungewollt auch überzogene "Phosphatängste" förderst.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Alex,

    in den meisten Salzmischungen ist (lt. Herstellerangaben genau definiert) ausreichend Magnesium vorhanden. In der Praxis zeigt sich aber (oft?), dass entweder zu viel oder zu wenig darin ist (Mischprobleme oder angebliche Entmischung?). Es macht daher Sinn, den Mg-Gehalt des Wechselwassers zu bestimmen. Damit sieht man am besten die weitere Entwicklung, denn echter Verbrauch ist in den meisten Becken eher gering. Ausgleichen würde ich mit einer Salzmischung mit hohem angegebenen Werten.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Cemil,

    die Einsparung wird recht groß sein, aber ich kann dies nicht genau bestimmen, da mein (abgedecktes) Becken im Wasserkreislauf mit dem ca. 1000l großen Algenbecken verbunden ist. Dieses steht in einem kühlen Raum und ist wegen der dort befindlichen Technik nur teilweise abgedeckt. Im Sommer lag die Verdunstung dort bei ca. 5 l täglich.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Alex,

    nach all den vielen Ratschlägen dürfte Dir inzwischen der Kopf schwirren. Ich möchte Dich durch meine Senfzugabe nicht noch mehr verwirren.
    Zwei Dinge sind mir aber aufgefallen, nämlich dass die Probleme mit der Dinobekämpfung angefangen haben und dass Du ständig mit diversen Maßnahmen die Beckenverhältnisse verändert hast. Dies hat wohl Jörg auch bereits angemerkt.
    Da alle Korallen ein gutes Wachstum zeigen, wäre für mich möglicherweise denkbar, dass die Schäden am alten Gewebe eine Spätfolge der damaligen Maßnahme (Überdosierung Magnesium?) waren.
    Völlig unbeherrschbar sind für mich die möglichen Wechselwirkungen von Zeovit, Spurenelementgaben, Aktivkohle, Kent-Tech-Magnesium usw., usw..

    Ich würde den Korallen jetzt vor allem einmal eine Erholungsphase gönnen, damit sie sich in Ruhe an die Verhältnisse anpassen können! Dann würde ich den ganzen Kram wie Zeovit, unsichere Aktivkohle, Zusatzmittel zum Zeovitsystem usw. entfernen bzw. nichts derartiges mehr zugeben, regelmäßige Wasserwechsel mit einem ordentlichen Salz machen, Salinität und Alkalinität auf ordentlichen Sollwerten stabilisieren und zum Ausgleich der Nährstoffverhältnisse allenfalls die Np-bacto-balance einsetzen.

    Wenn dies die Farben der Korallen negativ beieinflussen sollte, wäre mir dies zunächst weniger wichtig. Ruhe und Gesundheit sind bedeutsamer. Falscher Aktionismus schadet meist mehr als dass er nützt.
    Wenn sich dann alles stabilisiert hat, kann man ja wieder auch an der Färbung arbeiten; dann aber ganz, ganz langsam, systematisch eines nach dem anderen, gut beobachtet und dokumentiert. Nur so kannst Du wissen was Du überhaupt machst und welche Wirkung welcher Maßnahme zuzuordnen ist. Momentan sieht da alles, trotz möglicherweise guter, denkbar aber im konkreten Fall auch falscher Ratschläge, nach einem Blindflug aus.

    Gruß

    Bernd

    Zitat

    Original von Korallenwelt
    dass Cyanobakterien vielleicht mehr Stickstoff benötigen als die Korallen.

    Das würde etwas mit der Theorie kollidieren, daß Sie sich ihren eigenen Stickstoff machen, den sie elementar aus dem Wasser gelöst aufnehmen.

    Genau dies machen eben die meisten Oscillatoriales nicht. Dies habe ich ja bereits geschrieben. Untersuchungen hierzu gibt es eine ganze Reihe, die Ansicht hält sich aber hartnäckig. Dieser Umstand schließt dann eben auch den Konkurrenzvorteil bei Stickstoffarmut und gutem Phosphatabgebot aus.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Torsten,

    irgendwie habe ich da ein Verständnisproblem. Wenn Du als Meeresbiologe gearbeitet hast, solltest Du doch gerade Verständnis für wissenschaftliche Arbeiten haben. Es gibt doch genug Veröffentlichungen zu diesem Thema, die nicht auf Vermutungen oder laxem Umgang mit Phosphat beruhen.

    Es hat doch niemand bestritten, dass höhere Phosphatbelastungen durchaus eine Ursache sein könnten. In vielen Punkten Deiner Ausführungen kann ich daher auch voll zustimmen. Natürlich macht es durchaus Sinn, bei Massenbefall auch auf mögliche Phosphatanlagerungen zu achten. Aber vielen Betroffenen ist damit nicht wirklich geholfen und ganz sicher nicht 90%. Es gibt neben den praktischen Erfahrungswerten vieler Betroffener, dass dies nicht weiterhilft, eben auch eine ganze Reihe wissenschaftlicher Arbeiten mit einem völlig anderen Ergebnis, was bei der Vielzahl der Cyanoformen auch kein Wunder ist.

    Da Phosphat in Aquarien in der Mehrzahl der Fälle nicht wirklich limitiert ist, das Gegenteil dürfte eher die Regel sein, durch Fütterung etc. regelmäßig Nachschub kommt und in mineralischer Form binden kann, müsste es, falls es tatsächlich der Hauptverursacher wäre, viel mehr zu regelmäßigen Massenvermehrungen kommen. Dem widerspricht aber nicht nur die reale Aquarienpraxis - glücklicherweise bleiben ja die meisten Becken, auch mit altem Bodengrund oder üppigen Depots auf der Dekoration - im Gegensatz zu vielen Neueinrichtungen von zur Plage werdenden Massenvermehrungen verschont oder verschwinden diese auch ohne phosphatreduzierende Eingriffe wieder.
    In den angeführten Untersuchungen kommt man eben zu dem Ergebnis, dass - neben physikalischen Wirkungen, eine mögliche Ursache lt. einer Arbeit - gerade bei Cyanos der Gattung Oscillatoriales, den häufigsten bei uns anzutreffenden Cyanobakterien, Phosphor als relevante Steuergröße ausgeschlossen werden kann! Man geht dabei von einer starken Konkurrenzsituation zwischen div. Bakterienarten aus. Da die meisten Oscillatoriales keine Stickstofffixierung betreiben können, verschafft ihnen ein höheres Phosphatangebot keinen Konkurrenzvorteil.
    Höhere Stickstoffangebote, wie sie auch Hans-Werner vermutet, könnten dagegen durchaus förderlich wirken, da eine ganze Reihe von Cyanos Phosphate zellulär speichern und somit im Gegensatz zu Konkurrenten Phosphatlimitierungen ausgleichen können.

    In einem Punkt muss ich Dir recht geben und meine Vorbehalte etwas korrigieren. Das Licht könnte tatsächlich eine Einflussgröße sein. Ob eine Reduzierung der Beleuchtung auf Blaulicht allerdings allein ausreicht, weiß ich nicht. Da müsste man vielleicht noch intensiver nachhaken.

    Ganz einig sind wir uns über Peter Wilkens. Ich habe leider erst sehr spät von seinem Ableben erfahren. Von ihm habe ich sehr, sehr viel gelernt und bin ihm noch heute dankbar. Viele Fragen, die erst viel später wissenschaftlich geklärt wurden, hat er mit sorgfältiger Beobachtung und Intuition bereits im Vorfeld richtig beantwortet.

    Gruß

    Bernd

    Zitat

    Original von Korallenwelt


    Von wem denn?

    Fraglich:
    Von den in den Foren diskutierenden Aquarianern, die aufgrund ihrer Beobachtungen zu Reinwasserformen Phosphatprobleme ausgeschlossen haben und
    von denjenigen, die vor allem hohe Stickstoffwerte als Ursache vermuten (kannst Du in diesem Thread selbst nachlesen)

    teilweise wiederlegt:
    Von (leider theoretischen) wissenschaftlichen Arbeiten, von denen Du ja bedauerlicher Weise nichts hälst (falls doch, kann ich Dir gern die Quellen übermitteln).

    Gruß

    Bernd

    Hallo Cemil,

    6 mm reichen sicher. Ich würde aber auf alle Fälle die Gesamtfläche in mehrere Einzelscheiben unterteilen. Ob Verbundsicherheitsglas oder ESG wäre für mich auch eine Frage des Preisunterschiedes. Ich habe einfaches ESG und passiert ist bisher auch nie etwas, aber die Splittersicherheit ist sicher auch ein Argument. Wie hoch ist denn überhaupt die Preisdifferenz?

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    über mehr oder weniger "Erfahrungen" zu diskutieren, halte ich für wenig sinnvoll, obwohl ich die Meeresaquaristik möglicherweise weit länger - seit Anfang der 70er Jahre - intensiv betreibe. Gerade mit der Cyanoproblematik habe ich mich schon sehr früh - experimentell damals in enger Zusammenarbeit mit Peter Wilkens (falls Dir der Name noch etwas sagt) - beschäftigt.

    Ein Forum wie diese hier lebt von Diskussionen. Neben Erfahrungen, die manchmal recht subjektiv und schwer bewertbar sind, bedürfen fachliche Aussagen durchaus auch theoretisch, wissenschaftliche Hintergründe.
    Deinen Einwand: "Du immer mit Deinen theoretischen Mutmaßungen!"betrachte ich als eher albern. Genauso gut könnte ich schreiben, Du mit Deinem Phosphat als 90% Ursache, denn diese Ansicht ist - wie auch hier schon von Vielen dargelegt wurde - durchaus fraglich und in Teilen widerlegt.

    Wir sollten bei einer sachlichen Diskussion bleiben. Wertvoller wäre es, wenn Du Deinen Vorschlag Alkoholzugabe und Lichtentzug sachlich etwas begründet hättest.

    Gruß

    Bernd

    Ps. Auch wenn man anderer Meinung ist, wären freundlich Anrede und Gruß in einem Beitrag netter.

    Zitat

    Original von Korallenwelt
    Schalte doch einfach das weiße Licht ab und gebe Alkohol zu!

    Hallo,

    dies halte ich aber auch für einen sehr fragwürdigen Vorschlag! Ehe ein Lichtentzug zur Verhinderung/Einschränkung der Photosynthes wirklich einen dauerhaften Erfolg bringt, sind alle Korallen etc. tot.

    Und was soll hier die Alkoholzugabe? Nitratentzug durch Bakterienexplosion? Dies überstehen die grünen Cyanos ganz locker, denn Nitrat ist ja wohl ohnehin schon im untersten Bereich.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Cemil,

    Verbundsicherheitsglas ist etwas anderes. Dieses ist zusätzlich mit einer Folie verbunden, welches die kleinen Splitter, in die das Sicherheitsglas bei Beschädigung zerspring, zusammen hält (z.B. Autoscheibe).
    Normales Sicherheitsglas ist weit billiger.

    Normales Glas könnte bei den genannten Temperaturen auch noch gehen. Vielleicht hast Du irgendwo noch ein alte Scheibe zum Test. Die würde bei Überhitzung nur springen. Mit zwei provisorischen Unterlagen (Holzleisten o.ä.) könntest Du verhindern dass Teile dann ins Becken fallen.

    Sicherheitsglas gibt es im Glashandel, nicht beim Glaser (der es höchstens bestellen kann). Hier bei uns gibt es z.B. die Firma Hera-Glas mit verschiedenen Filialen, aber ob sie in Deine Nähe ist weiß ich nicht. Das Branchenbuch hift da aber sicher weiter.

    Eine Abdeckung des Beckens halte ich für sehr sinnvoll. Es sind schon große Mengen Wasser, die täglich verdunsten und leicht im Raum verbleiben, wenn man nicht regelmäßig Stoßlüftung betreibt.

    Gruß

    Bernd

    Bernd

    Hallo,

    kauf Dir normales Sicherheitsglas (nicht zu verwechseln mit dem teuren feuerfesten Glas). Dies wird z.B. im Innenbereich bei Überkopfverglasungen verwendet. Diese Glas wird nach dem Zuschnitt nochmals gebrannt. Dadurch wird es hitzebeständig (in meiner geschlossenen Abdeckung ist die 250W HQI nur 5 cm von der Scheibe entfernt), springt also nicht. Nur eiskaltes Wasser darf man natürlich nicht auf das erhitzte Glas bringen, normale Spritzer machen aber nichts.
    Plexi-/Acryl-oder Carbonatglase sind - wie schon geschrieben - völlig ungeeignet, wenn HQI-Brenner in der Nähe sind.

    Gruß

    Bernd