Beiträge von Bernd Koberstaedt

    Hallo Hans-Werner,

    warum betreffen die Probleme Deiner Meinung nach vor allem die beiden Seriatopora-Arten? Bisher sind sie bei mir wie Unkraut gewachsen.
    Meine Alkalinität ist seit ein paar Wochen wieder stabil im Bereich um KH 7; einen Stillstand des Geweberückganges kann ich trotzdem noch nicht erkennen.

    Ganz so einfach ist das genaue Messen der Alkalinität mit den meisten handelsüblichen Tests auch nicht. Da gibt es schon deutliche Abweichungen bis über 1°, so dass man immer wieder mit Standardlösungen nachprüfen muss.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Hans-Werner,

    wenn ich es richtig sehe, dann handelt es sich bei der Koralle auf Julians erstem Bild um eine Seriatopora caliendrum. Genauso sehen inzwischen auch meine aus. Die Stöcke werden von innen und unten her weiß, die Polypen bleiben teilweise eingezogen und die Farben wurden deutlich heller. Die negative Entwicklung ist noch nicht gestoppt (was bei kurzfristigen Alkalinitätsproblemen als Ursache sicher der Fall gewesen wäre).

    Es scheinen ja doch ein paar Leute ähnliche Probleme zu haben. Irgendwie scheint mir da etwas mit der Nährstoffversorgung durch die Kohlenstoffdosierung durcheinander zu kommen. Ob der Einsatz von NP-Bacto-Balance so gut war, bezweifle ich inzwischen ein bisschen, denn nach Umstellungsproblemen sieht mir dies nicht aus. Eher fürchte ich größere Verluste.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    ich hatte den Giesemann Megachrom Crystal 250 Watt E40. Angeblich soll er auf 17 500 K kommen. Das Licht entsprach dem aber in keinster Weise. Mein älterer AquaLight 14 000 K -Brenner war weit blauer! Da sich das Licht auch nach einer Woche Brenndauer entgegen der Bekundungen des Herstellers absolut nicht verbessert hatte, habe ich ihn wieder zurück gegeben.
    Wer ein helles weißes Licht ohne besondere Anregung der Blautöne mag, kann diesen Brenner vielleicht verwenden. Allerdings stellt sich da die Frage, ob der hohe Preis gerechtfertigt ist.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Björn

    bei meinen Seriatoporas sind auch alle alten Bereiche in meinem Becken gewachsen. Ich habe sie schon einige Jahre im Becken und alles basiert auf selbstgezogenen Ablegern. Die Besonderheit in meinem Becken ist auch das sehr große Algenrefugium, wodurch immer viele Nährstoffe verbraucht werden. Zusammen mit dem Beginn der B-B-Dosierung habe ich zudem die zusätzliche Korallenfütterung mit Flüssigfutter (JBL) eingestellt. Anfangs gab es damit auch keine Probleme. Nun vermute ich aber doch eine Mangelsituation, weshalb ich mit der Dosierung aussetze, wieder füttere und versuche zur Ausgangssituation zurückzukehren.
    Wenn ich dann neu starte und das kurzzeitige Alkalinitätsproblem entfällt, werde ich sehen wohin die Entwicklung geht.

    Grüße

    Bernd

    Hallo,

    bei mir halten die Gewebeverluste im unteren Bereich der Korallen leider auch noch an. Auch das Polypenbild ist schlechter als sonst.
    Die Farben waren ja, besonders bei den blauen Acroporas, sehr schön geworden. Diese zeigen auch keine Gewebeverluste.
    Die Stylophora pistillata ist inzwischen aber fast zu hell geworden. Ihr Polypenbild ist schwächer, Gewebeverluste habe ich noch nicht festgestellt.
    Betroffen sind vor allem mehrere Exemplare der beiden Seriatopora-Arten.

    Mit zwei zusätzlichen Wasserwechseln von je 10 % hoffe ich die Entwicklung zu stoppen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Lutz,

    die wissenschaftlichen Namen sind entweder lateinische oder latinisierte Worte. Die einheitliche Namensgebung (Nomenklatur) geht auf Linne´zurück. Da damals Latein die Sprache der Wissenschaft war, wurde sie für die international einheitlichen Bezeichnungen zu Grunde gelegt. Auch alte, ursprünglich aus dem griechischen stammende Bezeichnungen, wurden latinisiert.
    Das erste Wort, der Gattungsname, ist meist ein direkter lateinischer Begriff. Der folgende Artname, der oftmals den Namen des Erstbeschreibers beinhaltet, ist dann meist nur lateinisiert.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Hans-Werner,

    ja, aus der Ferne ist dies natürlich immer schwer. Es kommen aber letztlich wohl nur die kurzzeitig zu hohe Alkalinität (wegen des zeitlichen Zusammenhangs) oder unzureichende Nährstoffversorgung infrage. Letzteres halte ich am wahrscheinlichsten, da auch eine Palythoa sp. seit der Dosierung von NP-Bacto-Balance, also schon vor dem Alkalinitätsproblem, immer seltener öffnet und inzwischen ganz zusammengezogen ist. Sie war bisher immer ein guter Anzeiger für Nährstoffmangel. Ansonsten wurde in letzter Zeit nichts verändert, und das Becken ist auch seit Jahren stabil. Der Gewebeverlust ist bisher auch nicht unbedingt dramatisch.

    Ich werde jetzt aber versuchsweise einige Zeit mit NP-B-B pausieren und wenn sich alles stabilisiert hat neu beginnen. Da sieht man dann klarer.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Hans-Werner,

    ich beobachte seit ein paar Tagen ebenfalls einen langsamen Gewebeverlust im unteren Bereich bei Seriatopra hystrix und caliendrum. Bei Caulastrea furcata wirkt das Gewebe etwas schlaffer und bei Euphyllia glabrescens sind die Tentakel etwas kürzer ausgefahren. Alle anderen Arten SPS zeigen keine negativen Anzeichen.
    Das Wachstum an den Spitzen ist überall sehr, sehr stark, die Färbung hat sich deutlich verbessert.

    Ich dosiere NP-Bacto-Balance (seit Ende November) immer noch in der Einstiegsdosierung (0,25 mg/100 l, tägl.).
    Meine Nährstoffwerte sind durch mein großes Algenrefugium stets im minimalen Bereich (PO4 0,025 - 0,05 /Gilbers, Nitrat < 0,5/JBL und Tetra, mit Standard abgeglichen), KH 7 (war allerdings kurzfristig durch ein Versehen für ein paar Tage zu hoch > 12), Ca 450mg/l.

    Momentan bin ich mir unsicher, ob der Gewebeverlust durch das kurzzeitige Alkalinitätsproblem (zeitlicher Zusammenhang besteht) oder Bacto-Balance verursacht wurde. Seit ein paar Wochen hatte ich allerdings auch die Korallenfütterung mit etwas Flüssigfutter eingestellt. Diese will ich im geringen Maß wieder aufnehmen.

    Wie siehst Du das?

    Gruß

    Bernd

    Hallo Tina,

    auch wenn es zunächst mühsam ist, halte Dich an die lat. Namen und präge Dir auch die für Dich notwendigen ein. Mit den deutschen Trivialnamen oder gar den kreativen Erfindungen mancher Händler kommt man oft nicht weiter. Da entstehen leicht Verwechslungen, und in der richtigen Fachliteratur werden auch nur die lat. Bezeichnungen verwendet.

    Gruß

    Bernd

    (Hoppla, das hat sich jetzt mit Stefan´s Beitrag überschnitten)

    Hallo Robert,

    da wirst Du wohl kein Glück haben. Eine vollflächige feste Verbindung von Mineralglas mit Plexiglas bzw. Acrylglas gibt es nach meinem Kenntnisstand nicht. Da müsste das Acrylmaterial im flüssigen Zustand auf des Glas aufgetragen werden.
    Denkbar wäre nur eine Versiegelung der Ränder der Scheiben, wobei aus statischen Gründen aber das Mineralglas die nötige Stärke haben müsste.
    Eine Alternative könnten auch die alleinige Verwendung kratzfester Poycarbonatplatten sein.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    das Becken hat sich wirklich schön entwickelt und das gut durchdachte Konzept zeigt wieder einmal, dass ein funktionierendes Meeresaquarium auch ohne übertriebenen Schnickschnack und ohne hässlich sichtbare Technik bei begrenztem Energieaufwand betrieben werden kann.
    Mir gefällt besonders, dass sich das Becken den Wohnraumverhältnissen harmonisch anpasst, also nicht alles dominierend erschlägt und die geschlossene Abdeckung störendes Streulicht verhindert. Sicher wird hierdurch auch eine zu hohe Luftfeuchtigkeit vermieden.
    Schön, dass Torsten so beständig an dem Thema geblieben ist. Da ist auch gut ersichtlich, dass die Entwicklung eines schönen Beckens auch sein Zeit benötigt.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Hajo,

    danke für die Information. Ich werde mir den Artikel besorgen.

    Ich habe ja schon oft begründet, warum es kein Allheilmittel geben kann. Es wird immer wieder vergessen, dass es bei Cyanobakterien unzählige verschiedene Arten mit unterschiedlichsten Eigenschaften gibt. Die taxonomische Zuordnung ist hier unglaublich verwirrend und in ständiger Diskussion. So wurde z.B. kürzlich bei der weit verbreiteten marinen Cyanobakterie Microcoleus durch molekularbiologische Sequenzenanalysen wiederum eine hohe innerartliche Variabilität ermittelt, wobei ein Teil der genetischen Diversitäten vermutlich erst neueren Ursprungs sind.
    Im Endeffekt heißt dies, wir Aquarianer sprechen von einer"Krankheit" und haben es in Wirklichkeit mit einer Unzahl verschiedener Erreger zu tun.

    Ob allerdings mit den Bakteriophagen eines Tages einmal tatsächlich ein wirksamer Bekämpfungsansatz gefunden wird, ist derzeit auch noch recht fraglich. Dies liegt vor allem am komplizierten Nachweis der Phagen (nur über Bakterienkulturen), aber auch an Schutzmöglichkeiten (Restriktionssystem) der Cyanos ihrerseits.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Hajo,

    Du hast es auf den Punkt gebracht! Leider wird in wenigen Tagen wieder die gleiche Diskussion losgehen.
    Die Möglichkeiten bezüglich der Bakteriophagen hatte ich auch schon vor langer Zeit einmal angesprochen. Den Artikel von Knop kenne ich leider nicht. Ich weiß aber, dass verschiedentlich mit Abwasser aus Kläranlagen experimentiert wurde. Da finden sich diese Fressfeinde der Cyanobakterien.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Thomas,

    ich würde den Abschäumer trotzdem wieder einschalten. Die Belastung des Wassers durch die Störungen dürfte doch realativ groß sein. Etwas niedriger sollte NO3 und PO4 schon sein. Lass vorerst nur die "Monsterströmung" weg.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Thomas,

    offensichtlich hat bei Deinen Korallen seit Mitte Dezember, spätestens aber Ende des Monats, kein Korallenwachstum mehr stattgefunden, was man am stagnierenden Verbrauch von Calcium und Carbonaten erkennt.
    Auffällig sind auch die inzwischen etwas hohen Nährstoffwerte, obwohl durch die Zugabe von NP-Bacto-Balance eigentlich ein ausgewogenes niedriges Verhältnis zu erwarten wäre.
    Deinen extremen Strömungsverhältnissen sehe ich auch weiterhin kritisch. Die vorübergehende Reduzierung von zwei Tagen war sicher nicht Auslöser der Probleme mit den Korallen. Nach so kurzer Zeit verschwinden aber auch keine Cyanos.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Janka,

    von Kwerk gibt es zwei Arten von Membranventilen: normales mit rotem Handrad und Laborventil mit grauem Handrad. Welches hattest Du?
    Zumindest das Laborventil dürfte eigentlich nicht rosten, wobei beide aus PVC C sind.
    Es gibt Membrane EPDM, FPM und PTEE. Der Unterschied ist mir auch nicht bekannt; EPDM ist am preisgünstigsten.

    Das kleinste Ventil kostet 49,30 Euro, mit MWSt, Mindermengenaufschla und Versandkosten sind es aber 70,66 Euro.

    Hast Du bei GF eine Alternative gefunden? Ich bin auch noch am Suchen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Philipp,

    dass Phosphor - wie andere! - ein essentieller Nährstoff für alle Biomassen ist, stellt doch niemand in Frage, sehr wohl aber, dass es sich dabei immer um den Auslöser für Massenvermehrungen handelt. Elementaranalysen sagen hierzu überhaupt nichts.
    Ich habe aber auch keine Lust mehr, hier immer wieder das Gleiche zu wiederholen. Da muss sich jeder selbst entscheiden, ob er seinen Bodengrund kochen oder Traubenzucker ins Becken kippen mag.

    Gruß

    Bernd

    Ps: Beiträge richtig zu lesen, ehe man Ratschläge erteilt, dürfte aber sicher nicht verkehrt sein

    Hallo Karin,

    bitte meinen Beitrag nicht missverstehen! Natürlich kannst Du die Caulerpas abkneifen. Da gebe ich Ingrid vollkommen recht. In meinem Monsteralgenbecken gehe ich auch ohne große Umstände an die üppigen Caulerpabestände. Wenn Du aber ganz, ganz sicher gehen möchtest, dann mach es einfach so wie Andre es empfohlen hat. Dann hast Du auch die "wissenschaftlichen Erkenntnisse" berücksichtigt.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Thomas,

    ich denke Du hast inzwischen selbst gemerkt, dass man hier einigen Beiträge mit Vorbehalten begegenen muss.
    Nach dem Du im Wasser kein Phosphat gemessen hast, ebenso nicht im Bodengrund und diesen sogar gewechselt hast, kannst Du wohl für Deinen Fall das ewige Argumentieren mit dem Phosphat getrost vergessen.
    Armin Glaser, dessen Sachverstand bei chemischen Problemen nun wirklich außer Frage steht, hat ja auch auf den Zusammenhang zwischen Depots und Wasserwerten hingewiesen.
    Wenn man Bodengrund erhitzt und die darin enthaltenen zahlreichen Mikroorganismen dadurch abtötet, wird man immer Phosphat messen können. Aber eine solche Feststellung ist doch ohne jede Aussagekraft im Bezug auf Phosphatwerte im Becken! Wie Du richtig festgestellt hast, können die vom Bodengrund weit entfernten Cyanos Phosphat ja auch nicht direkt aus dem Boden aufnehmen. Es müsste also auch im Wasser nachweisbar sein.

    Auch wenn es einige Leute immer noch nicht verstehen, es gibt unzählige verschiedene Cyanoformen und deshalb auch kein Allheilmittel!!!
    Aussagen wie, "dies hilft immer", sind völliger Unsinn, so schön und einfach es auch wäre! Deshalb ist auch die Kohlenstoffzufuhr bei nicht von Nährstoffverhältnissen beeinflussten Cyanoformen kein erfolgreicher Bekämpfungsansatz, auch wenn einmal Traubenzuckerlösungen - erfolglos - einige Zeit als Wundermittel verkauft wurde (nur dem Verkäufer hat es gut genützt). In einer von Hans-Werner einmal verlinkten Dipl.Arbeit wurde auch Phosphat bei den damals untersuchten Cyanos als entscheidender Wachstumsfaktor eindeutig ausgeschlossen.

    Aber dies wurde auch schon alles geschrieben. Leider geben hier auch Leute oftmals Tipps, ohne den Hintergrund richtig zu lesen.

    Die grünen Cyanobakterien sind häufig den sogenannten "Reinwasserformen" zuzurechnen und dafür sprechen ja alle Deine Beobachtungen. Mit Peter Wilkens hatten wir vor vielen Jahren beobachtet, dass Reinwasserformen bei einem hohen Redoxpotential besonders gut wuchsen und dies sogar in leeren Glasbehältern mit frischem Wasser. Starke Belüftung oder Strömung wirkte da besonders förderlich, ebenso Ozonzugaben. Sie wuchsen besonders stark nahe der Wasseroberfläche. Ob nun ein hoher Sauerstoffgehalt, ein hohes Redoxpotential oder physikalische Wirkungen, wie in Untersuchungen der Uni-Bremen ermittelt, der entscheidende Faktor ist, muss dahingestellt bleiben.

    Es bleibt dabei. Es hilft nur probieren. Geh einmal von der Möglichkeit aus, dass Du eine Reinwasserform im Becken hast. Vielleicht hift dieser Ansatz weiter (also Minimalströmung, kein Wasserwechsel, höhere Nährstoffe, auch vorerst keine Mittel, die ein niedriges Nährstoffniveau halten, einsetzen usw.). Nach einiger Beobachtungszeit kannst Du sicher feststellen, ob die Cyanoplage sich eher verstärkt oder verbessert hat. Damit hast Du dann wenigstens die richtige Richtung, in welche Du agieren kannst.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Ingrid,

    Caulerpa produzieren vereinfacht formuliert eine Reihe flüssiger oder gelartiger Substanzen, wie z.B. Kolloide (im Englischen "seaweedgum" genannt), Acrylsäure, Fettsäuren, Carbonyl etc.. Dieser "Algensaft" kann bei Beschädigung des Thallus vollständig auslaufen (nicht zu verwechseln mit Gametenfreisetzung i.R. der sexuellen Vermehrung, aber optisch gleich anzusehen).
    Um dies beim Anfressen von Feinden zu verhindern, bildet die Caulerpa einen abdichtenden Wundpfropfen (Woundplog), der von einen Druckreiz ausgelöst wird (Inhalt der Quelle).
    Daraus leitet sich der Tipp ab, die Caulerpa mit den Fingerspitzen in die zu entfernende Stelle zu drücken, damit sich dieser Pfropf bilden kann.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Ingrid und Armin,

    Andre hat mit seinem Hinweis schon recht. Es gibt dazu sogar eine (uralte) wissenschaftliche Untersuchung*, egal ob man dies nun als "Leerlaufen" oder "Ausbluten" bezeichnen mag.

    *Dawes, C.J. & Goddard, R.H. - 1978 - Chemical composition of the woundplug and entire plants for species of the coenocytic green algae Caulerpa, J.exp.mar.biol.ecol. vol.35pp

    Gruß

    Bernd

    Hallo Thomas,

    hast Du es denn auch einmal mit einer starken Reduzierung der Strömung versucht? Es gibt eine Untersuchung der Uni-Bremen, wonach "physikalische Prozesse wie Wirbel und Strömung bei Algen und Cyanobakterien zu einer lokalen Akkumulation oder Konzentration ihrer Art führen." Ähnliche Beobachtungen habe ich selbst schon oft gemacht und auch darüber geschrieben.
    Also einfach einmal die Wirkung einer gegenteiligen Maßnahe zur bisherigen Strömungserhöhung testen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Philipp,

    schädliche Auswirkungen auf Symbionten (um Endosymbionten/ Plastiden oder Mitochondrien geht es Dir sicher nicht) habe ich trotz vielfältigem Einsatz der Kalkwassermethode im Laufe der Jahre niemals auch nur ansatzweise beobachtet. Auch kenne ich keine derartigen anderweitigen Berichte. Schäden durch Freisetzung von Saxitoxin durch Dinoflagellaten sind bei einer Massenvermehrung eher zu befürchten.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Guido,

    selbstverständlich ist ein Membranventil, unabhängig von der Größe, besser geeignet, da es sich feiner regulieren lässt.
    Aufgrund der von Gerd und Andreas berichteten Erfahrungen und meiner kleinen Probleme würde ich Andre´s ursprünglichen Rat "eine Nummer größer zu nehmen" nun nicht mehr folgen und zu einem kleinen Ventil raten, zumal dies auch weniger kostet und weniger Platz benötigt.
    Nach meinen Erfahrungen kommt es auch auf eine exakte Regulierung schon ganz besonders an, denn es ist ein deutlich hörbarer Unterschied, ob im Notablauf größere oder kleinere Mengen Wasser durchlaufen. Schließlich ist hier ja das Wasser zur Geräuschvermeidung nicht gedämmt.
    Probleme mit einem Zusetzen des Ablaufes hatte ich bisher nie. Über dem Ablauf habe ich ein Kunststoffsieb. Sollte dies aber doch einmal verstopfen, dann reguliert dies der Notablauf und dies hörst Du dann auch deutlich.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Andre,

    ich glaube da schreiben wir aneinander vorbei. Es geht mir nicht um den Notablauf, der auch nicht zu wenig aufnehmen kann ( sondern nur um das möglichst präzise und schwankungsfreie Aufrechterhalten des Staus im regulären Ablauf, also der Regelung, dass hier möglichst die gleiche Menge abfließt wie sie dem Zulauf entspricht. Dann kann die möglichst kleine Restmenge auch weitgehend geräuschlos im Notablauf abfließen. Wird sie aber zu groß, dann entstehen auch hier ungewollte Geräusche, ist sie zu klein, sinkt der Wasserspiegel etwas ab, was auch unerwünscht ist).

    Meine Frage bezieht sich also lediglich darauf, ob sich die Duchflussmenge mit einem größeren oder kleineren Membranventil besser steuern lässt!

    Ich ging bisher - wie andere - von einem größeren Ventil aus, was aber möglicherweise eine falsche Annahme ist. Hierzu hat Gerd seine aufschlussreichen Erfahrungen geschrieben, und daher wäre es interessant zu erfahren, ob noch andere mögliche Erfahrungen hierzu haben.

    Chipy Demnach hast Du auch gute Erfahrungen mit einem kleineren Ventil. Dass eine mit dem Ablauf verbundene Filterung gleich welcher Art auf längere Zeit einen Einfluss auf die Durchflussmenge hat, ist natürlich klar. Aber dies entfällt bei meinem System.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    auch ich verwende ein großes (eigentlich übergroßes) Membranventil. Dieses lässt sich ganz fein einstellen. Allerdings haben sich meine Erwartungen, dass damit Nachjustierungen auf Dauer überflüssig werden, nicht ganz erfüllt. Die Zeitabstände sind geringer als bei meinem früheren System mit mehreren Kugelhähnen, aber alle paar Tage sind Nachstellungen aus mir noch nicht ganz klaren Gründen notwendig. Da kommt es schon vor, dass der Duchfluss langsam immer geringer und damit der Überlauf am Notabfluss zu stark wird oder umgekehrt verstärkt sich der Ablauf auch manchmal etwas. Irgend welche Einträge in den Abfluss kann ich eigentlich ausschließen.
    Die 100%ige Patentlösung habe ich damit jedenfalls noch nicht gefunden. Ärgerlich sind die Nachregelungsprobleme für mich vor allem im Urlaub, denn wer sich damit nicht richtig auskennt, ist als Urlaubsvertreter etwas überfordert.

    Interessant wäre für mich, ob ähnliche Erfahrungen vorliegen oder ob die Probleme eventuell mit dem zu großen Ventil zusammen hängen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Joe,

    da bin ich auch ganz bei Dir. Du schreibst ja von einem "gemäßigten Einsatz" zur Beobachtung. Dieser lässt sich bei konkretem Bedarf aber auch durch das manuellen Einschalten einer geeigneten Lichtquelle problemlos realisieren. Mein Diskussionsbeitrag bezieht sich da eher auf die heute vielfach angebotenen automatisch gesteuerten dauernden Mondlichtbeleuchtungen.
    Letztlich ist es natürlich immer eine Ansichtssache, aber ich halte eine Diskussion auch für sinnvoll, wenn aufgezeigt wird, dass Dinge die "in" sind, auch eine Kehrseite haben können. Gerade auch die von Hans-Werner aufgezeigten tasächlichen Größenverhältnisse bezüglich der Lichtstärke waren mir so auch nicht voll bewusst.

    Gruß

    Bernd

    Zitat

    Original von Lightgear


    Bernd wir wüssen nun das es nichts bringt und das Du es auch für schädlich empfindest die x-malige Wiederholung muss nicht sien.

    Hallo,

    als unnützig empfundene Beiträge kann man problemlos überlesen. Ich nehme mir aber auch weiterhin die Freiheit, mich so zu äußern, wie ich es für angebracht halte.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    Euch allen auch zunächst ein glückliches, gesundes neues Jahr.

    Wie ich ja schon geschrieben habe, ist die Mondbeleuchtung eine reine Spielerei, für deren Sinnhaftigkeit nun lediglich ein paar dürftige Begründungen gesucht werden.
    In den Tropen gibt es einen gleichmäßigen 12-Stunden Tag-/Nachtrhytmus, der immer gegeben ist. Mondschein ist dagegen eine recht ungleichmäßige Angelegenheit. Gerade in den Monsunzeiten herrscht durch starke Bewölkung auch an Vollmondtagen häufig nahezu totale Dunkelheit.
    Die regelmäßigen normalen Beleuchtungszeiten unserer Aquarien entspricht in etwa diesem Rhytmus, und man kann daher auch gut beobachten, dass sich die Fische auf diesen einstellen.
    Für weitere Beleuchtungszeiten nachts gibt es einfach keinen biologischen Sinn; die Ruhe wird dadurch eher gestört, als dass positive Effekte erreicht werden. Man muss die Fische nicht vor einem nächtlichen Erschrecken bewahren, und in den meisten Fällen stehen Aquarien auch nicht in total verdunkelten Räumen, so dass auch morgens das Tageslicht einen "aufschreckenden" Beleuchtungsbeginn ausschließt.

    Es fehlt nur noch, dass man den Kunden eine elektronische Gewittersimulation anbietet. Wäre dies nicht auch ein schöner Vorführeffekt? Am Tsunami muss allerdings noch etwas gebastelt werden. Wer allerdings kürzlich das Video von einem geplatzen Becken in einem chinesischen Kaufhaus gesehen hat, weiß dass auch dies machbar ist.

    Viele Grüße

    Bernd

    Zitat

    Original von Rainer S.
    Schutzwasser wird wegen biologischer Veränderungen bei den wichtigen Parametern vorort verpropt, andere sehr zeitnah. Trinkwasserproben wird werden noch am selben Tag analysiert. Sind alle Profis so grosse Dummköpfe, dass sie sich so einen Stress machen?

    Hallo Rainer,

    mir scheint, dass Du hier gelegentlich ein paar fragwürdige Behauptungen aufstellst. Zufällig habe ich zwei derartige "Profis" (Leiter von mehreren marktführenden Umweltlabors und ein Beamter der Wasserschutzpolizei, der regelmäßig Proben nimmt) in meinem engen Umfeld, die Deine Aussagen nicht bestätigen.
    Demnach werden vor Ort - falls erforderlich - lediglich Temperatur, pH-Wert und Redoxpotential ermittelt. Trinkwasserproben werden keinesfalls immer am selben Tag analysiert. Viele Proben werden postalisch weitergeleitet. Eine zeitnahe Analyse sei bei vielen Parametern - u.a. der Alkalinitätsermittlung - nicht üblich und auch nicht notwendig.

    Gruß

    Bernd