Beiträge von Bernd Koberstaedt

    Hallo,

    ich habe die Aqua Light gerade nach 14 Monaten Betriebszeit getauscht und sehe absolut keinen Unterschied. Der alte Brenner ist noch genauso hell und blau wie der neue.
    Manche behaupten, die Brenner wären nicht farbstabil. Bei anderen Produkten habe ich dies schon festgestellt, bei Aqua Light trotz Einsatz von nun schon vielen Brennern nie.
    Ich muss nicht sparen, aber bei den Preisunterschieden sehe ich absolut keinen Grund viel mehr Geld für gleichwertige Qualität zu bezahlen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Hans-Werner,

    Du hast sicher zutreffend ausgeführt, dass Korallen bei sehr niedrigen Phosphat-Konzentrationen Probleme haben, noch eine Netto-Phosphataufnahme zustande zu bringen, weshalb eine Gefahr der Phosphatlimitierung besteht.

    Die nun doch nicht wenigen Berichte über gleichartige Gewebeverluste bei Korallen nach dem Einsatz von NP-Bacto-Balance führst Du ja auf Probleme mit dem Nährstoffgleichgewicht zurück. Aufgefallen ist mir in diesem Zusammenhang aber, dass bei Eingriffen in die Nährstoffverhältnisse bzw. Senkungen des Phosphats mittels anderer Methoden, seien es Adsorber oder auch Pellets, ganz selten über derartige starke Gewebeverluste berichtet wird! Sehr häufig konnte man es aber schon früher im Zusammenhang mit Kohlenstoffzugaben, etwa bei der Wodkamethode oder traubenzuckerhaltigen Mitteln zur Cyanobekämpfung lesen.

    Könnte es sein, dass Du da mit dem Phosphat eine falsche Spur verfolgst und die Ursachen eher anderswo, zumindest zusätzlich, zu suchen sind? Ich weiß ja nicht welche Stoffe alles enthalten sind, aber denkbar wären Auswirkungen des "Bakterienfutters" Kohlenstoff auf die Vermehrung geschwächtes Korallengewebe angreifender Bakterienarten. Dies läßt sich auch aus Berichten über das Auslösen von RTN ableiten.

    Ich meine, man sollte diese Überlegung nicht von der Hand weisen, zumal ja auch von Schäden in Becken berichtet wurden, bei denen bisher eher optimale Werte oder langjähriges gutes Korallenwachstum bestand.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    dunkler wirkt die Aqua Light 14 K bei mir im Vergleich zur Giesemann oder Coralvue keinesfalls. Aber die blauen Farben werden besser angeregt, ohne dass die Rottöne darunter leiden.
    Gerade die für die Korallen nötigen Spektralbereiche werden gut geliefert.

    Gruß

    Bernd

    In San Diego hatte ich einmal ein freistehendes Aquarium gesehen, bei dem die Kabel tatsächlich durch eine abgedichtete Bohrung in der hinteren unteren Beckenecke geführt wurden. Machbar ist das, aber ob es sich lohnt die andere Frage.
    Denkbar wäre für mich eine relativ kleine Steinverklebung in einer hinteren Beckenecke zur Kabelverdeckung.

    Minimalistische Beckengestaltungen habe ich schon mit Becken mit reinem Besatz von Actinia equina und einem weiteren mit Seenelken im Lissaboner Aquarium gesehen. Als reines dekoratives Element sah dies auch ganz toll aus, aber wer strebt dies schon an? Den meisten Leuten unter uns geht es doch eher um die bunte Vielfalt im Riff.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Naif,

    es ist schon ein Problem der Komposition der verschiedenen LED. Nur die Spektralbereiche die abgestrahlt werden, können auch die betrefffenden Farben anregen.
    Armin Glaser hat auf eine gemischte LED-Beleuchtung in einem Becken im Karlsruher Naturkundemuseum hingewiesen, die außer weiß und blau noch eine ganze Reihe anderer Farben enthält, rot, grün, gelb usw.. Die Farbwiedergabe ist da sensationell.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    was bei beiden Becken wieder sehr stört, ist die dominat sichtbare Technik/ Strömungspumpe. Hier liegt wohl auch ein Kernproblem bei kleinen Becken.
    Lösungsmöglichkeiten sehe ich möglicherweise in der Intergration in Gestein (vielleicht ausgehöhlter lebender Stein oder Konstruktion eine Hülle mit Stein und Mörtel).

    Gruß

    Bernd

    Hallo Hans-Werner,

    verfolge die Diskussion einfach einmal vom Anfang an: Da kommt jemand und sucht Ratschläge, weil man wörtlich "Laie" sei und "von der Materie keine Ahnung habe". Dann bringt man seine Gestaltungsideen ein, sicher nicht uninteressant, aber da sie sich vornehmlich aus Elementen der Kunst rekrutieren mit Umsetzungsproblemen behaftet. Auch strebt, wie es Ingrid schön beschrieben hat, nicht jeder ein Kunstwerk an, sondern hat auch andere Ziele.
    Auf sachliche Vorbehalte werden nun die erbetenen Beispiele von Aquarianern als "Gelsenkirchner Barock" verspottet, man spricht von "Supermarktregalen" und "altem Murks statt state of the Art", bezeichnet die "geliebten Aquarien als ....böses Wort... im Vergleich zur modernen Aquaristik" und spricht von "Grundregeln der modernen Aquaristik" und deren "Handwerkszeug", wobei man doch nach eigenem Bekenntnis von der Materie keine Ahnung habe.
    Wer dies alles nicht versteht, verstehe auch statt "Gustav immer Gasthof" und die abweichenden Ansichten werden als "shit storm" bezeichnet.

    Dass derartige pubertäre Verhaltensweisen einer offensichtlich sehr selbstbewussten jungen Dame mit laienhaftem Hintergrund und weniger gut ausgeprägten Umgangsformen bei den als "Traditionalisten" abgestempelten Aquarianern, unabhängig von richtigen Gedankenansätzen, auf wenig Gegenliebe stößt und hier im Forum so nicht erwünscht ist, dürfte nun wirklich nicht schwer zu verstehen sein.

    Gruß

    Bernd

    Zitat

    Original von Hans-Werner
    Sicher Bernd, dann war der Thread vorher wohl Friede, Freude, Eierkuchen und für Haarspaltereien fehlen mir Zeit und Nerv.

    Danke

    Hans-Werner

    Nein, Hans-Werner, es geht hier nicht um Haarspalterei, sondern darum, dass Du anderen Leuten mit anderer Meinung nicht das Verstehen absprechen und deren Beiträge als Senf bezeichnen solltest, schon gar nicht, wenn man selbst etwas nicht ganz richtig verstanden hat.

    Um was es in der Sache ging, hat Ina sachlich auf den Punkt gebracht. Wenn jemand, der ein paar gestalterische Gesichtspunkte aufgeschnappt hat, in praktischer Umsetzung aber keine Ahnung hat, sich arrogant als Messias gebärdet, anstatt seine Denkansätze mit praktischen Erfahrungen anderer Leute zu bereichern, muss man sich über Ablehnung nicht wundern.

    Wem Zeit und Nerv für eine Diskussion fehlen, wird nicht gezwungen sich daran zu beteiligen.

    Gruß

    Bernd

    Bernd

    Zitat

    Original von Hans-Werner
    Hallo Bernd,

    das ist also Dein Leisten, Philosophiestudium? Ich muss zugeben, ich kann mich da nur auf Laienwissen berufen ala Wikipedia:
    "Ästhetik (von altgriechisch ±ἴø·Ã¹Â aísthsis „Wahrnehmung“, „Empfindung“) war bis zum 19. Jahrhundert vor allem die Lehre von der wahrnehmbaren Schönheit, von Gesetzmäßigkeiten und Harmonie in der Natur und Kunst." Heute ist es etwas erweitert, es entspricht aber noch meiner Grundauffassung von Ästhetik und ich denk nicht nur meiner ...

    Hallo Hans-Werner,

    Deinen ersten Satz habe ich leider nicht ganz verstanden, Du aber wohl aber auch noch nicht den Unterschied zwischen Begrifflichkeiten (aus Wikipedia) und geistigen Inhalten. Es geht in der Ästhetik eben gerade nicht um Deine oder meine Grundauffassung, weil diese individuell und an Erscheinungsformen gebunden sind.
    Gesetzmäßigkeiten gibt es für Erscheinungsformen, z.B. für das Barock oder den Bauhausstil, nicht aber dafür wem was gefällt. Ästhetik bezieht sich aber auf das Gefallen.

    Nicht verstanden hast Du wohl auch die Gründe für die negativen Reaktionen auf die Schreiberin. Wenn man in einem Forum etwas diskutieren will, so muss man auch auf die Argumente anderer Leute eingehen. Bezeichnend, dass Du dies alles als "besserwisserisch" abqualifizierst. Geht es hier nur um unangenehme Selbstdarstellung?
    Zum agressiven Touch hast Du besonders viel beigetragen. Wie lautete doch Deine Formulierung: "Wenn ich den Thread nicht verstehe, muss ich doch nicht meinen Senf dazugeben und noch dazu in aggressiver Weise."

    Gruß

    Bernd

    Zitat

    Original von Hans-Werner


    - Wenn es keine ästhetischen Regeln gibt, dann sind wohl alle Folgen und Kombinationen von Klängen gleichwertig? Auch alle Gebäude sind gleichschön, nur abhängig davon, wer sie betrachtet. Interessante Welt, aber in der lebe ich glaube ich nicht.

    Hallo Hans-Werner,

    dann solltest Du Dich über den Begriff der Ästhetik vielleicht doch erst einmal näher informieren! Mir scheint, da hast Du vielleicht auch etwas nicht richtig verstanden und gibst Deinen, wie schreibst Du so nett, "Senf dazu ab". Für musikalische Klänge gelten die Lehren der Harmonie. Da verwechselst Du wohl etwas begrifflich.

    Über das Wesen der Ästhetik haben sich schon große Philosophen ausgelassen, von Platon bis Kant. Kant definierte sie als die Lehre von der Sinnlichkeit, heute versteht man sie eher als Lehre vom Schönen. Dabei ist und war aber immer völlig unbestritten, dass ästhetische Urteile reine Werturteile sind. Gefühlswerte sind nicht rational begründbar! Daher gibt es keine ästhetischen Regeln!
    Definitionen des Schönen werden lediglich empirisch aus Erscheinungsformen der Kunst, Architektur etc. abgeleitet, sie hängen aber vom jeweiligen Welt-und Menschenbild, dem Zeitgeist ab. Diese Erscheinungsformen kann man natürlich versuchen auf alles zu übertragen, es sind aber eben keine Regeln der Ästhetik.

    Wenn hier jemand neue Wege der Aquariengestaltung sucht, dann kann man sich durchaus aufgeschlossen zeigen. Ich stehe selbst vielen realen Gestaltungsbeispielen kritisch gegenüber. Ob Architektur, Malerei oder Musik hierfür gute Vorlagen geben, mag ich doch bezweifeln. Aber egal wie, großspurig, ohne echtes fachliches Hintergrundwissen, in flapsigem Ton, braucht hier niemand Regeln definieren zu wollen.
    Wie heißt es so schön: Schuster, bleib bei deinen Leisten.

    Gruß

    Bernd

    Zitat

    Original von Anja


    Ich denke, es gibt noch viele ästhetische Möglichkeiten auch MW Becken attraktiver zu machen. Und zwar objektiv nach den Regeln der Ästhetik. Wie es objektive Kriterien gibt nach denen man Kitsch von Kunst unterscheiden kann (natürlich gibt es auch Graubereiche), so gibt es auch Kriterien nach denen man ästhetisch gute und ästhetisch schlechte Beckengestaltung beurteilen kann.

    Ästhetik kommt aus dem griechischen und bedeutet Wahrnehmung, Empfinden. Und dies sagt schon der Begriff, dass es da keine Regeln oder Beurteilungskriterien geben kann. Es bleibt eine Frage der subjektiven Einstellung, allenfalls geprägt vom Zeitgeist oder Mode sowie der persönlichen Erziehung.

    Die Schreiberin fühlt sich auf einem recht hohen Ross, hat aber offensichtlich noch einige Defizite, auch was Formen des sachlichen Umganges betrifft. Da haben wir ihr wohl schon viel zu viel Aufmerksamkeit gewidmet.

    Hallo Anja,

    ein paar Anmerkungen möchte ich jetzt auch anfügen: Dein grundsätzliches Anliegen kann ich gut nachvollziehen. Gerade was die ästhetische Gestaltung vieler Meeresaquarien anbelangt, gibt es da manche Fragezeichen zu setzen. Ob Steinhaufen, Kitschkeramik, unrealistische Spielzeuglandschaften oder sichtbare Strömungspumpen, man kann vieles kritisieren. Auch die gestalterische Integration in den Wohnraum lässt oft zu wünschen übrig, vom blauen Geisterlicht über Monsterbecken in kleinen Räumen bis hin zu Aquarien mit Labordesigne.

    Aber eines sollte auch klar sein. Sowohl die Zielsetzung als auch der persönliche Geschmack eines Jeden hier ist absolut seine Sache! Der Eine strebt einen möglichst naturnahen Ausschnitt an, der Andere möchte sammeln und der Dritte seinen Wohnraum mit einem optischen Blickfang ein dekoratives Element hinzufügen. Dies sollte man akzeptieren, vor allem wenn man als Neueinsteiger hier Ratschläge sucht.
    Um es auf den Punkt zu bringen, der Ton, Stil und die gewisse Überheblichkeit einiger Deiner Anmerkungen hier finde ich leider etwas unangemessen!

    Zur Gestaltungsfrage: Ich hatte lange Zeit auch Süßwasseraquarien, damals im sogenannten holländischen Stil. Hier kam es bei der Pflanzenauswahl auch ausschließlich auf optische Gesichtspunkte an. Dies kann man auch in einem Meeresaquarium verwirklichen. Nur kann man sich da keinen natürlichen Riffausschnitt zum Vorbild nehmen, genauso wenig wie es eine echte Flusslandschaft bei "holländischen Becken" ist.
    In einem sehr kleinen Becken kann man entweder mit wenigen großen oder vielen kleinen Elementen gut gestalten.
    Unter wenigen großen würde ich z.B. eine Anemone mit Anemonenfischen oder eine größere Steinkoralle verstehen. Generell besteht aber bei den meisten Steinkorallen das Wuchsproblem und höhere technische Ansprüche.
    Weit besser geeignet wären da für mich kleine Anemonen, die mit ihren Farben sehr viele Gestaltungsmöglichkeiten erlauben - z.B. Florida-oder Sandanemonen, Krustenanemone, Scheibenanemonen usw. - , aber auch Gorgonien oder Röhrenkorallen. Die Auswahl ist ja riesengroß, aber die kannst Du dann nur selbst nach eigenem Geschmack und ausreichender Information über die jeweiligen Pflegeansprüche treffen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    ganz muss Oliver seinen Traum vom Mittelmeerbecken nicht aufgeben, denn es veträgt im Sommer durchaus auch einige Zeit höhere Temperaturen. Unser Einstieg in grauen Vorzeiten erfolgte recht lange Zeit mit Mittelmeerbecken.
    Das Becken sollte im Herbst und Winter möglichst in einem ungeheizten Raum stehen. In der wärmeren Zeit schaden dann Temperaturen bis zu 24 oder 25 °C nicht. Die gibt es auch manchmal im Mittelmeer. Nur auf Dauer sind sie schädlich.
    Gekühlt habe ich immer sehr erfolgreich mit Ventilatoren; mehrere kleine - gibt es auch auf Kunststoffbasis nicht rostend und spritzwassergeschützt - auf einer Plexiglasscheibe montiert, tun mir noch heute bei hohen Temperaturen gute Dienste.
    Wenn es ganz schlimm kommt, dann helfen kurzfristig auch Kühlbeutel oder eingefrorenes Aquarienwasser.

    Ansonsten hat ja Peter noch wichtige Tipps gegeben.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Hans-Werner,

    Deine Argumente leuchten mir schon ein, und ich habe auch nicht die Absicht Wendel´s Werte anzuwenden. Mit liegt auch nichts an einem exorbitaten Korallenwuchs, denn das Becken ist ohnehin sehr voll und dauerndes Beschneiden nicht erstrebenswert.
    Was aber mich und sicher auch andere interessieren würde, wäre einen Aussage zum erstrebenswerten quantitativen Nährstoffgleichgewicht. Hier gab es ja bereits einmal eine kontroverse Diskussion über das Redfield-Verhältnis, welches auch Du als nicht auf alle Organismen übertragbar abgelehnt hattest. Da man aber im Aquarien eine Vielzahl unterschiedlicher Organismen pflegt, müsste man einen Kompromisswert definieren. Aber da gibt es nie eine konkrete Aussage, zumindest habe ich noch keine mitbekommen. Mein Rat 1:11 wurde einmal abgelehnt, aber es geistern immer irgendwelche imaginären Größenordnungen durch die Diskussionen. Was wäre Deine Empfehlung?

    Zum Einsatz anderer Mittel: Diese hatte seit Anfang November einige Zeit verwendet. Mit Bacto-Balance hat sich die Verwendung aber entgegen meiner ursprünglichen Absicht nur ein paar Tage überschnitten (Mittel war verbraucht und eine Kombination wäre hinsichtlich der Wirkung schlechter zu beurteilen). Die Probleme traten erst Wochen später auf, so dass ich trotz Zeitverzug einen Zusammenhang für sehr unwahrscheinlich halte.

    Ein paar Bilder kann ich machen.

    Viele Grüße

    Bernd

    Hallo Hans-Werner,

    nochmals zum Nährstoffgleichgewicht: Schau Dir einmal die Seite von Korallenzucht Wendel in Leinsweiler an. Er betreibt die Anlage schon viele Jahr mit herausragendem Ergebnis (super Korallen mit besten Farben).

    Seine Werte: mindestens 10 mg Nitrat bei max. 0,03 mg Phosphat!!

    Die Praxis scheint da der Theorie vom Nährstoffgleichgewicht ([welches m.W. auch noch niemand größenmäßig definiert hat; das Redfield-Verhältnis wurde unter Hinweis auf die unterschiedlichen Ansprüche der Organismen als Rahmen ja auch abgelehnt) doch deutlich zu widersprechen. Andere Züchter fahren nach meinem Kenntnisstand ebenfalls sehr stark Stickstoff betont. Wie siehst Du dies in diesem Fall?

    Viele Grüße

    Bernd

    Hallo Hans-Werner,

    da hast Du zweifellos recht. Das kurzzeitige starke Ungleichgewicht war so auch nicht beabsichtigt und hat sich nach etwas Zeitverzug inzwischen besser eingependelt. Mit ein bisschen Fütterung werde ich es wohl auch so halten können. Die Alkalinität ist ja seit knapp vier Wochen wieder im normalen Bereich um 7°.

    Wie siehst Du es hinsichtlich bakterieller Einwirkungen im Bereich der Gewebeauflösungen? Mit bloßem Auge ist an den Auflösungsstellen ja nichts sichtbar; das Gewebe zieht sich einfach zurück ohne Fetzen oder sonstige Spuren.
    Hierfür könnte sprechen, dass an den fragmentierten Stücken bisher keine Gewebeverluste sichtbar sind.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Hans-Werner,

    NO3 habe ich erst vor wenigen Tagen mit Stickstoff+ versuchsweise langsam angehoben (als Versuch die Entwicklung zu stoppen, war also nicht ursächlich!). Früher, vor dem Einsatz von Bacto-Balance, lagen die Werte relativ stabil bei ca. 1 mg/l NO3 und 0,025 - 0,04 mg/l PO4.
    Damals hatte ich die Korallen auch 2 - 3 mal wöchentlich gefüttert (JBL-Korallenfluid, Coral-Vitalizer, Dupla-Coral Food und Cyclop-Eeze). Diese zusätzliche Fütterung hatte ich dann auf Deine Empfehlung hin mit der Dosierung von B-B eingestellt.
    Anfang Januar, zu Beginn der Probleme, lagen die Werte dann nahe Null, wobei genaueste Messergebnisse in diesem Bereich natürlich immer etwas unsicher sind.
    Denkbar ist für mich nach wie vor, dass die dann kurzzeitige ( 2- 3 Tage dauernde) versehentliche starke Anhebung der Alkalinität in Verbindung mit den niedrigen Nährstoffwerten auslösend war. Leider lassen sich die fortschreitenden Gewebeverluste bisher nicht aufhalten. In den oberen Bereichen der Korallen besteht noch ein normales Wachstum.

    Hallo Peter,

    danke für den Bericht. Im Prinzip kannte ich den Inhalt, aber es ist eine schöne Gesamtübersicht über die meisten Futtermittel.
    Ich füttere jetzt langsam wieder verstärkt.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Peter,

    es ist richtig, dass mein Becken relativ nährstoffarm gefahren wurde; dies aber schon seit vielen Jahren unverändert und trotzdem mit Korallen mehrfach zugewuchert und wieder gekürzt. Da ich farblich noch ein bisschen eine Verbesserung wollte, habe ich einige Zeit die Bacto-Ballance eingesetzt. Entweder dadurch oder durch eine kurzzeitige zu hohe Alkalinität hat plötzlich die negative Entwicklung begonnen, zumindest besteht ein unmittelbarer zeitlicher Zusammenhang. Ansonsten gab es keinerlei Veränderungen.
    Versprochen hatte ich mir ein ausgewogenes Nährstoffverhältnis auf niedrigem Niveau, da ja neben Kohlenstoff auch Nährstoffe vorhanden sein sollen. Aber vermutlich waren diese doch zu wenig und wurden zu stark Richtung Limitierung gesenkt.

    Ich vermute nun, dass das absterbende Korallengewebe - zumindest ähnlich wie bei RTN - eine übermäßige Entwicklung schädlicher Bakterien, welcher Art auch immer, fördert. Mit Beginn der Probleme habe ich die Nährstoffe langsam erhöht (NO3 momentan ca. bei 3 mg/L, PO4 bei 0,025 bis 0,03 mg/l, KH 7, Ca 420, Mg 1350, Salinität 34,5), aber bisher ist die Entwicklung nicht gestoppt.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    das Absterben des Gewebes bei SPS von unten her hat sich leider fortgesetzt und intensiviert. Betroffen sind jetzt auch Acropora sp., Montiporo digitata und Pocillopora damicornis. Pavona cactus, Stylophora pistillata und alle LPS zeigen bisher keine Anzeichen. Auch die fragmentierten Stücke scheinen noch in Ordnung zu sein.
    Inzwischen sieht es mir fast danach aus, als ob sich RTN gebildet hat. Lediglich eine fetzenartige Gewebeablösung ist nicht zu beobachten; auch erfolgt das Absterben noch relativ langsam, aber unaufhaltsam.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    Christiane Schmidt ist eine kompetente Meeresbiologin, die keinesfalls für den sorglosen Umgang mit dem Fang von Aquarienfischen plädiert, im Gegenteil. Ihr Agieren bezieht sich auf eine überdrehte Kampagne eines bekannten militanten Aquariengegners namens Robert Wintner (Snorkel Bob).
    Ehe wieder von einigen Leuten aus dem Bauch heraus ohne Hintergrundwissen diskutiert wird, hier der Link zum entsprechenden Thema (Der Nachtrag ist besonders wichtig):http://www.korallenriff.de/artikel/1277_q…amp_Morgen.html

    Gruß

    Bernd

    Zitat

    Welche Organisationsform hat den SAIA? Du scheinst es ja zu wissen.

    Hallo,

    es geht doch nicht um deren Status, sondern um die Art und Weise wie man mit jemand kommuniziert. Wie man in den Wald hineinruft, so schallte es heraus!

    Zur Sache: Bekanntlich ist der Fang von Aquarienfischen für viele kleine Fischer ein kleiner Nebenerwerb, vor allem in Ländern mit wenig anderen Perspektiven für arme Leute. Auch Hawaii ist nach meinen sehrwohl vorhandenen persönlichen Kenntnissen alles andere als ein Sozialstaat, dafür aber mit einer sehr interessensgesteuerten Bürokratie gesegnet.
    Welcher dieser armen Fischer soll den komplexen Weg eines umständlichen und teuren Genehmigungsverfahrens, womöglich noch mit Vorlage wissenschaftlicher Bestandsanalysen, für sich realisieren? Soll er Forschungsprojekte nach "Ökonetzen" finanzieren und diese Selbstauflöser dann auch noch regelmäßig neu erwerben?
    Bleib doch einmal auf dem Boden der Tatsachen. Die kleinen Fänger wären sofort ihren armseligen Erwerbszweig los!
    Die fraglichen Fische würden weiter gefangen, aber von anderen und mit anderen Gewinnspannen.

    Wenn sich ein der Aquarienindustrie naher Verband oder was auch immer dieser Sache annimmt, dann hat dies wenigstens eine kleine Chance auf Erfolg. Daran finde ich nichts Verwerfliches, es sei denn, man mag die gesamte Meeresaquaristik immer mehr beschränken. Diesen persönlichen Eindruck habe ich allerdings aufgrund des Agierens, welches ich bisher immer von Dir mitbekommen habe.
    Sollte ich mich täuschen, wäre es mir recht, aber vermutlich ist dies nicht der Fall.

    Gruß

    Bernd

    Zitat

    Original von Gump
    Hallo Bernd,

    sorry, wenn ich mich hier einmische, aber bisher hat Wolfgang in diesem und anderen Threads zu diesem Thema deutlich mehr an Fakten und vor Allem folgerichtiger Argumentation eingebracht als Fr. Schmidt und Du zusammen.

    Kannst Du mal kurz Deinen Standpunkt darlegen und entsprechend verargumentieren oder bist Du nur zum Rummaulen hier?

    Danke und nix für ungut :smiling_face:

    Grüße
    Daniel

    Hallo Daniel,

    meine Antwort bezieht sich, wie ich eingangs schon geschrieben habe, nicht auf die konkrete Argumentation in diesem Thread, welche ich hier gar nicht bewerte, sondern auf die schon früher deutlich gewordenen grundsätzlichen Einstellungen zur "normalen" Meeresaquaristik und entsprechenden Argumentationsweisen. Da habe ich mir im Lauf der Zeit eben mein Bild gemacht, weshalb mich die knappe Antwort von SAIA ihm gegenüber keinesfalls wundert.

    Aber lassen wir das, da muss sich jeder sein eigenes Urteil bilden. Meine Anmerkungen haben sich auch nur an ihn persönlich gerichtet.

    Grüße

    Bernd

    PS. Am besten einmal den ganzen Dialog im Riffaquaristikforum.at nachlesen. Wenn man SAIA den Status einer Organisation abspricht, braucht man sich über entsprechende Antworten nicht zu wundern.

    Hallo Wolfgang,

    ich kann zumindest gut nachvollziehen, warum sich Frau Schmidt von SAIA nicht auf die üblichen endlosen und oftmals auch fruchtlosen Diskussionen mit Dir einlassen möchte.
    Deine Kenntnis stelle ich keinesfalls in Abrede, nur teilt eben nicht jeder Deine meist sehr enge Sicht der Dinge.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    sinnvoll ist bekanntlich meist der goldene Mittelweg!

    Gedankenlos "Tierverbraucher" lehne ich genauso ab wie fanatische, manchmal sogar militante Tierschutzideologen oder Oberlehrer mit dauernd erhobenem Zeigefinger.

    Ob die USA, mit ihrem rücksichtslosen Gewinnstreben ein gutes Beispiel für sinnvollen Naturschutz sind, stelle ich doch lieber in Frage. Da scheint es mir hier eher um ein Alibiakt zu gehen; ein Feigenblatt zur Besänftigung schlichter Gemüter.

    Gruß

    Bernd