Beiträge von Bernd Koberstaedt

    Hallo Thomas,

    das Mischungsverhältnis ist eigentlich egal, da man den Calciumhydroxidsatz mehrfach verwenden kann. Gib einfach ein paar Esslöffel (ca. 5 pro 10 l Behälter) in ein verschließbares Gefäß mit Osmosewasser, schüttle oder rühre um und lass sich die Mischung absetzen. Dies dauert ein paar Stunden. Den nun klaren Teil der Flüssigkeit kannst Du langsam dem Becken zugeben (auf pH-Wert achten).
    Wenn die klare Flüssigkeit alle ist, kannst Du wieder neues Osmosewasser nachfüllen. Dies kannst Du so oft wiederholen, so lange der pH-Wert des Kalkwassers bei ca. 12,5 liegt. Fällt er deutlich ab, dann schütte den Bodensatz ab und mische neu an.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Sven,

    pH 7,9 - 8,0 ist doch völlig in Ordnung.
    Mit einer etwas höheren Alkalinität arbeiten manche Korallenzüchter, denen es um schnelles Wachstum geht. Dies geht aber meist zu Lasten einer guten Ausfärbung und kompakten Wuchsform. KH 6,5 - 7 ist sicher besser.
    Ein zu schneller, brüchiger Wuchs der Korallen bringt eher Nachteile. Bei gut etablierten Korallen besteht nämlich nach einiger Zeit auch das Problem, dass sie zur Wasseroberfläche wachsen und beschnitten werden müssen. Also lieber ein langsamerer und stabiler Wuchs, wenn Du keinen Ablegerhandel betreiben möchtest.

    Unklar sind mir noch Deine Frischluftverhälnisse; beziehen sie sich auf den gesamten Raum oder nur auf eine Frischluftzufuhr zum Abschäumer? Wichtig wären die gesamten Raumverhältnisse, denn der Gasaustausch erfolgt über die gesamte Wasseroberfläche.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Lutz,

    nein, es gab kein RTN, Leuchtmittel sind nicht alt (die beiden Stöcke stehen auch an unterschiedlich stark ausgeleuchteten Stellen) und die Strömung ist gleich.
    Über die ursprünglichen Probleme mit den SPS wurde hier ja schon diskutiert. Ich sehe damit aber nicht unbedingt einen Zusammenhang.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    seit vielen Jahren habe ich Euphyllia glabrescens im Becken. Sie sind hervorragend gewachsen und wurde mehrfach geteilt. Seit einiger Zeit beginnen sie jedoch zu degenerieren. Die Polypen werden immer kleiner und sind zeitweise nur noch halb geöffnet.
    Vor einiger Zeit hatte ich relativ starke Gewebeverluste im unteren Bereich verschiedener SPS. Die Euphyllias (zwei Stöcke in verschiedenen Beckenbereichen) sowie andere LPS waren davon zunächst nicht betroffen. Nach dem Abklingen der Probleme bei den SPS begann die langsame Degeneration bei beiden Euphyllias.
    Fütterungsversuche mit div. Futtersorten (Granulat für LPS, CyclopEeze, frisch geschlüpfte Artemias, Frost-Flüssig-und Staubfutter) haben keinen sichtbaren Erolg gebracht.
    Aktuelle Wasserwerte: NO3 1-2 mg/l; PO4 ca. 0,1 mg/l; KH 7; Ca 450 mg/l; Salinität 34-35.
    Wasserwechsel mit verschiedenen Salzsorten, zuletzt Sibermann.

    Hat jemand eine Idee?

    Gruß

    Bernd

    Hallo Sven,

    auch halte meine Alkalinität bei ca. 7° KH. Eine stärkere pH-Pufferung durch eine höhere Alkalinität würde ich nicht empfehlen. Schwankungen des pH-Wertes von ca. 0,5 Einheiten zwischen morgens und abends sind kein Problem. Wenn diese bei Dir trotz gutem Gasaustausch wirklich häufig größer sind und die Luftzufuhr tatsächlich über Frischluft und nicht etwa Raumluft erfolgt, würde ich ein Algenrefugium mit gegensätzlichere Beleuchtung empfehlen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    mein Diademseeigel wird auch seit vielen Jahren mit "unnatürlicher Nahrung", nämlich Grünzeug aller Art je nach Jahreszeit gefüttert und teilt sich dieses mit den Grünzeug fessenden Fischen. Allen ist es bestens bekommen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Daniel,

    ich verwende Dupla Rin Coral Food (Staubfutter) und JBL KorallFluid (Flüssignahrung), beides gut bewährt, lange haltbar, ergiebig und preislich akzeptabel, zusätzlich gelegentlich Cyclop-Eeze.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Armin,

    in dem Becken hat man ja aufgrund der ganz unterschiedlich beleuchteten Zonen auch sehr gute Vergleichsmöglichkeiten hinsichtlich des Korallenwuchses. Dass es erhalten bleibt, ist hervorragend.
    Sicher sind die Geschmäcker verschieden. Auf mich wirkt das Becken nicht so kalt, wie bei der üblichen blaulastigen Beleuchtung, aber auch nicht gelbstichig. Das violett der Montipora wird sehr stark angeregt, aber mir gefällt auch der warme Farbton bei den Seriatopra hystrix.
    Die Leuchte ist leider nicht für einen Betrieb in einer geschlossenen Abdeckung geeignet, aber in den Farbkombinationsmöglichkeiten sehe ich grundsätzlich ein interessantes Potential, später vielleicht sogar für mich.

    Viele Grüße

    Bernd

    Hallo Armin,

    ja, diese habe ich gemeint. Danke für die Information. Diese Kombination ist sicher noch ungewöhnlich, aber von fantastischer Wirkung. Hoffentlich bleibt das Becken von den geplanten Umbaumaßnahmen unbeeinträchtigt, denn die Langzeitwirkung ist sicher auch interessant. Wenn ich es richtig sehe - bezüglich LED-Beleuchtung habe ich allerdings keinen großen Überblick - dann dürfte es sich um einen recht neuen und vielversprechenden Kombinationsansatz handeln.

    Viele Grüße

    Bernd

    Hallo Jörg,

    wie Du schon geschrieben hast, wurde das Thema Redfield-Verhältnisse schon mehrfach ergebnislos diskutiert. Deine Klarstellungen halte ich für sehr wichtig, denn mit den undefinierten N : P - Verhältnissen wurde viel unnötige Unruhe erzielt. Wichtig ist doch einfach nur die Feststellung, dass dies ganz individuell verschieden ist ( bei Caulerpa bis zu 200 : 1 ) und der Nährstoff, der diesbezüglich in geringerer Konzentration vorliegt, zuerst limitiert werden kann.

    Grüße

    Bernd

    Hallo Timo,

    biite meinen Erfolgsbericht nicht als Empfehlung für einen raschen Umstieg werten!
    So kurz hintereinander würde ich nicht mit dem zweiten Mittel arbeiten. Kombinationswirkungen sind immer etwas unvorhersehbar.
    Wenn Deine Korallen das bisher eingesetzte Mittel vetragen, dann behandle ruhig damit gemäß Gebrauchsanweisung und warte die Wirkung ab. Notfalls würde ich dann erst nach ein paar Tagen Pause wie von Dir geplant verfahren!

    Gruß

    Bernd

    Noch eine Anmerkung: Bitte nicht mit Protomarin Intensiv verwechseln. Dies schädigt Korallen! P. Coral wird zwar nur für beginnende Infektionen empfohlen, aber bei mir haben zwei Durchgänge und anschließende dauernde UV-Behandlung absoluten Erfolg gebracht.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Timo,

    optisch betrachtet würde ich eher auf Cryptocarion tippen. Die Erreger befinden sich oft latent im Becken und auch Fische können sie ohne zunächst sichtbare Anzeichen tragen. Meist durch Schwächung vermehren sie sich dann stark. Über den Zyklus kanst Du hier im Forum Krankheiten einmal nachlesen.

    Ich habe ein kräftige Infektion Anfang des letzten Jahres im Riffbecken ohne Schädigung der Korallen (lediglich Seriatopora caliendrum waren einige Zeit stark aufgehellt) mit Protomarin Coral (von Aquarium Münster)erfolgreich behandelt.

    Gruß

    Hallo Mädels, Hallo Peter,

    Ihr seid nicht allein. Extrem niedrige Nährstoffverhältnisse machen in einem gemischten Becken wenig Sinn, denn Lederkorallen oder Krustenanemonen schwächeln da schon.
    Phosphat kommt im Riffbereich in Konzentrationen bis 0,09 mg/ vor. Dies würde ich auch als die Grenze zu nährstoffarm ansehen. Der gelöste Stickstoff, in Nitrat umgerechnet, liegt als Obergrenze im Meer bei nur 0,5 mg/l.
    Mit den herkömmlichen Aquarientests lässt sich dieser Wert (Nitrat) aber kaum zuverlässig bestimmen und höhere Werte bis zu 10 oder 20 mg/l kommen in Riffbecken häufig vor. Wo man hier die Grenze zwischen nähstoffarm oder -reich ziehen soll, ist wohl schwerer zu definieren.
    In meinen Becken habe ich durch den Verbund mit einem sehr großen Caulerpabecken meist recht niedrige Werte,
    PO4 bei 0,02 mg/l recht stabil (momentan wieder höher) und NO3 bei 1 - 3 mg/l schwankend. Krustenanemonen befinden sich da bei mir schon an der Grenze zur Degeneration!
    In einem kleineren Becken hielte ich diese Werte schon für grenzwertig, denn je nährstoffarmer ein Becken ist, desto empfindlicher ist es auch.

    Gruß

    Bernd

    Zitat

    Original von Hans-Werner


    Hallo Bernd,

    ich bin nicht gewillt, den Tonfall, den Du anschlägst, weiter hinzunehmen, nicht hier. Wäre ich nicht der Meinung, man sollte das Produkt vorsichtig dosieren, würde ich nicht Deine anderen Beiträge stehen lassen.

    Hallo,

    jetzt fällt mir erst auf, dass hier kritische Beiträge gelöscht werden. Dies sagt alles.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Michael,

    dass es vor allem auch auf die Integration in den Wohnraum ankommt, halte ebenfalls für besonders wichtig.
    Natürlich ist alles wieder Geschmacksache. Wir sind im englischen Stil eingerichtet, und so habe ich versucht das Aquarium dem konservativen Stil anzupassen:

    Gruß

    Bernd

    Hallo Dietmar,

    auch ich teile da weitgehend Deine Meinung. Aber Grundbegriffe der Gestaltung sind nun nichts Neues, auch was die Aquaristik betrifft. Die "Väter" dieser Gestaltungsideen haben dabei immer verdeutlicht, dass ihre Anregungen kein Muss sind, da sich die Geschmäcker der einzelnen unterscheiden. Dabei haben sie, vor allem unter Berücksichtigung praktischer Gegebenheiten, anhand realer Beispiele konkrete Wege gezeigt.
    Diese Darstellungen auf der Basis eigener Erfahrungen überzeugen und schaffen Akzeptanz, anders als wenn man nur die theoretischen Grundlagen, die man von irgendwo her übernommen hat, verbreitet und dabei mehr oder weniger im Bausch und Bogen alle heute existierenden Aquarien abwertet.

    Das Kernproblem sehe ich auch weniger in der Neugestaltung der Becken, sondern in deren Erhalt. Korallen wachsen bei guter Pflege, werfen dann aber auch später einmal Schatten oder bedrängen ihre Nachbarn. Wie auch in berühmten, schönen Süßwasseraquarien, bei denen ein laufender Rückschnitt der Pflanzen notwendig ist, bestehen ständige Eingriffsnotwendigkeiten. Nur bedeutet dies auch häufige Störungen des biologische Systems, und man muss sich entscheiden welche Ziele im Vordergrund stehen, Optik oder Lebensbedürfnisse?

    Der perfekte Aquarianer kann vielleicht beide Elemente bei guter Vorplanung in Einklang bringen. Dann muss er sich aber bereits im Vorfeld über seine Gestaltungswünsche im Klaren sein. Nun sind aber der wenigsten Menschen perfekt und wünschen sich auch kein starres Gebilde, dass allein allen dekorativen Ansprüchen auf Dauer entspricht.
    Sie wollen dagegen eher das Werden und Wachsen beobachten, begeistern sich für neue Tiere mit anderen Formen, Farben und Ansprüchen. Damit bleibt ein Becken in Bewegung, erfordert aber dann meist auch Kompromisse, um diesen Ansprüchen gerecht zu werden.

    Ich selbst habe mein Becken mit einer beschränkter Artenzahl eingerichtet und kaufe auch nicht ständig Neuheiten hinzu. Da aber alles gut gewachsen ist und Ableger auch nur beschränkt weitergegeben werden können, haben sie in meinem Becken neue Plätze bekommen.
    Manch einer wird dies als grausam vollgestopft empfinden, anderen gefällt es besonders.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    eigentlich ist doch ganz einfach, nämlich eine Frage der Formulierung. Man muss nur deutlich machen, dass etwas dem eigenen Geschmack nicht entspricht. Damit hat niemand ein Problem und gut begründet gibt es beste Denkanstöße.
    Sich als unberufener Richter zu gebärden, also absolutierende Feststellungen zu treffen wie, dies ist hässlich, dies ist Kitsch oder ähnlich, wird das Gegenüber dagegen unnötig provozieren.

    Harmonie ist eben nicht nur eine Frage der Gestaltung, sondern auch des Umganges miteinander.

    Gruß

    Bernd

    Um es auch noch etwas weniger abstrakt beispielhaft zu verdeutlichen:
    In unserem derzeit verbreiteten Schönheitsempfinden wird eine sehr mollige Frau leider oftmals als unästhetisch bezeichnet.
    Schließlich präsentieren uns Modeschöpfer etc. meist äußerst schlanke Modelle als Schönheitsideal.
    In der arabischen Welt werden dagegen recht füllige Damen als besonders schön empfunden, schlanke dagegen als armselig, maskulin und reizlos. Ähnlich waren übrigens die Ansichten auch in Europa in früheren Zeiten.

    Wer legt nun fest was schön ist? Wer bestimmt da allgemein verbindliche Regeln? Derjenige, dem minimalistisch gestylte Aquarien gefallen oder der, dem es besonders bunt gefällt? Hat nur der Geschmack, der sich von einem angeblich aktuellen Zeitgeist leiten lässt? Ist dann dessen heutiger guter Geschmack morgen plötzlich schlecht, weil ihm Modetrends eine neue Stilrichtung präsentieren?

    Um nicht falsch verstanden zu werden. Ich finde es toll, wenn hier excellente Beispiele einer traumhaften Aquariengestaltung vorgestellt werden. Es ist auch absolut sinnvoll, wenn hier Gesichtspunkte dargelegt werden, nach denen besondere optische Effekte erzielt werden können. Sicher gibt es auch viele Dinge, die man besser machen kann.
    Was mir aber ganz gewaltig auf den Geist geht, ist der Umstand, dass hier immer jemand Menschen mit anderem Geschmacksempfinden abqualifizieren möchte, ihnen Gedanken über ästhetische Gestaltung oder Wertnahme über ihr Wohnumfeld abspricht, ihnen mögliche positive Resonanzen nicht zugesteht, nur weil man sein eigenes Werturteil als das Maß aller Dinge sieht.

    Viele Grüße

    Bernd

    Hallo Hajo,

    Deine Argumente kann ich gut nachvollziehen; im Grundsatz liegen wir wohl auch nicht weit auseinander. Mir geht es aber bei derartigen Diskussionen nicht nur darum eine enge Fragestellung zu beantworten. Aus den Fragestellungen lässt sich oftmals ableiten, dass da auch Informationen grundsätzlicher Art helfen könnten.

    Du und ich, wir können uns sicher finanzielle Experimente leisten, wohl aber nicht jeder, der in dieses nicht ganz billige Hobby einsteigt. Da sollte er zumindest vor deutlichen Pleiten geschützt sein. Manche Leute haben ja den vollmundigen Versprechungen mancher Hersteller vertraut.

    Ich glaube auch, dass inzwischen durchaus brauchbare Leuchten - allerdings immer noch zu teuer - auf dem Markt sind, aber es gibt offensichtlich auch immer noch viel Schrott. Da wird es dem Einsteiger nicht leicht zu differenzieren, und warnende Vorbehalte vermeiden vielleicht allzu voreilige Kaufentscheidungen.
    Dass man bei einem Neueinstieg sich aber durchaus auch in Richtung LED orientieren kann, habe ich eingangs schon geschrieben.

    Was mich selbst betrifft, ja da hast Du recht, so lange Zeit auf Innovationen zu warten habe ich vielleicht nicht mehr, aber seien wir da optimistisch, einige Jährchen sollten es schon noch sein. So lange die Leuchten noch brummende Ventilatoren haben, brauche ich meiner besseren Hälfte damit gar nicht zu kommen. Auch funktioniert meine dem Mobilar angepasst Eigenkonstruktion hervorragend, also vorerst absolut kein Grund ein laufendes System zu ändern. Aber ich bin durchaus optimistisch, dass da die Zukunft für uns "Jünglinge" noch ein paar gute Entwicklungen bringt.

    Viele Grüße

    Bernd

    Dein schreib doch wenigstens Hersteller von LED-Leuchten in Dein Profil, damit die Leute, die Dich noch nicht kennen, wissen von wem was kommt!!!

    Gruß

    Bernd

    Hallo Hajo,

    ob die bisherigen "herkömmlichen" LED aber ein gegenüber HQI für Korallenbedürfnisse besseres Licht haben, möchte ich doch stark bezweifeln. Schließlich waren die Foren bisher noch voll von sehr kontroversen Erfahrungsberichten und gibt es umgekehrt beste Erfolge in der Korallenhaltung mit HQI oder T5.

    Während im HQI-Bereich speziell für Aquarienzwecke sehr ausgereifte und differenzierte Brenner zur Verfügung stehen, wurde bei LED hinsichtlich Lichtfarbe und Kombinationen bisher noch kräftig experimentiert. Schließlich haben sich die Hersteller der Dioden auch noch nicht speziell auf die aquaristischen Anforderungen eingestellt und die Leuchtenhersteller müssen verarbeiten was der Markt hergibt.
    Am Rand angemerkt, nicht berücksichtigt in den Diskussionen sind hier auch die meist verbauten Ventilatoren, die - zumindest empfindliche Leute - nicht nur stören, sondern auch Energie verbrauchen.

    Wenn nun neue und bessere, wohl noch teuere LED zur Verfügung stehen, mag dies vielleicht effektiver sein. Von einem sehr eindrucksvollen Experiment mit anderen Farbkombinationen im Karlsruher Vivarium wurde ja in einem parallelen Thread geschrieben. Aber was ist mit den bisherigen Anschaffungen? Haben da viele Leute teures Lehrgeld bezahlt?
    Richtigerweise wurde meiner Meinung nach bisher oft darauf abgehoben, dass die Entwicklung - unabhängig von den Darstellungen auch hier aktiver Lobbyisten - sowohl preislich als auch technisch noch nicht abgeschlossen ist. Dies scheint sich ja nun deutlich zu Bewahrheiten. Ob sie es jetzt ist, weiß ich nicht, vermutlich aber eher auch noch nicht.

    Gruß

    Bernd

    Gruß

    Bernd

    Zitat

    Original von Hans-Werner

    Exakt so ist es und da ich keine Lust auf offensichtlich destruktive Beiträge in diesem Thread habe, lassen wir es dabei. Bitte nur konstruktive Beiträge.

    Es ist doch unglaublich! Sind wir in einem fachlichen Diskussionsforum oder darf es hier nur eine selbstherrliche Meinung geben?
    Ich habe doch nur ganz sachlich und am Beispiel der Gartengestaltung darauf hingewiesen, dass es unterschiedliche Ansätze und Vorstellungen über Schönheit gibt. Der eine findet einen romantischen Staudengarten schön und der andere liebt es puristisch. Das Eine schließt doch nicht das Andere aus.

    Offensichtlich ist alles destruktiv, was von Deiner Auffassung abweicht. Schade.

    Hallo Hans-Werner,

    wovon soll ich herunter kommen??? Dass ich negative Erfahrungen mit NP-Bacto-Balance hier wiedergegeben habe?
    Schau Dir doch einfach einmal den unteren Rand der Tasse an, ganz unten blau und darüber grünblau!!! Hinzu kommt, dass sich nach einigen Tagen auch ein leichter Algenbelag zu bilden beginnt.

    Gruß

    Bernd

    PS. Schön wäre es, wenn es meinem Aquarium tatsächlich insgesamt so gut gehen würde.

    Hallo Hans-Werner,

    als jahrzehnte langer Taucher in vielen Riffgebieten dieser Welt kann ich sicher mitreden, wie es im natürlichen Riff aussieht, jedenfalls keineswegs wie ein modernistisches Life-Style-Becken.
    Natürlich sind die Größenverhältnisse überwiegend anders, aber es gibt auch oftmals kleine Abschnitte mit einer bunt gemischten, artenreichen und fein strukturierten Unterwasserfauna. Erfahrene Taucher werden Dir da in Deiner Ansicht wiedersprechen, dass es da nur Korallenklone in Braun gibt.

    Wenn Dir meine Beiträge fremd und unverständlich sind, hat eine Diskussion wohl keinen Zweck, denn diese setzt voraus, dass man auch andere Meinungen akzeptiert.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Hans-Werner,

    ich finde es gut, dass Du Dir die Mühe gemacht hast, das Thema Aquariengestaltung nochmals, diesmal sachlich und ohne unsinnige Emotionen, aufzugreifen.
    Allerdings besteht hier nach meiner Auffassung bei einigen Punkten Ergänzungs- und Diskussionsbedarf:

    Zunächst fehlt mir eine Aussage,was für ein Becken man überhaupt gestalten will. Sicher gibt es einige Gestaltungsanregungen, die man aus der Kompositionslehre der Fotografie oder Malerei übernehmen kann und manche Deiner hier geschriebenen Grundsätze findet man schon bei Arend van den Nieuwenhuizen in seinem Buch "Das Wunder im Wohnzimmer". Aber trotzdem stellt sich die Frage, was man überhaupt will, ein optisches Kunstwerk, eine Miniaturlandschaft im Bonsai-Stil, eine Märchenlandschaft wie die holländischen Aquarien im Süßwasserbereich, einen kleinen Ausschnitt aus der Natur oder - wie heißt es heute so aufgeplustert - "Aquascaping" als Ausdruck eines neuen Life-Styles?

    Diese Festlegung ist schon grundsätzlich notwendig. Weder Bonsai- noch holländische Märchenlandschaften entsprechen natürlichen Gegebenheiten. Sie sollen auf den Betrachter schön und dekorativ wirken, schaffen aber eine Kunstwelt. Deutlich wird dies an Deinen Ausführungen zu den Farben und Strukturen. Was Du als "chaotisch" bezeichnest, entspricht normalerweise den realen natürlichen Gegebenheiten. Eine harmonische Zusammenstellung ähnlicher Farbtöne oder etwa eine Gestaltung mit verschiedenen Blautönen kann man natürlich machen, dies gibt es aber in keinem realen Riffbereich!

    Offen ist auch, ob man eine Rückscheibe frei halten sollte und mit dem Hintergrund Tiefe vermitteln möchte. Durchaus kann man ja auch einen Riffausschnitt aus einer Sicht im Nahraum gestalten wollen. Die oftmals dargestellten Filigranstrukturen vor blauem Hintergrund findet man in der Natur zumindest in diesen Größenverhältnisse so gut wie nie, denn aufgrund der enormen Kräfte des Wassers gerade an den Riffkanten sind eher massive Strukturen entstanden.

    Also stellt sich die Frage, will man ein "Life-Style"-Aquarium oder etwas anderes? Schon Nieuwenhuizen sah seinen Weg nur als ein Beispiel einer Gestaltungsmöglichkeit, nie als ein Muss, hat auf den persönlichen Geschmack hingewiesen und nie versucht, verbindliche Regeln festzulegen.

    Viele Gestaltungsüberlegungen leiten sich ja auch aus der Gartengestaltung ab. Auch da gibt es immer nur Regeln für eine bestimmte Gartenform, nie aber für den Garten schlechtenhin. Vom bunten Bauerngarten oder dem farbenfrohen englischen Cottage-Garten bis zum kühlen Schattengarten, in dem man eher mit Blattformen und unterschiedlichen Grüntönen gestaltet, gibt es ganz kontroverse Ansätze. Dies gilt sicher auch für die Aquariengestaltung.

    Einen wichtigen Gesichtspunkt würde ich noch ergänzen: Es kommt bei der gestalterischen Wirkung eines Aquariums nicht nur auf den Beckeninhalt an. Mindestens genauso wichtig ist die Integration in den Wohnraum, die Einpassung in den Raum und das Mobiliar. Da erlebt man leider in der Praxis oftmals - trotz schöner Aquariengestaltung - schreckliche Wirkungen.

    Gruß

    Bernd

    Zitat

    Original von Hans-Werner
    Hallo Bernd,

    ich habe mir mal erlaubt, eines Deiner eingestellten Bilder zu kopieren und hier anzuhängen. Ich sehe da ein eindeutig cyanfarben verfärbtes Skelett, in dem mit Sicherheit Cyanobakterien stecken. Oder siehst Du die blaugrüne Farbe nicht im Skelett? Ich glaube nicht wirklich, dass das am Foto liegt. Vielleicht kannst Du ja ein Foto mit Blitz machen.

    Fragmente wachsen auch problemlos, solange sie ausreichen Phosphat haben, deshalb habe ich von Niedrig-Nährstoff-Systemen gesprochen.

    Gruß

    Hans-Werner

    Hallo Hans-Werner,

    nachdem ich nun wieder zu Hause bin meine Antwort:

    Ich hatte Dir schon geschrieben, dass die Skelettteile schneeweiß sind und die Verfärbungen auf den Fotos von der Beckenbeleuchtung mit blaulastigem Licht stammen. Man sollte die Angaben schon glauben, sonst macht es ja wenig Sinn.
    Ich habe nochmals zwei Bilder von einer Acropora gemacht, auf einem ein Weißabgleich mit einer weißen Tasse, woran man die Verfärbungen auch erkennen kann:

    Gruß
    Bernd

    Hans-Werner,

    mit Cyanobakterien hatte ich nie Probleme, da verwechselst Du mich. Meine Phosphatwerte waren lange Zeit bei 0,02 mg/l (Labormessung!), dass von Dir als grünschimmernd angesehen Skelett ist schneeweiß (vielleicht täuscht da auf den Fotos etwas), Farben werden auf den Bildern ja leider nicht gut wiedergegeben.


    Ab Mittwoch bin ich wieder zu Hause und starte dann - nur mit Resthoffnung - wie besprochen den Versuch. Viel schlimmer kann es ja nicht mehr werden.
    Fakt ist aber, dass ich viele Jahre einen hervorragenden Korallenwuchs ohne jegliche Störung hatte, die Korallen zigmal geteilt werden mussten, weil sie zu groß geworden waren, sie auch manchen Fehler problemlos überstanden haben, die Farben bis auf etwas schlechter ausgeleuchtete Randzonen sehr gut waren, nun aber absolut der Wurm drinn ist!
    Dir ist sicher auch bewusst, dass namhafte Aquarianer und Züchter Deine Auffassungen hierzu nicht teilen.
    Ich möchte Dein Konzept nicht schlecht machen. Bei einigen Leuten scheint es auch gut zu funktionieren. Ich aber bereue sehr, dass ich Bacto-Balance unnötigerweise eingesetzt habe, und da bin ich auch nicht allein.

    Gruß

    Bernd

    Ps. Fragmente habe ich an andere Aquarianer weitergegeben, wo sie problemlos weiterwachsen!
    Fragmente "abisoliert" wachsen ja auch bei mir weiter.
    Phosphat habe ich jetzt angehoben.

    Hallo Hans-Werner,

    dagegen spricht für mich aber, dass Seriatoporas stärker betroffen sind, einige Acroporas (Ableger vom gleichen Mutterstock) gar nicht und bei neu fragmentierten Ablegern ein Stillstand der Ablösungen nur eintritt, wenn die frischen Bruchkanten mit Korallenkleber versiegelt sind. Nur in die Dekoration gesteckte Fragmente zeigen weiter einen Fortgang der Ablösung (was früher nie zu Problemen geführt hat). Dies alles lässt doch eher den Rückschluss zu, dass sich an den frisch abgestorbenen Stellen Bakterien festsetzen können.

    Gruß

    Bernd