Beiträge von Bernd Koberstaedt

    Hallo Alex,

    Deine Erfahrungen bestätigen was gerade bei den grünen Cyanos schon oft berichtet wurde. Von daher kam es auch zu der These von den "Reinwasserformen". Leider klappt dies aber auch nicht in jedem Fall. Letztlich muss man eben tatsächlich in Ruhe systematisch austesten, wie und auf was die Cyanos im konkreten Einzelfall reagieren.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Alex,

    wenn sich Cyanobakterien schlecht absaugen lassen, geht es besser mit einem kleinen Pinsel. Die gelösten Fetzen dann mit einem feinen Aquariennetz abfischen. Wichtig ist, dass sie sich nicht ungestört ausbreiten und gegenüber anderen Mikroorganismen dominat werden können. Deine Überlegung, dass sich die Beckenbiologie erst wieder einpendel sollte, ist schon richtig.

    Irgendwelche Mittelchen würde ich keinesfalls verwenden. Nach meiner Erfahrung hat bisher noch niemand ein zuverlässiges "Wundermittel" ohne Nebenwirkungen auf den Markt gebracht.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Mark,

    selbst recht große Borstenwürmer haben meiner Tridacna nie geschadet, obwohl sie direkt auf dem Bodengrund saß. Wenn Du aber sicher gehen möchtest, dann forme eine Unterlage aus 2-Komponenten-Korallenkleber. In manchen Klebern ist hierfür sogar eine Anleitung im Beipackzettel vorhanden.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Hajo,

    nun, da gibt es möglicherweise individuelle Unterschiede.
    Soweit dies möglich ist, bin ich auch immer für natürliche Lösungen; da trennt uns nichts. In meinem Becken halte ich stets ein Fuchsgesicht. Dieses verhindert unerwünschten Fadenalgenwachstum gleich im Ansatz. Aber leider gibt es eben auch immer wieder Fälle, in denen der Einsatz naturlicher Fraßfeinde nicht zum Erfolg geführt hat, die Foren sind voll von derartigen Klagen. Auch das Unterlassen der Fütterung geht nur in Becken, in denen ein einsames Fuchsgesicht lebt; in den üblichen Gesellschaftsbecken ist dies ausgeschlossen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Hajo,

    mit dem Fuchsgesicht klappt es bei Fadenalgen leide meist nur bis zu einer gewissen Länge und Menge. Sind zu viele und zu lange Fäden im Becken, geht das Fuchsgesicht nicht mehr daran (eigene Beobachtung und Bericht mehrerer anderer Aquarianer).

    Gruß

    Bernd

    Hallo Christian,

    ich habe auch zwei 10 W Strahler als punktuelle Beleuchtung intergriert. Allzu viel hinsichtlich der gewünschten "Kringeleffekte" darfst Du Dir davon aber nicht erwarten, da diese von den T 5 Röhren doch deutlich überstrahlt werden. Aber probiere es doch einfach zunächst einmal mit einem Strahler. Die Wirkung in Deinem Becken siehst Du dann, und damit kann man immer zumindest eine einzelne Koralle optisch etwas herausheben.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Erich,

    ich fühle mich keinesfalls angegriffen, warum auch? Nur habe ich aus Deinen Fragestellungen den Eindruck, dass Du bezüglich der Wirkung von Spurenelementen im Zusammenhang mit der Färbung der Korallen noch recht unklare Vorstellungen hast.
    Allein auf Herstellerangaben auf Produkten sollte man sich nicht verlassen. Es ist wichtig zu wissen, was man wofür mit welcher Wirkung benötigt.
    Die Färbung der Steinkorallen ist eine recht komplexe Angelegenheit. Hier zur Information ein Link:http://www.korallenriff.de/artikel/345_Fa…inkorallen.html Die Spurenelementversorgung (siehe Ziffer 4/ Zusammenfassung) ist in diesem Zusammenhang nur einer von vielen, aber eher untergeordneter Aspekt.

    Einen besseren Artikel zu diesem Thema gibt es wohl nicht. Wenn Du Dich da durchgearbeitet hast, wirst Du sehen, dass Spurenelementzugaben nur der "letzte Kick" zur Intensivierung der Farben darstellen. Da man als Laie diese nur schwer oder gar nicht messen kann, bewegt man sich gerade bei der Dosierung auf etwas dünnem Eis. Die Color Elements bieten dafür nach meiner Erfahrung ein abgerundetes Gesamtsystem; allerdings muss man sich hier auch langsam an die individuellen Bedürfnisse herantasten. Einfach ins Becken kippen und erwarten, dass die Korallen nun "bunt" werden, wäre zu kurz gegriffen. Man muss seine Korallen kennen, also wissen, welches farbliches Grundpotential die einzelne Spezies überhaupt hat und dann beobachten, wie sich die Zugaben auswirken.

    Da ich in meinem Becken verschiedenste Arten pflege, macht bei mir eine gleichmäßige Zugabe aller drei Mischungen Sinn. Dies wird wohl auch bei den meisten Aquarianern der Fall sein. Trotzdem ist durchaus möglich, dass so nicht immer bei allen Sorten die besten Ergebnisse erzielt werden, daher der Hinweis auf die Notwendigkeit von Kenntnissen und Beobachtung.
    Aber ich bin nicht der Hersteller, sondern lediglich ein Anwender mit ein paar positiven Erfahrungen. Vielleicht kannst Du bei weiteren Fragen bei Fauna Marin mehr Informationen bekommen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Erich,

    den regelmäßigen Wechsel der Salzsorten praktizieren viele erfahrene Aquarianer mit gutem Erfolg, eben um einen gewissen Ausgleich zu erhalten. Befindet sich z.B. im Salz A zuviel Kalium, dann würde bei jedem Wasserwechsel wieder zu viel zugeführt. Hat man dann im Salz B weniger darin, ergibt sich ein Ausgleich. Da man ja immer nur einen Teilwasserwechsel durchführt, sind die Schwankungen auch nicht gravierend. Natürlich beruht alles nur auf gewissen Wahrscheinlichkeiten. Man kann aber fast immer beobachten, dass Korallen und Co. auf einen Wechsel der Salzsorte einige Zeit deutlich positiv reagieren.
    Insgesamt aber nochmals, überbewertet das Thema nicht so sehr! Eigentlich sind alle Marken gut geeignet und Ausrutscher (bei einer guten Sorte hatte ich einmal über 1800 mg/l Magnesium darin) führen nicht gleich zur Katastrophe.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Erich,

    weil eben nicht in jeder Flasche das Gleiche drin ist. Unterschiedliche Spurenelemente (nicht Farbpigmente!) fördern die Färbung auch unterschiedlich; Eisen z.B. grün und gelb, Kaliumiodid und Fluor blau und lila, Kalium rot und lila. Was dann Fauna Marin im Einzelnen genau drin hat, wird wohl Geschäftsgeheimnis sein. Auf jeden Fall klappt es damit recht gut.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    das bedeutet dass ein gewiefter Marketing-Mensch da dran sass... gute, etablierte Hersteller werden ihre Anlagen schon so einstellen, dass die gewünschten Prozesse exakt so ablaufen wie geplant, dafür gibt es ganze Ingenieursstudiengänge zur Ausbildung ... :winking_face:

    Gruß
    Alex

    Hallo,

    schön wäre es, aber manchmal haben eben auch etablierte Hersteller schon allein mit dem Mischen Probleme. Viele Produkte stammen wohl sogar aus der gleichen Mischanlage.
    Andererseits sollte man die Probleme auch nicht überbewerten. Gewisse Schwankungen schaden nicht. Man kann diesen auch durch Verwendung mehrerer Salzmarken im Wechsel begegnen, denn dann besteht zumindest eine Wahrscheinlichkeit des Ausgleichs.
    Ich verwende - nach einer Empfehlung hier von Jörg Kokott - seit einiger Zeit mit bestem Erfolg das AMA Royal Natur. Da wurden schon große Unterschiede bei den Korallen sichtbar, für mich nicht nur eine Marketingfrage. Dies haben auch viele Andere berichtet.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Alfred,

    mach es Dir nicht zu schwer. Du kannst einfach einige Löffel Claciumchlorid in Osmosewasser lösen und dann eine bestimmte Teilmenge, z.B. 100 ml, ins Becken - besser noch ins Technikbecken - gießen. Vorher und nachher - nach etwas Verteilzeit - bestimmst Du den Ca-Gehalt des Beckenwassers. Dann kannst Du gut ausrechnen, wieviel Du insgesamt benötigst, um auf den Zielwert (etwa 420 mg/l) zu kommen. Ein paar ml mehr oder weniger machen aber nichts aus, man muss nicht aufs Gramm genau berechnen. Mit der Zeit hast Du dann selbst ein Gefühl dafür, wieviel das Becken in etwa benötigt.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    mit den verschiedenen Flaschen kann man schon unterschiedlich dosieren, allerdings sollte man die einzelnen Bedürfnisse auch sehr genau kennen. Ich verwende die Color Elements seit einiger Zeit wieder und dies mit wirklich deutlich sichtbarem Erfolg. Bei einem ersten Versuch, den ich allerdings nach relativ kurzer Zeit abgebrochen hatte, weil damals aus anderen Gründen erhebliche Störungen entstanden waren, hatte ich lediglich ein Eindunkeln der Korallen beobachtet. Nun, bei hervorragenden Wasserverhältnissen und sehr gutem Zustand der Korallen, haben die Color Elements ihre tatsächliche Farbwirkung voll entfalltet, wobei ich alle drei Mischungen in der angegebenen Minimaldosierung täglich zuführe.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    ein gar nicht so selten auftretendes Problem, auch bei Markensalzen, sind schlechte Mischungsverhältnisse. Es kommt nicht nur auf möglichst reine "Zugaben" an, sondern auch darauf, dass sie tatsächlich im gewünschten Verhältnis enthalten sind. Da habe ich schon bei den Makroanteilen "seltsame" Verhältnisse erlebt, wobei man diese ja noch selbst nachmessen und notfalls ausgleichen kann. Bei den Spurenelementen ist dies weit schwieriger.
    Seit einiger Zeit verwende ich sogenanntes "natürliches", also vorwiegend durch Verdunstung erzeugtes Salz mit wirlich erstaunlichem Erfolg. Dies ist teurer, aber es lohnt sich zumindest bei heiklem Besatz und der Pflege von Steinkorallen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Stefan,

    der von Ingrid aufgezeigte Weg ist genau der Richtige. In Deinem Fall würde ich aufgrund der langen Zeit auch mit einer Betrugsanzeige reagieren. Diese ist immer ein besonders adäquates Druckmittel. Da kann der Händler nicht einfach mit Nichtstun reagieren. Gleichzeitig wird damit auch eine gute Präventivwirkung erzielt, denn bei einer einmaligen Anzeige kann er schon noch mit Ausreden weitere Folgen abwenden, aber wenn sich Anzeigen wiederholen wird es eng.
    Eine Anzeige kannst Du bei jeder Polizeidienststelle erstatten, es geht aber auch formlos schriftlich. Der Betrugsverdacht begründet sich damit, dass man annehmen kann, dass er - weil er auf Dauer nicht reagiert - von vornherein nicht liefern konnte oder wollte, Dich damit getäuscht und zu einer Zahlung veranlasst hat.
    Auf derartige Anzeigen wird meist blitzschnell reagiert, um sich vom Bertugsverdacht zu entlasten.
    Zivilrechtlich ist ein Mahnbescheid (gegen geringe Gebühren beim Amtsgericht zu beantragen, diese auch gleich mit in die Forderung einschließlich Deiner Aufwendungen aufnehmen) ein probates Mittel. Zuvor natürlich die Fristsetzung per Einschreiben mit Rückschein.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Enni,

    ich habe den Giesemann Crystal (250 W, E 40) wieder zurückgegeben, weil er alles andere als blaubetont war! Die angeblichen 17 500 K stimmen keinesfalls.
    Hier oder im Riffaquaristikforum hatte ich auch Vergleichsbilder eingestellt. Da siehst Du den Unterschied zu einem Brenner mit 14 000 K deutlich. Wenn Du Lust hast, kannst Du ja einmal nach den Fotos recherchieren.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,


    ich arbeite seit zig Jahren mit einem einfachen selbstgebauten Kalkreaktor. Den pH-Wert steuere ich manuell über das CO2-Ventil und einen Tropfenzähler. Da braucht man nicht unbedingt große Technik, denn einmal richtig eingestellt bleibt der pH-Wert recht stabil. Ich stelle ihn auf ca. 6,3 - 6,5 ein, das reicht. Mit dem Rücklauf dosiere ich die gewünschte Alkalinität auch über die Tropfenzahl. Da bekommt man recht schnell ausreichende Erfahrungswerte.
    Zusätzlich betreibe ich eine automatische Kalkwasseranlage (auch Marke Eigenbau). Kalkwasser und Kalkreaktor ergänzen sich ideal, da sie jeweils gegenteilige Auswirkungen auf den pH haben, ihn also ausgleichen.
    Mit dieser Kombination habe ich kaum Arbeit; sie läuft auch bei längeren Urlauben ohne Betreuung.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Jörg,

    Deine Ausführungen möchte ich nicht in Frage stellen und Deine breiten Erfahrungen und Kenntnisse stehen für mich außer Frage, aber Deine Aussage, dass hier vieles spekulativ ist, trifft wohl für uns alle zu.
    Die Mikrobiologie im Meeresboden oder eben auch in offenem Gestein ist ein so komplexes Gebiet, dass hier wohl keiner von uns den vollen Überblick hat. Auch die Wissenschaft liefert hier immer wieder neue Teilergebnisse, ist aber von einem absoluten Gesamtüberblick noch weit entfernt!
    Für zu einseitig halte ich die Konzentration auf Nitrifikanten. Der Proteinabbau wird z.B. sehr stark von Archaeen bewerkstelligt, Protozoen, Mikroalgen, Schwämme, Würmer etc. wirken bei vielen mikrobiologischen Prozessen mit. Damit sage ich Dir sicher nichts Neues, aber überblickst Du komplett, wer und was bei dem komplexen Zusammenspielen im Einzelnen wie agiert?

    Nochmals zu meinen alten Steinen und die Untersuchungen von damals. Es wurden in den Steinen - nach Jahren im tropischen Meerwasseraquarium - u.a. zig Bakterienarten identifiziert, die ausschließlich im Mittelmeer endemisch sind. Sie haben also unter alles anderem als idealen Bedingungen überlebt.

    Ich meine einfach, dass wir hier alle da nur Ansätze von Wissen haben, wobei ich Dir dabei natürlich fraglos einen größeren Anteil zugestehe.

    Viele Grüße

    Bernd

    Hallo Jörg,

    es waren, ursprünglich aus dem Mittelmeer stammende (was sicher nichts am Grundproblem ändert), und jahrelang im Aquarium befindliche lebende Steine, die ich wegen einer Umgestaltung meines damaligen Beckens nicht mehr gebrauchen konnte. Mein damaliger Biologiedozent hatte dann daran im Hinblick auf seinen Bakterienatlas Interesse gezeigt.
    Wo die Steine nun genau im Becken lagen, kann ich heute natürlich nicht mehr sagen, aber ob da nun so gewaltige Unterschiede bestehen, bezweifle ich doch ein bisschen.
    Sicher richtig und besser als unsere theoretische Bewertung ist Deine Annahme, dass Kevin selbst wohl den Zustand der Steine am besten beurteilen kann.
    So sehr entscheidend sehe ich diesen Einzelaspekt ohnehin nicht, denn Kevin´s Becken scheint sich derzeit ja auch mit oder trotz der Steine im Technikbecken etwas zu verbessern.

    Viele Grüße

    Bernd

    Hallo Jörg,

    es handelt sich doch offensichtlich um - wenn auch alte - echte poröse lebende Steine. Diese sind mikrobiologisch nicht nur wegen des Aufwuchses, der hier tatsächlich fehlt, sondern auch im Zusammenhang mit ihrem Innenleben interessant. Dort haben sich mit Sicherheit - neben anderen Mikroorganismen - unzählige nützliche, an das System angepasste Bakterien der unterschiedlichsten Art trotz Störungen erhalten.
    Die Steine waren ja auch nicht Auslöser des Problems, denn es ging erst los, als diese entfernt bzw. umgesetzt und durch Riffkeramik ersetzt wurden. Die massiven Eingriffe - Aufwirbeln der Sinkstoffe etc. - in ein wohl durch verschiedene Zugaben schon hoch bakterienbefrachtetes System haben dann meiner Meinung nach eine Kettenreaktion ausgelöst.

    Ich hatte vor Jahren in einer anderen Sache - es ging damals um einen Bakterienatlas der Küsten der Meere - auch nicht gerade neue lebender Steine einem Biologen des bot. Institutes der Universität Karlsruhe zur Untersuchung überlassen. Du würdest staunen, was da als "Innenleben" alles gefunden wurde. Daher glaube ich fest, dass die Steine noch Sinn machen, zumal zeitweilige Belastungen, wie sie durch die Störung wohl vorhanden waren, vielen Mikroorganismen nicht unbedingt schaden.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Hans-Werner,

    keine Probleme; wir sind in einem Diskussionsforum, und ich will hier um Gottes Willen keinen neuen Streit vom Zaum brechen. Allerdings halte ich Deine Theorie bezüglich der Wirkung auf Fische als für nicht unbedingt ernst zu nehmend.
    Aber dies ist ja auch nicht das Kernthema, und bezüglich der Phosphatabsenkungen als Ursache für Kevin´s Probleme teile ich durchaus Deine Auffassungen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Kevin,

    ich hatte es mir ehrlich gesagt auch schlimmer vorgestellt. Die sicher gut gemeinten, aber manchmal auch widersprüchlichen Ratschläge, spiegeln eben auch die unterschiedlichen Überlegungen und Erfahrungen wieder, wobei ich es wie Jörg sehe, dass letztlich Du anhand der konkreten Beobachtungen die Entscheidungen treffen musst.
    Fehler und Rückschläge passieren wirklich jedem, man macht ja nichts mit Absicht verkehrt.
    Da sich die Verhältnisse zu bessern scheinen, würde ich jetzt vor allem zur Ruhe und Geduld raten und keinesfalls das Becken komplett ausräumen. Meine Korallen sahen so ähnlich aus wie Deine; jetzt nach ein paar Monaten sieht man davon kaum noch etwas. Cyanos oder andere unerwünschte Massenvermehrungen - bei mir waren es bis vor kurzem Dinos - sind als Folge eines durcheinander geratenen biologischen Gleichgewichts auch nichts Ungewöhliches; das gibt sich aber auch wieder.
    Lass das Becken zur Ruhe kommen und die Beckenbiologie sich neu einpendeln. Die von Jörg vorgeschlagenen Maßnahmen würde ich auch so treffen, nur bezüglich der Steine nicht, da bin ich eher bei Joe. In den Steinen wird es trotz des"Störfalls" immer noch von Mikroorganismen wimmeln und zwar vor allem von solchen, die sich in der Vergangenheit bei Deinen konkreten Beckenverhältnissen gut entwickelt haben.

    Zu Deiner Frage zur Beleuchtung: Einen unmittelbar merkbaren Einfluss auf die Bakterien wird es wohl kaum geben.

    Gruß

    Bernd

    Zitat

    Original von Hans-Werner

    Phosphat brauchen m. E. auch die Fische etwas im Wasser, zumindest habe ich den Eindruck, dass sie sonst sehr nervös sind.

    Hallo,

    deshalb schwimmen die Fische im Meer so unruhig umher, da dort die Phosphatwerte bekanntlich sehr niedrig sind ???

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    wenn es - aus welchen Gründen auch immer - zu einem plötzlichen starken Abfall des gelösten Phosphates und damit zu Gewebeverlusten kommt, kann man meiner Meinung nach durch starke Phosphat-und/oder Nitratzufuhr das Problem nicht in den Griff bekommen. Ich hatte in einer ähnlichen, wohl aber nicht so drastischen Situation, das Problem durch vorsichtige Dosierung von Nährstoffen, vor allem flüssige Korallennahrung,langsam in den Griff bekommen. Durch die Vielzahl der Maßnahmen - große Umdekoration des Beckens, Umsetzen der lebenden Steine ins Technikbecken, Aufwirbeln von Sinkstoffen, vorherigen Einsatz von Kohlenstoffquellen, Zugabe von Nitrat und Phosphat sowie Frostfutter in Massen - wurden im Zusammmenhang mit den starken organischen Belastungen durch das absterbende Gewebe mit Sicherheit eine Massenvermehrung von Bakterien verursacht. Welche Arten alles, weiß hier sicher niemand. Dass das Wasser dadurch trüb wird und übel riecht, ist wohl kein Wunder.
    Ich würde auch auf eine Reihe von Wasserwechseln setzen, vor allem aber nichts mehr ins Becken kippen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Alexander,

    wenn Du mit Kalkwasser gegen Dinos behandeln willst, dann reichen zwei Wochen keinesfalls. Wenn schon (gegen Dinos klappt dies nicht immer), dann über lange Zeit den pH-Wert auf 8,6 halten.

    Wenn dafür die Menge des Verdunstungswassers nicht ausreicht, dann kannst Du das Kalkwasser auch mit Salzwasser aus Deinem Becken ansetzen. Dies geht auch und führt nicht zur Verschiebung der Salinität.
    Allerdings auch hier das Calciumhydroxid normal absetzen lassen und nicht direkt zugeben.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Gernot,

    wenn Du es so genau weißt, dass das Salz immer weiß sein muss und die Gründe für die Blaufärbung näher wissen möchtest, dann frag doch einfach den Hersteller!
    Claude hat einen Rat aufgrund seiner Erfahrungen gegeben.

    Ich hatte das Salz auch schon verwendet, mit Blauschimmer, ohne negative Auswirkungen!

    Gruß

    Bernd

    Ps. Lt. Hersteller enthält das Salz auch organische Micronährstoffe und die sind sicher nicht weiß!

    Hallo Jim,

    ich habe das gleiche Problem, nur geht es bei mir langsamer. Empfohlene Zugaben von Eisen und Jod haben leider bisher auch keine Wirkung gezeigt. Meine Stöcke sind auch viele Jahre alt und wurden schon mehrfach geteilt. Es betrifft aber beide noch vorhandenen Exemplare im gleichen Maß.
    Ich vermute aber stark, dass es an den niedrigen Phosphatwerten liegt. Sie waren bei mir vor einiger Zeit auch recht niedrig, möglicherweise ist es daher bei mir eine Spätfolge. Mit sehr niedrigen Phosphatwerten begibt man sich doch leicht auf eine Gratwanderung.

    Gruß

    Bernd