Beiträge von Bernd Koberstaedt

    Hallo Heidi,

    eine Referenzlösung kannst Du Dir selbst herstellen, wenn Du eine Feinwaage besitzt, andernfalls in der Apotheke für wenig Geld machen lassen.

    In 1 Liter destilliertem Wasser werden genau 0,302 gr Natriumhydrogencarbonat aufgelöst.

    Anstelle des Aquarienwassers testes Du nun mit Deinem KH-Test die Referenzlösung. Stimmt Dein Test genau, dann muss dieser genau KH 10 anzeigen. Hat er Abweichungen nach oben oder unten, dann siehst Du ob auch das Ergebnis des gemessenen Aquarienwassers (KH 7,7) entsprechend nach oben oder unten korrigiert werden muss.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    für meinen Geschmack hast Du fast etwas zu viel ins Becken gegeben. Lichtmangel hilft meist auch nicht wirklich. Sobald wieder richtig beleuchtet wird, sind sie wieder da.
    Nach meiner Erfahrung hilft manuelles Stören tatsächlich am besten. Ich habe mit einem dünnen Stock mehrmals am Tag den befallenen Bodengrund leicht umgerührt und Steine abgepinselt. Nach zwei bis drei Wochen waren sie ohne sonstigen Eingriffe völlig weg.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    ich würde den Ableger auch auf jeden Fall in Ruhe lassen. Wenn der geschädigte Bereich später doch verkümmern sollte, kannst Du ihn immer noch entfernen. Meist wird aber alles, wie Ingrid schon geschrieben hat, schnell wieder regeneriert.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    ich glaube auch, dass es vor allem Spätfolgen der Behandlung mit PhycoEx sind. Als Maßnahmen würde ich langsame(!!!) Einstellung der Wasserwerte auf KH 7 und Ca 420mg/l empfehlen. Bei Deinem - vorausgesetzt die Werte sind richtig gemessen - PO4-Wert nn. und gleichzeitig hoher Alkalinität ist es so, als würdest Du bei gezogener Handbremse (PO4) Vollgas (KH 10) geben.
    Mach lediglich kleinere Wasserwechsel und bringe die Werte in Ordnung, aber ja nicht plötzlich, sondern erst im Lauf von mehreren Wochen. Ansonsten keine radikalen anderen Veränderungen und keine großen Zugaben von irgendwelchen Mittelchen. Lediglich die Fische kannst Du moderat etwas mehr füttern, damit auch etwas Phosphat (aber nicht mehr als 0,1 mg/l) messbar ist.
    Ansonsten lass das Becken und die Korallen vor allem zur Ruhe kommen.

    Gruß Bernd

    Hallo Christian,

    schön, dass Du jetzt Erfolg hattest und danke für die wichtige Rückmeldung. Erfahrungsberichte sind hier immer die wertvollsten Bausteine für mögliche Bekämpfungsansätze. Schön wäre es, auch später nochmals einen Zustandsbericht zu erhalten.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    das Algenrefugium, vor allem wenn es gegensätzlich beleuchtet wird, fängt zwar Schwankungen des pH-Wertes ab, ändert aber nichts Grundsätzliches am Ausgangswert. Maßgebliche Faktoren sind hier die Alkalinität und der Gasaustausch/ CO2-Eintrag.
    Da die Alkalinität im optimalen Bereich liegt und der Besatz nicht zu groß sein soll, bietet wohl nur eine bessere Belüftung einen Ansatzpunkt. Einen tatsächlichen Handlungsbedarf sehe ich aber absolut nicht.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Lutz,

    das Becken weist, sofern die Alkalinität und der pH-Wert exakt bestimmt sind, zwar eine leichte CO2-Übersättigung auf, diese ist jedoch völlig unproblematisch. Das gleiche gilt für die Schwankungsbreite. Chemisch dagegen angehen zu wollen, macht keinen Sinn. In erster Linie sind die Belüftung des Raumes, der Gasaustausch und der Tierbesatz hierfür ursächlich; falls Du einen Kalkreaktor betreibst, wäre dessen Einstellung zu prüfen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Thomas,

    am besten ist es, wenn Du Dir die Steine bei einem Händler selbst ansehen kannst. Andernfalls würde ich sie online bei Mrutzek kaufen (für gute Qualität bekannt). Manchmal wird künstliches Lebendgestein angeboten. Hiervon rate ich aber absolut ab.
    Wie Andreas schon geschrieben hat, rate ich auch zur Mengenbeschränkung. Man sollte sein neues Becken nicht zu sehr mit Stein dekorieren. Diese nehmen dann bei gutem Korallenwuchs nur unnötig Platz weg. Es reicht, wenn sie die Basis bilden.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    meine steht direkt unter HQI und zeigt ein sehr gutes Polypenbild, ist aber sehr, fast zu hell. Ich habe dies immer auf ihre genetische Ausprägung zurückgeführt, da für sie ja möglichst hohe Lichtstärke empfohlen wird. Nun nehme ich Alex´ Milka als Anregung, sie einmal etwas weniger lichtstark zu plazieren. Die goldene Mitte scheint da für mich vielleicht der richtige Weg.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Ingrid,

    eigene Erfahrungen mit Reef Vitality habe ich nicht. Von einer Kohlenstoffquelle in dem Mittel bin ich nicht ausgegangen, aber wenn es möglicherweise auch Gewebeverluste geben kann, ist Vorsicht natürlich richtig. Allerdings gibt es auch viele Erfolgsberichte.
    Mir scheint es, dass zu schnelle Veränderungen des Nährstoffangebotes - egal auf welcher Basis - generell zu Gewebeproblemen führen können.
    Eigentlich sollte ein angemessener Fischbesatz eine ausreichende Quelle sein. Ein mir bekannter Großzüchter arbeitet in erster Linie mit einem guten Fischbesatz.
    Zusätzliche Nitratgaben unterlasse ich. Bei mir wuchsen dadurch die Caulerpas im Algenrefugium zu stark und Phosphat war nicht mehr messbar. Auch hatte es den Anschein, dass Acroporas etwas eindunkelten.
    Daher verwende ich seit einiger Zeit nur noch Color Elements als Spurenelementquelle und AMA Royal-Salz. Das hat sich inzwischen sehr bewährt.

    Grüße

    Bernd

    Hallo Ingrid,

    ich habe in meinem Becken schon seit vielen Jahren immer ein Fuchsgesicht, welches mir tatsächlich alle Algenprobleme vom Hals hält. Wegen des Problems der Endgröße (eine beschränkende Modifizierunge des Wachstums konnte ich beim Fuchsgesicht im Gegensatz zu anderen Arten leider nie beobachten), habe ich beim Kauf immer auf besonders kleine Exemplare geachtet, die auch regelmäßig angeboten werden.
    In der Eingewöhnung ist das Fuchsgesicht manchmal etwas zögerlich, mit Salat (im Bodenbereich!) klappt es am besten. Den Salat befestige ich immer auf einen Stein, an den ich Angelschnur befestigt habe. Damit kann ich ihn immer leicht aus dem Becken ziehen, ohne ständig darin herumfummeln zu müssen.
    Ich schreibe dies so ausführlich, weil nach ca. drei Jahren das Fuchsgesicht jeweils zu groß wird und aus dem Becken muss, was im Korallenbecken normalerweise ein echtes Problem darstellt. Mir gelingt es aber hervorragend mit einer Plexiglasfischfalle. In diese gebe ich als Köder den beschriebenen "Salatstein", der als geliebte Futterquelle bekannt ist. Es hat jeweils nur wenige Minuten gedauert bis die Scheu vor der Falle überwunden war, wenn der Salatstein lockte.
    Ohne grünes Zusatzfutter geht das Fuchsgesicht permanet auf Algensuche. Kugelalgen werden auch problemlos gefressen. Daher sehe ich es wie Reinhard und Hajo als beste Lösung, zumal ich mit Nitratzugaben nicht immer gute Erfahrungen gemacht habe.
    Abgenommen wurden mir die Fische immer von meinem Händler, allerdings nur mit einem ganz kleinen Preisnachlass beim Neukauf. Aber diese Fische kosten ja auch nicht die Welt, so dass der "Tausch" schon sinnvoll ist.

    Grüße

    Bernd

    Hallo Alfred,

    am besten Du kaufst Dir erst den HQI-Brenner und rüstest dann mit den T5-Röhren nach. So kannst Du die farbliche Wirkung mit mehr oder weniger blauen oder weißen Röhren nach Deinem Geschmack gestalten. Ich persönlich schwöre auf Aqualight 14 K, aber wenn Du damit Probleme hast, kanst Du auch jeden anderen Markenbrenner verwenden.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Daniel,

    wenn Du den Bericht Von Jörg Kokott zur Farbigkeit hermatypischer Steinkorallen meinst, dann ist dieser hinsichtlich der biologischen Prozesse zwar noch immer ganz hervorragen, bezüglich der Leuchtmittel aber längst veraltet. Er wurde ja schon vor Jahren geschrieben. Schau doch einfach einmal in die Angebotsliste der Onlinehändler. Da wirst Du die Daylight-Brenner von Osram oft gar nicht mehr finden.
    Alle aktuellen Brenner, von den stark blauen 20K-Brennern einmal abgesehen, geben ja ein weißes Licht mit einem mehr oder weniger starken Blaustich ab und weißes Licht enthält bekanntlich den gesamten Spektralbereich. Da die Korallen aber bevorzugt blaues Licht benötigen, beleuchtet man heute nicht mehr gelbstichig.
    Ich denke, Du solltests Dir einmal einige Becken in Natura anschauen. Auf Fotos sieht ja alles völlig verfälscht aus. Du wirst dann auch feststellen, dass die Kelvinangaben, wie ich schon geschrieben habe, keine eindeutige Angabe sind. Je nach Hersteller leuchten die Brenner oft ganz verschieden. So ist z.B. der Giesemann Crystal mit angeblich 17 K deutlich gelber als AquaLight 14 K. Den Korallen wird man aber mit allen Markenbrennern gerecht. Vieles ist eben Geschmackssache, wobei die meisten Aquarianer ein klares, helles Licht ohne Gelbstich bevorzugen. Dies findest Du in den Bereichen 10 oder 14 K.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Daniel,

    bei den 10 und 14 K- Brennern fehlen die für die Korallen nötigen Rotbereiche nicht! Sie sind nur im genau für die Korallen nötigen Spektralbereich in der richtigen Stärke dosiert. Heute verwenden wohl alle Korallenhalter Brenner mit diesen Spektralbereichen mit großem Erfolg. Die Daylight-Brenner enthalten dagegen auch Spektralbereiche, die von den Korallen nicht genutzt werden können.
    Aber wenn Du es nicht glauben möchtest, dann kannst Du natürlich auch so beleuchten, wie man es allgemein seit Jahren aus guten Gründen nicht mehr macht.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Daniel,

    mit Daylight-Brennern hat der HQI-Einsatz vor vielen Jahren begonnen. Damals gab es noch nichts anderes. Das macht heute aber wenig Sinn. Selbst mit blauen Leuchtstoffröhren wirst Du den starken Gelbstich nicht richtig wegbekommen. Gerade für die Korallenhaltung wurden ja die anderen Spezialbrenner entwickelt.
    Wenn es um den Preis geht, dann sind die Brenner von Aqualight sehr empfehlenswert. Ich verwende sie schon seit vielen Jahren mit bestem Erfolg.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Nico,

    da sind wir absolut einer Meinung. Nur hier geht es ja um die Ursachen für die Gewebeverluste bei Stefan´s Korallen und da glaube ich eben, dass die Gründe eher anderswo als bei der Strömung zu suchen sind.
    Über ähnliche Probleme wird neben anderen auch bei einem zu raschen starken Wechsel der Alkalinitätsverhältnisse berichtet.
    Warten wir ab was Stefan weiter berichtet.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Stefan und Andreas,

    bei mir hing es damals mit der Kohlenstoffzugabe (Bacto-Balance) zusammen. Dass sich der Strömungsbedarf der Korallen an der Gewöhnung orientiert, glaube ich eher nicht. Der Trend zu starken Strömungen ist erst in den letzten Jahren mit dem Angebot an entsprechenden Pumpen gewachsen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Jürgen,

    wenn ich Dich richtig verstehe, dann siehst Du das Ungleichgewicht wohl zwischen den sehr niedrigen Calciumwerten und der relativ hohen Alkalinität. Sehr hohe Alkalinität bei gleichzeitig niedrigen Nährstoffwerten wirkt wie ein Gasgeben bei angezogener Bremse. Viele SPS vertragen dies nicht.
    Ansonsten habe ich Dir ja schon geschrieben: Calciumchlorid-Dihydrat zugeben, Carbonate etwas ausfällen lassen und Alkalinität auf ca. KH 7 senken, kleine Wasserwechsel, Werte nur langsam ausgleichen und - wie alle schon geschrieben haben - regelmäßig in kurzen Zeitabständen messen.

    Grüße

    Bernd

    Hallo Dennis,

    nein, ich habe es nicht nochmals mit der Dosierung versucht; werde es auch nicht mehr machen.
    Probiert hatte ich es trotz großem Algenrefugium, weil es lt. Werbung auch a) Phosphatlimitierungen verhindern bzw. Nährstoffe auf einem niedrigen Level stabilisieren soll und b) eine Intensivierung der Farben erreicht werden könnte.

    Die Verbesserung der Farben und auch des Polypenbildes habe ich inzwischen durch ein Wechsel der Salzsorte (auf AMA Royal Natur) und Verwendung von Color Elements (Fauna Marin) erzielt.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    ich möchte die alte, leidige Diskussion nicht unbedingt wieder neu eröffnen, zumal es da zu emotionalen Auseinandersetzungen kam.

    Nur zur Erinnerung: Bei mir kam es im jahrelang sehr gut laufenden, stark mit Korallen besetzten Becken wenige Tage nach dem Start der Minimaldosierung zu erheblichen Gewebeablösungen an der Basis der Korallen. Bei einem späteren neuen Versuch mit einer von Hans-Werner modifizierten Mischung traten die Probleme wieder auf. Betroffen waren Acroporas und Seriatoporas. Aufgrund des schnellen Abbruchs konnten die Schäden jeweils nach einiger Zeit gestoppt werden. Andere hatten wohl aus mir nicht bekannten Gründen weit schwerere Verluste.
    Es gibt aber zweifellos auch sehr positive Erfahrungsberichte!

    Hans-Werner geht inzwischen wohl auch davon aus, dass diese Korallen empfindlich reagieren können und sieht eine vorausgegangene Gewöhnung an höhere Phosphatwerte als Ursache des Problems.
    Grundsätzlich wäre dies denkbar, aber ich persönlich habe da immer noch Zweifel. Zum einen waren bei mir aufgrund meines riesengroßen Algenrefugiums die Phosphatwerte immer im kaum messbaren Bereich (eigene und Labormessungen), zum anderen war auch eine frisch importierte Acropora (also keinesfalls phosphatgewöhnt) betroffen.
    Nach meiner persönlichen Überzeugung hängt die Wirkung sehr stark von den individuellen biologischen Gegebenheiten der einzelnen Becken ab. Diese sind im Voraus nicht eindeutig erkennbar.

    Wie dem auch sei, zumindest bei ersten Anzeichen von negativen Entwicklungen würde ich die Zugabe sofort einstellen.
    Da ähnliche Probleme z.B. auch von der Wodkamethode berichtet wurden, rate ich zur entsprechenden Vorsicht bei allen Kohlenstoffzugaben.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    André bestätigt meine Erfahrung, dass es beim Fuchsgesicht offensichtlich individuelle Unterschiede im Fressverhalten gibt. Vermutlich hängt dies stark davon ab, was in der Anfangszeit kennengelernt wird.
    Das Hauptproblem beim Einsatz als "Algenbekämpfer" dürfte aber tatsächlich die zu erwartende Größe sein. Zwar passt sich auch das Fuchsgesicht in seinem Wachstum in einem gewissen Zeitrahmen und Maß der Beckengröße an, aber irgendwann wird es doch zu groß. In einem gut strukturierten Becken voller Korallen wird dann das Herausfangen oft zur fast unlösbaren Aufgabe.

    Zur Ausgangsfrage zurück gehend, sehe ich deshalb in der Kalkwasserbehandlung zur Fadenalgenbekämpfung bei Becken mit beschränkter Größe wohl immer noch die praktikabelste Alternative.

    Gruß

    Bernd