Beiträge von Bernd Koberstaedt

    Hallo Bernd,

    da steht "möglichen krebserregenden Effekte". Als aufmerksamem Leser ist Dir das sicher nicht entgangen, ebensowenig wie mein erster Beitrag in diesem Thread und dass es verschiedene Vorbehalte gegen UV gab.
    Das von Dir verlinkte Sicherheitsdatenblatt ist korrekt, Malachitgrün wird weder mit H341 (kann vermutlich genetische Defekte verursachen) noch mit H350 (kann Krebs erzeugen) gekennzeichnet.

    Unter "Tetramethyl-p-rosamilin" gibt es leider gar keine Treffer, die chemischen Bezeichnungen für Malachitgrün-Chlorid und -Oxalat sind 4,4'-Bis(dimethylamino)trityliumchlorid bzw. -oxalat.

    Gruß

    Hans-Werner


    Hallo,

    siehe hier:http://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php…hyl-p-rosanilin

    Da lag ein Schreibfehler vor.

    Gruß

    Bernd


    Hallo Hans-Werner,

    dann schau einmal hier:http://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php…lachitgr%C3%BCn oder informiere Dich zusätzlich weiter. Eine Quelle (Lehrbuch der Veterinärmedizin) hatte ich ja schon genannt.
    Die wichtigste Alternative - ausreichende UV-Anlage, da die meisten Präparate in Korallenbecken ausscheiden - wurde hier schon mehrfach angeführt. Dass ich gegen "nichts tun" bin, haben aufmerksame Leser wohl deutlich erkannt.

    Gruß

    Bernd

    Ja, Bernd, echt schade, dass Du nicht wieder auf eines unserer Produkte hinweisen kannst. :angry_face: Mir egal!

    Es tut mir leid, aber mit dieser Anmerkung kann ich wirklich nichts anfangen. Ich habe leider auch keinen Überblick über Eure (oder auch die anderer Firmen) Produkte.
    Aber hier vielleicht ein Hinweis auf das was ich meine:https://www.applichem.com/fileadmin/date…A2388_de_DE.pdf

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    zum Thema vielleicht noch eine Anmerkung: Den Vorschlag von Hans-Werner hinsichtlich des Einsatzes von Malachitgrün sollte man wohl auch ganz schnell vergessen!!! Diese vorgestrige Behandlungsmethode steht nicht nur im Verdacht beim Fisch Leber-und Erbgutschäden hervorzurufen, auch Krebsverdacht besteht (siehe Lehrbuch der Pharmakologie und Toxikologie für die Veterinärmedizin unter "Tetramethyl-p-rosamilin") und die Gefahr der Umweltkontamination besteht. Deshalb wurde der Einsatz in vielen Ländern, insbesondere auch bei Aquakulturen verboten.
    Nach meinem Kenntnisstand sind inzwischen auch viele entsprechende Arzneimittel aus dem Handel verschwunden.

    Mich wundert daher die Empfehlung!

    Gruß

    Bernd

    Meine Erfahrung mit Cryptocarion irritans ist genau jene, dass Knoblauch und Vitamine die Infektion eindämmen - sofern die Haltungsparameter ansonsten stimmen. Allicin wirkt antibakteriell, und die Vitamine stärken die Widerstandskraft.

    Beizeiten (also beim ersten Verdacht oder überhaupt präventiv - am Besten natürlich in einem Quarantänebecken) angewendet ist die Wirksamkeit einer solchen Behandlung evident.

    Das lass ich mir von 'Schulaquarianern' nicht kaputtreden.

    Es ist schon ok, wenn traditionelle Behandlungsmethoden mit Kupfer, Ozon und UV als Mittel gepriesen werden. Aber die ganzheitliche Betrachtung von Krankheiten hat auch in der Aquaristik ihren Platz.

    Hallo Linda,

    sicher gibt es viele Anhänger von alternativen Heilmethoden. Dies ist eben doch tatsächliche eine Glaubensfrage. Ob man da die Humanmedizin mit Krankheiten im Bereich der Aquaristik gleichstellen kann, will ich ebenso offen lassen wie die Sinnhaftigkeit entsprechender Empfehlungen.
    Es hat aber nichts mit "kaputtreden" zu tun, wenn man hier auf mögliche Mängel, Irrtümer oder Gefahren hinweist. Hierfür ist ein Fachforum ja da und jeder Anwender muss letztlich für sich selbst entscheiden, was für ihn überzeugender ist.

    Wenn man in einem Kräuterlexikon nachschaut, wird man wohl für sämtliche Krankheiten ein Kräuterlein finden, dem eine entsprechende Wirkung zugeschrieben wird. Was allerdings meist fehlt ist der Bezug zur Schwere der Erkrankung und der tatsächlich enthaltenen Menge der wirkenden Substanzen. So wird z.B. dem Rotklee, der tatsächlich eine Unmenge verschiedener Wirkstoffe beinhaltet, auch die Hemmung von Tumoren nachgesagt. Aber würdest Du Dich bei einer hoffentlich niemals auftretenden Krebserkrankung allein auf Rotklee verlassen und hast Du jemals davon gehört, dass damit tatsächlich viele Leute gerettet werden?
    Im Knoblauch sind vor allem Schwefelverbindungen und Allicin enthalten, so wie in allen Lauchgewächsen (Alliaceae). Dies gilt auch für unsere Speisezwiebel, der auch zig Wirkungen nachgesagt werden, von der Ateriosklerose bis zur Bronchitis, Diabetes, Eierstockentzündung, Gicht oder Haarausfall. Aber hast Du schon einmal davon gehört, dass Diabetiker mit Zwiebeln behandelt werden oder Glatzenträger davon wieder ihre Haarpracht bekommen? Manches mag bis zu einem gewissen Grad vorbeugend wirken, aber als Behandlungsmittel bei erheblichen Erkrankungen sind doch deutliche Fragezeichen berechtigt. Dies vor allem dann, wenn die Mengen der notwendigen Wirkstoffe viel zu gering sind oder ihre Übermittlung in den erkrankten Organismus problematisch ist.

    Dies sollte man Bedenken, ehe man hier eine "evidente Wirksamkeit" unterstellt, ebenso wie die Frage, ob die gemachten Erfahrungen auch gesichert auf eine eindeutige Diagnose der entsprechenden Infektion zu beziehen sind.

    Gruß

    Bernd

    Ps.: Sicher gibt es eine Schulmedizin, aber "Schulaquariner" ?

    Hallo Bernd,

    Wimperntierchen=Ciliat=PARASIT; Darf man nicht mal mehr naturwissenschaftliche Gegebenheiten gerade rücken?

    Gruß

    Hajo


    Hallo Hajo,

    weshalb diese Anmerkung??? Natürlich kann man das, ich habe doch Deinen Einwand auch bestätigt, dass es sich bei dem Erreger nicht um eine Bakterie handelt!

    Allerdings könnten die Knoblauchfans mit dem Argument kommen, dass es auch eine angebliche Wirkung gegen viele andere Mikroorganismen geben soll, die ich aber bezüglich der Bekämpfung von akuten parasitären Infektionen (also nicht nur hinsichtlich Cryptocaryon) aus den angeführten und anderen Gründen deutlich infrage stelle. Insofern stehen wir da im Kern ja gar nicht im Widerspruch.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    der Crpyptocaryonerreger ist tatsächlich keine Bakterie, sondern ein Wimperntierchen. In diesem Zusammenhang sollte man es jetzt aber nicht zu eng sehen, Allicin wird insgesamt eine Wirkung gegen Mikroorganismen zugeschrieben, damit theoretisch möglicherweise auch gegen Ciliaten. Aber wie schon geschrieben, im Knoblauchsaft zerfällt diese Wirkstoff ganz schnell. Wie es sich in Verbindung mit Salzwasser verhält und ob es im Fischorganismus überhaupt wirkt, muss - auch wenn der Handel derartige Präparate verkauft (Trockenformen sind ganz sicher unwirksam)- völlig dahingestellt bleiben.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    darüber weiter zu spekulieren, ob Cryptocaryon eventuell auch ohne Medikamente verschwinden kann, macht letztlich nicht viel Sinn! Wie ich schon geschrieben habe und Mirco auch angeführt hat, kann man die Ergebnisse unterschiedlicher Beobachtungen nicht zuverlässig bewerten, da wohl nur selten eine durch Mikroskopie gesicherte Diagnose vorliegt. Eine Zuordnung durch Vergleichsbilder bleibt auch im Hinblick auf die Möglichkeit eher harmlose Pünktchen durch Schleimhautschäden unzuverlässig.
    Cryptocaryon ist häufig latent vorhanden, Fische können dagegen auch Resistenzen entwickeln, aber ich kann nur wiederholen, spätestens dann, wenn nach dem Neueinsetzen eines Fisches auch bei anderen Fischen Anzeichen eines Befalls auftreten, muss von einer behandlungsbedürftigen Infektion ausgegangen werden!
    Siehe hierzu:http://www.korallenriff.de/artikel/624_Cr…n_irritans.html

    Ich bin auch kein Freund von schnellem Medikamenteneinsatz, aber bei schweren Erkrankungen erscheint mir esotherisches Gesundbeten der falsche Ansatz.
    Ein von mir schon im dichtbesetzten Korallenbecken ohne Schäden (lediglich bei Seriatopora caliendrum kam es zu einer kurzzeitigen Aufhellung) erfolgreich eingesetztes Medikament ist Protomarin coral von Aquarium Münster:https://www.google.de/?gws_rd=ssl#q=protomarin+coral (aber nicht zu verwechseln mit Protomarin intensiv!)
    Den auch in der o.a. Quelle propagierten Knoblaucheinsatz halte ich bei akuten Infektionen für nicht sinnvoll. Belastbare Belege für eine tatsächliche Wirksamkeit kenne ich nicht, sehr wohl aber Diskussionen über mögliche Schäden. Allicin hat zwar tatsächlich antibakterielle Wirkungen, zerfällt aber sehr schnell und ist in getrockneten Präparaten aus Knoblauch meist gar nicht mehr vorhanden.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    eine zuverlässige Diagnose bei Fischkrankheiten anhand des äußeren Erscheinungsbildes, besonders beim Auftreten von Pünktchen, ist schwierig. Bei frisch umgesetzten Fischen, häufig vor allem bei Doktorfischen, entstehen oft eher harmlose Pünktchen, die auf Schleimhautschäden beruhen und tatsächlich meist auch von allein schnell abheilen.
    Sobald aber - wie hier berichtet - auch Altinsassen befallen werden, muss man von einer ansteckenden Infektionserkrankung ausgehen. Dann besteht Handlungsbedarf.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Alex,

    nun möchte ich mich doch noch einmischen: Du hast hier Fragen gestellt und von sehr erfahrenen Leuten - insbesondere Hajo - die richtigen Antworten bekommen. Aus Deinen Beiträgen meine ich herauszulesen, dass Du selsbt wohl noch recht wenig entsprechendes Fachwissen hast. Wenn Du aber nur Deine fragwürdige Meinung durch ebenso fragwürdige Beiträge bestätigt haben möchtest, dann spar Dir und den andern die Mühe des Schreibens.

    Fakt ist, Stärkung der Fische ist immer richtig, aber bei Infektionen selten ausreichend, UV-Anlage oder Medikamente (nicht in Korallenbecken) sind wirksam, Knoblauch sicher nicht und reines Abwarten ein Glückspiel mit offenem Ausgang.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Matthias,

    ob es tatsächlich allein an der Beleuchtung liegt, würde ich eher bezweifeln. Mein Becken ist mit S. calliendrums stark besetzt, Ableger sitzen selbst in ungünstig beleuchteten Bereichen, große Unterschiede sind nicht erkennbar.
    Eine ganz deutliche Verbesserung beim Polypenbild gab es bei mir im Zusammenhang mit dem Wechsel der Salzmischung hin zu AMA Royal Natur.

    Im Zusammenhang mit Erschütterungen bei Baumaßnahmen in der Nachbarschaft kam es an Pfingsten leider zu einem GAU, die Frontscheibe meines großen, gemauerten Algenrefugiums war geplatzt und das Wasser zu 80% weggelaufen. Den nötigen extremen Wechsel mit neu angesetztem Wasser haben sie mir - im Gegensatz zu anderen SPS wie z.B. div. Acroporas - leider verübelt und ihre Zooxanthellen völlig abgestoßen. Nun sind sie überall schneeweiß, zeigen aber unvermindert ein gutes Polypenbild. Eventuell werden sie sich wieder erholen.
    Ich gehe daher doch davon aus, dass vor allem die Wasserwerte und hier vermutlich das Nährstoffangebot für die Entwicklung der Seriatopora calliendrum am bedeutensten sind.

    Gruß

    Bernd

    Hallo André,

    hast Du das Kalkwasser tatsächlich mit reinem Calciumhydroxid angesetzt? Dass Du damit den pH-Wert nicht hoch genug bekommen hast, kann ich nicht nachvollziehen. Frisches Kalkwasser hat einen pH-Wert von 12,5! Damit hebt man ihn im Becken locker an. Ein erhöhter Calciumgehalt im Becken ist außerdem völlig unproblematisch (besser als ein zu hoher Natriumgehalt), man muss nur bei längerem Andauern eventuell die Pumpen säubern.
    Wichtig ist allerdings, dass das Kalkwasser keinen zu langen Luftkontakt hat.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    die Wirkung gegen Bryopsis oder auch Fadenalgen beruht auf dem hohen pH-Wert. Dadurch entsteht im Becken eine CO2-Untersättigung. Lange genug aufrecht erhalten, bewirkt dies für die Algen ein CO2-Mangel; die Photosynthese wird gestört.
    Ich verwende allerdings lieber Calciumhydroxid (Kalkwassermethode), da Calcium im Gegensatz zur zusätzlich Natriumzufuhr ohnehin von den Korallen verbraucht wird.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Basti,

    bist Du Dir sicher, dass ein Durchlaufkühler wirklich die beste Lösung ist?

    Nach meiner Erfahrung gibt es weit preiswertere, aber ebenso wirksame und nicht so laute Möglichkeiten, insbesondere die adiabatische Kühlung (Verdunstungskälte). Ich kühle meine Becken (insgesamt 1 400 l) seit Jahren problemlos mit lediglich vier 12 V-Ventilatoren und dies bei besonders schwierigen Bedingungen (wohnhaft in der besonders warmen Rheinebene, Hauptbecken im Wohnzimmer mit großer Fensterfront nach Süden, HQI-Beleuchtung unmittelbar über dem Becken in geschlossener Abdeckung!)

    Gruß

    Bernd

    Hallo Thorsten,

    Deine Züchtungen in allen Ehren, aber warum ist Dein Nachwuchs, obwohl gesund, munter und verfressen, so furchtbar schüchtern? Fehlt da etwas gute Erziehung in der Kinderstube, hast Du sie nach der Geburt mit Spargel verwöhnt oder hat ihnen mein Anblick das Fürchten gelehrt? :grinning_squinting_face:

    Nur eine kleine Wasserstandsmeldung, mit den beiden P. fridmani ist alles in bester Ordnung. Sie fressen wie verrückt, wachsen schon tüchtig und lassen sich von den Mitbewohnern bei der Fütterung nicht einschüchtern. Aber außerhalb der Fütterungszeit verschwinden sie im Labyrinth der Korallen und sind unsichtbar.

    Nun hoffe ich, dass Du demnächst einmal die Nachzucht von Mandarinfischen versuchst, denn da hätte ich noch Bedarf.

    Viele Grüße bis hoffentlich bald

    Bernd

    Ps. Das Essen war sehr gut, nur die Akustik war etwas suboptimal. Da hat man am Rand nicht viel mitbekommen. Dafür waren dann aber Deine tollen Bilder wieder ein perfekter Ausgleich.

    Hallo Hauke,

    Krustenanemonen geben keine Sporen ab. Diese gibt es im Rahmen der ungeschlechtlichen Vermehrung u.a. bei Bakterien, Pilzen, Algen etc..Krustenanemonen vermehren sich entweder durch geschlechtliche Vermehrung durch die Abgabe von Samen oder vegetativ. Larven aus der geschlechtlichen Vermehrung könnten sich schon einmal so gut wie nicht sichtbar an eingebrachten Ablegersteinen festgesetzt haben. Wahrscheinlicher ist aber, dass sich winzige Gewebefragmente irgendwo befunden haben, die sich bei entsprechend gutem Nährstoffangebot dann plötzlich rasch entwickeln können.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    nun macht doch die Sache nicht unnötig kompliziert. Es geht doch gar nicht darum, ob ein Sachkundenachweis für den Handel mit Meerestieren genaue Kenntnis über Korallen beinhaltet, wobei ich schon davon ausgehe, dass da ein paar Grundkenntnisse über haltbare oder nicht haltbare Weichkorallen vorhanden sein sollten. Dafür braucht man nun gewiss kein Biologiestudium, zumal Eric ja seine berechtigten Zweifel nachdrücklich deutlich gemacht hat.
    Hier geht es doch nur um eine Argumentationshilfe, wenn der Ladeninhaber - entsprechend seiner telefonischen Ausführungen, dass lebende Tiere von der Rücknahme ausgeschlossen seien - auf seinem Standpunkt beharren sollte.
    Da Ahnungslosigkeit bei manchen Verkäufern offensichtlich keine Ausnahme darstellt und diese hier deutlich gezeigt wurde, liegt eben der Verdacht nah, dass er nicht über den notwendige Sachkundenachweis verfügt. Eine entsprechende Nachfrage ( im Streitfall !) könnte da schon von Gewicht sein, denn im zutreffenden Fall kann man vermutlich von einer Ordnungswidrigkeit ausgehen. Welcher vernünftige Händler sollte das unnötige Risiko eingehen, eventuell ein Bußgeld zu bekommen?

    Gruß

    Bernd

    Habt Ihr eigentlich kein Bett? :grinning_squinting_face:

    Gruss
    Hajo

    Hallo Hajo,

    es ist nicht die senile Bettflucht! Ich schlafe tagsüber im Büro.

    @ Hauke
    Solche Fehler sollten oder besser dürfen in einem Fachgeschäft nicht vorkommen! Besser vom Anfang an lesen: Eric hat ja bereits geschrieben, dass er den Laden persönlich aufsuchen wird, und der Hinweis auf den Sachkundenachweis ist lediglich auf den eventuellen Fall bezogen, dass sich der Händler querstellt.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Klaus,

    es geht hier ja nicht um den Nachweis einer möglichen Ordnungswidrigkeit. Da müsste man den Verkauf von Wirbeltieren oder zumindest seine alleinige Anwesenheit im Laden belegen. Da aber der Verkäufer als Urlaubsvertreter sicher nicht nur im Laden für den Verkauf niederer Tiere zuständig war, ist bei einer eventuellen streitigen Diskussion und der speziellen Faktenlage die Nachfrage nach dem Sachkundenachweis für Meeresaquaristik sicher ein guter Hebel. Ich gehe einmal davon aus, dass dieser - wie bekanntlich in vielen Fällen - nicht vorhanden ist; die unsinnigen Äußerungen sind da ein starkes Indiz.

    Ob dem Händler die Sache, ggfls. eine mögliche Beschwerde beim zuständigen Veterinäramt, wert ist, bezweifle ich.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Eric,

    da Du eindeutig getäuscht worden bist, würde ich ohne jeglichen Abstrich auf eine Rücknahme bestehen. Wenn der Händler einigermaßen seriös ist, wird er dies auch vorbehaltlos tun. Macht er Probleme, dann frag ihn nach dem Sachkundenachweis seines Urlaubsvertreters.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Eric,

    ruf doch einfach den Händler noch einmal an und sag ihm, dass Du den Namen der Art vergessen hast. Dies ist ja nicht unüblich. Damit kannst Du Dir dann am besten etwas Klarheit verschaffen, vor allem auch wenn dessen Angaben letztlich nicht zutreffen sollten.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Eric,

    ich bin hier kein absoluter Spezialist und anhand von Fotos ist die Bestimmung nicht ganz einfach, aber ich würde auch eher auf eine Dendronephthya tippen. Es gibt allerdings auch etwas farbige Litophytons, im Handel habe ich sie aber noch nicht gesehen.
    Manchmal werden auch künstlich gefärbte Weichkorallen angeboten.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Donovan,

    es ist wohl Ansichtssache, ob man hinter der Rückwand einen Spalt lassen soll. Ich halte dies für eher problematisch und denke, dass es die wenigsten Leute so machen.
    Zonen zum Rückzug finden Fische bei einer gut strukturierten Beckeneinrichtung an vielen Stellen. Wenn sich aber hinter der befestigten Rückwand etwas ablagert, im ungünstigsten Fall ein verendeter Fisch, kommt man da nicht mehr heran. Außerdem nimmt es dem Becken auch etwas von seiner optischen Tiefe.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Stephan,

    ganz pauschal kann man dies nicht sagen, denn die Ansprüche sind verschieden. Die meisten Korallen kommen ohne jegliche Zusatzfütterung gut zu recht, wenn ausreichend Nährstoffe im Wasser vorhanden sind, also keine Gefahr von Limitationen besteht. Einige LPS wachsen allerdings stärker, wenn sie gelegentlich etwas Zusatzfutter bekommen.

    Gruß

    Bernd


    Hallo Axel,

    das ist keinesfalls Wurst! Bei einem "normalen" Korallenfutter in üblichen Dosierungen zeigen die meisten Korallen nämlich zunächst gar keine großen Reaktionen, bei hohen Dosierungen von Aminosäuren dagegen schon.
    Die Verhaltensweisen mancher Leute hier ist schon seltsam. Sich nicht der Mühe nach Präzision bei der Fragestellung unterziehen, wegen fehlender Antworten mosern und pampig reagieren. Nicht unbedingt eine Einladung zum Erfahrungsaustausch.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Stephan,

    im Gegensatz zu früher, als man neu eingerichtetet Becken erst nach einer langen Einfahrzeit mit Korallen besetzt hat, geht man heute aufgrund positiver Erfahrungen immer mehr dazu über, recht bald Korallen in größerer Zahl einzusetzen. Sinnvoll beginnt man dabei zunächst mit den robusteren Arten.
    In den meisten Fällen besiedeln Cyanobakterien (die so gut wie in jedem Becken ständig vorhanden sind, sich dort aber unter ausgewogenen biologischen Verhältnissen nicht massenhaft vermehren und sich nicht zu den problematischen Matten verketten) kein gesundes Korallengewebe. In einem gut besetzten Aquarium bestehen daher auch nur wenige Freiräume für Cyanos.
    Wie ich schon geschrieben habe, traten bei mir im großen (1000 l) Algenbecken gelegentlich einige Cyanos auf, im damit per Wasserkreislauf angeschlossenem Korallenbecken dagegen nie. Dies zeigt schon, dass die Wasserwerte in diesem Zusammenhang eher irrelevant sind.
    In wieweit Korallen direkt irgendwelche Hemmstoffe ins Becken abgeben, die die Cyanos beeinflussen, kann ich nicht sagen. Sicher ist, dass sich viele Mikroorgansimen mit derartigen Stoffen gegen Konkurrenten wehren; so leider eben auch die Cyanos.

    Gruß

    Bernd


    Deswegen möchte ich gern die Plage loswerden, bevor ich mehr Korallen hole (und wenn Du schonmal beim Joe warst, kannst Du Dir sicherlich vorstellen, daß einfach jedes Becken zu klein ist für das, was man alles mitnehmen möchte :D).

    Hallo Björn,

    dieser Gedanke ist zwar verständlich, aber es hat sich gezeigt, dass bevorzugt freie Stellen im Becken von Cyanos besiedelt werden. Heute gehen viele Empfehlungen dahin, auch neue Becken so bald wie möglich dicht zu besetzen. In dicht besetzten Becken haben es Cyanos offensichtlich viel schwerer.
    Ob Milieuveränderungen helfen und ggfls. welche lässt sich auch nicht sicher vorhersagen. Man bleibt letztlich auf Versuche angewiesen. Richtig ist aber, dass normalerweise Wasserwechsel bei Cyanoplagen eher unterlassen werden sollten. In Deinem Fall würde ich wegen der Hefezugabe nur einmalig einen größeren machen, dann aber alle Zugaben (mit Ausnahme der Makroelemente, falls Du die Ballingmethode anwendest) bis auf weiteres unbedingt unterlassen. Dann nur noch so oft wie möglich Absaugen und einfach abwarten. Ungeduld schadet hier nur.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Björn,

    ein 100% zuverlässiges Rezept hat hier noch niemand empfehlen können, auch kein "alter Hase". Aber am besten ist es noch immer, genau und systematisch zu beobachten was die Situation verbessert oder verschlechtert. Ganz am Anfang muss natürlich die Identifizierung der Verursacher stehen.
    Ansonsten hast Du ja schon selbst beobachtet, mit welcher Maßnahme bei Dir die Plage am besten im Griff zu behalten war. Vorausgesetzt es handelt sich tatsächlich um Cyanos, dann belass es doch wieder beim Absaugen und Abpinseln. Allerdings solltest Du nicht mehr so viel Bodengrund mit absaugen, ein oberflächliches Absaugen reicht. Man kann nie alle Cyanos komplett entfernen, es geht eigentlich nur darum, dass man ihre feste Etablierung verhindert. Auch solltest Du die abgesaugten Bodengrundreste nicht mit heißem Wasser "desinfizieren". Filtere nur das abgesaugte Wasser, spüle mit etwas Beckenwasser auch nur ganz leicht die Reste des Bodengrundes und gib diesen und das gesamte gefilterte Wasser wieder ins Becken zurück.

    Bakterienpräparate kannst Du Dir dann sparen. Ob die darin enthaltenen Bakteriensorten tatsächlich eine unmittelbare Konkurrenz für die Cyanobakterien darstellen, ist eher fraglich; bei passenden Gegebenheiten vermehren sich außerdem im Becken vorhandene Bakterien von allein sehr schnell.
    Cyanos setzen sich besonders gern an frischen, unbesiedelten Stellen ab. Der desinfizierte Bodengrund ist genau solch ein Bereich! Daher macht es auch Sinn, ein Becken recht schnell dichter mit Korallen etc. zu besetzen. Vielleicht kannst Du da auch noch etwas "aufrüsten"?

    Und ansonsten braucht es eben Geduld, Geduld und nochmals Geduld. Das hat Andreas ja schon richtig geschrieben.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Björn,

    eine unmittelbare Auswirkung konnte ich bisher nicht beobachten. Wenn sich bei mir - was erfreulicherweise selten ist - Cyanos einmal etwas stärker vermehren, dann immer nur im Algenrefugium und dort auch direkt auf einigen Caulerpas. Das Hauptbecken voller Korallen ist dagegen seit vielen Jahren nicht tangiert.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    in der Natur findet man gerade jetzt im Frühjahr jede Menge geeignetes Grünfutter (neben Löwenzahn z.B. Beinwell, Vogelmiere oder jungen Sauerampfer). Man sollte nur in Bereichen suchen, die nicht gedüngt werden oder verkehrsbelastet sind.
    Meist dauert dies, wie schon geschrieben wurde, einige Zeit bis dieses Grünzeug als Futter erkannt wird.

    Ich binde das Grünfutter immer an einem Ablegerstein, den ich mit einer Angelschnur ohne großes Herumfummeln ins Becken hinein und heraus bekomme. Alle meine Doktorfische - vom Fuchsgesicht ganz abgesehen - werden gleich ganz hektisch, wenn ich mit dem Futterstein erscheine. Frei im Wasser treibendes Grünzeug erkennen sie dagegen eher weniger.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Björn,

    Kohlenstoff (hier Ethanol) ist neben Phosphat und Stickstoff ein elementarer Nährstoff für alle Bakterien, also auch Cyanobakterien. Die Bakterien wachsen und vermehren sich bei der Wodkamethode also schneller.
    Theoretisch denkbar wäre, dass sich konkurrierende Bakterien vermehren könnten, aber eben genauso die Cyanos! Hinsichtlich der Frage der Konkurrenz durch andere Bakterien ist auch zu bedenken, dass Cyanos Hemmstoffe abgeben können, mit denen sie ihre Konkurrenz auf Abstand halten.
    Durch das Wachstum und die Vermehrung der Bakterien werden zwar auch Phosphat und Stickstoff in Biomasse umgewandelt, also die entsprechenden Werte im Wasser reduziert, aber ob und bei welchen Cyanoarten dies dann tatsächlich zu deren Bekämpfung wirkt, ist ungewiss und wird immer wieder strittig diskutiert.

    Welche Prozesse Du mit der Wodkadosierung in Deinem konkreten Einzelfall und in welchem Umfang letztlich in Gang setzen wirst, kann man wohl kaum vorhersagen. Ob Du damit die Massenvermehrung der Cyanos wirklich bekämpfen kannst, sehe ich eher als zweifelhaft. Von gegenteiligen Ergebnissen wird häufiger berichtet.
    Falls Du dies doch versuchen solltest, wäre eine nahtlose Beobachtung der Entwicklung unbedingt nötig. Ich persönlich würde es aber nicht machen.

    Gruß

    Bernd