Beiträge von Bernd Koberstaedt

    Hallo Oli,

    ist denn überhaupt Deine Alkalinität zu niedrig? Mit der Zugabe von Natriumhydrogencarbonat erhöhst Du ja zunächst den KH-Wert und damit zwar das Pufferungsvermögen, aber nicht unbedingt die Ursachen für einen niedrigen pH-Wert. Ein zu niedriger pH-Wert hat seine Gründe z.B. im Überbesatz , schlechte Raumlüftung oder Zersetzungsprozesse. Außerdem wären zur Beurteilung die täglichen Schwankungen des pH-Wertes wichtig zu wissen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Eric,

    dass sich feine Dinobeläge auf dem Bodengrund bilden, kommt bei mir von Zeit zu Zeit auch vor, auch unabhängig von den aktuellen PO3-Werten. Ich rühre dann mit einem langen, dünnen Stab den Bodengrund zwei- bis dreimal täglich um. Dadurch werden die Dinoflagellaten gestört und können auch keine größeren Aggregate bilden. Nach einigen Tagen bis wenigen Wochen sind sie dann ohne weitere Maßnahmen wieder verschwunden.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Dennis,

    die angeblichen Erfolgsberichte durch Magnesiumerhöhung bezogen sich auf Kent Marine Tech Magnesium-Additiv. Wirksam ist aber auch die Kalkwassermethode, bei der mittels Kalkwasser (auf Basis von Calciumhydroxid) über längere Zeit der pH-Wert so angehoben wird, dass CO2-untersättigte Verhältnisse im Becken entstehen. Dadurch wird den Algen das lebensnotwendige CO2 entzogen, ohne dass problematische Nebenwirkungen entstehen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    in der für mich unverzichtbaren geschlossenen Abdeckung schütze ich die T5 Röhren und den HQI-Brenner auch mit einer Glasabdeckung. Die Scheiben bleiben immer klar, offensichtlich auch wegen der starken Erwärmung. Da können sich keine Algen entwickeln. Der Lichtverlust beim Einsatz von LED dürfte gleich groß oder klein sein. Ob die Scheiben dann auch algenfrei bleiben, wäre aber tatsächlich zu prüfen.
    Eine regelmäßige Reinigung sähe ich aber für mich persönlich nicht als großes Hindernis.

    @ Torsten, ist da derzeit noch eine entsprechende Leuchte hier im Vivarium im Betrieb oder war es nur ein Versuchsaufbau?

    Gruß

    Bernd

    Niederbayer (Name wäre toll :winking_face: und Bernd, das kann ich noch nicht beantworten, kommt auf das Ergebnis an, ich hänge sie mit Seil auf und kann somit die Höhe variieren.

    Hallo,

    schade, aber das habe ich mir fast gedacht, denn bisher habe ich hierfür noch nirgends eine brauchbare Lösung gefunden. Offene Aquarien mit am Seil hängender Leuchte passen eben nicht in jeden Wohnraum und große, globige Abdeckkästen widersprechen auch meinem Geschmack.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Daniel,

    bei mir wachsen jede Menge Weichkorallen nebeneinander und auch neben vielen SPS. Probleme mit Nesselung hatte ich da noch nie. Die Efflatounaria ähnelt den Xenien und diese nesseln auch kaum. Wenn man neue Korallen, egal ob Weich-oder Steinkorallen neu ins Becken einbringt und etwas Abstand zum bestehenden Besatz hält, wachsen sie nur langsam auf einander zu und passen sich da meist an. Bei mir werden da allenfalls einmal kleine Aststücke tangiert, der Wuchs stellt sich aber auf die Nachbarn ein. So ist es ja auch in den Riffen in der Natur.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Daniel,

    Erfahrungen anderer Aquarianer sind hier zwar recht verschieden, aber nie auf den individuellen Einzelfall zuverlässig übertragbar. Die Größe der Muttertiere hat absolut keine Aussagekraft und bewährte Standorte in dem einen Becken lassen sich auch nicht einfach in andere Becken übertragen.
    Ich hatte früher immer ganz verschiedene Anemonen im Becken, im Riffbecken gab es - leider !!! - immer wieder Probleme, manchmal auch erst nach längerer Standorttreue. So schade es ist, lass es lieber bleiben.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Hajo,

    nein, es ist nicht zu viel Text geworden! Du hast es genau auf den Punkt gebracht. Leider werden diese wichtigen Hinweise immer wieder schnell vergessen oder bewusst überlesen. Mehr als ein Grund sie, gerade jetzt auch zum Beginn des neuen Jahres, wieder in Erinnerung zu rufen.

    Insofern auch für das neue Jahr alle guten Wünsche, auch nach weiterhin viel wertvollen Gedankenaustausch.

    Viele Grüße

    Bernd

    Hallo,

    sicher ein sehr interessantes Projekt. Den Hauptmangel in vielen Becken sehe ich auch an der oftmals hässlich sichtbaren Technik. Ein Problem im hier gezeigten, minimalistisch eingerichteten Becken sehe ich allerdings in der Strukturarmut für die Fische. Der eingesetzte Doktorfisch muss ja vor Langeweile verkümmen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Bernhard,

    dies ist sicher zutreffend, aber meine Anlage läuft über zwei getrennte Stromkreise, was das Risiko schon deutlich minimiert. Dass gleichzeitig zwei verschiedene Störungen auftreten, halte ich für unwahrscheinlich. Die Hausinstallation ist in Ordnung. Wenn ich länger unterwegs bin, kann ich ohnehin nicht sofort reagieren und andere Leute wären da sicher überfordert. Ein ganz kleines Restrisiko bleibt natürlich, aber Aufwand und Nutzen müssen für mich auch in einer vernünftigen Kostenrelation stehen. Bedenke nur, wie lange Korallen oder Fische unter weit ungünstigeren Bedingungen lange Transporte überstehen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    m.W. handelt es sich dabei um eine Farbvariante der Acropora microclados. Die schwachsinnigen Händlernamen (die klingen ja so schön wichtig und können den Preis ordentlich treiben) unter denen sie leider auch international gehandelt werden, sind inzwischen ein echtes Problem, denn selbst Anbieter kennen oft nicht einmal die richtige Artbezeichnung. Mit ein bisschen Fachkompetenz sollten zumindest gute Händler wenigstens die korrekte Artbezeichnung dazu schreiben, damit sich Käufer informieren können.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    ich kann wirklich nicht mehr nachvollziehen warum Leute immer wieder ihre Becken an die Wand fahren, weil sie alle möglichen Dinge in ihr Becken kippen und mit niedrigsten Nährstoffwerten betreiben. Dabei ist doch auch die erfolgreiche Pflege von SPS im Grundsatz kein großes Problem mehr und sind die Gründe für derartige Misserfolge alles andere als neu.

    Wie jedes Lebewesen brauchen auch Korallen zum Erhalt und Aufbau ihrer organischen Substanz Nährstoffe wie Stickstoff und Phosphat, sonst verhungern sie. Im Meer sind sie zwar in niedrigen Konzentrationen vorhanden, aber niemals limitiert! Wer seine Korallen - um möglichst hellste Bonbonfarben zu erhalten - in sehr nährstoffarmen Verhältnissen pflegt, begibt sich bekanntlich auf eine Gratwanderung. Da bedarf es ständiger Überwachung und Kontrolle und hierfür die richtigen Kenntnisse und Instrumente. Ohne dies geht der Schuss nach hinten los.
    Mit ausreichender Fütterung, regelmäßigem Wasserwechsel, funktionierender Abschäumung sowie beständigem Ausgleich verbrauchter Makroelemente lassen sich die Wasserwerte stabil halten. Da bedarf es grundsätzlich keiner Kohlenstoffzugaben, pauschaler Spurenelementdosierungen oder sonstigen Mittelchen. Im Zweifelsfall verschärfen diese problematische Bedingungen nur zusätzlich. Da muss man schon ganz genau wissen was, warum und wieviel man dosiert.

    Die Probleme auf Epoxydharzkleber zurückführen zu wollen, halte ich hier für nebensächlich oder eher fragwürdig.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    die Diskussion über Antibiotika und die guten Gründe für Anwendungsbeschränkungen bzw. Verkaufsverbote antibiotikahaltiger Mittel ist doch hier in diesem Thread ausführlich dargestellt! Wohl jeder einigermaßen Informierte kennt aus Nachrichten oder Zeitungsberichte die immer bedrohlichere Situation im Zusammenhang mit Antibiotikamissbrauch und resistenten Krankenhauskeimen.
    Das Zeug ist hier mit Recht seit vielen Jahren verboten und zwar ohne Ausnahme! Was soll da die Neuauflage?

    Cyanobakterien bringt man mit einigermaßen Sachverstand und Geduld auch ohne derartige Mittel weg.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Peter,

    ich würde zunächst ein bis zwei etwas größere Wasserwechsel mit einem guten Salz machen, damit die Nährstoffwerte wieder etwas gesenkt werden. Ca und Alkalinität sollte damit auch wieder angeglichen werden, Calcium kannst Du natürlich notfalls auch noch nachdosieren.
    Anschließend gibst Du ein paar Tage vorsichtig flüssiges Korallenfutter ins Becken (z.B. Ultra Min D oder JBL KorallFluid). Dadurch werden die Krustenanemonen meist sehr schnell zum Öffnen der Polypen verlockt und dann eine direkte Fütterung ermöglicht (vorerst möglichst gezielt mit einer Pipette, damit Dein Wasser nicht zu sehr belastet wird). Später reichen dann ein bis zwei Fütterungen pro Woche.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    besser als das Anheben der Nährstoffwerte mit chemischen Elementen ist die Fütterung der Krustenanemonen (z.B. mit feinem Frostfutter wie Cyclops etc.). Neben den nun zu hohen Nährstoffwerten (vor allem Phosphat) ist auch die Alkalinität zu hoch, Ca dagegen etwas zu niedrig.
    Versuch erst einmal die Werte richtig und stabil einzustellen und füttere die Krusten direkt, sobald sie sich wieder etwas öffnen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Daniel,

    jetzt, nachdem sich Dein Fuchsgesicht gut eingewöhnt hat, solltest Du vorerst die Gabe von Grünfutter einstellen und insgesamt relativ sparsam füttern (natürlich die Fische nicht völlig hungern lassen). Ein paar Tage macht dies absolut nichts. Das Fuchsgesicht geht dann mehr auf Futtersuche und wird bald die Kugelalgen entdecken. Du kannst da ruhig ein paar Kugeln zerquetschen, denn da werden sie schneller als fressbar erkannt. Die mögliche Freisetzung von Tochterzellen ist in diesem Zusammenhang eher unbedeutend. Einmal als gute Futterquelle erkannt, wird das Fuchsgesicht - sofern kein besser schmeckendes Grünzeug vorhanden ist - ständig an diese Algen gehen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    ich setze auch nur abends ein, füttere danach stark, schalte anschießend die Aquarienbeleuchtung ab, lass aber zur Orientierung für den Neuen das Raumlicht noch einige Zeit an. Die Altinsassen suchen dann sofort ihren Schafplatz auf und der Neuling kann sich in Ruhe sein Versteck suchen. Morgens findet er dann, sofern er noch bedrängt werden sollte, sofort sein Rückzugsgebiet ohne Panikreaktionen. Nach 1 - 2 Tagen herrscht meist wieder Ruhe im Becken.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Sven,

    genau Angaben zur möglichen Lebenserwartung einzelner Fischarten wirst Du kaum finden. Ob besonders alt gewordene Einzelexemplare der durchschnittlichen Lebenserwartung entspechen, lässt sich kazum belegen. Dazu ist die Alterung auch von viel zu viel verschiedenen Faktoren abhängig.
    Aus Deiner Fragestellung ergibt sich aber, wie das Vermissen Deines Mandarinfisches zu bewerten ist. Da kann man mit großer Sicherheit davon ausgehen, dass dessen Tod nicht auf eine natürliche Alterung zurückzuführen ist. Egal wie lang tatsächlich; die Lebenserwartung der Mandarinfische liegt sicher deutlich über den 3 - 4 Jahren.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    mich wundert es immer wieder, was da alles über seltsame Reaktionen und Verhaltensweisen von P. hepatus berichtet wird. Seit nun bestimmt 30 Jahren pflege ich diese Fische (jeweils als kleines Jungtier gekauft) ohne Unterbrechung in meinem - nach den sich inzwischen entwickelten Vorstellungen wohl zu kleinen - Becken. Das vorletzte Exemplar war über 14 Jahre im Becken, ehe es leider einer großen technischen Störung im Zuge von Baumaßnahmen zum Opfer fiel.
    Bei mir haben sich diese Fische nie als wild herum schwimmende, unruhige, irgend etwas attackierende Beckeninsassen gezeigt. Vielmehr sind sie intensiv mit dem Abweiden von Mikroalgen beschäftigt und interessieren sich kaum für andere Fische. Lediglich das nach der Störung wieder beschaffte sehr kleine Jungtier suchte anfangs Kontakt zu einer großen, ähnlich gefärbten Gelbbauchdemoiselle, wohl in Verwechslung der Artzugehörigkeit. Dieser "Irrtum" hat sich dann aufgrund des abweisenden Verhaltens der Demoiselle nach wenigen Tagen gelegt.

    Ich glaube nicht, dass ich immer nur das Glück mit außergewöhnlich "ruhigen" Exemplaren hatte. Eher denke ich, dass mein stark strukturiertes, abwechslungsreich gestaltetes, mit verschiedensten Korallen gut besetztes Becken und eine harmonische, zahlenmäßige begrenzte Besetzung mit andern Fischen hierfür ursächlich ist. Einige Meter freier Schwimmraum können nicht unbedingt abwechslungsreiche Strukturen ersetzen, und beim Tauchen habe ich besonders ausgewachsene P. hepatus auch immer wieder beobachtet, die sich längere Zeiträume in begrenzten veralgten Riffbereichen aufgehalten haben.

    Damit möchte ich nicht wieder die strittige Größendiskussion über geeignete Aquarien eröffnen, sondern auf die beobachteten Verhaltensweisen eingehen. Dafür gibt es sicher unterschiedliche, diskussionswürdige Ursachen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Joe,

    dies ist mir bekannt, wir haben sie früher immer im Mittelmeer gesammelt. Aber gerade wegen diesem Verhalten und ihrem Bedürfnis nach kühleren Temperaturen sind sie nichts für das Riffbecken. Allerdings hat sich ergeben, dass es hier gar nicht um A. equina geht.

    Gruß

    Bernd

    Sorry, Kommando zurück! Ich sehe gerade er hat im Nachbarforum schon einmal danach gefragt und meint die Corynactis california.

    @ Donovan, auch für diese gelten die Hinweise zu den Wassertemperaturen! Sie kommt im kühleren Wasser des Pazifiks vor, hält im Riffbecken nur einige Zeit, verkümmert dann und passt nicht in Dein Becken.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    wir haben sie früher häufig versucht in wärmeren Wasser zu halten. Sie sind dann immer an die Wasseroberfläche gewandert und haben sich nicht auf Dauer gehalten. Als Bewohner der Meere gemäßigter Klimazonen gehören sie einfach nicht ins tropische Riffbecken, ebensowenig wie ein Känguru in den Tannenwald.

    Gruß

    Bernd