Beiträge von Bernd Koberstaedt

    Außerdem sind es Vermutungen da ich keine plausibele Erklärung finde warum ein gesunder Fisch der gut frisst auf einmal stirbt. Ich habe in den letzten Monaten sehr viele Fische eingesetzt. Oft starben Fische in den ersten 24 Stunden. Dieses führe ich auf Stress zurück. Aber wenn nach zwei drei Wochen alles in Ordnung erscheint und dann Fische sterben?

    Hallo Torben,

    die Ursache könnte da aber auch vor dem Aquarium sitzen! Wieso hast Du "in den letzten Monaten sehr viele Fische eingesetzt"? Ich habe im Lauf meiner langen Praxis auch schon viele Fische eingesetzt, aber nicht innerhalb von ein paar Monaten, denn normalerweise haben diese immer überlebt und dies viele Jahre. Meine Fische hatten sicher nicht weniger Stress als Deine und wenn sie nach zwei drei Wochen sterben, dann liegt dies wohl eher an Deinem Becken.
    Gerade solche Umstände sind es, die eine dauernde Nachfrage verursachen!!! Da würde ich mir doch einmal ein paar Gedanken machen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Florian,

    ein Problem ist es tatsächlich nicht. Ich nehme an, Du verwendest eine besonders angereicherte Salzmischung. Diese wäre unnötig, wenn noch keine starken Verbraucher im Becken sind. Zum Ausgleich kannst Du daher momentan eine einfache Mischung mit niedrigeren Werten verwenden.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    hierzu ist ja schon enorm viel geschrieben wurden. Im Internet findet man auch umfangreiche Aufsätze. In den meisten Fällen reicht eine ständige Störung (Cyanobeläge abpinseln mit einem weichen Pinsel). Jegliche Zugaben sind meist kontraproduktiv.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Claude,

    über den Grad der Erfahrungen zu diskutieren hilft sicher nicht weiter. Du hast fraglos Deine, aber andere Leute eben auch ihre. Du wirst mir zugestehen, dass ich nach jahrzehntelanger aktiver Meerwasseraquaristik und engen Kontakten auch zu anderen Aquarianern durchaus in der Lage bin, mir eine Meinung zu bilden. Andere Belege als Erfahrungswerte habe ich auch Deinen Beiträgen nicht entnehmen können. Jeder mag für sich selbst entscheiden, welchen Weg er gehen möchte.
    Meine geposteten Werte beruhen übrigens auch auf Laboranalysen (zuletzt Gilbers).

    Hier auch ein Schnappschuss von meinem Becken:

    Gruß

    Bernd

    Hallo Claude,

    aber Dir ist sicher bewusst, dass auch einige andere erfahrene Leute dies anders sehen. Meine Becken laufen nun seit Urzeiten so und ich kenne eine ganze Reihe erfolgreicher Aquarianer, die auch schon seit Jahren kein Strontium mehr dosieren. Auch Armin Glaser hat geschrieben, dass die Notwendigkeit strittig ist.
    Ich habe übrigens einige vor Jahren selbst als Fragmente aus Re Union mitgebrachte Korallen (Acropora sp.) im Becken, also "Importtiere". Alle wachsen seit Jahren wie verrückt und die Farbgebung ist weit mehr als alles andere bei ihnen vor allem vom Licht abhängig. Probleme mit Parasiten hatte ich auch noch nie. Und wie schon geschrieben, ich hatte lange Zeit sehr, sehr niedrige Strontiumwerte.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Nico,

    Palytoxin wird von dem Dinoflagellat Ostreopsis siamensis produziert, nicht von allen Dinoflagellaten. Dieses Dinoflagellat wurde erstmals im Golf von Siam gefunden, daher der Name, inzwischen aber u.a. auch in japanischen Gewässern, Hawaii, in den Florida Keys und der Karibik. Das vorkommen beschränkt sich aber immer auf einzelne Gebiete, ist dort also nicht flächendeckend.
    Leider kann man es den Palythoas nicht ansehen, ob sie aus einem entsprechenden Gebiet kommen.
    Das Palytoxin bietet vermutlich auch eine Schutzfunktion für die Krustenanemone gegen Fressfeinde.
    Also immer vorsichtiger Umgang, aber auch kein Grund zur Panik. In den 70er und 80er Jahren wurden Palythoas massenhaft gehalten, da man damals die möglichen Probleme noch gar nicht realisiert hatte. Unfälle waren trotzdem sehr selten.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Claude,

    da muss ich Dir aber etwas widersprechen. Ob Strontium tatsächlich für Korallen notwendig ist, ist immer noch umstritten. Im Hinblick auf die Härte des Korallenskeletts gibt es sogar eine Untersuchung an Porites (Alibert/McCullochn 1997), nach der dichtere Korallen weniger Strontium enthalten!

    Da mein Beckenwasser über lange Jahre sehr niedrige Strontiumwerte aufwies (zuletzt 2,76 mg/l statt 8,0 im natürlichen Meerwasser) - bei optimalem Wachstum und guter Färbung aller Korallen - habe ich trotzdem versuchsweise mehrere Monate nachdosiert und die Sollwerte eingehalten. Ergebnis: absolut keine Veränderungen!
    Schaden wird es bei naturnahen Dosierungen sicher nicht, aber einen Nutzen kann ich auch nicht erkennen. Ich belasse es zukünftig wieder bei der Beschränkung auf die Werte, die die Salzmischungen hergeben.

    Gruß

    Bernd

    Meiner Ansicht nach wäre ein generelles Unterscheidungsmerkmal, ob die Koralle aktiv frisst oder nicht. Wenn Palythoas einen Fangreflex wie LPS haben und auch wirklich Futter verwerten, dann ist das doch eindeutig oder? Ich habe gelesen, das das Palytoxin aus gefressenem Phytoplankton (Dinoflagelaten) extrahiert wird. Fürs aktive Fressen spricht hier auch die Einlagerung der Steinchen etc. die benannt wird. Wenn die Zoas nicht fressen, können die das Toxin auf diese Weise auch nicht herstellen oder?

    Hallo,

    das aktive Fressen ist kein Unterscheidungsmerkmal. Beide tun es.

    Dass das Palytoxin von bestimmten gefressenen Dinoflagellaten stammt, ist zutreffend. Da diese Dinoflagellaten nur in bestimmten Regionen vorkommen, sind auch nicht alle Palythoas belastet. Ableger aus langer Aquarienhaltung dürften eher unbelastet sein, bei frischen Importen ist mehr Vorsicht angebracht.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Joe,

    es wurde schon vom Massenablaichen in Aquarien mit dessen schlimmen Folgen berichtet. Für was ein unnötiges Risiko eingehen? Wohlgemerkt, es geht nicht - wie schon geschrieben wurde - um eine Dämmerlichtphase.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    erstens gibt es auch in den Tropen - abhängig vom Stand des Mondes und dazu von der Bewölkung - nicht immer Mondlicht und zweitens synchronisiert es die geschlechtliche Vermehrung der Korallen. Von der höheren Strahlungsintensität des blauen Lichts hat ja Hans-Werner schon geschrieben.
    Wenn man das "Nachtleben" im Aquarium studieren möchte, reicht es ja, wenn man nur dann eine ganz schwache Beleuchtung einschaltet. Die Spielerei mit dem Mondlicht kam ohnehin erst mit einigen LED-Leuchten auf.
    Ständiges Mondlicht entspricht auf jedem Fall in keinster Weise den natürlichen Bedingungen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    mit Riffmörtel verklebt lösen sie sich nicht.

    Ich klebe aber so gut wie keine Korallen mehr ein, es sei denn, sie sollen an Stellen befestigt werden, an denen sie anders nicht fixiert werden können.
    Im Lauf der Zeit haben meine Korallen das Becken so stark zugewuchert, dass sie immer wieder beschnitten werden müssen. Ich klemme die abgeschnittenen Teile nur noch in Spalten und Ritzen ein, wo sie munter weiter wachsen.

    Gruß

    Bernd

    eine sache , die ich hier selektiv wahrnehme,ist das , so älter der hase,umso mehr erfahrung,umso weniger scheint mir das verständnis für anfänger zu sein.

    Was ist denn bei den leuten passiert,die heute soweit sind,das sie alles (oder das meiste) sehen,bevor sie es messen (müssen) ?
    ist auf dem weg der erfahrung da immer alles so glatt abgelaufen wie es sich anhöhrt ?


    mfg

    thomas

    Hallo Thomas,

    ja, genau da liegt tatsächlich die selektive Wahrnehmung, sonst hättest Du irgendwann registrieren können, dass es mir - und anderen - gerade um die Anfänger geht. Ich weiß was man erwarten kann und wo die Grenzen sind; für mich muss ich hier nicht schreiben. Aber gerade für Einsteiger verwende ich viel Zeit - nicht nur hier - um ihnen mit Rat zur Seite zu stehen.

    Und nun zum x-tenmal, natürlich sollen Leute messen und beim tatsächlichen Bedarf auch messen lassen, aber eben nur das was für sie relevant ist.

    Dass beim Sammeln von Erfahrungen nicht immer alles glatt gelaufen ist, steht wohl außer Frage, hat hier auch niemand behauptet. Aber sollen davon andere Leute nicht profitieren dürfen?

    Für meinen Teil gehe ich davon aus, dass die Argumente ausgetauscht sind. Dauernde Wiederholungen machen sie nicht besser. Wer verstehen will und richtig liest, kann sich sein Urteil bilden.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Thomas,

    wenn man die einzelnen Beiträge sorgfälltig liest, mitdenkt und nicht nur selektiv wahrnimmt was einem passt, dann könnte man sich hier viel Schreiberei sparen. Professionelle Analysen sind weder neu, noch werden sie hier grundsätzlich infrage gestellt; die Frage nach Statistiken hatte einen Bezug zu pauschalen Behauptungen. Den Kontext sollte man schon erkennen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Stephan,

    ja, ich fange jetzt auch mit jahrelangen Erfahrungen an und bei mir sind es sogar über 40 Jahre, also zu einer Zeit, als viele Grundlagen der Meeresaquaristik erst erarbeitet wurden. Damals war es noch ein Hobby und kein Marktplatz für manchmal fragwürdige Geschäftsideen. Neuentwicklungen wurden in der Fachliteratur von wirklich kompetenten Leuten vorgestellt und nicht in Foren, in denen irgendwelche Claqueure beim Anpreisen zweifelhafter Lösungen von Pseudoproblemen helfen, die ohne sie niemand hätte.
    Wo bitte ist bei Euch das Problem, wenn der pH-Wert morgens bei 8,05 und abends bei 7,9 liegt? In meinem Becken schwankt er auch im Tagesverlauf zwischen 8,0 und 8,3. Na und?

    Die Meeresaquaristik und da vor allem die Pflege von Steinkorallen hat doch ein beachtlich hohes Niveau erreicht. Auch bei mir drohen die Korallen regelmäßig aus dem Becken herauszuwachsen und dies sogar bei früher selbst gesammelten Fragmenten. Viele Leute haben heute nur noch Probleme, auch das Letzte an Bonbonfarben heraus zu holen; Farben die so in der Natur oftmals gar nicht vorkommen. Und da sehe ich nun wirklich keinen Bedarf an irgendwelchen Beglückungen mit Systemen, die letztlich nur umständlich und teuer das zu ersetzen suchen, was einfach und preiswert auch schon vorher mit einfachen Wasserwechseln erreicht wurde.
    Mir könnte ja egal sein, wenn die Leute ihr Geld zum Fenster hinauswerfen, aber mir tun dann die Unerfahrenen Leid, die in den Foren plötzlich über zu niedrige Werte von Mangan oder zu hohe von Barium klagen, weil sie statt einfacher Wasserwechsel lieber mit Dauertests und dem Chemiebaukasten agieren.
    Wohl verstanden, ich argumentiere nicht gegen sinnvolle Wasseranalysen, wenn tatsächlich eine Problemquelle identifiziert werden soll. Aber hier geht es in der Diskussion vor allem um eine konkrete Geschäftsidee, die primär den einfachen Wasserwechsel durch ständige Nutzung ihrer Analysen und fragwürdige Nachdosierungsempfehlungen zu ersetzen sucht. Was soll dies? Welche positiven Veränderungen gibt es dadurch? Wie werden komplexe, möglicherweise schädliche organische Verbindungen ausgetragen? Wie identifiziert man diese, wenn nur Elemente analysiert werden?
    Hierzu melden sich dann auch immer ganz beharrlich irgendwelche Jünger, die überschwänglich angebliche Erfolge preisen, nur habe ich diese nirgends realistisch nachverfolgen können. Welche Korallen oder andere Tiere wurden dadurch haltbar, die es vorher nicht waren? Was sind die konkret messbaren Fortschritte? Man hört immer nur allgemeine Pauschalitäten wie "ich kenne jemand bei dem es jetzt keine Probleme mehr gibt oder bei dem es jetzt besser läuft". Warum und weshalb? Meist Fehlanzeige.
    Weit größer ist aber offensichtlich die Zahl derjenigen, die sich total verunsichert präsentieren und mit ihren Klageliedern die Foren füllen. Da kommen dann auf der Bais rein quantitativer Messungen Aussagen zu roten Ampeln bei irgendwelchen Spurenelementen, deren biologische Wirkung, Größenordnungen oder Funktionen in Verbindungen noch gar nicht bekannt sind und hier auch keinesfalls weiter identifiziert werden.

    Um es deutlich zu machen, ich bin keinesfalls gegen Neuerungen und Weiterentwicklungen. Gerade meine Generation war es wohl, die aufgrund ihrer Offenheit und Experimentierfreude den Weg zur heute erfolgreichen Pflege von Korallen und Co. erarbeitet hat. Dies erfolgte gerade nicht nach dem Grundsatz das haben wir schon immer so gemacht! Inzwischen habe ich aber auch gelernt, dass man nicht immer über jedes Stöckchen springen muss, dass einem hingehalten wird. Und wenn jemand irgendwelche unbekannten Leute kennt, die irgendwelche imaginären Probleme hatten und dies als Beleg anführt, nun, ich kenne in meiner langen Zeit wohl hunderte Leute, die auch einmal Probleme hatten, die dann ganz einfach und herkömmlich gelöst wurden (so z.B. in dem man sein Aquarium und Gerätschaften mit salzwasserverträglichen Materialien ausrüstet und gelegentlich seine Geräte und Pumpen auf Schäden überprüft oder einfach das Wasser wechselt) .

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    nun bleibt lieber beim Thema und fallt nicht alle über Torsten wegen des Kalkwassers her. So problematisch ist dies bei größerem Wasservolumen wirklich nicht! Meinem Becken (Haupbecken + Megarefugium mit zusammen 1400 - 1500 l) wird auch automatisch Kalkwasser über einen Niveauausgleich zugeführt, und jahrelange Erfahrungswerte ersetzen da auch ständige Nachmessungen. Bei einem großen Wasservolumen führen die Mengen Kalkwasser für den Verdunstungsausgleich nämlich zu kaum messbaren pH-Veränderungen, und die Entwicklung des Calciumverbrauchs bewegen sich auch in klaren Größenordnungen. Da reicht es, wenn man in großen Zeitabständen nachkontrolliert.
    Also bitte langjährige Erfahrungswerte akzeptieren, auch wenn diese natürlich nicht auf Jedermann übertragbar sind.

    Gruß

    Bernd

    Ps. Lötstellen über Aquarienlampen oder defekte Motoren sind auch kein Standardgrund über manche Laboranalysen zu schwärmen. Diese Probleme sind wohl nicht die Regel. Wenn sich irgendwo Probleme zeigen, dann kann man natürlich darüber nachdenken.

    Hallo Armin,

    Deine Bewertung, dass hier Vorbehalte nach dem Motto bestehen "was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht; früher war alles besser, ich habe schon immer ..." greift mir etwas zu kurz. Die von Dir aufgezeigten Vorteile bei der zuverlässigen Analyse der wichtigsten Parameter stellt niemand infrage. Aber wer ein bisschen informiert ist, ausreichend Erfahrungen hat und die Entwicklung der Meeresaquaristik lange genug beobachtet, der wird hier wohl nicht nur aus Unwissenheit, sondern auch aufgrund sachlicher Überlegungen kritische Kommentare schreiben.
    Daher würde ich auch nicht alle Anbieter von Laboranalysen in eine Topf werden. Es gibt sinnvolle Angebote und eben solche, die eher fragwürdig sind. Dass man letztere kritisch beleuchtet, ist Bestandteil einer zielführenden Fachdiskussion. Eine Reihe von entsprechenden Gegenargumenten hast Du ja auch selbst dargelegt.

    Deine Eingangsbemerkungen wirken daher auf mich ein bisschen abwertend gegenüber denjenigen, die hier Vorbehalte äußern, wenn etwas eher nach Geschäftemacherei riecht.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Armin,

    ich habe aber von Spurenelementen geschrieben! Die Messung von Hauptelementen und Nährstoffen ist ja unstrittig, nur bedarf es da wohl für den Normalfall nicht unbedingt einer Analyse von Triton (zumal es da auch schon Differenzen gab und laienhafte Probenentnahmen - z.B. Bei Phosphat - auch zu ungenauen Ergebnissen führen können).
    Aber wo siehst Du die Relevanz für den Aquarianer bei Ti, Pb, Cu, Al, As, Sb, Se, Sn, Hg, Mo, Li, Ni, V usw.?

    Gruß

    Bernd

    Hallo Thomas,

    aus dem Reefs Magazine Artikel ergibt sich, dass mit der ICP-OES von Triton Al, B, Ba, Br, Ca, K, Li, Mg, Na, S, und Sr sehr genau gemessen wurden.
    Von diesen Elementen kann konventionell nur Ca und Mg ausreichend genau und K halbwegs genau bestimmt werden.
    Der Phosphatwert kommt ebenfalls ganz gut hin, allerdings nicht besser als bei eine guten Photometermessung.

    Leider wurde Nitrat nicht berücksichtigt, aber das wird auch mit anderen Methoden (HPLC oder IC) bestimmt.

    Dass aber ausgerechnet Iod relativ weit daneben liegt, ist allerdings ärgerlich.


    Hallo Armin,

    schön und gut, aber wo siehst Du die aquaristische Relevanz? Die Ergebnisse - zuverlässig oder nicht - sind eine Momentaufnahme, sagen nichts über die Bioverfügbarkeit, ob die Proben richtig genommen werden ist unsicher, ebenso die Wirkung, Notwendigkeit und Grenzwerte mancher gemessener Spurenlemente. Einige "Warnampeln" und Dosierungsempfehlungen würde ich mit einem ganz dicken Fragezeichen versehen. Also wem nützt es ( abgesehen vom Anbieter)?

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    Jens und Torsten sprechen mir da aus der Seele. Es kann durchaus auch Sinn machen, die wichtigsten Werte wie Stickstoff, Phosphat, Calcium und Magnesium, vielleicht auch noch Kalium und Strontium gelegentlich einmal professionell analysieren zu lassen, schon um auch die eigene Messerei einmal abzugleichen. Aber bei den echten Spurenelementen ist es wirklich Unsinn, denn neben den breiten Fehlerquellen bei der Probenahme und Analyse gibt es ja auch erhebliche Unklarheiten zu biologischen Relevanz und Grenzwerten. Auch kann jede Probe gerade bei Spurenelementen nur ein Augenblicksbild geben, denn aufgrund der minimalsten Mengen sind auch ständige Veränderungen möglich.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    mein knapp 500l-Riffbecken im Wohnzimmer ist auch mit einem sehr großen 1000 l Technikbecken/ Algenrefugium in einem anderen Raum in einem ständigen Wasserkreislauf verbunden. Dies hat sich seit mehreren Jahrzehnten bestens bewährt. Das große Wasservolumen und der dichte Algenwuchs halten alles stabil. Alle (lauten) technischen Geräte sind im Technikbecken leicht zugänglich. Dort erfolgen auch alle Zugaben und Wasserwechsel. Dadurch kommt es auch immer nur zu einem langsamen Ausgleich.
    Das Technikbecken ist mit Ausnahme der Frontscheibe gemauert. Es ist stets abgedeckt, also wenig Verdunstung. Zur Beleuchtung verwende ich nur Feuchtraumlichtleisten aus dem Baumarkt. Dies reicht für die Algen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Hannes,

    dies sieht eben für mich für einen Besatz von Dinoflagellaten auf Kieselalgen aus. Lass Dein Wasser einmal auf Silikat testen, dann weißt Du ob die Osmoseanlage mit Nachfilterung noch richtig funktioniert.

    Wenn weniger Silikat eingetragen und alles weiter regelmäßig gestört wird, werden auch vermutlich vorhandene Dinoflagellaten so reduziert, dass es zu keiner Plage kommt. In begrenzten Maßen sind sie natürlich immer vorhanden, dann aber auch kein Problem. Ein verstärktes Aufkommen von Kieselalgen kann aber ( muss natürlich nicht immer) zum Nährboden für eine starke Vermehrung von Dinoflagellaten werden.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Hannes,

    versuche an einer besonders dicht befallenen Stelle ein bisschen Belag mit so wenig wie möglich Sand zu entnehmen, 1 cm2 reicht. Oft haben sich an den stark befallenen Stellen schon ganz kleine schleimige Aggregatteilchen gebildet. Dann die entnommene Probe in ganz wenig Wasser geben, damit sich der Sandrest absetzt und mit einer Pinsette (bei zusammenhängenden Belagteilen) oder eine Pipette (bei losem Material) versuchen, direkt Teilchen auf den Objektträger des Mikroskops zu bekommen.

    Falls tatsächlich nur vereinzelte Dinoflagellaten vorhanden sind, wäre dies kein Problem. Dann würde ich die befallenen Sandbereiche mehrmals täglich mit einem kleinen Stab o.ä. umrühren. Dies hilft recht gut gegen deren Festsetzung.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    vielleicht habe ich mich etwas unklar ausgedrückt. Auf den Mikroskop-Fotos sind sicher Kieselalgen, aber es handelt sich vermutlich nur um eine Probe aus einem Befallsabschnitt. Wenn auch auf Fotos schwer interpretierbar, so sehe ich auf Bild 3 doch recht unterschiedliche Befallskonzentrationen. Diese deuten oftmals auf beginnende Dinoflagellatenausbreitungen hin (reiner Kieselagenbefall erscheint meist gleichmäßiger und nicht morgens schwächer als abends). Auch stellen Kieselalgen eine Nahrungsquelle für viele Dinoflagellaten dar.

    Daher bin ich mir nicht sicher, dass es sich nur um einen Kieselalgenbefall handelt und würde, vor allem mit Proben aus besonders konzentrierten Bereichen, weiter mikroskopieren.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    dass sich Cyanobakterien an der Riffkeramik etc. aufgrund hoher Nährstoffwerte - die im Wasser nicht nachweisbar waren - stark vermehrt haben, glaube ich weniger. Aber egal warum, meist hift es, wenn man diese konstant mechanisch bekämpft. Dazu die Cyanobeläge so gut es geht mit einem weichen Pinsel von den Siedlungsflächen ablösen und die gelösten Fetzen mit einem Netz abfischen oder absaugen und über Watte filtern.
    Sie müssen nicht total entfernt werden (was ohnehin nicht gelingt). Allein die Zerstörung der Beläge wirkt nach einiger Zeit - also bis zum völligen Verschwinden am Ball bleiben! Mit dieser Maßnahme wird u.a. verhindert, dass die Cyanos durch die Abgabe von Hemmstoffen dauerhaft konkurrierende Mikroorganismen an der Ansiedlung hindern können. Vermutlich werden dadurch auch die komplexen Wechselwirkungen in den Aggregaten, die die Beläge meist darstellen, gestört.
    Viele Aquarianer hatten in letzter Zeit auch gute Erfolge, wenn zusätzlich Erdaufgüsse verabreicht wurden.

    Gruß

    Bernd