Beiträge von Bernd Koberstaedt

    Hallo,

    das Cyanobakterien oder diverse Dinoflagellaten (die oft fälschlich zu den Algen gezählte werden) eine ganze Reihe Toxine abgeben können, ist nun wirklich keine Neuigkeit!!! Dass deren Auftreten vom zu kleinen Wasservolumen im Verhältnis zur Menge der Dekoration gefördert werden soll, halte ich für baren Unsinn. Derartige Probleme treten auch im Meer mit seinem unbegrenzten Volumen auf (Red Tide). Genau das Gegenteil zu der fragwürdigen Theorie kann man bei mir besichtigen!

    Mein stark zugewachsenens Riffaquarium (knapp 500 l) steht im ständigen Wasserkreislauf mit meinem großen FilterbecKen/ Algenrefugium (1000 l ohne jede Deko). Dort habe ich seit einiger Zeit massiv Cyanobakterien, zuvor Fadenalgen). Das seit vielen Jahren unverändert laufende Riffaquarium ist davon nicht im geringsten betroffen, obwohl ich die Cyanos ständig mechanisch bekämpfe und viele Teilchen davon mit dem Kreislauf ins Becken kommen dürften.

    Im alten Riffbecken stimmt offensichtlich die angeblich unwichtige Beckenbiologie, die mit dem Problem fertig wird, im Filterbecken, welches ich vor einem Jahr wegen eines Schadens erneuern musste, scheinbar nicht. Ich werde dort daher demnächst mit ein paar lebenden Steinen aufrüsten müssen.

    Besucher sind willkommen und können sich das selbst ansehen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Klaus,

    Hans-Werner hat es mit seinem Beitrag genau auf den entscheidenden Punkt gebracht. Auch er geht davon aus, dass die Nährstoffverhältnisse in minimaldekorierten Becken eher weniger stabil sind! Inzwischen scheinst du dies im Gegensatz zu deinen bisherigen Beiträgen auch zu akzeptieren, da du einräumst: "Das kann sein, obwohl das noch zu beweisen ist." Die Beweisfrage würde für deine bisherige gegensätzlich Theorie natürlich noch weit mehr gelten.
    Wichtig erscheinen mir auch die Aussagen zur Überbewertung von Mulm. Da decken sich meine Erfahrungen mit denen von Hans-Werner und Joe.

    Was die krassen Negativbeispiele betrifft, besteht sicher kein Dissens.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Klaus,

    ich weiß nicht, ob ich mich so unklar ausdrücke oder ob du nicht richtig realisierts (realisieren willst), was andere Leute schreiben. Vielleicht solltest du meinen Beitrag Nr. 16 nochmals richtig lesen (dem übrigens auch ein "echter Profi" im folgenden Beitrag voll zugestimmt hat).

    Ich stemme mich nicht wie du mir unbedingt unterstellen möchtest gegen einen "Trend" (der allerdings in anderen Foren nicht so hochgejubelt wird und über den andere Profis nur die Schultern zucken), der mir persönlich auch recht egal ist und dem ich sogar positive Einzelaspekte abgewinnen kann (auch da empfehle ich ein nochmaliges richtiges Lesen), sondern gegen deine - in meinen Augen nicht ganz ungefährlichen - möglicherweise falschen Korrelationen, die du allerdings mit einer schon sehr seltsamen Darstellungsweise unbedingt als Fakt darstellen möchtest.

    Wir sind uns vielleicht einig, dass Probleme beim Einfahren von Meerwasseraquarien mit der Masse verwendeten toten Siedlungsmaterials zusammenhängen können. Primärbesiedler wie Cyanobakterien, aber auch Fadenalgen oder Kieselagen aufgrund zu hoher Silicatkonzentrationen (eventuell auch noch Dinoflagellaten, die sich von ihnen ernähren) werden durch diese freien Siedlungsräume begünstigt. Meist versuchen Einsteiger mit solcher Deko gleich ihre Traumwelt zu gestalten. Vorsichtig werden dann nur noch ein paar wenige Korallenableger eingesetzt und bald geht es los mit den Problemen. Dieses Missverhältnis entfällt natürlich bei einem minimalistisch eingerichtetem Becken weit eher, deshalb auch oft ein guter Start.
    Was aber wahre Profis inzwischen auch erkannt haben, ist der Umstand, dass sofort mit vielen Korallen besetzte Becken ebenso problemloser anlaufen, auch wenn darin mehr Dekomaterial eingebracht wurde und ganz besonders dann, wenn diese Dekomaterial keinen freien Siedlungsraum darstellt (Lebendgestein). So wurde auch das neue Karlsruher Riesenriff gestaltet (auch von "echten Profis !).
    Es ist daher nicht die von dir so sehr propagierte Minimalistik, sondern das Missverhältnis zwischen freiem Siedlungsraum und Korallenbesatz, der Anfangsprobleme bereiten kann.

    Diese feine Unterschied ist aber nur die eine Hälfte der Problematik. Wer ein bisschen von der Biologie versteht, der weiß, dass autotrophe Organismen für den Aufbau ihrer organischen Substanz Nährstoffe benötigen. Neben den Phosphaten sind dies vor allem die Stickstoffverbindungen. Diese werden von den Fischen und Wirbellosen vor allem als Überreste ihres Stoffwechsels eingebracht und unterliegen dann dem bakteriellen Um- und Abbau. In einem gut laufenden, stabilen Aquarium entsteht ein Gleichgewicht zwischen Nährstoffeintrag, Austrag durch Abschäumung etc. und Verbrauch durch die Korallen.
    Für die hierfür nötigen Prozessse der Nitrifikation usw. bedarf es der entsprechenden Bakterien und - da diese nicht frei im Wasser leben - geeigneten Siedlungssubstrates. Viele der von dir gezeigten minimalisten Becken besitzen aber keinen oder nur wenig Bodengrund und nur wenig als Siedlungsraum geeignetes Steinmaterial, dafür aber einen tüchtigen Fischbesatz. Daher die wohl berechtigte Frage, wie geht es auf Dauer mit diesen Aquarien weiter?

    Deine pauschale Gleichung minimale Einrichtung = größere Beckenstabilität scheint mir unter diesen biologischen Gegebenheiten fragwürdig, beruht auch nicht auf breiten langzeitigen Erfahrungen und ist nach meiner Auffassung eine nicht ganz zu Ende gedachte, möglicherweise zu sorglose Spekulation.
    Dies sehen neben mir eben auch ein paar andere Leute vom Fach, darum geht es mir und nicht um irgendwelche belanglosen Geschmacksfragen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    also langsam kommt es hier bei einigen Leuten zu einer totalen Überhöhung! Nach ästhetischen Gesichtspunkten gestaltete Aquarien gab es schon lange, lange bevor man hier meinte, man müsse mit dem Begriff Aquascaping eine neue Aquarienphilosophie und Beckenheilkunde (wider mancher biologischen Gegebenheiten) einführen.
    In der Süßwasseraquaristik waren solche Aquariengestaltungen schon lange unter dem Begriff "Holländische Aquarien" bekannt. Abgeleitet hatte sich die Idee einer Landschaftsgestaltung Unterwasser aus der ostasiatischen Gartenkultur, die auch die Bonsais hervorgebracht hat. Ziel ist es da tatsächlich, mit minimalistischen Mitteln die Atmosphäre einer Landschaft nachzuvollziehen.

    Mit ästhetischen Gestaltungsüberlegungen hat aber die Gesundheit und Stabilität eines Aquariums absolut nichts zu tun, auch wenn dies hier immer wieder suggeriert wird und einige Leute meinen dies ungeprüft übernehmen zu müssen. Ständige Wiederholungen unbelegter Thesen machen diese noch lange nicht überzeugender! Wer hat denn schon einen gesamten Überblick, welche Becken im ganzen Land am besten laufen? Irgendwelche Internetpräsentationen, deren Gesamtumstände niemand kennt, begründen doch keine ernst zu nehmende Situationsanalyse!
    Ich kenne allein hier in Karlsruhe und Umgebung persönlich eine große Zahl wunderschöner herkömmlicher Riffbecken, die seit vielen Jahren hervorragend laufen, von renommierten Einrichtungen wie die Aquarien in der Stuttgarter Wilhelma, dem Frankfurter Zoo oder der Badischen Landessammlung für Naturkunde in Karlsruhe (auf die Neueröffnung Deutschlands größten Riffaquariums habe ich schon hingewiesen) ganz abgesehen.

    Es gibt, wie auch hier nun schon zigmal auch von anderen kompetenten Leuten geschrieben wurde, aber immer wieder einfach übergangen wird, in allen Bereichen erfolgreiche, aber eben auch weniger gut laufende Aquarien. Dies hängt nicht von der Form der Einrichtung ab, sondern vom Fachwissen und der Pflege seiner Betreiber!

    Die einen mögen eine minimalistische Gestaltung bevorzugen und können vielleicht durchaus optisch sehr ansprechende Becken gestalten (bei den immer wieder geposteten Beispielen waren bisher leider nur sehr wenig überzeugende Aquarien aus echtem Langzeitbetrieb), wobei man dann aber manche Ansprüche hinsichtlich der Fischhaltung infrage stellen muss, anderen Leuten geht es dagegen um die Gestaltung eines Lebensraumes mit einer Orientierung an natürlichen Gegebenheiten und Lebensansprüchen der Pfleglinge. Dies sind aber verschiedene Ansätze, die beide ihre Berechtigung haben.

    Ob ein Aquarium höheren ästhetischen Ansprüchen gerecht wird, hängt für mich aber bei weitem nicht nur von Fragen seiner Einrichtungsgestaltung ab. Deutlich sichtbare Strömungspumpen, manch hässliche Beckenbeleuchtung oder eine Laboratmosphäre sprechen nicht unbedingt dafür. Häufig passen auch noch so schöne Becken nicht zur Raumeinrichtung oder erschlagen diese. Da nützt dann die ganze Beckenästhetik nichts, wenn sie das gesamtbild stört.

    Man sollte allerdings die Toleranz besitzen, jedem seinen Weg zu lassen! Ich finde es nicht in Ordnung, wenn man ständig versucht, mit abwertenden Begriffen wie "Deko mit dem Schukarren" oder "Becken im Stil Kaimauer" etc. andere Ansichten oder Grundüberlegungen madig zu machen, gestellte Fotomontagen von US-Becken irgendwelchen vernachlässigten Katastrophenaquarien gegenüberstellt oder mit fragwürdigen Behauptungen versucht, seiner Ansicht Überzeugungskraft zu verleihen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    ob dies ein "Trend" wird, bleibt abzuwarten. Ich glaube, dass es bei eher weniger Aquarianern bleibt, die ihr Becken als Kunstobjekt sehen. Den meisten werden wohl die Tiere und ihre Lebensansprüche im Vordergrund stehen.
    Neben den Problemen für Fische - bei manchen schon gezeigten Aquascaping-Becken bekommt man in dieser Hinsicht schon das Grausen - dürfte das Wachstum der Korallen auf Dauer Schwierigkeiten bereiten. Die kunstvollen Gestaltungen verändern sich recht schnell und damit das erzielte Bild. Auch die Statik der Gebilde ändert sich dadurch. Ständige Eingriffe ins System werden da unumgänglich sein.

    Trotzdem kann man dies alles auch als Anregung sehen, die Einrichtungsmöglichkeiten etwas zu überdenken. Becken voller totem Dekomaterial, die den lebenden Korallen kaum Platz lassen, sind auch nicht das gelbe vom Ei.

    Sehr in Frage stelle ich allerdings die These von Klaus, dass minimalistisch eingerichtete Becken stabiler laufen würden. Das sind in meinen Augen reine Spekulationen, denn hierzu gibt es nur begrenzte Erfahrungswerte.
    Einzelne Beispiele gezielt heraus zu picken, lässt für mich noch keine empirischen Rückschlüsse zu. Neu eingerichtete Aquarien sind kein Nachweis dafür, dass sie so auf Dauer Bestand haben. Ich kenne aber eine große Zahl traumhafter herkömmlicher Aquarien, die schon zig Jahre laufen und stabil auch manche Probleme verkraften können.
    Nebenbei bemerkt, hier in Karlsruhe wird in wenigen Tagen das größte Riffaquarium von Deutschland mit 240 000 l Wasserinhalt eröffnet. Auch da setzt man - und die Betreiber sind nun wirklich alterfahrene Spezialisten - auch auf lebende Steine. Armin Glaser ist da m.W. auch mit involviert.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Torben,

    der aktive Mikrokosmos, der die Beckenbiologie in unseren Becken bildet, besteht eben nicht nur aus ein paar Bakterien. Die könnte man auch aus der Bakterienampulle ins Aquarium bringen. Ich kenne einige Händler, die seit Jahren Lebendgestein in bester Qualität anbieten und derartige Aussagen nicht teilen. Aber da scheiden sich halt die Geister und jeder muss selbst entscheiden was ihn überzeugt. Man kann hier nur seine Erfahrungen weitergeben.

    Hallo Klaus,

    die Art der Beckengestaltung hängt ja nicht vom verwendeten Material ab. Gerade im Stil Aquascaping kann man auch einzelne Lebendsteine als Basis verwenden. Dass die lebenden Korallen dann die eigentliche Gestaltung übernehmen können - meist weit schöner als Kitschlandschaften aus Dekomaterial -, da sind wir sicher auf einer Linie.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Bernd,

    woher kommt den dein Wissen?


    Hast du ein Becken schon mal nach einer Methode ohne Lebende Steine eingefahren?
    Was denkst du wie lange ein Becken stehen muß um zu erkennen das es auch anders geht?

    Gruß Klaus

    Hallo Klaus,

    mein Wissen kommt aus 45 Jahren Pflege von Meerwasserbecken.

    Ja, ich habe schon viele Becken ohne lebende Steine eingefahren, vor allem weil die früher noch gar nicht zu bekommen waren.

    Natürlich kann es auch anders gehen, nur sind da Probleme eben viel häufiger. Einen zeitlichen Rahmen kann man da nicht nennen, denn die individuellen Verhältnisse sind immer verschieden.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    ich sehe es genau wie Hajo. Wie soll sich denn eine gesunde Beckenbiologie entwickeln, wenn man das Aquarium nur mit totem Dekomaterial einrichtet? Ein kleiner lebender Stein im Technikbecken kann nicht viel bringen. Die hier von Torben geschriebene angebliche Ansicht von Jörg Kokott, wonach man bei frisch importierten Korallen auf Ablegersteinen keine lebenden Steine notwendig wären, beruht wohl auf einer falschen Interpretation. Ablegersteine sind auch totes, in diesem Sinn nutzloses Material! Nur wenn Korallen auf natürlichem Riffgestein sitzen, könnte dies - aber auch nur eingeschränkt - die Funktion von Lebendgestein erfüllen.
    Dass Detritus von der Strömung entfernt wird, ist auch unrealistisch. Wohin sollte es ohne Filterung gelangen? Detritus ist ein Zerfallsprodukt auf der Grundlage mikrobiologischer Abbauprozesse. Dass dieses aus abgestorbenem organischen Material erst entsteht, bedarf es einer aktiven Kleinstlebewelt. Richtig abgebaut, ist es im Becken nicht schädlich.

    Die von Klaus immer wieder gezeigten Fotos blitzblanker amerikanischer Becken stellen meist allenfalls Augenblicksaufnahmen da, die offensichtlich für Fotozwecke dekoriert wurden; sicher aber keine bereits längere Zeit laufende Aquarien. Das sieht man (Bild 1) schon an den eng umgrenzten Ablegersteinen, bei denen noch keinerlei Korallengewebe auf das Dekosubstrat übergegangen ist.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Linda,

    ich bin ein sehr überzeugter Anhänger der ganzheitlichen Sicht auf die Beckenbiologie, aber ob alle die vom Handel kreierten Produkte tatsächlich Sinn machen, stelle ich nachhaltig in Frage. Ein derartiger Bodengrund macht vielleicht Sinn, wenn man Pflanzen pflegen möchte, die mit ihren Wurzeln Nährstoffe aus dem Boden entnehmen, also z.B. Seegräser. Die im Algenrefugium normalerweise gepflegten Algen gehören, wie du auch angemerkt hast, nicht dazu.
    Der Sinn eines Algenrefugiums ist ja ( neben einer eventuellen Abgabe positiv wirkender Substanzen durch die Algen) gerade der Entzug von gelösten Nährstoffen aus dem Wasser. Der Algenwuchs pendelt sich bei einem gut funktionierendem System auf das Nährstoffangebot ein. Weshalb sollte man zusätzliche Nährstoffe in das System einbringen, die man doch gerade entfernen möchte?

    Was das Einbringen von lebenden Mikroorganismen durch den Schlamm betrifft, habe ich unter Berücksichtigung von Transport und Lagerung doch deutliche Zweifel. Dies wurde in den Foren auch schon hinsichtlich lebenden Sandes diskutiert. Ein paar gute lebende Steine bringen da sicher unvergleichlich mehr.
    Welche (zusätzlich nötigen ?) Vitamine - wie vom Vertreiber propagiert - sollen im Schlamm enthalten sein? Die Algen im Refugium benötigen keine externen Vitamine; sie stellen sie ja selbst her!

    Ich halte dies daher wieder einmal eher für einen Verkaufsgag.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Stefan,

    ich hatte ihn vor ein paar Jahren, hat aber nicht lange gehalten (rostanfällig und Ventilatoren nach und nach ausgefallen). Nun habe ich mir einen Lüfter ganz einfach selbst gebaut: 2 Axiallüfter 12 V wasserfest (Voelkner je 21.59 Euro) plus Netzgerät Goodbay einstellbar 3V - 12V (5,89 Euro), Lüfter auf passende, mit Stichsäge ausgesägte Plexiglasscheibe geschraubt.
    Die Lüfter sind sehr leise und funktionieren seit ein paar Jahren perfekt.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Rene,

    ich habe nahezu meinen gesamten Riffaufbau über einer Höhle gestaltet. Damit nichts verrutscht und Teilbereiche problemlos verändert werden können, besteht das tragende - unsichtbare! - Grundgerüst aus einer Plexiglaskonstruktion. Die senkrechten Träger sind von passendem Lebendgestein verdeckt (wenige kleinere Stücke) und die flachen Auflagen (inzwischen auch unsichtbar) mit verklebtem Sand (mit Epoxydharz) beschichtet. Darauf liegen dann nur noch kleine Lebendsteine für unterschiedliche Höhenstrukturen und alle Korallen.
    Versteckt in dieser Konstruktion befinden sich auch die Strömungspumpen und die Heizung. Man kann an diese heran, ohne die ganze Deko umkrempeln zu müssen.

    Der Höhlenbereich - inzwischen kaum noch einsehbar - wird von den Fischen gern als Rückzugsraum angenommen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Simon,

    dies wird dir niemand genau sagen können. Bei mir hatte es bei gleicher Sachlage einige Korallen nach längerer Zeit doch erwischt. Darunter auch eine relativ robuste Seriatopora calliendrum, während andere, z.B. einige Acroporas und Pocilloporas, sich regeneriert hatten.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Rene,

    "unterschiedliche Informationen" habe ich da aber kaum gelesen! Ich sehe hier niemand, der deine Pläne für gut befunden hat. Und da du viele Fakten wie etwa die Größenangaben - und die sind nach meinen Quellen vom Meerwasserlexikon bis zur mir vorliegenden Fachliteratur nahezu identisch - immer wieder infrage stellst, entsteht halt so ein Eindruck. Wer Fragen stellt bekommt Antworten, auch wenn die manchmal nicht ins Konzept passen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Rene,

    ich habe den deutlichen Eindruck, dass du unbedingt eine Zustimmung als Alibi für deinen Wunsch suchst. Mit etwas Nachdenken solltest du selbst erkennen, dass dies mit Becken deiner offensichtlich begrenzten Größenvorstellungen nicht geht!
    Ich gehöre ganz bestimmt nicht zu der Fraktion, die immer nur Riesenbecken fordert, aber Empfehlungen von 500 - 700 l für einen Rotfeuerfisch sind einfach Unfug; ganz besonders in einem Würfelbecken.
    Ein Würfel mit 90 cm hat -randvoll gefüllt - gerade einmal 729 l Volumen, wobei die unsinnige Höhe von 90 cm ( wie willst du dann die zur Übernahme geplanten Korallen beleuchten???) dem Fisch als Schwimmraum gar nichts bringt.
    Es gibt durchaus einige Fischarten, die ihr Wachstum - allerdings nur in einem beschränkten Maß - ihren Umweltverhältnissen anpassen. Der Rotfeuerfisch gehört nicht dazu; im Gegenteil, er wächst recht schnell zu seiner Größe heran. Die Angaben 38 cm sind durchaus realistisch, 90 x 90 cm Grundfläche entspräche hier eher der Haltung in einem Goldfischglas.

    Den Besatz eines Aquariums muss man schon an den gegebenen Größenverhältnissen anpassen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    auch auf gemörteltem oder mit Harz gebundenem Boden wird feiner Sand immer wieder weggespült werden. Die dann freien toten Stellen sind der ideale Siedlungsraum für Cyanobakterien, da sich andere Mikroorganismen hier nur schwer ansiedeln können. Statt feinen Sand mit seinen oftmals problematischen anaeroben Bereichen verwende ich feinen Korallenkies. Da wird nichts weggewirbelt und entstehen biologisch aktive Zonen mit reichem Bodenleben. Diesen Bodengrund habe ich jetzt fast 15 Jahre ohne jegliche Probleme im Becken. Wenn er nicht mehr richtig weiß ist, rühre ich ihn einfach leicht um. Dann sieht er wieder wie neu aus.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Robin,

    wenn deine Korallen lange Zeit in einem "schlecht gepflegten" Becken gewachsen sind, haben sie sich an die dortigen, vermutlich hohen Nährstoffwerte gewöhnt. Nun mussten sie mehrere Phosphatschwankungen und sonstige schnelle Veränderungen der Wasserwerte über sich ergehen lassen. Das haben sie mit größter Wahrscheinlichkeit übel genommen. Gerade sehr niedrige PO4-Konzentrationen mögen Caulastreas gar nicht, aber auch schnelle Anhebungen nicht. Auch "positive" Veränderungen können Probleme bereiten! Sie müssen ganz, ganz langsam erfolgen (über Wochen).
    Es sind die typischen Einsteigerfehler, dass man schnell alles umsetzen möchte, was theoretisch nicht im optimalen Bereich ist. Daher jetzt absolut Ruhe ins Becken bringen. Außer regelmäßige Wasserwechsel nichts verändern, nichts zugeben, auch keine Adsorber verwenden, aber jede Menge Geduld mitbringen. Die Wirkung aller Maßnahmen ist immer erst nach längerer Zeit (Wochen!) sichtbar. Behalte die derzeitigen Werte bei und senke sie erst nach 2 - 3 Monaten auf etwas niedrigere Nährstoffwerte (NO3 3 - 5 mg/l, PO4 0,07 - 01, mg/l) und die Alkalinität auf ca. KH 7. Orientiere dich an diesen Werten und nicht am pH-Wert. Der pendelt sich im Laufe der Zeit in den Bereichen zwischen 7,8 bis 8,1 ein, kann aber bei hohem CO2-Gehalt der Raumluft auch niedriger sein (kein Problem, nur mehr als 0,5 Einheiten sollte er täglich nicht schwanken).

    Die einzige Maßnahme wäre noch das reglmäßige Stören/Abpinseln der Cyanos (siehe hierhttp://http://www.gorgonien-lexikon.com/cyanobakterien2.html , ansonsten Ruhe und Geduld.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Matthias,

    die angebliche Notwendigkeit starker Strömungen bei der Korallenpflege ist ohnehin eine fragwürdige Sache, die sich allerdings als "Glaubenssatz" bei vielen Aquarianern verfestigt hat. Aufgekommen ist diese Ansicht vorallem durch die breiten Angebote und Werbeaussagen der Hersteller und Händler.
    Mein Becken wird seit langen Jahren mit nur schwacher Strömung betrieben und ist mit Korallen förmlich zugewuchert. Gleiches gilt für Anlagen eines mir bekannten Großzüchters.

    Aber sei es wie es sei, Cyanobakterien werden durch stärkere Strömung nicht bekämpft sondern gefördert ! Hierzu gibt es Untersuchungen der Universität Bremen. Näheres findest du auch in meinem Aufsatz zur Massenvermehrung von Cyanobakterien (http://www.gorgonien-lexikon.com/cyanobakterien2.html.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Rene,

    nach den Fotos zu urteilen (was man immer nur mit Vorbehalt machen Kann) sehen die Bodenbeläge sehr nach Cyanobakterien aus. Mit der Strömung hat dies ganz bestimmt nichts zu tun. Die Beläge sind ja noch im grenzwertigen Bereich. Ich empfehle das ständige manuelle Stören der Beläge (häufiges Abpinseln). Dadurch verhindert man, dass sich die Cyanos durch Abgabe von Hemmstoffen auf Dauer festsetzen und so die Ansiedlung konkurrierender Mikroorganismen behindern. Man braucht allerdings schon ordentlich Geduld. Zusätzlich sinnvoll ist auch das Einbringen von einigen wenigen frischen lebenden Steinen, oft helfen auch noch Erdaufgüsse; Bakterienpräparate bringen dagegen nichts.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    schnelle Veränderungen, vor allem bei der Phosphatkonzentration, aber auch bei der Beleuchtung nehmen viele Korallen übel. Das Ablösen des Gewebes von der Basis her ist da ganz typisch. Langsames umgewöhnen bedeutet nicht ein bis zwei Tage. Gerade bei den Nährstoffen sollte es sich über einige Wochen hinziehen!

    @Katharina: Die Zugabe verschiedener Präparate, seien es die Wurmmittel oder div. Phosphatsenker und deren unbekanntes Zusammenwirken dürfte die Hauptursache der Gewebeablösung sein. Die meisten Medikamente bekommen den Korallen überhaupt nicht. Auch wirken sie massiv auf die gesamte Beckenbiologie ein. Da sind derartige Probleme kein Wunder.
    Ich würde mich nur auf häufige Wasserwechsel beschränken, um wieder stabilere Verhältnisse zu schaffen. Lasst den "Chemiebaukasten" weg! Damit bekämpft man meist ein kleines Problem und schafft sich große.

    Und noch eine Anmerkung: Die Reduzierung der Beleuchtung zur Bekämpfung von Cyanobakterien ist absolut kontraproduktiv. Eine ganze Reihe Cyanoarten können auch Schwachlicht nutzen und haben dadurch gerade hier einen Konkurrenzvorteil!

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    ja, ich nehme häufig Einsiedlerkrebse und ähnliches von Reisen in die Tropen mit. Ich transportiere sie in Plastikflaschen (Cola o.Ä.) - mit ganz wenig Wasser und kleinen Stoffstückchen zum Festhalten - im Koffer (nicht im Handgepäck!). Temperaturprobleme oder Beanstandungen durch den Zoll gab es - trotz bisher zweimaliger Kontrollen - nicht. Die Krebse sind nicht vom WAA erfasst und auch sonstige Einschränkungen ( veterinärechtliche Bestimmungen) bestehen nicht.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Mirko,

    bei deinem alten Becken hat es an Korallenwuchs ja wirklich nicht gemangelt. Man fährt heute - mit Ausnahme einiger Korallenzüchter - nicht mehr mit einer unnatürlich hohen Alkalinität, weil dies den Korallenwuchs zu sehr puscht. Dies geht auf die Form und Struktur der Korallen. Sie werden dann meist sehr lang und dünn.

    Bewährt hat sich der Kalkreaktor ohne Zweifel. Da sind wir uns sicher einig.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Mirko,

    die Übersicht zur Einstellung kenne ich, nur sind die tatsächlich im Becken erzielten Werte auch von weiteren Faktoren abhängig, so z.B vom pH-Wert bzw. die CO2-Situation im Becken. Hiervon hängt es ab wieviel Calciumcarbonat wirklich in Lösung bleibt.
    Im Kalkreaktor werden aus Calciumcarbonat hauptsächlich Ca2- und HCO3-Ionen im gleichen Verhältnis gelöst. Das Verhältnis, in dem Calcium-und Carbonationen im Aqaurium verbraucht werden, ist dagegen nicht immer gleich. Dies ist auch abhängig von der Fütterung, dem Tierbesatz, Algen und der Umgebungsluft.
    Die von dir gepostete alte Übersicht entstand zu einer Zeit, als man noch mit übermäßig hoher Alkalinität gearbeitet hat. Um eine ausreichend hohe Calciumkonzentration zu erzielen, hat man auch einen hohen KH-Wert akzeptiert. Heute strebt man eine Alkalinität an, die dem natürlichen Wert (KH 6,5 - 7) entspricht.

    Gruß

    Bernd

    Nein, das klappt nach meinen Erfahrungen zumindest bei starken Verbrauchern nicht richtig. Wird entsprechend der Empfehlung bei zu niedrigem Ca und zu hohem KH der Durchfluss erhöht, steigt meist auch KH weiter an. In erster Linie dient der Kalkreaktor zur Erhöhung der Alkalinität, weshalb ich eben in Kombination noch Kalkwasser zuführe. Damit kann ich die Werte optimal stabil halten.

    Ich verwende kein Zeolith und auch keine anderen Füllmaterialien, kann daher dazu nichts sagen.

    Hallo Marc,

    wenn du nur einen Kalkreaktor betreibst, also kein Kalkwasser zusätzlich gibst, wirst du Calcium nachdosieren müssen. Dies hängt natürlich von den Verbrauchern ab. In manchen Becken muss auch Magnesium nachdosiert werden. Dies kann man auch mit dem Kalkreaktor machen ( mit Dolomit). Meist ist dies aber nicht nötig; oft wird dann sogar zu viel zugeführt.

    Manche Aquarianer geben außerdem Spurenelementmischungen zu (ich z.B.Color Elements von Fauna Marin), andere auch Jod und Strontium (ich nicht) oder - je nach Nährstoffsituation und Korallenbesatz - auch Korallenfutter.
    Viele beschränken sich aber auch nur auf den regelmäßigen Wasserwechsel.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Peter,


    schließlich ist das Thema Kalkreaktoren und Zusätze und da haben Antworten um div. Firmenphilosophie und deren Umsatz.- und Marktstrategien nichts zu suchen.

    du möchtest jetzt aber nicht andere Antworten zensieren? Der Themensteller hat in seinem Eingangsbeitrag den Kalkreaktor selbst in den direkten Bezug zu Triton gebracht!


    Bei mir ist es also rein ein wechsel von der CA, MG, KH bei deinen Triton ist es ja auch Kalium, Strontium, Bor und so oder? Auf jeden Fall musst du auf diese Werte auch acht geben.

    Nur weil ein geschäftstüchtiger Anbieter seine Gerätschaft ausnutzt und jetzt auch weniger relevante Spurenelemente misst, muss man sich noch lange nicht verrückt machen lassen und Unnützes überwachen. Bor zum Beispiel, dessen Funktion noch unklar ist, wird von den Meersalzmischungen geliefert und wird von den wenigsten erfolgreichen Aquarianern gemessen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    bezüglich der Methoden oder angebotenen Systeme teile ich Torsten´s Auffassungen. Dass derartige "Rundum-Versorgungen" immer mehr angeboten werden, hat absolut nichts mit Entwicklungsfortschritten der Meeresaquaristik zu tun. Die Chemie des Meerwassers hat sich nicht geändert. Auch Steinkorallen incl. SPS habe ich schon vor dem Jahr 2000 erfolgreich gepflegt.
    Geändert hat sich aber das Kundenverhalten. Immer mehr Aquarianer betreiben ihre Becken ohne sich mit den Kerngrundlagen der Wasserchemie ausreichend zu beschäftigen. Dafür bieten Hersteller und Handel nun immer mehr aufeinander abgestimmte Systeme für den Verbrauchsausgleich an. Relativ preisgünstige Grundsubstanzen werden dabei zu oft horrenden Preisen als Gesamtsystem verkauft. Dies ist sicher legitim, denn wo eine Nachfrage besteht wird es auch ein Angebot geben; oft nach dem Motto was besonders teuer ist muss auch besonders gut sein.

    Die Leute jammern dann über die hohen Kosten und suchen anderweitige Einsparmöglichkeiten. Mit allergrößter Skepsis sehe ich dabei die manchmal propagierten Einsparungen beim Wasserwechsel. Sicher kann man mit Analysen Verbrauchswerte ermitteln und entsprechend nachdosieren. Was aber dabei völlig übersehen wird ist die Austragsfunktion beim Wasserwechsel. Nicht alle möglicherweise problematischen organischen Verbindungen, die sich im Aquarium im Lauf der Zeit anreichern können, werden vom Abschäumer oder durch Filterungen zuverlässig entfernt. Die angebotenen, ebenfalls sehr teuren Analysen erfassen diese komplexen organischen Verbindungen so gut wie gar nicht. Ein Wasserwechsel ist insofern mit einem einfachen Reset vergleichbar.

    Wer also weiß was in seinem Becken tatsächlich vor sich geht, der weiß auch wie er zu vertretbaren Kosten damit umgehen kann.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Werner,

    nein, damit habe ich absolut keine Probleme. Ich verwende auch natürlichen Korallenkies im Kalkreaktor. Phosphatdepots können sich ja nur bilden, wenn man mehr Phosphat einbringt als wie von den Korallen verbraucht und beim Wasserwechsel ausgetragen wird. Mit einem angepassten, nicht überbesetzten Fischbestand und richtiger Fütterung kann man da schon viel erreichen. Außerdem betreibe ich ein großes Algenrefugium.

    Mit Kalkwasser trägt man ja kein Phosphat ins Becken ein. Es fällt nur im Beckenwasser gelöstes Phosphat kurzzeitig aus; das gebundene Phosphat wird aber schnell wieder freigegeben. An der Phosphatbilanz ändert sich dadurch überhaupt nichts. Man darf die Kalkwasserzugabe nicht mit der möglichen Freisetzung von Phosphat aus Korallenbruch im Kalkreaktor verwechseln.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Karlo,

    für das Kalkwasser habe ich mir auch eine Eigenkonstruktion gebaut. Über eine Niveauregulierung und eine einfache Zeitschaltuhr gesteuert wird Osmosewasser aus einem großen Behälter in einen weiteren, geschlossenen Behälter gepumpt. In diesem befindet sich Calciumhydroxid/Kalkwasser. Das Osmosewasser strömt ca. 10cm über den Boden/Kalkschlamm ein und läuft dann vom oberen Gefäßbereich in das Technikbecken (nahe des Kalkreaktoreinlaufes). Als Förderpumpe verwende ich eine kleine Eheim-Universalpumpe.
    Im Kalkwassergefäß - direkt im Kalkschlamm! - befindet sich eine Minitauchpume (http://www.amazon.de/gp/product/B00…7J5KPHE1S2QSCF9. Die rührt den Kalkschlamm (gesteuert mit einer einfachen Zeitschaltuhr) einmal täglich für einige Minuten um. Für diese Zeit und danach zum Absetzen ist die Niveauregulierung für 5 Stunden abgeschaltet. Das reicht zum Absetzen.

    Calciumhydroxid fülle ich einmal im Monat (3-4 Eßlöffel) einfach nach. Den Kalkschlamm entferne ich nur alle 6 Monate. Die ganze Sache funktioniert schon jahrelang reibungslos. Man braucht natürlich Platz für die ganze Installation. Mein Technikbecken mit allen Einrichtungen wie Abschäumer etc. steht in einem separaten Raum und ist im Kreislauf mit dem Aquarium im Wohnzimmer verbunden. Dadurch wird dieses geräuschlos betrieben.

    Natürlich kann man Kalkwasser auch manuell zugeben. Dies ist ja auch kein großer Aufwand. Man muss nur immer zuhause sein.

    Gruß

    Bernd