Beiträge von Bernd Koberstaedt

    Hallo Georg,

    die Phosphatkonzentration ist tatsächlich eindeutig zu hoch; eine Limitierung von Nährstoffen, die normalerweise zu Gewebeaufhellungen führt, kann man also ausschließen. Den Phosphatgehalt sollest du also unbedingt absenken (große Wasserwechsel, Adsorbereinsatz und angepasster Futtereintrag).
    Ansonsten sehe ich nur den sehr hohen Kaliumgehalt als relevant an. Über 420 mg/l sollte er keinesfalls liegen. Ob darauf deine Korallenprobleme zurückzuführen sind, bin ich mir allerdings nicht sicher. Die anderen erhöhten Konzentrationen wie Magnesium, Barium, Nickel usw. sehe ich als eher unproblematisch.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Nils,

    da du mit den 10.000 K Brennern und den Lumi LED bereits auch im grün-gelben und roten Spektralbereich (550 - 630 nm) gut mit abgedeckt hast, würde ich die Bereiche um 470 nm mit blauenbetonten T5 etwas verstärken. Entweder würde ich 4 x ATI Blue Plus oder 2 x Blue Plus und 2 x Coral Plus verwenden. Mit diesen Röhren hatte ich auch meine HQI-Beleuchtung ergänzt und sehr gute Erfahrungen - vor allem auch hinsichtlich der Leistungsstabilität - gemacht.

    Gruß

    Bernd

    Na, da hast du ja schon etwas gelernt. Und nun kaufst du dir am besten recht schnell ein gutes Fachbuch für Einsteiger, liest dies erst einmal gründlich durch und weißt dann, dass viele der dir hier gegebenen Ratschläge auch wichtig und umsetzenswert sind. Die Meerwasseraquaristik ist keine Sache, die man aus dem Stehgreif erfolgreich betreiben kann. Ohne Grundkenntsnisse macht man nur manche Verkäufer reich und verliert - meist zu Lasten der (manchmal auch zu ) teuer erworbenen Tiere - schnell die Lust.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Keno,

    im Meerwasser sind die Nährstoffe Phosphor und Stickstoff zwar sehr gering konzentriert, aber niemals limitiert. Eine Korallenpflege mit ganz geringen Nährstoffkonzentrationen solltest du zunächst wirklich erfahrenen Aquarianern überlassen, denn es ist immer ein Ritt auf des Messers Schneide. Phosphatadsorber und Zeolith solltes du daher in der Anfangsphase nicht verwenden. Dein Keniabäumchen oder andere später eingebrachte Korallen würden bei deinen Werten rasch degenerieren.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Georg,

    in den Foren habe ich allerdings schon mehrfach von Problemen mit den ATI Essentials gelesen. Vielleicht liegt dies generell an den Dosierproblemen. Pauschale Zugaben sind immer etwas problematisch, da die individuelle Situation bzw. der Verbrauch nie gleich ist. Wenn dir keine andere Veränderung bewusst ist, dürfte es daher kommen, denn von nichts kommt nichts.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Georg,

    mein Beitrag hat sich mit deinem mit der Laboranalyse überschnitten. Nach der Analyse sieht es tatsächlich nicht nach einer Limitierung der Nährstoffe aus; lediglich die Kaliumkonzentration ist recht hoch. Aber zum Zeitpunkt der Analyse im August war ja alles noch in Ordnung. Vieleicht zeigt eine neue Analyse doch Veränderungen.
    Hast du in den letzten Wochen irgendetwas verändert (Licht, Salzmischung, Zugaben, Futter, Besatz, Technik)? Oft erinnert man sich nur schwer an Kleinigkeiten.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Georg,

    bei zu hohen Nährstoffwerten werden Korallen eigentlich dunkler. Ich würde daher - wie schon empfohlen wurde - das Wasser in einem Labor untersuchen lassen. Die handelsüblichen Tests können durchaus fehlerhaft sein. Prüfst du sie mit einer Refernzlösung? Gibst du irgendwelche Spurenelementlösungen hinzu? Fütterst du die Korallen zusätzlich?

    Warte zunächst das Ergebnis einer Laboruntersuchung ab. Bei Mangel von Nährstoffen oder Elementen kannst du dann gezielt nachdosieren. Ich verwende Color Elements von Fauna Marin und habe damit gute Erfahrungen gemacht. Wie sieht deine Beleuchtung aus? Stimmen die Salinität und Alkalinität ?

    An einer zu hohen Temperatur allein dürfte es kaum liegen; es sei denn ein essentieller Nährstoff fehlt doch.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    die These mit dem Lithium als Mittel gegen Bryopsis geistert schon längere Zeit durch die Foren. Hier wurde es wohl zunächst durch den Triton-Support verbreitet. Man bezog sich dabei auf angebliche amerikanische Erfahrungen. Im reef2reef-Forum ist auch einmal ein angeblicher Erfolgsbericht erschienen, wonach das im Kent Tech Magnesium enthaltene Lithium Bryopsis beseitigt habe. Andere "Erfolgsberichte" bezüglich Lithium habe ich noch nirgends gelesen.

    Kent Tech M soll neben Magnesium jede Menge anderer Makro- und Spurenelemente enthalten: Calcium, Chlor, Chrom, Cäsium, Bor, Brom, Eisen, Fluor, Jod, Kalium, Kobalt, Kupfer, Lithium, Mangan, Molybdän, Nickel, Rubidium, Schwefel, Selen, Strontium, Zink, Vanadium und Wolfram.

    Es gibt in den Foren aber auch Berichte, wonach hohe Lithium-Konzentrationen im Aquarium überhaupt keine Wirkung gegen Bryopsis erbracht hätten. Eventuell beruht die Wirkung des Kent Tech M eher auf dem darin enthaltenen Magnesiumsulfat.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Robert,

    in den tropischen Riffgebieten herrschen mittags Lichtstärken, die man mit normaler Aquarienbeleuchtung gar nicht erreichen kann. Zuviel Licht wird es daher kaum geben, nur bei einem plötzlichen Wechsel sollte man die Stärke etwas langsam anpassen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Ewald,

    ich hatte mir im Lauf der Jahre mehrmals Bryopsis eingeschleppt, und die Nährstoffwerte (sowohl PO4 als auch NO3) lagen bei mir aufgrund meines riesigen Algenrefugiums immer nahe der Nachweisgrenze. Die großen Bestände von Caulerpa haben dabei leider auch nie als Konkurrenz gewirkt. Lediglich eine Ausbreitung in das Algenrefugium ist nicht erfolgt.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Alex,

    Fadenalgen treten auch bei sehr sauberem Wasser, vor allem aber bei starker Strömung auf. Alle Tipps zu den natürlichen Fressfeinden werden dir wohl nicht viel helfen, denn gerade die langen Algenfäden werden kaum gefressen. Allenfalls ein Seehase könnte aufräumen, aber das Problem liegt dann meist in der Anschlussversorgung. Einmal etabliert, sind die Algen nicht so schnell wegzubekommen. Das Magnesium hat mit Fadenalgen gar nichts zu tun!

    Ich würde mit einem großzügigen Wasserwechsel, angesetzt mit einem magnesiumarmen Salz, zunächst trotzdem den Wert etwas senken, danach die Wasserwechsel für einige Zeit aussetzen und mit der Kalkwassermethode die Fadenalgen bekämpfen (dauert zwar einige Zeit, ist aber wirksam und hat keine schädlichen Nebenwirkungen).

    Hinsichtlich der Fische wurde ja schon einiges geschrieben. Ideal ist der Besatz sicher nicht, wobei ich da allerdings auch wenig Zusammenhänge mit dem Algenproblem sehe.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Lexo,

    sowohl normale Fadenalgen als auch Bryopsis gedeihen im nährstoffarmen Wasser und in Bereichen starkere Strömung auch nach meinen Beobachtungen am besten. Neben der Erhöhung der Nitratkonzentration wäre die Kalkwassermethode eine Alternative. Diese hat keinerlei Nebenwirkungen und bekämpft die Algenplage durch Entzug des lebensnotwendigen CO2. Allerdings ist sie auch mit etwas Arbeit und Geduld verbunden. Näheres siehe hier:http://www.riffaquaristikforum.de/content/31-kal…lgen-und-andere

    Gruß

    Bernd

    Hallo Roli,

    da der pH-Wert bei dir nicht allzu stark abgesunken ist, sieht es auch nicht nach irgendeiner starken organischen Belastung aus. Allzu hoch sollte der pH-Wert bei dir momentan aber auch nicht ansteigen. Der Ammoniakanteil am Gesamtammonium (falls vorhanden) wäre bei deinen Werten zwischen 4,2 und 6,5 %.
    Eine Maßnahme zum Abbau möglicher schädlicher Verbindungen (auch Ammoniak) wäre auch eine Ozonzugabe. Wenn sich die Situation bei dir aber beruhigt hat, müsste es nicht sein.

    Zu den (Kiesel?)algen: Auf den abgestorbenen Korallenteilen haben sich bei mir etwas Cynobakterien angesiedelt, für mich nicht weiter verwunderlich bei nunmehr freier Siedlungsfläche. Merkwürdigerweise lassen sich diese Beläge aber nur oberflächlich abpinseln. Ein Teil sitzt ganz fest und ist auch in die Poren der Skelettteile eingedrungen. Ob dadurch die Weiterentwicklung der ungeschädigten Korallenteile beeinträchtigt wird, muss man einmal abwarten.
    Ansonsten stehen alle nicht betroffenen Korallen unverändert gut da; Fische und sonstige Niederen Tiere waren ohnehin völlig unbeeinträchtigt.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Roli,
    hast du auch den pH-Wert gemessen, vielleicht auch das Gesamtammonium? Ich hatte ja das Problem, dass nach dem Entfernen eines alten, gewebelosen Teils einer Styropora ganz plötzlich einige Korallen weiß geworden sind. Jahrelange häufige Beschneidungen der Korallen wren zuvor problemlos verlaufen. Ich denke aber ähnlich wie Andre, dass die Korallen oder eben auch Anemonen dabei irgendwelche Stoffe abgeben können. Große Umräumaktionen, auch mit Arbeiten am Bodengrund, haben dagegen bei mir in all den vielen Jahren noch nie geschadet.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Rlo,

    bei Arbeiten im Becken kommt es offensichtlich gar nicht so selten vor, dass Korallen plötzlich Probleme bereiten. Dies war bei mir - allerdings nicht mit so großer Wirkung - vor einiger Zeit auch der Fall.
    Siehe hier:Phänomen des plötzlichen weiß Werdens von Korallen
    Ich würde auf alle Fälle sofort über Kohle filtern und nichts mehr an den Wasserwerten ändern. Die schnellen Wechsel der Wasserwerte dürften bei dir vermutlich (mit?)ursächlich sein.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    bei mir ist es die Pavona cactus, die sich an ganz verschiedenen Stellen - sogar im getrennten Algenrefugium - von allein ausbreitet. Ob tatsächlich durch geschlechtliche Vermehrung oder Kleinstpartikel vegetativ weiß ich nicht. Ins Algenrefugium dürften Partikel aufgrund Filterung eigentlich nicht kommen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Sebastian,

    ich habe nicht von Vorteilen gegenüber einem Becken mit dünnem Bodengrund geschrieben, aber der grundsätzlichen Aussage widersprochen, dass ein DSB oder "jegliche Art biologischer Filterung" auf Dauer nicht funktionieren. Derartige einseitig generalisierende Aussagen sind einfach unzutreffend.
    Daneben angemerkt, eine zwingende Verwendung von Kalksand ist auch eine fragwürdige Interpretation. Der Kalkverbrauch muss nicht vom Bodengrund ausgeglichen werden, ebensowenig die Pufferkapazität, da gibt es genügend andere Möglichkeiten!

    Ob man DSB für einen normalen Einstieg empfehlen sollte, ist eine andere Frage. Da rate ich auch zu wenig Bodengrund. Aber dies war wohl nicht die Ausgangsfrage des Themenstellers.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Sebastian,

    woher nimmst du deine Kenntnis, dass sich jede Art der biologischen Filterung nicht bewährt habe und DSB auf Dauer zu Problemen führe? Das sieht mir sehr nach einer hier in einem Händlerforum angelesenen Meinung aus. Ich kenne entsprechende Aquarien, die seit vielen Jahren hervorragend laufen!

    Hallo Stefan,

    ich hatte früher ohne Probleme Quarzsand verwendet, da damals das Angebot an Korallenkies noch sehr dürftig war. Später bin ich dann bei einem neuen Becken auf Korallenkies 3 - 5 mm Körnung umgestiegen, den ich noch heute (ohne DSB) verwende.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    ein typisches Beispiel dafür, wie heute eher aus Geschäftemacherei unsinnige, für das Aquarium nicht wirklich relavante Dinge gemessen werden, nur weil das Analysegerät das hergibt und man sich damit als besonders "kompetent" darstellen möchte!
    Viele Aquarianer lassen sich dadurch nur verunsichern, vor allem wenn unbelegte Grenzwerte erfunden werden.

    Gruß

    Bernd

    Hallo André,

    ja, der Korallenbruch löst sich normalerweise völlig auf. Ich verwende allerdings feineres Material (Körnung 3 - 5 mm). Damit bekommt man eine größere Menge in den Reaktor und hat größere Angriffsflächen für das Anlösen. Die Alkalinität bei Auslass liegt bei mir zwischen 35 und 40° dKH; normalerweise messe ich aber nur die Alkalinität im Aquarium. Erreiche ich da den Zielwert (bei mir KH 7) nicht, erhöhe ich einfach die CO2-Zugabe (Tropfenzahl) und die Auslassmenge. Allerdings arbeite ich ohne automatischen pH-Controller und reguliere den pH-Wert (6,3 - 6,5) über die Blasenzahl.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Ameo,

    zu viel Licht ist in unseren Korallenbecken fast unmöglich, wenn man die natürlichen Bedingungen in den tropischen Riffbereichen zugrunde legt. In der Praxis ist oft das Gegenteil der Fall, weil sich viele Leute auf die Einsparversprechungen mancher LED-Leuchtenhersteller verlassen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Mario,

    sind die helleren Bereiche auf deinen Fotos nicht eher auf die Beleuchtung zurückzuführen oder fährst du dein Becken extrem nährstoffarm? Die direkt angestrahlten Korallenspitzen wirken bei mir zwar auch ein kleines bisschen heller, zeigen aber immer noch die Grundfarben.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Rene,

    bei meinen S. caliendrum (ich habe zwei Farbformen im Becken) sind - wie schon geschrieben und anders als bei Mario - die Spitzen nicht weiß (und bei den im Meerwasserlexikon abgebildeten auch nicht) Siehe hier: http://www.meerwasser-lexikon.de/tiere/574_Seri…rum.htm#katID95
    Vergleich deine Korallen einfach einmal mit den Bildern im Meerwasserlexikon und schau, ob die Polypen reihenförmig angeordnet sind.

    Aber egal welche Art es ist, wenn die Spitzen mit Polypen besetzt sind, können es tatsächlich Wachstumspitzen sein.

    Gruß

    Bernd

    Hallo René,

    leider kann man auf den Fotos nicht viel erkennen. Versuch von den fraglichen Spitzen nähere und scharfe Aufnahmen zu machen. Ob es sich um Seriatoporas handelt, kann ich auch nicht richtig erkennen. Wenn ja, dann müssen die Polypen deutlich reihenförmig angeordnet sein. Auch die Wuchsform der Koralle sieht nicht nach einer Seriatopora aus.

    S. caliendrum hat auch keine weißen Wachstumsspitzen. Die findet man eher bei einigen Pocilloporas, während die Polypen an den Spitzen der S. caliendrum denen an den Korallenästen gleichen. Allenfalls etwas heller können sie sein.
    Sind an den weißen Spitzen überhaupt Polypen sichtbar?

    Gruß

    Bernd

    Hallo Klaus,

    alle deine Ausführungen zum mit "Geröll und Steinen zuschütten" kann man vorbehaltlos unterstreichen. Auch die beiden letzten gezeigten Beispielsbecken sind recht ansprechend (Nr. 1 ist mir etwas zu zugewachsen). Hättest du deinen Thread nicht mit der Überschrift Aqua-Scaping versehen, gäbe es auch weniger Widerspruch und Nörgler. Der Begriff wird inzwischen recht inflationär ausgelegt und führt deshalb zu reichlichen Missverständnissen.
    Unter Aqua-Scaping versteht man - zumindest nach seinen Begründer und wichtigsten Vertreter, den japanischen Fotografen Takashi Amano - künstlerische Gestaltungen der Aquarieneinrichtung nach dem Vorbild von Naturlandschaften über Wasser. Dem liegt die japanischen Gartenkultur und Ästhetik zugrunde, die sich auf einzelne Landschaftselemente bezieht.

    Die von dir am Anfang des Threads gezeigten Beispiele mögen zwar künstlerisch sein, haben aber breiten Widerspruch gefunden, weil sie den Anforderungen zumindest der Fischhaltung kaum ensprochen haben. Mit natürlichen Landschaften hatten sie wenig zu tun. Die späteren Beispiele schöner, moderner Aquarien, die vor allem vom Korallenwuchs geprägt sind, zeigen sicher vorbildliche Einrichtungsbeispiele, mit Landschaften über (und auch kaum unter) Wasser haben sie aber auch nichts zu tun. Ob man damit den Intentionen des tatsächlichen Aqua-Scaping gerecht wird, stelle ich infrage.

    Warum also einen Begriff, der eigentlich etwas ganz anderes meint, krampfhaft vergewaltigen, wenn man statt falsch verstandener Anglizismen ganz einfache Bezeichnungen - beispielsweise "moderne Aquarieneinrichtung" verwenden kann? Insofern bin ich voll bei meinem Vorschreiber Willi.

    Gruß

    Bernd