Beiträge von Bernd Koberstaedt

    Hallo,

    es gibt ja heute auch jede Menge Fehlschläge, nur bekommt man da bei der Vielzahl der neueren Kommunikationswege keinen Überblick mehr.
    Gerade das heute meiner Meinung nach mit Spurenelementmischungen oft recht reichlich eingebrachte Kupfer kann ja auch in organische Verbindungen gebunden und damit von Analysen nicht erfasst, dann aber u.U. schnell freigesetzt werden und zu einem kritischen Zustand führen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Chris,

    gegen einen kurzfristigen Einsatz von Ozon spricht nichts; Armin Glaser empfiehlt sogar Ozon nicht im Dauerbetrieb einzusetzen. Wenn doch, dann in nur ganz geringen Mengen.Außerdem sollte man nie ozonhaltiges Wasser ins Hauptbecken zurückleiten bzw. ozonisiertes Wasser anschließend immer über Aktivkohle leiten.
    Ozon entfernt Gelbstoffe auch nicht direkt aus dem Wasser wie die Aktivkohle durch Adsorbtion, sondern zerlegt sie nur. Dadurch können sie von Bakterien verarbeitet werden. Dabei kann es aber zur Freisetzung an den Gelbstoffen gebundener Spurenelemente kommen. Deshalb ist der gemeinsame Einsatz von Aktivkohle und Ozon sinnvoll.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Chris,

    beim Wasserwechsel zwecks Austrag unerwünschter organischer Verbindungen geht es ja nicht nur um die Gelbstoffe! Korallen, Algen, Bakterien usw. können ja die unterschiedlichsten organischen Verbindungen abgeben. Diese biochemischen Prozesse überblicken wir vermutlich nicht einmal ansatzweise.
    Hier ein aktuelles Beispiel:https://labo-2018.xist4c.de/news/neurotran…allenlarven.htm

    Mit regelmäßigen Teilwasserwechseln tragen wir vieles aus und machen damit auch ein bisschen etwas wie ein Reset. Dies hat sich in der Meeresaquaristik seit langer Zeit bewährt. Ohne könnte es auf Dauer vielleicht sogar zum sogenannten "Old Tank Syndrom" kommen.
    Sicher hat es mit Salzmischungen auch schon Probleme gegeben, aber dies ist inzwischen bei guten Markenprodukten eine seltene Ausnahme. Deswegen auf Wasserwechsel zu verzichten, hielte ich für etrem weit hergeholt.


    Gruß

    Bernd

    Hallo Chris,

    meine erste Aussage bezog sich vornehmlich auf die Pro-Version (hätte ich verdeutlichen sollen). Calcium und Carbonate werden eben oftmals nicht gleichmäßig verbraucht. Beimischungen von Spurenelementen möchte ich schon gar nicht, denn dann müßte der tatsächliche Verbrauch ständig analysiert werden (ein Dauergeschäft für die Labore).
    Wenn dir dieser ständiger Aufwand nicht zu viel ist, dann frag ich mich allerdings, warum dies dann bei Wasserwechseln der Fall ist? Diese sind für mich unverzichtbare Maßnahmen zum Austrag unerwünschter Stoffe bzw. Verhinderung deren Anreicherung.
    Deine Begeisterung für Analysen und Kontrollen in Ehren, aber schließlich haben wir es nicht nur mit messbaren Elementen zu tun, sondern auch mit komplexen organischen Verbindungen (zum Beispiel Hemm- und Botenstoffe, Abbauprodukte, toxische Verbindungen etc., etc.) die von keiner Analyse erfasst werden.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Chris,

    man muß da schon etwas zwischen der Versorgung mit den nötigen Makroelementen und der mit Spurenelementen differenzieren.
    "Balling Light" von Fauna Marin baut ja auf dem Ausgangsprinzip der ursprünglichen Balling Methode auf, wobei lediglich auf die Zugabe von NaCl-freiem Salz (zur Stabilisierung der Ionenbalance) verzichtet wird (bei ausreichendem regelmäßigen Wasserwechsel offensichtlich vertretbar). Die Balling Methode trägt den unterschiedlichen Verbrauchsverhältnissen Rechnung, was ich bei der Versorgung mit den Makroelementen für wichtig erachte.
    ATI bedient mit seiner Mischung aller Makroelemente eher die Bequemlichkeit der Anwender, denn nicht bedarfsgerechte Dosierungen könnten nach meiner Bewertung auf Dauer schon problematisch werden.

    Anders ist die Situation beiden Spurenelementen. Da beruhen die Zugaben in weiten Bereichen ohnehin auf nicht abschließend gesicherten wissenschaftlichen Grundlagen. Viele sind zwar essentiell notwendig, die Dosierungen aber oft fragwürdig. Bei manchen Spurenelementen ist deren biologische Funktion eher noch offen, genauso wie Zusammen- oder Wechselwirkungen, Toxizitätsgrenzen, individuelle Verbrauchswerte oder Anreicherungsgefahren. Insofern sehe ich auch manche Empfehlungswerte i.Z.m. Laboranalysen als etwas fragwürdig.

    Eine Einzelzugabe aller Spurenelemente wäre kaum leistbar und in ihrer Sinnhaftigkeit auch noch offen. Was die Hersteller hier an Präparaten anbieten, bleibt deren Geschäftsgeheimnis. Inwieweit man dem vertraut, ob und ggfls. wieviel man in sein Aquarium gibt, muß jeder selbst entscheiden. Ich gehe da aber schon von einem gewissen Verantwortungsbewusstsein der Hersteller aus.

    Manche Produkte zeigen auch (meist aber bescheidenen) Auswirkungen, z.B. auf die Farben der Korallen. Ob kurzfristige Wirkungen auf die Dauer auch zuträglich sind, bleibt für mich aber noch offen.

    Ich verzichte auf derartige Produkte, ohne jemals negative Mangelanzeichen beobachtet zu haben. Wenn man sie aber verwendet, sehe ich hier in Mischprodukten auch keine größeren Nachteile, denn man bewegt sich da ohnehin auf einem teilweise etwas ungesichertem Terrain.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    wie lange bleiben die neuen Fische im Transportbeutel? Bei längerem Transport könnte sich das Wasser mit Ammonium anreichern und bei der Zugabe von Aquariumwasser mit hohem pH-Wert der Ammoniakanteil stark ansteigen. Hektisches Atmen der Fische kann auf eine Ammoniakvergiftung hindeuten.
    Der Gesamtammoniumgehalt des Transportwassers sollte auf jedem Fall unter 0,1 mg/l liegen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Rüdiger,

    ich habe die Tiere immer während des gesamten Urlaubs gesammelt und dann erst am Tag der Abreise verpackt. Zur Aufbewahrung dienten meist billige Plastikschüsseln, die ich vor Ort gekauft habe. Das Wasser wurde täglich gewechselt, mehr nicht.
    Verpackt habe ich Anemonen in Plastikbeuteln, Seeigel in Plastikdosen und Einsiedler (immer nur kleine Mengen) in Plastikflaschen (mit ganz wenig Wasser und einen Stofftaschentuch zum Festhalten).

    Einsiedler bringe ich auf diese Weise sogar aus tropischen Gefilden ohne jegliche Ausfälle gut nach Hause. Der Vorteil gegenüber Plastiktüten ist, dass die Flaschen nicht durch die Druckunterschiede im Flugzeug beeinträchtigt werden.

    Der Transport erfolgte in einer Kühltasche, manchmal mit Kühlelementen, manchmal auch ohne. Hat immer alles geklappt.
    Dort wo Fischer ihre Fänge ausgeladen haben, waren manchmal sogar lebende Steine aus tieferen Zonen zu finden. Die wurden dann nur in feuchten Badetüchern transportiert.

    Heute habe ich nun nur noch ein tropisches Riffbecken. Mit dem Sammeln vor Ort ist es da im Gegensatz zum Mittelmeerraum leider nicht überall mehr möglich.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    natürlich kann man bei einer Diskussion auch einen Blick etwas abseits lenken, aber es hilft weder dem Betroffenen noch mitlesenden Einsteigern, wenn abseits von Fakten spekuliert wird und nötige Maßnahmen eventuell in die falsche Richtungen geleitet werden.
    Den tatsächlichen pH-Wert kennen wir noch gar nicht, die Alkalinität scheint optimal, damit die Pufferwirkung nicht eingeschränkt und das Becken sieht optisch nicht schlecht aus. Warten wir daher lieber einmal auf das Ergebnis der pH-Messungen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    Schwankungen des pH-Wertes sind zwar nicht uninteressant, in einer gewissen Bandbreite (etwa 0,5 Einheiten im Tagesverlauf) aber normal. Ich denke, dass Rolf dies in seinem Beitrag auch ausdrücken wollte.
    Tagsüber findet durch die Photosynthese ein CO2-Verbrauch statt, der pH-Wert steigt. Nachts, ohne Beleuchtung, findet dagegen kein CO2-Verbrauch statt, aber alle Lebewesen produzieren Kohlendioxid. Dadurch fällt der pH-Wert.

    Dem kann man natürlich in einem gewissen Umfang entgegen steuern, z.B. durch ein gegensätzlich beleuchtetes Algenrefugium, und ein ausreichender Gasaustausch wirkt pH-Schwankungen entgegen.

    Sicher sind sind stärkere pH-Schwankungen für die Fische nicht optimal, aber für das hier beschriebene Fischsterben bestimmt nicht ursächlich. Da müssten sie schon ganz extrem sein, was dem Bild der Korallen und den Alkalinitätswerten aber nicht entspricht.
    Mit allergrößter Wahrscheinlichkeit wurden Krankheitserreger eingeschleppt. Neue Fische sind dann regelmäßig empfindlicher, denn neben Stress verursachen vor allem Schleimhautschäden durch Fang und Transport ideale Ansiedlungsflächen für parasitäre Erreger.

    Ist ein Becken einmal befallen, ist eine ausreichende Zeit (mindestens 1 Monat) ohne jeglichen Fischbesatz die zuverlässigste Gegenmaßnahme.

    Gruß

    Bernd

    Es gibt vlt. eine handvoll Shops, die überhaupt so etwas ähnliches wie ein Lager haben, meistens bestehen Internetshops nur aus einem Laptop auf dem Küchentisch und Produkte über 1000.- Euro hat sowiso keiner der Shops auf Lager.
    Und wenn der Hersteller das Produkt selbst nicht schnell liefern kann, ist das Rädchen am Rollen.

    Grüße ... Klaus

    Aber weil eben diese Onlineshops im Gegensatz zum bodenständigen Einzelhandel keine Lagerhaltung und damit weit geringere Kosten haben, verdrängen sie die örtlichen Händler immer mehr. Oftmals verlangen sie sogar Vorkasse - einen billigen Kredit vom Käufer - der dann bei der Lieferung gelegentlich lange warten darf.
    Wer sofort nach der Bestellung ungeduldig wird, mag ein bisschen daneben liegen, aber wer angepriesene und nicht eingehaltene Lieferfristen moniert, den muss der Onlinehändler schon aushalten. Auch wenn er Samstags angerufen wird.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    die heute üblichen sehr geringen Nährstoffwerte in den Riffbecken sind bekanntlich immer ein Ritt auf der Rasierklinge, aber nicht jedes Becken ist auch gleich und viele andere Faktoren spielen da noch mit.

    Mein Becken ist auch sehr nährstoffarm (PO4 0,02 - 0,04 mg/l und NO3 zwischen 3 und 5 mg/l). Es steht ja im ständigen Kreislauf mit einem übergroßen Algenbecken. Aus diesem entferne ich alle 4 Wochen einen knapp vollen 10 l-Eimer nachgewachsene Drahtalgen! Das Algenbecken ist außerdem mit Sinularia brassica zugewuchert, und im Riffbecken ist auch alles mit gemischten Korallenbesatz (vorwiegend SPS, div. Leder-und Hornkorallen, einige LPS) übervoll. Dem steht ein relativ schwacher Fischbesatz gegenüber, also enorm viele Verbraucher bei wenig Nährstoffzufuhr. Trotzdem stehen alle Korallen gut da, wachsen aber relativ langsam ( ein- bis zweimal muss im Jahr allerdings tüchtig "gegärtnert" werden) und zeigen teilweise nur ein eher mittelmäßiges Polypenbild.
    Offensichtlich haben sich aber alle Korallen an die Gegebenheiten gut angepasst.

    Um Spurenelemente kümmere ich mich schon seit Jahren nicht mehr. Kleine Teilwasserwechsel (max. 5%) erfolgen alle 3 - 4 Wochen. Nur der Verbrauch der Makroelemente wird per Kalkreaktor + Ersatz Verdunstungswasser mit Kalkwasser ausgeglichen. Sonst kommt nichts hinzu.

    Entscheidene (negative) Veränderungen beobachte ich dagegen immer bei nachlassender Beleuchtungsqualität. Wenn die T5-Röhren in ihrer Leistung nachlassen, werden auch die Farben der Korallen langsam schlechter; nach dem Röhrenwechsel (nach jeweils ca. 9 Monaten) "blühen" sie innerhalb kurzer Zeit recht schnell wieder auf. Das Licht ist bei mir daher ein ganz entscheidener Faktor.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    dass derartige Ausfälle bei den Korallen vom Mangel irgendwelcher Spurenelemente verursacht worden sind, glaube ich nicht. Von wann die Analyse stammt, ist wohl nicht eindeutig ersichtlich.
    Werte zum pH-Wert oder zu Nitrat habe ich auch noch nicht gefunden. MG und Ca sind zwar eindeutig zu hoch, dürften aber auch nicht ursächlich für derartige Probleme sein.
    Ich denke, wir sollten da nicht ins Blaue hinein spekulieren. Erst einmal sollte der Themensteller seine Hausaufgaben machen und klare Werte mitteilen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    Kristian hat es genau richtig ausgeführt. Kalkwasserzugabe ist ja eine altbewährte Methode, bei der allerdings im Gegensatz zur Balling-Methode keine Carbonat-Ionen direkt in Becken gegeben werden können. Nur über den von Kristian aufgezeigten Umweg des Gasaustausches/ Zufuhr von Kohlendioxid aus der Umluft können Hydrogencarbonate gebildet werden.
    Mit der Ballingmethode/ Zugabe von Natriumhydrogencarbonat für die Alkainität und Calciumchlorid-Dihydrat für die Calciumversorgung lassen sich beiden Parameter zielgenauer steuern.

    Trotzdem macht auch die Kalkwasserzugabe in vielen Fällen Sinn. Ich arbeite zum Beispiel mit einem Kalkreaktor. Der dabei nicht vermeidbare geringe CO2-Überschuss wird durch die Kombination mit der Kalkwasserzugabe ideal ausgeglichen.

    Viele Versorgungsgerätschaften habe ich mir selbst konstruiert, was bei meinem ausreichenden Platz kein Problem ist. Ein elektronisches Pegelgerät schaltet eine kleine Förderpumpe, die bei sinkendem Wasserstand Osmosewasser aus einem Vorratsbehälter in einen geschlossenen Behälter mit Kalkwasser und von dort in das Technikbecken drückt. Im Kalkwasserbehälter befindet sich eine uralte, billige Minipumpe, welche sich mehrmals nachts kurz einschaltet und den Kalkschlamm umrührt. Der Wasserausgleich erfolgt dagegen nur am Tag. Der Kalkschlamm kann sich in der Zwischenzeit wieder absetzen. So wird verhindert, dass mit dem Kalkwasser auch Calciumhydroxidschlamm ins Becken gelangt.

    Ronny wird so viele Geräte wohl nicht unterbringen können. Aber eine manuelle Zugabe zum Ausgleich des Verdunstungswassers aus einem Kanister einmal täglich ist auch kein so riesiger Akt. Im Lauf der Zeit bekommt man ja ein gutes Gefühl für die jeweils nötige Menge.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    manche Leute scheinen den Untergang des Abendlandes, zumindest aber den Zusammenbruch unseres Rentensystems zu fürchten, wenn hier jemand ein so "lebenswichtiges" Gerät wie eine Aquarienpumpe aus China kauft und dann auch noch behauptet, dass diese einwandfrei funktioniert und ihren Zweck erfüllt.
    Ist euch eigentlich bewusst, dass heute in nahezu allen elektronischen Geräten Komponenten aus China verbaut sind? Ob im Iphone, Fernsehgeräten, der Steuerelektronik unserer Autos, den Sendeanlagen der Telekom oder anderer Anbieter, den Batterien im gesamten Bereich der E-Mobilität, in Geräten der Unterhaltungselektronik und, und, und. Alles Schrott? Weltweit gekauft, weil es nichts taugt? Nein, viele dieser Elemente sind unverzichtbar, weil wie selbst sie gar nicht anbieten können.

    Dass ein Hersteller zweifellos guter Podukte sich hier gegen Konkurrenz zu erwehren sucht, ist nachvollziehbar. Sicher gibt es da im globalen Wettbewerb auch Hürden und Hemmnisse. Aber der freie Markt ist ein offenes Spiel der Kräfte; entweder man kann Mithalten oder man verschwindet. Das ist so, bleibt so und lässt sich Gott sei Dank auch nicht so ohne weiteres ändern. Wir in Deutschland fahren damit mehr als gut. Protektionismus würde uns nur schaden. Bleiben wir also auf dem Teppich und überhöhen hier nicht alles. Es geht um eine Pumpe und nicht um mehr.

    Hallo,

    falls du das Calciumhydroxid doch einmal zur Herstellung von Kalkwasser verwenden möchtest, kannst du dies unbesorgt tun. Dem Wasser wird damit nur Calcium zugeführt. Man muss es auch nicht täglich neu ansetzten.

    Man gibt Osmosewasser in einen verschließbaren Behälter/Kanister und fügt 1 - 2 Eßlöffel Calciumhydroxid hinzu, schüttelt alles durch und lässt die Lösung dann ruhig stehen. Nach einiger Zeit sich sich das Pulver ab und die Flüssigkeit wird klar. Nun kann man sie verwenden, aber nur langsam in kleinen Dosierungen zugeben, da ihr pH-Wert recht hoch (ca. 12,7) ist.
    Verschlossen muss der Behälter sein, weil sonst aus der Raumluft C02 hinzukommen und sich Calciumcarbonat (=Kalk) bilden kann. Diese fällt aus und wird für uns nutzlos.

    Das Kalkwasser kann auch mehrfach mit Osmosewasser wieder aufgefüllt werden, da sich das Calciumhydroxid nur in kleinen Mengen löst. Erst wenn der pH-Wert der Lösung deutlich abfällt, wird es unbrauchbar und sollte dann neu angesetzt werden.

    Beim Einsatz von Kalkwasser braucht man dann weniger Calciumchlorid-

    Gruß

    Bernd

    Hallo Ronny,

    wenn du säurebildende Abbauprozesse - z.B. durch Futterreste -, einen zu hohen Tierbesatz oder einen nicht ausgeglichenen Alkalinitätsverbrauch bei der Calcifikation der Korallen ausschließen kannst, kommt in erster Linie eine unzureichende Raumbelüftung für die starken pH-Schwankungen nach unten infrage.

    Bei dieser Jahreszeit ist dies auch naheliegend. Du solltest zunächst den KH-Wert moderat erhöhen, denn dadurch wird die Pufferwirkung verstärkt und pH-Schwankungen verringert.
    Durch häufiges Lüften wird der CO2-Eintrag aus der Raumluft minimiert. CO2 senkt ja den pH-Wert. Der Einsatz von Atemkalk in die Luftzufuhr des Abschäumers hat ähnliche Wirkung. Dadurch wird CO2 gebunden und gelangt etwas weniger beim Gasaustausch in das Wasser. Allerdings erfolgt der Gasaustausch weiterhin auch über die Wasseroberfläche.

    Kalkwasser kann man zur Minderung der Schwankungen im Rahmen des Nachfüllens von Verdunstungswasser durchaus verwenden. Es entsteht aber kein Dauereffekt; man muss immer Nachdosieren. Eine deutliche Verringerung der tageszeitlichen Schwankungen des pH-Wertes erzielt ein Algenrefugium, welches nachts beleuchtet, tagsüber aber ohne Licht betrieben wird.

    Die beschriebenen pH-Schwankungen sehe ich allerdings für sich allein nicht als Ursache für dein Korallenproblem!

    Gruß

    Bernd

    Warum gibt es in Deutschland jede Menge Firmen, die Weltmarktführer sind und auf den globalen Märkten bestens bestehen? Diese arbeiten unter den gleichen deutschen Bedingungen!
    Sorry, aber das Jammern über angeblich "unrealistische Regeln" etc. wird doch von der Realität wiederlegt.
    Gott sei Dank gibt es bei uns noch jede Menge findige Ingenieure und Firmen oder erfolgreiche Startup-Unternehmen, die uns zur Nation mit dem weltweit höchsten Exportüberschuss gemacht haben.

    Ich argumentiere da nicht aus dem hohlen Bauch als "jemand der von Wirtschaft nicht viel Ahnung hat", sondern beziehe meine Informationen aus dem engsten Familienkreis. Da wird gerade ein Unternehmen mit einem zukunftsweisenden Produkt für den globalen Markt erfolgreich aufgebaut.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Klaus,

    meine Pumpe schafft 4,40 m mit ausreichender Föderung. Kann sich hier jeder selbst ansehen. Also was sollen da immer wieder abwertenden Vergleiche mit imaginären Chinapumpen? Schau dir doch einfach einmal den verlinkten Test aus Youtube an. Da wird ja die tatsächliche Wattzahl gesondert gemessen. Schaut wie ihr die Produktionskosten senken könnt, damit ihr auch Morgen noch auf dem Markt mithalten könnt.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    der technische Fortschritt scheint uns tatsächlich teilweise zu überrollen, aber gerade da sehe ich die Gefahren und Irrtümer, mit denen wir meinen auf andere Länder herabblicken zu können. Speziell auf China bezogen, müssen wir uns inzwischen ganz, ganz warm anziehen.

    Der Geist vom "Chinaschrott" spukt ja auch hier immer noch in den Köpfen herum. Da werden hier dann Vergleiche mit dreifach teueren Produkten gezogen, um sich auf heimischen Lorbeeren auszuruhen, verliert aber den Blick auf die Realität.

    Ich kenne China aus eigenem Augenschein. Wer in die aufstrebenden Metrolpolregionen wie beispielsweise Shanghai oder Chongping kommt (wer weiß schon, dass dies inzwischen die administrativ größte Stadt der Welt ist, erst 1997 gegründet!), der sieht wo heute die Musik spielt. Hightech in seiner unglaublichsten Form, atemberaubendes Entwicklungstempo, Innovationen ohne Ende. Da sehen wir teilweise uralt aus!

    Wer dominiert heute in der Aquaristik die Beleuchtungstechnik? Unsere Hersteller basteln doch nur noch Teile aus Fernost zusammen. Noch sind wir im Maschinenbau führend, aber manufakturartige Fertigungslinie bei Aquarienpumpen werden da ohne echte Innovationen auf Dauer mit ausgereiften Großserien nicht mithalten können.

    Der Käufer orientiert sich am Markt und dieser wird von den Kosten wesentlich mitbestimmt. Protektionistisches Denken hilft in Zeiten fortschreitender Globalisierung nicht weiter. Arrogante Selbstgefälligkeit kann uns da ganz schnell in eine Sackgasse manövrieren.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Daniel,

    es sind genau 517 l Gesamtvolumen; die 400 l der geschätzte Nettowert.
    Sicher hast du recht, dass ich da in einer komfortablen Sondersituation lebe, aber ich wende mich hier auch ein bisschen gegen den Trend "alles Megateuer" muss sein. Ich muss nicht auf die Kosten achten und könnte mir manch teures Spielzeug zulegen, aber es geht eben oft auch anders. Das möchte ich aufzeigen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Burkard,

    selbstverständlich habe ich eine Ersatzpumpe im Haus, die ich mit wenigen Handgriffen anschließen könnte. Ich betreibe die Meerwasseraquaristik ja nicht erst seit gestern. Dass man auf Störungen vorbereitet sein muss, gilt aber für alle Produkte, auch deutsche.

    Ich glaube aber nicht, dass wir uns a la Trump auf ein "Deutschland first" verständigen sollten, denn gerade wir in Deutschland sind wie China eine überragende Exportnation. Würden die Menschen in anderen Ländern ähnlich national fixiert kaufen, dann wäre es mit unserem Export und Wohlstand schnell vorbei.

    Mündige Verbraucher orientieren sich am Produkt, gute Hersteller müssen sich der Konkurrenz des Weltmarkts stellen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Klaus,

    du bist Hersteller, ich bin Käufer. Deine Sich der Dinge aus deiner Warte okay, aber bisher hast du mir noch nicht darlegen können, was an meiner Pumpe wirklich schlechter ist, und schlechte Bewertungen habe ich im Internet gezielt gesucht, aber nicht gefunden.
    Da meine Pumpe wie gesagt schon lange bestens läuft, werde ich meine Ansicht hierzu auch nicht ändern. Sollte sie einmal ausfallen, ist Ersatz inform meiner alten Pumpe (Ocean Runner) im Haus.

    Und dein Argument mit der Rente: Mit derartigen Klagen oder Totschlagsargumenten kann man sie nicht sichern. Deutschland hat beste Ingenieure. Man muss weiter Leistung bringen und den technischen Fortschritt sichern, um gegenüber der Konkurrenz die Nase vorn zu haben, nicht jammern, sondern überzeugen. Die Welt ist heute global vernetzt.

    Auf die Pumpen bezogen, was den dreifachen Preis wirklich rechtfertigt, hast du mir noch nicht belegt. Außer unbewiesen Behauptungen zur Qualität sehe ich bisher keine Fakten.

    Ich wünsche dir trotzdem eine gute Nacht.

    Bernd

    Hallo,

    ihr habt aber sicher gelesen, dass die Jeboa bei mir schon lange Zeit perfekt läuft und dies bei 4,40 m Höhendifferenz. Nach den Diagrammen von Nils sind es bei 4 m ja auch mehr als 2000 l/h. Bei Gelegenheit werde ich dies bei mir einmal selbst auslitern.

    Ob wir auf Dauer damit gut fahren, auf chinesische Produkte ständig herab zu blicken, bezweifle ich inzwischen. Wie schon geschrieben, für das gleiche Geld bekomme ich da drei Pumpen!

    Nicht für umsonst entwickelt sich China inzwischen zur Exportnation Nr. 1 und dass sie nur noch Kopieren, ist auch schon lange vorbei. Ich bin jedenfalls vollstens zufrieden, habe nirgends negative Bewertungen gelesen und setze auf eigene Erfahrungen.Zu einem Pumpentest mit Bewertung hier:

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    Viele Grüße

    Bernd

    Hallo Nils,

    woher nimmst du dein Wissen? Meine Jebao DCP 10000 fördert 10 000 l/h, die ATK 6560 nur 6500 l/h bei gleicher Wattzahl. Max. Förderhöhe bei beiden 6m.

    Wo steht, dass die Jebao bei 4 m keine 2000 l schafft? Hast du ein Leistungsdiagramm? Ich kenne von Jebao nur ein Leistungsdiagramm von der bauartähnlichen EFP 10000 und die bringt bei 4m Höhe ca 3500 l/h !

    Gruß

    Bernd

    Hallo Nils,

    es soll nicht zum Streit über des Kaiser`s Bart werden, aber der Themensteller hatte nicht nach deinem Beispiel von 75 cm, sondern nach einer Förderhöhe aus seinem Keller von 4 m gefragt.

    Du hast ja von deiner ATK 8000 berichtet, und die schafft nach meinem Kenntnisstand im Gegensatz zu der von mir verwendeten Jebao (max. 6 m) gerade einmal max. 4,1m Förderhöhe. Da bliebe kaum etwas an Wasserleistung übrig. (Um die MP 6560 ging es hier ja nicht. Insofern bringt das von Daniel Rother eingestellte Diagramm auch nichts.)

    Ein Abschäumer arbeitet im übrigen ja nicht den ganzen Tag mit gleichbleibender voller Leistung, sondern immer abhängig von den akut auftretenden Wasserbelastungen, also vor allem nach der Fütterung. Der Wasseraustausch mit dem Technikbecken erfolgt aber permanet. Bei einem schwächeren Durchfluss ist die Abschäumerleistung zunächst tatsächlich auch schwächer, dafür aber dann auch länger, weshalb ein Ausgleich erfolgt.

    Letztlich muss der Themensteller selbst entscheiden, welche Pumpe er kaufen möchte. Mich hat meine vom Preis und der Zuverlässigkeit überzeugt.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    aber auch mit Live Sand gab es schon erhebliche Probleme! Lass einmal die Probe mit dem Sand zwei Tage stehen und rühre gelegentlich um. PO4 und NO3 lösen sich ja nicht schlagartig. Die bisherige Probe hatte ja bereits deutlich erhöhtes PO4.

    Unabhängig davon, das Zeug würde ich ohnehin nie verwenden, denn Leben wirst du darin bestimmt nicht mehr finden.

    Gruß

    Bernd

    An meinem Aquarium wird tatsächlich die Förderpumpe ganz bewusst auch zur Strömungserzeugung genutzt.
    Um nicht noch eine Zusätzliche Pumpe kaufen zu müssen habe ich auf die größere ATK gesetzt
    und diese macht bei nur 75 cm Höhenunterschied einen ordentlichen Durchsatz.
    Das ist in meinen Augen auch wirtschaftlicher als mehrere kleine Pumpen.

    Auch hierzu noch eine Anmerkung, denn es ist keinesfalls wirtschaftlicher, mit einer Pumpe, die starke Höhenunterschiede überwinden muss (hier 4m!), Strömungen zu erzeugen!!!

    Beispiel: Eine kleine Turbelle schafft mit lediglich 3,5 Watt 1.800 l/h. Die Jebao 10 000 fördert bei Höhe Null 10000 l/h mit 80 Watt, bei 4m Förderhöhe aber nur noch 2.500 l/h, also lediglich noch 25 %. 75 % der Förderleistung gehen also durch die Höhendifferenz verloren.
    Im Ergebnis müssten also zusätzliche 240 Watt Pumpenleistung erbracht werden, um die gleiche Menge Strömung wie bei Höhe Null zu erreichen. Die gleiche Leistung könnten theoretisch aber 5,5 Strömungspumpen mit 19,4 Watt erbringen
    Ganz davon abgesehen, dass deine ATK die benötigte Förderhöhe möglicherweise gar nicht schafft
    Gruß

    Bernd

    Hallo Robert,

    bei mir läuft schon ein paar Jahre eine Jebao DCP 10000. Von meinem großen Technikbecken/Algenrefugium (1000 l) im Werkstattraum ein Stockwerk tiefer stellt sie den Kreislauf zum Riffbecken (500 l) her. Die zu überwindende Höhendifferenz beträgt 4,40 m. Die Pumpe läuft mit einer auf 80% gedrosselten Leistung. Dies reicht absolut für die Aufrechterhaltung identischer Wasserverhältnisse zwischen beiden Becken.
    Preis und Qualität sind da für mich optimal.

    Viele Leute meinen fälschlicherweise, dass eine Förderpumpe große Wassermengen bewegen müsste. Viel wichtiger ist die zuverlässige Überwindung der großen Höhendistanz. Schließlich soll sie keine Strömungspumpe ersetzen, sondern nur einen kontinuierlichen Wasseraustausch sicherstellen. Dafür reichen im Dauerbetrieb relativ geringe Mengen. Riesige, teure Superpumpen sind da völlig unnötig.

    Gruß

    Bernd