Beiträge von Bernd Koberstaedt
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Hallo,
Limitierungen zeigen sich eigentlich an allen Stellen der Korallen eher gleichmäßig, nicht aber an einzelnen Abschnitten. Auf deinem Foto wirkt die Koralle schon sehr blass, was allerdings durchaus auf eine Phosphatlimitierung hindeuten und deine Messung auch bestätigen könnte.
Wenn du sehr gut fütterst, sollte eigentlich Phosphat nachweisbar sein. Nachhelfen könntest du mit einem speziellen Korallenfutter, am besten in flüssiger Form. Ich verwende Coral Fluid von JBL, preiswert und bei mir lange bewährt.Gruß
Bernd
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Und hier eine mikroskopische Aufnahme von der Fadenalge (Zygmea) :https://www.google.com/search?gs_ssp=…chrome&ie=UTF-8
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ich sage das , aber es braucht keiner zu glauben . ihr werdet es sehen .
Es geht doch nicht um´s glauben, sondern um das Wissen. Kann sein oder auch nicht. Und anhand der vorliegenden Fotos kann ich dies auch nicht abschießend beurteilen, aber - wie von Hajo schon geschrieben - die typischen Merkmale sehe ich ebenfalls nicht.
Am Rand bemerkt, Bryopsis wurden auch schon mit der Kalkwassermethode erfolgreich bekämpft. Auch die benötigen Kohlenstoff für ihr Wachstum. Nur scheint es da länger zu dauern, und viele Leute haben dafür nicht die nötige Zeit oder Geduld. Auch ohne Fluconazol haben Aquarianer diese Algen schon losbekommen!
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Hallo Hajo,
doch, ich gehöre schon zu den "alten Knackern"
und Peter Wilkens habe ich ganz bestimmt nicht vergessen, denn mit ihm hatte ich in meiner Anfangszeit persönlich ganz viel Kontakt und sehr viel von ihm gelernt.
Auf ihn gehen ja auch tatsächlich die verschiedenen Aspekte der Kalkwassermethode zurück. Aber Armin Glaser erschien mir noch aktueller, damit nicht wieder einer mit "vor hundert Jahren" kommt. Allerdings, was alt bewährt ist, muss nicht immer altmodisch sein. Viele "Neuheiten" stellen sich heute nur als "alter Wein in neuen Schläuchen" dar. Darüber könnten wir beide sicher sehr lange berichten.Letztens hatte ich nochmals alte Aufzeichnungen herausgekramt. Mit der Aquaristik hatte ich ja schon als kleiner Steppke begonnen, das erste Meerwasseraquarium ( mit Aktinien aus dem Mittelmeer ) kam 1972 oder 1973, und seitdem habe ich ununterbrochen mit Meerwasser herumgepanscht. Ja, die Zeit vergeht.
Viele Grüße
Bernd
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Und lass bitte den Versuch mit dem Kalkwasser! Das machte man vor hundert Jahren. Das Zeug ist ungelöschter Kalk und bringt dir alle möglichen unerwünschten Stoffe ins Becken, die man schwer bis gar nicht rausbekommt, u.a. Schwermetalle. Im Übrigen hat der ph-Wert nur einen sehr geringen, bis gar keinen Anteil am Wachstum von Algen.
Rolf
Hallo,
das machte man nicht vor hundert Jahren, sondern auch noch heute!!! Da scheint mir jemand nicht so ganz auf dem richtigen Informationsstand zu sein.
Kalkwasser wird mit Calciumhydroxid angesetzt, welches man in der gleichen Reinheitsstufe wie die üblichen Ballingsalze bekommt. Beispiel: https://coral-garden.de/grotech-kalkwa…BiABEgLVjfD_BwE Da ist gar nichts Negatives drin und nichts was man gar nicht rausbekommt!
Kalkwasserzugabe ist auch eine der bewährten Standardmethoden um den Calciumverbrauch auszugleichen (Ratgeber Meerwasserchemie von Armin Glaser)!
Der pH-Wert kann sehr wohl einen ganz bedeutenden Einfluss auf das Algenwachstum haben, nämlich wenn man ihn durch Zugabe von Kalkwasser auf einen Wert bringt, in dem das Wasser CO2-untersättigt ist. Für die Algen ist Kohlenstoff essentiell für das Wachstum. Diesen beziehen sie aus dem im Wasser gelösten CO2. Bei längere Zeit untersättigten Verhältnissen fehlt ihnen diese Quelle, was zu ihrem Absterben führt.
Gruß
Bernd
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Hallo Frank,
wieso bist du dir da so sicher? Ich hatte sie auch schon, würde aber anhand des Fotos nicht zu diesem Ergebnis kommen.
Auch würde ich in jedem Fall zunächst eher zum Kalkwasser als zu einem Medikament greifen.Gruß
Bernd
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Hallo,
wenn Algenfresser nicht wirklich helfen, ist eine bewährte und zuverlässige Bekämpfungsmaßnahme die Kalkwassermethode. Sie schadet absolut nichts, nur ein bisschen Aufwand und Geduld ist erforderlich.
https://www.riffaquaristikforum.de/content/31-kal…lgen-und-andere
Gruß
Bernd
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Hallo,
bei mit tun es Schego- und Eheimheizer seit vielen Jahren. Einer ist seit 2003 im Becken und stellenweise sogar etwas von einer Montipora umwachsen; funktioniert aber noch immer.
Anstatt eines Blicks auf eine Warn-App reicht mir ein Blick auf das Thermometer. Ein kurzer Stromausfall macht bei der Heizung ohnehin nichts; extrem lange sind bei uns wohl kaum zu erwarten. Größere Kurzschlüsse während eines Urlaubs könnten ohne genaue Kenntnisse meiner Anlage von Außenstehenden ohnehin nicht repariert werden.
Seit 1972 laufen bei mir nun Meerwasseraquarien störungsfrei. Alle Risiken kann man natürlich nicht ausschließen.Gruß
Bernd
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Um was es mir vor allem geht: Man sollte bei einem der vielen Fernsehberichte über tropische Riffe einmal auf deren Struktur der achten. Da wachsen die Korallen nicht auf dünnen Türmchen, Ästen oder Minibrücken. Der Untergrund, also die Basis, ist meist eine eher ebene, gebogene oder senkrechte Formation, auf der sich dann die Korallen, Schwämme etc. in größeren Flächen etabliert haben. Die skurrilen ästigen oder pilzartigen Formen bilden die Korallen selbst, nicht aber ihr Untergrund. Dies wird oft von Aquarianern verwechselt, indem sie bei der Neueinrichtung diese Strukturen mit Dekomaterial zu gestalten suchen.
Was da heute vor allem vom Aquascaping ausgehend gelegentlich gestaltet wird, sind auf dünnen Ästen - u.U. aus Riffkeramik - abenteuerlich platzierte Korallen oder dünne bewachsene Säulen etc. . Dies ist aber eher eine von Ikebana abgeleitete Form, die beim Blumenarrangieren zur Kunst werden kann, also als Vasenschmuck, aber nicht bei der Gestaltung eines Gartens als kleiner Lebensraum. Natürlich kann ein solches Aquarium für das Auge schön sein, den Bedürfnissen vieler Aquarieninsassen wird dies oft nicht gerecht. Vor allem der ständige Wuchs der Korallen zwingt dann auch viel zu oft zu Eingriffen in derartige Gebilde.
Unterschiedlich große und geformte Korallen, auf etwas verschieden hohe kleine Basissteine mit kleinen Höhlen usw. platziert, wachsen dann von allein nach oben. Die Formen sollten aber aufgelockert sein, damit nicht der - manchmal auch zu Unrecht gescholtene - Eindruck der "Kaimauer" entsteht.
Was man auch als Gestaltungsvorbild nehmen kann, sind die manchmal vorhandenen kleinen Koralleninselchen, die spotartig in den Sandzonen vor den großen Riffen zu finden sind. Allerdings sind diese an ihren natürlichen Plätzen meist eher artenarm und bestehen vorwiegend nur aus einem oder wenigen größeren Korallenstöcken. Aber so genau muss man es nun auch nicht nehmen. Wir mixen ja auch Korallen aus verschiedenen Herkunftsbereichen, wenn die Ansprüche passend sind. Ganz so, wie es auch Gärtner bei der Gestaltung eine schönen Blumenbeetes machen.Gruß
Bernd
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Hallo,
ein Bekannter hat kürzlich sein Becken neu eingerichtet. Er hat hierzu Lebendgestein verwendet, dieses aber, um keine zur klobigen Aufbauten zu schaffen, zunächst mit Hammer und Meisel zerteilt. In einer Plastikwanne mit wenig Altwasser hat er die Steine für die die geplanten Aufbauten zunächst horizontal ausgelegt und mit Riffmörtel fest verklebt. Nach dem Aushärten hat er sie dann im Aquarium senkrecht aufgestellt, mit etwas Korallenkleber (auf Epoxidbasis) im Becken zusätzlich fixiert und das frische Meerwasser eingefüllt.
Damit hat er recht ansprechende Formen als Basis für die Korallen geschaffen, die sehr natürlich aussehen und keinen Platz zur Ansiedlung von Cyanos oder Algen bilden. Den Kauf von Riffkeramik mit ihren oftmals etwas fragwürdigen Formen und nicht immer sicheren Einflüssen auf das Wasser hat er bewusst vermieden.
Bereits nach vier Tagen hat er dann auch schon diverse SPS in größerer Zahl eingebracht.Gruß
Bernd
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Hallo Rasmus,
derartig unnatürliche Aufbauten würde ich mir noch einmal gut überlegen. Sie sehen furchtbar unnatürlich aus und entsprechen keinesfalls den Formen in einem Riff. Bei starker Strömung oder Wellen würden solche Gebilde ja schnell zerbrechen.
Am schönsten sind eigentlich Minimalaufbauten aus Lebendgestein. Das Becken sollen ja nicht die Steine, sondern die lebenden Korallen mit ihren schönen Formen und Farben gestalten. Weniger Dekomaterial ist somit mehr, und Gestein nimmt den lebenden Korallen nicht nur Platz weg, sondern ist vor allem bei totem Material auch der bevorzugte Ansatzpunkt für unerwünschte Primärbesiedler oder Algen.
Es dauert natürlich seine Zeit, bis Korallen so gewachsen sind, dass ein harmonisches Bild entsteht. Aber ein Riffaquarium ist ja auch nichts für Eilige.Gruß
Bernd
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Hallo Torsten,
dein Becken steht recht eindeutig in einem guten Gleichgewicht zwischen Nährstoffeintrag einerseits und Verbrauch durch die Korallen und Austrag durch Wasserwechsel andererseits. Das Verhältnis zwischen Fisch- und Korallenbesatz stimmt offensichtlich. Auch scheint deine Tunze für ausreichend Wasserbewegung und damit Sauerstoffeintrag/ CO2 Austrag zu sorgen. Also kannst du unter diesen Bedingungen auch gut auf einen Abschäumer verzichten.
Letztlich hängt die Frage aber immer von der individuellen Beckensituation ab. In den meisten Fällen macht ein Abschäumer aber schon allein für den nötigen Gasaustausch Sinn. Auch haben viele Leute einen stärkeren Fischbesatz im Becken.Gruß
Bernd
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Hallo,
ich hatte früher immer ganz dünne Angelsehne benutzt. Gummi wird manchmal schnell spröde.
Gruß
Bernd
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Ja, eine Lauge kann Phosphat freisetzen. Im sauren Milieu, also bei niedrigem pH-Wert, nimmt der Adsorber mehr Phosphat auf. Die Oberfläche des Adsorbers ist bei niedrigem pH-Wert positiv geladen, die Anionen des Phosphats werden desto stärker angezogen, je positiver die Oberfläche ist.
Bei einem steigenden pH-Wert nimmt die positive Ladung bis zu einem Neutralpunkt ab. Dieser - als pzc auf den Produkten normalerweise vermerkt - kann unterschiedlich sein. Je höher dieser ist, desto höher ist auch die mögliche Adsorbtionsleistung.Gruß
Bernd
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Hallo Sandy,
ich habe diese gesucht:https://www.meerwasser-lexikon.de/tiere/4573_Aeolidiella_sp02.htmGruß
Bernd
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Da die Firma Gilbers wohl nicht mehr existiert, muss man nach Lagerbeständen suchen. Die gibt es aber noch, z.B. hier: https://www.ebay.de/b/Diakat-B/77659/bn_7005323104
Gruß
Bernd
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Hallo Elisabeth und Reiner,
vielen Dank, an zu hohen Nickelkonzentrationen dürfte es aber eher nicht liegen. Mein uralt eingerichtetes Becken ist einfach inzwischen zu stark zugewachsen und da haben sich im Lauf der Zeit zu viele Spots gebildet.
Da wird mir vermutlich auch nichts anderes übrig bleiben, als den Dingen weiter ihren Lauf zu lassen.
Ich hatte schon nach einer Aeolidiella-Schnecke gesucht, aber diese bekommt man scheinbar nur aus Zufall. Mein schon lange im Aquarium lebender Tangfeilenfisch hält zwar zuverlässig Glasrosen fern und damit auch früher schon gut aufgeräumt, aber die Krustenanemonen interessieren ihn nicht, ebenso wenig wie die SPS . Nun hatte ich vielleicht auf Falterfische gehofft, aber mit denen habe ich bisher auch nur wenig eigene Erfahrungen.Gruß
Bernd
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Hallo Tim,
versuch doch einmal das Buch "Ratgeber Meerwasserchemie" von Armin Glaser zu bekommen. Das Buch ist zwar momentan nicht mehr im Handel, aber vielleicht kannst du dir dieses irgendwo einmal ausleihen.
Darin beschreibt Armin Glaser u.a. ausführlich das sogenannte Balling System, also die bewährte Methode, den Verbrauch von Makroelementen, insbesondere Calcium und Carbonate auszugleichen.
Die hierzu notwendigen Salze hast du eingangs ja selbst bereits angeführt. Diese kann man sehr wohl im Fachhandel auch in höchsten Reinheitsgraden selbst kaufen. Beim Preisvergleich muss man also die Reinheitsstufen beachten, dann kommt es auf das Gleiche hinaus.
Die originale Balling-Methode beinhaltet neben den von dir angeführten Salzen auch die Verwendung von Natriumchlorid-freiem Mineralsalz, da mit Calciumchlorid-Dihydrat neben Calcium auch zusätzliches Chlorid und mit Natriumhydrogencarbonat nicht nur Carbonate, sondern auch zusätzliches Natrium eingebracht wird. Nun bestehen die gebräuchlichen Meersalzmischungen nicht nur aus Kochsalz (Natriumchlorid), sondern auch aus vielen anderen Chemikalien. Um den Kochsalzgehalt nicht einseitig zu erhöhen, also zum Ausgleich der Ionenbalance, wird das NaCl-freie Mineralsalz verwendet.In der Praxis hat sich allerdings gezeigt, dass man beim durchschnittlichen Verbrauch in den meisten Aquarien auch auf längere Zeit auf die Verwendung dieses Mineralsalzes verzichten kann, vorausgesetzt, man führt regelmäßige Teilwasserwechsel durch. Bei denen wird ja ein Teil des überschüssigen Natriumchlorids mit entfernt. Glaser beschreibt dies als verbrauchsoptimierte Zugabe als Ergänzung; im Prinzip ist dies das mit "Balling Light" gleichzusetzen.
Ob man nun mit "Fertigmischungen" diverser Anbieter arbeitet oder seine Salze dem Verbrauch entsprechend separat zuführt, ist im Grund egal und sicher auch eine Frage des Geldbeutels. Äußerst problematisch finde ich aber, wenn man, wie in einige Systemen angeboten, auf regelmäßige Teilwasserwechsel verzichtet, denn diese sind vor allem auf den Austrag unerwünschter Anreicherungen ausgerichtet. Das kann zwar lange gut gehen, dann aber auch irgendwann plötzlich zum Kippen des Systems führen!
Gruß
Bernd
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Hallo,
nach extrem gutem Korallenwuchs bei schönen Farben hatte ich monatelang auf Phosphattests verzichtet. Bekanntlich sieht man mit einiger Erfahrung den Korallen an, ob alles in Ordnung ist.
Nach der Rückkehr von einer Reise im Juli waren plötzlich einige Fische verschwunden. Tote Tiere waren im dicht zugewachsenen Becken nicht zu finden. Die übrig gebliebenen Fische zeigten keinerlei Befallsanzeichen, auch noch heute sind alle völlig okay. Die Ursache ist bis heute unklar. Auch die Korallen sahen unverändert aus.
Im Lauf der folgenden Wochen begannen sie sich jedoch ganz langsam einzudunkeln, nach der Rückkehr von einer weiteren Reise waren sie weiter eingedunkelt. Als ich dann endlich Ende September wieder einen Phosphattest durchgeführt hatte, lag die Konzentration bei 0,1829 mg/l und stieg dann trotz mehrerer kleinerer Wasserwechsel im Lauf der nächsten Tage auf 0,3844 mg/l!In der Zwischenzeit waren eine ursprünglich gelbe Acropora "Enzmann" graubraun geworden, eine ebenfalls gelbe Acropora aculeus (?) olivgelb und andere SPS wie A. echinata, Stylophoras und Pocilloporas deutlich dunkler.
Montiporas und div. Seriatoporas, alle Weich-und Hornkorallen, sowie alle LPS waren dagegen völlig unverändert, Caulastraeas und Euphyllias standen sogar eher noch besser da, Krustenanemonen wucherten verstärkt. Auffallend war außerdem ein starker Rückgang der sonst so enorm wachsenden Drahtalgen im Algenrefugium, den ich allerdings möglicherweise auch auf einen Beleuchtungswechsel zurückführe.Aufgrund der unklaren Ursache des PO4-Anstieges (Wasserbelastung durch tote Fische, obwohl reichlich Aasfresser im Becken sind oder nachlassende Phosphatbindung in Drahtalgen) und höherer Phosphatwerte im Algenrefugium (in dem sich auch große Mengen überzähliger Weichkorallen befinden), habe ich dann das Refugium total ausgeräumt, gereinigt und nochmals ca. 40 % Wasser gewechselt. Außerdem wurde Phosphatadsorber eingesetzt. Nach kurzem weiteren Anstieg unmittelbar nach der Reinigungsaktion ging nun PO4 langsam wieder zurück auf derzeit 0,0713 mg/l.
Trotz der Senkung der Werte über einige Wochen war diese doch für zwei SPS zu schnell. Die Enzmann, obwohl eigentlich eine der robustesten Acroporas, hat ihr gesamtes Gewebe unrettbar verloren, bei eine A. parilis konnte ich den Gewebeverlust durch Fragmentierung stoppen, bei den anderen Acroporas ist es bei minimalen Gewebeverlusten im unteren Bereich geblieben.
Zwei Lehren habe ich für mich gezogen: 1. Auch wenn alles vermeintlich perfekt läuft, sind gelegentliche Wassertests sinnvoll.
2. Bei Phosphatsenkungen sind auch ein paar Wochen zu kurz!Gruß
Bernd
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Hallo Daniel,
vielen Dank für die sehr gute Information. Das hat mir sehr weiter geholfen. Es war für mich vor allem deshalb wichtig, weil mir vor ein paar Tagen ein Wärme Pack aus einer Fischsendung gerissen war und kleine Mengen ins Wasser gelangt waren. Mit dem Inhalt eines solchen Wärme Packs hatte ich mich noch nie beschäftigt und konnte deshalb mögliche Auswirkungen nicht beurteilen. Jetzt habe ich aber Klarheit und auch keinen Grund zur Sorge.
Viele Grüße
Bernd
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Hallo,
Bestandteil in sogenannten Wärme Packs sind neben Eisenpulver und Aktivkohle u.a. Belmilite. Weiß jemand was diese sind bzw. aus was sie bestehen?
Gruß
Bernd
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Hallo Torsten,
ich sehe dies genau wie Hajo. Dem Faktor Licht als Einflussgröße stehe ich bei Cyanos aufgrund ihrer starken Anpassungsfähigkeit ohnehin sehr skeptisch gegenüber.
Kannst du sie nicht mechanisch beeinträchtigen, also von der Rückwand und dem Boden abkratzen? Bei kleinen Flächen sollte dies auch bei regelmäßigem Eingreifen kein großes Problem sein. Geholfen hat dies bei mir immer, allerdings auch immer erst, wenn ich tatsächlich regelmäßig am Ball geblieben bin.Gruß
Bernd
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Hallo,
aus den o.a. Gründen habe ich meine dreiteilige Abdeckung auch selbst gebaut. Dreiteilig deshalb, um einfacher arbeiten zu können.
Das Gehäuse besteht aus wasserfest verleimten Sperrholz, außen mit zu den Möbeln passendem Mahagonifurnier verkleidet, innen mit flüssigem Kunststoff versiegelt. Die Beleuchtung (T5 ) ist direkt auf einer Reflektorplatte verschraubt und mit wasserdichten Aura-Schutzkappen über den Röhrenfassungen geschützt. Zwischen den Leuchtstoffröhren und der Wasseroberfläche befindet sich keine Glasscheibe.Gruß
Bernd
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Hallo,
bei manchen Aquarianern muss es ja immer die absolute Neu- oder Seltenheit sein. Die haben natürlich ihren Preis.Wer dies möchte, bitte schön.
Ich habe mich immer auf gut haltbare Arten beschränkt, die sich im Lauf der Jahre zu einem wunderschönes Gesamtbild entwickelt haben. Da muss ich überhaupt nichts mehr zusätzlich kaufen, dafür aber viel zu oft "gärtnern".Ein Vorteil haben die manchmal schon fragwürdigen Preise. Es werden dadurch auch manche "Eintagsfliegen" abgeschreckt, von denen es ohnehin viel zu viele gibt.
Gruß
Bernd
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Hallo Torsten,
da wirst du wohl tatsächlich zu dem einen Prozent gehören, bei denen ist nicht am CO2 liegt, denn nach stundenlanger Lüftung kann es keine erhöhte CO2-Konzentration im Raum mehr geben. Und wie Hajo geschrieben hat, die große Abschäumermenge spricht hinsichtlich einer organischen Quelle deutliche Bände. Von Nichts kommt tatsächlich nichts.
Gruß
Bernd
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Hallo Torsten,
jetzt im Sommer kannst du doch auch ohne C02-Messgerät relativ einfach feststellen, ob es an der Raumluft liegt. Ein paar Stunden lüften genügt, dann sollten sich die Werte erkennbar verändern.
Wenn der Tageswert um bis zu 0,5 schwankt und abends am höchsten ist, wäre dies relativ normal. Dem könnte man mit einem gegensätzlich beleuchtete Algenrefugium entgegenwirken.
Wenn das Lüften bei ausreichender Wasserbewegung an der Oberfläche nichts bewirkt oder der Einsatz von Atemkalk nichts gebracht hat, dann dürfte die Ursache nicht beim CO2 zu suchen sein! Dann käme die Übersäuerung eher von Abbauprozessen organischen Materials, falls vorhanden von einem schlecht eingestellten Kalkreaktor oder unzureichender Abschäumung.
Gruß
Bernd
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Hallo Torsten,
nein, ich belüfte es nicht. Die Wassertonne mit dem Osmosewasser dient gleichzeitig auch der automatischen Nachfüllung des Verdunstungswassers. Gesteuert mit einem Niveauregler wird es in einen Behälter mit Kalkwasser gepumpt und von dort direkt ins Algenrefugium/Technikbecken.
Beim Teilwasserwechsel leite ich das Wasser in eine Plastikwanne, salze es darin auf und pumpe es dann direkt in das TB.
Nach Bedarf (ca. einmal monatlich) schalte ich die Osmosanlage ein, von der das Reinwasser direkt in die Wassertonne läuft.Alles ist fest installiert, da ich im Arbeitsraum beim TB ausreichend Platz habe.
Gruß
Bernd
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Hallo,
Johns kommt aus Gießen, dort gibt es keine größere Industrie, wie in Karlsruhe oder Düsseldorf.
Wahrscheinlich betreibt er sein Becken auch nicht erst seit gestern
Wenn es funktioniert und es gibt keine Negativen Auswirkungen , warum nicht ?Reiner, würdest du es trinken???
Gibt halt einige Voraussetzungen , eigenes Haus und vielleicht keine hohen Ansprüche an spezielle Korallen.Hallo,
meine Bedenken beziehen sich nicht auf den bestimmten Einzelfall, da ich diesen nicht beurteilen kann. Allerdings sind Luftströmungen nicht an feste Orte gebunden und Dreck entsteht mehr oder weniger überall.
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Hallo,
das Regenwasser zu verwenden, halte ich für überhaupt keine gute Idee. Ich sammle auch das Regenwasser vom Dach, aber nur zum Gießen im Garten!
Es ist dabei unglaublich, was sich da für eine Menge von Dreck im Regenfass absetzt!!! Eigentlich auch kein Wunder, denn es regnet ja auch sehr unregelmäßig. Da lagert sich im Lauf der Zeit jede Menge Staub und Schmutz bis hin zu Vogelkot auf dem Dach ab. Rauchrückstände im Winter, Industrie- und Verkehrsabgase und ähnlich "leckere" Bestandteile, die der Regen aus der Luft auswäscht, möchte ich nun wirklich nicht ins Aquarium einbringen.
Selbst nach einer Laboranalyse würde ich keinem Regenwasser vertrauen, denn es wird je nach Wetterlage und Zugrichtung unterschiedlich belastet sein.
Ob man da tatsächlich am richtigen Bereich spart???Gruß
Bernd
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Hallo Jac,
ich bewahre das Reinwasser in einer sauberen grünen Regenwassertonne aus dem Baumarkt auf. Die Tonne ist abgedeckt, und das Wasser hält sich wochenlang ohne Probleme.
Gruß
Bernd
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Hallo Sandy,
mir ging es mit meinem Beitrag eigentlich nur darum aufzuzeigen, dass es a u c h anders gehen kann. Gerade Einsteiger werden gern verunsichert, wenn man den Eindruck vermittelt, dass teure Optimallösungen immer unumgänglich sind.
Was jeder aus den aufgezeigten Alternativen macht, bleibt ihm ja selbst überlassen. Der eine schaut eben auf die Kosten, der andere auf die räumliche Situation. Das ist doch in Ordnung und bedarf keiner Diskussion.
Aber ich denke, dass viele Neuaquarianer vor sich einen hohen Kostenberg sehen. Da sollte man schon auch darauf hinweisen, dass es oftmals auch etwas günstiger und trotzdem erfolgreich geht.Gruß
Bernd
