Beiträge von Bernd Koberstaedt

    Hallo,

    eine Frage an die Korallenspezialisten: Bei meiner Fimbriaphylla p. sind die Spitzen der Tentakel zum großen Teil fluoreszierend grün gefärbt, in einigen Bereichen jedoch nicht. Dies ist unabhängig vom Standort oder der Beleuchtung; auch bei Ablegern ist dies der Fall. Weiß jemand woran liegen könnte?

    Gruß

    Bernd

    Ps. Leider bekomme ich die Fotos nicht gedreht

    versuche mal PO4 deutlich höher zu bekommen.
    Bei 0,02 mg / Liter kann es sich auch schon um einen Messfehler innerhalb der Toleranz des Tests handeln und es ist unter Umständen gar nix mehr im Wasser vorhanden.
    Mit welchem Test misst du?

    Für Anfänger empfehle ich folgende PO4 Werte:
    0,1 - 0,9 mg / Liter

    Da du keine ultra teuren Acros im Becken hast, machen so niedrige Werte überhaupt keinen Sinn.

    Hallo,

    ich teile die Meinung, dass man bei 0,02 mg/l schon nahe einer Limitierung kommt und da schwer aufpassen muss, aber 0,9 mg/l sind für SPS schon zu hoch. Die natürlichen Konzentrationen des Meerwassers im Riffbereich liegen bei max. 0,09 mg/l !

    Gruß

    Bernd

    Hallo Crady,

    es sieht mit großer Wahrscheinlichkeit nach Dinoflagellaten aus. Unterlass jetzt die Zugabe irgendwelcher Mittelchen!!! Auch die Zugabe von Bakterienpräparaten ist kontraproduktiv, denn damit werden die Dinoflagellaten gerade gefüttert. Auch Staubfutter etc. lass weg, denn dieses wirkt über Bakterien auch indirekt als Futterquelle für die Dinos. Von den Dinoflagellaten gibt es ja jede Menge Arten, autotrophe und heterotrophe, mit unterschiedlichen Nahrungsansprüchen. Die in den Aquarien zur Plage werdenden Arten sind eher heterotrophe Formen, die sich von vielen Mikroorganismen ernähren.

    Machst du regelmäßige Wasserwechsel und verwendest du zum Ansetzen des Wassers Osmosewasser mit nachgeschaltetem Mischbettharz? Du schreibst zwar Sio 0, aber verbrauchtes Harz ist häufig der Auslöser für die Vermehrung von Kieselalgen und diese wiederum eine potente Futterquelle für Dinoflagellaten.

    Die von Rüdiger vorgeschlagene Kalkwassermethode scheint bei Dinos in Einzelfällen geholfen zu haben, aber eigentlich wirkt sie durch den damit verbundenen CO2-Entzug im Wasser vorwiegend gegen Algenprobleme.
    Häufiges Stören durch Abpinseln der Deko und Umrühren des Bodengrundes hat bei mir - aber erst nach einiger Zeit und Ausdauer - immer geholfen.

    Ansonsten lass aber das Becken vor allem hinsichtlich der Wasserwerte zur Ruhe kommen und vermeide organische Belastungen als direkte oder indirekte Nahrungsquellen. Der Spuk verschwindet dann langsam von allein.
    Latent sind Dinoflagellaten allerdings immer vorhanden. Bei der Verstärkung ihrer Nahrungsquellen können sie auch immer wieder neu auftreten.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    ich habe es in meinem schon lange biologisch gut eingefahrenem Riffaquarium schon häufig Tiggerpods, die wohl robustesten Copepoden, eingebracht. Allerdings werden sie immer schnell gefressen; nicht nur vom Mandarinfisch, sondern nahezu allen anderen Fischen und sogar diversen Korallen! Für längere Zeit ansiedeln lassen sie sich bei mir leider nicht. So sind sie nur eine teure Futterquelle, die nach meiner Bewertung lediglich für Nachzuchten oder die Eingewöhnung heikler Nahrungsspezialisten richtig Sinn macht.
    Ansonsten werden mit wirklich gutem, frischen (!) Lebendgestein auch ausreichend andere Mikroorganismen eingebracht.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Rüdiger,

    es muss wohl Calciumhydroxid heißen.

    Calciumhydroxidbrei wirkt stark ätzend, so lange es sich noch nicht voll im Wasser gelöst hat. Damit werden auch die Cyanobakterien mit abgetötet. Das hilft aber normalerweise nur in einem beschränkten Bereich. Größere Mengen kann man wegen der Anhebung des pH-Wertes nicht verwenden. Bei einem erhöhten pH-Wert entstehen auch CO2-untersättigte Verhältnisse im Wasser. Der CO2-Entzug wirkt gegen Algen (Kalkwassermethode). Bei Cyanobakterien ist diese Wirkung aber strittig, zumal die angeblichen Cyanobaktrien in manchen Berichten gern mit Dinoflagellaten etc. verwechselt werden.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Johns,

    nein, eine Limitierung dürfte nicht vorliegen! Organische Belastungen (toter Fisch etc.) führen ja zwangsläufig zur Phosphaterhöhung und nicht zum Sinken! Das Verfärben der Korallen Richtung braun ist auch ein deutliches Zeichen für erhöhte Zooxanthellendichte. Deine Messung von PO4 0,25 entspricht dem auch.
    Also PO4 ganz langsam senken.

    Ich hatte auch schon derartige Probleme, nachdem Verschwinden von ein paar Fischen nach dem Urlaub.
    Der Zustand der Korallen entsprach dem deinigen. Mit der langsamen Absenkung kamen auch wieder die optimalen Farben bei gesundem Wachstum.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Erwin,

    die Leistung der Kalkreaktoren wird am meisten von der Füllungsmenge mit Korallenbruch (nur den verwende ich) und der Co2-Zufuhr bestimmt. Die Alkalinität am Ausfluss sollte etwa bei KH 40 liegen.
    Mein Eigenbau ist mit ca. 4 - 5 l Korallenbruch gefüllt und pro Sek. kommen 2 - 3 Tropfen CO2 hinzu. Dadurch erreiche ich im Reaktor einen pH-Wert von ca. 6,10. Der Abfluss liegt etwas darüber, also bei etwa 3 - 4 Tropfen. Im Becken (ca. 1500 l, davon etwa 500 l stark mit Korallen besetztes Riffbecken) halte ich so zwischen 7 und 8 KH. Allerdings gibt es immer mal wieder leichte Schwankungen, die ich mit der Abflussmenge reguliere.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Erwin,

    da hast du schon ein tolles Gerät gebastelt. Ohne deine Leistung zu schmälern, glaube ich allerdings, dass der große Aufwand mit der Drehung unnötig ist.
    Ich habe meinen Kalkreaktor auch selbst gebaut, und er läuft nun schon seit über 20 Jahren hervorragend. Bei mir ist die Röhre oben mit einem abnehmbaren Deckel versehen. So kann ich ohne jeden Aufwand Korallenbruch nachfüllen und - falls einmal nötig - (höchstens alle paar Monate) ganz einfach mit einem Stab durch die Füllung stochern, wenn sich durch Verschlammung der Durchfluss verschlechtern sollte.

    Gruß

    Bernd

    Es geht hier doch nicht nur um den einen Händler, der hier von jemand mit Inbrunst verteidigt wird, sondern um die Gesamtsituation. Der Karlsruher Kollege hat es ja noch mehr übertrieben. Aber es gibt ganz offensichtlich auch im Onlinehandel große Preisdifferenzen und dies nicht nur bei den Fischen. Wobei ich beispielsweise bei den von mir gezeigten Nachzuchtpreisen fast 20 % Unterschied schon ganz beträchtlich finde. Ob man da außerhalb des Hobbys auch so großzügig ist?
    Dass die Nachtzucht bei dem einen Händler schlechter als beim anderen sein soll, vermag ich nicht zu beurteilen. Wenn es um Hardwear geht, also beispielsweise um Leuchtstoffröhren gleicher Hersteller, dann gibt es oftmals auch deutliche Unterschiede. Ich persönlich achte darauf! Und da ich auch auf die Qualität achte, ganz besonders natürlich bei lebenden Tiere, kauf ich diese nur im extremen Ausnahmefall online, denn der Paketversand ist immer ein hoher Stress für die Tiere. Da gehe ich dann doch lieber direkt zum Züchter oder direkt zum Verkäufer.

    Natürlich wird jeder für sich selbst entscheiden, wo er einkaufen möchte. Was ich bedaure, ist die extreme Kommerzialisierung der Aquaristik, weg von der Liebhaberei, hin zum großen Geschäft. Die kleinen Fachhändler, die gerade die Aquaristik ursprünglich erst möglich gemacht haben, sind vieler Orts
    verschwunden. "Geld spielt keine Rolle", Hauptsache "haben", zeigen was man Besonderes hat, dass sind typische Merkmale unserer Gesellschaft. Und heute leider auch der Meeresaquaristik.

    Hallo,

    nun hat sich doch schon etwas getan! Der von mir verlinkte Händler, welcher stolze 399,95 Euro verlangt hatte, bietet nun Nachzuchten für 171 Euro an, also nur ca. 40 % des ursprünglichen Preises. Wer im Internet sucht, wird mit Nachzuchten aktuell aber schon mit 139,95 Euro fündig. Im Vergleich zu dem Karlsruher Händler bekäme er dann gleich vier Fische!!!

    Gruß

    Bernd

    Klaus Jansen,

    unsere Wertvorstellungen sind sehr verschieden. Dass es hier, wenn man Wuchergebaren oder grenzenloses Profitstreben nicht unbedingt als besonders fair und anständig empfindet, schon wieder ins Persönliche abgleitet, finde ich sehr bedauerlich. Einen bestimmten Diskussionsteilnehmer habe ich ja nicht angesprochen.

    Es war eine gute Entscheidung, die Klimadiskussion zu beenden. Die dortigen Auseinandersetzungen will und werde ich hier nicht fortsetzen. Da wurden reihenweise Dislikes verteilt, die wenigsten mit Sicherheit von mir, sehr viele vielleicht von dir? Leider wird im Gegensatz zur positiven Bewertung bei der negativen nicht der Name mit angezeigt. Deine Interpretation, dass man jemand seine "Verachtung" zeigt, wenn man seinen Beitrag nicht gut empfindet, finde ich seltsam.
    Zu negativen und positiven Bewertungen, die ich treffe oder getroffen habe, stehe ich. Darüber muss ich aber mit dir bestimmt nicht diskutieren.

    Ich möchte nicht, dass hier schon wieder eine Diskussion in einer Sachfrage unschön aus dem Ruder läuft. Für mich ist dieses Thema daher besser beendet.

    Hallo Daniel,

    vielleicht hast du übersehen, dass ich von einem billig gekauften "Altbestand" geschrieben habe. Was deine Unterstellungen nun mit Verbindungen zum Anstand zu tun haben sollen, kann ich leider nicht nachvollziehen. Muss man da schon wieder persönlich werden? Diskussionskultur???

    Klar, die Wertvorstellungen sind unterschiedlich. Ich vermisse ihn jedenfalls bei plumpen Bereicherungsversuchen. Einfach schade um unser Hobby.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    Korallenzucht-Karlsruhe verlangt nun 600 Euro !!!! Es ist unglaublich wie sich da einige Händler bereichern wollen, denn bei dem in Karlsruhe schwimmen sie schon lange herum und sind offensichtlich zu normalen Preisen eingekauft worden.

    Ich muss nicht unbedingt auf den Cent schauen, aber wir Aquarianer sollten auch unsere eigene Marktmacht nutzen und dies derartigen Halsabschneidern spüren lassen. Seltene Fische dürfen nicht zum Statussymbol werden. Da sollten dann die Händler darauf sitzen bleiben!

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    selbstverständlich verbreiten sich die Kugelalgen nicht nur durch vegetative Knospung. Im Hauptbecken waren sie bei mir nach dem Krabbeneinsatz für lange Zeit verschwunden, aber aus dem ein Stockwerk tiefer liegendem Technik-/Algenbecken wurden offensichtlich Gameten oder Rhizoide (winzige Befestigungshaare der Algen, aus denen sich auch neue einzelligen Kugelalgen bilden können) dann wieder nach oben ins Riffbecken gespült.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    sehr schade ist die Entwicklung schon, denn gerade Zebrasoma flavescens gehört zu den schönsten und dankbarsten Fischen in unseren Riffaquarien. Man kann nur hoffen, dass das Umweltprüfverfahren kein Fangverbot für die Ewigkeit bedeutet. Nachzuchten sind ja leider aufgrund des geringen Angebotes derzeit keine Alternative. Im Handel sind die Preise für Z. flavescens schon vor einiger Zeit explodiert und derzeit werden kaum noch welche angeboten.
    Organisierten "Tierschützern" ist die gesamte Tierhaltung einschließlich Aquaristik schon lange ein Dorn im Auge. Sie sehen dies häufig auch stark ideologisiert. Wenn dann allerdings auch Überfischungen festgestellt werden, machen Beschränkungen durchaus auch Sinn.

    Leider muss man heute realisieren, dass die Meeresaquaristik auch ein Modetrend weg vom echten Aquarianer geworden ist. Dies sieht man ja in den Foren mit der großen Zahl von unbedarften "Eintagsfliegen". Dies führt dann aufgrund vieler vermeidbarer Anfangsverluste zu einem hohen "Tierverbrauch" und der damit verbundenen Kritik an der Aquaristik.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    die Mitrax-Krabben sind für mich auch die beste Lösung, denn in einem einigermaßen gut eingerichteten Becken wird man nur schwer alle kleinsten Reste der Kugelalgen finden und mechanisch entfernen können.
    Ich hatte vier Krabben im Becken, die es wirklich optisch bestens von Kugelalgen gesäubert hatten. Jetzt, gut zwei Jahre später, die Krabben sind längst im "Krabbenhimmel", zeigen sich an einigen Stellen zwischen den Acroporas wieder Kugelalgen.
    Winzige Reste können leider immer irgendwo verbleiben, auch an Stellen wo die Krabben nicht hinkommen. Von da aus geht die ungeliebte Besiedlung wieder los. In absehbarer Zeit werde ich daher diese "Putzhelfer" auch wieder beschaffen müssen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Hajo,

    mir scheint, dass es wichtig ist, dass die Algen oder deren Sporen überhaupt erst einmal ins Becken kommen. Diese sind dann wohl recht robust und anpassungsfähig, so dass für deren Wachstum eine relativ große Bandbreite der Bedingungen ausreichend ist.
    Ich gehe davon aus, dass ich nicht nur Mesophyllum (Meeresflechte), sondern noch einige andere Arten von Kalkrotalgen im Becken habe. Richtig um eine Identifizierung habe ich mich allerdings noch nicht bemüht.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    Kalkalgen gehören für mich auch zu den erstrebenswerten, optisch besonders natürlich wirkenden Siedlern auf der Beckendekoration!
    Ich habe sie eigentlich von Anfang an mit bestem Wuchs sowohl in meinem Riffaquarium als auch im großen Technikbecken. Sie bilden regelmäßig auch feste und blättrige Kalkformationen und überziehen Gestein und Einrichtungsgegenstände, selbst Kunststoffkabel.

    Eines ist für mich sicher, sie haben bei mir keinesfalls den Korallenwuchs beeinträchtigt (der ist fast zu stark), sie gedeihen völlig unabhängig von den Lichtverhältnissen (im Riffbecken früher bei starker HQI-Beleuchtung, heute bei T5 und unten im Technikbecken bei dürftigen T8- Funzeln), sie haben Störungen bei den Nährstoffkonzentrationen (sowohl nach oben als auch nach unten) toleriert, ebenso Schwankungen der Alkalinität und Jod habe ich noch nie gemessen oder gezielt zugegeben.

    Woran es liegt, kann ich also nicht zuverlässig sagen, vermute aber zwei Faktoren:
    1. Wurden Kalkalgen am Anfang meiner "Aquarianerkarriere" in diversen Formen aus der Natur eingebracht (Lebendgestein und Mitbringsel von Reisen aus verschiedenen Gebieten, vom Mittelmeer bis zu div. tropischen Gewässern. Sie waren und blieben also immer da).
    2. Ich verwende seit den Anfangszeiten einen Kalkreaktor mit natürlichem Korallenbruch. Da wird neben Calcium auch manch anderes eingetragen. Zusätzlich gleiche ich das Verdunstungswasser mit Kalkwasser aus. Die Calciumkonzentration liegt immer bei etwas 420 - 430 mg/l.

    Gruß

    Bernd

    ICP-Analysen in einem so großen zeitlichen Abstand wie 6 Monaten machen überhaupt keinen Sinn, sollte man gleichzeitig auf die Tröpfchentests verzichten. .

    Wenn man eine ICP-Analyse in größeren Abständen durchführt, dann eher, um die Titrationstests zu kalibrieren.


    LG,
    Bernhard

    Hallo,

    auf regelmäßige Tröpfchentests zu verzichten, hat m.W. niemand empfohlen, aber um den exakten Status der wichtigsten Wasserwerte, also auch um einen Vergleich mit den eigenen Messergebnisse zu haben, macht ein ICP-Test in größeren Abständen durchaus Sinn. Gerade bei Ungeübten sind ja die eigenen Tests nicht immer unbedingt so zuverlässig. Dies gilt beispielsweise für Ableseprobleme bei PO4-Tests bei denen die Farbvergleiche oft recht schwierig sind.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Andy,

    pauschale Aussagen sind eigentlich nicht sinnvoll, denn viele Wasserwerte sind von den individuellen Gegebenheiten abhängig. Als Einsteiger, aber auch bei Neueinrichtungen sind häufigere Messungen nötig.
    Zunächst als wichtigstes wäre die Salinität (am besten mit Spindel) zu messen. Wenn du keinen Wasserwechsel machst und regelmäßig mit Osmosewasser die Verdunstungsmenge ergänzt, brauchst du für diese Zeit nicht nachzumessen, da sich da ja nichts verändert. Bei Teilwasserwechseln - sehr sinnvoll!!! - musst du natürlich die Werte zur richtigen Einstellung wieder messen. Alle 1 - 2 Monate sollte man im Hauptbecken die Salinität trotzdem nachprüfen.

    Calcium musst du nur messen, wenn du entsprechenden Verbrauch durch Korallenwuchs hast. Da reicht aber eine monatliche Messung. Im Lauf der Zeit wirst du den Verbrauch auch selbst abschätzen können.
    Magnesium messe ich überhaupt nicht mehr. Da ist in den gängigen Salzmischungen so viel vorhanden, dass es durch die Teilwasserwechsel genügend zugeführt wird.

    Wichtig ist in der Anfangszeit eine regelmäßige Messung der Alkalinität (=KH). die sollte nicht stark schwanken und optimal zwischen KH 7 und 8 liegen. Die Messintervalle sollten am Anfang zwei Tage sein. Nach einigen Wochen erkennst du dann den Verbrauch in deinem Becken, so dass du die Intervalle und eventuelle Zugaben zum Ausgleich immer mehr ausdehnen kannst.

    Die Nährstoffwerte (NO3 und PO4) würde ich anfangs wöchentlich messen. Wenn sie stabil im richtigen Bereich liegen, dann eher monatlich. Ich, als lange Erfahrener, messe diese nur noch selten, allenfalls wenn mir Störungen am Korallenbild auffallen. Aber dazu wirst du sicher noch ein bisschen Zeit benötigen.

    Ansonsten messe ich gar nichts mehr. Wenn alles gut läuft, ist dies auch nicht nötig. Als Einsteiger macht es allerdings eher Sinn, alle 6 Monate einmal eine Laboranalyse machen zu lassen. Allerdings werden da auch viele überflüssige Werte - insbesondere Spurenelemente - gemessen und viele Leute bei Abweichungen meist unnötig verrückt gemacht.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Robin,

    das Problem beim Einsatz von Breitbandantibiotikas ist, ganz abgesehen von den Auswirkungen auf die gesamte bakterielle Beckenbiologie, die Gefahr der Resistenzbildung. Diese besteht vor allem dann, wenn unzureichende oder zu kurze Dosierungen erfolgen, weil dann eventuell resistente Mutationen die Behandlung überleben und sich dann stark vermehren könnten. Bei einer Verabreichung des Chloramphenicols über das Futter sehe ich diese Gefahr besonders, weil du da keinen Überblick über die nötige Dosierung und tatsächliche Aufnahme hast.
    Tierärzte sind in diesem Zusammenhang bekanntlich oftmals zu sorglos. Wenn schon ein Antibiotikaeinsatz, dann würde ich das Becken insgesamt behandeln, also eine ausreichende Dosis auflösen und ins Wasser geben. Auf Fische und Korallen hat dies keine unmittelbare negative Auswirkung.
    Wichtig wären dann aber neben der Aktivkohlefilterung auch Wasserwechsel und eine das Antibiotika zerstörende Behandlung des gewechselten Altwassers. Hierzu gab es in den Foren schon konkrete Rezepte.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Sven,

    dass Thema Bakteriophagen wurde als eine eventuelle Möglichkeit der Bekämpfung von Cyanobakterien diskutiert. In der Medizin kamen sie nach Erfolgen in Georgien als Behandlungsmöglichkeit gegen multiresistente Bakterien in die Diskussion. Die Georgier hatten sie aus Abwässern filtriert, daher auch der Versuch in der Aquaristik. Dies scheint aber auf Einzelfälle begrenzt geblieben zu sein.
    Nun gibt es auch Bakteriophagenpräparate im Handel, allerdings sind sie relativ teuer.
    https://mybacteriophage.net/products/bacteriophage?variant=31300703027286¤cy=EUR&utm_medium=product_sync&utm_source=google&utm_content=sag_organic&utm_campaign=sag_organic&utm_campaign=gs-2019-11-24&utm_source=google&utm_medium=smart_campaign&gclid=EAIaIQobChMI6dzpz5eK7gIVFtN3Ch2knAY7EAQYASABEgLxDfD_BwE
    Ob damit schon jemand in der Aquaristik Versuche gemacht hat, weiß ich nicht, wäre als Ansatz aber sicher denkbar.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    als "Wohnzimmer tauglich" würde ich nur eine aufliegende und geräuschlose Beleuchtung sehen. Hängende Leuchten geben hässliches Streulicht in den Wohnraum ab; LED-Leuchten haben häufig aktive Kühlungen mit entsprechender Geräuschabgabe.
    Ich persönlich verwende aus diesen Gründen nur die bewährte T5-Beleuchtung mit Röhren von ATI.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Torsten,

    Actinotrichia fragilis ist nicht als wuchernde Alge bekannt. Ob sie aber von dir zutreffend bestimmt wurde, lässt sich aus dem Foto aber nicht einmal annähernd beurteilen.

    Gruß

    Bernd

    Von mir auch ein frohes neues Jahr. Die Zugabe von Medikamenten ist leider oft etwas problematisch. Ob die Reste von Flucanozol gegen höhere Algen bei einem kurzzeitigen Bad helfen, weiß ich nicht. Ebenso unklar ist die Wirkung auf die gesamte Beckenbiologie bei einem eventuellen Einsatz im Hauptbecken.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Chris,

    bei der Verwendung eines Kalkreaktors erfolgt die Zugabe von Calcium- und Carbonat-Ionen zwar im Verhältnis 1 : 1, da aber der Verbrauch bei der Kalkbildung nicht der einzige Einflussfaktor ist, ergeben sich immer wieder Abweichungen, denen man, dem jeweiligen tatsächlichen Verbrauch entsprechend, begegnen muss. Dies gilt ja auch bei der Zugabe von Mischpräparaten, bei denen die Ionen im gleichen Verhältnis zugegeben werden.
    Je nach individueller Beckensituation, die niemals pauschal vergleichbar ist, muss man also gelegentlich die Calcium- oder Alkalinitätswerte mit entsprechenden Zugaben einzelner Balling-Komponenten ausgleichen.

    Ich persönlich verwende schon immer einen Kalkreaktor, aber in Kombination mit einem Verdunstungswasserausgleich durch Kalkwasser. Der parallele Betrieb dieser beiden Zugabemethoden gleicht die gegenteiligen Auswirkungen auf den pH-Wert aus.

    Gruß

    Bernd