Beiträge von Bernd Koberstaedt

    Hallo Ingo,

    Copepoden ernähren sich ausgesprochen vielseitig. Bei der Zucht verwendet man beispielsweise sehr gern Isochrysis, eine Mikroalge. Es kann sein, dass sie auch Kieselalgen fressen, ich weiß es nicht genau, aber sie sind darauf keinesfalls angewiesen. Ob man in seinem Aquarium deshalb unnötigerweise Kieselalgen züchten möchte, bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Anderen hier empfehle ich es jedenfalls nicht. Nutzen und mögliches Risiko stehen da für mich in keinem vernünftigen Verhältnis.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Ingo,

    ich würde den Silicatgehalt so tief wie möglich halten und nicht mit dem Nachfüllwasser erhöhen! Zwar ist es eine Nahrungsquelle für Kieselalgen, welche man aber auch nicht im Becken haben sollte, denn diese sind ihrerseits eine wichtige Futterquelle für Dinoflagellaten. Und deren Plagen möchte man ja ganz bestimmt nicht fördern.
    Andere Mikroalgen benötigen kein Silicat. Für den Aufbau der Nahrungskette im Bereich der Mikroorganismen sind Kieselalgen nicht erforderlich.

    Gruß

    Bernd

    Wenn man die Cyanos absaugt und das Wasser über Watte o.ä. filtert, muss man es nicht wegschütten. Man bekommt da ja ohnehin nur einen Teil der Cyanobakterien aus dem Becken; die einzelnen Cyanos sind aber auch nicht das Problem. Problematisch sind die sich bildenden Beläge. Zumeist handelt es sich dabei auch um sogenannte Aggregate, einer Mischung von Cyanobakterien mit anderen Mikroorganismen.
    Der Sinn der Störung bzw. Entfernung von den Siedlungsplätzen ist vor allem die Antragungen von Hemmstoffen zu beseitigen. Diese Toxine werden von den Cyanos im "Kampf" gegen andere Besiedler abgegeben. Diese können sich dann nicht auf den freien Plätzen etablieren.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Rene!
    Warum soll er den Sand rausschmeißen wenn er auf den Steinen Cyanos hat?

    Hallo Reinhard,

    Live Sand ist tatsächlich häufig eine Quelle organischer Belastungen! Viel Leben - wenn überhaupt - ist darin nicht enthalten, dafür aber möglicherweise mehr oder weniger große Mengen belastender Stoffe. Starke Phosphatbindung durch Totgestein und gleichzeitig mögliche erhöhte Nitratabgabe aus dem Sand gerade in der Startphase sowie noch jede Menge von Mikroorganismen unbesiedelter Flächen auf dem Totgestein, relativ starker Fischbesatz bei noch geringem Nährstoffverbrauch durch Korallen sind günstigste Voraussetzungen für mögliche Massenvermehrungen von Cyanobakterien.

    Übrigens, starke Strömung begünstigen auch die Bildung von Cyanobelägen!

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    weiß jemand, ob der Orca-Kleber ein Polymerkleber ist? Polymerkleber, im Handel oft unter der Bezeichnung "Kleben und Dichten" angeboten, klebt nämlich auch auf nassen Flächen. Damit habe ich von außen auch schon ein gefülltes tropfendes Becken provisorisch abgedichtet, ebenso bei einem Glassprung eine Gegenscheibe aufgeklebt.
    Kleben und Dichten verwende ich inzwischen auch im Bad anstatt Silikon für Fugen. Im Gegensatz zu Silicon bilden sich da keine Schimmelstellen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Hajo,

    alles schön und gut, ich kenne mich mit der aktuellen Zucht von Zebrasomas etc. auch gar nicht aus. Aber aus der Süßwasseraquaristik weiß ich noch, dass es da bei nicht mehr importierten Arten in der Nachzucht, unabhängig von den Aufzuchtbedingungen, nach einigen Zeiten nicht nur - zu manchmal gewollten - Farbmutationen gekommen ist, sondern Inzuchtdepressionen auch zu Degenerationserscheinungen, verstärkter Krankheitsanfälligkeit usw. führen können. Durch Austausch zwischen verschiedenen Zuchtlinien wurde/wird dem begegnet, was aber bei der weit geringeren Masse an Fischen in der Meerwasseraquaristik deutlich schwieriger sein dürfte.

    Wie gesagt, ich bin kein Züchter und will dies auch nie werden, aber ein allgemeiner Denkanstoß sei mir gestattet. Es wäre für mich schon schade, wenn anstatt der natürlichen Ursprungsformen eines Tages bei uns immer mehr monströse Mutanten in unseren Riffaquarien herumschwimmen würden. Die Gier nach angeblichen "Raritäten" fördert ja derartige Entwicklungen, wie wir es auch heute schon bei Amphibrions beobachten können.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    die "Geschwisterverpaarung" mit möglichen Folgen der Inzuchtschäden dürfte bei heutigen Zuchtversuchen nicht unbedingt die Ausnahme sein. Bei der Zusammenstellung der Zuchtpaare wird vermutlich eher selten auf eine unterschiedliche Herkunft geachtet. Wenn man dann Tiere womöglich vom gleichen Züchter kauft und mit diesen erneut züchtet, wird das genetische Potential stark eingeschränkt. Ich weiß nicht, ob dies immer allen "Züchtern" bewusst ist.
    Ein auffälliges Beispiel sind für mich häufig angebotene P. fridmani, bei denen die ursprünglich leuchtend violette Farbe stark verblasst ist. Ähnliches sieht man auch bei Nachzuchten von Zebrasoma flavescens. Da liegt der Verdacht der Inzucht doch recht nah. Vor allem bei Fischen, die nur noch selten oder gar nicht mehr importiert werden, sehe ich da bei längeren Nachtzuchtlinien Gefahren.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    ich schließe mich da Burkard´s Ausführungen voll an. Konkrete Aussagen sind pauschal einfach nicht möglich. Meine Erfahrungen mit meinem stark gemischten Besatz zeigen beispielsweise, dass div. Acroporas, Montiporas, Pocilloporas, Seriatoporas, Pavonas und Stylophoras bei Werten von ca. 5 mg/l NO3 und 0,03 PO4 gut wachsen, Fimbriaphyllia paraancora wuchert sogar richtiggehend, während andere LPS wie Caulastreas oder Favites stagnieren. Weichkorallen wie Sinularias oder Sacrophyton wachsen und vermehren sich auch sehr gut, zeigen aber nur sehr selten ihre Polypen.

    Bei einem gemischten Besatz muss man einen Mittelweg suchen, aber eben auch Kompromisse machen. Nicht alles gedeiht gleichmäßig gut. Einzelentnahmen von Korallen gleich welcher Art zeigen bei meinem dichten Besatz keinerlei Veränderungen bei den Nährstoffwerten. Ich füttere ein- bis zweimal wöchentlich bei den Korallen mit flüssigem Korallenfutter oder Staubfutter ganz leicht zu; reines Phosphat oder Nitrat aber niemals.

    Gruß

    Bernd

    Hallo zusammen,

    mir ging es primär um den Verdacht, dass Nachzuchten durch möglicherweise fehlendes oder geringes Angebot von Aiptasien als Futter in der Aufzuchtzeit unzureichend auf dieses geprägt werden könnten. Gestützt wurde dies durch die Beobachtung, dass sich ein - allerdings vor ein paar Jahren - gekaufter Feilenfisch, damals direkt aus einem Import stammend, recht schnell über die Glasrosen hergemacht hatte. Nach deren fast vollständiger Beseitigung musste ich ihn abgeben, da er zusehends abmagerte. Anderes Futter nahm er nur zögerlich. Bei einem befreundeten anderen Aquarianer war er wieder richtig "aufgeblüht", wurde ihm dann aber später zu groß.

    Längere Zeit später, als wieder einige Glasrosen aufgetaucht waren, kamen nach und nach insgesamt drei weitere Feilenfische in das Becken, alle vermutlich Nachzuchten. Die ersten Zwei haben gar nichts gebracht, der Jetzige - nach nicht lange im Aquarium - könnte nach vorsichtiger Beurteilung besser sein; zumindest sieht es nach einem leichten Rückgang aus.
    Ich habe ja kein großes Massenauftreten im Becken. Durch den dichten Korallenbestand sind viele Bereiche aber auch nicht einsehbar. Ich möchte daher einfach alles ein bisschen unter Kontrolle behalten. Manuelle Bekämpfungsversuche wären bei mir nicht zu bewerkstelligen.

    Sollte die Züchter also, wie hier geschrieben, ihren Nachwuchs auch entsprechend füttern, wäre dies natürlich sehr sinnvoll, denn die Feilenfische werden wohl überwiegenden aus diesen Gründen gekauft. Ob dies tatsächlich bei allen Anbietern auch der Fall ist, kann ich nicht beurteilen. Ein bisschen Skepsis bleibt da schon.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    über den Tangfeilenfisch Acreichthys tomentosa als Fresser von Aiptasien werden ja immer wieder unterschiedliche Erfahrungen berichtet. Ich hatte im Lauf der Jahre insgesamt vier Feilenfische im Becken, ebenfalls mit unterschiedlichen Erfahrungen.
    Mir ist aufgefallen, dass in letzter Zeit vermehrt kleinere Exemplare im Handel angeboten werden. Vermutlich dürfte es sich dabei um Nachzuchten handeln. Mein letzter A. tomentosa, der nach dem Einsetzen recht scheu war und sich viel versteckt hielt, hat zwar bald Frostfutter genommen, Aipatsien aber lange ignoriert.

    Weiß jemand mit was diese Nachzuchten aufgezogen bzw. vorwiegend gefüttert werden? Ich vermute nämlich, dass bei der Aufzucht eher selten Glasrosen angeboten werden, was eventuell Ursache dafür sein könnte, dass sich diese Fische aus Unkenntnis oft nicht dafür interessieren. Wenn dies tatsächlich der Fall wäre, müsste man wohl eher auf Wildfänge setzen, wenn man sie vornehmlich zur Beseitigung von Glasrosen halten möchte.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Chris,

    die Strömungen verlaufen im unteren Bereich von rechts und links hinten zur Beckenmitte vorn und oben bilden sie eine Ringströmung. Durch den starken Korallenwuchs werden sie jedoch zigfach gebrochen. Die beiden unteren Pumpen und die Linke oben sind - jeweils in Streifen blauen Filterschwamm gegen Vibrationen gesichert - versteckt zwischen Lebendgestein gelagert. So tun sie nun schon seit 2004 störungsfrei ihren Dienst. Störungen wären natürlich schon problematisch, denn da müsste ich schwer im Becken umräumen.
    Für mich ist aber der optische Gesamteindruck des Aquariums als dekoratives Element im Wohnbereich sehr wichtig. Sichtbare Technik ist da ein No-Go. Das gilt auch für frei hängende Beleuchtung mit Streulicht; deshalb geschlossenes Becken mit T5-Röhren in einer flachen Abdeckung. Die gesamte Technik befindet sich in einem Werkstattraum ein Stockwerk tiefer. Den Wasserumlauf bewerkstelligt eine Jebao-Punpe.

    Gruß

    Bernd

    Wie auch, Bernd .... du hast ja keinen Platz mehr :winking_face: :thumbs_up:

    Grüße ... Klaus

    Hallo Klaus,

    da hast du recht, aber in seltenen Ausnahmefällen ist dann die Versuchung doch zu groß. Da muss dann aus dem Altbestand etwas weichen. Meist im Winter, wenn man sich weniger auf den Garten und mehr auf das Aquarium konzentriert. Von Frischimporten lasse ich aber eher die Finger. Mein Altbestand stammt zwar teilweise auch aus "Eigenimporten", nämlich "Mitbringsel" von früheren Reisen (besonders La Reunion). Damals waren die Verbote noch nicht so streng, ebenso wie die Kontrollen bei der Einreise über Straßburg und der "Importeur" noch mutiger (jünger/doofer).
    Mit Wilsonis und Trachys hatte ich übrigens auch nie Glück. Dass die aus kälteren Zonen kommen, war mir auch nie bewusst. Man lernt doch immer wieder hinzu. :thumbs_up:

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    die unterschiedlichen Erfahrungsberichte sind für mich schon recht interessant. Wie ich eingangs schon geschrieben habe, benötige ich kleine Strömungspumpen, weil diese verdeckt eingebaut sind und ich lediglich eine schwache, laminare Strömung wünsche. Den ganzen Hype um angeblich nötige Mindestströmungen, Strömungsstärken und Strömungsbilder kann ich aufgrund meiner langjährigen Erfahrungen ohnehin nicht teilen. Mein Korallenwuchs ist nach meinem Empfinden recht gut, vielleicht sogar zu stark, so dass ich immer wieder "gärtnern" muss.

    In meinem 500 l-Becken laufen vier Turbellen 6025 und eine weitere im 1000 l Technikbecken/Algenrefugium. Drei der Pumpen sind direkt im Grundgerüst des Riffbeckens unsichtbar eingebaut. Sie laufen störungsfrei seit 2004! Von generell mangelhafter Technik bei Tunze kann also keine Rede sein. Die vierte Pumpe befindet sich nahe der Oberfläche, durch eine dichte Gorgonie optisch gut verdeckt, aber nahe der Beleuchtung und dadurch häufig mit Algen, Mikroschwämmen etc. zugesetzt, was eine regelmäßige Reinigung erfordert. Gleiches gilt für die Pumpe im TB, und diese beiden Pumpen habe ich nun durch die neuen, die leichte Laufgeräusche erzeugenden Pumpen ersetzt.

    Aufgrund der langen Zeit seit der Inbetriebnahme der alten Pumpe hatte ich die ursprünglich vielleicht auch schon vorhandenen Geräusche in der Einlaufzeit wohl nicht mehr auf dem Schirm. Dank eurer guten Hinweise werde ich mich nun etwas in mehr Geduld üben, wobei eine Besserung bisher allerdings noch nicht eingetreten ist. Eventuelle Alternativen wurden ja auch schon geschrieben, allerdings machen "Riesengeräte" für mich grundsätzlich keinen Sinn. Der Preis wäre für mich weniger relevant, sollte aber in einem angemessenen Verhältnis zum realen Nutzen stehen. Für mich gibt es hierfür einfach keinen Bedarf, aber bei anderen Leuten mag dies auch anders sein. Insofern halte ich die Diskussionen schon für hilfreich.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    um nochmals zu den Ablegersteinen zurückzukommen, ich verwende sie grundsätzlich nicht, schon allein aus optischen Gründen. Das Grundgerüst meines Beckens besteht aus ein paar lebenden Steinen. In diese hatte ich ursprünglich die Korallenableger nach Entfernen der Sockelsteine in vorhandene Spalten oder zusätzlich gebohrte Löcher einfach ohne Verklebung hineingesteckt. Dies hat hervorragend funktioniert. Die Ableger sind dort schnell festgewachsen. Später, nachdem sich kräftige Korallenstöcke entwickelt haben und das Becken m it seinem stark gemischten Besatz stärker zugewachsen ist, habe ich Neuzugänge einfach zwischen den vorhanden Bestand geklemmt. Ganz leichte Vernesselungen hat es dabei allenfalls anfänglich in Randbereichen gegeben; die Korallen haben sich aber bisher immer nach kurzer Zeit miteinander arrangiert und sind im Lauf der Zeit zu fest verbunden Blöcken verwachsen. Hierzu ein Foto von einem Ausschnitt meines Beckens.
    Auch die Fimbriaphyllia (früher Euphyllia) paraanchora - links im Bild - wurde als Fragment mit drei Köpfen einfach auf eine freie Stelle gelegt, hat sich problemlos eingefügt und stark entwickelt. Trotz mehrfacher Teilung ist sie mir inzwischen auch wieder zu groß, und man weiß gar nicht mehr wohin mit den Ablegern.
    Bakterielle Probleme mit Korallen hatte ich noch nie, allerdings verzichte ich ganz bewusst auf ein ständiges Sammeln von Neuimporten.

    Gruß

    Bernd


    Hallo,

    ich verwende seit vielen Jahren die kleinen Strömungspumpen Tunze Turbelle 6025. Diese waren immer sehr leise und zuverlässig. Die letzten beiden neuen Pumpen sind jedoch nicht mehr so ruhig; ein leichtes Brummen oder Rauschen ist zu hören. Alle Versuche die Geräusche zu beseitigen waren leider erfolglos. An der Befestigung liegt es nicht. Offensichtlich erzeugen die Läufer die Geräusche. Eingelaufen waren beide Pumpen.
    Hat jemand ähnlich Erfahrungen? Habt ihr Empfehlungen für andere kleine Strömungspumpen, die wirklich ganz leise laufen?

    Gruß

    Bernd

    Hallo Hajo,

    man glaubt es ja selbst kaum, aber ich habe tatsächlich kurz nach der Hochzeit mit der Meeresaquaristik ( zunächst Aktinien aus dem Mittelmeer ) begonnen und im kommenden Frühjahr werden es 50 Jahre. Man kann sich das gar nicht so richtig verinnerlichen, aber wenn weiter alles so gut bleibt, dann ist dies schon okay.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    das Thema wurde hier ja schon oft diskutiert. Zu energiereiche blaue Strahlung ist auf jeden Fall kontraproduktiv. Mondlicht steuert das Ablaichen der Korallen. Armin Glaser hatte da schon über schwere Folgen berichtet.
    Ich halte es generell für unnötige Spielerei. Es handelt sich ja um ein Zusatzprodukt der Lampenindustrie, ursprünglich wohl um einzelne Leuchten gegenüber Konkurrenzprodukten herauszuheben. Später kamen dann "Sonnenuntergänge" oder "Gewitterstimmungen" hinzu. Den Tieren dürfte dies alles egal sein.

    Springende Fische habe ich in meiner nun fast 50 jährigen Praxis allenfalls bei Neuzugängen oder neu eingerichteten Becken beobachten können Ansonsten finden die Fische ihre festen Schlafplätze und entwickeln auch ein gewisses Zeitgefühl wenn das Licht ausgeht.
    Bei Neuzugängen habe ich einfach eine kleine Lampe im Zimmer 1 - 2 Stunden noch brennen lassen; dies aber auch nur wenige Tage.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Werner,

    genau diese beiden Salzsorten verwende ich im Wechsel seit Jahren mit bestem Erfolg. Fauna Marin ist etwas teurer, deshalb wird es vielleicht seltener gekauft.
    Probleme beim Wechsel sehe ich nicht, auch nicht bei irgendwelchen Justierungen. Nachmessen muss man von Zeit zu Zeit immer. Zwischen den einzelnen Chargen gleicher Hersteller kann es auch zu geringen Abweichungen kommen. Geringe Schwankungen stellen aber kein Problem dar, denn bei den normalen Teilwasserwechseln wird der Beckenstatus ja nicht gleich radikal verändert.
    Beide Marken verwenden qualitativ hochwertige Salze. Da im Riffaquarium Calcium etc. verbraucht werden, sind diese Salze bei einigen Tropic Marin Salzsorten höher angereichert. Tropic Marin Classic eignet sich eher für reine Fischaquarien. Ich verwende Tropic Marin Pro Reef. Inwieweit sonstige "Zugaben" in weiteren Sorten tatsächlich sinnvoll oder notwendig sind, kann ich nicht beurteilen. Einmalige Versuche haben zumindest bei mir keine auffälligen Veränderungen bewirkt. Vielleicht hängt dies auch von individuellen Gegebenheiten ab.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Max,

    dies sehe ich genauso wie Rüdiger. Auch bei mir gibt oder gab es immer einmal ähnliche Störungen ohne zunächst ersichtliche Gründe. Im Nachhinein glaube ich, dass doch kleine Störungen im Nahrungshaushalt ursächlich waren, zumeist wohl zu starke unbemerkte PO4-Schwankungen. Da ich Störungen meist beim Ansehen der Korallen erkenne, messe ich nur noch selten. Dabei kann einem dann doch einmal etwas entgehen. Man hat im Becken etwas versetzt und Bodengrund aufgewirbelt, einen neuen Fisch eingesetzt und zur Eingewöhnung etwas mehr gefüttert oder Teilwasserwechsel länger versäumt. So können viele Ursachen vorliegen, an die man sich gar nicht mehr genau erinnert.

    Die Werte möglichst optimal halten und Ruhe zu bewahren, ist meist der beste Weg. Auf alle Fälle nie mehrere Veränderungen gleichzeitig durchführen, denn sonst kann man keine Kausalzusammenhänge erkennen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Joe,

    klar ist dies heute so, allerdings vergleiche ich die Situation mit der Vergangenheit, weit vor Corona. Sicher hat die Pandemie die Situation verschlechtert, schon allein wegen der geringeren Flugbewegungen und der damit verbundenen Transportkosten. Aber was beim Importeur auf Lager ist, wäre ja auch erhältlich. Und der weit besser bestückte Onlinehandel hat ja die gleichen Probleme, bietet aber viel mehr an. Viele Arten, eigentlich auch unkomplizierte, sind richtig "bunt", also keine "grauen Mäuse" und trotzdem kaum noch im Handel. Beispiele habe ich ja genannt.

    Und da sehe ich schon Unterschiede zur Vergangenheit. Viele Händler waren da selbst noch begeisterte Meeresaquarianer, die ihr Angebot an Gleichgesinnten orientiert haben. Da war man auch einmal an Neuem oder Experimenten interessiert. Heute scheint mir die Zielgruppe mehr auf die kommerziell besonders interessante Gruppe der Einsteiger ausgerichtet.
    Leider haben die von mir beschriebenen "alterfahrenen" Händlern hier nach und nach -so weit ich weiß aus Altersgründen - aufgegeben und keine Nachfolger gefunden. Der Fokus vieler Anbieter hier im Raum Karlsruhe liegt inzwischen weit mehr auf den Korallen. Scheinbar lässt sich damit auch mehr verdienen und die Fische sind eher "Beiwerk".
    Damit will ich keinesfalls Verkaufsgewinne an sich kritisieren! Natürlich sind diese notwendig. Schade finde ich nur das deutlich eingeschränkte Angebot. Seltsamerweise scheint es auch deutliche regionale Unterschiede zu geben, denn in Stuttgart gibt es beispielsweise "Große" mit einem eben auch großen Artenangebot.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Zusammen,

    viele Dank für die Rückmeldung. Über Betaisodona gab es ja m.W. vor langer Zeit einmal eine Diskussion mit Armin Glaser, der dieses Mittel in seinem Buch propagiert hatte. Dies würde ich auch nicht verwenden, weniger wegen dem bisschen Phosphat, wohl aber wegen möglicher sonstiger Inhaltsstoffe.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    der von Joe angeführte Rückgang der im Handel angebotenen Fischarten liegt nicht nur an Einfuhrverboten. Auf den Stocklisten der großen Importeure sind nämlich noch viele Arten aktuell zu bekommen. Viele Einzelhändler nehmen aber nur noch die - möglichst bunten - Fische ins Angebot, die - vorzugsweise von Einsteigern - schnell wieder weggekauft werden.
    Man sieht ja viele, früher üblich angebotene Arten wie div. Pictochromis, A. frenatus und Co. kaum noch bei den Händlern vor Ort, obwohl sie im Versandhandel zu bekommen sind. Aber wer will den Fischen schon den erneuten Versand zumuten.
    Die echten Spezialisten unter den Händlern werden immer weniger, wohl auch aus Personalproblemen. Dafür rückt der Kommerz weiter in den Vordergrund.

    Bernd

    Hallo,

    wie ist eigentlich der aktuelle Stand bei Iod-Zugaben? Habe hierzu lange nichts mehr gelesen. Was wird heute - abgesehen von Spurenelement-Mixturen - bevorzugt verwendet (Lugolsche Lösung, Betaisodona o.a.) und in welche Dosierung (täglich/ wöchentlich)?

    Gruß

    Bernd

    Hallo Klaus und Hans-Werner,

    danke für die Informationen. An sich läuft das Becken zwar auf relativ niedrigen, aber normalerweise stabilen Nährstoffwerten sehr gut. Ich muss nur relativ selten Nährstoffe zusätzlich ausgleichen (verwende dann Zooton), da der Eintrag vom Fischbesatz mit dem Verbrauch der Korallen meist im guten Verhältnis steht. Die Korallen wachsen mir fast zu stark. Aber offensichtlich war da die Versorgung während des Urlaubs doch etwas gestört.

    Viele Grüße

    Bernd

    Hallo Sven,

    ja, aber es gab keinerlei Folgen. Inzwischen ist alles gut weitergewachsen. An einen Zusammenhang nach der relativ langen Zeit glaube ich eigentlich nicht. Die Situation ist ja auch nicht dramatisch.
    Ich hatte nur einen guten Kommentar hier vor einiger Zeit in Erinnerung, in dem zwischen Schäden an der Basis und an den Spitzen mit den jeweils vermutlichen Ursachen geschrieben wurde, finde den aber auch in der Suchfunktion nicht mehr. Vielleicht erinnert sich hier doch noch jemand daran.
    Die Situation hatte ich vor langer Zeit schon einmal. Die Ursache konnte ich nicht zuverlässig ermitteln. Es hat sich dann aber nach kurzer Zeit wieder gegeben. Ich werde die Sache weiter beobachten.

    Viele Grüße

    Bernd

    Hallo,

    bei zwei Acroporas haben sich bei mir einige Spitzen aufgehellt und sterben nun ab. Wenn ich mich richtig erinnere, war bei beim Aufhellen von unten her Phosphatmangel oder zu schnelles Absenken die Ursache, aber wie war dies mit den Spitzen? Weiß das nicht mehr richtig, hatte seit langer Zeit keine Probleme.
    Betroffen sind nur zwei Arten (Enzmann und A. tumida).

    PO4 0,02 mg/l ( hat aber durch Urlaub etwas geschwankt); NO3 3-4 mg/l, KH 8, Ca 430 mg/l.

    Gruß

    Bernd

    gibt es bilder über die zeit, um das wachstum zu dokumentieren?

    Hallo Joe,

    eine zugängliche Dokumentation wäre mir auch nicht bekannt; Hannes Kirchhauser, der verantwortliche Vivariumsleiter wird dies aber intern wahrscheinlich schon gemacht haben.
    Ich habe die Entwicklung allerdings persönlich beobachten können; im Ergebnis nach einer zögerlichen Anfangsphase inzwischen guter Wuchs mit normalen, durchschnittlichen Farben.
    Für einen Vergleich LED mit T5 scheint mir das riesige, tiefe Becken jedoch nicht sonderlich geeignet. Mit Leuchtstoffröhren hätte man bei dieser Wassertiefe wohl gar nichts erreichen können. Die sieht es in unseren häuslichen Durchschnittsbecken doch völlig anders aus.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    ich klebe schon lange keine Korallen mehr. Kleine fragmentierte Stück stecke ich einfach in offene Löcher im Lebendgestein oder fixiere sie mit Steinchen. So wachsen sie recht schnell von allein fest. Wenn man allerdings "Umräumer" wie Seeigel im Becken hat, muss die Fixierung schon etwas stabiler sein.
    Große Korallenstöcken fixiere ich einfach durch das Zusammenstellen mit anderen Stöcken. Da kann es an den Berührungspunkten zwar gelegentlich zu kleinen Vernesselungen kommen; die werden aber schnell zuwachsen. Zusammengestellte Korallen bilden dann recht schnell fest verwachsene Blöcke, die nicht verschoben werden können.
    Zum bei mir regelmäßig notwendigen Beschneiden der schnell wachsenden Stöcke nehme ich dann ganze Blöcke heraus, trenne die unteren Teile ab und setze die oberen wie gehabt wieder ein.

    Wer sich Fotos von meinen Becken anschaut, wird kaum wirkliche Beeinträchtigungen der Korallenarten unter einander feststellen können. Da haben sich eigentlich alle Arten gut arrangiert.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    mir hatte damals mein Aquarienbauer gesagt, dass meine gewünschte Beckenform (abgeschrägte Ecken, also achteckig) und die Wulstverklebung physikalische Vorteile habe, weil sich der Druck auf 8 anstatt 4 Verklebungen verteile. Im Innenbereich befindet sich eine zusätzliche Eckenverklebung, die mit einem Glasstreifen abgedeckt ist. Verklebt wurde es mit schwarzem Silicon, welches haltbarer sein soll.
    Wie schon geschrieben, das Becken steht nun 17 Jahre ohne Probleme.
    Ich würde es wieder so machen, zumal die abgeschrägten Ecken gefälliger wirken als ein rechteckiger Klotz.

    Gruß

    Bernd