Beiträge von Bernd Koberstaedt

    Hallo Robert,

    doch, ich meine die einfachen Kunststoffventile mit denen man Aquarienluftschläuche regulieren kann. Damit kann man die geringe Menge Ablaufwasser ganz fein bis zum Tropfenbereich einstellen. Derzeit habe ich die von Gardena, alle anderen funktionieren natürlich auch.

    https://www.amazon.de/Pssopp-Luftven…ps%2C95&sr=8-29

    https://www.amazon.de/sourcingmap%C2…ps%2C95&sr=8-40

    https://www.gardena.com/de/produkte/be…3-16/901165501/

    Gruß

    Bernd

    Hallo Robert,

    da hat es bei mir seit Jahren nie Probleme gegeben. Was sollte da auch schon passieren? Schlimmstenfalls würde der Wasserspiegel im Aquarium so weit ansteigen, dass ein paar Tropfen in den Notablauf gehen. Die Regulierhähnchen sind ja einfach und robust, die Bypassleitung setzt sich auch nicht zu.

    Gruß

    Bernd

    Cycloop Eeze kenne ich nicht.

    Hallo,

    Cycloop Eeze war vor ein paar Jahren als Korallenfutter angesagt. Es handelt sich um spezielle Mikroorgansimen aus der Gattung der Copepoden, die nur in einem arktischen See in Kanada vorkommen, einen äußert hohen Anteil an ungesättigten und Omega 3 Fettsäuren sowie spezielle rote Farbpigmente besitzen. Es wurde damals als Frostfutter oder gefriergetrocknet vertrieben.
    Eigentlich war es wohl als besonders gutes Aufzuchtfutter bestimmt, wurde dann aber wegen seiner Feinheit auch als Korallenfutter verwendet. Irgendwann ist es dann aber aus dem Handel verschwunden.

    Inzwischen gibt es ja jede Menge verschiedener, meist auch nicht ganz billiger Korallenfutter. Ich habe eine ganze Reihe dieser Präparate schon verwendet; sie wirken nach meinen Beobachtungen alle ganz gut. Große Unterschiede habe ich nicht bemerkt, aber allerdings auch keine echten systematischen Vergleiche.
    Recht zufrieden bin ich mit JBL KorallFluid, einigermaßen preisgünstig und als Flüssigfutter am einfachsten zu verwenden. Ab und zu gebe ich auch Zooton von Tropic Marin, welches man aber vorher ein paar Minuten einweichen muss.

    Letztlich kenne ich aber keine echten Vergleichsstudien. Abgesehen von großen Werbeversprechungen gibt es immer nur gepostete subjektive Bewertungen.

    Glasrosen werden wohl von jeglichem Futter gefördert, seien es Futterreste aus der Fischfütterung oder auch Korallenfutter. Mein (allerdings erst dritter) Feilenfisch hält sie jetzt zuverlässig in Schach.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    nochmal ein kleiner Tipp zur Einstellproblematik. Ich hatte mit ganz verschiedenen Ventilen immer Probleme mit der letzten, ganz feinen Einstellung. Nach einiger Zeit war der Durchfluss immer wieder doch etwas zu schwach oder umgekehrt zu stark.
    Gelöst habe ich dies mit einer Bohrung und eingeklebtem Anschlussstück für normalen 6 mm Aquarienschlauch am Ablaufrohr vor dem das Wasser stauenden Hauptventil. Mit dem dünnen Schlauch, bei dem ich ein einfaches Regulierungsventil für Luftschläuche eingebaut habe, schaffe ich einen bis zur tropfenweisen Regulierung einstellbaren Bypass.

    Mit dem Hauptventil stelle ich die Wassersäule so ein, dass der Abfluss ganz, ganz wenig zu sehr gedrosselt ist, mit dem Ventil am dünnen Schlauch erfolgt die ganz feine Nachjustierung bis zur optimalen Einstellung. Mit dem Bypass ergänze ich also die fehlenden Feinheiten der üblichen Ventile.
    Bei Bedarf - gewisse Verschiebungen finden im Lauf der Zeit natürlich immer wieder statt - kann man mit dem Ventil am Bypass mühelos nachjustieren.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Chris,

    tut mir leid, aber ich bin hier ja nicht der Einzige, der beurteilen möchte, ob behauptete Erfahrungen auf realen Erkenntnissen oder bloßen Phantasie beruhen!, Schließlich muss man sie auch entsprechend bewerten können. Auf Friede, Freude, Eierkuchen allein kann ein qualifiziertes Fachforum sicher nicht basieren.
    Eine Klarstellung dürfte für Zanclus kein Problem sein, weshalb ich meine entsprechende Bitte ausdrücklich aufrecht erhalte.

    Hallo Stefan,

    genau kann ich dir dies nicht sagen. Da müsste man vielleicht auf den Etiketten nachsehen, sofern die Hersteller dies dort vermerken. Sicher ist es bei vielen Angeboten leider nicht, denn man möchte nicht immer gleich darlegen, dass man "nur einfache" Chemikalien anbietet.
    Ich vermute aber recht stark, dass es sich um Natriumnitrat wegen der sicheren Handhabung handelt. Bei 137 g NaNO3 in 1 Liter H2O gelöst, erhöht 1 ml Stammlösung den Nitratwert von 100 Liter Aquariumwasser um 1 mg/l.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Thomas,

    ach komm, der Besitzer des Aquariums muss dir doch auf ewig dankbar sein, dass du seine gelbe Brühe in ein absolutes Traumbecken verwandelt hast. Da wird er sicherlich noch ein oder zwei Bilder gemacht haben und sie dir zur Verfügung stellen können.
    Oder solltest du kleiner Schlingel etwa geschwindelt haben?

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Hallo Zanclus,

    um den hier entstandenen Vermutungen entgegenzutreten, dass du gar kein echter Meeresaquarianer bist und hier - aus welchen seltsamen Gründen auch immer - nur auf der Basis aufgeschnappter Fakten fabulierst, solltest du doch wenigstens einmal ein Paar Bilder von deinen angeblichen Becken posten!

    Zwar hast du hier schon behauptet, deine "Karriere als Meerwasseraquarianer vor Jahren gestartet zu haben". Auch willst du mit "Glasbecken gute Erfahrungen gemacht haben" und hast angeblich ein großes "800 l-Becken mit 80 cm Höhe betrieben, in dem alles gut wuchs und schöne Farben hatte", aber Bilder oder sonstige Beläge hierfür fehlen bisher. Hast du da auch keinerlei Fotos mehr???

    Dafür beziehst du dich häufig auf Erfahrungen irgendwelcher "Bekannten" oder ein angebliches "Pflegeaquarium", hier allerdings auch mit widersprüchlichen Aussagen. Zunächst hatte das angeblich "versiffte" und von dir dann im Lauf eines Jahres so grandios gerettete Aquarium "Nitratwerte von 60 und Phosphat 0,9", am letzten Sonntag waren es in deinen Ausführungen dann "Nitratwerte bei 100 und Phosphat über 1".
    Angeblich hast du damals Labortests machen lassen. Da müsstest du, wenn schon keine Fotos, doch auch ein paar Unterlagen haben. Oder ist da auch alles verschwunden?

    Im vergangenen Jahr hast du hier von einem "neuen Aquarium" und deinen angeblich "guten Erfahrungen mit Kupfer" im Wasser geschrieben und im Dezember von deinem "nächsten Meerwasseraquarium". Was ist damit oder existiert hier alles nur in deiner Phantasie und dem Bestreben hier aus irgendwelchen Gründen Mitzureden?

    Gruß

    Bernd

    Zanclus, berichte uns doch mal über Deinen aquarianischen Werdegang. Welche Becken hast Du wie betrieben und speziell bei welchen Acroporen hast Du bei deutlich erhöhten PO4 Werten noch ein signifikantes Wachstum erzielen können. Wie waren die sonstigen Wasserparameter und gab es Algenplagen? Wichtig wäre auch zu wissen, wie getestet wurde und ob die Ergebnisse reproduzierbar waren.


    LG Ralf

    Wichtig wären vor allem auch ein paar Fotos zur Dokumentation. Auf konkrete Fragen wurde ja bisher nie reagiert.

    Hallo,

    wie nun schon mehrfach geschrieben wurde, sind wir hier in einem Diskussionsforum. Da kann und soll jeder seine Erfahrungen posten. Allerdings steht es auch jedem Teilnehmer zu, dem zu widersprechen!
    Man kann - mit Rücksicht auf Leute, die in der Meeresaquaristik noch nicht sehr bewandert sind, hier im Fachforum aber zuverlässige Informationen suchen - klar erkennbar fachlich mehr als fragwürdige Dinge nicht immer einfach ignorieren.
    Klar gibt es auch unter Erfahreneren unterschiedliche Ansichten und Bewertungen. Da muss der Leser dann selbst entscheiden, wer oder was ihn fachlich mehr überzeugt.
    Wenn jemand aber regelmäßig Dinge postet, die meilenweit von den breiten Erfahrungen ausgewiesen erfolgreicher Aquarianer und Fachleuten abweichen, wissenschaftliche Erkenntnisse mit wiederholt Wortspielereien in Frage zu stellen versucht, wenig glaubhaft über angeblich eigene Erfahrungen berichtet, sich dabei manchmal - was dem sorgsamen Leser im Lauf der Zeit auffällt - gravierend selbst widerspricht, liegt es auf der Hand, dass da auch Akzeptanz verloren geht und Widersprüche deutlicher werden.
    Es ist vollkommen richtig, dass wir hier vermeiden sollten persönlich zu werden. Dies gilt auch für manche Wortwahl oder aggressiv provozierende Formulierungen. Geduld ist aber nicht unendlich, und wenn begründet der Eindruck entsteht, dass es häufig gar nicht um die eigentliche Sache geht, kann auch irgendwann die Toleranzschwelle überschritten sein.

    Gruß

    Bernd

    Klar Klaus, jeder hat auch gern schöne Hingucker im Becken, aber das geht ja auch gut bei den von dir eingestellten "Normalwerten". Hungerhaken hart am Rand der Limitierung müssen es dabei aber nicht sein, wie dein schönes Beispiel zeigt.
    Nachlassende Farben bemerke ich dagegen immer wenn die Leuchtstoffröhren alt werden. Dann wird es Zeit für den Wechsel. Nach dem Tausch werden sie aber auch schnell wieder besser.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    jedem das Seine, aber warum sollen wir eigentlich nach künstlich überhöhten Farben streben und dafür in die natürlichen Symbiosen der Korallen mit den Zooxanthellen eingreifen? Gesunde natürliche Korallen haben bei ordentlichen Haltungsbedingungen auch schon von allein schöne Farben. Neben den Farben sind es doch auch die so unterschiedlichen Formen, die ein optisch anregendes, interessantes Bild von einem kleinen Riffausschnitt gestalten, ebenso wie die Vielfalt der Arten, von den SPS und LPS bis hin zu den Leder-, Kalkröhren- und Hornkorallen, Krusten- und Scheibenanemonen und schließlich dem bunten Fischbesatz.

    Dies in einer Vielfalt gemeinsam erfolgreich zu halten, ist für mich die wahre Kunst der Meeresaquaristik. Dies gelingt mit den allgemein bekannten ausgewogenen und beständigen Licht- und Nährstoffwerten, nicht aber mit Extremen.
    Quietschbunte SPS-Sammlungen in Reihe und Glied beeindrucken vielleicht auf den ersten Blick, muss ich aber nie nachmachen. Eben meine bescheidene Sicht.

    Gruß

    Bernd

    Nun, man kann auch mit allgemein formulierten "Ermahnungen" immer mehr der dieses Forum besonders mittragenden Leute verärgern. Es kommt eben auch auf den Zeitpunkt einer Reaktion an. Unglaubwürdiges als Märchen zu bewerten, finde ich vor dem Gesamthintergrund der Betroffenen nun wirklich nicht so unangemessen.

    Fällt eigentlich nicht auf, dass von den besonders kompetenten Leuten immer weniger zu hören ist?

    Slap 01,

    wir sind in einem um fachliche Qualität bemühten Meerwasserforum. Da muss man immer wiederkehrende, fachlich eindeutig schräge Beiträge schon als Unfug identifizieren. Rüdiger hat da vollkommen recht! Ob du persönlich Ratschläge von erfahrenen Aquarianern annehmen oder sachlich unmögliche Beiträge glauben möchtest, bleibt natürlich dir überlassen. Aber hier lesen eben auch Einsteiger mit. Da muss man schon deutlich werden, wenn jemand häufig - aus welchen seltsamen Gründen auch immer - durch Verbreitung sachlich eindeutig unrichtiger Beiträge oder haarsträubender Geschichten auffällt.
    Einfach ignorieren wäre falsch!!!

    Gruß

    Bernd

    Hallo Lucas,

    die Korallen sind bei dir ja noch recht klein. So sind sie eigentlich noch kaum Nährstoffverbraucher. Bei den von dir angegebenen Fütterungsintervallen brauchst du dir um die NO3-Konzentration momentan wohl keine Gedanken machen. Aber wie sieht es mit der Beleuchtung aus? Die Korallen stehen ja noch recht tief. Bekommen sie genug Licht?

    Gruß

    Bernd

    ich bin letztes Jahr zu Greenpeace Energy gewechselt, nach dem mein vorheriger Anbieter immgrün! = Rheinische Gas- und Elektrizitätswerke das Handtuch geworfen hat.
    Ich zahle 31 Cent pro Kilowattstunde.
    Das ist mehr als fair, zumal der Strom aus 100% erneuerbaren Energiequellen kommt. Ich hab sogar den Aufschlag für Solarstrom plus genommen. Davon baut Greenpeace Solarkraftwerke in ehemaligen Braunkohle-Revieren.

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Hallo Rüdiger,

    nicht Greenpeace, sondern "Green Planet Energy" beteiligt sich am Bau von Windkraftanlagen!

    Green Planet Energy ist ein finanziell, rechtlich und organisatorisch von Greenpeace und der Einkaufsgenossenschaft "Greenpeace Energy" ausdrücklich unabhängiges Unternehmen.
    Bei der Einkaufsgenossenschaft Greenpeace Energy war Greenpeace zwar Gründungsmitglied, hält selbst allerdings nur fünf Genossenschaftsanteile zu je 55 Euro.

    Die Belieferung mit "Ökostrom" soll damit nicht infrage gestellt werden, aber man muss da schon aufpassen, welche wirtschaftlichen Interessen mit solchen Geschäftsmodellen verknüpft sind.

    Gruß

    Bernd

    Um es nochmals klarzustellen, ich rate keinesfalls zu chemischen Stickstofferhöhungen wie z.B. mit N +.
    Die nötige Stickstoffversorgung sollte über die Fütterung bzw. den Abbau der Ausscheidungen der Fische und der eventuellen Futterreste erfolgen. Ammonium/Ammoniak lässt sich aber schwer zuverlässig bestimmen. Geringe Konzentrationen Nitrat sollten als " Notreserve" messbar sein.

    Ansonsten sollte das Becken zur Ruhe kommen. Wie ich gelesen habe, hast du im letzten halben Jahr viel zu viel herumexperimentiert.

    In erster Linie wird Stickstoff von den Korallen in Form von Ammonium aufgenommen, aber auch Nitrat wird von den Zooxanthellen gut verwertet. Die NO3-Werte geben dir aber einen gute Anhaltspunkt zum Stand der Stickstoffkonzentration.
    Das heißt natürlich nicht, dass du hohe NO3-Konzentrationen anstreben sollst, aber Null ist eben auch nichts. Werte so zwischen 3 - 5 mg/l wären optimal.

    Es gibt eine Reihe guter Granulatfutter für Meeresfische. Große Unterschiede habe ich dabei bisher nicht gemerkt. Gelegentlich wechsle ich auch die Sorten. Auf die großen Werbeversprechen einzelner Marken zur Heraushebung gegenüber Konkurrenten gebe ich nichts.
    Verwendet habe ich schon Microbe-Lift Marin Granulatfutter, JBL MariPearls und Sera marin Granulat.

    Gruß

    Bernd

    Aktueller Fischbestand bei 270 Liter sind zwei Kauderni, ein magnificus, der Mirakelbarsch und der kleinii. Gefüttert wird mit zwei FroFu Würfeln täglich. Da ich nicht davon ausgehe, dass da noch weitere Fische möglich sind, könnte ich die Futtermenge sukzessive erhöhen um mehr Nährstoffe zur Verfügung zu stellen. Wie wäre das als Option?

    Ja, einfach die Futtermenge langsam steigern und zunächst primär NO3 messen (am besten vor der täglichen Fütterung). Leichter PO4-Anstieg ist bei deinen Werten noch kein Problem, denn mit extrem tiefen Werten konntest du auch wieder Probleme bekommen. Eine Zeitlang ist es eben eine Messerei bis man die optimalen Werte austariert hat.
    Ich würde auch nicht nur Frostfutter verwenden. Es gibt auch sehr gute Trockenfutter für eine ausgewogene Ernährung.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Stefan,

    die angebliche Lichtproblematik sehe ich absolut nicht. Dadurch lösen sich keine Acroporas über Nacht auf!!!
    Ich sehe da bei dir eher ein Nährstoffproblem. NO3 n.n. und wegen des schwachen Fischbesatzes vermutlich auch kaum Ammonium im Wasser, lässt nach einiger Zeit Korallen verhungern. Das fängt man auch nicht mit Aminosäuren auf!
    Wenn ich mich richtig erinnere, hattest du schon früher einmal über niedrige NO3-Werte geschrieben oder statt N-Zugaben auf Aminosäuredosierung umgestellt. Für mich eine recht zweifelhafte Sache. Natürlich enthalten Aminosäuren auch Stickstoff, aber es gibt unzählige Formen von Aminosäuren, proteinogene und noch viel mehr nichtproteinogene, dazu viele synthetisch hergestellte Formen. Was da so im Einzelnen alles angeboten wird und wie es jeweils konkret wirkt, überblickt wohl kein Mensch.

    Mein dringender Rat: Lass all das Zeug weg (gilt auch für N-Zugaben), betreibe dein Becken mit einem angepassten Fischbestand und entsprechend ausgewogener Fütterung. Damit kannst du auch die Nährstoffwerte steuern und - wenn im Lauf der Zeit etwas Erfahrungen zu den jeweiligen Futtermengen und ihren Wirkungen vorliegen - recht zuverlässig stabil halten. Dies ist immer besser als chemische "Panscherei Pi x Daumen".

    Gruß

    Bernd

    Hallo Rüdiger,

    ja, ich vermute stark, dass dies einfach Natriumhydrogencarbonat ist. Generell würde ich dir empfehlen, die doch etwas überteuerten Mittelchen, die letzten Endes nur normale Salze unter einer Vielzahl von Namen anbieten, nicht auf Dauer zu kaufen. Mit Balling-Salzen wie Natriumhydrogencarbonat und Calciumchlorid-Dihydrat, die du beide in größeren Gebinden eher preiswert kaufen kannst (bei Ebay beispielsweise beide jeweils für 5,90 Euro pro 1 Kg), funktioniert alles bestens, und du kannst ganz gezielt nach Bedarf dosieren.

    Wenn du regelmäßige Teilwasserwechsel machst, reichen beide Salze, ansonsten würde ich noch NaCl-freies Salz für den Ionenausgleich verwenden (also entweder die sogenannte verbrauchsoptimierte Zugabe nach Glaser oder "Balling light" oder klassisches Balling - ohne Magnesium - Mg sinkt selten und ist in den meisten Meersalzen ausreichend oder sogar zu hoch dosiert vorhanden).

    Gruß

    Bernd

    Hallo Kristian,

    okay, da hast du recht, meine nur auf Rüdigers Frage bezogene Formulierung war vielleicht etwas zu verkürzt und missverständlich, aber sicher sind wir uns einig, dass man in Rüdigers Ausgangssituation - neu eingerichtetes Becken, stark abgesunkene Alkalinität, keine Hinweise zur aktuellen Ca-Konzentration, Gasaustausch, Fischbesatz und pH-Wert - das bei ihm vorhandene Calciumhydroxid nicht zur KH-Anhebung empfehlen sollte, denn Kalkwasser gibt ja im Gegensatz zum Kalkreaktor oder Zugabeverfahren wie die Ballingmethode keine Carbonat-Ionen direkt ins Aquarium.

    Die Bildung von Hydrogencarbonaten klappt mit Calciumhydroxid eben nur bei günstigen Bedingungen über den unsicheren indirekten Weg der Verschiebung des Carbonatgleichgewichts durch die Erhöhung des pH-Wertes und - nur bei gutem Gasaustausch - dem Eintrag von Kohlendioxid aus der Umgebungsluft. Hierzu hat ja Burkhard alles geschrieben.

    In der heutigen Praxis wird daher Kalkwasser meines Wissens von den meisten Aquarianern nur noch beschränkt und wenn überhaupt, dann vorwiegend zur Calciumanreicherung eingesetzt.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Kristian,

    auf Rüdigers Frage zum bei ihm vorhandenen Calciumhydroxid habe ich lediglich geschrieben, dass man damit Kalkwasser herstellen kann.
    Mit Kalkwasser auch die Alkalinität erhöhen zu wollen, würde ich ihm aber wegen des oftmals unsymmetrischen Verbrauchs von Carbonaten und Calcium in der Praxis nicht empfehlen.

    Bezüglich der empfohlenen Dosierung von Natriumhydrogencarbonat habe ich für einen eventuellen zusätzlichen Einsatz von Calciumchlorid (als Teil der Balling Methode) auf die möglichen Wechselwirkungen hingewiesen.

    Ich persönlich betreibe für mein Becken einen Kalkreaktor und verwende Kalkwasser zum Verdunstungsausgleich. Mit deren Kombination gewährleiste ich den nötigen pH-Ausgleich.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Rüdiger,

    Calciumhydroxid verwendet man zur Erhöhung des Ca-Gehaltes, in dem man damit Kalkwasser herstellt, nicht für die Erhöhung der Alkalinität (KH).

    Diese erhöht man mit Natriumhydrogencarbonat (Natron) oder Natriumcarbont, den Ca-Wert erhöht man im Rahmen der Ballingmethode mit Calciumchlorid-Dihydrat.
    Der Calciumwert und die Alkalinität beeinflussen sich gegenseitig. Man kann daher den KH-Wert durch die Zugabe von Calciumchlorid senken oder umgekehrt einen zu hohen Ca-Gehalt mit Natriumhydrogencarbonat senken.

    Marino Stabil wird wohl von der Firma Korallenwelt (Riffkeramikhersteller) vertrieben, um dem Absenken des KH-Wertes bei der Verwendung neuer Riffkeramik entgegenzuwirken. Vermutlich handelt es sich dabei auch nur um Natriumhydrogencarbonat. M.W. wird dies allgemein aber eher selten verwendet.

    Gruß

    Bernd

    Meerwasseraquarien, die auf höchstem Niveau betrieben werden, ähneln eher Intensivstationen.

    Hallo Klaus,

    das stimmt, aber sind solche Becken mit ihrem häufigen Kabelsalat, Schlauchgewirr, brummenden und blinkenden Geräten im Umfeld und blauem Geisterlicht im Wohnraum auch schön anzusehen ???
    Ich finde die häufig anzutreffenden Konzentration allein auf ein möglichst autonom laufende Korallensammlung ohne Rücksicht auf ihr Umfeld einfach scheußlich!
    Wer sein Hobby wirklich mit Interesse betreibt, muss sich nicht die paar nötigen Handgriffe mit Unmengen Gerätschaft ersparen, und mit ein bisschen Erfahrung lassen sich die nötigen Werte und Einstellungen auch ohne großen Aufwand manuell stabil halten. Für manche Leute scheint die technische Ausstattung eher zum Selbstzweck zu werden, als Ersatz für die Spielzeugeisenbahn.

    Ich kann mich nur wiederholen, ein schönes Meerwasseraquarium sollte für mich ein Schmuckstück sein, dass auch Besucher fasziniert und kein technisches Großlabor im Stil der von dir trefflich beschriebenen Intensivstation.
    Dass es auch anders gut - und preiswerter - geht, kann man bei mir gern besichtigen.

    Gruß

    Bernd

    Die Gesetze der Ästhetik nach Amano haben aber herzlich wenig mit der Nachbildung eines natürlichen Lebensraumes zu tun.

    Hallo Torsten,

    dies muss aber ein Aquarium auch nicht. Es wird immer ein Gebilde des menschlichen Geschmacks mit verschiedenen Zielrichtungen sein. Am natürlichen Lebensraum können wir uns allenfalls grob orientieren, um den Bedürfnissen der Aquarienbewohner einigermaßen gerecht zu werden. Oft sind Aquarien ja eher Modelle einer erträumten Spielzeuglandschaft.
    Im Aquarium werden wir nie den wahren Größenverhältnissen gerecht werden können. Wir mischen Tiere aus unterschiedlichen Gebieten, unterschiedlicher Tiefenzonen etc..
    Da muss bei der Gestaltung die Ästhetik keinesfalls außen vor bleiben, vor allem nicht, wenn ein Aquarium als "Schaubecken" fungieren soll.
    Auf Sockel geklebte Ableger in Reihe und Glied passen in eine Zuchtanlage, eine solche aber kaum in einen geschmackvollen Wohnraum, ebenso wenig wie überall sichtbares technisches Equipment und Gerümpel.

    Man kann das Aquarium gut mit einem Garten vergleichen. Ziergärten sind auch keine Nachbildung des natürlichen Lebensraums. Da mischen wir auch alles was gefällt, wenn die Lebensansprüche der Pflanzen dies zulassen. Den Ziergarten nutzen wir als dekorativen Bereich im Sichtfeld, Gemüse oder Anzuchtpflanzen werden wir aber kaum im Vorgarten platzieren.

    Gruß

    Bernd

    Dieser Fortschritt wäre schön, im Moment habe ich aber keine Eile, denn mit den Röhren klappt es bei mir ja ganz gut. Man muss sie nur regelmäßig tauschen.
    Was das Zusammenleben mit den Weichen anbelangt, habe ich allerdings andere Erfahrungen gemacht. Mein Riffbecken ist dicht mit Sinularia brassica besiedelt, ebenso das große mit dem Riffbecken im Wasserkreislauf verbundene Technikbecken. Hinzu kommen derzeit drei größere Sacrophyton plus einige kleinere Ableger. Über Aktivkohle filtere ich nicht, lediglich Abschäumung und gelegentliche kleinere Wasserwechsel betreibe ich.

    Auf dem Foto sieht man ein paar Sinularias zwischen einer Fimbriaphyllia paraancona und div. SPS. An anderen Stellen ist das Becken mit ihnen weit mehr besetzt.

    Gruß

    Bernd

    Die Plasmalampen sehen schon vielversprechend aus. Leider sehe ich aber für meine Zwecke - flache geschlossene Abdeckung - Probleme mit der Wärmeabgabe.

    Bei der HQI-Beleuchtung hatte ich einen speziell gefertigten Edelstahlaufsatz, der außen isoliert und optisch zu den Möbeln passend holzverkleidet war. Dies hatte gut funktioniert, aber die Höhe des Aufsatzes sah nicht ganz so gut aus. Bei den T5-Röhren gibt es das Problem nicht.

    Wie schon geschrieben, muss sich das Aquarium für mich auch stilistisch den Gegebenheiten des Wohnraumes anpassen; darf also kein störender Fremdkörper sein.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    mit HQI hatte ich auch die besten Erfolge, aber dieses Thema ist mehr oder weniger durch. Viele Brenner, vor allem auch einigermaßen günstige, bekommt man gar nicht mehr. Mit T5 in entsprechend guten Kombinationen komme ich aber bei allen Korallen recht gut klar. Problematischer sind da die zwischen vielen LPS und den SPS unterschiedlichen Nährstoffbedürfnisse.
    Horn- Leder- und Röhrenkorallen wachsen bei mir sehr, sehr stark; zu groß werdende Sacrophyton glaucum muss ich immer wieder einmal entfernen, aber leider zeigen diese bei mir selten ihre vollen Polypen.

    Gruß

    Bernd

    Ich kenne Leute, die stehen auf der Warteliste dieser Micromussa und das sind Profis, die diese Art nachzüchten wollen um damit Geld zu verdienen. Deswegen sollte man das auch als Chance sehen, diese Koralle überhaupt noch in Zukunft zu bekommen. Und du Bernd, wenn du Top-Wasserwerte vorweisen kannst, dass die sich vermehren wie Kaninchen, die einmalige Chance deine Pensionskasse aufzubessern. :grinning_squinting_face:

    Hallo Klaus,

    als "überbezahlter" Pensionär kann ich noch mehr Geld doch gar nicht gebrauchen :grinning_squinting_face: . Auch denke ich, dass ich - zumindest wenn ich anständig bleibe - auch ohne den Besitz von solchen Raritäten in den Himmel kommen kann :engel: . Andererseits bleibe ich als Nichtmitglied in den zugangsversprechenden Institutionen eigentlich auch lieber bei den lustigeren Gesellen :devil2: .

    Aber Spaß beiseite, wie du auch schon geschrieben hast, sind manche dieser LPS nicht nur teuer, sondern auch heikel.
    Mit diversen LPS habe ich gelegentlich auch so meine Probleme im total gemischten Riffbecken. Trotz zumindest messtechnisch guter Wasser- und Beleuchtungswerte und recht ordentlichem, teilweise fast zu starkem Wachstum der SPS, klappt es mit manchen LPS nicht immer gleichzeitig so gut. Beispielsweise gedeihen bei mir Caulastraeas curvata seit "ewigen" Zeiten recht gut, während C. furcata, die früher echt gewuchert haben, momentan trotz aller unterschiedlicher Versuche stagnieren. Also nix mit der C.Bikolor für schlappe 45.000 Euro :weinen: .

    Natürlich hast du recht, dass es ähnliche Sammel- und Preisauswüchse in vielen Bereichen gibt; für mich ein Zeichen unserer Überflussgesellschaft. Es schadet auch niemand, wenn Leute ihr "überflüssiges" Geld wieder in den Wirtschaftskreislauf einbringen. Jedem eben das Seine. Mitmachen muss man damit aber nicht. Dass künftig manch seltene Korallen vielleicht gar nicht mehr gefunden werden oder zumindest nicht mehr in den Handel kommen, ist sicher kein Beinbruch für die Meeresaquaristik. Da bin ich auch voll bei den Ausführungen von Eric und anderen.
    Ich finde es sehr erfreulich, wenn Züchter wie Claude Schuhmacher ihre Anlagen gewaltig ausdehnen. Der Artenreichtum ihrer Bestände wird zweifellos auch künftig allemal ausreichen, um die Gestaltung schöner Riffaquarien zu gewährleisten. Die eine oder andere neue Art wird trotzdem auch weiterhin ihren Weg zu uns finden, wenn auch nicht unbedingt jegliche Varianten.

    Die Entwicklung deines Beckens verfolge ich mit großem Interesse. Gestaltungsfragen sind für mich dabei von besonderer Bedeutung, denn im Wohnraum sehe ich ein schönes Aquarium auch als herausragendes Einrichtungselement. Bei allen unterschiedlich möglichen Ansätzen könnte dann vielleicht sogar einmal ein kleines bisschen "Neid" auf deine Möglichkeiten aufkommen, aber den muss man sich ja bekanntlich erarbeiten, während man Mitleid geschenkt bekommt.

    Gruß

    Bernd

    Naja, Bernd…

    aus Klein kann auch mal Groß werden obwohl ich auch kein Freund der Schredderei bin

    Geduld ist einer der Wege. ( altes japanisches Sprichwort )

    Klar Klaus, aber ob diese Leute, die astronomische Summen für Mutationen oder Modifikationen eigentlich "normaler" Korallenarten bezahlen, auch wirklich so lange bei diesem Hobby bleiben, bis daraus auch sehenswerte Korallenstöcke geworden sind?

    Mich erinnert dieser sonderbare Markt an den Tulpenwahnsinn der 1630er Jahre, dessen Spekulationsblase dann plötzlich zerplatzte. Derartige Ausmaße wird dies natürlich nie annehmen, aber platzen können derartige künstliche Aufblähungen und Moden ganz schnell. Schließlich steht da kein realer Wertgehalt dahinter. Man kann dies aktueller beispielsweise auch bei Sammlungen wie Briefmarken sehen. Diese waren für lange Jahre hohe Wertobjekte, heute hat das Interesse schwer nachgelassen.

    Seltsam finde ich da auch die "kreative" Namensschöpfung, die wohl auf den Exportmarkt zurückgeht. Da werden dann völlig unwissenschaftliche Namensgebungen einfach wie selbstverständlich übernommen, nur weil vielleicht irgendein Händler sein Angebot phantasievoll aufgeplustert hat. Und alle machen ganz wichtig mit.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    es ist ja meist eher der Sammlertrieb oder ein Verlangen unbedingt etwas außergewöhnliches mit Phantasienamen besitzen zu wollen, anstatt eines wirklichen Interesses an der Pflege einer bestimmten Art, die zu derartigem Kaufverhalten führt.
    Manchmal liegen den angebotenen "besonderen" Korallen nicht einmal echte genetisch determinierte Farbmorphen, sondern Polyphänismus (Modifikationen im Erscheinungsbild durch Umwelteinflüsse) zugrunde. Da kann es dann im neuen Aquarium ganz schnell zum Verlust dieser Farbeigenschaften kommen.

    Manche Aquarien mit im Vordergrund in Reihe und Glied aufgestellten Miniablegern, möglichst noch auf viereckigen Kachelstücken aufgeklebt, haben für mich den "Charm" einer Verkaufsmesse. Preisschilder fehlen dann zwar, werden dem Betrachter aber zumeist stolz zugeflüstert.

    Gruß

    Bernd

    Als häufiger Taucher in vielen Riffgebieten bevorzuge ich mehr eine natürlichere, für Fische auch artgerechte Beckengestaltung. "Aquarien-Ikebana ist nicht so mein Stil, obwohl ich gern einräume, dass derartig luftige Gestaltungen optisch oftmals schön anzusehen sind.

    Gruß

    Bernd

    Okay, mag sein, aber wer züchtet schon Isochrysis im Riffaquarium um damit dann Copepoden zu züchten??? Ich denke doch, dass im "Normalfall" Copepoden vornehmlich für spezielle Zwecke - etwa die Aufzucht von Fischbrut oder für ganz besondere Nahrungsspezialisten separat gezüchtet werden. Auch kann man ja Copepoden mit vielerlei Futtermitteln gut versorgen. Copepoden entwickeln sich auch in einem gut eingefahrenen Aquarium schon allein durch die Aufnahme von normalen Futterresten als Abfallentsorger.

    Ausgangsfrage war ja der Vorschlag, im Aquarium Nachfüllwasser ungefiltert zuzugeben, damit sich Kieselalgen entwickeln. Eine "Dauerzucht" von Kieselalgen halte ich im normalen, also nicht auf besondere Futterspezialisten ausgerichteten Spezialbecken, aus den genannten Gründen eher für fragwürdig. Ich habe dabei eben die häufigen Klagen über Problemen mit Dinoflagellaten vor Augen.

    Aber eine Diskussion um das Kaisers Bart muss sich daraus nicht entwickeln. Jedem das Seine; wer es anders sieht, auch gut.

    Ich wünschen Euch allen schöne Weihnachtstage.

    Gruß

    Bernd