Hai,
ich muß jetzt auch noch mal was los werden:
das mit dem Paru war ja damals ich; ich wollte ja eine Veränderung zum Positiven für den Fisch herbei führen, indem das 'große' Becken gebaut wurde. Das ihm dadurch niemals sein artgerechtes Umfeld geboten werden konnte, ist mir auch klar.
Erschreckend finde ich, das beim Anblick der ach so kleinen süßen Paletten und anderen Fischen niemals das Denken über den Kaufreiz siegt (was wird aus den Fischen, wenn sie mal groß werden?) dies traf auch auf mich zu, dazu stehe ich.
Ich muß mittlerweile vielen Anfragen zur Fischübernahme absagen, denn sonst hätte ich mehr Liter an Fisch als Wasser im Becken; das beweist mir, das der Verstand bei vielen anderen auch aussetzt, wenn es um den Besatz ihrer Becken geht. (so wie bei allen anderen Haustieren eben auch)
Diese Erfahrungen muß leider jeder immer erst am eigenen 'Fisch' ausprobieren, bevor er auf andere hört.
Ich kann die gemachten Aussagen bzgl. Aggresivität eines Lineatus nicht bestätigen, da ich den Fisch nicht so lange hatte.
Ich habe aber einen Schwarm Zeb. flavescens mit 6 Stck im Becken. Alleine diese 6 Fische haben jeder für sich einen anderen Charakter und somit kann man hier schon mal nicht auf das Verhalten der ganzen Art schließen.
Andererseits halte ich ein Paar Navarchus (mehr schlecht als recht, da sich der kleinere mehr für einen Navarchus hält, und mit ihm in einer Höhle haust) Dieser Fischart würde aus meiner Sicht auch ein kleineres Becken zustehen, da kein ausgeprägter Bewegungsdrang zu sehen ist.
Dies ist jetzt meine Ansicht; mag sein, das ein anderer Aquarianer andere Erfahrungen macht(e).
Ein Acanth. olivaceus ist in meinem Becken allerdings schon wieder hoffnungslos fehl am Platz, denn mit 3-4 Flossenschlägen ist er um 2x3m rum. Da kommt selbst der 2. Palettendok, der in diesem Becken ist, nicht mit, und hat auch gar nicht vor, da mitzuhalten.
Insofern kann ich die Aussage von Jörg, das alle Acanthurus-Arten so ziemlich gleich sind nicht unterstützen. Dies ist aber nur meine bescheidene Sicht aus Aquarienhaltung. In freier Wildbahn mag vieles anders sein, was sich aber niemals auf das Aquarium übertragen läßt.