Original von Hans-Werner
Hallo Stefan,
Hallo Hans-Werner
es geht in dem Artikel "Too Much Light" nicht darum, dass ab einer gewissen Beleuchtungsstärke die Photosynthese stagniert, sie also schlicht gesättigt ist, sondern darum, dass ein deutliches mehr an Licht die Photosynthese ganz klar und deutlich hemmt! Das ist übrigens auch bei Pflanzen so.
genauso sehe ich es auch, nur habe ich von Pflanzen auf die Korallen geschlossen. Die Photosyntheserate ist ja bei beiden auch stark tageszeitabhängig. Eine Steinkoralle, die unter voller Sonne steht, und deren Level an Licht erfüllt ist, wird kaum mehr arbeiten, als unbedingt nötig ist. und stellt daher den Stoffwechsel in der Natur zur Mittagszeit ein.
Ich denke, dass sicher ein Teil der Fische und Korallen aus der Tiefe geholt wird, da sie im Flachwasser gar nicht vorkommen. Ob das die Masse ist, weis ich nicht.
ein Teil sicherlich; aber es läuft halt da auch so, daß die farbgsten Teile gesucht sind, wo ich mir denke, daß diese nicht allzu tief angesiedelt sind.
Wenn ich das richtig erinnere, stammt die Montipora-Koralle, die von Dana Riddle für den Versuch benutzt wird, aus Flachwasserbedingungen und ist auch sehr bunt. Dennoch kommt es bei starker Beleuchtung zu einer Absenkung der Photosynthese! Es ist ausdrücklich davon die Rede, dass diese Beleuchtungsstärken auch in der aquaristischen Praxis erreicht werden.
wahrscheinlich muß ich den Artikel jetzt doch lesen; ich denke aber, das bei Korallen aus Flachwasserzonen die Photosyntheserate täglich die größeren Schwankungen aufweist, als bei denen aus tieferen Zonen. s.o.
Ich habe die theoretischen Überlegungen, die ich in der DATZ zur Untermauerung meiner Spurenelementezufuhr angeführt habe, wiederholt in der Praxis überprüft und bin der Meinung, dass das ganze auf Aquarien übertragbar ist. Bei einer Untersuchung von in Aquarien unter Spurenelementezufuhr gewachsenen Skeletten wurden keine erhöhten Spurenelementkonzentrationen nachwiesen. Falls also die Enlagerung in das Skelett tatsächlich ein Spiegelbild der Bioverfügbarkeit der Spurenelemente ist, werden durch die entsprechende Zufuhr gerade natürliche Verhältnisse erreicht.
Wenn Korallen durch Spurenelementzufuhr zu braun werden, dann liegt das m. E. an einer Überversorgung mit den Makroelementen N und P. Man sollte diese m. E. nicht durch Spurenelementemangel ausgleichen wollen.
Hier kann ich jetzt die nur Pflanzen wiederum als Vergleich heranziehen, welche dargereichte Mikroelemente dann einfach nicht aufnehmen, wenn sie nicht benötigt werden. Ich denke, das hier zu den Korallen kein Unterschied besteht.
Die Überversorgung mit Nährstoffen bringt nur bei entsprechender Spurenelementeversorgung einen Gewinn/Entlastung bei der Photosynthese, ansonsten nutzt allen nix. Du kennst ja die Liebig´sche Minimum-Tonne. Die kürzeste Daube kontrolliert den Wasserstand!
das Exempel wollte ich gestern auch benennen, nur fiel mir der Name nicht mehr ein:-))
Hallo Robert,
welche Natur meinst du? Man darf natürlich nicht von den Lichtverhältnissen an der Wasseroberfläche ausgehen. Selbst die immer wieder gezeigten Korallen, die bei Niedrigstebbe braten und absterben, sind normalerweise untergetaucht. Nach Bildern würde ich schätzen mindestens 1 m Wassertiefe.
Dass einige sich gerade in diesem Flachwasser ansiedeln, liegt vielleicht gar nicht daran, dass es ihnen da so gut gefällt, sondern daran, dass nur dort Platz für sie ist, sprich, sie weichen so einer übermächtigen Konkurrenz aus, suchen ihre Nische.
Besser Farben ist doch zur Zeit vor allem fast ausgeblichen. Das geht nur, wenn ich die Photosynthesepigmente bis zur fast völligen Zerstörung/Abbau überstrapaziere, also viel Licht, richtig!
das ist m.E. der allerwichtigste Punkt. Ich freue mich natürlich auch an außergewöhnlichen Farbgebungen, Ist wie bei den Menschen. Die Modells unter den Frauen sehen Klasse aus, sind jedoch halb verhungert:-))
Grüße
Hans-Werner