Zitat
- juhu ich bin Österreicher (mit 50% Wurzeln in Deutschland) und lebe demnach in einem gelobten Land
tja, Markus
und ich bin jetzt seit 4 Wochen Deutschmann :(;
der blanke Hohn war das Prozedere. Obwohl geboren in Bayern, mußte ich meinen gesamten Lebenslauf im Antragsgesuch darlegen, ob und wie ich versichert bin, ob ich an Krankheiten leide (der Gang zum Gesundheitsamt blieb mir erspart), ob ich irgendwann und wo einmal gegen Deutschland interveniert habe usw. usw.
großzügigerweise wurde vom Nachweis der Beherrschung der deutschen Sprache in Wort und Schrift abgesehen (gilt aber erst, seit Österreich in der EU ist).
Zum Schluß mußte ich noch ein Papier unterschreiben, in dem ich anerkenne, einmal keine Ansprüche an die gesetzliche Pflegeversicherung zu stellen. Das sehe ich als Oberhammer an, und stellt in meinen Augen die Bankrotterklärung des Staates dar.
Und der ganze Schmarrn hat mich auch noch 255 EUR gekostet, nur damit ich auf dem Papier als 'deutsch' erscheine.
Ich war die 62. Einbürgerung im Landkreis dieses Jahr, damit waren 2 Amtsinspektoren befaßt, die nur leere Aktenschränke im Hintergrund stehen hatten und deren Zimmer mehr Aufenthaltsraumcharakter zeigte, als ein Amtszimmer.
Der einbürgernde Beamte war noch dazu Schwabe, der einen solch schlimmen Dialekt hatte, das er wohl selbst einen Deutschtest nicht bestanden hätte.
Aber trotzdem schüttelte er mir beim Abschied die Hand mit den Worten: Glückwunsch, sie sind jetzt Deutscher!
meine Worte darauf: uiiii toll, was kann ich mir dafür jetzt kaufen?? 