Hallo Rüdiger,
...mußt du dir die Antworten halt zusammen suchen

die unterschiedlichen Wasseraufbereitungsmaßnahmen sollten 1. dem Rohwasser entsprechend und 2. der Bedarfsmenge ausgerichtet sein.
je weicher das Wasser, desto effektiver (besseres Permeatverhältnis) arbeitet die UO-Anlage.
Durch die Membrane der UO werden durch Druck die im Wasser gelösten Ionen grund ihrer molekularen Größe (Härtebildner, Nitrat, Kieselsäure bis zu einer gewissen Menge zurückgehalten. Sollte man jetzt nicht zu hoch belastetes Rohwasser haben, kann man mit dem Permeat gut leben, da geringe Reste Silikat (5-10% des Rohwassers) nicht dramatisch sind.
Anders bei belastetem Wasser: hier fallen die 5-10% Restsilikat prozentual höher ins Gewicht, weshalb ein Reinstwasserfilter nachgeschaltet wird.
Diese Filter enthalten immer Mischharz und holen neben Silikat als 'Polizeifilter' evtl. noch andere 'durchgeschlüpfte' Ionen aus dem Permeat.
Ich denke z.Zt. auch über Vollentsalzer nach, aber da ich extrem hartes Wasser mit einer gehörigen Portion Silikat als 'Rohstoff' habe, zudem einen Wochenbedarf von 700-800 Ltr. Reinstwasser, wäre bei mir eine 2x20 Ltr. Vollentsalzungsanlage mit 800 EUR als Kaufpreis nach 2000 Ltr. erschöpft. 
Mit einem Liter Mischbettharz nach Osmose schaffe ich 300 Ltr. Permeat. Dazu noch 450 Ltr. 'Abfallwasser', welches ich gut verwenden kann, schneidet diese Lösung für mich besser ab.
Wenn man das Ganze vom Umweltaspekt aus betrachtet, gehörte die MW-Aquaristik eigentlich sowieso verboten 
Im Prinzip könnte man die Reinstwasserfilter auch ohne Osmoseanlage betreiben, jedoch hängt dies stark vom KH-Wert und der Belastung des Rohwassers ab. (Macht aber wenig Sinn, wenn man den Harzpreis bedenkt.
So ein schlechtes Permeat/Abfallwasserverhältnis, wie allgemein beschrieben, haben gute UO-Anlagen gar nicht; wenn man mit Booster Pumpe und einer 'low fouling' Membrane arbeitet, ist das Verhältnis durchaus auf 1:2 anstatt 1:4 zu drücken.
Vernünftige UO-Anlagen kosten aber dann ab 300 EUR aufwärts.
Bei den Vollentsalzern verhält es sich bekanntermaßen so, das kein Abfallwasser entsteht.
Hat man jetzt Rohwasser mit vergleichsweise niedriger KH, bietet sich die Methode bei durchschnittlichem Wasserverbrauch als beste Alternative zur UO an.
Je höher der Wasserverbrauch und KH, desto ungünstiger wird das Verhältnis, da die Harze schneller erschöpft sind und nach Regeneration auch nicht mehr die volle Kapazität der Aufnahme gewährleistet ist.