Uwe,
grad hab ichs noch gelesen:
Zitat
Mehr als 1kg Absorber möchte ich eigentlich nicht ins System tun. Das ist schon die doppelte Menge von dem was normalerweise für die Beckengröße so empfohlen wird.
Hab ich dir eine bestimmte Menge empfohlen? Ich glaube nicht.
800g auf 1000Ltr. ist das übliche, also wärst du mit den Kilopäckchen wohl genau in der Anwendungsbandbreite. ...aber dem PO4 Wert?
grade beim Adsorber kehrt sich das Prinzip der Mengenbeschränkung, welches sonst in MW gilt, um.
Insofern: viel hilft viel, wenig hilft wenig.
Nur das Prinzip der Anwendung spielt eben auch eine entscheidende Rolle, sonst kommen immer wieder die gleichen Sprüche auf :' ich hab schon alles ausprobiert, alles Klump, nur xy hat geholfen'.
es gilt aber auch:
die Bindekapazität aller Adsorber wird maßlos übertrieben.
Ich sage, abhängig von der Durchflußgeschwindigkeit ist jeder Adsorber spätestens nach 14 Tagen fertig, egal ob er volle Bindekapazität erreicht hat oder nicht. Grund sind die sich bildenden Bakterienfilme auf der Oberfläche, die dem Chemismus des Eisenhydroxids auf natürliche Weise einen Riegel vorschieben.
Nur anscheinend will das niemand verstehen; bei Filterkohle ist das Prinzip bekannt und akzeptiert.
Wie Torsten schon schreibt, Si wird bei PO-Tests immer mit erfasst. Und eben auch bevorzugt vor Phosphat adsorbiert.
Das du Reinstwasser zur Herstellung von Wechselwasser und zum nachfüllen hernimmst, ist hierbei unrelevant. Im Becken hast du einige Quellen, welche Si abgeben.
Noch was zum PO-Depot im Sand:
vor 3 Jahren hatte ich noch 200kg Livesand mit 200kg Aragonit-trocken gemischt im großen Becken. Die Mischung war 5 Monate im Becken. Das Becken war genauso alt, -mit dem Al-Adsorber war damals der POWert des gemessenen Wassers mit Merck schlagartig bei absolut 0 (ich gebs zu: Anwenderfehler; trotzdem werde ich niemals wieder Al-basierende Ads. hernehmen).
Alle SPS in der Deko sahen dementsprechend aus und starben ab.
Seltsamerweise gings den auf Bodengrund plazierten prächtig.
Von Claude kam der Ratschlag, den Sand mal abzukochen und die Probe nach erkalten zu messen. Das Ergebnis: dunkelstes Blau, unmessbar.
Bei dir, denke ich, ist das Maß mit Phosphat voll. Du, (die Beckeneinwohner [hast du den F-fisch auch noch?]) produzierst mehr an PO, als deine Filtertechnik samt Algen aus dem Kreislauf entfernen kann. Dazu noch die Planktonkulturen zur Fütterung der Larven und eben schlußendlich die Fütterung der Jungfische und Alttiere.
Du wirst eingestehen müssen, das alles ist etwas viel für 1 Kilo Adsorberchen.
Ich wette mit dir, 2-3 Kilo in 1,5 Wochen auf 3 Säulen verteilt senken dir den Wert zumindest mal um 0,1mg. Der hohe pH-Wert ist halt noch der Knackpunkt
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