Beiträge von Stefan C.

    Zitat

    Original von Horst-J.
    Hallo Stefan & Jens!
    Ich habe nicht das Problem von Ph-Schwankung. Mein Ph ist seit Anbeginn nie über 7,2-7,4 gekommen. Deshalb habe ich den Kalkrührer installiert. Aber auch das hat,obwohl ca. 15-18L Nachfüllwasser pro Woche darüber laufen,den Ph nicht erhöht. Letztendlich habe ich zu TM Tripple Buffer gegriffen. Damit bin ich jetzt, innerhalb einer Woche schon mal auf Ph 7,8 konstant. (die plus/minus 0,2 Nacht/Tag zähle ich mal nicht). Ich denke,ab dem Wochenende werde ich den Wert auf 8 haben. Somit dachte ich jetzt,das der Kalkrührer überflüssig geworden ist und evtl. mehr schaden als nutzen könnte.
    PO4 Adsorber liegt schon bereit. Da ich im Moment aber auch noch Algen EX dosiere,muß der noch warten.


    Hallo Horst,
    ich habe anfangs auch sehr zaghaft und dann nur nachts das Kalkwasser verwendet. Erfolg: jedenfalls kein meßbarer. Der pH-Wert, den ich mit KW etwas konstanter zu halten gedachte, schwankte tags/nachts trotzdem im 0,5er Bereich. Dann setzte ich die Intervallzugaben pro Std. auf eine Viertel Stunde auf 24 Std. /7 Tage; nach 14 Tagen schlug die KW-Gabe sichtbar am pH an. Vorher 7,5-8,10, jetzt 7,9-8,3.
    Ca legte minimal um 15 auf 450 zu. Wichtig finde ich bei KW-Zugabe, dass vorher Mg in den Opt.-Bereich gebracht wird.
    Das KW leite ich in starke Strömung des Filterbeckeneinlaufes ein. Wenn da Phosphat ausfallen möchte, dann kann es im dann strömungsberuhigten Bereich ruhig passieren. Es folgt der Abschäumer auf dem Weg der Filterung und danach fördern die Pumpen das Wasser zurück ins Hauptbecken. Die Sedimente, die wahrscheinlich phosphatbeladen am Boden des Filterbeckens liegen, werden je nach angefallener Menge bei irgendeinem Wasserwechsel später mit abgesaugt.

    Hallo Thorsten,
    ich selbst habe nach langem Zögern des Einsatzes nun beste Erfahrungen mit Kalkwasser.
    Wenn man sich genauer mit Anwendung und Einsatz beschäftigt, gibt es kein Argument dagegen.
    Richtig angewandt passiert nämlich nichts außer dass der Ca-Wert steigt (und pH) .

    Selbst wenn Phosphat ausfallen sollte, bräuchtest du so niedrige pH-Werte im Becken, um Rücklösungen zu forcieren...da würde kein Fisch und Koralle mehr leben.
    Bakterien und Algen in Kombination können allenfalls einmal gebundenes Phosphat lösen. Aber hier sind die Mengen verschwindend gering.

    Zitat

    Original von Stefan F.
    Für Phosphatfilterung würde ich eher auf Pflanzen setzen, die massiv wachsen - also Algen :smiling_face:

    ...wenn die mit Algen bewachsene Fläche dementsprechend gross ist, könnte es sogar mit dem Phosphataustrag funktionieren :grinning_squinting_face: ;

    Hallo,
    Ottoseal S72 ist in der Tat ein Silikon in der Acrylglasverarbeitung. Aber die Betonung muß auf 'abdichten' liegen.(Sprosse-Silikon-Glas-Silikon) Kleben tuts nicht, sondern ist wie alle Silikone ein Adhäsions'hafter'.
    Für den Bau von Acrylgefässen in Verbindung mit stehendem Wasser taugt es nicht. Das fällt-, wenn auch nicht sofort, -aber doch in einem kürzeren Zeitraum auseinander.
    Für die Verbindung von Acryl gibt es nur dien schon erwähnten aushärtenden UV-Kleber. Die verbundenen Teile sind dann an der Nahtstelle aber unlösbar miteinsander verbunden.

    Zitat

    Original von Bloom
    Danke Stefan, doch das triffte es nicht ganz, weil Dein Beispiel ein großes Aquarium ist, wo man die auftretenden Algen vielleicht nur wachsen hat lassen. Ich habe Becken gesehen - kleiner - wo die Algen in verschiedenen Farben und Formen darin standen wie gegärtnert.

    Ich bin trotz intensiver Internetrecherche noch keinen Schritt weiter, wenn Dir/Euch etwas von diesem Thema über den Weg läuft bitte PN. Danke

    Heinz

    das Becken ist nicht so groß :D, nur bekommt die Ansicht des wogenden Tangs dank des water-wheels -Antriebes eine ganz eigene Dynamik . Mußt dir mal nur die nebenstehenden Links durchklicken, da sieht man auch das dahinter steckende Gimmick :winking_face:

    zu weiteren Links im Netz empfiehlt es sich, das weltgrößte Forum auf der anderen Seite des Globus nach Macroalgae zu durchforsten.
    Hier meine Suchergebnisse , allerdings nichts mundgerechtes.

    Zitat

    Original von Bloom
    Ich habe vor einiger Zeit irgendwo mal irre schöne Bilder von reinen Algenbecken gesehen, die auf den ersten Blick einem Süßwasser-Pflanzbecken ähnelten. Ein Bereich der Meeresaquaristik der in Deutschland vielleicht nur wenig betrieben wird. Könnt Ihr mir sagen wo ich solche Spezialisten kennen lernen kann und/oder Fachlitheratur zu diesem Thema finde.

    Und dann bin ich schon wieder ruhig.

    Heinz

    Literatur dazu habe ich nicht in petto; ich kann nämlich nicht lesen :face_with_rolling_eyes:
    aber das hier habe ich mir mal als Filmdokument aufgehoben.

    mit Gewissheit hab ich diese Acro nicht, und das liegt nicht nur an der Farbe :winking_face:

    Zeovit ist wieder ein anderes Thema, beruht aber auch auf der Kraft der Baks;
    ...aber selbst da habe ich bei Pohl schon Plagen an roten Haaralgen gesehen :loudly_crying_face: (Teesiebe unter allen Beckeneinläufen) Sowas schleppt man sich eben mit Importen ein.
    Ich bin derzeit am überlegen, ein Becken (Importbecken), an dem schon an den Scheiben die Algenpolster winken-, komplett zu leeren. Es hängt in einem Kreislauf mit dem grossen Becken. Ich kann mich nicht dazu entschliessen. 23 verschiedene Arten an höheren Algen habe ich bis jetzt gezählt, 5 verschiedene Schwammarten, Zooplankton ohne Ende, leider dadurch bedingt auch sehr sehr viele Glasrosen :loudly_crying_face: .

    Markus,
    wenn ein Becken in sich das biologische Gleichgewicht mit Fischen, Algen, und Niederen hat, bräuchte es kein Nachdosieren in Form von Nitrat und Phosphat . Ein Algenrefugium wäre in entsprechender Größe der ideale Speicherort und 'Fabrik' für alles, was das Mini-Riff braucht. Natürlich aber auch nicht in einer Monokultur wie dem Schlammfilter.

    Es wird immer wieder von 'geschlechtlicher' Vermehrung der Caulerpabestände gesprochen, wenn ein Bestand weiss wird / ausblutet. Das ist natürlich Käse. Das auflösen trifft zudem nie eine ganze Population, sondern nur Teile davon. Das Rhizom bleibt dabei unversehrt. Dem ganzen versucht man durch 24h Beleuchtung vorzubeugen. Auch Käse.
    Der von der Alge selbst veranlasste Prozess der Selbstzerstörung beugt dem kompletten Ausfall der gesamten Population Grund Nährstoffmangels vor.
    Giftstoffe werden dabei auch nicht abgegeben, jedoch alles an gespeicherten Stoffwechselprodukten, und den Bestandteilen der Alge selbst, was dem Kreislauf von Bakterien bis Phyto- und Zooplankton im Filter und Hauptbecken wieder zugute kommt.

    Fehlt nun solch ein Refugium, müssen eben die Nährstoffe von aussen zugeführt werden. Fehlen nun Grund bakterieller Verarmung einige wichtige Bindeglieder im Stoffum/abbau, wird es für das System kritisch. Algen würden hier als Puffer- und Nährstoffspeicher fungieren.
    Apropos Puffer und Nährstoffspeicher:
    Genauso ist es im Meer auch. Benthische Algen kommen in allen Bereichen der Meere hauptsächlich in Tiefen bis 50m vor; 100m sind aber keine Seltenheit. Die Masse an Algen beträgt hier bis 100to /ha :O.
    Logisch, sonst gäbe es auch nicht diese Massen an herbivoren Fischen. Und die tummeln sich auch in den Korallenriffen, wo die Werte NO3/PO4 an der Nachweisgrenze liegen.
    und trotzdem 80kg partikuläres Futter per m² Wassersäule permanent zur Verfügung stehen.

    Edit:
    was vielleicht im oberen Beitrag nicht so ganz rüberkommt: auch die planktonischen Algen (zu der in gewissen Stadien die benthischen Algen auch gehören) erfüllen ihren Anteil am Nährstoffab- und umbau in Zusammenarbeit mit den Bakterien.

    nachdem ich jetzt etwas in den Speicherwindungen des Gehirns unter Hinzuziehung schulischer Aufzeichnungen gewühlt habe:
    vorrangig geht es hier um benthische Algen mit einem Thallus -,also was größeres Sichtbares, meist Grünes, Rotes oder Braunes :grinning_squinting_face: .
    Wenn es nur so einfach wäre :face_with_rolling_eyes:.
    Algen machen 6% der gesamten Pflanzenmasse der Welt über und unter Wasser aus. Es folgt bei der Algensystematik nach den Bakterien, welche z.T. schon Photosynthese betreiben können, die grosse Abteilung der Blaualgen (ca. 2000 Arten Land/Wasser), -Cyanobakterien.
    Sie sind zur Assimilation fähig und geben als Produkte Glykogen (Cyanostärke), Polyphosphate und Polypeptide ab; also durchaus Sachen, von denen schon Korallen partizipieren.

    Nach den Cyanobaks spielen aber noch allerhand andere Algen wie Rotalgen, Goldalgen,Gelbgrünalgen, Kalkalgen, Kieselalgen/Diatomeen (überschlagsmäßig sind hier ca. 6000 Arten bekannt) in Produktion und Verbrauch eine Rolle,-alle zählen zur Gruppe der planktonischen Algen (aus Diatomeen bestehen übrigens die Kreidefelsen auf Helgoland, für die, die es interessiert.....).
    Im Vergleich zu Süßwasser sind in Meerwasser die Zellen der planktonischen Algen ca.10fach geringer mit 400/cm³ konzentriert. Es folgt die Gruppe der Braunalgen.
    Kurzer Einwurf:
    All diese Algen machen keinen Unterschied zwischen Meer und Aquarium außer vlt. einigen fehlenden Unterarten, Herr Kapaun :grinning_squinting_face: .
    Für dich zum ausprobieren als ungläubigen:
    nimm ein paar Liter Wasser aus deinem Becken, in dem angeblich keine Algen wachsen, gibs in einen Kübel mit Licht und warte 3 Wochen. Nachdem sich in wenigen Tagen das Wasser grün färbt, wirst du nach 3 Wochen die ersten festgewachsenen Algen mit einer blattähnlichen Struktur vorfinden :yidee
    Mit den Braunalgen (z.B.Riesentange) läßt sich bei der ersten Art an höheren Algen die Fähigkeit erkennen, Blattmasse zu bilden, mit Rhizomen, Speicher- und Leitgewebe. Grünalgen (das sind jetzt die gemeinten höheren Algen im Aqua) sind dann schon die nächsthöher entwickelte Gruppe. Und bei nahezu jeder Umwandlung und Freisetzung von Stoffwechselprodukten sind Bakterien beteiligt.

    Matthias,
    es ist erstaunlich, mit welcher Fähigkeit der Beobachtungsgabe du gesegnet wurdest! Ein Blick genügt :winking_face_with_tongue: , auch wenn der andere nicht anständig fotografieren kann . Behalte dir diese Eigenschaft. :ylol :thup
    Auch du wirst es noch erleben, dass Bakterien der Anfang und das Ende jeden Lebens sind. :winking_face:

    Das wahre Bak-Leben findet nur seltenst aus den ProdiBio-Ampullen statt (der meiste Inhalt wird wohl selbst nur noch als Bak-Futter taugen). Wenn der Inhalt andererseits einigermassen frisch zu gebrauchen ist, werden die paar Bak-Stämme so ziemlich schon in jedem Becken vorhanden sein. :face_with_rolling_eyes:

    Hans-Werner,
    ich knüpfe da an, wo ich vormittags zu schreiben aufhörte. Irgendwann muß ich auch arbeiten :frowning_face: .
    Wenn sich meine These mit der Abhängigkeit Algen/Bakterien so als haltbar erweist, dürfte zumindest ein Faktor mehr bei Algenproblemen in Betracht zu ziehen sein.
    Noch ein einfaches Beispiel dafür:
    es gibt Schlammfilter, bei denen höhere Algen sofort durchwachsen, lange Probleme mit anwachsen haben oder erst mit 2. Pflanzung einigermassen ein Erfolg zu verzeichnen ist.
    Da liegt die Krux auch in der Bakterienbesiedelung des Substrates verborgen. Erst muß sich das mikrobiologische Kleinklima etablieren, dann funktioniert es auch mit dem Algenwachstum.
    Leider wird zu oft an allen möglichen Faktoren (Strömung, Licht, zusätzliche Nitrat/Ammoniumgaben) herum gebastelt, als dem Substrat alleine einige Wochen zur Etablierung zu geben.
    Auf die Lösungen bin ich auch erst nach vielen Versuchen gekommen.
    Zu den Bakterien spielen dann noch Spurenelemte, Licht, organische Nährstoffe u.v.a. mit, um die höheren Algen bei Wachstumslaune und gleichzeitigem Nährstoffentzug (den ich als verschwindend gering ansehe) zu halten.

    Der Tonscherbenversuch: zerschlag einen dickwandigen neuen Tontopf, nimm 2 Scherben. Die eine reibst du mit etwas Naturjoghurt (Milchsäure und Bakterienkulturen) ein, die andere bleibt sauber. Beide Scherben stellst du ins Freie an eine schattige Stelle. Vorher gut einnässen.
    Nach einigen Tagen ist die behandelte Scherbe schon grün gefärbt, die andere bleibt noch sehr lange Zeit blitzeblank.

    Matthias,
    ich habe auch bestes Wachstum von Caulerpas mit 0,0x PO4 und 0,x NO3. Messung Merck und Macherey&Nagel.
    Das Foto mit den Ulvas sagt übrigens nur aus, dass eben Ulvas wachsen. :winking_face:
    Ich schreibe die Bedingungen: es handelt sich nur um ein 'befallenes' Becken aus einer in einer Reihe geschalteten Anlage. PO4 0,04 bis Tendenz nichts; Nitrat bei 1mg, 1,4 W Licht/L Wasser. Strömung und Umwälzung bei 50fachen Beckenvolumen. Wachstum der SPS sehr gut, Farben erstklassig, Ca, Mg alles i.O.,
    es wird allerdings Kalkwasser verwendet, um Ca zu halten und pH nicht unter 7,8 abfallen zu lassen.

    Hans-Werner,
    als Pest sehe ich Xeniden (alle Arten) nur zeitweise an, wenn sie über Gebühr an Masse zulegen, wie bei mir eben derzeit die Pest namens Ulva :winking_face: .In meinem ältesten 9jährigen Becken sind Xenien derzeit das 2. Mal auf dem Rückzug.

    Ich wende nun seit einem halben Jahr wieder vermehrt Bakterienpräparate verschiedener Hersteller an, worauf ich meine gut wachsenden Algenbestände bei ähnlichen Wasserwerten wie den deinen begründe.

    Zu den höheren Algen:
    ich behaupte ohne mikrobiologisches Hintergrundwissen-, die Algen brauchen unbedingt Bakterien, um ihre heterotrophe Ernährung sicherzustellen; je nach Algenart wird wohl die Konstellation der Mischung an Bakterienstämmen unterschiedlich sein, welche ihnen die notwendigen Nährstoffe, Enzyme etc. bereitstellen. Die Ansprüche dürften je nach Algenart verschieden sein.Algensporen der unterschiedlichsten Arten sind in jedem Stückchen lebenden Stein und freien Wasser enthalten. Es ist nichts anderes an Land mit Moosen und Algen. Feuchtigkeit und Licht und Bakterien, dann beginnt das Leben.
    Den Versuch 2er neuer Tonscherben im Freien aufgestellt, -den einen mit Naturjogurt dünn bepinselt, -den anderen unbehandelt, kennst du?
    Als Mann der Theorie (und natürlich auch Praxis) wirst du die Chemismen kennen, die sich abspielen. Nichts anderes ist es im Wasser.
    Ich habe mir schon vor Jahren den Kopf zerbrochen, warum J.Sprung in 'Algae' bestimmte Algenarten bestimmten Umgebungsparametern zuzuordnen versuchte. Bei mir wuchsen die Algen trotz vollkommen anderer Umstände. Dabei ist die Erklärung so einfach: die Bakterien.

    Hallo Hans-Werner,
    ich denke, so zufallsbestimmt sind deine Beobachtungen nicht. In Bezug auf Lebendgestein bin ich immer wieder überrascht, was sich da im Laufe der Jahre nacheinander in Folge auf das vorhergehende an Algen entwickelt. Das, denke ich, ist durchaus mit der jeweils sich verändernden Bakterienflora und je nach biologischem Alter des Systems zu begründen.
    Statt Algen kann man die Bobachtungen auch an Korallen machen.
    Wieso wachsen in frischen jungen Becken mit reicher Bakterienpopulation pumpende Xenien außerordentlich gut und nehmen mit biologischer Alterung eines Beckens ab, um nach einigen Jahren wie aus dem Nichts wieder Siedlungsraum zu besetzen?

    Ulva:
    ich wollte es gestern noch schreiben; ich hatte schon die natürlichen Freßfeinde im Becken selbst ausprobiert. Keine Chance, dass sie die Plage angehen. Ein, zwei Tage vielleicht und die Bäuchlein sind voll.
    Zudem habe ich durch die dauernde Rupferei eine Anpassung der Ulva erzeugt. Sie wächst mittlerweile vermehrt büschelartig wie Krauspetersilie und nicht mehr mit leicht zu entfernenden Kopfsalatblättern.
    Zu Rupfen ist das nun äußerst schwierig. Das praktiziere ich außerhalb des Wassers. Mittlerweile haben sich die Ulva einen extremen Glitschigkeitsfaktor zugelegt.
    Ich bin auch der Meinung, dass sich die höheren Algen nicht an bestimmten Phosphat- und Nitrataufkommen festmachen lassen. Allenfalls Ammonium als 'Dünger' übt einen Wachstumsschub aus.

    Hallo Hans-Werner,
    leider hast du Ulva erwähnt, so dass ich mir den Frust von der Seele schreiben muß.
    Alle 4 Tage ist ein Becken mit Ablegern immer wieder grasgrün mit bis 10- 15cm grossen Blättern zugewachsen. Alle 4 Tage wird darum gerupft. Ulva wächst auf den Schneckenhäusern , Pumpen, Kabeln, Silikonfugen, selbst Korallen bleiben nicht verschont.
    Eingeschleppt habe ich mir das mit Aragonitsand. Selbst mehrwöchiges Lagern des Sandes in Reinstwasser bringt keinen Erfolg. Kaum im Salzwasser und Licht dazu....das grüne spriessen beginnt.
    Nehme ich Ableger samt Unterlage und jeder Menge Salat und bringe das in ein Becken mit Doktoren und Kaisern , ist binnen einiger Minuten alles blitzblank geputzt. Setze ich aber die Fische direkt ins Ablegerbecken....verhungern sie lieber. Seehasen das gleiche.

    Heinz,
    ich denke, dass heutzutage selbst in Spanien durchaus technische Möglichkeiten gegeben sind, die Wassertemperatur auf verträglichem Niveau bei Sonne von oben halten zu können. Die Zustände mit denen der Ende der 70er auf den Mal vorherrschenden zu vergleichen, hinken doch etwas :grinning_squinting_face:

    Soll ich dir einige Fotos von Glasdächern, Wintergärten, Patios aus meiner bekannten Umgebung 120km nördlich von Alicante via Google-Earth vorführen, damit du gläubig wirst?
    Die Spanier sind nicht bl.öd. Im Winter kann es nachts empfindlich frisch werden; selbst in der Provinz Alicante.
    Alle mit verschiebbaren Glaselementen überdachten Restaurants und Cafes haben diese Systeme dann deiner Meinung nach nur zum Spaß? Wenn du meinst...
    Edit:
    Und nach Gibraltar runter sind es dann doch noch einige 100km. Die brauchen dann in der Tat kein Glas mehr.

    Zitat

    Und wie Klaus schon sagte, das wirkliche Leben beginnt in diesen Gefilden erst bei Sonnenuntergang. Welcher vernünftige Mensch steht in Spanien in der Mittaghitze vor einen Aquarium? Typisch deutsche Denke ..


    verkehrt!
    eben das ist die typisch deutsche Denke, das sich das Aquariumleben dann nach dem 'wirklichen Leben' zu später Stunde und den Partygelüsten des Inhabers zu richten hat.
    Insoweit kein Problem. Dann sollten aber tagsüber auch tatsächlich die Rolladen zu sein. Ist ja sonst wie im Kasperltheater mit Vorhang auf, Vorhang zu, Licht an, Licht aus.
    Ich sehe das bei mir mit dem Becken unter halbfreiem Himmel und tagverlängernden 'Versuchen'.
    Wenn ich die Beleuchtung für Gäste länger anlasse, als üblich (Tages/Sonnenlicht zzgl. Kunstlicht auf max 12 Std. im Sommer [länger natürlich hell]) sieht man dem Becken einige Tage eine quasi 'Übernächtigung' an. Dies tritt bei 15+ Std. Dauerlicht auf.

    Ich gehe mit Stefans Meinung absolut konform, dass die Sonne gewinnt. Solange im Becken kein Wasser ist, werden die 2000W die äußere Helligkeit überbieten und das Beckeninnere ist gut erkennbar.
    Sobald Wasser drin ist, ist es aus. Da sind 2000W auf je 1,7m² Grundfläche verschossene Energie. Eben deshalb meine Meinung zu entspiegeltem Glas oder tagsüber bis 16Uhr Rolladen zu und dann erst Licht an.
    Ich finde es nur absolut pervers, warum bei gegebener Möglichkeit einem Meerwasserbecken das natürlichste der Welt vorenthalten wird.
    Wenn ich bei mir sehe, wie das Wasser in Sonnenkringeln bei vollem natürlichem Sonnenlichteintrag zu flirren scheint, das ist nur noch genial. Das habe ich nicht einmal mit einem probehalber angebrachten 1000W HQI geschafft. Und ich habe nur 90 cm Höhe. Es war halt sehr hell.
    Aber das Gebäude ist ein Bunker. Vielleicht auch besser so. So bleibt dann nur der eigentliche Bau des Beckens der Höhepunkt. Schade drum.
    Mit dem Betonklotz der Hitze der spanischen Sonne zuvorzukommen, ist ein schales Argument.

    doch, ist schon klar.
    Mindestens 3, der Vereinsgründer selbst läßt sich ungern ablichten.

    @Klaus,
    Arbeit ist Arbeit, und Schnaps ist Schnaps. Ich werde dich nicht heimsuchen :face_with_rolling_eyes:. Mein Zeitplan sieht nur 3 -5 Tage ,tödliches-Klima-für-mich' -Aufenthalt vor.
    Ärgerlich wäre es natürlich, wenn ihr quasi ums Hauseck bauen würdet.

    Hallo Johannes,
    Knoblauchpressen gibts doch für kleines Geld fertig in den Haushaltswaren-Regalen des Supermarktes zu kaufen.
    Ich werde auch mal wieder damit zu pressen anfangen. Das Tolle dabei ist, das immer ein Teil der Zehe als Pürree durchkommt. Auf das stehen die Fische bei mir. Ehrlich gesagt habe ich die letzten 2 Jahre aber immer den evtl. Bedarf mit Roten Mückenlarven mit Knoblauch oder Garlic Elexier aus der Tube gedeckt.

    Zitat

    Original von OliverL
    @Stefan: Pedreguer - Javea = ca. 10km
    uuups, wie gesagt...10 Jahre her. Wahrscheinlich finde ich nicht mal mehr hin:-)
    Fahr doch anfang Mai hin, dann können wir uns dort treffen :smiling_face:


    klar, nix lieber als das; als arbeitsscheues Subjekt mitten in der Hochsaison würde ich das gerne tun :grinning_squinting_face:

    Zitat

    Original von OliverL

    Kennst du Pedreguer bzw La Sella ?

    In Javea ist die Tauchbasis von der ich immer losfahre :smiling_face:

    Bin im Mai wieder für 2 1/2 Wochen da :winking_face:

    wenn das so weitergeht, können wir einen Javea-Club aufmachen. Du bist jetzt schon der Dritte. :smiling_face_with_sunglasses:
    Ich muß diesen Monat noch für ein paar Tage runter (nach 10 Jahren das erste Mal wieder :O ) .
    Pedreguer sagt mir was. Eine Autobahnausfahrt?
    Edit:
    aber wir sollten Klausens schöne Bastelbilderserie nicht so unterbrechen. Sonst wird er böse :winking_face: :O .

    Zitat

    Original von mbb
    moin, stefan

    ich bin mir jetzt nicht sicher, wie es sich mit frostknobi verhält, vermute aber, daß die wirkstoffe durch die niedrigen temp. vorm zerfall relativ geschützt sind.

    Hallo Michael,
    ich denke, dass jedes Futter schockgefrostet wird. So wie die Packungen beim Öffnen riechen, unverkennbar wie frisch gepresster Knoblauch.

    Noch etwas zur Verwendung von frischem Knoblauch bei Verfütterung: irgendwo hatte ich mal gelesen, dass ein Zuviel davon auch toxisch bei den Fischen wirken kann?

    Hallo,
    sind dann die Roten Mückenlarven mit Knoblauch als fertiges Frostfutter für die Katz?
    Wenn ich so meine Spezialisten mit den Mückenlarven, -einmal mit, einmal ohne Knoblauch füttere-, zeigen mir die Fische schon einen Unterschied, was sie bevorzugt mögen.

    Klaus,
    das Glas..., ist das dann entspiegelt?
    Denn, sonst sieht der Gute nur am Morgen und in der Dämmerung was...
    Entschuldigung, dass ich dazwischen gepiept habe :face_with_rolling_eyes:

    Tja, mein Austrag steht schon in Javea/Alicante, El Tosalet, Calle del Fresno 22. :]
    Das Aqua dort geht allerdings noch ab.
    Aber nachdem du hier nicht alt werden willst, kann ich dich dann in Spanien weiter pisacken :face_with_tongue:

    Oliver,
    8 Grad sind 3mm oder? :ylol

    Zitat

    du kannst das blei ja damit du es das nächste mal nicht wieder verlierst im becken liegen lassen


    muß man sich bildlich vorstellen :laughing: .
    Das Blei liegt am Boden und er kommt wie 'Scrat aus Ice-Age an die Nuß' einfach nicht dran.....

    Wenn man Wrangelia zusammen drückt, hat es bei loslassen sofort wieder die vorherige Form.
    Ceramium oder Asparagopsis hat im nassen Zustand die gleiche Haptik wie nasse Watte.
    Schau mal hier im Board im 11. Thread unter diesem, 'noch eine unbekannte Alge' . Nicht vom Einstiegsfoto täuschen lassen, das ist das gleiche wie in deinem Link.
    Edit: nur mit der Bekämpfung wie in dem Link angegeben durch Herbivoren haben meiner Kenntnis nach nur 2 Anwender Glück gehabt. Die anderen wohl 98% sind ein Fall der chemischen Keule gewesen. :face_with_rolling_eyes:

    jetzt bin ich auch noch tatsächlich bei dem detailreichen Foto unsicher geworden.
    Wrangelia ist es, wenn sich die Alge nicht watteweich anfühlt.
    Ist es wie Watte, sind es die letzten beiden.
    Wäre mal schön, wenn man sich in der Fachwelt auf einen Namen einigen könnte.

    Hallo Wolfgang,
    wenn die Rinne aber mal durch den Lauf der Jahre anoxidiert ist, spielt es nach meiner Erfahrung keine Rolle mehr. Ich hatte das Wasser daraus in meinen Weiher geleitet; viele Fische, viele Algen, viel Kleingetier.
    'Hatte' deshalb, da eine Wühlmaus durch Biss den Teich bis zur Grundsole trockenlegte.

    Und eben dieses Wasser aus der Rinne nehme ich im Sommer in regenreichen Perioden für die Aquas her.

    Hallo Steffen,

    Zitat

    Ich habe aber keine Ahnung ob das "original MB20" war oder ob da ein anderes Produkt drinsteckte.Seinen Zweck hat es jedenfalls erfüllt.


    ich bin zwar immer wieder zu Experimenten bereit, aber bei angeblich gleichwertigen Harzen bin ich schon böse auf die Nase gefallen. Sicherlich nicht dramatisch-, aber wenns für die Hälfte an Geld des Originalharzes nur 1/4 bis 1/3 an die Kapazität des Originals heranreicht... nicht gut.

    Das angegebene 'schwarze' Harz hatte ich früher schon verwendet. Es stammt von Bayer und ist ein reines Allzweck-Mischbett-Harz für nach Osmose (Polizeifilter nennt sich das, glaube ich.)

    ich habe mich mit dem (meinen) SPS-Becken unglücklich ausgedrückt.
    Natürlich ist meins ein Gesellschaftsbecken mit allem außer Azoo's (geht nicht wegen dem Licht :smiling_face_with_sunglasses: ) , einigen Arten an Großpolypigen und Krustenanemonen (letzteres haben die Kaiser halt so gerne).
    Reine SPS Becken mit bonbonfarbenem finde ich nicht erstrebenswert und habe ich auch noch keine richtig großen (v.a. schönen) Becken gesehen.
    Oregonreef vllt. als Ausnahme, aber so richtig groß ist das eigentlich auch nicht. :face_with_rolling_eyes:

    Hallo Frank,

    Zitat

    Ok, aber sollte ein Becken mit einem H&S oder Cyklon oder was auch immer besser laufen wie mit einem BK, dann weiß ich nicht ob es wirklich am Abschäumer liegt...


    ja was denn nun? Weiter oben bist du überzeugt davon , dass der letzte Kauf mit den monetären Begleiterscheinungen der Aufrüstung das Nonplusultra der Meeresaquaristik darstellt?
    Für dich persönlich scheinst du ja die richtige Entscheidung getroffen zu haben.
    Aber man sollte es vermeiden, anderen die eigene Meinung aufoktruieren zu wollen; soll heissen-, andere Abschäumer erfüllen genauso ihren Dienst. :winking_face:
    Apropos Geld; weiter oben hattest du geschrieben, dass man für einen gebrauchten BK noch Geld bekommt. Ich versuche nun seit 3 Monaten meinen zu verkaufen. Selbst für nur 1/4 des Neupreises will den etwas über 30 Monate alten niemand.

    Edit: düstere Prognose???????? mit 95% des schon Erreichtem im Fischtoilettenbau? Woher nimmst du diese Gewissheit?

    Hallo Michael,
    ehrlich gesagt, UV habe ich bei Regenwasser noch nie benutzt. Ich lasse das Wasser per Schwerkraft über einen 4/6mm Schlauch durch einen Papierkaffeefilter in ein sauberes Behältnis laufen.
    Zu evtl. Keimen und Bakterien:
    Wenn es im Sommer Mückenlarven im Regenfass gibt, fang ich die auch mit einem Kescher und ab damit zu den Fischen. Ob die Bakterien und Keime in der Tonne jetzt unbedingt sooo gefährlich sind? Ich glaube nicht.

    Hai,
    ich habe noch nie Probleme gesehen, nach einer längeren Regenperiode (wenn das Wasser einigermassen sauber abgeregnet ist) selbiges unbearbeitet zu verwenden.
    Im Normalfall verwende ich sonst nur Reinstwasser.
    Wenn du Bedenken bzgl. des weiteren Inhalts im Wasser der Regentonne hast, würde sich die Durchleitung durch UV und einen Sedimentfilter anbieten. Normal würde es aber ein größerer Kaffeefilter tun.