Bei dem Thema würde mich interessieren warum die Geschichte mit den Klein Blockkraft-Heizwerken nicht weiter verfolgt wird. Die Idee ist doch gar nicht so schlecht. Jeder macht seinen eigenen Strom aus Gas und die Abwärme heizt die Hütte. Lastspitzen gehen ins öffentliche Netz, bei Mehrbedarf an Strom aber wenig Bedarf an Wärme (Sommer) holt man sich sein Strom im Gegenwert der abgegebenen KW/h wieder aus dem Netz.
Wenn ich mir überlege wie viel Gas ich im Jahr durch den Schornstein schicke nur um das Haus zu beheizen, da könnte man nebenher ne Menge Strom mit machen. In Verbindung mit einer Photvoltaikanlage ist so ein BKHW sicherlich eine tolle Sache wenn der hohe Anschaffungspreis nicht wäre.
Hi,
so schön, wie du es dir vorstellst, funktioniert das in der
Realtät nicht. Die sogenannte Insellösung zur autarken Versorgung
funktioniert nur sehr selten.
Aus meinen gemachten Erfahrungen mit
einem größeren BHKW in meiner Firma habe ich den Plan für ein kleines
zum Betrieb im Wohnhaus verworfen.
mit einem BHKW wirst du um jeden kalten Tag froh sein, an dem auch keine Sonne scheint.
Willst
du ein BHKW mit normalem Gas betreiben, ist der Energieversorger nicht
verpflichtet, dir den überschüssigen Strom abzunehmen; falls er ihn
abnimmt, dann zu einem ihm genehmen Preis, welcher einem unteren
Mittelwert des an der Strombörse gehandelten Preises entspricht;
tatsächlich wird der Erlös in seltensten Fällen die Erzeugungskosten
decken.
Dann kommt das Bio ins Spiel. Beim sog. Bioerdgas ist der
Energieversorger verpflichtet, den Strom zu einem nach EEG festgelegten
Preis abzunehmen.
Der Preisunterschied zwischen der Wahl von Bio oder
konventionell macht einen Preisunterschied von ca. 4ct kwh/Gas je nach
festgelegter Abnahmemenge aus, welcher in Summe und Einspeisevergütung
über Sinn oder Unsinn eines BHKW-Einsatzes entscheidet.
Im Prinzip
ist in der Gasleitung ein und dasselbe Gas. Es wird heute prozentual
immer Methan aus Biogasanlagen ins Erdgasnetz mit eingespeist.
Klein-BHKWs
mit normalem Gas rechnen sich nur, wenn neben dem erzeugten Strom auch
die Wärme zu 100% genutzt wird. Man bleibt deshalb vernünftigerweise
weit unter der tatsächlich veranschlagten benötigten Wärmemenge oder
betreibt einen zusätzlichen Pufferspeicher (der garnicht groß genug sein
kann), um die Laufzeit des BHKW zu verlängern . Tatsache ist aber auch,
dass irgendwann ein BHKW stillsteht, wenn keine Wärmeabfuhr mehr
möglich ist. Man kann natürlich mittels Technik die Wärme in Kälte
umwandeln, was aber den Sinn einer solchen Kraft-Wärme-Kopplung in Frage
stellt.
Ich betreibe ein BHKW mit 6tsd kwh/el Leistung am Tag. Die erzeugte
Wärme deckt zu 30% den Grundbedarf meines Betriebes. Dennoch ist an
einem sonnigen Wintertag bei 5° Aussentemperatur der Pufferspeicher mit
60m³ Inhalt innerhalb 24 Std. voll. Dann schaltet das BHKW durch
Überhitzung ab.
Keine Wärmeabfuhr, kein Strom... ; rechnet man alle
Fixkosten zusammen, kommt man sehr schnell auf den Boden der Realität
zurück.
Man kommt man trotz aller technischen Machbarkeiten damit auf keinen grünen Zweig.
Das ist schon so von der Politik gesteuert. Zumindest beruhigt es das ökologische Gewissen, soetwas zu betreiben.
