Beiträge von wasserpanscher

    Hallo Klaus,

    warum gerade diese; kannst Du mir da etwas mehr dazu schreiben?
    Bei HQI-Brennern mit 70 Watt würde ich mir heutzutage Gedanken machen, ob da mittelfristig überhaupt noch die Lieferfähigkeit der Brenner gesichert ist. Bei meinen alten 175 Watt E40 Brennern sieht es mittlerweile schon mau aus, nachdem offenbar Aqua Connect den Vertrieb dazu eingestellt hat.

    VG,
    Bernhard

    Hallo Andreas,

    Zitat

    Ich habe da immer noch dieses Bild der grausam tickenden, ratternden alten Teile im Kopf. :winking_face:

    Wenn Du Dein Meerwasseraquarium, sprich Abschäumer, Förderpumpen etc. schon so leise hinbekommen hast, dass dann das Ticken einer mechanischen Zeitschaltuhr als störendes Geräusch wahrgenommen wird - dann Hut ab! Würde mich mal interessieren, welche Komponenten Du da verbaut hast bzw. mit welchen Schallschutzmassnahmen Du so etwas hinbekommst.

    VG,
    Bernhard

    Hallo Maik,

    ich habe seit 5 Jahren einen Halichoeres iridis. Zu Fischen egal welcher Größe ist er absolut friedlich, über das Verhalten zu Garnelen kann ich nichts sagen, da ich keine im Becken habe.
    Daneben habe ich noch einen Halichoeres melanurus oder marginatus, ebenfalls absolut friedlich. Die beiden verstehen sich gut.

    Wie es mit der Paarhaltug aussieht, weiß ich nicht. Lese aber immer wieder, dass es Probleme geben kann, wenn sich dann das Weibchen zum Männchen entwickelt.

    VG,
    Bernhard

    Hallo Forianer,

    ich liebäugle damit, doch mein Nano (AM Blenny, 40 x 50 x 40cm) wieder in Betrieb zu nehmen. Bis zu meinem Abbau hatte ich eine Giesemann Teszla drüber hängen. Die gab zwar ein schönes Licht, aber die Lautstärke des Lüfters und die Tatsache, dass bei Stromausfall auch das eingestellte Zeitprogramm verloren ging, haben mich schon ziemlich gestört. Ich suche deshalb eine neue Beleuchtung mit folgenden Kriterien:

    1.) SPS-tauglich
    2.) leise
    3.) wenn möglich, auch in der Farbzusammensetzung blau/weiß steuerbar

    LED ist kein Muss.

    Würde mich über Eure Empfehlungen und eigenen Erfahrungen freuen.

    LG,
    Bernhard

    Hallo Maik,

    da sind aber mindestens zwei grenzwertige Fische drin:
    - Der Imperator wird Dir über kurz oder lang zu groß werden, hast Du ja selbst geschrieben (40cm -> 4500 Liter gemäß Meerwasserlexikon)
    - Einen Weisskehl habe ich auch in meiner Pfütze und würde es vermutlich nicht mehr tun. Sind schon sehr unruhige Gesellen; eigentlich sind dafür 700 Liter ( und auch mein Becken) zu klein..

    Also, wenn Du Dich zumindest vom Imperator trennst, wären ein oder zwei kleine Lippfische gut. Die fehlen mir in Deiner Aufstellung, z.B. der Halichoeres iridis oder eine Cirrhilabrus - Art. Sind irgendwie meine Lieblingsfische geworden, weil sie sehr lebendig / schwimmfreudig und absolut friedlich sind.

    VG,
    Bernhard

    Hallo Andreas,

    ich habe den Filter mit automatischer Spüleinrichtung jetzt seit zwei Wochen am Laufen und spüle (aufgrund der mechanischen Zeitschaltuhr) 2 x pro Tag 15 min.
    Was soll ich sagen? Die Konstruktion ist einfach- aber genial. Und 15 min Spülen haben sicher keinen Nachteil. Also rundum empfehlenswert.

    VG,
    Bernhard

    Hallo Daniel,

    ein Stromausfall bzw. ein Versagen der Technik während einer Reise wäre auch meine größte Befürchtung. Da ich auch beruflich sehr viel im Ausland unterwegs bin, habe ich mir einen iks-Computer mit SMS-Modul installiert. Darüber überwache ich die Werte Temperatur, Salzgehalt, Wasserstand im Technikbecken, Redoxpotenzial, und pH-Wert. Beim Unter-/Überschreiten jeweiliger Grenzwerte sowie bei Stromausfall gibt es eine SMS an mein Handy.
    Zudem kann ich die Werte jederzeit abrufen. Ein ähnliches System gibt es auch von GHL.
    Dann brauchst Du nur noch jemanden mit gewissen Grundkenntnissen, der im Alarmfall vorbeischaut.

    LG,
    Bernhard

    Hallo Hajo,

    Zitat

    Ich hatte eine Anfrage nach Korea zwecks Bestellung und der dafür notwendigen Formalitäten. Habe auch nicht gedacht, dass ich ueberhaupt eine Antwort bekomme.
    Am nächsten Tag lag per EMail die Rechnung über alle anfallenden Kosten vor.


    -> Ist doch klar. Die wollten ja auch was von Dir, nämlich Dein Geld. Also überhaupt nicht mit dem eigentlichen Thema Beratungsservice zu vergleichen. Außerdem sollte man (Süd-)Korea nicht mit China in einen Topf werfen. Korea hat mittlerweile eine demokratische Staatsform mit Arbeitsbedingungen, die unseren weitestgehend ähnlich sind. Auch das Lohnniveau ist bei geschätzt 80 - 90% unseres Niveaus angekommen. Also durchaus vergleichbare Bedingungen.

    China hat dies nicht (wie ich weiter oben bereits schrieb) und der Vergleich mit deutschen Herstellern hinkt. Ich habe mich leider schon daran gewöhnen müssen, dass ich in der Unterhaltungselektronik fast nur noch Produkte aus Fernost bekomme. Da möchte ich wengistens bei einem Luxushobby wie der Meerwasseraquaristik noch den deutschen Mittelstand stützen und nicht nur "geiz-ist-geil" walten lassen.

    Nur so meine Meinung ....

    LG,
    Bernhard

    Hallo Forianer,

    ich kann dieses Gejammere über deutsche Unternehmen speziell in der Meerwasserbranche überhaupt nicht nachvollziehen.

    3 Beispiele:
    - Meine ATI Sunpower ging nach drei Jahren kaputt. Nach Telefonat mit ATI habe ich diese eingeschickt und UNENTGELTLICH innerhalb von 1 Woche eine neue Platine eingebaut bekommen
    - Meine Tunze Wavebox-Pumpe hatte ebenfalls nach 3 Jahren Aussetzer. Ich habe diese zu Tunze eingeschickt mit der Bitte um Reparatur. Nach drei (!!) Tagen bekam ich die Pumpe zurückgeschickt mit dem Begleitschreiben "Rotor ausgetauscht - ohne Berechnung"
    - Mit meinem gebraucht erstandenen Abschäumer von Meerwassertechnik Klewinski hatte ich Anfangs Probleme, ein ordentliches Schaumbild hinzubekommen. Ich habe dann Herrn Klewinski angerufen und er erklärte
    mir in einem halbstündigen Telefonat ausführlichst, worauf es bei der Auslegung und beim Betrieb von Abschäumern ankommt.

    Ich könnte die Liste noch fortsetzen mit Anrufen bei Aqua Medic, Tropic Marin, Royal Exclusiv, iks etc. Ich bin begeistert, wie freundlich und geduldig man dort beraten wird.

    So, und jetzt zu China: Ich bin beruflich des Öfteren in China und besuche dort Fertigungen. Im Gegensatz zu Deutschland gibt es dort keinen Mindestlohn, keine Arbeitssicherheit, keine Mitbestimmungsrechte, keinen erkennbaren Umweltschutz, und neue Produkte werden nicht zu hohen Kosten selbst entwickelt, sondern kopiert. Ein Produktschutz ist quasi nicht vorhanden. Dass dies dann billiger ist als ein in Deutschland gefertigtes oder zumindest entwickeltes Produkt, ist keine besondere Leistung.
    Mit der "Geiz ist geil"-Einstellung werden wir die deutschen Unternehmen wohl auch dahin bewegen. Aber vielleicht bekommen wir dann zur ausgleichenden Gerechtigkeit auch mal einen chinesischen Arbeitgeber.

    Und zu den "Fischverkäufern": Würde ich jeden Händler, der ungeeignete Tiere verkauft, verdammen, dürfte ich vermutlich keinen Laden mehr betreten. Ich kenne jedenfalls keinen Händler, der nicht mal ein Hai-Ei bei sich hängen hat. Auch die wohlgepriesenen online-Händler verkaufen diese. Und genauso wenig kenne ich keinen Aquarianer, der die erforderlich Beckengröße dafür hat - sollte das Tier schlüpfen und wachsen.
    Da sage ich mir aber immer: wer Tiere halten will, muß sich auch damit beschäftigen und übernimmt auch die Verantwortung dafür, was er kauft - also nicht nur der Händler, sondern genauso der Käufer.

    VG,
    Bernhard

    Hallo Daniel,

    Zitat

    -> Wie hat sich denn dein PH-Wert erhöht, bzw. stabilisiert?

    Ich hatte meinen Kalkreaktor immer auf pH=6,2 am Auslauf eingestellt. Vermutlich zeigt meine pH-Sonde (trotz regelmäßiger Kalibrierung) etwas zu hohe Werte an, so dass die 6,2 in Wirklichkeit <6,0 waren. Ich habe dann einfach den pH-Wert am Auslauf auf 6,55 eingestellt; die Ca und HCO3-Versorgung im Becken funktioniert immer noch und der pH-Wert im Becken hat sich stabilisiert. Allerdings fahre ich auch etwas höhere kH-Werte, so zwischen 7,5 und 9,5.

    Aber wie gesagt, auch Deine Werte geben für mich noch keinen Anlaß zur Beunruhigung.

    LG,
    Bernhard

    Hallo Daniel,

    mach Dich nicht verrückt ....
    Ich habe im November zeitgleich zwei Komplettanalysen bei den von Dir beschriebenen Labors durchführen lassen, zum Teil waren die Ergebnisse stark unterschiedlich :confused_face:
    Am Ende konnte ich mir dann die Schlussfolgerungen raussuchen.

    Zu den Makronährstoffen: NO3=15 mg/l und PO4=0,07mg/l ist für meine Begriffe durchaus noch o.k.; es sei denn Du willst bonbonfarbene SPS. Zumindest Deine LPS werden Dir die höheren Werte danken.
    Ich habe nie unter 25mg/l NO3; PO4 immer so zwischen 0,08 und 0,15mg/l, und meine LPS/SPS stehen auch gut.

    pH-Wert hatte ich lange Zeit morgens zwischen 7,6 und 7,8, ohne dass ich daraus irgendwelche Probleme bei den Korallen erkennen konnte. Alle kommerziellen "pH-Stabilisierer" haben nur kurzfristig etwas bewirkt.
    Also mein Tipp wäre: Lass das Zeug weg und beobachte, dass der pH-Wert nicht weiter fällt. Du kannst ja die kH noch auf 9 anheben, bringt auch so ca. 0,2 beim pH.

    Magnesium würde ich auf 1350 anheben. Bei Strontium ist es wissenschaftlich unklar, ob es die Korallen überhaupt brauchen oder ob es nur in das Skelet eingebaut wird, weil es eben vorhanden ist (siehe den Artikel in Armin Glasers Buch über Meerwasserchemie).

    -> Fazit: ich würde an Deiner Stelle die Finger bzw die Mittelchen weitestgehend rauslassen.

    LG,
    Bernhard

    Hallo Björn,

    nimm die 0,06 Watt pro Liter. Die Angaben, bei 1000 Litern auch mit 25 Watt auskommen zu können, stammen vor allem von einem Hersteller, sie sind für mich - zumindest durch dessen Konstruktion - nicht schlüssig. Ist ein bisschen wie "Ariel wäscht weißer als andere Waschmittel .."

    VG,
    Bernhard

    Hallo Kai,

    meine Meinung: ein wöchentlicher Wasserwechsel von 5% - 10% ist durch nichts zu ersetzen.

    Ich glaube nicht an die Wunderwelt der Tritons und ATIs. Diese System mögen kurzfristig funktionieren, schleichende Ionenverschiebungen kann man damit nicht kompensieren.

    VG,
    Bernhard

    Ja, nimm Salzwasser aus dem Becken (wenn Du ohnehin den großen Wasserwechsel machst, hast Du ja genügend "Altwasser").
    Die Garnelen müßten doch abhauen, wenn Du den Stein bewegst ....

    Die Euphillia kannst Du mit dem Stein aus dem Becken nehmen und vorsichtig außen rum abbürsten.

    Wie alt sind denn Deine Röhren bzw. die HQI Brenner?

    LG,
    Bernhard

    Hallo Rene,

    lass mal das Coral ABC weg. Wen ich das richtig erkenne, hast Du lediglich zwei Steinkorallen drin, und das sind auch noch relativ langsam wachsende LPS. Da ist Dein Verbrauch an Spuris quasi Null und
    durch regelmäßigen Wasserwechsel zu decken. Könnte mir deshalb vorstellen, dass Du eine Spurenelementeüberdüngung hast, die das verheerende Algenwachstum hervorruft.

    Ich würde wie folgt vorgehen:

    1.) Steine rausnehmen und unter Meerwasser mit der Zahnbürste komplett abbürsten ("freischrubbeln")
    2.) 30% Wasserwechsel mit einem guten Salz durchführen
    3.) entsprechende Algenfresser (10 Turboschnecken und 10 Einsiedlerkrebse) einsetzen
    4.) dann pro Woche 10% Wasser wechseln.

    Teste auch mal Dein Osmosewasser. Es müßte eine Karbonathärte kH von 0 haben. Wenn nicht, funktioniert die Osmoseanlage nicht richtig.

    LG,
    Bernhard

    P.S.: Gonioporas gehören zu den eher schwierigen Steinkorallen, sie brauchen auf jeden Fall ein sehr stabiles und eingefahrenes Millieu. Dein Becken ist dazu wahrscheinlich noch viel zu instabil.

    Hallo rene,

    das seht aber gar nicht gut aus, vor allem Deine Acanastrea wird das nicht lange durchhalten. Hast Du schon mal nach der Ursache für diese übermäßige Algenbildung gesucht? Nimmst Du Leitungswasser oder Osmosewasser? Was gibst Du denn an Mittelchen ins Wasser?

    Ansonsten würde ich die Steine herausnehmen und in einem separaten Gefäß in Meerwasser mit der Zahnbürste gründlich abbürsten. Beseitigt aber die Ursache nicht.

    LG,
    Bernhard

    Hallo Ewald,

    wenn ich mal meinen Senf dazugeben darf: Theoretisch ist das möglich; allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass der Phosphatadsorber nach 1-2 Wochen durch Sedimentablagerung und Biofilmbildung "verbackt" und es dann eine Kanalbildung gibt. Damit wird der Adsorber nicht mnehr vollflächig durchströmt und die Wirksamkeit geht verloren. Peter Gilbers empfiehlt ja deshalb bei seinen Festbettsäulen, 1x pro Tag ordentlich durchzuspülen, so dass der Adsorber verwirbelt und damit der Biofilm abgerieben wird, um die Aktivität des Festbetts zu erhalten. Die Möglichkeit des Durchwirbelns hast Du m.E. im Kalkreaktor nicht (oder Du baust diesen um).

    Da ich oft vergessen habe, 1x pro Tag durchzuspülen, habe ich mir jetzt eine Festbettsäule mit automatischer Spülung von "mainriff" bestellt. Werde über meine Erfahrungen berichten.

    LG,
    Bernhard

    Hallo Forianer,

    dieser Thread hat mich aus dem Weihnachtsschlaf aufgeweckt, weil ich meinen Doktoren immer üppigst Norialgen verfüttere.
    Habe deshalb ein Blatt für 24 Stunden in 1 Liter Osmosewasser eingeweicht; das Ergebnis spricht für sich (rot-violett = Salifert Nitrattest; blau = Gilbers Phosphattest).

    Beide Werte sind jeweils am oberen Ende der Skala.

    Interessant wäre mal ein Vergleich mit Salat vom Biobauern ... werde ich nachliefern :upside_down_face:

    LG,
    Bernhard

    Hallo Kai,

    auf dem untersten Deiner drei Fotos sind doch ganz klar Beine zu erkennen; also sieht es für mich eher nach einem Fangschreckenkrebs aus. Und es ist ein ganz hübscher! In einer 30 Liter Pfütze kannst Du ja ohnehin keine Fische halten, also wäre das doch ein sehr interessanter Bewohner :winking_face:

    Lass ihn einfach drin; vielleicht gelingt Dir noch ein schärferes Foto.

    Falls Du ihn partout nicht haben willst, bitte nicht töten - es findet sich im Forum sicher ein Abnehmer.

    LG,
    Bernhard

    Hallo Andy,

    sieht es so aus? L-I-N-K

    Dann könnte es an falscher Ernährung liegen. Was fütterst Du denn? Doktoren sind Aufwuchsfresser, d.h. sie nehmen zum größen Teil pflanzliche Nahrung mit vielen Ballaststoffen auf. Füttere z.B. 1-2x pro Tag Norialgen oder auch Salat (vom Bioladen) und reduziere das Frostfutter. Und zusätzlich könntest Du das Frostfutter noch 2x pro Woche in Vitamine tränken, z.B. Tropic Marin Lipovit oder einfach Sanostol.

    LG,
    Bernhard

    Hallo Paul,

    ich glaube nicht an den niedrigen Ca-Wert als Ursache für das plötzliche Absterben. In meinem Nano hatte ich nur eine 1-kanalige Dosierpumpe für NaHCO3, Ca hab ich ab und an händisch zudosiert. Da ist es mir öfters passiert, dass der Ca-Wert auf unter 300 mg/l gesunken war. Hat keiner SPS geschadet, höchstens das Wachstum war mal etwas geringer.

    Heliocostoma ist schon eher möglich. Diese sind wohl immer im Becken und befallen v.a. geschwächte Korallen. Das Ganze entwickelt sich zunächst langsam, wird dann aber plötzlich sichtbar. Die Frage ist nun: Wodurch wurden die Korallen langfristig geschwächt? Vielleicht hast Du irgendein Spurenelement zuviel oder zuwenig im Becken - Du wirst es vermutlich nicht herausfinden.

    Ich würde deshalb einen großen Wasserwechsel machen - und unter "groß" verstehe ich mindestens 70%, verteilt über 1-2 Wochen. Hat bei mir letztendlich geholfen und war viel besser investiertes Geld und Zeit als die ganzen Analysen.

    VG,
    Bernhard

    Hallo Flo,

    herzlich willkommen im Meerwasserforum. Die Entwicklung vom Süßwasser- zum Meerwasseraquarianer haben wahrscheinlich viele von uns mitgemacht, mich eingeschlossen. Aber wie meine Vorrredner kann ich Dich auch gleich mal warnen: Wenn man erstmal mit dem "Meerwasservirus" infiziert ist, für den ist Süßwasser wie "schales Bier". Jetzt nach 5 Jahren Meerwasser fange ich langsam an, die Dinge wieder etwas distanzierter zu sehen und mich auch an Süßwasser zu erfreuen.

    Zu Deinem Investitionsvorhaben: Ja, prinzipiell geht das, mit einem relativen kleinen Budget von <1000 Euro auch Meerwasser zu betreiben, aber:
    a.) Meerwasser erfordert sehr stabile Wasserverhältnisse, mit Süßwasser nicht zu vergleichen (vielleicht am ehesten mit Diskuswildfängen). In einem kleinen Becken (<200 Litern!) ist dies m.E. gerade für einen Anfänger schwer.
    b.) Wenn Du auch bunter Korallen halten möchtest (und dieser Versuchung erligt jeder), dann landest Du zwangsläufig bei Steinkorallen LPS/SPS. Dies erfordern zu erfolgreicher Pflege in der Regel
    - aufbereitetes Wasser, d.h. Osmoseanlage oder Ionenaustauscher
    - starkes Licht (mindestens 0,5 -1 Watt / Liter)
    - eine gute Abschäumung
    - ausreichende Strömung
    kurzum: eine gute Technik - und die kostet Geld.

    Alternative wäre, sich nur auf wenige "Anfängertiere" wie bestimmte Weichkorallen, Scheibenanemonen, höhere Algen etc. zu beschränken - ich kenne "leider" keinen, der das durchgehalten hat.

    Fazit: Wenn schon einsteigen, dann mindestens mit 200 - 300 Litern, besser 500 Liter, und als Budget etwa 10 Euro/Liter Investitionskosten einplanen. Laufende Kosten dann gut 100 Euro/Monat, wenn man sich auch ab und zu eine
    neue Koralle gönnen möchte.

    VG,
    Bernhard

    Hallo Gerhard,

    da wäre ich vorsichtig.
    In der Theorie ist Silikon ein Elastomer, eventuell noch versetzt mit Weichmachern. An Luft oxidiert das wie jede ungesättigte Kohlenstoffverbindung, wenn auch gaaaanz langsam und vielleicht nicht so direkt wahrnehmbar. Aber wir reden ja hier auch von Jahren. UV-Einstrahlung beschleunigt dies. Dadurch versprödet das Material und wird dann weniger flexibel gegen die Zugbelastung durch ein wieder befülltes Becken. Wenn man dann vielleicht noch einen Wellengenerator hat, kommt noch eine dynamische Belastung dazu.
    Geht in vielen Fällen - wie auch Deinem eigenen - wahrscheinlich gut, aber es gibt ja auch Autofahrer, die seit 40 Jahren nicht angeschnallt fahren ...

    Ich habe in meinem Bekanntenkreis einen Fall, bei dem bei einem ca. 15 Jahre alten (Süßwasser-)Becken die Frontscheibe plötzlich wie eine Tür nach vorne klappte und sich 250 Liter im Wohnzimmer ausbreiteten. Die Erfahrung möchte ich mit Salzwasser nicht machen. Deshalb würde ich am Glas nicht sparen und bestenfalls ein gebrauchtes Becken kaufen, bei dem ich genau weiß, wie alt das ist und was bis vor kurzem auch noch gefüllt war.

    LG,
    Bernhard

    Hallo Markus,

    ... und frage mal, wie alt das Becken ist und wie lange es ggf. "trocken" gestanden hat. Auch wenn es anderslautende Erfahrungen gibt, würde ich bei der Lebenszeit von Silikonnähten nicht weit über 10 Jahre hinausgehen. Wenn dann ein einmal eingerichtetes Becken mindestens 5 Jahre laufen soll, darf es also bei der Einrichtung selbst nicht alter als 5 Jahre sein.

    Und es sollte nicht Monate lang irgendwo "trocken" gestanden haben (möglicherweise noch der Sonne ausgesetzt), weil dies auch das Silikon altern läßt.

    VG,
    Benrhard

    Hallo Christopher,

    gerade bei dieser Art Lippfische habe ich die Erfahrung gemacht, dass sie beim Einsetzen extrem empfindlich sind. Ich hatte mir vor ca. 1 Jahr zwei Leopardenlippfische besorgt, diese schwammen dann zwei Tage lang völlig normal und unbehelligt von den anderen Beckeninsassen bei mir im Becken. Plötzlich waren sie verschwunden und tauchten nie mehr auf.

    Einer meiner bevorzugten Händler (eigentlich mehr ein Direktimporteur in Nordbayern) gibt deshalb z.B. grundsätzlich keine frisch importierten Lippfische an Kunden, sondern beläßt diese erst 2 Wochen bei sich in der Anlage. Ist auch noch keine Garantie für den Erfolg, zeigt aber zumindest die Sensibilität für diese Tiere.

    Als Giftfang oder mir Antibiotikum vollgepumpt würde ich immer dann annehmen, wenn ein neuer Fisch für mehrere Wochen ohne erkennbare Annomalien im Becken schwimmt und sich danach sein Gesundheitszustand rapide verschlechtert, ohne dass äußere Anzeichen erkennbar sind. Kann da aber auch falsch liegen.

    VG,
    Bernhard

    Hallo Mark,

    Fischfalle ist schon richtig, am besten die von Aqua Medic, weil dort auch der Schließmechanismus zuverlässig funktioniert.

    Und: Sorry, aber eine Muschel in die Fischfalle zu setzen ist so ziemlich der schrägste Vorschlag, den ich bisher gelesen habe. Probier es doch einfach mit Frostfutter, die Putzer sind doch ziemlich verfressen.

    Ansonsten möche ich Dir ans Herz legen, Dich grundsätzlich vor dem Kauf schlau zu machen. Dass Putzerlippfische gerne an Muscheln gehen, vor allem an die schwarzen Pigmentflecken, kann man eigentlich überall nachlesen, z.B. im Meerwasserlexikon: L-I-N-K

    VG,
    Bernhard