Hallo Klaus,
ob es die Zukunft ist oder nur ein wiedermal modischer Trend?
Meine Meinung dazu:
- Ich bin froh, wenn wir uns endlich von den Hafenmauern verabschieden. Die nehmen mindestens 20cm vom Beckenvolumen weg und die Dreidimensionalität geht meist auch verloren.
Sieht bei den meisten Becken einfach langweilig aus. Und den Fischen nutzt die Kaimauer auch nichts.
- Genauso unansehnlich finde ich mittlerweile die SPS-Becken, die flächendeckend "zugekleistert" sind, so dass man keine Höhle und keinen Stein mehr sieht.
- Andererseits sollte man bei den spärlich dekorierten Aqua-Scaping-Becken auch auf die Bedürfnisse der Fische Rücksicht nehmen. Doktorfische z.B. brauchen Unterstände / Schlafplätze
und auch ein paar freie Felsen, an den sich Algen zum Abweiden bilden können. Dies sehe ich bei manchen dieser Becken nicht mehr. Wenn dann auch noch der Bodengrund weggelassen
wird, damit sich ja kein Dreck sammeln kann, der die Bonbinfarben beeinflusst, dann hat dies für mich nichts mehr mit verantwortungsvoller Riffaquaristik zu tun.
Ich hoffe, dass sich mit der Zeit eine "goldene Mitte" einpendeln wird. Ähnlich wie bei den LED, wo sich nach dem ersten Hype jetzt die Hybridlösungen durchsetzen, würde ich mich freuen, wenn
Aquascaping dazu führt, dass die Fische wieder mehr Schwimmraum bekommen und die Becken nicht so mit SPS zugeballert werden. Trotzdem hoffe ich, dass neben dem Design auch die Bedürfnisse
der Fische weiterhin berücksichtigt werden.
Ich habe auf jeden Fall die Anregungen aus dem Aqua-Scaping zum Anlass genommen, bei mir mal richtig "auszuforsten". Insgesamt habe ich einen ein großen Eimer an Korallen (meist abgestorben oder unansehnlich) entsorgt. Momentan sieht das B ecken etwas gerupft aus, aber sobald sich das erholt hat, stelle ich neue Bilder ein. Die Fische wirken auf jeden Fall bereits lebendiger.
Soviel mein Senf dazu ...... 
VG,
Bernhard