Beiträge von wasserpanscher

    Das eigentliche Problem ist, dass man mit Pellets die Nährstoffe Nitrat und Phosphat ja nicht wirklich aus dem Kreislauf entfernt, sondern sie nur in umgewandelter Form an Biopolymere bindet.
    Deshalb wird ja empfohlen, den Auslass aus dem Pelletfilter wieder vor den Abschäumer zu führen, um dann über eine vermehrte Abschäumung die Nährstoffe endgültig aus dem Kreislauf zu bekommen.

    Habe ich über Monate versucht und nicht wirklich messbare Verbesserungen erreicht. Bei mir sind die Nährstoffe erst richtig in den Keller gegangen, als ich meine Vertex LED-Funzel durch eine ATI Hybrid mit 8 x T5 ersetzte. Aber das ist ja ein anderes Thema ...

    LG,
    Bernhard

    Hallo Jürgen,

    ich habe seit gut einem Jahr die Arcadia Series 6 in 55cm Länge (mit ca 175 Watt) über meinem Aqua Medic Cubicus hängen.
    Die Lichtausbeute ist sehr gut, ich betreibe sie bei etwa 65%. Auch lassen sich 6 verschiedene LED Kanäle einstellen, wobei eigentlich nur die drei Kanäle weiss, blau, royal blue wirklich Sinn machen.

    Der Lüfter arbeitet temperaturgesteuert und schaltet sich nur ab und an zu, bei meiner Leistung so alle 5-10 Minuten für c.a. 30 Sekunden. Dann ist er aber schon deutlich hörbar.

    Insgesamt aber ist die Leuchte für mich empfehlenswert. Durch die flächige Anordnung der LEDs entsteht nur ein sehr leichter Kringeleffekt und kein Disco-Geflimmer, was ich als sehr angenehm empfinde.

    LG
    Bernhard

    Hallo Forianer,

    falls Ihr Euch mit dem Gedanken tragen solltet, Euch eine Hyndnophore exesa (Pickelkoralle) ins Becken zu holen, dann sorgt für genügend Abstand zu allem anderen - der Aktionsradius und die Vernessellung sind schon atemberaubend.

    Anbei findet Ihr ein Foto von heute vormittag, nachdem ich gestern abend einen Montiporaableger in die Nähe gelegt habe.

    Das Bild spricht für sich ....
    (Das graue Unscharfe im Bild über der Montipora ist übrigens nicht einer schlechten Aufnahme geschuldet, sondern kommt vom Nebel, der durch die Vernesselung entsteht)

    LG,
    Bernhard

    Hallo Fabian,

    was soll das Ziel dieser Umfrage sein?

    "Knallige" Farben bei dem einem bedeuten nicht unbedingt, dass allein das System dafür verantwortlich ist, auch wenn manche Hersteller das gerne so vermitteln ....

    Und im Umkehrschluss (der viel häufiger sein dürfte) bedeuten Probleme im Becken wie Cyanos oder absterbende Korallen nicht, dass ein System generell nichts taugt.

    VG,
    Bernhard

    Hallo Rainer,

    Du musst dann wieder ins Menü "Diagramm". Dort wählst Du einen LED-Punkt im Raster an.
    Dann klickst Du im Menü "Diagramm" auf das Untermenü "Farbe" und wählst Deine gewünschte Farbe. So musst Du das für jeden Punkt machen.

    Oder Du veränderst zentral im Hauptmenü "Farben" meine "Sangokai" Einstellung. Dann überträgt sich das auf jeden meiner LED-Punkte.

    Ich habe es Dir nochmal in einem screenshot mit roten Kreisen kenntlich gemacht.

    LG,
    Bernhard

    Hallo Bernhard,
    vielen Dank für die Mail. Ist angekommen.
    Hast Du im Diagram auch 2 Röhren, denn dann kann ich die Einstellung so übernehmen.

    Ja ,ich habe zwei getrennt schaltbare Röhrenpaare mit je vier Röhren. Die kannst Du im Programm jeweils an der dunkelblauen und an der hellblauen Kurve erkennen.

    LG,
    Bernhard

    Hallo Rainer,

    ich schicke Dir gleich mal den File mit meinen Einstellungen per PN. Ich habe eine ATI Hybrid 3xLED, 8x54W T5, neues Modell mit WiFi-Ansteuerung.
    Fahre auch mit der LED-Einstellung nach Jörg Kokott, also blau = 255, weiss = 235, royalblau 200, und violett 60.

    T5 habe ich wie folgt drin (von vorne nach hinten, immer 100%):
    ATI Blue plus
    Korallenzucht rot
    ATI Special Blue
    ATI Blue Plus
    --- LED mit Glockenkurve bis auf 75% ----
    ATI Blue Plus
    ATI Special Blue
    ATI Blue Plus
    ATI Special Blue.

    SPS wachsen gut .

    LG,
    Bernhard

    Hallo Stefan,

    wenn es richtig fest sein soll, dann gibt es für mich nur AMA Reef Bond.

    - Zunächst die Korallen provisorisch ins Riff halten und fixieren (mit Hilfsmitteln wie Löffeln, Gläser, Steinbrocken - alles, was sich nach dem Aushärten des Reef Bonds wieder entfernen läßt)
    - den Reef Bond mit ganz wenig Wasser anrühren, so dass eine knetgummi-artige Masse entsteht.
    - Dann eine Kugel formen und auf die Stelle drücken, wo die Koralle mit ihrem Fuss befestigt werden soll.
    - Danach die Koralle in den Reef Bond drücken und - wie oben geübt - fixieren
    - Nach 10 -. 15 Minuten die Provisorien entfernen

    -> Viel Erfolg!

    VG,
    Bernhard

    Habe ein Angebot für den Preis eines Hauses !!

    Ich stelle mir gerade den Händler vor, zu dem ein - möglicherweise unbedarfter aber selbstbewusster - Kunde mit dieser Frage kommt. Der Händler hat drei Möglichkeiten:
    1. Er lacht den Kunden aus.
    2. Er nimmt sich viel Zeit, berät den Kunden, versucht ihm die Zusammenhänge und Konsequenzen zu erklären und rät ihm, doch erstmal mit einem 300 Literbecken zu beginnen.
    3. Er macht die einfache Rechnung auf: 10 Euro/Liter x 80000 Liter = 800 Tausend Euro, abzüglich 10% Sonderrabatt = 720 Tausend Euro.

    In keinem der Fälle wird der Kunde wiederkommen, also würde ich als Händler Option 1 oder 3 wählen.

    Ist doch schön, dass es noch solche "Off-topics" gibt :grinning_squinting_face:

    LG,
    Bernhard

    Hallo Robert,
    in der Meerwasseraquaristik gibt es viele Wege, die zum Erfolg – oder auch zum Misserfolg – führen.
    Ich habe meine Becken grundsätzlich mit Lebendgestein gestartet.

    Vorteile sind:

    • man bekommt eine natürlich Beckenbiologie von Beginn an und verdrängt damit auch möglich Plagen wie Cyanos, die sich ausbreiten können, wenn keine Bakterienkonkurrenz
      vorhanden ist
    • Wenn man gutes Lebendgestein erwischt, können daraus höherwertige Algen, Schwämme, oder auch Seescheiden wachsen, die einfach schön aussehen und eine Bereicherung für jedes Becken sind.
    • Man hat gleich zu Anfang schön mit Kalkrotalgen bewachsene Steine, die natürlich aussehen, und nicht die weiss-gelben Riffkeramiksteine. Auch breiten sich die Kalkrotalgen schneller aus, weil das Becken quasi bereits angeimpft wurde.

    Nachteile / Risiken:

    • Es können auch Schädlinge wie Kiefernwürmer, Fangschreckenkrebse, Hydroiden etc im Gestein sein. Glasrosen und Majanos sind zwar auch Schädlinge, lassen sich aber auch ohne den Einsatz von Lebendgestein nicht verhindern, weil sie früher oder später durch Korallen etc. eingeschleppt werden. Man muss das nur frühzeitig erkennen und dann Gegen-massnahmen ergreifen.
    • Schwämme etc. an der Oberfläche oder im Inneren des Gesteins können absterben und erstmal einen Ammonium- / Nitritpeak erzeugen. Das muss man abwarten, bevor man Korallen / Fische einsetzt.
    • Es handelt sich bei Riffgestein i.d.R. um Naturentnahmen und damit ist das ökologisch fragwürdig. Allerdings gibt es auch „cultured rocks“, also künstliches Gestein, welches über Jahre ins Meer gelegt wurde und somit ein Leben entwickelt hat.

    Ergänzend dazu lassen sich mit Riffkeramik filigranere Formen erzeugen als mit Lebendgestein. Auf der anderen Seite kann Riffkeramik (abhängig davon, welche) gerade am Anfang über Wochen und Monate Stoffe ins Wasser abgeben, die zu Cyanoplagen oder anderen Schwierigkeiten führen können; d.h. die Einfahrphase ist beachtlich länger.

    Ich bin nach wie vor ein Fan von Lebendgestein, auch wenn es derzeit durch den Exportstop aus Indonesien schwierig geworden ist, qualitativ hochwertiges Gestein zu bekommen.
    Aber die Vielfalt, die man sich in ein Becken holt, ist einfach beeindruckend, und es gitb jeden Tag eine Überraschung zu beobachten.

    LG,
    Bernhard

    Ein Becken ohne Abschaeumung ist nichts für Anfänger. Der Abschäumer bleibt ein unabdingbares Instrument für die Meerwasser-Aquaristik.


    Dem kann ich nur beipflichten.
    Es wird oft übersehen, dass der Abschäumer neben der Funktion, Nähr- und Schadstoffe dem Wasser zu entziehen, eine weitere - elementar wichtige - Funktion hat: nämlich das Wasser mit Sauerstoff zu sättigen.

    Bitte nicht unterschätzen. Ganz kritisch kann das vor allem bei Becken werden, die ohne Technikbecken und damit ohne Ablaufschacht betrieben werden (in welchem das Wasser durch die hohe Verwirbelung auch eine gute Sauerstoffaufnahme bekommt). Wenn dann noch aus optischen oder akustischen Gründen der Hang-On Abschäumer weggelassen wird, kann das kritisch werden.

    LG,
    Bernhard

    Hi Forianer,

    meine Beobachtung aus jetzt 10 Jahren aktiver Meerwasseraquaristik (nach 30 Jahren als Süsswasseraquarianer):
    Ich hatte NO3-Werte zwischen N.N. und 50mg/l und Phosphatwerte zwischen N.N. und 0,5mg/l. Über Jahre hinweg hatte ich zwischen 20 und 30mg/l NO3 und immer mindestens 0,1mg/l PO4.
    - Weichkorallen und LPS (Catalaphyllia, Caulastrea, Euphilia) standen bei den hohen Werten subjektiv besser als bei den niedrigen; sogar bei 50mg/l NO3
    - Bei SPS waren alle bis auf bestimmte Acropora unkritisch. Enzmann-Acroporas zeigten auch bei hohen Nährstoffwerten noch knalliges grün, lediglich eine Tischacropora sowie Acropora tricolor wurden unansehnlich braun und zeigten fast keinen Wuchs mehr.
    - Niedrige Nährstoffwerte waren weitaus kritischer, da hatte ich mehrere Verluste.

    Fazit ist für mich, daas ich lieber etwas nährstoffreicher fahre. Dann ist halt die eine oder andere Acropora eben nicht so pastellfarben, der Rest steht umso besser da.

    Und bezüglich irgendwelcher Pärparate kann ich mich nur meinen Vorrednern anschließen: weniger ist manchmal mehr - solange das Becken nicht dicht besetzt mit SPS ist, reichen 5-10 prozentige Wasserwechsel pro Woche voll und ganz aus, um den Spurenelementhaushalt zu decken. Nur bei ganzen Acroporafeldern und Stadionbeleuchtung wirds wohl nicht reichen, und dann sollte man sich für ein System entscheiden und dabei bleiben. Ich fahre seit Jahren mit Tropic Marin Spurenelementen, etwa die Häflte der empfohlenen Dosierung, und es funktioniert.

    LG,
    Bernhard

    Hallo Mark,

    ich hatte die gleiche Kombination (1 Pärchen Argi und 1 Pärchen Amphiprion ocellaris) 3 Jahre in meinem 330 Liter Becken und danach noch 3 Jahre in meinem 750 Liter-Becken.

    Beobachtung war dieselbe: Die Argis haben sich den ganzen Tag mit den Clownies gezankt, wobei die Agressivität immer von den Argis ausging. Ich kann überhaupt die Aussagen in diversen Büchern, die Argis seien friedlich und "reefsave", nicht teilen. Bei mir waren das richtige Stinkstiefel und sie haben auch ständig in Korallen gebissen. Muscheln zu halten war gar unmöglich.

    Meinen Clownies hat es aber nicht so viel ausgemacht, da sie immer wieder Schutz in ihrer Sinularia fanden ( und heute noch finden; die Argis haben leider einen 12-stündigen Stromausfall nicht überlebt).
    Wenn Deine Clownies aber Schutz in einer entsprechend grossen Anemone finden,dann sollten ihnen die Übergriffe der Argis eigentlich nicht so viel ausmachen. Bist Du Dir wirklich sicher, dass die Argis die Clownies nicht mehr in ihre Anemone lassen?

    Ich habe jetzt ein Pärchen loricula; diese sind - entgegen der Literatur - völlig problemlos und auch friedlich gegenüber Neuzugängen.

    LG,
    Bernhard

    Hallo "Sol",

    wenn für Dich ein Würfelbecken in Frage kommt, dann sieh Dir mal das Aqua Medic Cubicus an. Gibts manchmal gebraucht. Ich habe das seit 3 Jahren als Zweitbecken und es ist ein durchdachtes Komplettbecken. Nur die Beleuchtung ist schwach, aber die gibt es m.E. ohnehin nicht mehr.

    Allerdings muss ich sagen, dass ein kleines Becken (das Cubicus hat etwa 140 Liter) deutlich schwerer stabil zu halten ist als z.b. ein 100×60×60 Becken mit 360 Litern.
    Dieter Brockmann, von dem ich meine ersten Tipps bekommen hatte, hat mal als Mindestgrösse für Anfänger 300Liter definiert.

    LG
    Bernhard

    Hallo "Sol",

    willkommen im Meerwasserforum!

    Wenn es keine räumlichen Einschränkungen gibt, würde ich ein 100cm Becken nehmen. Auf jeden Fall aber 60cm hoch und mindestens 60cm tief. Meerwasser verkürzt optisch ungemein, ein50er Becken wirkt schon recht flach. Und mit einem Steinaufbau bist Du bei 50 oder gar 45cm Höhe auch sehr schnell am Limit.

    Dann solltest Du auch ein Technikbecken realisieren. Ansonsten hast Du - wenn Du später mal kompliziertere Korallen halten willst und entsprechend dosieren musst - unzählige Schläuche am Becken hängen; und das sieht bescheiden aus.

    Bei der Auflistung Deiner Komponenten fehlt noch der passende Abschäumer; auch für diesen empfiehlt sich ein Technikbecken.

    Und zu allererst möchte ich Dir ein bis zwei gute Bücher ans Herz legen: Es gibt Einsteiger-Bücher von Daniel Knop, Rüdiger Latka, und Dieter Brockmann. Alle drei haben ihre Stärken. Ich hatte sie auch alle drei "verschlungen" , bevor ich mich an Realisierung wagte, und das hat mich sicher in den mittlerweile 10 Jahren meiner Meerwasserkarriere vor grösseren Katastrophen bewahrt. Mit diesen Büchern kannst Du Dir dann auch gezielter die Frage nach dem richtigen System für Dich beantworten.

    LG
    Bernhard

    Hallo Thorsten,
    ich bin begeistert von dem ATI Phosphattest. Dadurch dass das Komparatorröhrchen ca. 20cm lang ist, lassen sich auch die Farbunterschiede bei geringen PO4-Gehalten noch sehr gut differenzieren.
    Ist für mich der erste Test seit Merck, der auch im unteren Bereich <0,05mg/l noch verwertbare quantitative Ergebnisse bringt.

    LG
    Bernhard

    Hallo Daniel,
    ich möchte Dich jetzt nicht verärgern, aber so macht das leider keinen Sinn. Bitte besorge Dir zumindest eines der Bücher ( siehe den anderen Beitrag). Wenn Du das in Ruhe gelesen hast, werden Dir die groben Zusammenhänge klar und dann weisst Du, mit welchen Korallen Du sinnvollerweise starten kannst und welche Zusätze Du ggf. benötigst.
    Wenn Du z.B. mit Weich- bzw Lederkorallen startest und noch ein paar Scheibenanemonen dazu gibst, benötigst Du keinerlei Zusätze. Maximal 5% Wasserwechsel pro Woche genügt dann.

    Aber wichtig ist, dass Du die Zusammenhänge verstehen lernst. Was Du trotz Literatur nicht verstehen solltest, beantworten wir Dir dann gerne.
    LG
    Bernhard

    Ich bleibe jetzt einmal beim Plan von gestern und werde die nächsten Tage den KH heben (Zielwert nach euren Inputs wird 8 sein). Dann warte ich einmal 10 Tage ab ob sich überhaupt etwas tut bei der Plage. Mal sehen...


    kH anheben alleine wird nicht viel helfen. Du musst Gegendruck erzeugen. Entweder mit einer Bakterienkultur oder das Experiment mit Hefe ...

    VG,
    Bernhard

    Hallo Daniel,

    erstmal willkommen in der Meerwasseraquaristik!

    Aus Deinen Fragen vermute ich, dass Du Dich noch nicht tiefergehend mit Meeresaquarisatik beschäftigt hast. Deshalb möchte ich Dir ans Herz legen, unbedingt und schnellstens ein gutes Einsteigerbuch zu lesen, bevor Du startest. Ansonsten wirst Du mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Bauchlandung machen.

    Ich kann folgende Bücher empfehlen:

    1. Daniel Knop - Riffaquaristik für Einsteiger
    Link-zum-Buch

    2. Rüdiger Latka - Das Riffaquarium - Praxis für Neueinsteiger
    Link-zum-Buch


    Das erste Buch ist sehr lebendig geschrieben und beschreibt auch die Vorgänge in der Natur (also das "außenrum"), das zweite Buch - obwohl schon etwas älter und nicht mehr ganz auf dem Stand der Technik - beschreibt, wie der Autor selbst sein Riffaquarium erfolgreich gestartet hat.
    In den Büchern steht dann auch das notwenige WEissen zum Thema Filterung / Abschäumung ...


    LG,
    Bernhard

    Hallo Andreas,

    würde an Deiner Stelle Folgendes tun:
    1. Cyanos regelmässig (alle 2 Tage) so gut wie möglich absaugen
    2. über das beim Absaugen verworfene Wasser hinaus keine weiteren Wasserwechsel durchführen
    3.bis die Cyanos verschwunden sind, keine Spuris mehr zugeben
    4. eine Bakterienkonkurrenz erzeugen. Mein Favorit dazu ist immer noch Microbe Lift Special Blend und Nite Out II in Kombination. Das Special Blend richtig üppig dosieren, kann gut das 1,5 fache der empfohlenen Dosis betragen.
    5. kH nicht unter 7 fallen lassen.
    6. Abwedeln bringt m.E. nix, verteilt nur die Plage im Becken. Die Beläge müssen schon entfernt werden.
    7. und zu guter Letzt: Geduld .....

    So habe ich bislang erfolgreich Cyanos bekämpft. Einen kompletten Neustart würde ich nur wählen, wenn das Becken komplett "an die Wand gefahren" wurde. Danach sieht es aber bei Dir bei Weitem nicht aus.

    Viel Erfolg!

    LG
    Bernhard

    Hallo Hans-Werner,

    danke für Deine Einschätzung. Ja, das rechts oberhalb / hinter der Blasenanemone ist eine Seriatopora hystix. Die war unter der alten LED-Beleuchtung erst ganz braun. Unter der neuen Beleuchtung habe ich sie vermutlich zu sehr gestresst, da wurde sie erst weiss, und jetzt erholt sie sich ganz langsam. Mit viel Interpretationswillen erkenne ich bereits ein leichtes Rosa ....

    Nun, dann werde ich einfach weiter beobachten. Ich habe mir einen neuen Phosphattest bestellt und PO4 als Zugabe, damit ich PO4 zumindest im nachweisbaren Bereich halten kann.

    LG,
    Bernhard

    Hallo Burkhart,

    nein, ich habe derzeit keine Aktivkohle drin, hatte diese und Rowa-Phos aber bis vor zwei Wochen. D.h., die N.N. Ergebnisse bei Spuris könnten durchaus darin begründet sein.

    Was meinst Du mit Additiven?
    - Adsorber verwende ich keine.
    - Spurenelemente dosiere ich wie oben beschrieben:
    - Tropic Marin K-Elements: 6 ml alle 2 Tage
    - Tropic Marin N/P Balance: 6 ml all 2 Tage
    - Tropic Marin A-Elements: 6 ml / Tag
    - Fauna Marin Green/Blue Complex: 4ml alle 3 Tage
    - Fauna Marin Red/Purple Complex: 4ml alle 3 Tage
    - Iod (Aqua Medic): 5ml alle zwei Tage

    Kalkhaushalt decke ich über einen Kalkreaktor mit Korallenbruch ab, zusätzlich dosiere ich noch Natriumhydrogencarbonat, um die kH zwisch 6 und 8 zu halten.

    LG,
    Bernhard

    Hallo Chris,

    danke für den Tipp. Womit hast Du bei Dir den Phosphatgehalt erhöht und welcher Test zeigt zuverlässig in dem unteren Bereich um 0,02mg/l an? Ich habe derzeit den Tropic Marin PO4-Test und tue mich schwer, dort, Farbnuancen zu erkennen.

    @Reinhard, hast natürlich recht. Es muss 0,02mg/l PO4 heißen. I

    LG,
    B<ernhard

    Hallo Forianer,

    ich habe vor drei Monaten eine größere Umbauaktion in meinem Becken durchgeführt, nachdem ich mit zwei Problemen zu kämpfen hatte:

    1. etliche SPS waren braun geworden. Grund war vermutlich, dass meine 7 Jahre alte LED (Vertex Illumina) schon sehr stark an Leistung verloren hatte. Dazu kamen noch erhöhte Nährstoffwerte (NO3 = 30mg/l; PO4 = 0,25 mg/l) durch gut gemeinte Fütterung während meines Urlaubs.
    Abhilfe: Ich habe die Vertex durch eine ATI Hybrid 3x75W LED und 8x54W T5 ersetzt, die Nährstoffe wurden durch mehere große Wasserwechsel über drei Wochen hinweg (insgesamt etwa 1x Beckenvolumen) sowie Einsatz von ROWA-Phos abgesenkt.

    2. Majanos hatten sich massiv ausgebreitet. Diese habe ich durch mechanische Reinigung (Drahtbürste, Messer) etc. außerhalb des Beckens weitestgehend entfernt – ein paar übriggebliebene wurden dann weggespritzt.

    Das Becken läuft jetzt wieder an sich ok, aber einige Korallen wurden in letzter Zeit nahezu weiss bzw. zeigen stark aufgehellte Flecken. Dies fällt mir vor allem an den roten Montoporaplatten auf, die bislang für mich als völlig unempfindlich galten.
    Ich habe die Vermutung, dass es sich um Mangel an Spurenelementen handeln könnte.
    Anbei findet Ihr Fotos von den hellen Stellen der roten Montipora sowie von der fast komplett ausgebleichten (ehemals dunkelgrünen) Acropora. Die Acropora wächst allerdings nach wie vor wie verrückt, c.a. 1 – 1,5cm pro Monat.

    Darüber hinaus habe ich eine ICP-Analyse machen lassen, siehe auch anbei. Die nicht bei der ICP-Analyse gemessenen Werte sind:
    kH = 7,5 (Salifert, mit Referenz gegengemessen)
    NO3 = 2mg/l (Salifert, mit Referenz gegengemessen)
    (PO4 = 0,2 mg/l, siehe ICP)
    pH = 8,2

    Ich gebe folgende Spuris zu:
    - Tropic Marin K-Elements: 6 ml alle 2 Tage
    - Tropic Marin N/P Balance: 6 ml all 2 Tage
    - Tropic Marin A-Elements: 6 ml / Tag
    - Fauna Marin Green/Blue Complex: 4ml alle 3 Tage
    - Fauna Marin Red/Purple Complex: 4ml alle 3 Tage
    - Iod (Aqua Medic): 5ml alle zwei Tage

    Nun bitte ich die Experten um Rat: Woran kann das Ausbleichen liegen bzw. wie kann ich es stoppen?

    An Nährstofflimitierung glaube ich nicht, da die Weichen sowie die LPS gut dastehen. Vor allem meine Catalaphyllia (unten links in der Gesamtansicht) steht top - und die würde bei Nährstofflimitierung als erste zicken. Also könnte es ein Spurenelementemangel sein, worauf auch die ICP hindeutet. Aber noch mehr dosieren (es machen sich schon geringfügig Cyanos am Sand bemerkbar .. :frowning_face: )

    LG,
    Bernhard

    Ich habe mir im Juni ein neues Becken gebaut und konnte eine praktisch
    neue Lampe erstehen. Daher hoffe ich, dass sie noch ein paar Jahre
    funktioniert.

    Neu ist bei Vertex so eine Sache. Ich glaube, die haben 2015 oder 2016 die Produktion zumindest für Europa eingestellt. Aber vielleicth hat Deine Leuchte ja wenig Betriebsstunden. Wünsche Dir auf jeden Fall gutes Gelingen. Musst halt mal die SPS beobachten, ob Du Farbe hinbekommst.

    LG,
    Bernhard

    Hallo Stefan,

    das Problem mit grünen SPS, die plötzlich verblassen, kenne ich nur zu gut ....

    Könnte Eisenmangel oder Kaliummangel sein; wirst Du aber nur über eine ICP-Analyse rausfinden.

    Unabhängig davon habe ich festgestelt, dass die grünen Acropora (Ausnahme Enzmann) dazu neigen, bei geringsten Veränderungen wie eine neue Beleuchtung oder große Wasserwechsel sofort ihre Farbe zu verlieren. Es dauerte dann jeweils mehrere Wochen mit konstanten Verhältnissen, bis die Farben wieder langsam zurückkamen.

    Könnte also durchaus an Deinem neu gestarteten Becklen liegen und dann hilft nur
    Geduld ....

    LG,
    Bernhard

    Hallo XY,

    ich hatte sieben Jahre lang eine Vertex Illumina SR 1200-260 über meinem Becken hängen; mit 160 x 80 x 60 ähnliche Abmessungen wie Deines. Meine Einstellungen waren:
    - Blau auf 100%,
    - Royal Blue auf 90%,
    - Weiss mit Glockenkurve über den Tagesverlauf auf maximal 65%, abends dann auf 30%
    - Rot (Zusatzmodul) nur abends und auf maximal 20%
    Insgesamt hatte ich von 12:00 Uhr bis 23:00Uhr Beleuchtung mit jeweils 30 Minuten Dimmphase.

    Die Vertex ist von der Verarbeitung her eine tolle Lampe, mit dem Licht an sich war ich aber nie so recht zufrieden. Mir war das Weiss immer zu gelbstichig, vor allem bei mehr als 50% Intensität.

    Nach sieben Jahren hatten auch die LEDs offenbar so nachgelassen, dass meine SPS nur noch braun waren und keinerlei Wuchs mehr zeigten. Ein Austausch gegen eine ATI Hybrid 3x75W LED + 8x54W T5 hat das Becken richtig wiederbelebt.

    LG,
    Bernhard

    Hallo Marco,

    also wenn Dein Becken in einem Zimmer mit Raumtemperatur (so 18 - 22 Grad) steht, dann ist ein 150 Watt Heizer definitiv nicht zu klein für ein 300 Liter Becken.
    Entweder ist Dein Heizer kaputt oder Deine Thermometer zeigen falsch an.

    Wie hoch ist denn die Raumtemüeratur?

    VG,
    Bernhard

    Hallo Robert,

    willkommen zurück - schöne Beckengröße :winking_face:

    Ich würde ein rein mineralisches Salz nehmen, ohne irgendwelche Bakterienzugaben. Gute Erfahrung habe ich mit folgenden Salzen gemacht:
    - Tropic Marin Pro Reef
    - Fauna Marin Professional Sea Salt
    - Reef Crystals (löst sich am schnellsten alle Salze auf)

    Ich weiss nicht, wie Du Deine Beckenbiologie starten willst. Persönlich stehe ich nach wie vor auf Lebendgestein, wobei es zur Zeit extrem schwierig ist, gutes Gestein zu bekommen, nachdem derzeit aus Indonesien nichts mehr exportiert werden darf.

    Wenn Du rein mit künstlichem Gestein startest, würde ich mich an die Empfehlungen des Herstellers zum Einfahren halten. Alternativ Microbe Lift Special Blend und Nite Out - damit habe ich schon verschieden Becken gestartet.

    LG,
    Berhard

    Hallo Stefan,

    bei einem Becken, welches bereits seit 6 Monaten läuft und bei dem sich SPS auch gut halten, würde ich keines der beiden Salze verwenden, sondern ein rein mineralisches Salz, wie z.B. Tropic Marin Pro Reef oder Fauna Marin Professional Sea Salt.

    Grund: Wenn ein Becken 6 Minate gut läuft,solte sich eine stabile Bakterienkultur etabliert haben. Diese wird durch Salze mit organischen Bestandteilen / Baktierienkulturen nur gestört.

    VG,
    Bernhard

    .. oder mal zur Einstimmung meine Bande ...

    Wenn es unbedingt ein größerer blauer Fisch sein muss, dann empfehle ich ein Pärchen Genicanthus bellus. Die werden nicht ganz so groß, sind nicht so hektisch und vor allem auch "reef-save".

    Zumindest das Weibchen (Mitte oben in meinem Foto) steht für mich einem Weisskehl optisch in nichts nach - und das allabendliche Balzspiel kann Dir weder ein Weisskehl noch ein Paletti bieten :face_with_tongue:

    VG
    Bernhard

    Hallo Lars,
    ich halte in meinem 764Liter Becken (160x80x60) seit sieben Jahren 2 Zebrasoma Flavescens, 1 Acanthurus pyroferus und einen Cenochaetus tominiensis.
    Die vier harmonieren gut, solange auch gut gefüttert wird. Die beiden Hawaidoks fangen sofort an, sich zu zanken, wenn aus irgendwelchem Grund mal die regelmäßige Fütterung ausbleibt.

    Ich hatte zu den vier Bengeln auch zwei Jahre lang einen Weisskehl, der dann einen 12stündigen Stromausfall nicht überlebte. Würde mir aber im Nachhinein keinen mehr reinsetzen. Während der pyroferus (Schokodoc) ein sehr ruhiger und entspannter Geselle ist, der gemütlich seine Bahnen zieht, brachte der Weiskehl durch seine hekitsche Schwimmweise eine ständige Unruhe ins Becken. Und den Schokodoc hat er auch unterdrückt, wobei das sehr subtil vor sich ging ... Also nach meiner Erfahrung würde ich einen Weisskehl nicht unter 2000 Liter reinsetzen. Für den Palettendoc. gilt das umso mehr, der ist noch hektischer.

    VG,
    Bernhard