Beiträge von wasserpanscher

    Hallo Forianer,
    Ihr habt sicher auch schon die neue Koralle gelesen; dort wird unter dem Becken des Monats das 2500 Liter Aquarium aus dem Domero-Hotel Rotes Ross in Halle gezeigt.
    Sieht auf den Bildern einfach klasse aus, einen noch besseren Eindruck bekommt man in dem Filmchen auf YouTube:

    Link zu You Tube-Vorstellung

    Also auf den ersten Blick ein Topbecken mit vielen SPS / LPS und noch viel mehr bunten Fischen.
    Die offensichtlich sehr guten Wasserwerte sind wohl auf den monatlichen Wasserwechsel von 1000 Litern zurückzuführen.

    Aber: 16 Doktoren auf 2500 Liter, darunter ein Sohal, zwei große Weisskehl und sechs (!!!!) Hawaidoktoren. Und dann noch eine Zebramuräne und Torpedobarsche und und und …
    Kann das auf die Dauer gutgehen oder ist das eine Zeitbombe?

    Wenn man die einschlägige Literatur liest, wird ein Sohal wohl auf Dauer nicht in Becken unter 5000Liter glücklich, zwei Weisskehl gehen auf lange Sicht auch nicht, und auch die Hawaidoktoren sollten besser als Paar gehalten werden.
    Andrerseits, schaut man sich das Filmchen an, geht alles sehr friedlich ab und die Fisch zeigen keinerlei Verhaltensauffälligkeiten.
    Zumindest vermisse ich in einer sonst so verantwortungsvollen Fachzeitschrift den unmißverständlichen Hinweis, dass solch ein Besatz ein Risiko birgt und nicht uneingeschränkt zur Nachahmung empfohlen ist.

    Wie ist Eure Meinung?

    LG,
    Bernhard

    Hallo Unbekannter,

    erstmal willkommen im Meerwasserforum.

    Wenn Du Clownfische halten möchtest, solltest Du dies unbedingt zusammen mit einer Anemone tun, alles andere wäre nicht artgerecht (und auch nur halb so spannend). Damit bist Du automatisch bei einem Riffaquarium. Am besten wäre es, wenn Du Dich gründlich in die Materie einlesen könnest, zum Beispiel mit dem Buch "Riffaquaristik für Einsteiger" von Rüdiger Latka. Da steht alles gut erklärt, was Du an Technik brauchst und vor allem wie Du ein Becken zum Laufen bekommst. Danach können wir Dich auch gezielt beraten.

    Du schreibst, dass Du schon das Glasbecken besitzt. Ich würde Dir trotzdem raten, Dich mal parallel nach einem gebrauchten Komplettsystem umzusehen. Das Glasbecken selbst ist vermutlich das günstigste Teil, dazu brauchst Du dann aber noch ein ordentliches Licht (HQI, T5 oder LED), Strömungspumpen und einen Abschäumer. Und - je nachdem, aus welcher Gegend Du kommst - noch eine Umkehrosmoseanlage zur Wasseraufbereitung. Es gibt eine Faustformel: Wenn man sich ein Becken neu zusammenstellt, kann man mit ca. 10 Euro Anschaffungskosten pro Liter Beckenvolumen rechnen; also bei Dir etwa 2000 Euro. Gebraucht natürlich entsprechend günstiger, manchmal sind auch hier ganz gute Koplettausstattungen für 500 Euro zu haben.

    Beim Unterhalt fallen vor allem die Stromkosten und die Kosten für Wasserwechsel (Salz!) ins Gewicht, bei einem 200 Liter-Becken sollte man insgesamt so mit 70 - 100 Euro/Monat rechnen.

    Ich hoffe, Dich jetzt nicht verschreckt zu haben .... ansonsten nochmals willkommen bei einem spannenden Hobby!

    LG,
    Bernhard

    Hallo Daniel,

    der RE Bubble King oder Double Cone in Kombination mit der RD3 Speedy ist wahrscheinlich der leisteste Abschäumer auf dem Markt, liegt aber preislich auch ganz am oberen Ende.
    Wenn dies Dein Budget nicht zulässt, dann lege ich Dir den Nadel-/Fadenradabschäumer von Meerwassertechnik Klewinski ans Herz. Ich bin auch relativ geräuschempfuindlich und habe
    diesen seit jetzt fast 4 Jahren (erst die Größe 1 für mein 300l Becken, jetzt die Größe 2 für mein 750l Becken). Der ist zwar nicht unhörbar, aber doch angenehm leise und schäumt vor allem super ab.
    Er hat ein sehr feines Blasenbild und holt richtig viel Dreck raus.

    Viele Grüße,
    Bernhard

    Hallo Markus,

    Besatz passt m.E. bis auf das Pärchen Loriculus, die würde ich nicht unter 500l halten. Werden nämlich ganz schöne Brummer und sind enorm aktiv (schwimmfreudig).
    Stattdessenwürde ich mir bei 360Litern eher ein Pärchen C. argi einsetzen. Diese bleiben deutlich kleiner, sind aber ebenso lebendig.

    Was auch noch ginge, wäre ein kleiner Lippfisch aus der Cirrhilabrus - Gruppe. Die werden nur 7-10cm, sind lebendig, und halten Dir im Becken gewisse Mitbewohner (Borstenwürmer etc.) im Zaum.

    Gruss,
    Bernhard

    Hallo Daniel,

    würde mir auf jeden Fall noch gute Literatur kaufen:

    1. Rüdiger Latka - Das Riffaquarium, Praxis für Neueinsteiger (finde ich persönlich am Informativsten, viele Praxistipps, schaue da immer noch ab und zu rein)
    oder:
    2. Daniel Knop - Riffaquaristik für Einsteiger: nicht ganz so viel praktische Inforamtion, aber Hintergundwissen über die Zusammenhänge im Riff

    und wenn Du mal etwas fortgeschritten bist:
    3. Armin Glaser - Ratgeber Meerwasserchemie (für mich das "NonPlus-Ultra" und das wichtigste Buch, wenn man empfindlichere Korallen halten will und dabei an der Chemie dreht)

    Ach so, und ich würde wegen der Gewichtsverteilung die Steine nicht auf den Glasboden stellen, sondern auf Lichtrasterplatten, bekommst Du z.B. bei Mrutzek.

    Die Riffkeramik muss auch erst ein paar Wochen gewässert werden, aber da liefert Dir der Hersteller sicher eine Anleitung dazu. Persönlich würde ich mir keine Rückwand aus Riffkeramik reinsetzen,
    weil man dadurch an Beckentiefe verliert. Ich habe bei mir z.B. eine blaue Folie von außen drangeklebt. Nach 11 Monaten Standzeit ist die Rückscheibe schon so mit Kalkrotalgen bewachsen, das man das Blau nur noch an wenigen
    Stellen durchschimmern sieht. Das wirkt auch natürlich. Ist aber sicher Geschmacksache.

    Gruss,
    Bernhard

    Hallo Daniel,

    das Beckenmaß ist gut gewählt.

    Zu den Tunzeabschäumern und -förderpumpen kann ich nichts sagen. Ich kenn nur die Strömungspumpen; diese sind gut, und Tunze hat eine ausgezeichente Ersatzteilversorgung.

    1 x 150W HQI in Verbindung mit 4 x 39W T5 ist sehr grenzwertig. Für Weichkorallen und LPS geht es auf jeden Fall. Bestimmte SPS im oberen Bereich im Ausleuchtungsbereich der HQI auch.
    Ich hatte in meinem ersten Becken (100 x 55 x 60) 175W HQI und habe problemlos die rotbraunen Montiporaplatten und auch Seriatopora gehalten, beide sind gut gewachsen.

    Es kommt auch auf die Gestaltung der Reflektoren etc. an. Giesemann, Aqua Connect, oder Aqua Photon haben Qualitätsprodukte, einem chinesischen Produkt aus der Bucht würde ich nicht vertrauen.
    Aqua Photon ist sehr gut; wenn Du da gebraucht günstig rankommst, machst Du erstmal nichts falsch.

    Gruss,
    Bernhard

    Hallo Daniel,

    ich würde das Anthias nicht nehmen. Klar, für einen "Neuling" ist es erstmal verlockend, ein Komplettsystem zu nehmen, aber das Anthias hat für mich gravierende Nachteile, mit denen Du über kurz oder lang nicht glücklich wirst:

    1. Es hat einen Ablauf mit Biobällen. Diese mußt Du auch drinlassen, weil der Ablauf sonst zu laut ist. Biobälle, die berieselt werden und daher ständig mit Luft und
    Meerwasser in Berührung kommen, erzeugen eine hohe Besiedlungsfläche für aerobe Bakterien. Diese wiederum bauen Eiweißverbindungen zu Nitrat (NO3) ab. Nitrat kann
    dann aber vom Eiweißabschäumer nicht mehr abgeschäumt werden und reichert sich damit im Beckenwasser an. Damit kannst Du eine "Nitratschleuder" bekommen, d.h. Nitratwerte
    über 50mg/l sind möglich (muss nicht sein, es gibt auch Becken, die damit gut laufen, aber das ist wohl eher die Ausnahme).
    Ist auf jeden Fall nicht mehr zeitgemäß.
    Vernünftig ist es, einen Ablauf mit drei Bohrungen zu machen ( 1 x Ablauf, 1xZulauf, 1xNotablauf) und dann das Wasser im Ablaufschacht durch einen Kugelhahn (oder noch besser
    ein Schrägsitzkugelventil) anzustauen. Dann ist es flüsterleise. Ein guter Aquarienbauer baut Dir so etwas ohne Probleme; das wäre für mich auch der Test, ob der Aquarienbauer / Händler was taugt.

    2. Es steht m. E. nach auf 4 Metallfüßen. Damit erzeugst Du eine Punktbelastung auf den darunterliegenden Boden. Ein Anthias 130 wiegt befüllt locker 700kg; dies als Punktlast kann unter Umständen zu Problemen führen,
    wenn Du z.B.in einem Altbau wohnst oder der schwimmende Estrich nicht sauber verlegt wurde. Würde ich nicht riskieren. Besser ist ein auf dem Boden aufliegender Rahmen, da hast Du dann wenigstens
    eine Linienlast.

    3. Die Komponenten von AM sind qualitativ eher im unteren Segment anzuordnen, also kein Vergleich zu RE oder AI Sol. Gut, man darf Aldi auch nicht mit einem Feinkostladen vergleichen.
    Ich hatte mal einen AM Turboflotor Blue 1000 Abschäumer, der hat nicht mal halb so viel rausgeholt wie mein jetziger Abschäumer, war aber dafür doppelt so laut ....
    Da hat sich dann für mich leider der Satz bewahrheitet: Wer billig kauft, kauft zweimal ....

    Zur Ehrenrettung von AM muß ich sagen, dass das Nano AM Blenny ein richtig gutes und durchdachtes System ist. Habe dies seit zwei Jahren problemlos am Laufen. Möchte Dich jetzt aber nicht
    überreden, mit einem Nano zu beginnen, das wäre für ein en Neuling ein hohes Risiko.

    Gibt es bei Dir vielleicht einen Händler oder Aquarienbauer in der Nähe, der Dir ein System zusammenstellen oder gar bauen kann und der auch Referenzen zeigen kann?
    Oder einen erfahrenen Aquarianer, der Dir das mit aufbaut?

    LG,
    Bernhard

    Hallo Daniel,

    1. zur Beckengröße: würde ich auf jeden Fall 120 x70 x 70 machen, eher noch tiefer und dafür nicht so hoch. Persönlich würde ich 120 x 80 x 60 bevorzugen. 60cm Höhe deshalb,
    damit Du auch mit den Armen ohne zusätzliches Wekzeug bis zum Boden kommst. 80cm Tiefe sieht von vorne wie 50-60cm aus; Meerwasser "verkürzt" beim Hineinblicken stark.
    Und bei 80cm hast Du auch genügend Spielraum für einen ordentlichen Riffaufbau.
    Bei der Länge gilt: Je länger, desto besser. Ich würde mich da auch nach den Standardisierten Längen der Beleuchtung richten. 120cm kann man z.B. mit einer 90cm LED
    gerade noch so ausleuchten, wobei die Ecken dann schon eher dunkel sind. Die nächste Standardlänge der Belecuhtung ist i.d.R. 120cm, dafür würde ich dann mindestens
    130cm Beckenlänge wählen.
    Nimmst Du HQI/T5 (siehe Punkt 4 unten), müßtest Du auf jeden Fall eine Lampe mit 2 Brennern nehen, da würden dann 120 oder 130 cm Beckenlänge funktionieren.

    2. Die regelbare RD Speedy ist sehr gut, durch den Frequenzumrichter ist sie fast unhörbar. An der Ecke sollte man auch nicht sparen. Würde ich definitv nehmen ( und ich habe sie auch).

    3. Der Abschäumer von Royal Exclusiv ist sicher auch sehr gut, hier würde ich aber - wenn das Budget begrenzt ist - den Rotstift ansetzen. Ich habe z.B. einen von
    Meerwassertechnik Klewinski, da gibt es auch immer wieder mal Angebote in den Foren oder der Bucht für etwa 100 Euro. Der schäumt perfekt ab und ist auch nicht allzu laut.
    Man kann dann später auch leicht hochrüsten, wenn es denn unbedingt RE sein muß. Alternativen wären auch noch ATI oder Nyos, wobei ich damit keine persönliche Erfahrung habe.

    4. Bei der Leuchte ist Deine Wahl sicher gut, eine tolle Alternative wäre auch noch die Vertex Illumina LED. Preislich ist das allerdings auch High End Bereich.
    Wenn Du hier erstmal Geld sparen möchtest, dann könntest Du eine gebrauchte HQI/T5-Kombination kaufen, z.B. von Giesemann, Aqua Connect (z.B. Riga)
    oder Aqua Photon. Das sind deutsche Qualitätsprodukte mit guten Reflektoren und guter Ausleuchtung.
    Da viele Aquarianer auf LED umstellen, gibt es die gebraucht auch günstig.

    LG,
    Bernhard

    Hallo Andreas,

    habe gerade gelesen, dass Du Dein Becken mit der Wodkamethode (vermutl. zur NO3 / PO4-Reduzierung) betreibst. Ich habe ein Becken ähnlicher Größe (160x80x60) und mit ähnlichem Besatz. Habe vor 8 Wochen mit der Wodkamethode angefangen und
    bin mittlerweile bei ca. 8ml Wodka/Tag (35%iger Wodka). Die Nährstoffwerte sinken ganz langsam. Daher meine Frage: Wieviel dosierst Du pro Tag?

    LG,
    Bernhard

    Hallo Forianer,

    ich überlege, ob ich von einem Bekannten einen halbwüchsigen c.a 8-10 cm großen Weiskehldoktor (Acanthurus leuciosternon) übernehmen soll. Allerdings habe ich schon einen ebensogroßen Acanthurus pyroferus (Schokdok) im Becken, neben zwei Zebrasoma Flavescens und einem Ct. tominiensis. Hat jemand von Euich Erfahrungen mit der Vergesellschaftung dieser beiden Acanthuri? Ich erinnere mich an einen Bericht in einer der letzten Zeitschriften "Der Meerwasseraquarianer", bei denen in einem 1000Liter Becken über mehrere Jahre 10 Doktoren vergesellschaftet wurden, darunter auch die beiden genannten.
    Der pyroferus ist ja absolut friedlich.
    Ach so, das Becken hat 800 Literund ist gut strukturiert, siehe meine Beckenvorstellung im link bei meiner Signatur.

    Wäre schön, wenn Ihr - sofern Ihr eigene Erfahrungen damit habt - mir antworten könnt. Aber bitte keine theoretischen Moralpredigten ála "keine Doktoren unter 1000 Liter"

    Vielen Dank + liebe Grüße,
    Bernhard :smiling_face:

    Hallo Forianer,

    ich habe seit einem dreiviertel Jahr eine Vertex Illumina SR260 mit 1200mm Länge und den Zusatzmodulen 2 x Rot und 2 x UV.
    Die roten Module kann ich empfehlen, mit Ihnen bekommt man z.B. eine klasse Abendstimung hin (Blau auf 30% gedimmt, Rot auf 70-80%, Weiß 5%).
    Die UV-Module lohnen sich m.E. nicht. Man sieht einen Effekt nur, wenn alle anderen Farben ausgeschaltet sind. Würde mir diese persönlich nicht mehr kaufen.

    Ansonsten ist die Lampoe klasse, ein "Quantensprung" zu HQI/T5.

    LG,
    Bernhard :smiling_face:

    Hallo Dany,

    Markus hat im Prinzip schon fast alles gesagt.
    Wenn es unbedingt Doktorfische sein müssen, dann gehen bei 720l:
    2 Zebrasoma flavescens
    1 Ctenochaetus tominiensis
    eventuell noch ein Acanthurus pyroferus, wenn das Becken sehr gut strukturiert ist (d.h. viele Höhlen zum Durchschwimmen, Unterstände etc.)
    Zumindest sind das alles Arten, die mit 20cm Maximalgröße noch vertretbar sind und von der Pflege auch nicht zu heikel sind.
    Acanthurus japonicus und leucosternon sind superheikel und bei den meisten Aquarianern nicht über längere Zeit haltbar. Sehr treffend finde ich, dass sie hier im Forum mal
    als typische "Mitnahmefische" bezeichnet wurden - nicht weil man sie gerne vom Händler mitnimmt, sondern weil sie die ganze Fischgesellschaft mit in den Himmel nehmen .....
    Nasos werden 50cm groß, unter 5000Liter ist das Tierquälerei.

    Großkkaiser wie den Traumkaiser würde ich auch nicht unter 3000L reintun. Sieh Dich mal bei den Zwergkaisern um, da gibt es auch sehr attraktive Arten.
    Man muß bei Ihnen nur damit rechnen, dass sie Korallen oder Muscheln anknabbern.

    Ansonsten kann ich Dir nur das Meerwasserlexikon empfehlen. Die darin angegebenen Endgrößen der Fische und die Mindestbeckengrößen geben eine gute Orientierung.

    LG,
    Bernhard

    Hi,

    ich meine, ähnliche Erfahrungen haben wir alle schon gemacht. Ich habe kein Glück mit LPS-Importkorallen,
    egal ob Fuingias, Euphillias, oder Gonioporas. Stehen immer 8-12 Wochen top da und lösen sich dann ganz plötzlich innerhalb von 3 Tagen auf. Nachzuchtkorallen / Ableger von anderen Aquarianern stehen top und wachsen bestens.

    Entweder sind die Importe doch zu empfindlich und gegen unsere Wasserqualitätsschwankungen nicht immun.
    Oder aber ich habe manchmal den Verdacht, dass sie mit Aminosäuren etc. hochgepäppelt sind und wenn die Dosis dann nachläßt, zusammensacken. Kann ich aber nicht beweisen.

    LG,
    Bernhard

    Hallo Roland,

    ich habe ein Becken mit exakt Deinen Maßen und betreibe dies mit einer Royal Exclusiv 8000 Speedy, die ich auf 60Watt (von 75 maximal) abgeregelt habe. Vorteil der Pumpe ist, dass sie A B S O L U T geräuschlos ist. Die Leitung ist m.E. nicht überdimensioniert; wenn sich die Rohre im Laufe der Zeit etwas zusetzen und damit der Druckverlust steigt, brauchst Du schon die Leistung.
    Kann ich nur empfehlen. Spielt natürlich (leider) preislich auch in einer ganz anderen Liga als Eheim & Co.
    Aber wie heißt es so schön: Wer billig kauft, kauft zweimal .....

    LG,
    Bernhard

    Hallo Hajo,

    danke für Dein ausführliches Statement. Deinen Ausführungen nach müßte es eigentlich funktionieren.
    -Mein Becken hat knapp 800 Liter, also sicher nicht zu klein für ein Pärchen Argis
    - Es ist stark strukturiert mit vielen Korallen und auch entsprechend Aufwuchs.
    - Die Muschel hat eine Schalenlänge von ca. 11cm, also isteigentlich nicht mehr "klein". Sie ist nicht leuchtend blau, sondern eher bräunlich mit wenigen blauen Strichen.

    Ich werde noch ein paar Tage beobachten; Alternative wäre sonst mein 64 Liter Becken. Da ist sie vor Störenfrieden sicher, aber an sich ist das Becken schon wieder zu klein ...

    LG,
    Bernhard

    Hallo Forianer,

    ich habe seit einer Woche eine schöne Tridacna Maxima in meinem Becken. Leider haben es meine beiden Zwergkaiser (Centropyge Argi) darauf abgesehen. Also nicht direkt, aber sie zupfen eigentlich den ganzen Tag am Riff und gelegentlich dann eben auch an der Muschel. Das reicht aber offenbar, so dass sie beleidigt ist und sich nicht mehr voll öffnet. Beschädigen tun sie die Muschel nicht.

    Habt Ihr mit so etwas Erfahrung? Gewöhnt sich die Muschel dran oder muß ich sie oder die Argis raus? (Weiß noch nicht, wen ich dann eher abgeben würde ...)

    LG,
    Bernhard

    ... und es wird wieder mal Zeit für ein Update.

    Getan hat sich nicht viel; das Becken läuft jetzt absolut problemlos und unspekatuklär, auch die Cyanos am Boden sind mittlerweile so gut wie weg; vermutlich dank Microbe Lift Special Blend :winking_face:

    Hier die neuesten Bilder: :wink

    LG,
    Bernhard

    Hallo Horni,

    Herzlich Willkommen !

    Bitte, bitte, bitte kauf Dir erstmal ein gutes Buch zum Einstieg, es gibt mindestens drei auf dem Markt:
    - D. Knop
    - D. Brockmann
    - R. Latka (finde ich persönlich das Informativste)

    Deine Fragen sind nicht blöd (es gibt außerdem - wenn überhaupt - nur blöde Antworten), aber sie zeigen, dass Du Dich noch nicht richtig mit der Materie beschäftigt hast, und da ist dann der Misserfolg vorprogrammiert.

    - Ein Meerwasseraquarium braucht keinen Filter (der würde zur Nitratschleuder werden)
    - Plexiglasplatte würde ich nicht nehmen, sondern Lichtrasterplatten. Eine Plexiglasplatte kann sich verziehen,
    dann kommen Sandkörner drunter und Du hast das ganze Gewicht der Steine auf einem Sandkorn -> dann springt Dir die Bodenplatte
    - Wenn Du Lebendgestein rein tust, mußt Du danach auch voll beleuchten. Die Wahl der richtigen Beleuchtung ist überhaupt sehr wichtig. Mit der Trigon Standardbeleuchtung kommst Du z.B. nicht weit, es sollte mindesten 150Watt HQI + zusätzlich 2x24W T5 sein.

    Die Investition in ein gutes Buch erspart Dir manch teure Enttäuschung.

    LG,
    Bernhard

    Hallo Robert,
    weiße Pünktchen (Cryptocarion irritans) sind oft nur eine Sekundärerscheinung, Du mußt die eigentliche Ursache bekämpfen. Erzähl doch bitte etwas mehr über Dein Becken.
    - Wie groß, wie lange steht es schon, welcher Besatz, welche Wasserwerte? Fotos wären auch nicht schlecht.

    Wenn die Ursache nicht in einem Überbesatz oder schlechten Wasserwerten liegt, sondern Du Dir die Biester nur eingeschleppt hast, kannst Du sie auch wieder loswerden.

    Ich hatte bei zwei Neuzugängen mal Cryptocarion und habe beides Mal wie folgt erfolgreich behandelt:
    - Alle Wasserwerte prüfen und vor allem kH in den Bereich um 8-9 und pH in den Bereich 8.1-8.2 bringen
    - Eine leistungsfähige UVC-Anlage anschließen, um die massenhafte Vermehrung zu verhindern
    - Mit Knoblauch getränktes Futter verfüttern (flüssiges Knoblauchkonzentrat gibt es käuflich), oder aber ein Vitaminpräparat zumischen, z.B. Tropic Marin Lipovit
    - Zusätzlich ein L E I C H T E S Mittel geben, wie z.B. Aquarium Münster Ektomarin (dies schädigt Korallen und Wirbellose nicht)
    - Und dann: Finger aus dem Becken und Ruhe bewahren :thup

    Wie gesagt, wenn die Ursache nicht ganz woanders liegt, kann das helfen.

    Ansonsten gibt es nicht viele Medikamente, die die Pünktchen bekämpfen, aber Korallen und Wirbellose nicht schädigen. Alle kupferhaltigen oder malachitgrünhaltigen Mittel, die auch im Süßwasserbereich angewendet werden, sind tabu.

    LG,
    Bernhard

    Hallo Torsten,

    ich habe an Phosphattests so ziemlich alles bereits probiert, was es im Handel gibt.
    Empfehlen kann ich Dir vor allem den Test von Gilbers Umwelttechnik / Reefananalytics,
    der ist sehr genau, die Werte lassen sich auch gut reproduzieren.

    Gruss,
    Bernhard

    Habe eine seit 3 Jahren im Becken; sie ist mittlerweile so groß wie ein Fünfmarkstück. Hat noch nie jemandem etwas zuleide getan, auch nicht meinen Einsiedlern.

    Kommt nur nachts raus und dreht dann mit Vorliebe nicht festgeklebte Krallen um.

    LG,
    Bernhard

    Liebe Forianer,

    ich habe eine wunderschöne orange Fungia ( genauer gesagt keine Fungia, sondern eine Cycloseris tenuis), die sich allerdings regelmäßig aufbläht und dann am Boden entlang wandert. Würde diese gerne mit AMA Reef Bond an einem Stein befestigen. Traue mich allerdings nicht so ohne weiteres, weil ich schon mehrfach erlebt habe, dass die Klebestellen dann im Umkreis von 5mm weiß werden. Offenbar ist das Zeug doch agressiv.

    Hat jemand damit Erfahrung? Wie kann man eine Fungia / Cycloseris am besten befestigen, ohne sie zu schädigen? Gibt es Alternativen?

    LG,
    Bernhard

    P.S.: Wenn Ihr auf den link zu meinem Becken (in der Signatur) klickt, seht Ihr in den neuesten Bildern das "corpus delicti".

    Hallo ?,

    sind Tubellarien, habe ich auch jede Menge in meinem Nano - und gelernt, damit zu leben. Ein Mandarinfisch würde sie unter Umständen fressen, der kommt aber bei einem 60er Dennerle nicht in Frage.

    Hilft eigentlich nur häufiges Absaugen. Mann kann auch z.B. nachts eine kleine weiße UNtertasse auf den Becklengrund legen und diese mit einem Punktstrahler anstrahlen. Dann wandern die Tubellarien dahin und man kann den Teller einfach rausnehmen.
    Ansonsten hilft wohl nur, die Nährstoffkonzentrationen gering zu halten, um die Vermehrung im Zaum zu halten.

    LG,Bernhard

    Halllo ???

    wie haben sich denn die dunklen Flecke in der letzten Zeit verändert? Wachsen diese?
    Könnte dann entweder eine Vernesselung oder ein Parasit von innen sein.

    Ich würde ein Stück von dem noch gesunden Teil abschneiden, auf einen Zahnstocher aufspießen und diesen dann an einer anderen Stelle im Riff befestigen. Dann hast Du wenigstens einen Teil der Koralle gerettet. Habe so schon etkiche Ableger von meinen Sarcophytums großgezogen; glücklicherweise wachsen die ja schnell.

    LG,
    Bernhard

    Hallo Daniel,

    Zwergkaiser würden sicher gehen. Ich habe ein Paar C. argi; es ist toll, denen jeden Abend beim Balzen zuzusehen. Allerdings - wie Du schon schreibst - sind sie ziemliche Stänkerer und gegen alle neuen Fische erstmal agressiv. Legt sich dann aber meist nach 1-2 Tagen.
    Korallen lassen sie in Ruhe, bis auf eine Gorgonie, die sie immer wieder angezupft haben, so dass sie sich nicht mehr öffnete.also ganz sicher kann man sich bei ihnen nie sein.

    Einen Strigosus würde ich nicht rein tun; wenn es unbedingt ein Doktor sein muß, dann der Zebrasoma Flaevesens. Ist bei Deiner Beckengröße (450 Liter) aber absolut grenzwertig. Ich hatte mehrere Jahre auch einen in 330 Liter und habe ihn dann in 800 Liter umgesiedelt; seitdem weiß ich erst, welchen Bewegungsdrang diese Tiere haben. Würde daher persönlich keinen Doktor mehr in unter 500 Liter tun.

    LG,
    Bernhard

    Hallo Forianer,

    plötzlich taumelt mein Kauderni-Mänchen durch das Becken. Er steht manchmal fast kopfüber.
    Wasserwerte habe ich zufälligerweise heute morgen gemessen - keine Auffälligkeiten
    (T=25°C; Dichte = 1,0223, pH=8.2, kH=10, NO3=5; PO4=0,08, Ca=440).

    Alle anderen Fische so´wie das Weibchen sind topfit und zeigen keine Annomalien.

    Woran kann das liegen? Das Männchen ist jetzt ca. 3,5 Jahre alt. Kann das einfach Altersschwäche sein oder eine
    mechanische Verletzung der Schwimmblase?

    LG,
    Bernhard

    Hallo Forianer,

    ich habe seit 3 Jahren einen Gelbkopfjunker / Kenia-Lippfisch (Halichoeres iridis ) in meinem Becken, dem ich gerne einen Partner gönnen würde. Der Fisch ist mittlerweile so 13-15cm groß, dürfte also in etwa ausgewachsen sein.

    Kann ich einfach einen kleinen Lippfisch nachsetzen? Ich habe mal in der Koralle gelsen, dass alle Lippfische Geschlchtswechsler vom Weibchen zum Männchen sind, also müßte das passen.

    Wäre schön,. wenn jemand mit Lippfischen aus der Halichoeres - Gattung Erfahrungen hätte.

    LG,
    Bernhard

    Hallo,

    ich habe ein gut harmonierendes Pärhcen Argis. Drei Jahre waren sie in einem 330 Liter Becken.
    Sie haben immer wieder mal an Korallen gezupft.
    - Hornkorallen wurden so stark belästigt, dass sie nicht mehr öffneten
    - Pilzlederkorallen wurden auch immer wieder angezupft, vor allem kurz vor der abendlichen Fütterung
    - LPS: eine Acanastrea wurde "gekillt", sonst kein Schäden
    - SPS haben sie generell in Ruhe gelassen
    Jetzt in meinem 770Liter Becken sind sie friedlich, aber man weiß bei Ihnen nie ...

    Also wenn man seine Korallen über alles liebt, sollte man vielleicht auf Zwergkaiser verzichten. Andrerseits ist das allabendliche Balzspiel schon toll, das tröstet über manchen Korallenverlust hinweg.

    LG,
    Bernhard

    Hallo an Alle,

    vielen, vielen Dank für das plötzliche positive Feedback (meine Beckenvorstellung liegt ja schon 2 Monate zurück).
    Das Becken hat sich seitdem nicht viel verändert, die Korallen sind halt noch etwas dichter geworden. Meine Hornkoralle in der Mitte vorne wird zunehmend von den Einsiedlern als Klettergarten "mißbraucht" und leidet ein bißchen darunter, und Cyanos habe ich am Boden ab und an immer noch, trotz Microbe Lift Zugabe. Aber sonst ist alles bestens.

    @Corinna: Ja, leider sind die Grundeln in Einzelhaft. Ich habe zweimal versucht, den Gob. okinawae einen Partner zu gönnen, ist jedesmal schief gegangen. Glücklicherweise habe ich noch mein 760Liter-Becken zum Ausquartieren. Aber wenigstens meine St. nematodes hat einen Knallkrebs, die beiden sind unzertrennlich.
    Der Blenny ist momentan noch friedlich und zeigt keine Anzeichen von Hospitalismus oder ähnlichem (nur extrem agressiv zu allem Neuen, egal ob Fischen oder Korallen). Wenn er Probleme machen sollte, werde ich ihn umsiedeln.

    LG,
    Bernhard

    Habe dieselben Erfahrungen gemacht. Bei mir liegt eine große braune Montiporaplatte bei jedem Wasserwechsel für ca. 30-60 Minuten "trocken". Sie schleimt dann etwas ab, aber ansonsten hat das keinerlei negative Auswirkungen. In den Flachriffen in der Natur kommt das ja durch den Tidenhub auch vor, dass dort SPS für Stunden trocken liegen.

    Gruss,
    Bernhard